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Sonntag, 23. Mai 2010

Grün-Gelb

Nachdem ich beim Kata-Spezial mein armes, altes Rennrad mit fast platten Reifen so arg malträtiert hatte, hat mein Mann sich erbarmt und es endlich mal aufgepumpt. Bei der Gelegenheit auch gleich die Getränkeflaschenhalterung angeschraubt und jetzt könnte er eigentlich noch fix eine neue Klingel besorgen ;-) Gestern bin ich dann mit mittelmäßiger Motivation (ich hatte noch die ziemlich mühsamen letzten Ausfahrten im Gedächtnis) auf eine rund 40-km-Strecke aufgebrochen. Für die Distanz ist es immer noch am Besten, die Sentruper Straße stadtauswärts zu fahren, ein kleines Stück links den Dingbänger Weg runter, dann sofort wieder rechts auf die kleine Straße durch die Natur, am Reiterhof vorbei, an Jaques Weindepot (aber nicht anhalten! ;-)) Richtung Roxel-Industriegebiet und dann über den Nottulner Landweg Richtung Albachten. Richtig warm bin ich dann, wenn ich nach knapp 10 km an der Gärtnersiedlung Richtung Bösensell entlangdüse. An der Kreuzung, an der es gradeaus nach Bösensell ginge, fahre ich dann rechts, an dem Ort entlang, dann, hinter dem Ort links und eine Schleife, bis ich wieder an der Gärtnersiedlung bin. Bei der 30-km-Strecke fahr ich an dieser Stelle wieder Richtung Heimat, sollen es gut 40 werden, fahre ich die Schleife an Bösensell entlang ein zweites Mal.

Ich merkte schon auf dem Weg nach Roxel, dass mir gestern die Götter der Geschwindigkeit hold waren! Wow, das ging ab! Was so aufgepumpte Reifen doch ausmachen! Ein Blick auf meine Garmin-Puls-und-Speed-Uhr bewies auch, dass ich meist mit knapp oder gut 30 km/h unterwegs war. Und es war kaum anstrengend! Die Qualen der letzten Fahrten schienen einem schlechten Traum entsprungen zu sein! Statt nur schnell noch nach Hause zu wollen, genoss ich die herrliche Landschaft, die in satten Farben an mir vorbeizog. Grün-Gelb - als politische Koalition zwischen handgefertigten Grobstrickpullovern und seitenbescheitelten Kreissparkassenanzugträgern zwar undenkbar, in der Natur, bestehend aus sattgrünen Wiesen und knallgelben Rapsfeldern aber Wellness für die Augen! Da fährt sichs doch fast von ganz allein!

Die zweite Schleife war dann auch nur so weggeschnupft und als ich wieder daheim war, überraschten mich meine Trainingswerte mit neuer Bestzeit und -form!

Um den Tag abzurunden fuhr ich dann mit vier schnatternden Mädchen (Franzi und Johanna mit je einer Freundin) noch in das gestern eröffnete Freibad Coburg. Das Wasser hatte 18 Grad und ich konnte auch ohne Neo meinen Kilometer abspulen, leider noch mit einer Bahn Kraul und Brust abwechselnd....naja, ist ja noch ein Monat Zeit bis zum ersten Schwimm-Wettkampf....

Samstag, 1. Mai 2010

Trainingswoche

Das Lauf- und Radfahrtraining nimmt langsam Gestalt an - diese Woche bin ich zweimal Rennrad gefahren und viermal gelaufen. Heute ist mal ein "Ruhetag", an dem es wohl eine gemütliche Mai-Radtour mit der Familie geben wir. Morgen steht dann nochmal ein langer Lauf von 21 km an. Nachdem ich im vergangenen Jahr den Aasee als Laufstrecke immer gemieden hatte (zu langweilig und zu viele andere Läufer und Walker), hatte ich mich im Winter allein auf den Aaess konzentriert. Es war die einzige einigermaßen sicherer Laufstrecke. Und so habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, auch mal mehrere Runden um den Teich zu laufen. Ein großer Vorteil: Am "Uferlos" gibt es immer eine kostenlose Toilette ;-))

21 km morgen - das entspricht fast der HM-Distanz. Eigentlich hatte ich mir für gestern als unwichtigen Wettkampf einen HM in Emsdetten ausgesucht und auch im Trainingsplan eingetragen. Das ist dann aber aus verschiedenen Gründen nichts geworden und so hole ich zumindest die Strecke morgen "privat" und ohne Wettkampf nach.

Einen ersten HM hatte ich am 18.4. spontan aus dem Training heraus versucht. Es handelte sich um den Aaseelauf, hier direkt vor der Tür. Da hatte mich allerdings wohl der falsche Ehrgeiz gepackt - ich musste bei km 18 abbrechen. Mögliche Gründe: 1. Ich hatte den Pausentag am Tag vor dem Lauf nicht eingehalten und mich von Frank zu einer 40-km-Mountainbike-Tour überreden lassen. 2. Es war morgens noch frostig und ich hatte mich daher langärmelig und lanbeinig angezogen - bereits kurz nach dem Start fiel mir auf, dass ich die einzige mit langen Klamotten war und es wurde in der Sonne fix zu warm. 3. Ich wahr wohl zu ehrgeizig losgestürmt und hab versucht, einen Pace zwischen 5:30 und 5:45 zu laufen. Das bescherte mir zwar eine neue Bestzeit auf der 5-km-Distanz, allerdings konnte ich das Tempo nur bis ca. km 15 durchhalten. Dann half auch die Abkühlung an der Trinkstation nicht mehr und ich schleppte mich noch drei Km weiter. Dann spürte ich dieses typische Kribbeln unter der Kopfhaut, das mich immer vor einer Überlastung warnt und ich beendete den Lauf. Da es nur ein Lauf "mal so" war, hat mich der Abbruch nicht sonderlich gestört.

Jetzt will ich aber wieder an meine gute Form des letzten Jahres anknüpfen. Daher wird jetzt fleißig gelaufen und geradelt. Es sind schon recht umfangreiche Pläne, die mir mein Internet-Coach da aufstellt. Aber ich versuche, sie möglichst einzuhalten. Merke ich eine Überanspruchung der Fuß- und Kniegelenke bzw. an der Hüfte, verlege ich mal eine Einheit auf den Crosstrainer. Das ist zwar nicht dasselbe wie ein Lauf im Freien, aber der Kreislauf wird auch da ordentlich rangenommen, wenn ich die Pulsvorgaben beachte. Inzwischen kann ich dort auch schon ganz andere Watt-, also Widerstandwerte eingeben, als im vergangenen Jahr! Vor etwa einem Jahr bin ich dort mit ca. 100 Watt herumgehampelt und jetzt sinds schon 160. Zudem bin ich auf dem Crosser schon viel schneller geworden. In der Natur überrascht mich allerdings immer wieder der Vergleich mit den Zeiten aus dem letzten Sommer: Da war ich doch noch einiges fixer unterwegs. Nun gut, das war ja auch schon fortgeschrittene Trainingssaison bzw. mein Trainingshöhepunkt (Triathlon Juni und dann nochmal der HM Ende August). Beim Radfahren lag meine beste Phase natürlich um den Giro Münsterland im Herbst.

Sobald die Freibäder wieder öffnen, beginne ich mit dem Schwimmtraining. Da war ich etwas zurückhaltend in den letzten Wochen - es machte in den überfüllten Hallenbädern einfach weder Spaß noch Sinn! Im Juni wird im Hafenbecken ein Ultraschwimmen mit den Distanzen 1 oder 4 oder 8 km angeboten. Mal sehen, ob ich daran dann schon teilnehmen kann.... 

Freitag, 30. April 2010

Karate-Memme

hatte heute ein krankes Kaninchen im Vorgarten. Es hockte erst im Beet, dann auf der Eingangstreppe. Leere Augen, unterernährt...wohl Myxomatose, die "Kaninchenpest"! Als ich ca. 10 Jahre alt war, hatte ich mit einem Freund auch so ein Tier gefunden. Der große Bruder des Freundes nahm den Spaten und ... Kopf ab. Das Bild hab ich heute noch vor Augen - grauslig! Ich hab gehofft, meine Ma würde heute tagsüber die "Sache" irgendwie erledigen, aber sie brachte es auch nicht übers Herz, das Tier zu töten. Dann rief ich meine Freundin an, ihr Mann ist Jäger. Der war noch arbeiten aber sie meinte ganz locker: "Klar, kenn ich - wenn meine Hunde mal ein Tier anschleppen, gibts was in den Nacken und dann ab damit auf den Acker. Ich komm vorbei." Als ich auf sie wartete, dachte ich, eigentlich bin ICH ja die, die mit einem Handkantenschlag in den Nacken von dem Tier es von seinem Elend erlösen sollte. Ich stand vor dem Kaninchen und hatte auch schon ein Hilfsmittel parat - aber ich konnte es einfach nicht! Meine Freundin kam und packte das Tier an den Hinterläufen. Leider starb es nicht gleich und sie musste es ziemlich traktieren. Als es erledigt war und das Tier seinen Frieden hatte, meinte sie: "Erzähl bloß keinem, dass ich so eine Killerin bin." Und ich dachte bei mir: Und Du behalte für Dich, was ich für ein Weichei bin....

Sonntag, 31. Januar 2010

Juhuuuu!!! Startplatz gewonnen!!!! :-)

Liebe Liebhaber des sportlichen Dreikampfes,


am heutigen Sonntag wurden Sie als Gewinner für einen Startplatz auf der Olympischen Kurzdistanz beim Sparda Münster City Triathlon gezogen - immerhin 112 Interessenten gab es. Nun würde ich mich a.) über ein Bestätigung freuen, dass Sie auch teilnehmen werden, und nicht nur gewinnen wollten; b.) ein paar persönliche Daten mir zukommen lassen (Alter, Verein, Triathlonerfahrung etc.); c.) ob Sie bereit wären, Teil meines Triathlonblogs zu werden; d.) dann Interesse an weiterer Betreuung hätten.

Leseproben findet man im Übrigen unter: http://www.westfaelische-nachrichten.de/triathlonblog/
Freue mich jedenfalls über neue Gegner, die Namen der Gewinner werden in unserer Montagsausgabe bekanntgegeben.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Heflik

Redaktionsteam

ZGM - Westfälische Nachrichten & Partner

Samstag, 3. Oktober 2009

Sparkassen Münsterland Giro

Also - den 26er-Schnitt habe ich locker geschafft! Ich hätte mir während der Tour gewünscht, einen guten 30er hinzulegen und es lief auch alles ganz gut. Bis ich nach Sprakel kam! Auf der Strecke zwischen Münsters Vorort und dem Ziel blies uns ein so starker Wind entgegen, dass ich mit Mühe noch 20 km/h fahren konnte! Da ich inzwischen auch schon recht k. o. und mein Wasservorrat erschöpft war, konnte ich keinen Anschluss an eine Gruppe aufnehmen. Als ich dann doch endlich ein Pärchen vor mir hatte, an das ich mich hängen konnte, wäre fast ein Unglück passiert....mehr morgen, sonst nerv ich hier mit der Klapperei der Tastatur....Kurz das Ergebnis laut Garmin Pulsuhr: 77,1 km in 2:35:28 Stunden, Durchschnittspuls 170.

So, weiter im Text. Also, Start war um 11.05 Uhr vor der Halle Münsterland. Ich sollte in Startblock E losfahren. Mann, das war schon echt ein Organisationsaufwand, das ganze Rennen! Alleine die Straßensperrungen im Münsterland! Schon vor der Halle Münsterland war der gesamte Albersloher Weg abgesperrt, die linke Spur stadtauswärts zu Startblöcken umfunktioniert. Man startete dann startblock-alphabetisch, also erst Block A, dann B usw. Ich startete in der vorletzten Gruppe. Die Einteilung schien beliebig, denn wir mussten, anders als beim Triathlon, bei der Anmeldung keine "Bestzeiten" angeben. Das Wetter hielt sich: windig, bewölkt, aber trocken. Während des Rennens kam sogar mal die Sonne durch.

Vor dem Start wurde ich gleich wieder von den um mich herumstehenden Radlern mit einer Mischung aus Mitleid und Respekt belächelt: dass ich mit so einem Museumsstück radeln muss! Einer meinte dann auch mitleidsvoll:"Naja, es zählt ja auch nur das Ankommen." Zumindest beim Start dachte ich auch noch so. Und außerdem ist ja wohl auch entscheidend, wer drauf sitzt ;-) Ein Typ fiel mir wegen seiner ungewöhnlichen Bekleidung auf: Er hatte Radlershorts an, darunter eine lange Sporthose und über die Knie hatte er sich Stulpen gezogen. Ich bekam mit, wie er sich mit einem anderen Radler, der ihn wohl auf die Stulpen angesprochen hatte, unterhielt und von ständigen Problemen mit kalten Knien berichtete. Es war aber auch schwer, bei dem wechselhaften Wetter die richtige Bekleidung zu finden! Ich hatte mich für meine lange Radhose entschieden. Oben trug ich "drunter" mein Giro-T-Shirt und darüber meine Soft-Shell-Jacke von Lidl. Auf der Kanalbrücke merkte ich schon, wie warm es hiermit werden würde. Aber ich habe die Jacke nie bereut, denn mitunter war es doch mächtig windig und wenn ich da mit verschwitztem Oberkörper gefahren wäre, säße ich jetzt sicher nicht hier, um zu schreiben.

Mit leichter Verspätung kam dann auch der Startschuss und unser dicht gedrängtes Fahrerfeld zog mit gedrosseltem Tempo zur Kanalbrücke und drüber. Nachdem das Feld sich gelockert hatte, musste man nicht mehr so aufpassen, mit anderen zu kollidieren und konnte das Tempo etwas anziehen. Wir fuhren Albersloher Weg stadtauswärts, dann links in den Heumannsweg und wieder rechts die Wolbecker Straße weiter auswärts. Dann hab ich mir die Strecke nicht mehr gemerkt, denn jetzt war ich allmählich warm und gab Gas. In Spitzenzeiten war mein Puls auf 180, pendelte sich aber meist im 170er Bereich ein. Am meisten zu schaffen machte wohl allen Radlern der Wind, der uns auf freier Fläche ziemlich doll entgegenblies.

Ich versuchte, mich kleineren Radgruppen anzuschließen, die nicht stärker waren, als vier bis fünf Radler. Einmal fuhr ich in einem größeren Pulk mit, aber da fühlte ich mich nicht so wohl. Regelmäßig zog ich mal an Radlern vorbei und ließ mich natürlich auch reichlich von anderen überholen. Selten kam man mal mit jemandem ins Gespräch. So war da eine Radgruppe, bei der sich eine Frau befand, die fast ganz in weiß fuhr. Hier fuhr ich eine ganze Weile mit. Das war jetzt schon zwischen Telgte und Westbevern. Ich staunte nicht schlecht: Alle Nase lang wurde die Frau von einem ihrer Begleiter gefragt:"Energieriegel?", "Banane?" usw. Das war dann wohl das Team "Essen auf Rädern"? Nach einer Weile bemerkte sie wohl mich im Schlepptau und bot mir - sicherlich lieb gemeint - ein Stück von einem Riegel an. Ich hätte die Regel "iss nichts, was du nicht kennst" beachten sollen - denn sobald ich abbiss musste ich den nach einer Mischung aus Maoam und Müslirigel schmeckenden Riegel fast runterwürgen. Dummerweise war inzwischen meine Nase total verstopft, so dass ich nur durch den Mund gescheit Luft bekam, was mit dem halbverdauten Brei darin natürlich recht schwierig war! Erleichtert nahm ich nach dem Runterschlucken meine Wasserflasche und leerte sie fast in einem Zug. Was ein Fehler war. Denn am Ende der Strecke hätte ich alles für einen Schluck Wasser gegeben!

Es muss um Greven gewesen sein, als mich meine Kraft trotz Energieriegel verließ. Die Gruppe mit der weißen Frau zog weiter und ich versuchte, durchzuhalten. Ich vermisste jetzt den Stulpenradler! Diesen hatte ich auf der ersten Giro-Hälfte immer mal wieder überholt, begleitet oder mich von ihm überholen lassen. Wir hatten uns nicht unterhalten aber es war irgendwie immer schön, einen Fixpunkt zu haben.

Greven war also geschafft, jetzt ging es Richtung Sprakel. Da war die Ortsumgehung. Und dann kam die Hölle! Ab Sprakel-Ortsausgang hatte ich das Gefühl, als wollten die Wettermächte unsere Einfahrt in Münster mit aller Gewalt verhindern: Ein Wind von bisher unbekannter Stärke blies uns entgegen! Ich konnte kaum schneller fahren als 20 km/h und da sich der Abstand zu den vor mir radelnden Fahrern nicht vergrößerte und ich auch nicht großartig überholt wurde, musste dieser Wind wohl allen Fahrern zu schaffen machen! Dazu war ich noch alleine auf weiter Flur, hatte also keine schützende Gruppe um mich herum! Etwa auf der halben Strecke zwischen Sprakel und Münster sah ich vor mir ein Radlerpärchen. Der Startnummer entnahm ich, dass sie in einer Gruppe vor mir gestartet waren, also wohl nicht zu den Schnellsten gehörten. Aber das war mir egal. Ich wollte nur ein kleines bisschen Windschutz! Beim Hinterherfahren dachte ich noch: Die Frau fährt aber dicht auf und fast im selben Moment registrierte ich, wie sie mit ihrem Vorderreifen den Hinterreifen des vor ihr fahrenden Mannes berührte, schlingerte und - stürzte! Ich konnte grade noch vermeiden, mich mitreißen zu lassen. Kurz übelegte ich, ob ich anhalten und helfen müsste, aber aus dem Augenwinkel sah ich, dass sie wohl gleich wieder aufstehen konnte und außerdem war sie ja in Begleitung. Und AUSSERDEM WOLLTE ICH NACH HAUSE!

Jetzt war Münster bald erreicht! Bei der Ortseinfahrt in Kinderhaus waren wir wieder in bebautem Gebiet. Der Wind ließ nach. Ich sammelte nochmal alle Energie. Jetzt war es fast geschafft. Nur noch die Grevener Straße bis zum Ende und dann links. Hier war schon das Germania Campus! Da die Kreuzung zum Ring, endlich ging es links rum und dann noch mal rechts auf die Zielgrade. Ich gab noch mal alles, nur um es endlich geschafft zu haben!

Auf dem Hindenburgplatz war riesig viel los. Hier konnte man seinen Transponder abgeben und auch ein Getränk bekommen. Ich sah den Stulpentypen und fragte ihn, ob er zufrieden sei und wie lange er gebraucht hatte: 2:42 h. Insgeheim freute ich mich: Da war ich mit 2:35 ja sogar einige Minuten schneller gewesen, trotz meines alten Eselchens! Leider konnte ich meinen Getränkegutschein nicht finden! Also nur rasch heim. Auf dem Rückweg kam mir meine Mutter entgegen: Sie hatte wohl noch nicht mit meiner Rückkehr gerechnet und wollte mich im Ziel erwarten.

Daheim stellte ich fest, dass sogar meine Softshelljacke komplett durchgeschwitzt hatte! Sie war so nass, als wäre ich durch den Regen gefahren! Ich checkte per GPS-Pulsmesser mein Durchschnittsergebnis - und war doch jetzt etwas enttäuscht: Nach der ersten Stunde hatte ich noch einen 32er Schnitt gehabt und im Endeffekt war es nur ein 29,5 er....also, einen 30er hätte ich schon gerne jetzt gehabt. Aber "Sprakel" hatte das wohl verhindert! Mein Mann meinte dazu nur:"Tröste Dich: Auf dieser Strecke schaffst Du selbst mit dem Auto keinen 30er Schnitt." ;-)

Aber alles in allem kann ich ja sehr zufrieden sein: Giro geschafft, unverletzt, keine Panne und das Wetter hatte auch gut mitgespielt! Jetzt kann die Winterpause kommen. Mein Trainingsplan hat sich schon darauf eingestellt.

Freitag, 25. September 2009

Generalprobe

Strahlend blauer Himmel, Temperaturen um die 20 Grad, die Kids alle versorgt - da sprach alles gestern für eine erstmals etwas längere Radtour! Ich hatte mir eine Route bei Bikemap rausgesucht, die über Gievenbeck via Nienberge, Altenberge, Laer, Billerbeck und die Baumberge auf meine Hausstrecke bei Bösensell führt. Puh, jetzt, wo ich das so schreibe, kommt es mir selber ganz schön lang vor! Diesmal suchte ich ein wenig herum, damit ich nicht wieder auf den Hauptstraßen fahren musste. Das hat auch gut funktoniert und stark befahrene Verkehrswege waren diesmal die Ausnahme.

Da sich die Wege durch Gievenbeck nicht bewährt hatten, startete ich diesmal über die Sentruper Straße, den Dingbängerweg und dann Richtung Roxel. Vor der Autobahn fuhr ich dann rechts, so dass ich auf meine Hürländer-Laufstrecke kam. Diese fuhr ich dann auch ein wenig entlang. Bereits an der Wittoverstiege bog ich dann aber schon vom Twerenfeldweg links ab und machte mich auf schlechter Fahrbahn etwa parallel vom Rüschhausweg davon. Irgendwann krezute ich dann die Hülshoffstraße und fuhr einen recht einsamen Pfad durch eine Bauernschaft. Schließlich kam ich dann doch wieder auf den Rüschhausweg, aber nur ein kleines Stück. Statt wie beim letzten Mal wieder Richtung Havixbeck die Hauptstraße entlang zu fahren, bog ich gleich wieder rechts ab auf eine Straße ohne Mittel-, allerdings auch ohne Seitenstreifen. Das war schon ganz schön eng mit den anderen Fahrzeugen, die mit um die hundert Klamotten an mir vorbeizogen. Aber es ging und war immer noch besser, als schlecht asphaltierte Radwege an den Landstraßen. Nach meinem Plan müsste das die K71 gewesen sein, die durch die Bauernschaften Waltrup, Kümper und Temming führte. Kurz vor der Kreuzung mit der L550 bog ich in die Bauernschaft rechts ab und hielt mich Richtung Holthausen. Das ist ein kleiner Ort vor Laer. Hier hielt ich mich auf einer kleinen Straße, die durch die Bauernschaft Esking führt. Plötzlich sah ich ein Fahrradweg-Hinweisschild, das nach Aulendorf wies. Aulendorf? Da haben doch mal zwei Kollegen von mir gewohnt! Wenn das kein Grund ist, dorthin mal einen Abstecher zu machen!

Unweigerlich kam ich jetzt Richtung Baumgerge, ich merkte es sofort an den zunehmenden Steigungen. Puh, war das anstrengend! Aber die herrliche Landschaft, die im spätnachmittäglichen Sonnenschein ruhte, entschädigte reichlich! Aulendorf ist, um es einmal ganz dezent auszudrücken, ein recht verschlafenes Nest. Auf gut deutsch: Hier ist echt der Hund begraben. Oder: Da möchte man nicht tot überm Zaun hängen! Aber idyllisch anzuschauen war es dennoch.

Weiter nun, den Schildern Richtung Billerbeck folgend. Am ersten Ortseingangsschild war meine Verwirrung groß: Laut Beschilderung kam ich aus Steinfurt, rechts ging es nach Billerbeck, gradeaus nach Havixbeck und links nach Altenberge. Dabei meinte ich doch, grade aus Richtung Altenberge gekommen zu sein. Aber wenn ich mir die Karte jetzt so anschaue, dann passt es direkt. Es führen eben viele Wege nach Altenberge....

Ich fuhr dann nicht rechts ab, Richtung Billerbeck, sondern hielt mich Richtung Havixbeck, was dazu führte, dass ich doch jetzt in Billerbeck einfuhr. Das war eine recht schöne Ortseinfahrt, die dann abrupt an einer Ampel und Bahngleisen endete. Im Ort orientierte ich mich Richtung Münster und fuhr eine Weile entlang einer Hauptstraße den Berg hinauf. Da kam plötzlich ein Abzweig mit einem Hinweisschild "WDR-Sender" und "Longinusturm". Wollte ich mir das jetzt echt noch antun? Soweit ich mich aus Zeiten der Radsport-BSG erinnerte, ging das in den Baumbergen doch recht knackig bergauf und -ab! Andererseits - wann komm ich hier schon mal wieder lang? Nächste Woche ist sicher Regeneration und nach dem Sparkassen-Giro werd ich wohl so lange Strecken nicht mehr so oft fahren (wenn überhaupt). Also rechts ab und hinein ins Vergnügen. Wenn ich Vergnügen schreibe, dann mein ichs auch so! Die Steigungen hielten sich in Grenzen und waren nichts im Vergleich zu der Strecke zwischen Laer und Billerbeck! Es schnurrte nur so voran und plötzlich befand ich mich auch schon zwischen dem WDR-Sender zur linken und dem Longinusturm zur rechten Hand. Nach einer Weile bog ich dann wieder, einem Radweg-Hinweisschild Richtung Münster folgend, rechts ab und befand mich plötzlich auf einem wunderschön-idyllischen Weg! Hier, zwischen maunzenden Auerhähnen und streunenden Kätzchen, war die Welt noch in Ordnung! Diese Straße führte dann nach einer Weile auf eine Hauptstraße in Havixbeck und plötzlich wusste ich wieder, wo ich war! Da war die Tischlerei Wehmeyer und der Sonderpostenmarkt Philipps! Jetzt kannte ich den Rückweg über Tilbeck und meine Hausstrecke! Hier gab ich dann nochmal ordentlich Gas. Mein Garmin-Pulsmesser mit GPS zeigt leider immer eine etwas kürzere (genauere?) Strecke an als mein Tacho. Nach Tacho hätte ich einen Schnitt von 26 km/h geschafft, was ja Voraussetzung für den Sparkassen-Giro ist. Mein GPS meinte aber, es wäre nur ein guter 25er Schnitt gewesen. Naja, zu meiner "Entschuldigung" sei anzumerken, dass ich einige Male zum Sondieren der Strecke langsam fahren musste und auch die Steigungen nicht zu verachten waren - wohingegen ich beim Bergabfahren ja immer vorsichtig bin und nie volle Kanne fahre. Mein Durchschnittspuls war dann auch extrem niedrig: 139 bpm - ja, hab ich mich denn überhaupt nicht angestrengt??? Wie auch immer - fast 70 Kilometer in zweieinhalb Stunden. Irgendwie wird es nächstes Wochenende schon klappen.....vorausgesetzt, das Wetter passt. Ich weiß nicht, ob ich mich bei Regen mit dem Rennrad auf den Weg mache....

Montag, 21. September 2009

Baumberge


Radroute 319803 - powered by Bikemap 
Heute bin ich knapp 50 km Rad gefahren. Da ich gestern fast im Dreißigerschnitt meine Hausstrecke (32 km) gefahren bin, war das heute schon echt grenzwertig. Ich hab eine neue Strecke ausprobiert, die ich bei Bikemap gefunden habe. Anfangs hab ich mich etwas verfahren, so dass ich auf ca. 48, statt auf 45 km gekommen bin. Es ging so: Gievenbeck, Rüschhausweg, Richtung Hohenholte, durch Havixbeck, bis Schapdetten. Dort bin ich erst den Hügel ins Dorf hochgefahren, vorbei am legendären Kreuz der Merschke Tilbek und dann hats mich echt noch gepackt und ich bin weiter rechts hoch, den Hügel hinan. Vielleicht hätte ich es sogar bis ganz oben geschafft - aber da kam ein Auto von hinten. Ach, nee, ich glaub, ich hätte an der Bank eh ein Päuschen benötigt - Steigungen sind ja bislang noch nicht so mein Ding, auch wenn es "nur" die Baumberge sind, die den Namen Berg ja eigentlich gar nicht verdienen. Schlimmer noch als rauf war wie immer das Runter - da krieg ich immer Schiss, dass die Reifen blockieren oder ich auf Schotter ausrutsche. Zwar war die Straße befestigt, aber ein paar Steinchen liegen ja im ländlichen Bereich wohl immer rum. Also hab ich mich ganz vorsichtig runter getastet.

Also, ehrlich gesagt war es heute eine recht unbefriedigende Tour, da die Strecke rund um Gievenbeck überhaupt nicht schockt. So ab Hohenholte war es dann erträglich, aber immer bis Schapdetten entlang der Hauptstraße. Muss das denn sein - im Münsterland, das berühmt ist für Radwege und Pättkes? Nee, da muss ich nochmal anders rumsuchen.

Die Baumberge-Steigungen waren dann ein echtes Schmankerl und es hat richtig Spaß gemacht, mal so an die Grenze zu gehen. Die Pulsuhr blieb sogar ruhig - kein Alarm wegen zu hoher Pulswerte. So schlimm kann es also nicht gewesen sein.

Der Rest der Strecke ging dann über die Hausstrecke ab Bösensell/Alvingheide. Aber da merkte ich schon, dass ich echt k. o. war. Leider hatte ich vor dem Überqueren einer Hauptstraße die Stoppuhr abgeschaltet, weil ich länger warten musste - und vergaß, sie wieder einzuschalten. So hab ich keine genauen Werte.

Wie ich übernächsten Samstag 70 km schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel....

Freitag, 4. September 2009

"Der Wind kommt aus unterschiedlichen Richtungen."

Was hab ich mich schon oft gewundert, wenn Kachelmann und co. den Wetterbericht für den Folgetag mit den Worten beendeten: "Der Wind kommt aus unterschiedlichen Richtungen." Na, tolle Voraussage, so verbindlich! Ts...

Ab heute weiß ich, was der Kachelfrosch damit gemeint hat! Ich hab mich mal ganz mutig - die Wunden im Schritt von der letzten Tour waren knapp verheilt - in meine neue Winterkollektion und auf den Sattel gepackt und loooooo--o--o--ooos...oh Mann, ich kam schon auf der Straße vor der Tür kaum vom Fleck! Wo kam denn bloß der Wind her? Keine herabgefallenen Äste, keine heruntergepurzelten Dachziegel - die Umgebung sah gar nicht nach Orkan aus, fühlte sich aber so an. Auf der Straße am Zoo entlang kam ich kaum über 25 km/h und auch anschließend wurds nicht besser. Na gut, dachte ich, die eine Richtung wirds dann halt kniffelig. Da kann man nix machen. Gleich mal rechts ab, dann kommt der Wind von der Seite und es wird besser. In Bösensell also abgebogen - aber keine Veränderung. Auch nach einem weiteren Abbiegen keine Besserung. Ich quälte mich unendlich gegen die Elemente. Zum Glück schien wenigstens die Sonne und es blieb trocken. Als ich durch Bösensell durch war, bog ich heute mal nicht direkt wieder Richtung Roxel ab, sondern links Richtung Stift Tilbeck. Am Stift angekommen wagte ich trotz Gegenwinds sogar noch die Auffahrt nach Schapdetten. Da piepte plötzlich doch glatt meine Pulsuhr, weil der Puls zu hoch war (naja, 168 bpm ist aber noch wirklich sehr fürsorglich...). Puh, "Berg" geschafft und oben am Abzweig zur Leopoldshöhe angekommen. Moment - jetzt ging es doch links ab zur Tour, die ich damals immer mit der Radsport-Betriebsgemeinschaft gefahren bin, oder? Na, dann mal los....ach du Schreck, was ist das? Schotter! Die ganze Fahrbahn und kein Ende abzusehen. Warum tut man das? War da einem Laster die Fuhre von der Ladefläche gekippt und man hatte alles schön verteilt? Ich fuhr gaaaanz vorsichtig die Straße entlang in der Hoffnung, der Zustand würde sich bessern - und richtig: nach ca. 700 m war die Fahrbahn wieder schotterfrei. Puh! Jetzt wurd mir die Zeit bald knapp - ich musste doch Johanna und Freundin wieder vom Kindergeburtstag abholen! Hmmm, wie krieg ich denn jetzt die 45 km noch voll? Die Strecke war mir nur flüchtig bekannt aber nach einer Viertelstunde war ich doch tatsächlich wieder in vertrauten Gefilden. Jetzt also Rückweg. Aber der Wind kam immer noch von Osten, von Westen, von Norden und Süden - auf jeden Fall immer irgendwie von vorne! Naja, nach 1:37 hatte ich tatsächlich knapp meine geplanten 45 km geschafft - und war selber echt ziemlich k.o. ...

Morgen gibts erst mal wieder Karate....und zwar beehrt uns JKA-Instructor Risto Kiiskilä hier in Münster! Ich hoffe auf eine volle Halle. Viele meiner Vereinskameraden und vor allem auch viele meiner "Schüler" (aus einem meiner Anfängerkurse) legen eine Gürtelprüfung ab. Das ist natürlich mega-spannend.....

Dienstag, 18. August 2009

Sparkassen Giro Münsterland

Für alle die, die mich bisher schon für verrückt und hyperaktiv gehalten haben nun mein (über-)nächstes Trainingsziel: ein Radrennen! Und zwar der Sparkassen Giro Münsterland. Ich fahre in der 70-km-Strecke mit und es geht durchs Münsterland. Ich habe angegeben, dass ich so um die 26 km/h fahren würde. Das ist zwar angesichts meines 33-er Schnitts beim Triathlon etwas langsam, damals ging es aber auch nur über 40 km und ich war radmäßig besser im Training. Insgesamt gibts 639 Starter in meiner Gruppe. Mit dem Radtraining werde ich erst ab der kommenden Woche - nach dem HM - wieder beginnen. Mal sehen, wieviel Zeit jetzt überhaupt so bleibt, wo ich doch jetzt meine Kids wieder mehr beäugen muss, was die Schule angeht.Hier der Streckenplan:

Donnerstag, 2. April 2009

Rennrad nach dem Infekt

Sonne lacht - Blende acht! Nein, nein, fotoreif war die Vorstellung, die ich gestern beim Radfahren gegeben habe, sicher nicht. Aber immerhin hab ich mich bei strahlendem Sonnenschein mutig mit Pulsmesser im T-Shirt auf meinen neuen Drahtesel gesetzt und bin losgedüst - bloß um nach wenigen Metern resigniert umzukehren und eine Jacke zu holen. So schön, wie es aussah, war das Wetter dann doch nicht - es war windig und auch ganz schön frisch! Mit Jacke dann also los, am Zoo entlang, Richtung Roxel, Albachten Bösensell und wieder die Runde bei Stift Tilbeck zurück Richtung Roxel. Ich dachte ja, ich bin mal schlau und fahre diesmal an der Hauptstraße nicht auf dem kurvigen Radweg, sondern nehme die grade verlaufende Straßenfläche. Das war, wie sich herausstellte, ganz schön mutig! Ich war zudem erschrocken über Deutschlands schlechten Straßenzustand: Die Schlaglöcher waren ja fast schlimmer als auf dem Aschenweg neben unserem Haus! Dann wollte ich ja nicht wieder durch den Ortskern von Roxel fahren, sondern dachte, ich könnte einen besser geeigneten Abzweig nehmen. Der entpuppte sich leider als Feldweg, war allerdings nach ca. 750 Metern Gott sei Dank wieder zuende. An dieser Stelle war ich zudem recht froh darüber, eine "Ausrede" für einen achtsamen und langsamen Fahrstil zu haben - die Strecke von Tilbeck nach Roxel war windmäßig der Hammer! Ich kam sogar unter 20 km/h und dachte, gleich kipp ich um!

Den Rest der Strecke kam ich dann wieder auf einen von dem Hinweg vertrauten Straßenverlauf (am Roxeler Gewerbegebiet vorbei, Nottulner Landweg bis zum Dingbänger Weg). Die letzte Strecke am Zoo entlang dann wieder fast "im Stehen", weil es so gegenwindig war und dann war ich auch schon daheim. 30 km in 1 Stunde und 8 Minuten. Gar nicht sooo übel, finde ich. Ich brauch für den Triathlon ja nur 10 km mehr. Theoretisch hätte ich sogar gestern noch ein wenig laufen können. Aber die Zeit war schon knapp und da hab ich das auf nächste Woche vertagt. Mindestens um die Kasti lauf ich dann noch. Mein finnischer Bekannter Reijo hatte mir auch empfohlen: nach dem Radeln noch mindestens drei Kilometer Laufen. Naja, es ist ja noch etwas Zeit bis Juni....

Gleich gehts auf die große Laufrunde - 15 km sind heute dran. Allerdings komme ich da mit den Pulsvorgaben nie hin. Ich bin immer weit drüber....hmmmmm

Freitag, 20. März 2009

Das erste Radtraining

Ich hatte mir ja am vergangenen Samstag megaspontan ein Rennrad zugelegt. 12 Jahre alt, unmodern, zu groß - aber preiswert und zum Trainieren allemale besser als mein Straßenrad. Gestern wollte ich es austesten. Laut Trainingsplan standen fürs Erste 20 km auf dem Programm. Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen im einstelligen Bereich setzte ich mich nun zum (fast) ersten Mal auf meinen neuen Drahtesel. Ich hätte vielleicht vorher mal die technischen Funktionen ausprobieren sollen. Mann, was war die Gangschaltung weit unten! Mit welchem Hebel bedien ich denn jetzt das vordere, mit welchem das hintere Ritzel? Das Rennradfahren war so ungewohnt - ich hatte sogar Probleme, dabei auf die Pulsuhr zu schauen, weil ich dabei ja eine Hand vom Lenker und den Blick von der Straße nehmen musste! Nach reiflichem Überlegen kam ich zu dem Schluss, dass ich wohl seit der ersten Schwangerschaft, also seit rund 14 Jahren, nicht mehr Rennrad gefahren bin...

Meine Strecke verlief hier am Draun entlang Richtung Mühlenhof, dann rechts, am Zoo vorbei zum Dingbänger Weg. Dann den alten Nottulner Landweg, bei Orschel und dem Ponyhof vorbei Richtung Roxel, weiter Richtung Bösensell, an der Gärtnersiedlung vorbei, in der Robby mal gewohnt hat. Nach einem Stück dann rechts ab Richtung Baumberge. Hier hatte ich schon 12 recht entspannte Kilometer auf dem "Buckel". Es lief total gut und wenn die Anzeige auf dem Tacho stimmte, war ich unglaublich fix. Jetzt war es an der Zeit, wieder heimzufahren. Ich bog ab, um in die heimatliche Richtung zu gelangen - und blieb fast auf der Stelle stehen! GEGENWIND! Der Rückweg gestaltete sich dann erheblich anstrengender und ich fragte mich, wie ich anschließend noch laufen können sollte. Jetzt verstand ich auch den Tipp meines finnischen Bekannten, der vorschlug, nach jedem Radtraining noch eine Viertelstunde zu laufen....naja, ein andermal vielleicht. An diesem Tag ging es um einen Anfang und eine Streckenfindung und außerdem warteten meine Mädchen, damit ich mit ihnen auf den Send ginge....

Ergebnis: Laut Tacho 28 km in rund einer Stunde....nicht schlecht für den Anfang - auf jeden Fall viel besser, als ich gedacht hätte.