Karate – was ist das? Bretter und Ziegel zerschlagen? Bei uns nicht! Sich auf den Ernstfall der Selbstverteidigung vorbereiten? Vielleicht. Ausgleichssport? Sicher auch.
Hinter dem Begriff Karate verbirgt sich für manche sicherlich eine kinoreife Kampfkunst. Für die, die sich schon länger und intensiv mit Karate befassen, ist es mehr als Sport, mehr als „Hollywood“, mehr als „nur“ ein Mittel zum Zweck der
Selbstverteidigung, und zum Zerkleinern von Brettern oder sonstigem Baumaterial benutzen auch Karateka grundsätzlich eine Axt, eine Säge oder sonstige Hilfsmittel. Das japanische Zeichen für Karate bedeutete ursprünglich „die chinesische Hand“ und wies auf den Ursprung des Karate in China hin. Nach einiger Zeit wurde das Zeichen
umbenannt in „die leere Hand“. Das macht auch Sinn, denn in unseren Händen befinden sich beim Training nur selten Gegenstände wie Stöcke oder andere Übungsgeräte.
„Das heißt `Die leere Hand’ und nicht `der leere Kopf´!“, höre ich einen bekannten Karatemeister rufen! Und es stimmt. Zwar sind Karateka auch „ganz normale Menschen“, aber so mit der Zeit fängt man schon an, über Karate, über sich, über seine Mitmenschen nachzudenken. Karate als Ersatz für den Aufenthalt in einem Zen-Kloster? Ganz sicher nicht. Das würde auch nicht in unser Alltagsleben passen. Aber ein Stück Charakterschule ist es doch – sofern man bereit ist, Karate auf sein Alltagsleben zu übertragen und dort dieselbe Ernsthaftigkeit und denselben Leistungswillen einsetzt wie im Karatetraining.
Ich selber bin jetzt fast so alt wie das Shotokan-Karate-Dojo-Münster. Darf ich da mit Fug und Recht behaupten, dass ich eine gewisse Reife erlangt habe? Ich darf. Kann ich sagen, dass ich mitten im Leben stehe, ich für Probleme eine Lösung suche, statt über Missstände zu klagen, optimistisch bin und trotz dreier Schulkinder daheim häufig erstaunlich gelassen? Ich kann. Und das verdanke ich Karate, welches mich schon über die Hälfte meines Lebens begleitet.
Ich bin der festen Überzeugung, dass es gar nicht wichtig ist, welchen Sport, welches Hobby man betreibt oder welcher Leidenschaft man nachgeht. Wichtig ist nur, dass man in der Lage ist, sich für etwas zu begeistern, sich für etwas einzusetzen und es zu einem Stück Lebensinhalt zu machen. Neben meiner Familie und meinem Beruf ist Karate für mich ein ganz entscheidender Lebensinhalt. Seit über 20 Jahren. Karate hat mich, meinen Charakter und mein Leben in dieser ganzen Zeit positiv beeinflusst. Hier habe ich Kraft tanken und hin und wieder meinen Frust ablassen können. Ich habe hier langjährige Freunde und ein Stück zu Hause. Wenn ich auch hin und wieder Phasen habe, in denen ich sportlich nicht aktiv sein kann, so ist Karate aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Darum bin ich froh, dass es das Shotokan-Karate-Dojo-Münster gibt und sage:
Herzlichen Glückwunsch zum 40-jährigen Bestehen!
Oss Icky
Montag, 30. April 2007
Gruß von Risto
Gesendet: Freitag, 27. April 2007 15:46
An: rist-do@onlinehome.de
Betreff: Geburtstagslehrgang
Hallo Risto-Sensei!
Ich hab mich doch schon "angemeldet" zu Deinem Geburtstagslehrgang!?!?!?
Wenn nicht, hole ich das hiermit nach! Natürlich möchte ich gerne mit Dir feiern !!!
Ich werde schon ab Mittwoch in Frankfurt sein und -wenn ich darf- auch Mittwoch und Donnerstag schon in Deinem Dojo trainieren.
Ich freue mich schon auf viele bekannte Gesichter - das wird bestimmt wieder einen Artikel wert ;-))
Liebe Grüße an alle und Osss,
Icky
Hej Icky,
…schön, dass du wieder da bist…
irgendwann schreibe ich auch ein bericht…
über dich……
für dich
Oss
Risto
An: rist-do@onlinehome.de
Betreff: Geburtstagslehrgang
Hallo Risto-Sensei!
Ich hab mich doch schon "angemeldet" zu Deinem Geburtstagslehrgang!?!?!?
Wenn nicht, hole ich das hiermit nach! Natürlich möchte ich gerne mit Dir feiern !!!
Ich werde schon ab Mittwoch in Frankfurt sein und -wenn ich darf- auch Mittwoch und Donnerstag schon in Deinem Dojo trainieren.
Ich freue mich schon auf viele bekannte Gesichter - das wird bestimmt wieder einen Artikel wert ;-))
Liebe Grüße an alle und Osss,
Icky
Hej Icky,
…schön, dass du wieder da bist…
irgendwann schreibe ich auch ein bericht…
über dich……
für dich
Oss
Risto
Mittwoch, 18. April 2007
Trainerin sein - mal etwas weitergeben
Am 18.04.2007 begann er - mein Anfängerlehrgang. Nein, nein, nicht der, bei dem ich was lerne (oder irgendwie doch...?), sondern der, bei dem ich die Trainerin bin! In meinem "ersten Karateleben", also vor ca. 20 Jahren, hatte ich schon mal Anfängerkurse gegeben und ich darf nicht ganz ohne Stolz sagen, dass wenigstens zwei "meiner" damaligen Anfänger heute immer noch Karate machen und sich noch lebhaft an mein wohl ziemlich gnadenloses Training erinnern ;-)) War ich wirklich so schlimm? Oder hat man allgemein damals noch unter Karate einfach "eine härtere Gangart" verstanden als heute? Wie auch immer - nun war ich jedenfalls super gespannt, wieviele Anfänger mir denn wohl diesmal beschert sein würden. Derzeit ist es gar nicht so einfach, Menschen für Karate zu begeistern. Dies liegt zum einen sicher an dem allgemein sehr umfangreichen Freizeitangebot. Zudem ist auch die Konkurrenz der Karate-Angebote in unserer Stadt sehr groß. Schließlich nimmt meiner Meinung nach auch allgemein die Bereitschaft ab, sich verbindlich einer Sportart zu widmen, die vielleicht einen über das physische Training hinausgehenden Einsatz verlangt, auch einen philosophischen Inhalt hat und zudem noch hierachisch strukturiert ist. Wir hatten daher viel Mühe und Zeit in Werbeaktionen investiert. Ein wenig ernüchtert war ich schon am Vortag gewesen, als nur knapp 10 Kinder zum neuen Kinderkurs kamen - davon 3 Kinder von Dojo-Mitgliedern. In "meinem" Anfängerkurs waren es dann auch nur 7 Anfänger, davon zwei Kinder, die sich mit der Einheit vertan haben - und eigentlich in den Kinderkurs gehört hätten. Ich ließ sie dann aber ausnahmsweise einmal bei uns "Großen" mitmachen. Glücklicher Weise erfuhr ich, dass auch noch mindestens drei Leute am ersten Abend verhindert waren, die erst bei der nächsten oder übernächsten Einheit dazustoßen wollten.
Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Anspannung vor Trainingsbeginn und meine erste Enttäuschung darüber, dass nur so wenige Leute gekommen waren - als das Training begann, war alles weg! Ich sah in nur einige aber sehr gespannte Gesichter von Menschen, die zu mir gekommen waren, um etwas über das Geheimnis einer ostasiatischen Kampfkunst zu hören. Man muss sich das mal vorstellen: das sind Menschen, die überhaupt keine Ahnung von Karate haben - von dem, was ich mittlerweile zu einem ganz elementaren Bestandteil meines Lebens zähle! Während ich mich und den Verein vorstellte, bereitete sich das Demo-Team auf eine kleine Vorführung vor. Demo-Teamleiter Jörg Greve und seine Leute führten erst beeindruckende Grundschultechniken vor, dann Kata und schließlich Kumite. Als Jörg zum Abschluss seinen Kontrahenten Ronny beim Jiju-Ippon-Kumite ein paar mal zu Boden fegte, raunten die Kids zu meinen Füßen "cool"!. Na, dann sind wir ja im richtigen Film!
Unter Applaus verließ das Demo-Team das Dojo und ich versammelte die "Neuen" in der Mitte des Dojos um mich herum. Nur noch eine halbe Stunde für das eigentliche Training! Und ich sollte ihnen heute noch Tsukis im Stand, den Zenkutsu-Dachi und das Vorgehen mit Oi-Tsuki beibringen! Na, dann mal schnell los! Tsuki im Stand mit Hikite. Klappte ja direkt! Alle bekamen das sogar schon richtig mit Faustdrehung hin. Nur einer der beiden kleinen Jungs tat sich recht schwer mit der Motorik, er brauchte generell etwas mehr Support! Dann mal gegen eine Pratze boxen! Die beiden kleinen Jungs waren von ihrer Mutter zum Dojo gefahren worden. Diese saß während des Trainings am Rand und hatte noch einen Säugling bei sich. Bald schon merkte ich, dass es die Frau merklich in den Gliedern zuckte und sie gerne auch mitgemacht hätte. Kurzer Hand holte ich sie zu uns (das Baby schlief derweil in seinem Maxi-Cosi) und sie trainierte fast den ganzen Rest der Einheit mit! Später, als der Zwerg uns mit einem kräftigen "Kiai" unterstüzten wollte, kümmerte sich Sarah aus dem Demo-Team um ihn. Jedenfalls war es die grade frisch gebackene Mutter des kleinen Babys, die am beherztesten gegen die Pratze boxte - kein perfekter Tsuki, aber viiiiiel Kampfgeist!!!
Je weiter der Minutenzeiger durch die halbe Stunde tickte, desto sicherer wurde ich mir bei meiner Sache. Allmählich sprang die Begeisterung "meiner" Anfänger auf mich über (oder war es umgekehrt?) und ich freute mich sehr, als ich sah, wie präzise sie meine Anweisungen umsetzen konnten! Nach jeder Anstrengung etwas dehnen. Der eine kleine Junge mit den motorischen Problemen meinte dabei "Boh, ey, das tut gut!" Beim Dehnen des Oberschenkels standen wir auf einem Bein. Ein Teilnehmer hob dabei den linken Arm mit ausgestrecktem Zeigefinger. "Möchtest Du was sagen?", fragte ein anderer Teilnehmer ihn. "Nein, ich kann so besser mein Gleichgewicht halten." Alle fanden das sehr lustig, aber nach einer Weile sah ich vor allem die beiden kleinen Jungs, wie sie auch die Finger hoben und tatsächlich besser die Ballance halten konnten!
Zum Schluss wollte ich eigentlich noch zum "lockeren Freikampf" auffordern und dabei in überraschte Gesichter blicken...nach dem Motto: "Freikampf? Das können wir doch noch gar nicht!" Aber hinter dem "Kommando" verbirgt sich natürlich kein richtiges "Dellen", sondern eine Übung, die Risto Kiiskilä immer gerne machen läßt: Zwei Partner stehen schulterbreit im Abstand etwa eines halben Meters voreinander und halten sich mit angewinkelten Armen die ausgestreckten Handflächen in Brusthöhe gegeneinander. Jetzt versuchen sie, sich durch gegenseitiges Schlagen gegen ihre Handflächen, aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer die Füße bewegt, bekommt einen Strafpunkt und bei fünf Strafpunkten ist der "Kampf" verloren. Leider bin ich da gar nicht mehr zu gekommen, weil die Trainingszeit zuende war. Aber ich kann das ja beim nächsten Mal nachholen. Außerdem wartete die Hobbygruppe noch auf mich, an denen ich mich dann als Trainervertretung auslassen konnte... ;-)
Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Anspannung vor Trainingsbeginn und meine erste Enttäuschung darüber, dass nur so wenige Leute gekommen waren - als das Training begann, war alles weg! Ich sah in nur einige aber sehr gespannte Gesichter von Menschen, die zu mir gekommen waren, um etwas über das Geheimnis einer ostasiatischen Kampfkunst zu hören. Man muss sich das mal vorstellen: das sind Menschen, die überhaupt keine Ahnung von Karate haben - von dem, was ich mittlerweile zu einem ganz elementaren Bestandteil meines Lebens zähle! Während ich mich und den Verein vorstellte, bereitete sich das Demo-Team auf eine kleine Vorführung vor. Demo-Teamleiter Jörg Greve und seine Leute führten erst beeindruckende Grundschultechniken vor, dann Kata und schließlich Kumite. Als Jörg zum Abschluss seinen Kontrahenten Ronny beim Jiju-Ippon-Kumite ein paar mal zu Boden fegte, raunten die Kids zu meinen Füßen "cool"!. Na, dann sind wir ja im richtigen Film!
Unter Applaus verließ das Demo-Team das Dojo und ich versammelte die "Neuen" in der Mitte des Dojos um mich herum. Nur noch eine halbe Stunde für das eigentliche Training! Und ich sollte ihnen heute noch Tsukis im Stand, den Zenkutsu-Dachi und das Vorgehen mit Oi-Tsuki beibringen! Na, dann mal schnell los! Tsuki im Stand mit Hikite. Klappte ja direkt! Alle bekamen das sogar schon richtig mit Faustdrehung hin. Nur einer der beiden kleinen Jungs tat sich recht schwer mit der Motorik, er brauchte generell etwas mehr Support! Dann mal gegen eine Pratze boxen! Die beiden kleinen Jungs waren von ihrer Mutter zum Dojo gefahren worden. Diese saß während des Trainings am Rand und hatte noch einen Säugling bei sich. Bald schon merkte ich, dass es die Frau merklich in den Gliedern zuckte und sie gerne auch mitgemacht hätte. Kurzer Hand holte ich sie zu uns (das Baby schlief derweil in seinem Maxi-Cosi) und sie trainierte fast den ganzen Rest der Einheit mit! Später, als der Zwerg uns mit einem kräftigen "Kiai" unterstüzten wollte, kümmerte sich Sarah aus dem Demo-Team um ihn. Jedenfalls war es die grade frisch gebackene Mutter des kleinen Babys, die am beherztesten gegen die Pratze boxte - kein perfekter Tsuki, aber viiiiiel Kampfgeist!!!
Je weiter der Minutenzeiger durch die halbe Stunde tickte, desto sicherer wurde ich mir bei meiner Sache. Allmählich sprang die Begeisterung "meiner" Anfänger auf mich über (oder war es umgekehrt?) und ich freute mich sehr, als ich sah, wie präzise sie meine Anweisungen umsetzen konnten! Nach jeder Anstrengung etwas dehnen. Der eine kleine Junge mit den motorischen Problemen meinte dabei "Boh, ey, das tut gut!" Beim Dehnen des Oberschenkels standen wir auf einem Bein. Ein Teilnehmer hob dabei den linken Arm mit ausgestrecktem Zeigefinger. "Möchtest Du was sagen?", fragte ein anderer Teilnehmer ihn. "Nein, ich kann so besser mein Gleichgewicht halten." Alle fanden das sehr lustig, aber nach einer Weile sah ich vor allem die beiden kleinen Jungs, wie sie auch die Finger hoben und tatsächlich besser die Ballance halten konnten!
Zum Schluss wollte ich eigentlich noch zum "lockeren Freikampf" auffordern und dabei in überraschte Gesichter blicken...nach dem Motto: "Freikampf? Das können wir doch noch gar nicht!" Aber hinter dem "Kommando" verbirgt sich natürlich kein richtiges "Dellen", sondern eine Übung, die Risto Kiiskilä immer gerne machen läßt: Zwei Partner stehen schulterbreit im Abstand etwa eines halben Meters voreinander und halten sich mit angewinkelten Armen die ausgestreckten Handflächen in Brusthöhe gegeneinander. Jetzt versuchen sie, sich durch gegenseitiges Schlagen gegen ihre Handflächen, aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer die Füße bewegt, bekommt einen Strafpunkt und bei fünf Strafpunkten ist der "Kampf" verloren. Leider bin ich da gar nicht mehr zu gekommen, weil die Trainingszeit zuende war. Aber ich kann das ja beim nächsten Mal nachholen. Außerdem wartete die Hobbygruppe noch auf mich, an denen ich mich dann als Trainervertretung auslassen konnte... ;-)
Dienstag, 17. April 2007
Samstag, 14. April 2007
Freitag der 13. - Training bei Jörg Gantert
Endlich hatte ich mal wieder die Gelegenheit, im Dojo von Jörg Gantert zu trainieren. Neben dem wichtigen Training im eigenen Verein und überregionalen Lehrgängen ist dies quasi das "dritte Standbein" meines Karate-Trainings. Leider habe ich aus zeitlichen Gründen viel zu selten die Möglichkeit, bei Jörg zu trainieren und so bleibt das Üben in seinen Räumlichkeiten immer etwas Besonderes. Mit einem leichten Grummeln im Magen betrat ich schüchtern das Dojo. Was würde mich wohl diesmal erwarten? Das letzte Training hatte ich noch allzugut in Erinnerung: Jörg hatte mir zuliebe den Schwerpunkt auf Kumite gelegt. Leider musste er selber nach einer halben Stunde das Dojo verlassen und übergab Co-Trainer Vasco das Zepter. Jetzt sollte ich ein Kumite erleben, wie ich seines Gleichen noch nie erfahren habe! Mit Schützern ausgestattet ging es z. T. zu zweit auf einen Partner bzw. Gegner. Nach anfänglichem Ausprobieren und Herantasten begann das Blut allmählich zu brodeln und aus den Augen meiner Gegner zuckten Starkstromblitze! Außer mir war nur eine Frau anwesend. Unter den Männern befanden sich etliche süd-osteuropäischer Abstammung, die unter dem Begriff Karate keinen Ausgleichssport verstehen und auch keine Schulung für Körper und Geist, sondern schlicht und einfach eine Vorbereitung auf den Ernstfall in den Slums. Bildete ich es mir nur ein oder lag auch ein leicht geringschätziger Ausdruck in ihren Minen? Es war jedenfalls ein ganz extremes, anstrengendes, in physischer und psychischer Sicht herausforderndes Training. Ich weiß noch, wie ich am Schluss der Einheit von einem Zweimetermann gefegt wurde und ihn noch unter großem Kampfschrei auf dem Boden herumwälzen und mich befreien konnte. So eine Kraft kann man wohl nur in Extremsituationen mobilisieren. Aber gut, dass man weiß, dass man zu so etwas in der Lage ist!
Das Training begann nun an diesem Freitag, den 13. gleich mit Kumite-Aufwärmübugngen. Dann Pratzentraining. Ich hatte Martin als Partner, einen Bulgaren mit Braungurt. Hier wieder diese Geringschätzigkeit im Blick, die drohte, mich leicht zu verunsichern. Ushiro-Geri gegen die schwarze Matte. Oha, den muss ich aber noch üben. Als ich endlich unter dem ungeduldigen und leicht genervten Blick meines Gegenübers die Pratze traf, war der Tritt Sensei Jörg nicht stark genug. Zudem blickte ich mich nicht früh genug nach hinten um. Dann Partnertraining. Ushiro-Geri angreifen, der Partner blockt nicht, sondern geht am Angreifer links 45 Grad vorbei, schlägt Uraken und wendet sich dem Angreifer wieder zu. Dann sofort Wechsel. Hier war es echt zum Mäusemelken! Weder waren meine Ushirogeris gut, noch meine Ausweichbewegung: ich bekam den Tritt immer gegen meinen Unterarm, der heute recht blau leuchtet. Ich war dann ganz überrascht, als auch ich meinen Partner zweimal berührt hatte (was seine Laune nicht verbesserte).
Dann Mawashi-Geri. Jetzt hatte ich einen etwa mir gleichgroßen Partner. Mawashi klappte ganz gut. Wir praktizierten es erst als Gohon-Kumite.
Nun Tsukis. Erst Gyaku-Tsuki, dann Kizami-Tsuki. Alles easy soweit. Aber so einfach sollten wir nicht davon kommen. Jedes Paar sollte sich einen Bo nehmen, einen Holzstab, etwa von der Länge eines Billardstockes, und mit diesem Stock erst auf den Bauch des Partners zielen. Dieser blockt und kontert. Als nächstes wurde den meisten von uns aber wohl ganz mulmig: wir sollten nun mit dem Bo das Kinn des Partners anvisieren! Hui, ich weiß nicht, was ich riskanter fand - Angriff oder Block. Es war wirklich sehr gewöhnungsbedürftig.
Der Bo kam auch an anderer Stelle zum Einsatz: wir sollten uns im Kumiteabstand zueinander locker bewegen und nach Möglichkeit Techniken ausführen. Bei dieser Übung bitte schön aufrecht bleiben. Um dies zu gewährleisten und zu üben sollten wir den Bo zwischen uns klemmen, so dass er uns quasi in den Bauch piekste. Das forderte die Ballance - und die Bauchmuskeln heraus! Außer Tsukis bekam ich nur noch den Maegeri hin.
Partnertraining haben wir reichlich geübt, z. B. in zwei Reihen mit reihum wechselnden Partnern. So übten wir Kizami- und Gyaku-Tsuki, Mae- und Mawashi-Geri. Hierbei versuchte ich, die mir von Risto bekannten seitlich herausgleitenden Suri-Ashi-Blocks auszuführen, was auch überraschend gut gelang. Manchmal passte der Abstand noch nicht ganz: ich war zu nah für den Konter, also nicht weit genug herausgeglitten. Schließlich wurden wir in Dreiergruppen zusammengesteckt und mussten je nacheinander zwei vorher angesagte Angriffe blocken und kontern.
Zur Abrundung der Einheit sind wir noch die Heian Shodan mit Fußtechniken vor jeder Technik gelaufen und anschließend nochmal staaaaaark! Da konnte man nochmal die ganze Energie rauslassen! Schöööön!
Alles in allem war es ein forderndes aber nicht überforderndes Training. Meine Partner waren alle hochmotiviert und haben viel von mir verlangt.
Zum anschließenden Stammtisch konnte ich leider nicht mitgehen. Vielleicht beim nächsten Mal.
Das Training begann nun an diesem Freitag, den 13. gleich mit Kumite-Aufwärmübugngen. Dann Pratzentraining. Ich hatte Martin als Partner, einen Bulgaren mit Braungurt. Hier wieder diese Geringschätzigkeit im Blick, die drohte, mich leicht zu verunsichern. Ushiro-Geri gegen die schwarze Matte. Oha, den muss ich aber noch üben. Als ich endlich unter dem ungeduldigen und leicht genervten Blick meines Gegenübers die Pratze traf, war der Tritt Sensei Jörg nicht stark genug. Zudem blickte ich mich nicht früh genug nach hinten um. Dann Partnertraining. Ushiro-Geri angreifen, der Partner blockt nicht, sondern geht am Angreifer links 45 Grad vorbei, schlägt Uraken und wendet sich dem Angreifer wieder zu. Dann sofort Wechsel. Hier war es echt zum Mäusemelken! Weder waren meine Ushirogeris gut, noch meine Ausweichbewegung: ich bekam den Tritt immer gegen meinen Unterarm, der heute recht blau leuchtet. Ich war dann ganz überrascht, als auch ich meinen Partner zweimal berührt hatte (was seine Laune nicht verbesserte).
Dann Mawashi-Geri. Jetzt hatte ich einen etwa mir gleichgroßen Partner. Mawashi klappte ganz gut. Wir praktizierten es erst als Gohon-Kumite.
Nun Tsukis. Erst Gyaku-Tsuki, dann Kizami-Tsuki. Alles easy soweit. Aber so einfach sollten wir nicht davon kommen. Jedes Paar sollte sich einen Bo nehmen, einen Holzstab, etwa von der Länge eines Billardstockes, und mit diesem Stock erst auf den Bauch des Partners zielen. Dieser blockt und kontert. Als nächstes wurde den meisten von uns aber wohl ganz mulmig: wir sollten nun mit dem Bo das Kinn des Partners anvisieren! Hui, ich weiß nicht, was ich riskanter fand - Angriff oder Block. Es war wirklich sehr gewöhnungsbedürftig.
Der Bo kam auch an anderer Stelle zum Einsatz: wir sollten uns im Kumiteabstand zueinander locker bewegen und nach Möglichkeit Techniken ausführen. Bei dieser Übung bitte schön aufrecht bleiben. Um dies zu gewährleisten und zu üben sollten wir den Bo zwischen uns klemmen, so dass er uns quasi in den Bauch piekste. Das forderte die Ballance - und die Bauchmuskeln heraus! Außer Tsukis bekam ich nur noch den Maegeri hin.
Partnertraining haben wir reichlich geübt, z. B. in zwei Reihen mit reihum wechselnden Partnern. So übten wir Kizami- und Gyaku-Tsuki, Mae- und Mawashi-Geri. Hierbei versuchte ich, die mir von Risto bekannten seitlich herausgleitenden Suri-Ashi-Blocks auszuführen, was auch überraschend gut gelang. Manchmal passte der Abstand noch nicht ganz: ich war zu nah für den Konter, also nicht weit genug herausgeglitten. Schließlich wurden wir in Dreiergruppen zusammengesteckt und mussten je nacheinander zwei vorher angesagte Angriffe blocken und kontern.
Zur Abrundung der Einheit sind wir noch die Heian Shodan mit Fußtechniken vor jeder Technik gelaufen und anschließend nochmal staaaaaark! Da konnte man nochmal die ganze Energie rauslassen! Schöööön!
Alles in allem war es ein forderndes aber nicht überforderndes Training. Meine Partner waren alle hochmotiviert und haben viel von mir verlangt.
Zum anschließenden Stammtisch konnte ich leider nicht mitgehen. Vielleicht beim nächsten Mal.
Samstag, 7. April 2007
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