Embusen Taikyoku Shodan ausführen
1. Variante (Knie-hoch-Variante):
Nach jedem Gedan Barei einen Schritt vor und das hintere Knie hochziehen und halten, dabei Oi Tsuki (gemeint ist, die dem hochgezogene Knie entgegen gesetzte Faust vor zu stoßen). Dieses Bewegungsmuster ist relativ einfach, ist aber eine gute Vorbereitung für eine dynamische Vorwärtsbewegung á la Risto (auf dem vorderen Bein "landen"). Bei den langen Bahnen (drei Schritte nacheinander) geht man je dreimal vor mit "Knie hoch".
2. Variante (hinten-herum-drehen-Variante)
Erste Bewegung nicht mit dem linken Bein nach links in Gedan Barei, sondern mit dem rechten nach rechts hinten zurück - mit Suri Ashi rausgleiten in Gedan Barei nach links. Dann einen Schritt nach vorne. Jetzt nicht Gewicht zurück und auf dem hinteren Bein drehen, sondern vorwärts links rum auf dem vorderen Bein drehen, man geht also mit dem Schwerpunkt weiter nach außen. Dennoch steht man sie gehabt rechts vor in Gedan Barei - nur einen Schritt weiter hinten. jetzt wieder einen Schritt vor in ZK mit Tsuki. Jetzt auch nicht wieder das linke Bein nach hinten belasten und auf dem linken Bein zur Shomen Seite drehen, sondern das rechte Bein um 90 Grad nach rechts umsetzen. Dreimal vor mit Tsuki. Die Große Drehung ist am schwierigsten: mit dem vorderen Bein nach vorne und schräg links umsetzen, so dass man wieder links vor steht wie in der ursprünglichen Kata. Einen Schritt vor und rechtes Bein nach rechts hinten umsetzen, dreimal vorgehen, rechtes (vorderes Bein) schräg nach links versetzen, Gedan Barei, einen Schritt vor, vorderes Bein versetzen, letzte Technik.
Im weiteren Verlauf kann man die Bewegung fließender und mit Gewichtsverlagerung ausführen, so dass man eine prima Vorbereitung für das Jiyu Ippon Kumite hat! Dann macht man z. B. die Rückwärtsbewegung zu Beginn mit Suri Ashi und die anschließende Vorwärtsbewegung im Oi Tsuki möglichst schnell hintereinander.
3. Variante - mit Mawashi Geri / Gyaku Tsuki
Wie 2. aber nach jeder Technik Kizami Mawshi Geri / Gyaku Tsuki
Diese Übungsform zeigt, dass man auch aus einer recht einfach strukturierten Basis-Kata ein breites Spektrum an Trainingsimpulsen generieren kann.
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Donnerstag, 30. Juli 2015
Samstag, 13. Juni 2015
Lehrgang mit den Senseis Thomas Schulze und Kirsten Manske in Coesfeld
Am Samstag, den 13.06.2015, hatte ich die Möglichkeit, bei einer Einheit des Lehrgangs mit den Senseis Thomas Schulze und Kirsten Manske in Coesfeld zu trainieren. Da ich vormittags noch Kindertraining gab, bin ich erst zur zweiten Einheit dort eingetroffen. Ich trainiere immer sehr gerne bei Thomas, hatte bisher aber noch nie das Vergnügen, bei Kirsten zu trainieren - umso größer war die Freude, dass sie nicht nur das Aufwärmtraining übernahm, sondern auch am Nachmittag die Oberstufe anleitete.
Es gab insgesamt nur zwei Trainingseinheiten, da Unter- und Oberstufe jeweils parallel aktiv waren - eine Gruppe je unter der Knute von Thomas und eine unter Kirstens strenger Aufsicht.
Wenn eines verbesserungsfähig wäre, dann die Location: Die Familie Pictorius, nach der das Berufskolleg, zu der die Turnhalle gehört, offenbar benannt ist, war eine westfälische Baumeister-Familie im 17. und 18. Jahrhundert. Die Ahnen der Familie würden sich vermutlich im Grabe herumdrehen, wüssten sie über diese Abscheulichkeit an Optik und Atmosphäre (Licht, Luft, Farben ...) der Turnhalle! Aber man muss ja nehmen, was man angeboten bekommt und kann froh sein, wenn überhaupt Turnhallen vergeben werden, um so einen Lehrgang auszurichten.
Was mich verwunderte war die recht überschaubare Anzahl an Trainierenden - ich zählte etwas über 60 Teilnehmer/innen. Bei einem Lehrgang mit unserem Nationalcoach und seiner erfolgreichen und wettkampferfahrenen Frau müsste doch die Halle brechend voll sein!
Wie es nicht anders zu erwarten war, bereitete uns Sensei Kirsten supergut auf das Training vor. Sie legte schon hierbei - wie auch später im Training immer wieder - einen großen Wert auf Lockerheit im Schulterbereich. Anschließend ging es weiter mit Kihon-Kombinationen, die schon auf die folgenden Partnerübungen hinarbeiteten:
Links vor im ZK mit einer Block Technik im Gyaku-Hanmi mit nachfolgendem Konter durch vollen Hüfteinsatz. Kirsten legte einen sehr starken Fokus auf die exakte Hüftbewegung - einschließlich Innen- bzw. Außenspannung und Vorwärtsdruck des vorderen Knies -, dass ich mich sehr an die Trainingsimpulse von Malcolm Dorfman Sensei erinnert fühlte! Und es war wie verhext: Sobald ich dachte, die Übung sei richtig umgesetzt, merkte ich eine Spannung im Schulterbereich. Oder ich stellte fest, dass ich überwiegend aus dem Oberkörper agierte und den Hüftimpuls vernachlässigte. Irgendwas war immer!
Wir führten drei verschiedene Kombinationen aus - jeweils einige Male langsam auf zwei Zeiten, dann fünf Mal auf eine Zeit und weitere fünf Mal mit Kiai:
- links vor im ZK mit Age Uke im Gyaku Hanmi (also rechter Arm Age Uke), Konter Uraken mit links
- links vor im ZK mit Gyaku Uchi Uke, Konter Kizami Tsuki
- links vor im ZK mit Gyaku Gedan Barei und Konter durch starkes Zurückschnellen der Hüfte mit Kizam Mae Geri
All das natürlich dann auch mit dem rechten Bein vorne.
Dann mit Partner:
Angriff je aus links vor ZK mit Gedan Barei, Angriff
a) Tsuki Jodan, Tori geht aus Shizen Tai mit dem rechten Bein schräg hinten links raus und blockt mit rechts Gyaku Age Uke, Konter Uraken Jodan oder Chudan, je nach Größe des Partners/der Partnerin
b) Tsuki Jodan, Tori geht aus Shizen Tai mit dem linken Bein rechts hinten raus und blockt mit links Gyaku Age Uke, mit rechts Konter Uraken Jo oder Chu
c) Tsuki Chudan, Tori geht wie bei a) raus, Block mit rechts Gyaku Uchi Uke, Konter Kizami Tsuki
d) dasselbe mit der anderen Seite in die andere Richtung
e) Mae Geri, Tori geht wie oben mit rechts schräg links raus, Block Gyaku Gedan Barei, Konter mit dem vorderen Bein Mawashi Geri
f) Mae Geri, wie bei b) und d) zur rechten Seite raus Block und Konter entsprechend
Im nächsten Durchgang dasselbe als Jiyu Ippon Kumite - beide stehen in der Ausgangslage links vor Kamae. Insgesamt fiel mir diese kleine Umstellung schon nicht leicht. vor allem die erste Seitwärtsbewegung nach links hatte es jetzt in sich! Den Mae Geri würde ich so wohl gar nicht blocken - aber es kam bei der Übung m. E. auch nicht unbedingt auf realitätsbezogene Blocktechniken an, sondern auf den intensiven Hüfteinsatz und darauf, auch aus ungünstigen Ausgangslagen noch das Beste machen zu können. So habe ich das jedenfalls für mich empfunden. Mein Partner Egon und ich merkten schnell, wie fix man doch in die alten, gewohnten Bewegungsmuster hineinrutscht und dann im Eifer des Gefechts eben nicht Gyaku blockt, sondern automatisch auf das Altbewährte zurückgreift. Einerseits gut zu wissen, dass die Sachen "sitzen", andererseits doch ein Zeichen, wie sehr man schon eingefahren ist!
In einem dritten Durchgang ließ Kirsten diese Kombinationen aus der freien Bewegung ausführen, was die Sache noch kniffeliger machte! Auch die regelmäßigen Partner/innen-Wechsel sorgen dafür, dass sich keine Routine einstellte und der Geist wach blieb.
Im letzten Teil der Einheit wurden dann speziell die angesprochenen Hüftbewegungen auch auf das Kata-Training übertragen und wir führten die Heian Godan, die Bassai Dai und die Wankan aus. Das war nochmal ein richtig schöner Abschluss, denn hier wurde alles, was uns Kirsten vermittelt hatte, noch einmal intensiviert und quasi auf den Punkt gebracht!
Es war ein super Training und auch nur für diese eine Einheit hatte sich die Fahrt nach Coesfeld voll gelohnt! Neben den technischen Feinheiten hat mir auch die ruhige und gleichzeitig sehr bestimmte Art von Kirsten sehr gefallen! Zudem war das Training didaktisch und methodisch erstklassig aufgebaut und einfach im eine runde Sache! Im nächsten Jahr bin ich sehr gerne wieder dabei!
Es gab insgesamt nur zwei Trainingseinheiten, da Unter- und Oberstufe jeweils parallel aktiv waren - eine Gruppe je unter der Knute von Thomas und eine unter Kirstens strenger Aufsicht.
Wenn eines verbesserungsfähig wäre, dann die Location: Die Familie Pictorius, nach der das Berufskolleg, zu der die Turnhalle gehört, offenbar benannt ist, war eine westfälische Baumeister-Familie im 17. und 18. Jahrhundert. Die Ahnen der Familie würden sich vermutlich im Grabe herumdrehen, wüssten sie über diese Abscheulichkeit an Optik und Atmosphäre (Licht, Luft, Farben ...) der Turnhalle! Aber man muss ja nehmen, was man angeboten bekommt und kann froh sein, wenn überhaupt Turnhallen vergeben werden, um so einen Lehrgang auszurichten.
Was mich verwunderte war die recht überschaubare Anzahl an Trainierenden - ich zählte etwas über 60 Teilnehmer/innen. Bei einem Lehrgang mit unserem Nationalcoach und seiner erfolgreichen und wettkampferfahrenen Frau müsste doch die Halle brechend voll sein!
Wie es nicht anders zu erwarten war, bereitete uns Sensei Kirsten supergut auf das Training vor. Sie legte schon hierbei - wie auch später im Training immer wieder - einen großen Wert auf Lockerheit im Schulterbereich. Anschließend ging es weiter mit Kihon-Kombinationen, die schon auf die folgenden Partnerübungen hinarbeiteten:
Links vor im ZK mit einer Block Technik im Gyaku-Hanmi mit nachfolgendem Konter durch vollen Hüfteinsatz. Kirsten legte einen sehr starken Fokus auf die exakte Hüftbewegung - einschließlich Innen- bzw. Außenspannung und Vorwärtsdruck des vorderen Knies -, dass ich mich sehr an die Trainingsimpulse von Malcolm Dorfman Sensei erinnert fühlte! Und es war wie verhext: Sobald ich dachte, die Übung sei richtig umgesetzt, merkte ich eine Spannung im Schulterbereich. Oder ich stellte fest, dass ich überwiegend aus dem Oberkörper agierte und den Hüftimpuls vernachlässigte. Irgendwas war immer!
Wir führten drei verschiedene Kombinationen aus - jeweils einige Male langsam auf zwei Zeiten, dann fünf Mal auf eine Zeit und weitere fünf Mal mit Kiai:
- links vor im ZK mit Age Uke im Gyaku Hanmi (also rechter Arm Age Uke), Konter Uraken mit links
- links vor im ZK mit Gyaku Uchi Uke, Konter Kizami Tsuki
- links vor im ZK mit Gyaku Gedan Barei und Konter durch starkes Zurückschnellen der Hüfte mit Kizam Mae Geri
All das natürlich dann auch mit dem rechten Bein vorne.
Dann mit Partner:
Angriff je aus links vor ZK mit Gedan Barei, Angriff
a) Tsuki Jodan, Tori geht aus Shizen Tai mit dem rechten Bein schräg hinten links raus und blockt mit rechts Gyaku Age Uke, Konter Uraken Jodan oder Chudan, je nach Größe des Partners/der Partnerin
b) Tsuki Jodan, Tori geht aus Shizen Tai mit dem linken Bein rechts hinten raus und blockt mit links Gyaku Age Uke, mit rechts Konter Uraken Jo oder Chu
c) Tsuki Chudan, Tori geht wie bei a) raus, Block mit rechts Gyaku Uchi Uke, Konter Kizami Tsuki
d) dasselbe mit der anderen Seite in die andere Richtung
e) Mae Geri, Tori geht wie oben mit rechts schräg links raus, Block Gyaku Gedan Barei, Konter mit dem vorderen Bein Mawashi Geri
f) Mae Geri, wie bei b) und d) zur rechten Seite raus Block und Konter entsprechend
Im nächsten Durchgang dasselbe als Jiyu Ippon Kumite - beide stehen in der Ausgangslage links vor Kamae. Insgesamt fiel mir diese kleine Umstellung schon nicht leicht. vor allem die erste Seitwärtsbewegung nach links hatte es jetzt in sich! Den Mae Geri würde ich so wohl gar nicht blocken - aber es kam bei der Übung m. E. auch nicht unbedingt auf realitätsbezogene Blocktechniken an, sondern auf den intensiven Hüfteinsatz und darauf, auch aus ungünstigen Ausgangslagen noch das Beste machen zu können. So habe ich das jedenfalls für mich empfunden. Mein Partner Egon und ich merkten schnell, wie fix man doch in die alten, gewohnten Bewegungsmuster hineinrutscht und dann im Eifer des Gefechts eben nicht Gyaku blockt, sondern automatisch auf das Altbewährte zurückgreift. Einerseits gut zu wissen, dass die Sachen "sitzen", andererseits doch ein Zeichen, wie sehr man schon eingefahren ist!
In einem dritten Durchgang ließ Kirsten diese Kombinationen aus der freien Bewegung ausführen, was die Sache noch kniffeliger machte! Auch die regelmäßigen Partner/innen-Wechsel sorgen dafür, dass sich keine Routine einstellte und der Geist wach blieb.
Im letzten Teil der Einheit wurden dann speziell die angesprochenen Hüftbewegungen auch auf das Kata-Training übertragen und wir führten die Heian Godan, die Bassai Dai und die Wankan aus. Das war nochmal ein richtig schöner Abschluss, denn hier wurde alles, was uns Kirsten vermittelt hatte, noch einmal intensiviert und quasi auf den Punkt gebracht!
Es war ein super Training und auch nur für diese eine Einheit hatte sich die Fahrt nach Coesfeld voll gelohnt! Neben den technischen Feinheiten hat mir auch die ruhige und gleichzeitig sehr bestimmte Art von Kirsten sehr gefallen! Zudem war das Training didaktisch und methodisch erstklassig aufgebaut und einfach im eine runde Sache! Im nächsten Jahr bin ich sehr gerne wieder dabei!
Sonntag, 9. Juni 2013
Instructorlehrgang Juni 2013 in Bochum
Dieser Instructorlehrgang fand parallel zur ersten Deutschen Meisterschaft Jugend, Junioren und Senioren im RuhrCongress, Bochum statt. Wegen der zeitlichen Überschneidungen war vermutlich die Teilnehmerzahl etwas geringer als sonst. Im Gegenzug waren aber einige Karateka angereist, die von dem Umstand profitierten, dass dieser Instructor-Lehrgang nur einen Tag dauerte und die Einheit am Sonntagvormittag entfiel - so brauchten sie keine bzw. eine Übernachtung weniger einzuplanen und zu bezahlen. Da Shihan Ochi derzeit wegen seiner Hüft-OP noch nicht einsatzbereit ist, hatte Prüfungsreferent Rolf Hecking die Lehrgangsleitung diesmal komplett übernommen.
Was uns erwartete war ein Mix aus Trainerworkshop, Schulung der Beobachtungsfähigkeit und Augenmerk auf die eigene Achtsamkeit und Konzentration.
Wir starteten mit einem Aufwärmteil zu zweit: Abwechselnd sollten wir uns gegenseitig Übungen vorgeben, die im Verlauf der Aufwärmphase möglichst aufeinander aufbauen sollten.
Als nächstes gab es einen Technikteil, der mich ein bisschen an die Trainingsmethoden von Naka und Akita erinnerte: Im Heiko Dachi stehend sollten wir verschiedene Empi-Variationen ausführen (je rechts und links). Wir starteten mit Age Empi, dann Mawashi Empi (zur Schläfe), gefolgt von Mae Empi (seitlich und Richtung Solar Plexus) und Yoko Empi (Hinweis von Rolf: diesmal nicht unterm Arm ausholen, sondern drüber), schließlich noch Ushiro Empi ("Hikite" - mit beiden Armen gleichzeitig). Zum Schluss sollten wir Otoshi Empi ausführen und dabei zunächst rechts in Sochin Dachi vorgehen, dann mit Kiri Kaeshi wechseln.
Eine weitere Übung bestand aus Sanbon-Tsuki-Varianten: Start im ZK li vor mit Tsuki Jodan, Chudan, Chudan, dann Wendung 45 Grad nach re mit Chudan, Jodan, Jodan und nach links - ebenfalls Chudan, Jodan, Jodan.
Als nächstes sollten wir uns dann gegenseitig bei verschiedenen Kihon-Übungen korrigieren. Ich hatte leider einen Partner, der bei meinen Übungen überhaupt nicht hinsah und selber immer verärgert oder irritiert schien, wenn ich ihn korrigierte. Vielleicht wähnte sich dieser Karateka auf einem gewöhnlichen Karatelehrgang und nicht auf einem Instructor-Kurs?! Keine Ahnung, jedenfalls ist das Üben so m. E. nicht zielführend, da wir doch hier unser Auge schulen sollten.
Kihon Kumite: Block und Konter mit demselben Arm. Age-Uke, Soto-Uke, Gedan-Barei - war ganz schön schwer, erst alleine geübt mit Vorgaben von Rolf hinsichtlich des Konters, dann mit Partner und dann ohne Vorgaben, also Konter frei, schließlich war auch der Angriff nicht mehr von Tori angesagt, man musste also schnell und möglichst richtig reagieren.
Eine weitere Übung: Mae Geri Chudan, der andere musste ohne Block ausweichen (einen Schritt zurück) und dann selber Mae Geri treten - zunächst auf zählen, dann eigene Zeit mit zunehmendem Tempo.
Übungen zum Jiyu Ippon Kumite standen auch auf dem Programm. Hierzu sollten zu zehnt einen Doppelkreis bilden - Karatekas im Innenkreis blicken nach außen und im Außenkreis nach innen, so dass jede(r) eine(n) Partner(in) hat. Angriff mit Ansage / Block und Konter und mit steigendem Tempo, dann Wechsel Innen-/Außenkreis.
Warmup zweite Einheit mit SV: Zu zweit zusammen, einer greift an nach Vorgabe von Rolf (Umklammerung von vorne oder von hinten), der andere versucht, sich mit karatebasierten SV-Techniken zu befreien und zu kontern. Da kamen wir alle schnell auf Touren und es hat mächtig Spaß gemacht! Ich hatte Thomas Feig aus Annaberg als Trainingspartner, dem ich anmerken konnte, dass er schon häufig ähnliches geübt hatte. Zum Abschluss der SV-Warmup-Übung ging es dann noch auf den Boden: Rolf gab die Anweisung, dass sich einer von uns in die "Bank"-Position begeben, also Hände und Knie auf den Boden bringen sollte. Der andere sollte den in der Bankposition nun angreifen - aber nicht durch Tritte oder Schläge, sondern durch Umklammern. Sobald die/der Kniende den Angriff spürt, sollte diese/r sich wehren und kontern. Thomas bemerkte gleich zu Beginn der Übung leicht gequält, dass er zwar mal in Techniken des Krav Maga hinein geschnuppert hätte, nicht aber in das Judotraining. Naja, da habe ich ja leider auch keine Erfahrung. Und wir gingen beide gleichermaßen dilettantisch aber beherzt zur Sache. Als ich in der defensiven Rolle war und auch noch grade in einer recht hoffnungslosen Position, kam Rolf zufällig grade vorbei und gab mir ein paar Tipps. Ich konnte zwar diese grade nicht umsetzen - mobilisierte aber meine letzten Willensreserve und konnte den Spieß - pardon: den Thomas - im wahrsten Sinne des Wortes herumdrehen und die Oberhand gewinnen. Ach, ich liebe solche Raufereien ja! :-)
In beiden Einheiten übten wir das Vorwärtsgleiten mit Suri-Ashi und zwar mit Kizami Tsuki sowie darauf aufbauenden Kombinationen: + Gyaku Tsuki, + Mae Geri + Mawashi Geri + Gyaku Tsuki. Wir sollten versuchen, möglichst weit vorzugleiten und auch jeweils das Standbein bei den Geris zum Vorrutschen zu benutzen, ohne jedoch den Bodenkontakt zu verlieren (also nicht "hopsen"). In Einheit eins übten wir dies alleine, am Nachmittag wurde daraus eine Partnerübung, bei der der/die Partner/in jeweils ebenfalls zurückgleiten bzw. einen Schritt zurück gehen sollte. Auch hier hatte ich am Nachmittag Thomas als Partner und ich hatte meine liebe Mühe, ihm auszuweichen, weil er doch eine erheblich größere Distanz überwinden konnte als ich!
Rolf bemerkte gegen Ende des Lehrgangs, dass niemand Herrn Ochi ersetzen könne, man könne höchstens kurzfristig seinen Platz einnehmen. Und so fehlte durch die Abwesenheit des Chiefinstructors vor allem die Einheit Katatraining, die sonst obligatorischer Bestandteil eines Instructorlehrgangs ist. Auch angesichts der gekürzten Trainingszeit konnte Rolf das Thema Kata nur anschneiden. Wir arbeiteten an den Katas Hangetsu und Wankan. Zu beiden Katas gab es Ablauftraining mit Korrektur durch den Partner. Zur Hangetsu machten wir noch eine Bunkai-Sequenz in einer Gruppe zu viert und zwar die Kombination Uchi Uke, Ren Tsuki: eine(r) stand in der Mitte und drei andere Karateka davor bzw. re und li daneben. Der rechts vom Mittigen stehende stand rechts vor, die anderen je links. Rechts griff zuerst an mit Oi Tsuki, der/die Mittige blockte Uchi Uke und konterte mit Ren Tsuki. Dann griff die linke Position an, der/die in der Mitte drehte sich um 180 Grad mit Block und Konter und schließlich kam der Angriff aus der jetzt wieder rechten Position (von dem Angreifer, der anfangs frontal zur/zum Mittigen stand) - Block/Konter.
Was uns erwartete war ein Mix aus Trainerworkshop, Schulung der Beobachtungsfähigkeit und Augenmerk auf die eigene Achtsamkeit und Konzentration.
Wir starteten mit einem Aufwärmteil zu zweit: Abwechselnd sollten wir uns gegenseitig Übungen vorgeben, die im Verlauf der Aufwärmphase möglichst aufeinander aufbauen sollten.
Als nächstes gab es einen Technikteil, der mich ein bisschen an die Trainingsmethoden von Naka und Akita erinnerte: Im Heiko Dachi stehend sollten wir verschiedene Empi-Variationen ausführen (je rechts und links). Wir starteten mit Age Empi, dann Mawashi Empi (zur Schläfe), gefolgt von Mae Empi (seitlich und Richtung Solar Plexus) und Yoko Empi (Hinweis von Rolf: diesmal nicht unterm Arm ausholen, sondern drüber), schließlich noch Ushiro Empi ("Hikite" - mit beiden Armen gleichzeitig). Zum Schluss sollten wir Otoshi Empi ausführen und dabei zunächst rechts in Sochin Dachi vorgehen, dann mit Kiri Kaeshi wechseln.
Eine weitere Übung bestand aus Sanbon-Tsuki-Varianten: Start im ZK li vor mit Tsuki Jodan, Chudan, Chudan, dann Wendung 45 Grad nach re mit Chudan, Jodan, Jodan und nach links - ebenfalls Chudan, Jodan, Jodan.
Als nächstes sollten wir uns dann gegenseitig bei verschiedenen Kihon-Übungen korrigieren. Ich hatte leider einen Partner, der bei meinen Übungen überhaupt nicht hinsah und selber immer verärgert oder irritiert schien, wenn ich ihn korrigierte. Vielleicht wähnte sich dieser Karateka auf einem gewöhnlichen Karatelehrgang und nicht auf einem Instructor-Kurs?! Keine Ahnung, jedenfalls ist das Üben so m. E. nicht zielführend, da wir doch hier unser Auge schulen sollten.
Kihon Kumite: Block und Konter mit demselben Arm. Age-Uke, Soto-Uke, Gedan-Barei - war ganz schön schwer, erst alleine geübt mit Vorgaben von Rolf hinsichtlich des Konters, dann mit Partner und dann ohne Vorgaben, also Konter frei, schließlich war auch der Angriff nicht mehr von Tori angesagt, man musste also schnell und möglichst richtig reagieren.
Eine weitere Übung: Mae Geri Chudan, der andere musste ohne Block ausweichen (einen Schritt zurück) und dann selber Mae Geri treten - zunächst auf zählen, dann eigene Zeit mit zunehmendem Tempo.
Übungen zum Jiyu Ippon Kumite standen auch auf dem Programm. Hierzu sollten zu zehnt einen Doppelkreis bilden - Karatekas im Innenkreis blicken nach außen und im Außenkreis nach innen, so dass jede(r) eine(n) Partner(in) hat. Angriff mit Ansage / Block und Konter und mit steigendem Tempo, dann Wechsel Innen-/Außenkreis.
Warmup zweite Einheit mit SV: Zu zweit zusammen, einer greift an nach Vorgabe von Rolf (Umklammerung von vorne oder von hinten), der andere versucht, sich mit karatebasierten SV-Techniken zu befreien und zu kontern. Da kamen wir alle schnell auf Touren und es hat mächtig Spaß gemacht! Ich hatte Thomas Feig aus Annaberg als Trainingspartner, dem ich anmerken konnte, dass er schon häufig ähnliches geübt hatte. Zum Abschluss der SV-Warmup-Übung ging es dann noch auf den Boden: Rolf gab die Anweisung, dass sich einer von uns in die "Bank"-Position begeben, also Hände und Knie auf den Boden bringen sollte. Der andere sollte den in der Bankposition nun angreifen - aber nicht durch Tritte oder Schläge, sondern durch Umklammern. Sobald die/der Kniende den Angriff spürt, sollte diese/r sich wehren und kontern. Thomas bemerkte gleich zu Beginn der Übung leicht gequält, dass er zwar mal in Techniken des Krav Maga hinein geschnuppert hätte, nicht aber in das Judotraining. Naja, da habe ich ja leider auch keine Erfahrung. Und wir gingen beide gleichermaßen dilettantisch aber beherzt zur Sache. Als ich in der defensiven Rolle war und auch noch grade in einer recht hoffnungslosen Position, kam Rolf zufällig grade vorbei und gab mir ein paar Tipps. Ich konnte zwar diese grade nicht umsetzen - mobilisierte aber meine letzten Willensreserve und konnte den Spieß - pardon: den Thomas - im wahrsten Sinne des Wortes herumdrehen und die Oberhand gewinnen. Ach, ich liebe solche Raufereien ja! :-)
In beiden Einheiten übten wir das Vorwärtsgleiten mit Suri-Ashi und zwar mit Kizami Tsuki sowie darauf aufbauenden Kombinationen: + Gyaku Tsuki, + Mae Geri + Mawashi Geri + Gyaku Tsuki. Wir sollten versuchen, möglichst weit vorzugleiten und auch jeweils das Standbein bei den Geris zum Vorrutschen zu benutzen, ohne jedoch den Bodenkontakt zu verlieren (also nicht "hopsen"). In Einheit eins übten wir dies alleine, am Nachmittag wurde daraus eine Partnerübung, bei der der/die Partner/in jeweils ebenfalls zurückgleiten bzw. einen Schritt zurück gehen sollte. Auch hier hatte ich am Nachmittag Thomas als Partner und ich hatte meine liebe Mühe, ihm auszuweichen, weil er doch eine erheblich größere Distanz überwinden konnte als ich!
Rolf bemerkte gegen Ende des Lehrgangs, dass niemand Herrn Ochi ersetzen könne, man könne höchstens kurzfristig seinen Platz einnehmen. Und so fehlte durch die Abwesenheit des Chiefinstructors vor allem die Einheit Katatraining, die sonst obligatorischer Bestandteil eines Instructorlehrgangs ist. Auch angesichts der gekürzten Trainingszeit konnte Rolf das Thema Kata nur anschneiden. Wir arbeiteten an den Katas Hangetsu und Wankan. Zu beiden Katas gab es Ablauftraining mit Korrektur durch den Partner. Zur Hangetsu machten wir noch eine Bunkai-Sequenz in einer Gruppe zu viert und zwar die Kombination Uchi Uke, Ren Tsuki: eine(r) stand in der Mitte und drei andere Karateka davor bzw. re und li daneben. Der rechts vom Mittigen stehende stand rechts vor, die anderen je links. Rechts griff zuerst an mit Oi Tsuki, der/die Mittige blockte Uchi Uke und konterte mit Ren Tsuki. Dann griff die linke Position an, der/die in der Mitte drehte sich um 180 Grad mit Block und Konter und schließlich kam der Angriff aus der jetzt wieder rechten Position (von dem Angreifer, der anfangs frontal zur/zum Mittigen stand) - Block/Konter.
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