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Sonntag, 29. März 2026

Memory-Staffellauf - Pandas - Verbindung von Kondition und Kognition - Gruppengröße: 6 bis 16 Kinder

 Es werden zwei oder mehr Gruppen á vier bis acht Kinder gebildet*. 

Die Kinder stellen sich an einem Hallenrand in ihrer Gruppe hintereinander. An die Startposition jeder Gruppe wird ein kleines Schlagkissen gelegt. Das vorderste Kind schaut zur Trainerin/zum Trainer. Trainerin/Trainer befindet sich in ca. 5 Meter Abstand zu den Kindergruppen und breitet vor sich Memory-Karten aus, mischt diese und legt diese mit der Rückseite nach oben aus. 

Nun darf immer das vorderste Kind der jeweiligen Gruppe zu den Memory-Karten laufen und jeweils zwei Karten umdrehen. Es können immer die ersten Kinder aller Gruppen gleichzeitig laufen. Wenn die beiden aufgedeckten Karten das gleiche Bild zeigen, darf das Kind die beiden Karten mit zur Gruppe nehmen und neben das Schlagkissen gelegt. Dadurch wird symbolisiert, dass das Ergebnis kein Individualerfolg ist, sondern ein Gruppenpunkt. Dieser Aspekt soll die Gruppengemeinschaft fördern. Wenn alle Karten aufgesammelt sind, wird gemeinsam gezählt, welche Gruppe die meisten Kartenpaare hat. Die Gruppe, die am Ende am meisten Kartenpaare hat, war am erfolgreichsten, hat gewonnen. 

Hinweis: Wenn Kinder aus mehreren Gruppen gleichzeitig bei den verdeckten Karten sind, kann es sein, dass einige absichtlich abwarten, bis die anderen Kinder Karten aufgedeckt und damit die Position bestimmter Kartenbilder "verraten" haben. Es liegt im Ermessen der Trainerin/des Trainers, ob dieses Vorgehen akzeptiert wird. 

*Anmerkung: Die Gruppen sollten nicht zu groß sein, da die Kinder sonst zu lange warten müssen und dann anfangen, sich zu langweilen, zu ärgern, nicht mehr aufzupassen, generell: unruhig werden. Zudem besteht die Gefahr, dass in zu langen Gruppen die Reihenfolge der Kinder in der Reihe der wartenden durcheinander kommt. Dadurch entsteht wiederum Unruhe und das Trainingsziel wird verfehlt. 

Fangen mit Karateständen - besonders geeignet für Pandas und absolute Anfänger*innen - Variante für Erwachsene oder Senior*innen

Die Kinder stehen im Kreis und werden gefragt, ob sie schon Karatestände kennen. Ist die Gruppe schon länger zusammen, werden sie die Stände Vorwärtsstellung, Reiterstellung und Rückwärtsstellung nennen. 

Es empfiehlt sich, nach Nennen des ersten Standes direkt die erste Runde "Fangenspielen" anzuleiten und auszuführen: Es wird gefragt, wer gerne Fängerin oder Fänger sein möchte und die Kinder bekommen von den Trainerinnen oder Trainern je ein kleines Schlagkissen zur Kenntlichmachung der Rolle als Fänger*in. Bei ganz neuen Gruppen, die das Spiel noch nicht kennen, sei darauf hingewiesen, dass sie nicht mit dem Kissen die anderen Kindern beim Fangen berühren müssen, sondern dass das Kissen nur ein Signal ist. Zum Fangen kann die freie Hand benutzt werden. Weiterhin muss erklärt werden: Wer gefangen wird, geht in die entsprechende, von der Trainerin/dem Trainer ausgesuchte Karatestellung. Kinder, die noch nicht gefangen sind und nicht Fänger*in sind, können die gefangenen Kinder befreien, indem sie unter den Beinen hindurch krabbeln. 

Nach ca. drei Minuten wird die Spielrunde durch Trainer*in abgebrochen und die Kinder stellen sich im Kreis auf, um die nächste Stellung zu nennen. 

Bei der Abfrage der bekannten Stellungen oder (bei neuen Gruppen) bei der Vorstellung der Karatestellungen durch Trainer*in sollten immer auch die japanischen Namen der Stände genannt werden, damit die Kinder mit den Namen vertraut werden. 

Bei noch nicht so beweglichen Erwachsenen oder bei Eltern-Kind-Gruppen bzw. Gruppen von Senior*innen kann das Spiel variiert werden: Statt unter den Beinen hindurch zu krabbeln, kann die gefangene Person z. B. durch einen Handschlag befreit werden. 


Mittwoch, 4. März 2026

Raupenrennen - Pandas, Füchse, Tiger - besonders für große Gruppen geeignet, verletzungsarm

 Besonders für große Gruppen geeignet! Pandas und Füchse! Geringes Verletzungsrisiko

Gruppe in etwa gleichgroße Untergruppen aufteilen - 4-8 Personen optimal - aber auch größere Gruppen möglich - dann wird Schwierigkeitsgrad erhöht! 

Insgesamt können mehrere Gruppen gleichzeitig ins Rennen gehen - z. B. in einer besonders großen Gruppe von 30 Kindern können 5 oder 6 Untergruppen gebildet werden und gleichzeitig agieren. 

Die Kinder setzen sich innerhalb ihrer Gruppe hintereinander auf den Boden. Hierbei rutschen sie so nah aneinander, dass sich die Füße eines hinteren Kindes neben dem Gesäß eines vorderen Kindes befinden. Die Kinder fassen nun jeweils die Fußgelenke der hinteren Kinder. Das letzte Kind einer Reihe kann die Hände hinter sich auf den Boden legen. Die kleinen Reihen wirken nun wie eine Raupe oder wie ein Tausendfüßler. 

Auf Start-Kommando versuchen die "Raupen" nun, sich von einem Raum-Ende zum anderen zu bewegen. Hierbei sollte die "Raupe" nicht auseinanderreißen. 

Einfache Regel: Ein Auseinanderreißen wird nicht sanktioniert und die Kinder können die Raupe wieder "flicken" und sich gemeinsam weiterbewegen. Weitere Vereinfachung: Es wird nicht um die Wette gelaufen.

Herausfordernde Variante: Wenn die "Raupe" reißt - also sich Hände von den Füßen lösen - muss die Raupe von vorne beginnen. Weitere Herausforderung: Lauf um die Wette! 


Freitag, 7. September 2018

Kinder Selbstbehauptung und Selbstverteidigung

Die Übung, bei der mehrere im Kreis stehen und einer sich in der Mitte befindet, der versuchen soll auszubrechen, so umwandeln, dass ein Kind außen ist und versuchen soll, in den Kreis hinein zu kommen. Diese Übung auch als Mobbing-Übung verstehen: Was ist das für ein Gefühl, wenn man nicht in den Kreis kommen kann?
Die Kids im Kreis können sich wahlweise mit dem Gesicht nach außen oder nach innen drehen.

Sonntag, 9. März 2014

Panda-Pratzentraining

Die Karatekinder von 4 bis 6 Jahren heißen in der Karateschule Fuji San Münster "kleine Pandas". Sie werden spielerisch an die Kampfkunst Karate herangeführt. Schwerpunkte bei der "Panda-Dressur" sind überwiegend Kondition, Koordination, kindgerechtes Krafttraining und Selbstbehauptung. Karatetechniken werden noch spielerisch vermittelt.

Gerne werden auch Trainingsutensilien eingesetzt, wie z. B. die Koordinationsleiter. Aber auch Training mit kleinen Schlagkissen ("Pratzen") ist möglich - selbstverständlich spielerisch und kindgerecht!

Hier ein Beispiel einer Trainingsstunde, in der Pratzen zum Einsatz kamen:

- Nach dem Aufwärmspiel wurde den Kindern je eine Pratze zugeteilt. Die kleineren Kinder erhielten eine besondere weiche Kinderpratze und den größeren Kindern wurde eine reguläre Pratze überreicht, mit der Maßgabe, sie nicht zu hoch zu werfen (Lampen, Balken etc. könnten geschädigt werden oder einem anderen Kind könnte die Pratze auf den Kopf fallen).

- Die Kinder sollten zunächst nur mit der Pratze in der Hand durch die Halle laufen.

- Anschließend erhielten sie die Anweisung, die Pratzen hochzuwerfen und aufzufangen.

- Ggf. kann dies ausgebaut werden und den Kindern erlaubt werden, gegen die Pratze zu boxen oder zu treten, wenn sich die Pratze in der Luft befindet (kommt ein bisschen auf die Gruppenstärke und die Zusammensetzung der Gruppe an).

- Im nächsten Durchgang sollten die Kinder auf mein Kommando "tauschen" sich vor einem anderen Kind mit derselben Pratzenfarbe (!) verbeugen und die Pratzen tauschen.

- Die Kinder finden sich im Kreis zusammen und setzen sich auf den Boden, die Pratze - mit der Schlagfläche nach oben- vor sich gelegt. Jetzt kann versucht werden, auf die Pratze zu schlagen. Es ist sinnvoll, wenn die Kinder dabei auf die Knie gehen, damit sie senkrecht von oben auf die Pratze schlagen können. Hierbei ist regelmäßig durch Trainerin oder Trainer die Haltung der Fäuste zu kontrollieren.

- Als nächstes kann z. B. auch mal eine Shuto-Hand erklärt werden und versucht werden, mit dieser auf die Pratze zu schlagen. Das Kommando:"Wer es schafft, die Pratze in zwei Teile zu zerschlagen, bekommt von mir ein großes Eis", sorgt hierbei regelmäßig für einen erhöhten Krafteinsatz ;-)

- Zum Abschluss kann man noch schön das Parkplatz-Spiel spielen: Alle Kinder erhalten zunächst die Aufgabe, mit der Pratze durch die Halle zu laufen. Auf ein Kommando hin legen sie die Pratze jeweils an einer ganz beliebigen Stelle in der Halle ab und laufen weiter. Jetzt kommt nach einer Weile das Kommando "Parkplatz" und die Kinder müssen sich schnell eine Pratze suchen und sich mit beiden Beinen darauf stellen. Im weiteren Spielverlauf können dann eine oder mehrere Pratzen entfernt werden, was den Wettbewerbscharakter des Spiels erhöht. Die Kinder, die dann ohne "Parkplatz" sind, können dann eine kleine Extra-Aufgabe erhalten, z. B. fünf Kniebeuge. Einige Kinder versuchen jetzt, sich durch permanentes umkreisen einer Pratze, den Parkplatz zu "sichern". Hier kann der Hinweis gegeben werden, dass man mit einem Auto ja auch nicht immer nur um einen freien Parkplatz kreist, sondern damit durch die Stadt fährt.

- Am Ende der Stunde werden die Pratzen durch die Kinder zurück in die Aufbewahrungsbox gebracht und das Training ist zu Ende.