Dienstag, 23. Juni 2009
Sonntag, 21. Juni 2009
Traum-Triathlon!

Nachdem ich gestern Nacht noch bange dem prasselnden Regen gelauscht hatte, wurde ich heute bei strahlend blauem Himmel wach. Der blieb zwar nicht wolkenlos, es war aber bei ca. 18 Grad fast durchweg sonnig und - vor allem: trocken!
Das Wasser hatte unglaubliche 19 Grad, so dass ich auch ohne Neo gut klar kam. Das Schwimmen war einfach toll! Ich schwamm ohne Druck und einfach vor mich hin. Allerdings war für mich Kraul einfach nicht optimal heute (die zu kleine Badekappe des Veranstalters verrutschte dabei und ich schluckte Unmengen Wasser) und so schwamm ich fast die ganze Strecke Brust. Hin und wieder staunte ich beim Blick zurück: Da waren tatsächlich noch etliche Schwimmer hinter mir! Die Sonne brachte das Wasser vor mir zum Glitzern, so dass es einfach Spaß gemacht hat, durch den Kanal zu ziehen.
Dann Radfahren. Fix war ich aus dem Wasser und zog meine Turnschuhe an. Beim Aufsetzen des Helms stand plötzlich der Moderator vor mir, der das Geschehen in und um die Halle ständig kommentierte und via Lautsprecher den Menschenmengen kundtat. "Ah ja, hier macht sich grade Startnummer 258 für das Radfahren fertig. Das Rad stammt offenbar aus dem 18. Jahrhundert...!" Na warte, Dir werd ichs zeigen - es kommt ja nicht NUR auf das Material an! Schwupp und schon war ich weg und auf der Straße. Das war ja jetzt meine Disziplin und ich sauste nur so durch die Gegend. Mein Tacho zeigte selten einen Wert unter 30 km/h und ich wurde irgendwie nur von den Cracks überholt. Viele Freunde und Fremde feuerten mich an und erst bei Kilometer 30 merkte ich dann doch meine Beine. Die letzten Km ließ ich es dann etwas ruhiger angehen, damit der Übergang zum Laufen nicht so krass wäre.
Rad weg und los. Es ging direkt. Aber meine Beine waren doch arg müde jetzt. Die ersten beiden Disziplinen waren Spaß - jetzt kam der Kampf! Auf der Laufstrecke dazu noch ständig Läufer, die an mir vorbei zogen. Das machte nicht grade Mut! Die letzten 5 km zog ich dennoch mein Tempo an, um mich die letzten beiden davon noch einmal zu steigern. Ich gebe zu - ich kam so ziemlich mit der letzten Lungenkraft ins Ziel - aber immerhin KAM ich ins Ziel!!! Ich habe tatsächlich gefinished!!!
Meine Zeiten kommen mir allerdings ehrlich gesagt etwas utopisch vor: 1,5 km Schwimmen in 00:35:43 Stunden, 40 km Rad in 1:12:07 und schließlich 10 km Laufen in 00:51:58. Tudo incluedo: 2:43:24 Stunden. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein, oder? ;-)
Samstag, 20. Juni 2009
In 24 Stunden....
....werde ich wohl das Schwimmen bei dem Sparda-Münster-City-Triathlon geschafft haben...
Die letzte Woche war gespickt mit zahlreichen Hindernissen. Bereits beim verregneten 10-km-Lauf am vergangenen Sonntag merkte ich meine linke Hüfte und mein rechtes Knie. Dennoch war der Lauf gut geschafft. Bereits am Montag drauf stand dann ein "zügiger" 5-km-Lauf auf dem Programm. Hier war die Hüfte ok, dafür zwickte das Knie zunehmend. Den anschließenden Saunagang hätte ich mir wohl besser sparen sollen - vermutlich war da ein Entzündungsherd im Knie, der sich ob der wohligen Wärme noch weiter ausbreitete. Fazit: Am Dienstag bekam ich fast keinen Fuß mehr vor den anderen und konnte nicht mehr normal gehen geschweige denn Joggen! So ein Mist! Aldi freute sich nun über eine Absatzsteigerung beim Magerquark - denn Umschläge hiermit waren echt eine wohltuende Maßnahme. Zusätzlich warf ich noch eine Ibuprofen ein, die ich noch im Medizinschränkchen fand - und prompt stellten sich fast alle der erwähnten Nebenwirkungen von Müdigkeit über Magenschmerzen bis hin zu gesteigerter Reizbarkei ein. Ich war also ein echtes Herzchen! Mittwochmorgen dennoch eine zweite Tablette eingeworfen - und wie durch ein Wunder wurden die Entzündungssymptome echt schnell besser.
Nachmittags stand dann eh Schwimmen auf dem Programm. Eine Leserin meines Leserbriefes, die sich wohl auch über das kalte Wasser aufregt, hatte mich gebeten, an diesem Mittwoch um 16 Uhr zum Hiltruper Freibad zu kommen, weil sich zu diesem Zeitpunkt auch der Sportausschuss der Stadt Münster dort nach dem Ergebnis der Umbaumaßnahmen erkundigen wollte. Ach, da standen sie dann also, unsere politischen Vertreter und ganz vorne meine persönliche Freundin Frau Dr. Hanke (die nicht nur Münsters Bäder- sondern auch die Schullandschaft ruiniert hat bzw. ruinieren will). Alle Politiker hatten irgendwie ein selbstgefälliges Auftreten. Besonders witzig kamen sich diejenigen vor, die zum "Anschwimmen" ihre Badehosen mitgebracht hatten. Anschwimmen? Das Bad hat schon seit vier Wochen geöffnet! Der einzig wirklich bürgernahe Vertreter der Lokalpolitik war Herr Schulze-Blasum (ich dachte, der sei schon im Ruhestand?!?). Er nahm sich Zeit für ein Gespräch und versprach zumindest, unser Anliegen zu überdenken. Naja, das Schwimmen kam dann fast etwas zu kurz an diesem Tag aber ich wollte es ja auch nicht gleich wieder übertreiben. Zudem musste ich abends ja noch Training geben und konnte mich da kaum zur Meditation hinhocken...
Donnerstag war dann glücklicher Weise alles wieder gut! Nach einem anstrengenden Arbeitstag konnte ich direkt meine 15 Kilometer laufen. Ganz langsam, mit Pulsgrenze 150. Das kam mir echt wie ein Schleichen vor - aber vermutlich ist das ja grade der Sinn der Sache, dass ich anschließend beim Wettkampf mal wieder richtig die Sau rauslassen will und kann. Trotzdem war der errechnete Fitnesswert dann ganz ordentlich, der zweitbeste Wert bisher überhaupt (den besten hatte ich übrigens am Montag bei der flotten Runde am Kanal trotz Knie-Aua!).
Freitag bemerkte ich morgens ein ärgerliches und völlig überflüssiges Laufen der Nase und weitere geringfügige Anzeichen einer Sommer-Erkältung. Oh nein, nicht auch noch DAS!!!! Nicht JETZT! Vitamin C und Zink mussten helfen und taten auch ihr Werk, so dass ich mich nach der Arbeit nachmittags so gut fühlte, um meine Runde zu radeln.
Zum Glück gestaltete sich das Wetter besser als angekündigt: Kein Regen, sogar häufig Sonne und recht warm. Dafür wurde ich aber mit einem an Sturm grenzenden Wind geplagt! Mann, da lagen streckenweise sogar Äste auf dem Boden herum! Eigentlich hätte ich diese Woche zwei kleine Runden (20 und 25 km) radeln müssen, die ich mangels Trainingsmöglichkeit und weil ich am Tag unmittelbar vor dem Wettkampf lieber eine Pause haben wollte, zusammengefasst habe. Also wieder die Bösensell-Runde mit zwei Schleifen durchs Grüne. Langsam wirds langweilig. Plötzlich wurde mir bewusst, dass dies wohl die letzte Rad-Trainingseinheit für eine ganze Weile werden sollte!
Wegen des Windes war ich auf dem Hinweg unglaublich langsam! Ich kroch gradezu mit manchmal nur 22 km/h daher, immer einen wachen Blick auf meine Pulsuhr, die nicht über 150 Schläge klettern sollte. Mann, das ging ja gar nicht, so langsam! Außerdem hatte ich das Gefühl, fast immer irgendwie Gegenwind zu haben! Nur auf den rein ostwärts ausgerichteten Straßen bekam ich Anschub von hinten und da kletterte der Tacho auch schon mal auf 40 km / h, bei Pulswerten unter 140 Schlägen! Wenn da mal kein Kaninchen aus dem Gebüsch kommt!
Daheim angekommen war ich doch überrascht, dass ich für die fast exakt 45 km nur 1 Stunde 36 Minunten gebraucht hatte. Und siehe da: trotz Gegenwind wieder eine Form-Bestzeit geknackt! Also, dieses Training mit Go-Coach ist echt fantastisch!
So, dann werde ich gleich mal meine Startunterlagen abholen und meine Siebensachen für morgen zusammenpacken. Jetzt wirds aber auch Zeit - ich will es jetzt wissen!!!
Die letzte Woche war gespickt mit zahlreichen Hindernissen. Bereits beim verregneten 10-km-Lauf am vergangenen Sonntag merkte ich meine linke Hüfte und mein rechtes Knie. Dennoch war der Lauf gut geschafft. Bereits am Montag drauf stand dann ein "zügiger" 5-km-Lauf auf dem Programm. Hier war die Hüfte ok, dafür zwickte das Knie zunehmend. Den anschließenden Saunagang hätte ich mir wohl besser sparen sollen - vermutlich war da ein Entzündungsherd im Knie, der sich ob der wohligen Wärme noch weiter ausbreitete. Fazit: Am Dienstag bekam ich fast keinen Fuß mehr vor den anderen und konnte nicht mehr normal gehen geschweige denn Joggen! So ein Mist! Aldi freute sich nun über eine Absatzsteigerung beim Magerquark - denn Umschläge hiermit waren echt eine wohltuende Maßnahme. Zusätzlich warf ich noch eine Ibuprofen ein, die ich noch im Medizinschränkchen fand - und prompt stellten sich fast alle der erwähnten Nebenwirkungen von Müdigkeit über Magenschmerzen bis hin zu gesteigerter Reizbarkei ein. Ich war also ein echtes Herzchen! Mittwochmorgen dennoch eine zweite Tablette eingeworfen - und wie durch ein Wunder wurden die Entzündungssymptome echt schnell besser.
Nachmittags stand dann eh Schwimmen auf dem Programm. Eine Leserin meines Leserbriefes, die sich wohl auch über das kalte Wasser aufregt, hatte mich gebeten, an diesem Mittwoch um 16 Uhr zum Hiltruper Freibad zu kommen, weil sich zu diesem Zeitpunkt auch der Sportausschuss der Stadt Münster dort nach dem Ergebnis der Umbaumaßnahmen erkundigen wollte. Ach, da standen sie dann also, unsere politischen Vertreter und ganz vorne meine persönliche Freundin Frau Dr. Hanke (die nicht nur Münsters Bäder- sondern auch die Schullandschaft ruiniert hat bzw. ruinieren will). Alle Politiker hatten irgendwie ein selbstgefälliges Auftreten. Besonders witzig kamen sich diejenigen vor, die zum "Anschwimmen" ihre Badehosen mitgebracht hatten. Anschwimmen? Das Bad hat schon seit vier Wochen geöffnet! Der einzig wirklich bürgernahe Vertreter der Lokalpolitik war Herr Schulze-Blasum (ich dachte, der sei schon im Ruhestand?!?). Er nahm sich Zeit für ein Gespräch und versprach zumindest, unser Anliegen zu überdenken. Naja, das Schwimmen kam dann fast etwas zu kurz an diesem Tag aber ich wollte es ja auch nicht gleich wieder übertreiben. Zudem musste ich abends ja noch Training geben und konnte mich da kaum zur Meditation hinhocken...
Donnerstag war dann glücklicher Weise alles wieder gut! Nach einem anstrengenden Arbeitstag konnte ich direkt meine 15 Kilometer laufen. Ganz langsam, mit Pulsgrenze 150. Das kam mir echt wie ein Schleichen vor - aber vermutlich ist das ja grade der Sinn der Sache, dass ich anschließend beim Wettkampf mal wieder richtig die Sau rauslassen will und kann. Trotzdem war der errechnete Fitnesswert dann ganz ordentlich, der zweitbeste Wert bisher überhaupt (den besten hatte ich übrigens am Montag bei der flotten Runde am Kanal trotz Knie-Aua!).
Freitag bemerkte ich morgens ein ärgerliches und völlig überflüssiges Laufen der Nase und weitere geringfügige Anzeichen einer Sommer-Erkältung. Oh nein, nicht auch noch DAS!!!! Nicht JETZT! Vitamin C und Zink mussten helfen und taten auch ihr Werk, so dass ich mich nach der Arbeit nachmittags so gut fühlte, um meine Runde zu radeln.
Zum Glück gestaltete sich das Wetter besser als angekündigt: Kein Regen, sogar häufig Sonne und recht warm. Dafür wurde ich aber mit einem an Sturm grenzenden Wind geplagt! Mann, da lagen streckenweise sogar Äste auf dem Boden herum! Eigentlich hätte ich diese Woche zwei kleine Runden (20 und 25 km) radeln müssen, die ich mangels Trainingsmöglichkeit und weil ich am Tag unmittelbar vor dem Wettkampf lieber eine Pause haben wollte, zusammengefasst habe. Also wieder die Bösensell-Runde mit zwei Schleifen durchs Grüne. Langsam wirds langweilig. Plötzlich wurde mir bewusst, dass dies wohl die letzte Rad-Trainingseinheit für eine ganze Weile werden sollte!
Wegen des Windes war ich auf dem Hinweg unglaublich langsam! Ich kroch gradezu mit manchmal nur 22 km/h daher, immer einen wachen Blick auf meine Pulsuhr, die nicht über 150 Schläge klettern sollte. Mann, das ging ja gar nicht, so langsam! Außerdem hatte ich das Gefühl, fast immer irgendwie Gegenwind zu haben! Nur auf den rein ostwärts ausgerichteten Straßen bekam ich Anschub von hinten und da kletterte der Tacho auch schon mal auf 40 km / h, bei Pulswerten unter 140 Schlägen! Wenn da mal kein Kaninchen aus dem Gebüsch kommt!
Daheim angekommen war ich doch überrascht, dass ich für die fast exakt 45 km nur 1 Stunde 36 Minunten gebraucht hatte. Und siehe da: trotz Gegenwind wieder eine Form-Bestzeit geknackt! Also, dieses Training mit Go-Coach ist echt fantastisch!
So, dann werde ich gleich mal meine Startunterlagen abholen und meine Siebensachen für morgen zusammenpacken. Jetzt wirds aber auch Zeit - ich will es jetzt wissen!!!
Sonntag, 14. Juni 2009
Monsters of Liedermaching

Hinter diesem Titel verbirgt sich eine Band, die wohl beim Hafenfest 2008 ihre Münster-Premiere hatte. Und das muss wohl dafür gesorgt haben, dass Münster sich voll auf die Band und ihre Texte eingeschossen hat - beim diesjährigen Hafenfest grölte nämlich die Menge absolut textsicher mit! Bis auf Frank und mich, die ihre "Monsters"-Premiere hatten...
Frank war bei der Ansicht des Hafenfest-Programms auf der entsprechenden Internet-Homepage auf diesen Act aufmerksam geworden. Ich weiß nicht, ob ihn der Name reizte?!? Sonst ist er ja nicht so leicht zu begeistern. Jedenfalls klickte er dann auch eine Aufnahme vom letzten Jahr an und war nicht mehr zu bremsen.
Die Band, bestehend aus sechs Sängern, pardon: Liedermachern, aus Hamburg, Berlin und - ja: Bad Gandersheim. Als instrumentelle Begleitung stehen einige Akustik-Gitarren im Vordergrund, ab und an ironisch unterstützt von Blockflöte, Xylophon und Mini-Quetschkommode. Meist trägt einer der Kerle solo sein Lied vor, während die anderen ihn vokal unterstützen oder den Refrain mitsingen.
Textlich erinnerten mich die Monsters sehr an die frühen Ärzte: schnodderig, witzig, manchmal etwas zu tief unter der Gürtellinie und intellektuell meist noch nicht ärzte-mäßig herangereift.
Wie auch immer - ich sag mal 40% der Songs haben mir super gefallen, 20 % waren ganz passabel und der Rest - naja. Ich sag mal, über Texte wie:"Du bist Kacke!" oder "Tod in der Nordsee" (wo es über menstruierende Frauen geht, die im Wasser die Haie anziehen, hahaha...) kann ich heute einfach nicht mehr lachen. Da hatte ja selbst Zoff in den Achtzigern mehr Format.
Aber, nee, also Lieder wie "Hartz IV", "Türen", "Blasenschwäche" oder "Zwerge", die hatten schon eine gewisse textliche Originalität.
Ich hab mir mal zwei CDs bestellt. Auch falls sie mir nach einer Weile nicht mehr gefallen - ich bin mir sicher, mein 13-jähriger Sohn Felix wird sie lieben! ;-)
Samstag, 13. Juni 2009
Was da alles passieren kann...
Noch eine Woche bis zum Triathlon - die Kondition müsste passen, im Kanal bin ich probe-geschwommen, das Equipment ist vollständig. Man könnte meinen, ich hätte alle Unwägbarkeiten bedacht.
Vorhin musste ich dann erfahren, dass es immer wieder etwas geben kann, was einem Knüppel zwischen die Beine wirft!
Ich bin zunächst mit dem Rad gefahren. Puls in Belastungsstufe 2, also zwischen 138 und 150 Schlägen die Minute. Ist normal für mich kein Thema auf dem Rad und ich komme meist ganz gut voran. Heute hatte ich allerdings bereits auf dem Hinweg einen ordentlichen Gegenwind, so dass ich mich ganz schön ausgebremst fühlte. Zu allem Übel überholte mich dann noch eine flotte Truppe männlicher Renn-Radler. Na gut - sie trugen Rad-Shirts mit Aufschriften wie "Tri-Finish" oder "Sparkassen-Giro" - alles keine "Freizeit-Radler", also, sondern schon ein spezielles Leistungs-Trüppchen.
Ich fuhr wieder Richtung Bösensell, meine kleine Schleife um die Bauernschaft, um dann wieder zur Alvingheide zu gleangen. Die Schleife galt es zweimal zu fahren, weil ich auf 40 Kilometer kommen musste. Das passt dann erfahrungsgemäß ganz gut mit der "Doppelschleife".
Beim Radeln gilt es, stets wachsam und mega-aufmerksam zu sein. Das entspricht schon fast dem "Sanshin", wie ich es aus dem Karate kenne. Träumereien oder gar Ablenkungen durch Musik via mp3-Player sollte man sich tunlichst nicht erlauben! Diesmal war ich sehr froh, dass ich diese Regel beachtete - denn in einem Waldstück lagen plötzlich Holzstücke auf dem Weg! Nichts Dramatisches - vorausgesetzt, man fährt nicht drüber!
Als ich die Schleife dann zum zweiten Mal nehmen wollte, passierte es dann: Unter meiner Sonnenbrille sah ich links plötzlich nur noch verschwommen, Tränenfluss versperrte mir die Sicht und ein Fremdkörpergefühl machte sich breit. Ich nahm die Brille ab und fand in ihr meine Kontaktlinse. Vorsichtig versuchte ich, sie auf meine nicht mehr ganz sterile Fingerkuppe zu legen, um sie wieder ins Auge einzusetzen, da hätte der Wind sie fast ergriffen und mir entrissen. Kurzerhand drehte ich mich mich gegen den Wind und konnte die Operation erfolgreich beenden. Puh, nochmal gut gegangen.
Leider wiederholte sich das Spektakel drei Kilometer weiter. Und diesmal sah ich gleich, dass die Linse beschädigt war. Ein Wiedereinfügen konnte ich also vergessen. Und nun? Einäugig fahren. Oha, das erforderte noch mehr Wachsamkeit! Ich wagte nicht daran zu denken, was geschehen würde, wenn ich auch die zweite Linse verlöre! Dann hätte ich mich irgendwie abholen lassen müssen. Also immer ein Extra-Paar mitführen? Ich weiß nicht. Aber nächste Woche werde ich sicher Ersatzlinsen mit zum Wettkampf nehmen.
Ich wollte eigentlich direkt nach der Rückkehr laufen, Koppeltraining, also. Meine Schwiegereltern waren aber grade auf Stippvisite, so dass ich mir eine kurze Pause gönnte (und meine Brille holen konnte).
Der anschließende Lauf um die Aaseehälfte war dann auch ganz ok. Jetzt sollte ich laut Plan "zügig" laufen, also BST 3 mit Puls zwischen 150 un 163. War ganz ok und ich habs in 30 Min geschafft.
Morgen liegen nochmal 10 km an und dann ist der Trainingsplan für diese Woche vollständig absolviert.
Vorhin musste ich dann erfahren, dass es immer wieder etwas geben kann, was einem Knüppel zwischen die Beine wirft!
Ich bin zunächst mit dem Rad gefahren. Puls in Belastungsstufe 2, also zwischen 138 und 150 Schlägen die Minute. Ist normal für mich kein Thema auf dem Rad und ich komme meist ganz gut voran. Heute hatte ich allerdings bereits auf dem Hinweg einen ordentlichen Gegenwind, so dass ich mich ganz schön ausgebremst fühlte. Zu allem Übel überholte mich dann noch eine flotte Truppe männlicher Renn-Radler. Na gut - sie trugen Rad-Shirts mit Aufschriften wie "Tri-Finish" oder "Sparkassen-Giro" - alles keine "Freizeit-Radler", also, sondern schon ein spezielles Leistungs-Trüppchen.
Ich fuhr wieder Richtung Bösensell, meine kleine Schleife um die Bauernschaft, um dann wieder zur Alvingheide zu gleangen. Die Schleife galt es zweimal zu fahren, weil ich auf 40 Kilometer kommen musste. Das passt dann erfahrungsgemäß ganz gut mit der "Doppelschleife".
Beim Radeln gilt es, stets wachsam und mega-aufmerksam zu sein. Das entspricht schon fast dem "Sanshin", wie ich es aus dem Karate kenne. Träumereien oder gar Ablenkungen durch Musik via mp3-Player sollte man sich tunlichst nicht erlauben! Diesmal war ich sehr froh, dass ich diese Regel beachtete - denn in einem Waldstück lagen plötzlich Holzstücke auf dem Weg! Nichts Dramatisches - vorausgesetzt, man fährt nicht drüber!
Als ich die Schleife dann zum zweiten Mal nehmen wollte, passierte es dann: Unter meiner Sonnenbrille sah ich links plötzlich nur noch verschwommen, Tränenfluss versperrte mir die Sicht und ein Fremdkörpergefühl machte sich breit. Ich nahm die Brille ab und fand in ihr meine Kontaktlinse. Vorsichtig versuchte ich, sie auf meine nicht mehr ganz sterile Fingerkuppe zu legen, um sie wieder ins Auge einzusetzen, da hätte der Wind sie fast ergriffen und mir entrissen. Kurzerhand drehte ich mich mich gegen den Wind und konnte die Operation erfolgreich beenden. Puh, nochmal gut gegangen.
Leider wiederholte sich das Spektakel drei Kilometer weiter. Und diesmal sah ich gleich, dass die Linse beschädigt war. Ein Wiedereinfügen konnte ich also vergessen. Und nun? Einäugig fahren. Oha, das erforderte noch mehr Wachsamkeit! Ich wagte nicht daran zu denken, was geschehen würde, wenn ich auch die zweite Linse verlöre! Dann hätte ich mich irgendwie abholen lassen müssen. Also immer ein Extra-Paar mitführen? Ich weiß nicht. Aber nächste Woche werde ich sicher Ersatzlinsen mit zum Wettkampf nehmen.
Ich wollte eigentlich direkt nach der Rückkehr laufen, Koppeltraining, also. Meine Schwiegereltern waren aber grade auf Stippvisite, so dass ich mir eine kurze Pause gönnte (und meine Brille holen konnte).
Der anschließende Lauf um die Aaseehälfte war dann auch ganz ok. Jetzt sollte ich laut Plan "zügig" laufen, also BST 3 mit Puls zwischen 150 un 163. War ganz ok und ich habs in 30 Min geschafft.
Morgen liegen nochmal 10 km an und dann ist der Trainingsplan für diese Woche vollständig absolviert.
Donnerstag, 11. Juni 2009
Ich schaff das!!!!!
Das war ja immer mein größtes "Schreckgespenst", was den Triathlon betrifft: das Schwimmen im Kanal. Ähnlich wie die Disziplin Kumite (Freikampf) bei einem anstehenden Karateturnier war das Schwimmen in der grünen Brühe doch bisher immer die größte Herausvorderung. Gerne hätte ich ja mal dort "zur Probe" geschwommen. Aber nicht alleine. Und es bot sich irgendwie bisher keine Gelegenheit, sich jemandem anzuschließen. Bis heute.
Gestern stand nämlich mein Kollege Peter in der Bürotür und fragte, was denn meine Triathlon-Vorbereitungen so machen. Ich weiß seit ein paar Wochen, dass er selbst sich auf die Volksdistanz vorbereitet. Gestern erzählte er mir also dann, dass er sich heute (Feiertag, Fronleichnam) mit zwei Kumpels zum Testschwimmen am Kanal treffen wollte. Na, da hab ich doch gleich gefragt, ob ich mich anschließen könnte. Und ich konnte.
Pünktlich um 13 Uhr fand ich mich also am Kanal ein. Dort herrschte schon emsiges Treiben, da morgen dort das alljährliche Hafenfest beginnt. Am Ufer stand ich dann aber fast alleine, da es dort bei Nieselregen und 16 Grad nicht wirklich zum Verbleiben einlud. Fünf Minuten, zehn Minuten....ich lief die Uferseite einmal auf und ab. Niemand zu sehen. Ach, dachte ich, dann ists denen wohl heute zu ungemütlich und ich wollte mich grade wieder zum Auto begeben, da kam Peter auf seinem Rad um die Ecke geflitzt. Ach, Mist, und ich dachte, ich könnte mich nochmal vor dem Sprung in die Fluten drücken - schließlich war mir doch vom Warten jetzt echt kalt geworden. Aber bald kamen auch die beiden anderen und begaben sich zur künftigen Wechselzone, um kurz darauf barfuß und mit Badehosen bekleidet zurückzukehren. Ich stand da auch jetzt schon im Trisuit und zitterte. Meine Tasche mit Karate-Schlumpf, Autoschlüssel und Handtuch hatte ich nebst den Turnschuhen bei einem Bierstand hinter die Verkleidung gestellt.
Peter sprang als erster beherzt ins Wasser. "Ist gar nicht schlimm", rief er uns zu. Na, toll, er hatte ja auch einen Neo-Shorty an - da hat er gut Reden! Ich kletterte dann etwas unbeholfen an einer kleinen Leiter ins Wasser - und war total überrascht: Im Vergleich zum Hiltruper Freibad letzten Sonntag war es echt die reinste "Badewanne". Das Wasser war auch gar nicht ekelig - nur leider sehr, sehr grün und undurchsichtig. Ich konnte beim Kraul-Schwimmen also gar nichts vor mir im Wasser sehen. Typisch, mein Kontrollzwang wieder! Vermutlich muss ich mich daran einfach gewöhnen und auf "Kontakt" schwimmen, mich nur nach den Seiten orientieren. Diesmal gelang das aber nicht und ich fühlte mich besser, wenn ich zeitweise "Brust" schwamm. In kurzem Abstand hinter Peter (der sicherlich extra für mich langsam geschwommen war), kam ich dann an das 500-m-Ziel. Die anderen beiden warteten schon aber das war mir gleich. Um die Zeit geht es ja nicht, nur ums Ankommen.
Also - keine Bange mehr vor der Schwimm-Disziplin! Und die fehlenden 500 m vom Dienstag (aus-dem-Becken-müssen-wegen-Gewitters) hab ich auch nachgeholt.
So denn - der Triathlon kann kommen!
Gestern stand nämlich mein Kollege Peter in der Bürotür und fragte, was denn meine Triathlon-Vorbereitungen so machen. Ich weiß seit ein paar Wochen, dass er selbst sich auf die Volksdistanz vorbereitet. Gestern erzählte er mir also dann, dass er sich heute (Feiertag, Fronleichnam) mit zwei Kumpels zum Testschwimmen am Kanal treffen wollte. Na, da hab ich doch gleich gefragt, ob ich mich anschließen könnte. Und ich konnte.
Pünktlich um 13 Uhr fand ich mich also am Kanal ein. Dort herrschte schon emsiges Treiben, da morgen dort das alljährliche Hafenfest beginnt. Am Ufer stand ich dann aber fast alleine, da es dort bei Nieselregen und 16 Grad nicht wirklich zum Verbleiben einlud. Fünf Minuten, zehn Minuten....ich lief die Uferseite einmal auf und ab. Niemand zu sehen. Ach, dachte ich, dann ists denen wohl heute zu ungemütlich und ich wollte mich grade wieder zum Auto begeben, da kam Peter auf seinem Rad um die Ecke geflitzt. Ach, Mist, und ich dachte, ich könnte mich nochmal vor dem Sprung in die Fluten drücken - schließlich war mir doch vom Warten jetzt echt kalt geworden. Aber bald kamen auch die beiden anderen und begaben sich zur künftigen Wechselzone, um kurz darauf barfuß und mit Badehosen bekleidet zurückzukehren. Ich stand da auch jetzt schon im Trisuit und zitterte. Meine Tasche mit Karate-Schlumpf, Autoschlüssel und Handtuch hatte ich nebst den Turnschuhen bei einem Bierstand hinter die Verkleidung gestellt.
Peter sprang als erster beherzt ins Wasser. "Ist gar nicht schlimm", rief er uns zu. Na, toll, er hatte ja auch einen Neo-Shorty an - da hat er gut Reden! Ich kletterte dann etwas unbeholfen an einer kleinen Leiter ins Wasser - und war total überrascht: Im Vergleich zum Hiltruper Freibad letzten Sonntag war es echt die reinste "Badewanne". Das Wasser war auch gar nicht ekelig - nur leider sehr, sehr grün und undurchsichtig. Ich konnte beim Kraul-Schwimmen also gar nichts vor mir im Wasser sehen. Typisch, mein Kontrollzwang wieder! Vermutlich muss ich mich daran einfach gewöhnen und auf "Kontakt" schwimmen, mich nur nach den Seiten orientieren. Diesmal gelang das aber nicht und ich fühlte mich besser, wenn ich zeitweise "Brust" schwamm. In kurzem Abstand hinter Peter (der sicherlich extra für mich langsam geschwommen war), kam ich dann an das 500-m-Ziel. Die anderen beiden warteten schon aber das war mir gleich. Um die Zeit geht es ja nicht, nur ums Ankommen.
Also - keine Bange mehr vor der Schwimm-Disziplin! Und die fehlenden 500 m vom Dienstag (aus-dem-Becken-müssen-wegen-Gewitters) hab ich auch nachgeholt.
So denn - der Triathlon kann kommen!
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