Mittwoch, 10. November 2010
Freitag, 5. November 2010
Mawashis am Schlagkissen, Sandsack und am Partner
Heute haben wir bei Volker mal wieder richtig reingehaun - bzw. zugetreten! Es ist ja freitags immer eine recht überachaubare Trainingsgruppe - dafür ist das Karatetraining umso intensiver! Das allgemeine Aufwärmen besorgt sich jeder selbst und dann gehts mit karatespezifischen Aufwärmübungen weiter: Hüftdrehung im Stand, Kizamis (im Stand, mit Vor- und Zurücksteppen oder mit Suri-Ashi) oder Gyaku-Tsukis (auch mit Varianten). Nun partnerweise zusammen und Mawashis in den Höhen Low Kick (vor die Wade), Gedan (vor den Oberschenkel) und "Jodan" vor den Oberarm. Schließlich noch eine Mawashi-Halteübung: Mawashi Jodan auf fünf Zeiten am Partner. Wer hier nicht warm wurde, hatte irgendwas falsch gemacht!
Der Mawashi sollte uns weiter begleiten: Wir blieben am Partner (im wahrsten Sinne des Wortes). Der eine trat Mawashi mit lockerem Kontakt gegen den Oberarm des Gegenübers. Der andere ließ sich kurz treffen und bewegte sich dann mit Suri-Ashi seitlich raus. Nun war er selber dran. So drehten wir uns munter im Kreis und es bedurfte schon einiger Konzentration, den Drehwurm weg zu ignorieren! Nach derselben Übung mit dem anderen Bein sollten wir versuchen, nach dem Kick des Partners eventuell eine Lücke zu finden und z. B. Gyaku-Tsuki zu kontern. Nach einiger Zeit wurde die Kombination fast randorimäßig ausgebaut mit weiteren Blocks, neuen Angriffen etc. Natürlich kickten wir mit Kontrolle aber der permanente Kontakt am Oberarm forderte auf Dauer schon Nehmerqualitäten! Auch fiel es wohl dem/der ein oder anderen nicht einfach, über eine längere Zeit die Spannung, die Wachsamkeit und auch die Trittstärke beizubehalten. Mein Partner Jörg und ich hatten allerdings viel Spaß am gegenseitigen Traktieren ;-)
Trainer Volker war offenbar nicht recht zufrieden mit unseren Mawashis und so ließ er uns zunächst wissen, dass man die Kicks auch zu Hause auf verschiedene Arten und Weisen, z. B. im Sitzen (!) üben könnte. Klar, dass dann einige Mawashis auf dem Boden und auch einige Mae-Geris aus der "Horizontalen" heraus folgten! Puh, ganz schön anstrengend, vor allem, weil man bei den Boden-Mae-Geris eine gute Körperspannung brauchte. Wir sollten uns nämlich auf den Boden legen, ein Bein gestreckt, das andere angewinkelt aufgestellt. Jetzt sollte das aufgestellte Bein Mae-Geri aus der Hüfte heraus kicken, so dass die Hüfte angehoben würde. Volker achtete peinlichst darauf, dass wir jetzt nicht erst "gemütlich" die Hüfte anhoben und dann traten, sondern, dass der Impuls aus der Hüfte kam.
Jetzt wurden Pratzen verteilt und wir sollten den Mawashi auf verschiedene Arten so feste wie möglich dagegenwemsen: mit dem Spann, mit dem Schienbein und mit dem Ballen. Aus Rücksicht auf meine lädierten Zehen (Ermüdungsbruch links im Sommer) beschränkte ich mich auf die ersten Varianten. Hier gab ich aber richtig Gas und kein Tritt wurde ohne Kiai an das Schlagkissen befördert.
Schließlich begaben wir uns noch an die Sandsäcke und tobten uns mawashimäßig hieran fast bis zur Erschöpfung aus. Ich war das einzige Mädel in meiner Gruppe und hatte mir natürlich mal wieder Frotzeleien gefallen zu lassen, nach dem Motto:"Hey, Du sollst den Sandsack nicht streicheln!" Aber mehr ging nicht und ich denke, jeder geht halt an sein Limit.
Zum Abschluss liefen wir noch alle Heian Katas, die Tekki und die Nijushiho. Torsten, der überlegt, letztere Kata zum 2. Dan als Kürkata zu wählen, wurde dann noch von Volker gebeten, das Bunkai der Kata in der Anfangssequenz zu veranschaulichen. Machte er prima. Und nach dem Wischen und der Sauna bin ich nun gespannt, ob ich morgen um 13 Uhr tatsächlich fit bin für 2 Stunden freies Katatraining....ich habe gehört, ich sollte mal die Hangetsu üben...?!?!
Der Mawashi sollte uns weiter begleiten: Wir blieben am Partner (im wahrsten Sinne des Wortes). Der eine trat Mawashi mit lockerem Kontakt gegen den Oberarm des Gegenübers. Der andere ließ sich kurz treffen und bewegte sich dann mit Suri-Ashi seitlich raus. Nun war er selber dran. So drehten wir uns munter im Kreis und es bedurfte schon einiger Konzentration, den Drehwurm weg zu ignorieren! Nach derselben Übung mit dem anderen Bein sollten wir versuchen, nach dem Kick des Partners eventuell eine Lücke zu finden und z. B. Gyaku-Tsuki zu kontern. Nach einiger Zeit wurde die Kombination fast randorimäßig ausgebaut mit weiteren Blocks, neuen Angriffen etc. Natürlich kickten wir mit Kontrolle aber der permanente Kontakt am Oberarm forderte auf Dauer schon Nehmerqualitäten! Auch fiel es wohl dem/der ein oder anderen nicht einfach, über eine längere Zeit die Spannung, die Wachsamkeit und auch die Trittstärke beizubehalten. Mein Partner Jörg und ich hatten allerdings viel Spaß am gegenseitigen Traktieren ;-)
Trainer Volker war offenbar nicht recht zufrieden mit unseren Mawashis und so ließ er uns zunächst wissen, dass man die Kicks auch zu Hause auf verschiedene Arten und Weisen, z. B. im Sitzen (!) üben könnte. Klar, dass dann einige Mawashis auf dem Boden und auch einige Mae-Geris aus der "Horizontalen" heraus folgten! Puh, ganz schön anstrengend, vor allem, weil man bei den Boden-Mae-Geris eine gute Körperspannung brauchte. Wir sollten uns nämlich auf den Boden legen, ein Bein gestreckt, das andere angewinkelt aufgestellt. Jetzt sollte das aufgestellte Bein Mae-Geri aus der Hüfte heraus kicken, so dass die Hüfte angehoben würde. Volker achtete peinlichst darauf, dass wir jetzt nicht erst "gemütlich" die Hüfte anhoben und dann traten, sondern, dass der Impuls aus der Hüfte kam.
Jetzt wurden Pratzen verteilt und wir sollten den Mawashi auf verschiedene Arten so feste wie möglich dagegenwemsen: mit dem Spann, mit dem Schienbein und mit dem Ballen. Aus Rücksicht auf meine lädierten Zehen (Ermüdungsbruch links im Sommer) beschränkte ich mich auf die ersten Varianten. Hier gab ich aber richtig Gas und kein Tritt wurde ohne Kiai an das Schlagkissen befördert.
Schließlich begaben wir uns noch an die Sandsäcke und tobten uns mawashimäßig hieran fast bis zur Erschöpfung aus. Ich war das einzige Mädel in meiner Gruppe und hatte mir natürlich mal wieder Frotzeleien gefallen zu lassen, nach dem Motto:"Hey, Du sollst den Sandsack nicht streicheln!" Aber mehr ging nicht und ich denke, jeder geht halt an sein Limit.
Zum Abschluss liefen wir noch alle Heian Katas, die Tekki und die Nijushiho. Torsten, der überlegt, letztere Kata zum 2. Dan als Kürkata zu wählen, wurde dann noch von Volker gebeten, das Bunkai der Kata in der Anfangssequenz zu veranschaulichen. Machte er prima. Und nach dem Wischen und der Sauna bin ich nun gespannt, ob ich morgen um 13 Uhr tatsächlich fit bin für 2 Stunden freies Katatraining....ich habe gehört, ich sollte mal die Hangetsu üben...?!?!
"Deine Hangetsu ist aber weit unter Deinem Niveau"
oder: ernüchterndes Katatraining bei Seibel
Gestern gab es wieder Oberstufen-Katatraining. Trainer Seibel kombinierte die Kampfkunst-Choreografien diesmal mit zahlreichen Kumitesequenzen. Dies sollte vor allem den Startern beim JKA-Cup nochmal den letzten Schliff und die "richtige Einstellung" geben.
Ich hatte gleich zu Beginn Andi Noll als Trainingspartner und wir starteten mit zahlreichen Mawashi-Geris, Kizami- und Gyaku-Tsukis zum Partner. Ruckzuck war der Körper warm und es hieß, mit der Bassai Dai die Festung zu stürmen. Die Schwarzgurtecke war diesmal nicht so synchron wie in der vergangenen Woche. Vermutlich achteten alle mehr auf sich selbst, statt schwerpunktmäßig auf die Gleichzeitigkeit mit den anderen.
Nachdem wir die Kata einige Male durchkämpft hatten, hieß es wieder:"Umdrehen zum Partner". Seibel baute die Kumitesequenzen im Laufe der Einheit immer weiter aus, so dass bei jedem Übungsteil eine Technik oder Technikfolge hinzukam. Am Ende ging es daher hier nicht nur um präzise Angriffs-, Block- und Kontertechniken, sondern das Kumite wuchs sich zu einer wahren Konzentrationssache aus, fast schon zu einer weiteren "Kata".
Wir übten alle Sentei-Katas. Durch den Partnerwechsel beim Kumite-Training veränderte sich ständig unser Standort im Dojo. Als ich direkt vor dem Trainer stand, war grade die Hangetsu dran. Ganz harmonisch, kraftvoll und nun doch wieder mal synchron mit meinem Trainingsnachbarn fing es an. Eigentlich hatte ich auch im weiteren Verlauf kein schlechtes Gefühl. Kein Patzer, kein Verlaufen oder so. Seibels kritischem Auge waren dann aber doch ein paar Dinge aufgefallen und so erhielt ich schließlich den vernichtenden Kommentar:"Mensch, Icky, die Hangetsu war aber weit unter Deinem Niveau!" Hmmm, sollte ich mir jetzt Gedanken um die eine Kata machen? - Oder mich freuen, dass mein "Niveau" ansonsten offenbar ganz passabel ist? ;-) Wie auch immer - ich werde sie ja sicher in den nächsten Wochen und Monaten noch regelmäßig üben und die vorgebrachten Korrekturwünsche dabei beachten.
Am Ende der Einheit trennte Seibel die Danträger vom Rest der Oberstufe. Was die Farbgurte für eine Kata in ihrer Gruppe liefen, hab ich nicht mitbekommen. Ich selber habe mich nämlich ganz auf unsere Kata, die Gangaku, konzentriert. Passte irgendwie schon ganz gut, fand ich....Nachdem der Kranich drei oder viermal auf dem Felsen war, hieß es dann Yame und "Boden wischen". Auf jeden Fall hatten wir uns gestern alle die Sauna redllich verdient!
Gestern gab es wieder Oberstufen-Katatraining. Trainer Seibel kombinierte die Kampfkunst-Choreografien diesmal mit zahlreichen Kumitesequenzen. Dies sollte vor allem den Startern beim JKA-Cup nochmal den letzten Schliff und die "richtige Einstellung" geben.
Ich hatte gleich zu Beginn Andi Noll als Trainingspartner und wir starteten mit zahlreichen Mawashi-Geris, Kizami- und Gyaku-Tsukis zum Partner. Ruckzuck war der Körper warm und es hieß, mit der Bassai Dai die Festung zu stürmen. Die Schwarzgurtecke war diesmal nicht so synchron wie in der vergangenen Woche. Vermutlich achteten alle mehr auf sich selbst, statt schwerpunktmäßig auf die Gleichzeitigkeit mit den anderen.
Nachdem wir die Kata einige Male durchkämpft hatten, hieß es wieder:"Umdrehen zum Partner". Seibel baute die Kumitesequenzen im Laufe der Einheit immer weiter aus, so dass bei jedem Übungsteil eine Technik oder Technikfolge hinzukam. Am Ende ging es daher hier nicht nur um präzise Angriffs-, Block- und Kontertechniken, sondern das Kumite wuchs sich zu einer wahren Konzentrationssache aus, fast schon zu einer weiteren "Kata".
Wir übten alle Sentei-Katas. Durch den Partnerwechsel beim Kumite-Training veränderte sich ständig unser Standort im Dojo. Als ich direkt vor dem Trainer stand, war grade die Hangetsu dran. Ganz harmonisch, kraftvoll und nun doch wieder mal synchron mit meinem Trainingsnachbarn fing es an. Eigentlich hatte ich auch im weiteren Verlauf kein schlechtes Gefühl. Kein Patzer, kein Verlaufen oder so. Seibels kritischem Auge waren dann aber doch ein paar Dinge aufgefallen und so erhielt ich schließlich den vernichtenden Kommentar:"Mensch, Icky, die Hangetsu war aber weit unter Deinem Niveau!" Hmmm, sollte ich mir jetzt Gedanken um die eine Kata machen? - Oder mich freuen, dass mein "Niveau" ansonsten offenbar ganz passabel ist? ;-) Wie auch immer - ich werde sie ja sicher in den nächsten Wochen und Monaten noch regelmäßig üben und die vorgebrachten Korrekturwünsche dabei beachten.
Am Ende der Einheit trennte Seibel die Danträger vom Rest der Oberstufe. Was die Farbgurte für eine Kata in ihrer Gruppe liefen, hab ich nicht mitbekommen. Ich selber habe mich nämlich ganz auf unsere Kata, die Gangaku, konzentriert. Passte irgendwie schon ganz gut, fand ich....Nachdem der Kranich drei oder viermal auf dem Felsen war, hieß es dann Yame und "Boden wischen". Auf jeden Fall hatten wir uns gestern alle die Sauna redllich verdient!
Sonntag, 31. Oktober 2010
Fühle mich so "digital"....
oder: "Isch hab' Kreislauf."
Irgendwie macht mir das Wetter zu schaffen - mein Kreislauf macht schlapp und ich schätze mal, mein Blutdruck ist schon in UG 3! Richtig gut gehts mir nur, wenn ich Sport treibe - und danach schön in die Sauna...herrlich! Anschließend könnte ich mich dann aber auch direkt wieder ins Bett legen....also entweder an oder aus, 1 oder 0. Echt ätzend! Da helfen auch die Mengen an Kaffee nicht, die ich tagsüber trinke....Wetter, werd mal wieder freundlicher!!!!
Irgendwie macht mir das Wetter zu schaffen - mein Kreislauf macht schlapp und ich schätze mal, mein Blutdruck ist schon in UG 3! Richtig gut gehts mir nur, wenn ich Sport treibe - und danach schön in die Sauna...herrlich! Anschließend könnte ich mich dann aber auch direkt wieder ins Bett legen....also entweder an oder aus, 1 oder 0. Echt ätzend! Da helfen auch die Mengen an Kaffee nicht, die ich tagsüber trinke....Wetter, werd mal wieder freundlicher!!!!
Samstag, 30. Oktober 2010
Jitte, Gangaku und Enpi
Als mich heute Morgen meine vom letzten Training zwickende Rückenmuskulatur weckte, wurde mir schlagartig klar, dass es heute keine Erholungspause geben würde, sondern wieder ein anstrengender Karatetag auf mich wartete: Ich hatte mich um 14 Uhr im Dojo für eine Stunde Danvorbereitung verabredet. Zwar ging es nicht um mich und meine noch in weiter Ferne liegende Prüfung - dennoch kann es ja nicht schaden, auch jetzt schonmal hin und wieder ein Feeling für die Prüfungssituation zu bekommen.
Zu zweit starteten wir mit dem Kihon-Programm für den zweiten Dan. War das wirklich nur so kurz gewesen? Ich glaube, Shihan Ochi hatte bei uns wesentlich komplexere Übungen gefordert und auch Techniken, die nicht im Prüfungsprogramm standen. Hier hatten mein Trainingspartner und ich auch nichts Wesentliches aneinander zu korrigieren, so dass wir rasch zum Sonoba-Geri übergehen konnten. Ich hatte immer noch das Bild von dem Teelicht auf meinem Fuß im Kopf, das gestern zumindest beim Mae-Geri nicht herunterfallen sollte - aber im Laufe der Kombination wurde es dann immer blasser und als schließlich "schnell und stark" hieß, waren da nur noch Power und Kias. Naja, die Übung könnte sicher besser laufen...aber wenigstens waren alle Kicks stark und für die Feinheiten hab ich ja noch etwas Zeit zum Üben.
Mein Trainingspartner schwankt wie ich noch zwischen zwei Prüfungskatas und neigt wohl inzwischen zur Gangaku. Das war mir heute ganz Recht, denn auch ich ziehe sie als Kürkata in Erwägung. Das würde allerdings noch ein ziemlich intensives Üben voraussetzen. Wir diskutierten einige Stellen der Kata - naja, genauer gesagt hatte ich ein paar Fragen und versuchte dann im nächsten Durchgang, die Antworten umzusetzen. Die Kranich-Stellungen führe ich aber immer noch nicht zufriedenstellend aus.
Die einfachere Lösung wäre sicherlich, wenn ich z. B. die Jitte als Prüfungskata wählen würde. Wir liefen sie einmal zu zweit, dann war ich alleine dran. Und dann hagelte es auch hier Verbesserungsvorschläge. Aber das war völlig ok, denn ich konnte alle Kritikpunkte nachvollziehen. Es ist schon ein Glück, wenn man mal ganz intensiv auf diese Weise trainieren kann und jemand einem seine volle Aufmerksamkeit schenkt, um die Techniken zu überprüfen und zu korrigieren.
Ein klein wenig konnte ich mich in der sich dann anschließenden offiziellen Kata-Trainingseinheit revanchieren. Mir fielen an meinem Trainingspartner, der in der ersten Reihe vor mir stand, ein paar Punkte auf, die ich anders gelernt hatte und wir tauschten uns nach dem Training hierüber aus.
Mir selber hat diese Kata-Einheit, in der Volker die Enpi schulte, auch sehr viel gebracht. Manchmal schien unser Trainer zwar etwas willkürlich Stellen aus der Kata zu wählen, um Bunkai-Kombinationen zu demonstrieren, die Anwendungen waren aber alle plausibel und vor allem zum Teil auch mal anders als das, was üblicherweise zur Enpi vermittelt wird. Volker beschrieb sie nicht in erster Linie als "Flug der Schwalbe", sondern als eine der härtesten Katas in unserer Stilrichtung. Dies liegt an den zahlreichen Techniken, bei denen man - meist ohne großartige Ausholbewegung - aus naher Distanz blockt und kontert. Die Technik beim ersten Kiai, so Volker, könne entweder ein Empi Jodan oder auch als Aufwärtshaken zum Kinn des imaginären Gegners gedacht sein. Bald nach dem ersten Kiai geht man bei der Kata zum ersten Mal (von der Ausgangsposition aus) nach links, zunächst mit Gedan Barei und Age Tsuki, dann zweimal im Kokotsu-Dachi, wobei man auf der Stelle wechselt. Volker erlärte, dass dies eine Besonderheit der Enpi sei. Und beim Üben dieses einen Schrittwechsels wurde mir klar, dass dieser Bewegungsablauf auch aktuell einer der Schwerpunkte unserer Kumite-Einheit dienstags ist!
Es waren also auch heute wieder zahlreiche neue Eindrücke und ich hätte einige der Techniken gerne noch etwas weiter geübt. Aber um 16.30 Uhr kam eine neue Trainingsgruppe und wir mussten aus der Trainingshalle in die Sauna ausweichen. Hier wurde weiter gefachsimpelt und ein nächstes Training für Montag vereinbart.
Zu zweit starteten wir mit dem Kihon-Programm für den zweiten Dan. War das wirklich nur so kurz gewesen? Ich glaube, Shihan Ochi hatte bei uns wesentlich komplexere Übungen gefordert und auch Techniken, die nicht im Prüfungsprogramm standen. Hier hatten mein Trainingspartner und ich auch nichts Wesentliches aneinander zu korrigieren, so dass wir rasch zum Sonoba-Geri übergehen konnten. Ich hatte immer noch das Bild von dem Teelicht auf meinem Fuß im Kopf, das gestern zumindest beim Mae-Geri nicht herunterfallen sollte - aber im Laufe der Kombination wurde es dann immer blasser und als schließlich "schnell und stark" hieß, waren da nur noch Power und Kias. Naja, die Übung könnte sicher besser laufen...aber wenigstens waren alle Kicks stark und für die Feinheiten hab ich ja noch etwas Zeit zum Üben.
Mein Trainingspartner schwankt wie ich noch zwischen zwei Prüfungskatas und neigt wohl inzwischen zur Gangaku. Das war mir heute ganz Recht, denn auch ich ziehe sie als Kürkata in Erwägung. Das würde allerdings noch ein ziemlich intensives Üben voraussetzen. Wir diskutierten einige Stellen der Kata - naja, genauer gesagt hatte ich ein paar Fragen und versuchte dann im nächsten Durchgang, die Antworten umzusetzen. Die Kranich-Stellungen führe ich aber immer noch nicht zufriedenstellend aus.
Die einfachere Lösung wäre sicherlich, wenn ich z. B. die Jitte als Prüfungskata wählen würde. Wir liefen sie einmal zu zweit, dann war ich alleine dran. Und dann hagelte es auch hier Verbesserungsvorschläge. Aber das war völlig ok, denn ich konnte alle Kritikpunkte nachvollziehen. Es ist schon ein Glück, wenn man mal ganz intensiv auf diese Weise trainieren kann und jemand einem seine volle Aufmerksamkeit schenkt, um die Techniken zu überprüfen und zu korrigieren.
Ein klein wenig konnte ich mich in der sich dann anschließenden offiziellen Kata-Trainingseinheit revanchieren. Mir fielen an meinem Trainingspartner, der in der ersten Reihe vor mir stand, ein paar Punkte auf, die ich anders gelernt hatte und wir tauschten uns nach dem Training hierüber aus.
Mir selber hat diese Kata-Einheit, in der Volker die Enpi schulte, auch sehr viel gebracht. Manchmal schien unser Trainer zwar etwas willkürlich Stellen aus der Kata zu wählen, um Bunkai-Kombinationen zu demonstrieren, die Anwendungen waren aber alle plausibel und vor allem zum Teil auch mal anders als das, was üblicherweise zur Enpi vermittelt wird. Volker beschrieb sie nicht in erster Linie als "Flug der Schwalbe", sondern als eine der härtesten Katas in unserer Stilrichtung. Dies liegt an den zahlreichen Techniken, bei denen man - meist ohne großartige Ausholbewegung - aus naher Distanz blockt und kontert. Die Technik beim ersten Kiai, so Volker, könne entweder ein Empi Jodan oder auch als Aufwärtshaken zum Kinn des imaginären Gegners gedacht sein. Bald nach dem ersten Kiai geht man bei der Kata zum ersten Mal (von der Ausgangsposition aus) nach links, zunächst mit Gedan Barei und Age Tsuki, dann zweimal im Kokotsu-Dachi, wobei man auf der Stelle wechselt. Volker erlärte, dass dies eine Besonderheit der Enpi sei. Und beim Üben dieses einen Schrittwechsels wurde mir klar, dass dieser Bewegungsablauf auch aktuell einer der Schwerpunkte unserer Kumite-Einheit dienstags ist!
Es waren also auch heute wieder zahlreiche neue Eindrücke und ich hätte einige der Techniken gerne noch etwas weiter geübt. Aber um 16.30 Uhr kam eine neue Trainingsgruppe und wir mussten aus der Trainingshalle in die Sauna ausweichen. Hier wurde weiter gefachsimpelt und ein nächstes Training für Montag vereinbart.
Kerzen und Gummis
Also - mal ganz unter uns: Hörte ich bislang die Worte Kerzen und Gummis, hätte ich sie wohl kaum in Verbindung mit einem Karatetraining gebracht. Das hat sich heute geändert. Seit langer Zeit war ich mal wieder in der Freitagstrainingseinheit. Bisher wollte ich die Familie immer ein wenig verschonen und nicht das Wochenende gleich mit Abwesenheit einleiten. Jetzt wissen aber alle, dass ich mich in der Danvorbereitung befinde und haben Verständnis, dass das Training intensiviert werden muss. Zudem war ich diese Woche nur einmal (nämlich gestern) im Dojo und das ist ja wohl eindeutig zu wenig!
Es fanden sich heute 12 Karateka plus Trainer im Dojo ein, was für diese Einheit schon viel sein soll. Ehrlich gesagt kann ich das nicht verstehen. Hey, Mann, es steht doch das Wochenende vor der Tür, was gibt es Besseres, als es mit Karate einzuleiten?! Und wenn das junge Volk abends rausgehen will - mal ganz ehrlich: Vor Mitternacht ist doch eh nie was los - warum nicht vorher noch eine Runde Gas geben? Also, ich werde mir jedenfalls die Freitagseinheit mal fest in meinen Wochenplan einbauen.
Aber jetzt zu den Gummis und Kerzen...
Freitags gibt Volker das Training, ein echtes Karate-Urgestein! Ich kenne wenige Menschen, die sich auch theoretisch so intensiv mit Karate beschäftigt haben, wie Volker. Er kennt für zahleiche Techniken nicht nur eine Ausführung, sondern kann diese von allen Seiten beleuchten und interpretieren. Das ist sehr spannend, wenn man selber auch schon ein kleines Hintergrundwissen hat. Für Anfänger oder Unterstufenkarateka ist es vielleicht etwas zu anspruchsvoll.
Volker verfolgt seit einigen Wochen wohl ein festes Trainingskonzept und erarbeitet vor allem für die JKA-Cup-Starter und Prüflinge intensiv an deren Belangen. Das kommt allerdings dann wieder allen zugute!
Nach eigenständigen Aufwärm- und Dehnübungen starteten wir mit Kizami- und Gyakutsukis, zunächst im Stand, dann mit Vor- und Rückwärtsbewegung. Puh, so kann man auch warm werden!
Anschließend sollten wir uns einen Partner suchen. Ich hatte eigentlich keine Wahl, da direkt Torsten vor mir stand. Volker verteilte nun an jedes Pärchen ein Gummi(band). Für nicht Eingeweihte der Hinweis: Es handelt sich um kreisrunde Gummibänder mit einer Breite von ca. 5 cm und einem Durchmesser von etwa einem Meter, die sehr, sehr reißfest sind. Ein Partner hielt nun das Band und bestimmte den Spannungsgrad. Der andere Partner fasste das Gummi mit seiner Faust und führte nun Kizami-Tsukis im Stand durch, erst 20 schnelle, dann 10 langsame. Bei den 10 letzten sollte die Spannung stärker sein, als vorher. Anschließend der andere Arm, danach Partnerwechsel und schließlich wieder der erste Partner dasselbe mit Gyaku-Tsuki. Boh, ich hatte so eine Übung zwar schon mal gemacht, es muss aber in grauer Vorzeit gewesen sein! Ist das anstrengend! Ich war echt am Kämpfen! Naja, vermutlich lag das auch an meinem Partner, der es mir nicht grade leicht machte. Zudem bekam ich bei der Ausführung meiner Übung auch zahlreiche Ratschläge wie:"Denk daran, was Risto immer sagt und lass mal die Faust etwas später kommen. Schick die Faust mit der Hüfte los." Oder: "Man schlägt mit dem Ellenbogen." Ist ja alles klar, Mann, aber mit dem Schei....gummi ging das eben nicht so einfach!
Anschließend gab es eine weitere Kraftübung und zwar zum Thema Maegeri: Der eine Partner sollte sich auf den Rücken legen und ein Bein zur Brust ziehen. Der andere Partner sollte sich nun mit seinem gesamten Körpergewicht auf den Fuß des angewinkelten Beines legen. Nun sollte der Partner auf dem Rücken sein Bein strecken und den Brocken oben drauf nach oben schieben. Na, ich bin mir ziemlich sicher, dass Torsten sich Verstärkung gesucht hatte - ein Mensch allein kann unmöglich so schwer nach oben zu schieben sein!
Wir übten, quasi als kleine Konditionsübung zwischendurch, noch alle Heian-Katas, Tekki I, Bassai Dai und Enpi.
Nun, frisch "gestärkt", gab es Kumite-Training. Wir sollten Jiju-Ippon-Kumite üben, aber erstmal nur mit drei Techniken: Kizami- und Gyakutsuki sowie Mae-Geri. Aufgabe des Uke: nicht nach hinten ausweichen, sondern nur zur Seite. Ich kann gar nicht erklären, warum mir das heute so schwer fiel! Mit Torsten ging es zu Anfang noch. Dann bekam ich aber mit Magnus einen Partner, der ungefähr doppelt so schwer ist wie ich und viel, viel größer....irgendwie war ich mit meinen Abwehr- und Kontertechniken nicht zufrieden!
Eigentlich war die Trainingszeit schon um. Da aber nach uns "Feierabend" war, bot Volker Marc und Torsten nochmal eine besondere Turnier- bzw. Prüfungsvorbereitung.
Zum Abschluss holte Volker dann noch Teelilchter und Streicholzschachteln hervor. Ich dachte:"Na, jetzt machen wir vielleicht eine besonders stimmungsvolle Abschlussmeditation." Aber nein, es kam anders: Volker zeigte uns eine sehr effektive Übung für Maegeri: Wir sollten uns in den Zenkutsu-Dachi stellen und auf die Zehen des hinteren Fußes ein Teelicht oder eine Streichholzschachtel legen. Nun sollten wir die Knie zusammenführen und einen Mae-Geri ausführen - ohne dass die Schachtel herunterfallen durfte! Ich hatte natürlich meine liebe Mühe mit dieser Übung, während mein Nachbar Torsten sie gleich wieder grinsend zu einem Sonoba-Geri ausbaute! Nee, is klaaar! ;-)
Nach einem ausgiebigen Saunagang war ich jedenfalls dann doch froh, dass ich nicht mehr unbedingt an jedem Freitag auf die Rolle gehen muss.....
Es fanden sich heute 12 Karateka plus Trainer im Dojo ein, was für diese Einheit schon viel sein soll. Ehrlich gesagt kann ich das nicht verstehen. Hey, Mann, es steht doch das Wochenende vor der Tür, was gibt es Besseres, als es mit Karate einzuleiten?! Und wenn das junge Volk abends rausgehen will - mal ganz ehrlich: Vor Mitternacht ist doch eh nie was los - warum nicht vorher noch eine Runde Gas geben? Also, ich werde mir jedenfalls die Freitagseinheit mal fest in meinen Wochenplan einbauen.
Aber jetzt zu den Gummis und Kerzen...
Freitags gibt Volker das Training, ein echtes Karate-Urgestein! Ich kenne wenige Menschen, die sich auch theoretisch so intensiv mit Karate beschäftigt haben, wie Volker. Er kennt für zahleiche Techniken nicht nur eine Ausführung, sondern kann diese von allen Seiten beleuchten und interpretieren. Das ist sehr spannend, wenn man selber auch schon ein kleines Hintergrundwissen hat. Für Anfänger oder Unterstufenkarateka ist es vielleicht etwas zu anspruchsvoll.
Volker verfolgt seit einigen Wochen wohl ein festes Trainingskonzept und erarbeitet vor allem für die JKA-Cup-Starter und Prüflinge intensiv an deren Belangen. Das kommt allerdings dann wieder allen zugute!
Nach eigenständigen Aufwärm- und Dehnübungen starteten wir mit Kizami- und Gyakutsukis, zunächst im Stand, dann mit Vor- und Rückwärtsbewegung. Puh, so kann man auch warm werden!
Anschließend sollten wir uns einen Partner suchen. Ich hatte eigentlich keine Wahl, da direkt Torsten vor mir stand. Volker verteilte nun an jedes Pärchen ein Gummi(band). Für nicht Eingeweihte der Hinweis: Es handelt sich um kreisrunde Gummibänder mit einer Breite von ca. 5 cm und einem Durchmesser von etwa einem Meter, die sehr, sehr reißfest sind. Ein Partner hielt nun das Band und bestimmte den Spannungsgrad. Der andere Partner fasste das Gummi mit seiner Faust und führte nun Kizami-Tsukis im Stand durch, erst 20 schnelle, dann 10 langsame. Bei den 10 letzten sollte die Spannung stärker sein, als vorher. Anschließend der andere Arm, danach Partnerwechsel und schließlich wieder der erste Partner dasselbe mit Gyaku-Tsuki. Boh, ich hatte so eine Übung zwar schon mal gemacht, es muss aber in grauer Vorzeit gewesen sein! Ist das anstrengend! Ich war echt am Kämpfen! Naja, vermutlich lag das auch an meinem Partner, der es mir nicht grade leicht machte. Zudem bekam ich bei der Ausführung meiner Übung auch zahlreiche Ratschläge wie:"Denk daran, was Risto immer sagt und lass mal die Faust etwas später kommen. Schick die Faust mit der Hüfte los." Oder: "Man schlägt mit dem Ellenbogen." Ist ja alles klar, Mann, aber mit dem Schei....gummi ging das eben nicht so einfach!
Anschließend gab es eine weitere Kraftübung und zwar zum Thema Maegeri: Der eine Partner sollte sich auf den Rücken legen und ein Bein zur Brust ziehen. Der andere Partner sollte sich nun mit seinem gesamten Körpergewicht auf den Fuß des angewinkelten Beines legen. Nun sollte der Partner auf dem Rücken sein Bein strecken und den Brocken oben drauf nach oben schieben. Na, ich bin mir ziemlich sicher, dass Torsten sich Verstärkung gesucht hatte - ein Mensch allein kann unmöglich so schwer nach oben zu schieben sein!
Wir übten, quasi als kleine Konditionsübung zwischendurch, noch alle Heian-Katas, Tekki I, Bassai Dai und Enpi.
Nun, frisch "gestärkt", gab es Kumite-Training. Wir sollten Jiju-Ippon-Kumite üben, aber erstmal nur mit drei Techniken: Kizami- und Gyakutsuki sowie Mae-Geri. Aufgabe des Uke: nicht nach hinten ausweichen, sondern nur zur Seite. Ich kann gar nicht erklären, warum mir das heute so schwer fiel! Mit Torsten ging es zu Anfang noch. Dann bekam ich aber mit Magnus einen Partner, der ungefähr doppelt so schwer ist wie ich und viel, viel größer....irgendwie war ich mit meinen Abwehr- und Kontertechniken nicht zufrieden!
Eigentlich war die Trainingszeit schon um. Da aber nach uns "Feierabend" war, bot Volker Marc und Torsten nochmal eine besondere Turnier- bzw. Prüfungsvorbereitung.
Zum Abschluss holte Volker dann noch Teelilchter und Streicholzschachteln hervor. Ich dachte:"Na, jetzt machen wir vielleicht eine besonders stimmungsvolle Abschlussmeditation." Aber nein, es kam anders: Volker zeigte uns eine sehr effektive Übung für Maegeri: Wir sollten uns in den Zenkutsu-Dachi stellen und auf die Zehen des hinteren Fußes ein Teelicht oder eine Streichholzschachtel legen. Nun sollten wir die Knie zusammenführen und einen Mae-Geri ausführen - ohne dass die Schachtel herunterfallen durfte! Ich hatte natürlich meine liebe Mühe mit dieser Übung, während mein Nachbar Torsten sie gleich wieder grinsend zu einem Sonoba-Geri ausbaute! Nee, is klaaar! ;-)
Nach einem ausgiebigen Saunagang war ich jedenfalls dann doch froh, dass ich nicht mehr unbedingt an jedem Freitag auf die Rolle gehen muss.....
Freitag, 29. Oktober 2010
the perfect synchronicity of which so many speak
....diese Zeile aus einem Song von Judas Priest ging mir heute zwischendurch beim Katatraining durch den Kopf. Es war wieder Seibels Donnerstagseinheit. Der aufmerksame Leser wird sich erinnern, dass die Einheit in der vergangenen Woche den Schwerpunkt auf Kumite gelegt hatte - was ungewöhnlich ist, da sonst donnerstags - es ist quasi ein ungeschriebenes Gesetz - der Fokus auf den Oberstufenkatas liegt.
Heute fing es dann auch schon wieder ganz gut an: Seibel forderte uns auf, einen Partner zu suchen. Mist - keiner wollte mit mir :-( Da musste sich der Trainer erweichen - und so hatte ich direkt einen ehemaligen Deutschen Meister als Sparringspartner, als es hieß: Randori! Drei Runden lang zeigte mir mein Vorbild, wer von uns beiden der Bessere ist...aber er kämpfte fair und sauber und auch in der letzten, härtesten Runde, platzierte er sauber Geris und Tsukis, ohne mich zu verletzten. Ja, so hätte es auch gerne weitergehen können :-) Bereits bei der letzten Randori-Runde merkte ich aber plötzlich, dass mein Puls ungewöhnlich schnell schlug - und ich war irgendwie, trotz der eigentlich nicht übermäßigen Anstrenung, total ko. Würde ich dieser Runde überstehen? Ich überstand. Im Nachhinein wurde mir klar, dass ich heute viel zu wenig getrunken hatte - im weiteren Verlauf der Einheit beschloss ich, dies als Härtetest anzusehen und nicht schlapp zu machen. Es hat geklappt :-)
Dann ging es ganz klassisch weiter: Wir starteten mit der Heian Shodan und liefen in dieser Einheit sämtliche Heian-Katas, Tekki I und die Sentei-Katas. Bei jeder Kata gab es eine spezielle Aufgabenstellung: ganz locker, halbe Kraft, besonders schnell, schnell und stark oder nur stark, dafür aber langsam, damit die Farbgurte, die die Kata noch nicht beherrschen, abschauen konnten. Ich stand in einer Ecke mit ein paar Schwarzgurten und zwei Violettgurtmädchen, die sich die Katas bei uns abgucken sollten. Es war wohl bereits ab der ersten Technik, dass wir zum Teil versuchten, möglichst synchron zu bleiben: Irgendwann verlor man sich vielleicht, dann fand man wieder zueinander, der eine preschte mal im Eifer des Gefechts etwas vor, wartete dann aber geduldig, bis sich die anderen eingefunden hatten. Am besten harmonierte es dann, als der Trainer für die Farbgurte eine eigene Gruppe aufmachte. Hinter mir stand Torsten, mit dem ich derzeit hin und wieder Kata trainiere. Es war fast, als hätten wir eine Abmachung, denn beide achteten wir jetzt, da wir ohne Rücksicht auf andere Trainingspartner unser Tempo wählen konnten, noch mehr aufeinander und ich fand, wir waren schon echt Kata-Team-verdächtig ;-) Mir fielen einige technische Abweichungen auf, die wir hinterher mal diskutierten. Insgesamt hat es aber super viel Spaß gemacht, vor allem, als hinterher auch noch Patrick in unserem Bunde der Dritte war!
Morgen werd ich mich mal abends um die Familie kümmern. Aber Samstag gehts um 14 Uhr ins Dojo für eine Stunde freies Training und ab 15 Uhr gibts wieder Katatraining (diesmal steht die Enpi auf dem Programm).
Heute fing es dann auch schon wieder ganz gut an: Seibel forderte uns auf, einen Partner zu suchen. Mist - keiner wollte mit mir :-( Da musste sich der Trainer erweichen - und so hatte ich direkt einen ehemaligen Deutschen Meister als Sparringspartner, als es hieß: Randori! Drei Runden lang zeigte mir mein Vorbild, wer von uns beiden der Bessere ist...aber er kämpfte fair und sauber und auch in der letzten, härtesten Runde, platzierte er sauber Geris und Tsukis, ohne mich zu verletzten. Ja, so hätte es auch gerne weitergehen können :-) Bereits bei der letzten Randori-Runde merkte ich aber plötzlich, dass mein Puls ungewöhnlich schnell schlug - und ich war irgendwie, trotz der eigentlich nicht übermäßigen Anstrenung, total ko. Würde ich dieser Runde überstehen? Ich überstand. Im Nachhinein wurde mir klar, dass ich heute viel zu wenig getrunken hatte - im weiteren Verlauf der Einheit beschloss ich, dies als Härtetest anzusehen und nicht schlapp zu machen. Es hat geklappt :-)
Dann ging es ganz klassisch weiter: Wir starteten mit der Heian Shodan und liefen in dieser Einheit sämtliche Heian-Katas, Tekki I und die Sentei-Katas. Bei jeder Kata gab es eine spezielle Aufgabenstellung: ganz locker, halbe Kraft, besonders schnell, schnell und stark oder nur stark, dafür aber langsam, damit die Farbgurte, die die Kata noch nicht beherrschen, abschauen konnten. Ich stand in einer Ecke mit ein paar Schwarzgurten und zwei Violettgurtmädchen, die sich die Katas bei uns abgucken sollten. Es war wohl bereits ab der ersten Technik, dass wir zum Teil versuchten, möglichst synchron zu bleiben: Irgendwann verlor man sich vielleicht, dann fand man wieder zueinander, der eine preschte mal im Eifer des Gefechts etwas vor, wartete dann aber geduldig, bis sich die anderen eingefunden hatten. Am besten harmonierte es dann, als der Trainer für die Farbgurte eine eigene Gruppe aufmachte. Hinter mir stand Torsten, mit dem ich derzeit hin und wieder Kata trainiere. Es war fast, als hätten wir eine Abmachung, denn beide achteten wir jetzt, da wir ohne Rücksicht auf andere Trainingspartner unser Tempo wählen konnten, noch mehr aufeinander und ich fand, wir waren schon echt Kata-Team-verdächtig ;-) Mir fielen einige technische Abweichungen auf, die wir hinterher mal diskutierten. Insgesamt hat es aber super viel Spaß gemacht, vor allem, als hinterher auch noch Patrick in unserem Bunde der Dritte war!
Morgen werd ich mich mal abends um die Familie kümmern. Aber Samstag gehts um 14 Uhr ins Dojo für eine Stunde freies Training und ab 15 Uhr gibts wieder Katatraining (diesmal steht die Enpi auf dem Programm).
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