LIEBE LEUTE! MOIKKA JENGI! ALOITAMME JO KOLMELTA, NIIN EI TARTTE
MÖLKKYILLÄ OTSALAMPPUJEN VALOSSA! BEGINN SCHON UM DREI DA ES SCHON SO
FRÜH DUNKEL WIRD!!!
Muistakaa ottaa mukaan jotain Suomen kesästä muistuttavaa! Und nicht
vergessen 'was mitzunehmen, was dich an den finnischen Sommer
erinnert! Ja lämpimiä vaatteita, tarvittaessa myös sateenvarjo! ;) Und
warm anziehen! Wir werden viel Spaß haben, es gibt evtl. auch kleines
Überraschungsprogramm! ;) Liebe Grüße, Miina
Nuorten aikuisten kantapöytä/ Stammtisch junger Erwachsener
Mölkky- Mökki ja Musa – summer revival lauantaina 17.11. klo 15.00
Mölkky- Mökki und Musik – summer revival am Samstag den 17.11 um 15.00 Uhr
Ikävä Suomen kesää ja rentoa mökkeilyfiilistä? Tule mökkeilemään
keskelle Münsterin koleaa syksyä! Ota mukaasi jotain Suomen kesästä
muistuttavaa. Mölkkykisa ja mustikkasoppaa sekä lämmin grilli
puutarhassa, jonka jälkeen siirrymme sisätiloihin.
Wir funktionieren Miinas Garten in ein mökki um, wo wir Mölkkyspielen
den finnischen Sommer wiederbeleben. Grill wird auch warm sein! Danach
geht das Programm drinnen weiter.Bring eine Sache mit, die dich an den
finn. Sommer erinnert.
Verlängerte Anmeldefrist ;)
OK, meldet euch bis Freitag den 16., ob ihr kommt, damit wir wissen,
wieviel MUSTIKKAKEITTO wir brauchen ;)
(Teile uns an diese Adresse bis zum 14.11. mit, ob du kommen kannst!
Ilmoita 14.11. asti, jos olet tulossa! kantisms@hotmail.com)
Ort/ PAIKKA: Miina Virtanen, Blücherstraße 3 in Münster, Ecke Südpark,
zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Südstraße
Terveisin & LG, Pia und Miina
Montag, 19. November 2007
Dienstag, 6. November 2007
Sonntag, 4. November 2007
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Turniervorbereitung - nicht nur für die Starter
Seit einigen Wochen ist das Training in unserem Dojo geprägt von Prüfungs- und Turniervorebereitungen. Trainer Jögl steht kurz vor seiner - längst überfälligen - Prüfung zum dritten Dan und sowohl Madeleine, als auch Alex bereiten sich fleißig auf ihre kommenden Turniere vor. Madeleine war grade wieder einmal Landesmeisterin NRW und Norddeutsche Meisterin im Kumite in ihrer Altersklasse geworden! Dies hat sich ganz sicher nicht zuletzt unserem Dienstags-Trainer Michael Jarchau zu verdanken!
Während wir beim Kata-Training am Donnerstag nun regelmäßig etliche Oberstufenkatas vertiefen, kommen wir dienstags stets in den Genuss eines soliden Kumite-Trainings. Sensei Michael schulte uns gestern relativ einfache Techniken "jenseits von Hollywood", die aber bis ins Detail geübt wurden. So hieß es z. B.: vorderes Bein vor mit Kizami (hinterer Fuß bleibt stehen). Als nächstes: vorderes Bein vor, Gyaku-Tsuki. Dann hinteres Bein ran, vorderes Suri-Ashi mit Kizami und anschließend dasselbe mit Gyaku-Tsuki. Schließlich: aus dem hinteren Bein abdrücken Kizami, vorderes vor, hinteres ran, und vorderes nochmal vor mit Gyaku-Tsuki. Anschließend übten wir diese Schrittfolge als Abwehrender: Zunächst zweimal Block im Stand und Konter. Die dritte und vierte Abwehrtechnik erinnerte mich an das Jiyu-Ippon Kumite Ristos: aus dem vorderen Bein abdrücken und auf das hintere "springen", den hinteren Arm ins Hikite, sobald der vordere Fuß nachrutscht; dabei blocken und anschließend kontern. Bei der letzten Kombination mussten wir uns analog zum Angreifer rückwärts bewegen und kontern. Das war schon fast eine kleine "Kata", weil hier einige unterschiedliche Kombinationen aneinander gehängt wurden und die Ausübung bedurfte -vor allem mit dem Partner- einiger Konzentration. Wir sollten stets darauf achten, dass wir nach den Tsukis wieder zurück in ein enges Kamae (Arme eng am Körper) kamen. Zudem lief hier nichts ohne eine Gewichtsverlagerung. Auch der Hüfteinsatz war wichtig und - last but not least: Abdruck aus dem hinteren Bein. Wichtig hier auch: ständiger Partnerwechsel, denn so muss man sich immer wieder neu orientieren, fällt nicht in einen festen Rhytmus und "schont" sich nicht kameradschaftlich. So trainierte ich erst fleißig mit Madeleine, bis ich dann plötzlich -schluck!- Thorsten gegenüberstand, den ich aber auch "überlebte". Anschließend hatte ich mich noch gegen Karim zu behaupten und dann noch gegen einen Grüngurt, bei dem die Schrittfolge noch nicht so saß.
Aber Michael wäre nicht unser Kumite-Spezialtrainer, wenn er es bei Fausttechniken beließe! So gab es noch Mae-Geri- und Mawashi-Geri-Attacken. Beim Mae-Geri sollten wir darauf achten, dass wir diesen mit Druck nach vorne bringen und gut zurückschnappen. Auch sollen wir unmittelbar eine Fausttechnik folgen lassen. Diese Übung gab es, wie alle anderen auch, zunächst "trocken", d. h. ohne Partner und dann "in Echt". Klappte ganz gut, zumindest nach meinem Gefühl.
Anschließend ging es an den Mawashi-Geri. Diesen sollten wir chudan treten. Michael hatte uns bereits in den voran gegangenen Wochen seinen besonderen Schwerpunkt dieser Technik erklärt: wir sollten möglichst den Oberkörper hinten lassen und nur schnell und peitschenartig mit dem Fuß in die Nierengegend des Partners treten. War diese Ausführung für mich auch zunächst ungewohnt und machte ich auch jetzt wieder einige Fehler (Oberkörper zu weit nach vorne, Fuß nicht richtig zurück geschnappt), so funktionierte der Tritt dann in der finalen Randori-Runde sehr gut! Einige Male konnte ich meine Gegnerin auch effektiv mit Mae-Geri chudan stoppen. Ich persönlich finde es ja schön, wenn zum Aufwärmen -wie immer bei Thorsten am Dienstag- Randori geübt wird. Noch viel wichtiger ist es für mich aber am Ende einer Einheit: Jetzt kann man die Sachen ausprobieren, die man in der Einheit gelernt hat! Jetzt ist man schon richtig warm und auch ein bisschen "heiß" (im Sinne von kampfeslusig) und kommt aus sich heraus. Was war das für eine andere Madeleine, die mir nun, zum Trainingsende gegenüberstand! Sie war ja gar nicht mehr zu stoppen!
Für mich war das auf jeden Fall wieder eine sehr bereichernde Trainingseinheit! Ich hoffe, dass Madeleine und Alex noch viele Turniere bestreiten werden, damit wir weiter so effektives Kumite lernen können.
Oss Icky
Während wir beim Kata-Training am Donnerstag nun regelmäßig etliche Oberstufenkatas vertiefen, kommen wir dienstags stets in den Genuss eines soliden Kumite-Trainings. Sensei Michael schulte uns gestern relativ einfache Techniken "jenseits von Hollywood", die aber bis ins Detail geübt wurden. So hieß es z. B.: vorderes Bein vor mit Kizami (hinterer Fuß bleibt stehen). Als nächstes: vorderes Bein vor, Gyaku-Tsuki. Dann hinteres Bein ran, vorderes Suri-Ashi mit Kizami und anschließend dasselbe mit Gyaku-Tsuki. Schließlich: aus dem hinteren Bein abdrücken Kizami, vorderes vor, hinteres ran, und vorderes nochmal vor mit Gyaku-Tsuki. Anschließend übten wir diese Schrittfolge als Abwehrender: Zunächst zweimal Block im Stand und Konter. Die dritte und vierte Abwehrtechnik erinnerte mich an das Jiyu-Ippon Kumite Ristos: aus dem vorderen Bein abdrücken und auf das hintere "springen", den hinteren Arm ins Hikite, sobald der vordere Fuß nachrutscht; dabei blocken und anschließend kontern. Bei der letzten Kombination mussten wir uns analog zum Angreifer rückwärts bewegen und kontern. Das war schon fast eine kleine "Kata", weil hier einige unterschiedliche Kombinationen aneinander gehängt wurden und die Ausübung bedurfte -vor allem mit dem Partner- einiger Konzentration. Wir sollten stets darauf achten, dass wir nach den Tsukis wieder zurück in ein enges Kamae (Arme eng am Körper) kamen. Zudem lief hier nichts ohne eine Gewichtsverlagerung. Auch der Hüfteinsatz war wichtig und - last but not least: Abdruck aus dem hinteren Bein. Wichtig hier auch: ständiger Partnerwechsel, denn so muss man sich immer wieder neu orientieren, fällt nicht in einen festen Rhytmus und "schont" sich nicht kameradschaftlich. So trainierte ich erst fleißig mit Madeleine, bis ich dann plötzlich -schluck!- Thorsten gegenüberstand, den ich aber auch "überlebte". Anschließend hatte ich mich noch gegen Karim zu behaupten und dann noch gegen einen Grüngurt, bei dem die Schrittfolge noch nicht so saß.
Aber Michael wäre nicht unser Kumite-Spezialtrainer, wenn er es bei Fausttechniken beließe! So gab es noch Mae-Geri- und Mawashi-Geri-Attacken. Beim Mae-Geri sollten wir darauf achten, dass wir diesen mit Druck nach vorne bringen und gut zurückschnappen. Auch sollen wir unmittelbar eine Fausttechnik folgen lassen. Diese Übung gab es, wie alle anderen auch, zunächst "trocken", d. h. ohne Partner und dann "in Echt". Klappte ganz gut, zumindest nach meinem Gefühl.
Anschließend ging es an den Mawashi-Geri. Diesen sollten wir chudan treten. Michael hatte uns bereits in den voran gegangenen Wochen seinen besonderen Schwerpunkt dieser Technik erklärt: wir sollten möglichst den Oberkörper hinten lassen und nur schnell und peitschenartig mit dem Fuß in die Nierengegend des Partners treten. War diese Ausführung für mich auch zunächst ungewohnt und machte ich auch jetzt wieder einige Fehler (Oberkörper zu weit nach vorne, Fuß nicht richtig zurück geschnappt), so funktionierte der Tritt dann in der finalen Randori-Runde sehr gut! Einige Male konnte ich meine Gegnerin auch effektiv mit Mae-Geri chudan stoppen. Ich persönlich finde es ja schön, wenn zum Aufwärmen -wie immer bei Thorsten am Dienstag- Randori geübt wird. Noch viel wichtiger ist es für mich aber am Ende einer Einheit: Jetzt kann man die Sachen ausprobieren, die man in der Einheit gelernt hat! Jetzt ist man schon richtig warm und auch ein bisschen "heiß" (im Sinne von kampfeslusig) und kommt aus sich heraus. Was war das für eine andere Madeleine, die mir nun, zum Trainingsende gegenüberstand! Sie war ja gar nicht mehr zu stoppen!
Für mich war das auf jeden Fall wieder eine sehr bereichernde Trainingseinheit! Ich hoffe, dass Madeleine und Alex noch viele Turniere bestreiten werden, damit wir weiter so effektives Kumite lernen können.
Oss Icky
Samstag, 27. Oktober 2007
Kontrolle ist die höchste Instanz
Das ist auch wieder so ein ungeschriebenes Gesetz des Karate: "Kontrolle ist die höchste Instanz", erklärte Jörg gestern und untermalte damit die Bedeutung der Bunkai-Übungen aus der Kata Gangak, bei denen wir uns grade hoffnungslos zu verknoten drohten. Ach, das ist aber auch immer schwierig, dieses Fassen und Drehen, bis der andere quiekt! Wie anders ist dies im Vergleich zum "normalen", mir bisher bekannten Karate, bei dem es überwiegend ums Hauen und Treten geht! OK, damit habe ich wohl einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Karate Ristos und zu dem Jörgs erkannt: Ristos Schlüssel zum Karategeheimnis ist die Beweglichkeit und bei Jörg steht die Kontolle des Gegners im Vordergrund. Selbstverständlich weiß auch Risto zu kontrollieren und auch Jörg hat ein hohes Maß an Beweglichkeit beim Kumite. Es ist nur so, dass sie jeweils einen anderen Schwerpunkt setzen.
Das Training bot neben meiner Sochin für mich wieder viele Herausforderungen aus dem Bereich Kihon, Kata und Kumite. Die von Jörg geforderten Kihon-Kombinationen fallen mir jedes Mal etwas leichter, wenn ich sie auch noch nicht spontan fehlerfrei ausführen kann. Einen kleinen, geheimen Blick zum Nachbarmann muss ich meist doch noch riskieren.
Interessant war Jörgs Vorbereitung für unser Kumite-Training: Die Übungen sollten wir zunächst langsam, aber energiereich durchführen, ähnlich der Atemtechniken aus der Hangets. Als wir anschließend "normales" Kihon-Ippon- und Jiyu-Ippon-Kumite trainierten, waren unsere Techniken schön stark und überzeugend. Wir hatten ständig wechselnde Partner und mir fiel wieder auf, dass es beim Kumite doch sehr große Defizite gibt. Dies liegt zum Teil daran, dass meine Abwehr häufig einfach zu schlecht ist. Bei einigen Partnern stellte ich aber auch fest, dass sie bewusst "daneben" zielten - sei es, um mich nicht zu treffen, oder grade, um mich trotz eines Tai-Sabakis noch zu erwischen.
Der Schwerpunkt des Trainings lag dann erneut bei der Kata Gangak. Diese beendeten wir gestern vom Ablauf her (wir hatten in den vorigen Einheiten bis zum ersten Kiai geübt) und Jörg zeigte uns zwei neue Bunkai Sequenzen. Wir begannen mit dem Gedan Juji Uke in Zenkutsu-Dachi rechts vor und der folgenden Drehung um 180 Grad, nach der man in der Kata mit selber Technik links vor steht. Anfangs wendet man dem Partner den Rücken zu und dieser greift mit Mae Geri an. Nun schnell drehen und das Bein des Partners fangen, ihn fegen und am Boden liegend mit einem Fauststoß treffen. Jetzt mit dem linken Bein über den am Boden liegenden Partner steigen und kurz zwischen den Beinen absetzen. Dann noch über sein linkes Bein steigen, so dass man mit dem linken Bein außerhalb des zu Boden geworfenen Körpers steht. Jetzt rechts herum drehen, das rechte Bein übersetzen und tiefer gehen, so dass man das linke Bein des Partners zwangsläufig anwinkelt und quetscht. Jörg wies Sylvie an, mit Anja zu trainieren, so dass mir diesmal Tim gegenüberstand. Es war klar, dass wir uns nicht mit Samthandschuhen anfassen würden - aber grade so macht Bunkai Spaß! Wenn die Übungsfolge einigermaßen "sitzt", einmal richtig Gas geben und ein wenig Hollywood spielen ;-))
Die zweite Bunkai-Übung beschäftigte sich mit der "Kranich"-Stellung und dem folgenden Uraken/Yoko-Geri. Jörg erklärte, dass die Kata Gangak eine sehr alte Kata ist, die ihren Ursprung im Kung Fu hat. Eindrucksvoll führte er vor, wie die Kranich-Stellung beim Kung Fu ausgeführt wird: rechts raus gleiten in eine tiefe Hocke, bei der die Beine überkreuz stehen, Körperrichtung 45 Grad diagonal, dem Partner zugewandt. Der linke Arm blockt Gedan Barai und der rechte Manji-Uke in Schulterhöhe, im rechten Winkel gebeugt. Das sah schon sehr shaolin-like aus - leider war der Stand gar nicht so einfach und ich schwankte immer leicht bei der Ausführung. Um so effektiv zu blocken bedarf es da wohl noch einiger Übung. Anschließend sollte der Partner Gyaku Tsuki kontern, wir mit Gyaku Soto Uke blocken. Die nun folgenden Kombinationen kann ich leider nicht im Einzelnen richtig wiedergeben, da Tim und ich zu spät bemerkten, dass wir hier einiges vertüddelt hatten. Doch auch wenn nicht die komplette Übung so ausgeführt wurde, wie von Jörg erklärt, sah immerhin die finale Sequenz bei uns so aus, dass der Uke den Angreifer am linken Arm sichert und so kontrolliert, dass diesem eine Gegenwehr nicht mehr möglich ist - Kontrolle halt, die höchste Instanz!
Oss, Icky
Das Training bot neben meiner Sochin für mich wieder viele Herausforderungen aus dem Bereich Kihon, Kata und Kumite. Die von Jörg geforderten Kihon-Kombinationen fallen mir jedes Mal etwas leichter, wenn ich sie auch noch nicht spontan fehlerfrei ausführen kann. Einen kleinen, geheimen Blick zum Nachbarmann muss ich meist doch noch riskieren.
Interessant war Jörgs Vorbereitung für unser Kumite-Training: Die Übungen sollten wir zunächst langsam, aber energiereich durchführen, ähnlich der Atemtechniken aus der Hangets. Als wir anschließend "normales" Kihon-Ippon- und Jiyu-Ippon-Kumite trainierten, waren unsere Techniken schön stark und überzeugend. Wir hatten ständig wechselnde Partner und mir fiel wieder auf, dass es beim Kumite doch sehr große Defizite gibt. Dies liegt zum Teil daran, dass meine Abwehr häufig einfach zu schlecht ist. Bei einigen Partnern stellte ich aber auch fest, dass sie bewusst "daneben" zielten - sei es, um mich nicht zu treffen, oder grade, um mich trotz eines Tai-Sabakis noch zu erwischen.
Der Schwerpunkt des Trainings lag dann erneut bei der Kata Gangak. Diese beendeten wir gestern vom Ablauf her (wir hatten in den vorigen Einheiten bis zum ersten Kiai geübt) und Jörg zeigte uns zwei neue Bunkai Sequenzen. Wir begannen mit dem Gedan Juji Uke in Zenkutsu-Dachi rechts vor und der folgenden Drehung um 180 Grad, nach der man in der Kata mit selber Technik links vor steht. Anfangs wendet man dem Partner den Rücken zu und dieser greift mit Mae Geri an. Nun schnell drehen und das Bein des Partners fangen, ihn fegen und am Boden liegend mit einem Fauststoß treffen. Jetzt mit dem linken Bein über den am Boden liegenden Partner steigen und kurz zwischen den Beinen absetzen. Dann noch über sein linkes Bein steigen, so dass man mit dem linken Bein außerhalb des zu Boden geworfenen Körpers steht. Jetzt rechts herum drehen, das rechte Bein übersetzen und tiefer gehen, so dass man das linke Bein des Partners zwangsläufig anwinkelt und quetscht. Jörg wies Sylvie an, mit Anja zu trainieren, so dass mir diesmal Tim gegenüberstand. Es war klar, dass wir uns nicht mit Samthandschuhen anfassen würden - aber grade so macht Bunkai Spaß! Wenn die Übungsfolge einigermaßen "sitzt", einmal richtig Gas geben und ein wenig Hollywood spielen ;-))
Die zweite Bunkai-Übung beschäftigte sich mit der "Kranich"-Stellung und dem folgenden Uraken/Yoko-Geri. Jörg erklärte, dass die Kata Gangak eine sehr alte Kata ist, die ihren Ursprung im Kung Fu hat. Eindrucksvoll führte er vor, wie die Kranich-Stellung beim Kung Fu ausgeführt wird: rechts raus gleiten in eine tiefe Hocke, bei der die Beine überkreuz stehen, Körperrichtung 45 Grad diagonal, dem Partner zugewandt. Der linke Arm blockt Gedan Barai und der rechte Manji-Uke in Schulterhöhe, im rechten Winkel gebeugt. Das sah schon sehr shaolin-like aus - leider war der Stand gar nicht so einfach und ich schwankte immer leicht bei der Ausführung. Um so effektiv zu blocken bedarf es da wohl noch einiger Übung. Anschließend sollte der Partner Gyaku Tsuki kontern, wir mit Gyaku Soto Uke blocken. Die nun folgenden Kombinationen kann ich leider nicht im Einzelnen richtig wiedergeben, da Tim und ich zu spät bemerkten, dass wir hier einiges vertüddelt hatten. Doch auch wenn nicht die komplette Übung so ausgeführt wurde, wie von Jörg erklärt, sah immerhin die finale Sequenz bei uns so aus, dass der Uke den Angreifer am linken Arm sichert und so kontrolliert, dass diesem eine Gegenwehr nicht mehr möglich ist - Kontrolle halt, die höchste Instanz!
Oss, Icky
Freitag, 26. Oktober 2007
Anmeldung zu Ristos Lehrgang - und seine Antwort
Hallo Risto,
vielen Dank für die Info! Bin schon total auf ´Risto-Entzug" und muss es unbedingt irgendwie schaffen, wenigstens den Samstag zu kommen!
Freu mich sehr, Euch alle wieder zu sehen!
Viele Grüße an alle,
Oss Icky
Hei Icky,
es freut mich wieder mal was von dir zu hören.
Bis dann, wenn nicht in Berlin.
Risto mit seinem OSS
vielen Dank für die Info! Bin schon total auf ´Risto-Entzug" und muss es unbedingt irgendwie schaffen, wenigstens den Samstag zu kommen!
Freu mich sehr, Euch alle wieder zu sehen!
Viele Grüße an alle,
Oss Icky
Hei Icky,
es freut mich wieder mal was von dir zu hören.
Bis dann, wenn nicht in Berlin.
Risto mit seinem OSS
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Dies ist ein freies Land...
Heute hab ich Training gegeben. Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich gleich zwei Einheiten hintereinander im Dojo auf der Shomen-Seite stand....
Zuerst hab ich meine Anfänger unterrichtet. Das machte super viel Spaß, da diese Truppe von heute 13 Leuten ungemein motiviert ist, lustig und wissbegierig. So haben wir zunächst unter großem Jauchzen und wildem Gebrüll eine Viertelstunde Gürtelhockey gespielt. Anschließend ein wenig Grundschule (Prüfungsprogramm) mit einigen Korrekturen. Ich war voll des Lobes! Natürlich kann man hier keine Perfektion erwarten! Viele der Teilnehmer sind aber tatsächlich sportlich und haben schnell gelernt. Besonders freut mich aber, wenn grade diejenigen, die sich vielleicht etwas schwer tun, sich sehr bemühen und Fortschritte machen. Das ist, denke ich, die wahre Herausforderung für den Trainer. Vermutlich freuen sich Jörg und Risto deshalb immer so, wenn ich in ihr Training komme ;-)
Zum Abschluss gab es dann noch Partnertraining, welches wir erstmals auch so übten, wie in der Prüfung verlangt. Ganz ehrlich - es war noch ein heilloses Chaos! Aber egal, wir haben ja noch einen Monat, respektive 8 Trainingseinheiten Zeit.
Inzwischen kamen die Teilnehmer der Hobbygruppe in das Dojo. Nach dem Anfängertraining tummelten sich fünf Hobbylinge mit mir in der Halle. Es ist ja das zweite Mal, dass ich Matthes in diesem Jahr vertrete. Er hatte wohl niemand anderes gefunden. Petra, die kurz zuvor auch erschienen war, meldete sich krankheitsbedingt ab, für den Fall, dass ich das Training übernehmen könnte. Na gut, dann, was solls. Die Hobbygruppe ist jeweils ein recht überschaubarer "Haufen" netter Leute, die sich moderat quälen lassen möchten. Die Teilnehmer von heute kannte ich alle mehr oder weniger gut. Einer aus der Truppe hatte sich in meiner letzten Vertretungsstunde gegen Ende der Einheit mokiert "Diese Übung erschließt sich mir jetzt nicht". Er schien damals recht unzufrieden. Ich hatte aber mein Konzept und mir ja auch im Vorfeld Gedanken zum Aufbau der Stunde gemacht. So passte die Übung m. E. ganz gut. Auch die anderen Teilnehmer waren nicht irritiert oder verweigerten die Übung. Allen -bis auf jenem Menschen- war klar, worauf ich hinaus wollte.
Nun meine Hobbygruppe heute. Ich wollte mit Gürtelhockey anfangen. Zum einen, weil es eine schöne Aufwärmübung ist, weil es den Kampfgeist weckt und "Lust" darauf macht, seine Aggressionen heraus zu lassen. Zum anderen, weil ich es mir ehrlich gesagt auch etwas bequem machen wollte: die Gürtel und den Handschuh, den wir als Pukk benutzen, hatte ich eh noch in der Halle. Alle waren auch einverstanden. Nur der zuvor erwähnte Mann schüttelt den Kopf, bindet aber dennoch seinen Gürtel ab und faltet ihn vierfach. Als die anderen vier sich dann auf den Pukk stürzen (viele hatten noch nie Gürtelhockey gespielt, das muss man sich mal vorstellen....), steht der andere Mann teilnahmslos im Dojo. Nach ca. einer halben Minute dreht er sich um und verlässt die Halle. Ich war irritiert. Das war mir echt noch nie passiert! Ich meine, ich bin ja auch nicht aus Lust und Laune abends um halb 9 im Dojo, weil ich sonst nix besseres vorhabe oder weil ich dem Rest der Menschheit mein Karate aufzwingen möchte oder so. Ich hab mich bereit erklärt, diese Einheit zu leiten, bevor sie ausfällt. Und dann dreht der Kerl sich um und geht! Als ich ihn durch die halboffene Dojotür noch fragte, ob alles in Ordnung sei, raunte er mir nur zu: "Das ist nix für mich, auf sowas hab ich keinen Bock." Einen kurzen Moment war ich echt erschüttert! Dann dachte ich mir fast "ristolike": Leute kommen und Leute gehen. Man kann sie nicht halten. Und um meine Kinder zu zitieren schloss ich Frieden mit mir und dachte nur:"Dies ist ein freies Land!"
Zuerst hab ich meine Anfänger unterrichtet. Das machte super viel Spaß, da diese Truppe von heute 13 Leuten ungemein motiviert ist, lustig und wissbegierig. So haben wir zunächst unter großem Jauchzen und wildem Gebrüll eine Viertelstunde Gürtelhockey gespielt. Anschließend ein wenig Grundschule (Prüfungsprogramm) mit einigen Korrekturen. Ich war voll des Lobes! Natürlich kann man hier keine Perfektion erwarten! Viele der Teilnehmer sind aber tatsächlich sportlich und haben schnell gelernt. Besonders freut mich aber, wenn grade diejenigen, die sich vielleicht etwas schwer tun, sich sehr bemühen und Fortschritte machen. Das ist, denke ich, die wahre Herausforderung für den Trainer. Vermutlich freuen sich Jörg und Risto deshalb immer so, wenn ich in ihr Training komme ;-)
Zum Abschluss gab es dann noch Partnertraining, welches wir erstmals auch so übten, wie in der Prüfung verlangt. Ganz ehrlich - es war noch ein heilloses Chaos! Aber egal, wir haben ja noch einen Monat, respektive 8 Trainingseinheiten Zeit.
Inzwischen kamen die Teilnehmer der Hobbygruppe in das Dojo. Nach dem Anfängertraining tummelten sich fünf Hobbylinge mit mir in der Halle. Es ist ja das zweite Mal, dass ich Matthes in diesem Jahr vertrete. Er hatte wohl niemand anderes gefunden. Petra, die kurz zuvor auch erschienen war, meldete sich krankheitsbedingt ab, für den Fall, dass ich das Training übernehmen könnte. Na gut, dann, was solls. Die Hobbygruppe ist jeweils ein recht überschaubarer "Haufen" netter Leute, die sich moderat quälen lassen möchten. Die Teilnehmer von heute kannte ich alle mehr oder weniger gut. Einer aus der Truppe hatte sich in meiner letzten Vertretungsstunde gegen Ende der Einheit mokiert "Diese Übung erschließt sich mir jetzt nicht". Er schien damals recht unzufrieden. Ich hatte aber mein Konzept und mir ja auch im Vorfeld Gedanken zum Aufbau der Stunde gemacht. So passte die Übung m. E. ganz gut. Auch die anderen Teilnehmer waren nicht irritiert oder verweigerten die Übung. Allen -bis auf jenem Menschen- war klar, worauf ich hinaus wollte.
Nun meine Hobbygruppe heute. Ich wollte mit Gürtelhockey anfangen. Zum einen, weil es eine schöne Aufwärmübung ist, weil es den Kampfgeist weckt und "Lust" darauf macht, seine Aggressionen heraus zu lassen. Zum anderen, weil ich es mir ehrlich gesagt auch etwas bequem machen wollte: die Gürtel und den Handschuh, den wir als Pukk benutzen, hatte ich eh noch in der Halle. Alle waren auch einverstanden. Nur der zuvor erwähnte Mann schüttelt den Kopf, bindet aber dennoch seinen Gürtel ab und faltet ihn vierfach. Als die anderen vier sich dann auf den Pukk stürzen (viele hatten noch nie Gürtelhockey gespielt, das muss man sich mal vorstellen....), steht der andere Mann teilnahmslos im Dojo. Nach ca. einer halben Minute dreht er sich um und verlässt die Halle. Ich war irritiert. Das war mir echt noch nie passiert! Ich meine, ich bin ja auch nicht aus Lust und Laune abends um halb 9 im Dojo, weil ich sonst nix besseres vorhabe oder weil ich dem Rest der Menschheit mein Karate aufzwingen möchte oder so. Ich hab mich bereit erklärt, diese Einheit zu leiten, bevor sie ausfällt. Und dann dreht der Kerl sich um und geht! Als ich ihn durch die halboffene Dojotür noch fragte, ob alles in Ordnung sei, raunte er mir nur zu: "Das ist nix für mich, auf sowas hab ich keinen Bock." Einen kurzen Moment war ich echt erschüttert! Dann dachte ich mir fast "ristolike": Leute kommen und Leute gehen. Man kann sie nicht halten. Und um meine Kinder zu zitieren schloss ich Frieden mit mir und dachte nur:"Dies ist ein freies Land!"
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