Heute habe ich mich mit Felix aufgemacht zum Schwimmtraining des Münsteraner Triathlon-Vereins Tri Finish. Ich hatte schon ein paar Schmetterlinge im Bauch - würden die uns auslachen, so amateurhaft, wie wir sind? Um acht Uhr waren wir an der Friedensschule, in dessen Schwimmbecken das Training stattfindet. Ich war überrascht - das ist ja ein 25-m-Becken mit vier Bahnen (oder waren es fünf?)! Echt super!
Die Leute waren von Anfang an sehr, sehr nett! Ich teilte mir eine Bahn mit einem Mann und einer Frau in etwa meinem Alter, zwei ca. 20-jährigen Jungs und mit Felix. Wir schwammen immer rechts und sehr diszipliniert hintereinander. Es passte vom Tempo auch ganz gut. Die ganz linke Bahn war für die langsamen Schwimmer (also für uns), dann die schnelleren und rechts außen die Cracks. An jeder Bahn war ein Zettel mit dem Trainingsplan befestigt. Unserer lautete so:
- 500 m Einschwimmen
- 50 m Dellewechsel
- 100 m Brust
- 200 m Freistil zügig
- 400 m Freistil locker
- 600 m Freistil Paeddels (hatte nur einer auf unserer Bahn, der Rest schwamm
einfach so Freistil)
- 400 m Freistil locker (ab hier dachte ich, eigentlich reicht`s!)
- 200 m Freistil zügig (hier bekam ich Krämpfe in der rechten Wade)
- 100 m Brust (die schnupfte ich dann noch so weg)
- 50 m Dellewechsel
- 200 m Ausschwimmen (hier machten wir nur noch 50 m, da der Hausmeister schließen wollte)
Dellewechsel? Was issn das? Wir rätselten alle herum und auf der Nebenbahn wurde auch diskutiert. Fand ich total klasse - Triathleten wissen eben auch nicht alles! Wir versuchten dann, das Vorgemachte nachzumachen und lachten uns über uns selber kaputt - Triathleten sind eben auch nur Menschen!
Den Rest schaffte ich ganz passabel und ich denke, mit ein wenig Training komm ich so ganz gut über den Winter. Die Trainerin war heute nicht da - sie wird mir dann hoffentlich helfen, den Stil zu verbessern. Aber ich glaube, so schlecht war ich gar nicht.
Das allerbeste heute war aber ganz unbestritten Felix! Er jammerte kein einziges Mal herum, dass es langweilig wäre, dass er nicht mehr könne, keine Lust mehr habe oder so! Er schwamm mit, so gut er konnte, Kraul, Brust und sogar Rücken (war ja meist Freistil!). Er schaffte vielleicht das halbe Pensum - aber selbst das ist doch für einen kleinen Kerl wie ihn schon absolut beachtlich, finde ich! Jetzt gibts rasch noch nen dicken Pott Nudeln und dann ab ins Bett!
Donnerstag, 27. August 2009
Mittwoch, 26. August 2009
mein Coach zum ersten HM
Der Coach ist sogar sehr zufrieden! Den ersten HM unter zwei Stunden (hitzebereinigt) ist eine tolle Leistung. Glückwunsch!
Mit der Pulsmessung scheint es tatsächlich ein Problem gegeben zu haben. 205 Schläge / Min. sind zwar keineswegs unmöglich, aber in Ihrem Fall eher unwahrscheinlich. Da hat es wohl Fehlmessungen gegeben, die durch andere Pulsuhren verursacht worden sind. Schade, dass wir jetzt keinen Puls-Anhaltspunkt für die nächsten Wettkämpfe haben. Das erledigen wir dann beim nächsten mal. Oft hilft es schon, die Pulsuhr an der Laufpartner abgewandten Seite zu befestigen, um Überschneidungen zu vermeiden. Sie können davon ausgehen, dass immer dann Fehlmessungen vorliegen, wenn die Pulsfrequenz sich sprunghaft und nicht kontinuierlich verändert.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Andreas Oschmann
Mit der Pulsmessung scheint es tatsächlich ein Problem gegeben zu haben. 205 Schläge / Min. sind zwar keineswegs unmöglich, aber in Ihrem Fall eher unwahrscheinlich. Da hat es wohl Fehlmessungen gegeben, die durch andere Pulsuhren verursacht worden sind. Schade, dass wir jetzt keinen Puls-Anhaltspunkt für die nächsten Wettkämpfe haben. Das erledigen wir dann beim nächsten mal. Oft hilft es schon, die Pulsuhr an der Laufpartner abgewandten Seite zu befestigen, um Überschneidungen zu vermeiden. Sie können davon ausgehen, dass immer dann Fehlmessungen vorliegen, wenn die Pulsfrequenz sich sprunghaft und nicht kontinuierlich verändert.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Andreas Oschmann
Montag, 24. August 2009
Pläne 2010
Einem Kollegen berichtete ich soeben, dass ich in Butzbach die Mitteldistanz bestreiten möchte. Er war nicht so begeistert - schwimmen im Becken....nä, wär nicht sein Ding. Ich sollte mir doch besser mal den Triathlon in Köln am Fühlinger See ansehen. Da gibts die unterschiedlichsten Distanzen, z. B. auch einen Kindertriathlon, der vielleicht für Felix interessant wäre und für mich gäbe es eine Mitteldistanz. Die, allerdings, hat es ordentlich in sich und ist nochmal eine Schippe obendrauf im Vergleich zu Butzbach: 2,5 km Schwimmen, 87,5 Rad und dann noch einen HM. Alles rund um Köln, zum Teil sogar durch die Innenstadt! Hört sich sehr reizvoll an! Mal sehen - Anmeldebeginn ist der 7.9.2009.
Der Triathlon findet am 4. und 5. September nächsten Jahres statt. Wenn ich also gesund bleibe und fleißig trainiere, könnte das mal das Trainingsziel für das kommende Jahr werden.....Wäre doch toll, gemeinsam mit dem Sohn zu trainieren und zu starten!
Weitere Infos gibts über www.koelntriathlon.de oder via Klick auf die Post-Überschrift.
Der Triathlon findet am 4. und 5. September nächsten Jahres statt. Wenn ich also gesund bleibe und fleißig trainiere, könnte das mal das Trainingsziel für das kommende Jahr werden.....Wäre doch toll, gemeinsam mit dem Sohn zu trainieren und zu starten!
Weitere Infos gibts über www.koelntriathlon.de oder via Klick auf die Post-Überschrift.
Sonntag, 23. August 2009
Nichts ist so hart wie die ...
... Morgenlatte, nicht mal der Zahn der Bisamratte....so ging doch der Spruch, oder? Ich könnte jetzt korrigieren: Der Hiltruper HM schon! Das war ein echter Kampf! Zu Beginn sammelten sich ca. 300 Läufer an der Start-/Ziellinie (laut Presseinfo 500, gefinished haben 296). Gleich traf ich viele Bekannte: Marcel, der auch Karate macht, Michael vom LVM, Heiko (früher mal Karate), den Doc meiner Kinder sowie Uli und Bärbel aus meiner Nachbarschaft. Gleich nach dem Start, bei dem ich mich im hinteren Drittel aufgestellt hatte, wurde es am Kanal mächtig eng. Es ging nur recht gemächlich voran. Dann kam ich zu einer Läufergruppe bestehend aus drei Frauen, die sich in der Marathonvorbereitung befinden, darunter Nachbarin Bärbel. Ich heftete mich ihnen an die Fersen. Ihr Ziel: 1:55:00. Na, das wäre ja super, wenn ich das durchhalten würde!
Aber - oh Mann, die Strecke zog sich doch mächtig hin und leider nahm die morgendliche Kühle mehr und mehr ab. Die Strecke verlief zum großen Teil in der Sonne und etwa ab Km 10 spürte ich das verdächtige Kribbeln auf der Kopfhaut, das sich bei mir immer bei großer Erschöpfung einstellt. Oha, wie sollte ich dieses Tempo durchhalten? Ich nahm mir vor, mindestens bis Km 12 so weiterzulaufen, es anschließend etwas gemächlicher angehen zu lassen. Von der Damen-Laufgruppe, der ich mich angeschlossen hatte war inzwischen die erste schon nicht mehr zu sehen und meine Nachbarin war auch schon weiter vorne. Ich hielt mich an die letzte verbliebene Frau - Pia - und versuchte, sie nicht zu verlieren. Die Getränkestellen nahm ich dankbar wahr. Aber es bekam mir gar nicht so gut, mit dem Wasser im Bauch weiterzulaufen. Das ein oder andere Mal hätte ich gerne geschmissen oder mich zumindest von Pia gelöst. Aber - nein. Bin ich eine Kämpferin oder was? Also tapfer durchgezogen. Km 15 - geschafft! jetzt ists nur noch ungefähr so weit wie meine kleine Joggingrunde. Das müsste doch zu schaffen sein! Noch einmal die Brücke rauf. Ich traute mich schon gar nicht mehr, auf meinen Puls zu schielen. Er war echt in beängstigende Höhen geklettert. Allerdings kann der angezeigte Maximalpuls von 205 nicht passen - das muss wohl eine Störung durch die anderen Pulsuhren gewesen sein, zumal dieser Wert gleich zu Anfang angezeigt wurde.
Km 18 - jetzt haben wir es ja gleich, oder? Da ist schon wieder der Wendepunkt, den wir zweimal zu passieren hatten! Noch einmal rum und - Endspurt! Naja, von Spurt kann nicht wirklich die Rede sein. Soll man ja auch gar nicht nach den neusten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen oder so. Es wäre auch zu diesem Zeitpunkt keiner drin gewesen. Ich hatte echt das Gefühl, dass meine Energie-Sanduhr grade die letzten Körnchen durchlaufen lässt...Ich konnte die Laufstrecke vor mir ganz gut einsehen. Wo ist denn endlich die Stelle, an der man zur Zielgrade abbiegt? "Noch fünf Minuten!", feuert uns ein Helfer an. Wie? Doch noch so lange? Pack ich das? Ein ernüchternder Blick auf die Uhr: Unter zwei Stunden werde ich es wohl nicht mehr schaffen. Dann endlich abbiegen, ein Stück noch, nochmal um die Ecke und ich sehe das Ziel. Habe den Eindruck, das Transparent mit der Aufschrift Ziel läuft auch mit - der Abstand verringert sich gar nicht mehr! Dann sind es nur noch vierhundert Meter. Jetzt reiße ich mich nochmal richtig zusammen und verlasse Pia. Ich gebe nochmal richtig Gas, angespornt von dem Jubel der Menge an der Zielgeraden. Dann bin ich drin! Meine Uhr sagt 2:00:25 Stunden. Mal sehen, was die Veranstalteruhr sagt....Die Ergebnisse stehen heute Nachmittag im Netz.
Jedenfalls war ich echt alle - mehr wäre nicht gegangen. Ich konnte kaum ein Getränk runterwürgen und auf dem sehr bedächtigen Weg zum Auto wurde ich von einer Radlerin angesprochen:"Ist alles in Ordnung?" Na, auf jeden Fall kann ich mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben! ;-)
Korrektur nach Ansicht der Ergebnisliste: 2:00:41, unter den weiblichen Läufern Platz 31 (von 99) und Platz 4 (von 18) in der Altersklasse W 40. Wow!!! Da kann ich die 2 vorne ja direkt "verschmerzen"!
Aber - oh Mann, die Strecke zog sich doch mächtig hin und leider nahm die morgendliche Kühle mehr und mehr ab. Die Strecke verlief zum großen Teil in der Sonne und etwa ab Km 10 spürte ich das verdächtige Kribbeln auf der Kopfhaut, das sich bei mir immer bei großer Erschöpfung einstellt. Oha, wie sollte ich dieses Tempo durchhalten? Ich nahm mir vor, mindestens bis Km 12 so weiterzulaufen, es anschließend etwas gemächlicher angehen zu lassen. Von der Damen-Laufgruppe, der ich mich angeschlossen hatte war inzwischen die erste schon nicht mehr zu sehen und meine Nachbarin war auch schon weiter vorne. Ich hielt mich an die letzte verbliebene Frau - Pia - und versuchte, sie nicht zu verlieren. Die Getränkestellen nahm ich dankbar wahr. Aber es bekam mir gar nicht so gut, mit dem Wasser im Bauch weiterzulaufen. Das ein oder andere Mal hätte ich gerne geschmissen oder mich zumindest von Pia gelöst. Aber - nein. Bin ich eine Kämpferin oder was? Also tapfer durchgezogen. Km 15 - geschafft! jetzt ists nur noch ungefähr so weit wie meine kleine Joggingrunde. Das müsste doch zu schaffen sein! Noch einmal die Brücke rauf. Ich traute mich schon gar nicht mehr, auf meinen Puls zu schielen. Er war echt in beängstigende Höhen geklettert. Allerdings kann der angezeigte Maximalpuls von 205 nicht passen - das muss wohl eine Störung durch die anderen Pulsuhren gewesen sein, zumal dieser Wert gleich zu Anfang angezeigt wurde.
Km 18 - jetzt haben wir es ja gleich, oder? Da ist schon wieder der Wendepunkt, den wir zweimal zu passieren hatten! Noch einmal rum und - Endspurt! Naja, von Spurt kann nicht wirklich die Rede sein. Soll man ja auch gar nicht nach den neusten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen oder so. Es wäre auch zu diesem Zeitpunkt keiner drin gewesen. Ich hatte echt das Gefühl, dass meine Energie-Sanduhr grade die letzten Körnchen durchlaufen lässt...Ich konnte die Laufstrecke vor mir ganz gut einsehen. Wo ist denn endlich die Stelle, an der man zur Zielgrade abbiegt? "Noch fünf Minuten!", feuert uns ein Helfer an. Wie? Doch noch so lange? Pack ich das? Ein ernüchternder Blick auf die Uhr: Unter zwei Stunden werde ich es wohl nicht mehr schaffen. Dann endlich abbiegen, ein Stück noch, nochmal um die Ecke und ich sehe das Ziel. Habe den Eindruck, das Transparent mit der Aufschrift Ziel läuft auch mit - der Abstand verringert sich gar nicht mehr! Dann sind es nur noch vierhundert Meter. Jetzt reiße ich mich nochmal richtig zusammen und verlasse Pia. Ich gebe nochmal richtig Gas, angespornt von dem Jubel der Menge an der Zielgeraden. Dann bin ich drin! Meine Uhr sagt 2:00:25 Stunden. Mal sehen, was die Veranstalteruhr sagt....Die Ergebnisse stehen heute Nachmittag im Netz.
Jedenfalls war ich echt alle - mehr wäre nicht gegangen. Ich konnte kaum ein Getränk runterwürgen und auf dem sehr bedächtigen Weg zum Auto wurde ich von einer Radlerin angesprochen:"Ist alles in Ordnung?" Na, auf jeden Fall kann ich mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben! ;-)
Korrektur nach Ansicht der Ergebnisliste: 2:00:41, unter den weiblichen Läufern Platz 31 (von 99) und Platz 4 (von 18) in der Altersklasse W 40. Wow!!! Da kann ich die 2 vorne ja direkt "verschmerzen"!
Samstag, 22. August 2009
Soviel zum Thema Regeneration...
Eigentlich sieht mein Trainingsplan für diese Woche Schonung vor. Ich bin artig die dreimal fünf Kilometer gelaufen und wollte mich eigentlich dann schonen. Der letzte Lauf war Freitag vor der Arbeit. Also dann nix mehr bis Sonntag...!? Dachte ich. Freitag Nachmittag brachte ich meine Tochter zum Volleyball. Mit dem Rad. Mein normales Rad ist defekt und daher nahm ich mein Rennrad. Statt bei dem strahlenden Sonnenschein in der stickigen Turnhalle zu warten, dachte ich, warum nicht ne Runde Rennrad fahren? Und fuhr so ca. 30 km. Puh, ich war genau 2 Monate nicht mehr gefahren, genau gesagt: seit dem Triathlon! Das war ja doch gaaaanz schön anstrengend....
Heute Vormittag blätterte mein Sohn ganz eifrig in den Kleinanzeigen der Tageszeigung. Er wünscht sich schon so lange ein Rennrad! Und prompt war eins inseriert für 100 Euro. Er rief ganz brav selber an und wir fuhren das Rad ansehen. Ich selber verstehe von Technik natürlich nix aber der Verkäufer, ein etwa 70jähriger Rad-Liebhaber, wirkte seriös und das Rad machte einen top Eindruck auf mich. Auch noch mit Triathlonlenker! Ich war echt neidisch. Das Rad war gekauft und zu Hause gab auch mein Mann grünes Licht.
Ich musste jetzt schnell los - ins Dojo. Dort findet seit zwei Wochen samstags eine Wettkampfvorbereitung statt. Die erste Resonanz letzte Woche war sehr "bescheiden" und daher fühlte ich mich verpflichtet, auch diesmal Präsenz zu zeigen. Das Training war sehr gut - aber auch recht anstrengend und da Frank das Auto brauchte, war ich auch hin und zurück mit dem Rennrad gefahren. Puh, jetzt hätte ich gerne ne Pause gehabt!
Aber wieder daheim wurde ich gleich begrüßt: Mama, jetzt musst Du mit mir unbedingt Rennrad fahren. Äääächz! Na gut, nochmal 20 km mit dem Sohn um die Wette! Japs!
Jetzt aber Pause! Pustekuchen! Tochter Johanna stürmt auf mich ein: Mama, ich warte schon die ganze Zeit, dass Du mit mir Inliner fährst! Ohje....na, wenn es dann morgen nichts wird, weiß ich ja, woran es liegt....
Heute Vormittag blätterte mein Sohn ganz eifrig in den Kleinanzeigen der Tageszeigung. Er wünscht sich schon so lange ein Rennrad! Und prompt war eins inseriert für 100 Euro. Er rief ganz brav selber an und wir fuhren das Rad ansehen. Ich selber verstehe von Technik natürlich nix aber der Verkäufer, ein etwa 70jähriger Rad-Liebhaber, wirkte seriös und das Rad machte einen top Eindruck auf mich. Auch noch mit Triathlonlenker! Ich war echt neidisch. Das Rad war gekauft und zu Hause gab auch mein Mann grünes Licht.
Ich musste jetzt schnell los - ins Dojo. Dort findet seit zwei Wochen samstags eine Wettkampfvorbereitung statt. Die erste Resonanz letzte Woche war sehr "bescheiden" und daher fühlte ich mich verpflichtet, auch diesmal Präsenz zu zeigen. Das Training war sehr gut - aber auch recht anstrengend und da Frank das Auto brauchte, war ich auch hin und zurück mit dem Rennrad gefahren. Puh, jetzt hätte ich gerne ne Pause gehabt!
Aber wieder daheim wurde ich gleich begrüßt: Mama, jetzt musst Du mit mir unbedingt Rennrad fahren. Äääächz! Na gut, nochmal 20 km mit dem Sohn um die Wette! Japs!
Jetzt aber Pause! Pustekuchen! Tochter Johanna stürmt auf mich ein: Mama, ich warte schon die ganze Zeit, dass Du mit mir Inliner fährst! Ohje....na, wenn es dann morgen nichts wird, weiß ich ja, woran es liegt....
Dienstag, 18. August 2009
Sparkassen Giro Münsterland
Für alle die, die mich bisher schon für verrückt und hyperaktiv gehalten haben nun mein (über-)nächstes Trainingsziel: ein Radrennen! Und zwar der Sparkassen Giro Münsterland. Ich fahre in der 70-km-Strecke mit und es geht durchs Münsterland. Ich habe angegeben, dass ich so um die 26 km/h fahren würde. Das ist zwar angesichts meines 33-er Schnitts beim Triathlon etwas langsam, damals ging es aber auch nur über 40 km und ich war radmäßig besser im Training. Insgesamt gibts 639 Starter in meiner Gruppe. Mit dem Radtraining werde ich erst ab der kommenden Woche - nach dem HM - wieder beginnen. Mal sehen, wieviel Zeit jetzt überhaupt so bleibt, wo ich doch jetzt meine Kids wieder mehr beäugen muss, was die Schule angeht.Hier der Streckenplan:


Montag, 17. August 2009
Doc gibt Entwarnung!
War heut früh um 8 Uhr direkt beim Doc - ohne Termin, aber ich hatte Glück und kam rasch dran. Der frühe Vogel fängt halt doch den Wurm ;-)
Der Nagel scheint traumatisiert zu sein, wie ich es schon geahnt habe. Aber weiterem Training steht nichts im Wege und auch am HM kann ich teilnehmen. Der Doc hat mir noch eine antibiotische Salbe verschrieben, damit sich das Nagelbett (oder war es die Nagelmatrix?) nicht entzündet und hat vorsorglich einen Pilzabstrich gemacht. Onychomykose - wieder so ein schönes Wort, mit dem man als Google-Forscher beim Arzt Eindruck schinden kann ;-) Ich glaub aber nicht, dass es ein Pilz ist, dafür kam die Nagelveränderung einfach viel zu schnell. Der Nagelpilz wird übrigens im anglo-amerikanischen Raum auch als "athlete's foot" bezeichnet, weil unglaublich viele Sportler drunter leiden. Naja, es kann nicht schaden, das mal zu checken und notfalls frühzeitig zu behandeln.
Der Nagel scheint traumatisiert zu sein, wie ich es schon geahnt habe. Aber weiterem Training steht nichts im Wege und auch am HM kann ich teilnehmen. Der Doc hat mir noch eine antibiotische Salbe verschrieben, damit sich das Nagelbett (oder war es die Nagelmatrix?) nicht entzündet und hat vorsorglich einen Pilzabstrich gemacht. Onychomykose - wieder so ein schönes Wort, mit dem man als Google-Forscher beim Arzt Eindruck schinden kann ;-) Ich glaub aber nicht, dass es ein Pilz ist, dafür kam die Nagelveränderung einfach viel zu schnell. Der Nagelpilz wird übrigens im anglo-amerikanischen Raum auch als "athlete's foot" bezeichnet, weil unglaublich viele Sportler drunter leiden. Naja, es kann nicht schaden, das mal zu checken und notfalls frühzeitig zu behandeln.
Sonntag, 16. August 2009
Halbmarathon in Gefahr!
Das ist doch nicht zu glauben - da bereitet man sich wochenlang vor, quält sich, läuft bei Wind und Wetter und vor allem auch bei unglaublicher Hitze, und dann ist kurz vor dem Ziel Schluss?!?
Mit dem Lauftraining war ich bis zu der Karatewoche in Konstanz eigentlich recht zufrieden. Dort bin ich dann halt mal eine Woche nicht gelaufen, statt dessen gab es ja täglich vier Stunden Kampfsport (wobei ich dabei leistungsmäßig nicht mal ansatzweise an meine konditionellen oder sonstigen Grenzen kam).
Wieder daheim musste der Trainingsrückstand in Sachen Laufen dann dringend wieder aufgearbeitet werden. Ich lief, auch wenn es draußen dreißig Grad waren. Manchmal ging es einfach nicht auf den Morgen oder Abend zu verschieben! Bei der Hitze nahm ich natürlich auch den ein oder anderen Abfall der Formkurve in Kauf. Kaum lief ich im Sonnenschein, kletterte natürlich der Puls und je wärmer es war, desto langsamer durfte ich bei Berücksichtigung der Pulsvorgaben laufen. Jedenfalls war alles einigermaßen erträglich und ich wusste ja von vornherein, dass das ganze Training kein Zuckerschlecken sein sollte (sonst würde es mich auch kaum reizen).
Irgendwann merkte ich dann einen Schmerz im rechten großen Zeh. Wieso das? Ich hatte sonst eher Probleme mit dem linken Zeh, da mir dort vor ein paar Jahren beim Karatetraining mal ein 90-kg-schwerer Trainingspartner mit der Ferse draufgesprungen war. Der Nagel hat sich nie wieder richtig erholt und wächst jetzt auch gar nicht mehr in voller Länge nach. Jetzt plötzlich der rechte Fuß?
Ich versuchte, dem Ganzen nicht allzuviel Bedeutung beizumessen. Aber als ich dann bei einer betrieblichen Veranstaltung vom 12. auf den 13.8. in normalen Schuhen kaum gehen konnte, weil jeglicher Druck auf den Zeh unterträglich war, machte ich mir doch langsam Gedanken und Sorgen.
Natürlich hab ich versucht, mich schlau zu googlen. Da war die Rede davon, dass Langstreckenläufer (ich zähl mich mal einfach jetzt dazu...) häufig schwarz-blaue Fußnägel haben, dass diese sich ablösen, manchmal nicht mehr nachwachsen etc.
Woran kann es liegen? Beim Schuhkauf hatte ich mich per Laufbandanalyse und Kontrolle der Passform m. E. ausreichend um eine passende Schuhgröße bemüht. Wenn ich den Schuh anhabe, ist vorne ein guter CM Platz, so dass ich auch bei einem eventuellen Nachvornerutschen nicht gegen die Kante stoße.
Eine Kollegin brachte mich dann auf den Gedanken, dass vermutlich die Hitze Schuld ist - bei Hitze dehnt der Fuß sich aus und passt dann eben nicht mehr optimal, man stößt vielleicht doch vorne an, wo sonst noch Platz gewesen wäre. Und da ich ja grad auch bei bzw. trotz Hitze meine 20-km-Runde gelaufen bin, ist dies gut nachvollziehbar.
Laut diverser Internetforen weiß ich jetzt, dass ich Laufschuhe besser nicht morgens, sondern eher nachmittags oder abends kaufen soll, wenn die Füße "dicker" sind. Tja, hab ich vorher nicht gewusst. Ich hab zwar inzwischen drei Paar Laufschuhe, aber alle in derselben Größe (etwas größer als meine normalen Schuhe). Vielleicht sollte ich mir mal ein Hitzepaar zulegen, welches noch etwas größer ist?
Naja, jedenfalls sieht der Zeh inzwischen so bös aus, dass ich morgen unbedingt zum Medicus gehen werde. Schmerzen hab ich derzeit glücklicher Weise nicht, gestern Abend sah es aber noch anders aus und Barfußlaufen war gestern sowieso das Größte (zum Glück war echtes Hochsommerwetter!). Ich fürchte, dass sich der Nagel ablöst und darunter hat sich auch schon irgendwie Gewebe gebildet. Hoffentlich ist die Nagelmatrix (heißt es glaub ich) nicht geschädigt und es wächst tatsächlich noch ein Nagel nach. So schön wie früher wird der sicher nie wieder aber ich war ja sowieso nie ein Fußmodel ;-)
Mal schauen, was geht....für die kommende Woche sieht mein Trainingsplan eh nur drei Läufe a 5 km vor, da jetzt vor dem geplanten HM in acht Tagen Regeneration befohlen wurde. Und mein Mann hat mir jegliches Laufverbot erteilt, solange nicht die Sache mit dem Zeh geklärt und ärztlicherseits grünes Licht gegeben wurde. Wenn der Nagel abgetrennt wird und ich eine offene Stelle am Zeh habe oder da sonstwie herumgeschnippelt werden muss, sehe ich für meinen Wettkampf allerdings schwarz....
Mit dem Lauftraining war ich bis zu der Karatewoche in Konstanz eigentlich recht zufrieden. Dort bin ich dann halt mal eine Woche nicht gelaufen, statt dessen gab es ja täglich vier Stunden Kampfsport (wobei ich dabei leistungsmäßig nicht mal ansatzweise an meine konditionellen oder sonstigen Grenzen kam).
Wieder daheim musste der Trainingsrückstand in Sachen Laufen dann dringend wieder aufgearbeitet werden. Ich lief, auch wenn es draußen dreißig Grad waren. Manchmal ging es einfach nicht auf den Morgen oder Abend zu verschieben! Bei der Hitze nahm ich natürlich auch den ein oder anderen Abfall der Formkurve in Kauf. Kaum lief ich im Sonnenschein, kletterte natürlich der Puls und je wärmer es war, desto langsamer durfte ich bei Berücksichtigung der Pulsvorgaben laufen. Jedenfalls war alles einigermaßen erträglich und ich wusste ja von vornherein, dass das ganze Training kein Zuckerschlecken sein sollte (sonst würde es mich auch kaum reizen).
Irgendwann merkte ich dann einen Schmerz im rechten großen Zeh. Wieso das? Ich hatte sonst eher Probleme mit dem linken Zeh, da mir dort vor ein paar Jahren beim Karatetraining mal ein 90-kg-schwerer Trainingspartner mit der Ferse draufgesprungen war. Der Nagel hat sich nie wieder richtig erholt und wächst jetzt auch gar nicht mehr in voller Länge nach. Jetzt plötzlich der rechte Fuß?
Ich versuchte, dem Ganzen nicht allzuviel Bedeutung beizumessen. Aber als ich dann bei einer betrieblichen Veranstaltung vom 12. auf den 13.8. in normalen Schuhen kaum gehen konnte, weil jeglicher Druck auf den Zeh unterträglich war, machte ich mir doch langsam Gedanken und Sorgen.
Natürlich hab ich versucht, mich schlau zu googlen. Da war die Rede davon, dass Langstreckenläufer (ich zähl mich mal einfach jetzt dazu...) häufig schwarz-blaue Fußnägel haben, dass diese sich ablösen, manchmal nicht mehr nachwachsen etc.
Woran kann es liegen? Beim Schuhkauf hatte ich mich per Laufbandanalyse und Kontrolle der Passform m. E. ausreichend um eine passende Schuhgröße bemüht. Wenn ich den Schuh anhabe, ist vorne ein guter CM Platz, so dass ich auch bei einem eventuellen Nachvornerutschen nicht gegen die Kante stoße.
Eine Kollegin brachte mich dann auf den Gedanken, dass vermutlich die Hitze Schuld ist - bei Hitze dehnt der Fuß sich aus und passt dann eben nicht mehr optimal, man stößt vielleicht doch vorne an, wo sonst noch Platz gewesen wäre. Und da ich ja grad auch bei bzw. trotz Hitze meine 20-km-Runde gelaufen bin, ist dies gut nachvollziehbar.
Laut diverser Internetforen weiß ich jetzt, dass ich Laufschuhe besser nicht morgens, sondern eher nachmittags oder abends kaufen soll, wenn die Füße "dicker" sind. Tja, hab ich vorher nicht gewusst. Ich hab zwar inzwischen drei Paar Laufschuhe, aber alle in derselben Größe (etwas größer als meine normalen Schuhe). Vielleicht sollte ich mir mal ein Hitzepaar zulegen, welches noch etwas größer ist?
Naja, jedenfalls sieht der Zeh inzwischen so bös aus, dass ich morgen unbedingt zum Medicus gehen werde. Schmerzen hab ich derzeit glücklicher Weise nicht, gestern Abend sah es aber noch anders aus und Barfußlaufen war gestern sowieso das Größte (zum Glück war echtes Hochsommerwetter!). Ich fürchte, dass sich der Nagel ablöst und darunter hat sich auch schon irgendwie Gewebe gebildet. Hoffentlich ist die Nagelmatrix (heißt es glaub ich) nicht geschädigt und es wächst tatsächlich noch ein Nagel nach. So schön wie früher wird der sicher nie wieder aber ich war ja sowieso nie ein Fußmodel ;-)
Mal schauen, was geht....für die kommende Woche sieht mein Trainingsplan eh nur drei Läufe a 5 km vor, da jetzt vor dem geplanten HM in acht Tagen Regeneration befohlen wurde. Und mein Mann hat mir jegliches Laufverbot erteilt, solange nicht die Sache mit dem Zeh geklärt und ärztlicherseits grünes Licht gegeben wurde. Wenn der Nagel abgetrennt wird und ich eine offene Stelle am Zeh habe oder da sonstwie herumgeschnippelt werden muss, sehe ich für meinen Wettkampf allerdings schwarz....
Donnerstag, 13. August 2009
Bundesnetzagentur
Kürzlich flatterte mir eine Rechnung über gut 30 Euro ins Haus: Ausgestellt von Tele2, einem Dienstleister in Sachen Telekommunikation, der durch ein sogenanntes Preselectionverfahren die günstigste Telefonverbindung herstellt - und hierfür eine Gebühr in Rechnung stellt. Bevor wir eine Telefon- und Internetflatrate hatten, hatten wir diesen Service auch mal in Anspruch genommen. Das ist aber schon Jahre her!
Definitv brauchen wir seit Bestehen unserer Flatrate diesen Dienst nicht mehr und durch das Preselection-Verfahren entstünden nur zusätzliche Telefonkosten.
Ein Anruf bei Tele2 klärte mich auf, die Information, dass wir wieder die Preselection wünschten, käme von der Telekom. Die Telekom wusste von nichts und teilte mit, nach deren Unterlagen sähe es so aus, als habe man nach einer Information durch Tele2 eine Voreinstellung vorgenommen, dass JEDER Anruf von uns automatisch über die Preselection liefe!
Also - wie auch immer - die Rechnung wollte ich auf keinen Fall bezahlen. Also sowohl einen Widerspruch an Tele2, als auch an Telekom verschickt. Bei der Telekom sicherte man mir auf meine telefonische Anfrage hin zudem zu, die Vorwahl, sei jetzt herausgenommen.
Fünf Tage später wieder Post: Telekom. Teilt mir mit, dass sie nun auf unseren Wunsch hin ZWEI Preselection-Nummern eingerichtet hätten! WIE BITTE? Ich sofort wieder da angerufen und auf den vorigen Vorgang verwiesen. Ja, der war dort sogar aktenmäßig erfasst! Mein Gesprächspartner war sehr nett, nahm wiederum die Vorwahl heraus und riet mir, Tele2 mit einer Info an die Bundesnetzagentur zu drohen, da hätten die immer Schiss vor.
Bundesnetzagentur? Hatte ich doch kürzlich schonmal gehört! An die kann man sich z. B. wenden, wenn man unaufgefordert Werbeanrufe erhält. Die Mailadresse war schnell herausgefunden und eine Mail mit Kopie an Tele2 und Telekom verfasst. Zusammengefasst läßt sich festhalten, dass ich mich über Tele2 beschwert habe, die eine Art unlauteren Wettbewerbs begangen hatten, da sie ohne rechtlichen Grund die Telekom über ein (nicht bestehendes) Vertragsverhältnis mit mit informiert hatten.
Und dann kam tatsächlich bereits heute eine Antwort: Die Bundesnetzagentur hat mir, obgleich gar nicht zuständig, folgende äußerst ausführliche Rechtsberatung zuteil werden lassen. Vielleicht ist ja dem ein- oder anderen Leser einmal ähnliches passiert und die Info ist von Interesse....
Sehr geehrte Frau Haeusler,
vielen Dank für Ihre E-Mail, mit der Sie sich über das Geschäftsgebaren des Telekommunikationsanbieters Tele2 beschweren. Nach Ihren Angaben hat das Unternehmen schon mehrmals versucht, eine von Ihnen nicht beauftragte Änderung der Netzbetreibervoreinstellung (Preselection) bei der Deutschen Telekom AG (DT AG) vornehmen zu lassen. Sie hinterfragen, ob die Bundesnetzagentur hier tätig werden kann.
Erlauben Sie mir einige allgemeine Erläuterungen hinsichtlich des Zuständigkeitsbereiches meines Hauses. Der Gesetzgeber hat mit dem Telekommunikationsgesetz vom 22.06.2004 (TKG), geändert durch das Gesetz zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Vorschriften vom 18.Februar 2007 (BGBL Teil I Nr. 5), die Aufgaben und Befugnisse der Bundesnetzagentur im Bereich der Telekommunikation festgelegt. Es ist Aufgabe der Bundesnetzagentur einen chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerb zwischen den Telekommunikationsunternehmen zu sichern, die flächendeckende Grundversorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen zu erschwinglichen Preisen zu gewährleisten, Telekommunikationsdienste bei öffentlichen Einrichtungen zu fördern und für die effiziente und störungsfreie Nutzung von Frequenzen zu sorgen. Die Bundesnetzagentur erarbeitet Lösungen im Rahmen der Standardisierung, verwaltet Frequenzen und Rufnummern, bekämpft den Missbrauch von Rufnummern und berät die Verbraucher über neue telekommunikationsrechtliche Regelungen und deren Auswirkungen.
Eine allgemeine Fach- und Rechtsaufsicht über Telekommunikationsunternehmen hat mir der Gesetzgeber nicht eingeräumt. Insofern steht es mir generell nicht zu, direkten Zugriff auf Kundenunterlagen bei diesem Unternehmen zu nehmen und diese hinsichtlich des Vorgehens im Einzelfall anzuweisen. Dies gilt auch für das Geschäftsgebaren einschließlich der Werbemaßnahmen zur Kundengewinnung und der Produktvermarktung.
Der Abschluss, die Änderung oder die Kündigung von Verträgen beurteilen sich ausschließlich nach zivilrechtlichen Grundsätzen. Dabei obliegt es allein den Zivilgerichten über die Rechtmäßigkeit getroffener vertraglicher Regelungen - auch in Form von Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entscheiden. Maßgeblich sind die im konkreten Vertrag und den AGB/Leistungsbeschreibungen und Preislisten des Unternehmens getroffenen Vereinbarungen.
Gerne gebe ich Ihnen nachfolgend Informationen zu dem von Ihnen beschriebenen Problem, einer nicht beauftragten Änderung der Netzbetreibervoreinstellung.
Ausgehend von einer Definition der Federal Communications Commission (FCC) bezeichnet der aus dem anglo -amerikanischen Sprachraum stammende Begriff „Slamming“ den illegalen Vorgang des Änderns eines Telefondiensteanbieters eines Verbrauchers ohne dessen Erlaubnis.
Beim „Slamming“ im Zusammenhang mit dem Preselection- Verfahren erfolgt der Wechsel der Voreinstellung auf einen anderen Anbieter, ohne dass der Verbraucher bewusst einen Betreiber beauftragt hat. Das für das „Slamming“ charakteristische Fehlen einer entsprechenden Bevollmächtigung zur Änderung der Voreinstellung auf einen anderen Telefondiensteanbieter und die sich daraus ergebenden rechtlichen Handlungsmöglichkeiten für den Verbraucher sind grundsätzlich anhand allgemeiner zivilrechtlicher Vorschriften zu beurteilen.
Daneben kann im Hinblick auf die rechtliche Bewertung von „Slamming“ ein Verstoß gegen das allgemeine Wettbewerbsrecht (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb – UWG) vorliegen.
Diese Sachverhalte unterfallen nach hiesiger Einschätzung allgemeinen wettbewerbsrechtlichen Vorschriften, so dass die Voraussetzungen für ein Eingreifen der Bundesnetzagentur grundsätzlich nicht gegeben sind.
Der Verbraucher hat jedoch die Möglichkeit sich bei einem Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb an die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. Frankfurt a. M., Postfach 25 55, 61295 Bad Homburg zu wenden. Dieser eingetragene Verein bearbeitet Anfragen zum Wettbewerbsrecht und macht dabei auch von seinem Recht zur Abmahnung Gebrauch.
Zunächst sollten Sie darauf bestehen, dass die Deutsche Telekom AG (DT AG) in Ihrem Fall das sonst übliche Massenverfahren nicht anwendet und auf der Vorlage eines schriftlichen Preselection-Auftrags des anderen Anbieters besteht. Außerdem könnten Sie der Erhebung eines Umschaltentgelts widersprechen, wenn kein Preselection-Auftrag vorliegt.
Gleichwohl sollten Sie aber sicher sein, dass tatsächlich zu keinem Zeitpunkt eine Umschaltung beauftragt worden ist. Einige Anbieter führen Werbeaktionen per Telefon oder auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen durch, bei der auch Angaben zur Person und zu Kontodaten erfragt werden und eine Unterschrift geleistet werden soll bzw. ein telefonischer Mitschnitt erfolgt. Dabei kann u. U. gefragt werden, ob Sie günstiger telefonieren möchten usw. Die Auswertung derartiger Werbeaktionen kann jedoch einige Zeit dauern, so dass eine ggf. dort gegebene Unterschrift für einen Preselection -Auftrag erst später zu einem Umschaltantrag des Anbieters bei der DT AG führt.
Durch die DT AG ist durchaus nachprüfbar, ob es tatsächlich der Wunsch eines Teilnehmers sei, von der Möglichkeit der Betreibervorauswahl Gebrauch zu machen oder nicht.
Mit - mittlerweile rechtskräftigem - Urteil vom 26.10.2005 hat das VG Köln, unter Heranziehung des § 174 S. 1 BGB entschieden, dass die DT AG bei der Prüfung sogar auf die Schriftform bestehen dürfe. Nach dieser Rechtsvorschrift ist ein einseitiges Rechtsgeschäft, das ein Bevollmächtigter einem anderen gegenüber vornimmt, unwirksam, wenn der Bevollmächtigte eine Vollmachtsurkunde nicht vorlegt und der andere das Rechtsgeschäft aus diesem Grund unverzüglich zurückweist.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass mittlerweile der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs am 10.10.2006 (Az. KZR 26/05) eine abweichende Entscheidung zu dieser Problematik getroffen hat. Danach darf ein marktbeherrschender Betreiber eines Teilnehmernetzes die Voreinstellung eines Telefonkundenanschlusses auf das Verbindungsnetz eines Mitbewerbers (Preselection) grundsätzlich nur dann von einem schriftlichen Kundenwunsch nach Änderung der Voreinstellung abhängig machen, wenn er auch für die Wiederherstellung der Voreinstellung auf das eigene Verbindungsnetz eine schriftliche Erklärung des Kunden voraussetzt.
Zur Beurteilung und Bewertung der vertragsrechtlichen Aspekte Ihres Anliegens können Ihnen auch die Rechtsberatungen bei den Verbraucherverbänden oder ein Rechtsanwalt Ihres Vertrauens Hilfestellung geben.
Ihre nächstgelegene, für Sie zuständige, Verbraucherzentrale finden Sie im Internet unter http://www.verbraucherzentrale.de/.
Da im dargestellten Fall keine telekommunikationsrechtlichen Sachverhalte zur Klärung vorliegen, sondern rein zivil- bzw. allgemein wettbewerbsrechtliche Aspekte zu bewerten sind, kann ich Ihnen leider nicht weiter tätig werden..
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Verbraucherservice
verbraucherservice@bnetza.de
http://www.bundesnetzagentur.de
13.08.2009
Definitv brauchen wir seit Bestehen unserer Flatrate diesen Dienst nicht mehr und durch das Preselection-Verfahren entstünden nur zusätzliche Telefonkosten.
Ein Anruf bei Tele2 klärte mich auf, die Information, dass wir wieder die Preselection wünschten, käme von der Telekom. Die Telekom wusste von nichts und teilte mit, nach deren Unterlagen sähe es so aus, als habe man nach einer Information durch Tele2 eine Voreinstellung vorgenommen, dass JEDER Anruf von uns automatisch über die Preselection liefe!
Also - wie auch immer - die Rechnung wollte ich auf keinen Fall bezahlen. Also sowohl einen Widerspruch an Tele2, als auch an Telekom verschickt. Bei der Telekom sicherte man mir auf meine telefonische Anfrage hin zudem zu, die Vorwahl, sei jetzt herausgenommen.
Fünf Tage später wieder Post: Telekom. Teilt mir mit, dass sie nun auf unseren Wunsch hin ZWEI Preselection-Nummern eingerichtet hätten! WIE BITTE? Ich sofort wieder da angerufen und auf den vorigen Vorgang verwiesen. Ja, der war dort sogar aktenmäßig erfasst! Mein Gesprächspartner war sehr nett, nahm wiederum die Vorwahl heraus und riet mir, Tele2 mit einer Info an die Bundesnetzagentur zu drohen, da hätten die immer Schiss vor.
Bundesnetzagentur? Hatte ich doch kürzlich schonmal gehört! An die kann man sich z. B. wenden, wenn man unaufgefordert Werbeanrufe erhält. Die Mailadresse war schnell herausgefunden und eine Mail mit Kopie an Tele2 und Telekom verfasst. Zusammengefasst läßt sich festhalten, dass ich mich über Tele2 beschwert habe, die eine Art unlauteren Wettbewerbs begangen hatten, da sie ohne rechtlichen Grund die Telekom über ein (nicht bestehendes) Vertragsverhältnis mit mit informiert hatten.
Und dann kam tatsächlich bereits heute eine Antwort: Die Bundesnetzagentur hat mir, obgleich gar nicht zuständig, folgende äußerst ausführliche Rechtsberatung zuteil werden lassen. Vielleicht ist ja dem ein- oder anderen Leser einmal ähnliches passiert und die Info ist von Interesse....
Sehr geehrte Frau Haeusler,
vielen Dank für Ihre E-Mail, mit der Sie sich über das Geschäftsgebaren des Telekommunikationsanbieters Tele2 beschweren. Nach Ihren Angaben hat das Unternehmen schon mehrmals versucht, eine von Ihnen nicht beauftragte Änderung der Netzbetreibervoreinstellung (Preselection) bei der Deutschen Telekom AG (DT AG) vornehmen zu lassen. Sie hinterfragen, ob die Bundesnetzagentur hier tätig werden kann.
Erlauben Sie mir einige allgemeine Erläuterungen hinsichtlich des Zuständigkeitsbereiches meines Hauses. Der Gesetzgeber hat mit dem Telekommunikationsgesetz vom 22.06.2004 (TKG), geändert durch das Gesetz zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Vorschriften vom 18.Februar 2007 (BGBL Teil I Nr. 5), die Aufgaben und Befugnisse der Bundesnetzagentur im Bereich der Telekommunikation festgelegt. Es ist Aufgabe der Bundesnetzagentur einen chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerb zwischen den Telekommunikationsunternehmen zu sichern, die flächendeckende Grundversorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen zu erschwinglichen Preisen zu gewährleisten, Telekommunikationsdienste bei öffentlichen Einrichtungen zu fördern und für die effiziente und störungsfreie Nutzung von Frequenzen zu sorgen. Die Bundesnetzagentur erarbeitet Lösungen im Rahmen der Standardisierung, verwaltet Frequenzen und Rufnummern, bekämpft den Missbrauch von Rufnummern und berät die Verbraucher über neue telekommunikationsrechtliche Regelungen und deren Auswirkungen.
Eine allgemeine Fach- und Rechtsaufsicht über Telekommunikationsunternehmen hat mir der Gesetzgeber nicht eingeräumt. Insofern steht es mir generell nicht zu, direkten Zugriff auf Kundenunterlagen bei diesem Unternehmen zu nehmen und diese hinsichtlich des Vorgehens im Einzelfall anzuweisen. Dies gilt auch für das Geschäftsgebaren einschließlich der Werbemaßnahmen zur Kundengewinnung und der Produktvermarktung.
Der Abschluss, die Änderung oder die Kündigung von Verträgen beurteilen sich ausschließlich nach zivilrechtlichen Grundsätzen. Dabei obliegt es allein den Zivilgerichten über die Rechtmäßigkeit getroffener vertraglicher Regelungen - auch in Form von Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entscheiden. Maßgeblich sind die im konkreten Vertrag und den AGB/Leistungsbeschreibungen und Preislisten des Unternehmens getroffenen Vereinbarungen.
Gerne gebe ich Ihnen nachfolgend Informationen zu dem von Ihnen beschriebenen Problem, einer nicht beauftragten Änderung der Netzbetreibervoreinstellung.
Ausgehend von einer Definition der Federal Communications Commission (FCC) bezeichnet der aus dem anglo -amerikanischen Sprachraum stammende Begriff „Slamming“ den illegalen Vorgang des Änderns eines Telefondiensteanbieters eines Verbrauchers ohne dessen Erlaubnis.
Beim „Slamming“ im Zusammenhang mit dem Preselection- Verfahren erfolgt der Wechsel der Voreinstellung auf einen anderen Anbieter, ohne dass der Verbraucher bewusst einen Betreiber beauftragt hat. Das für das „Slamming“ charakteristische Fehlen einer entsprechenden Bevollmächtigung zur Änderung der Voreinstellung auf einen anderen Telefondiensteanbieter und die sich daraus ergebenden rechtlichen Handlungsmöglichkeiten für den Verbraucher sind grundsätzlich anhand allgemeiner zivilrechtlicher Vorschriften zu beurteilen.
Daneben kann im Hinblick auf die rechtliche Bewertung von „Slamming“ ein Verstoß gegen das allgemeine Wettbewerbsrecht (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb – UWG) vorliegen.
Diese Sachverhalte unterfallen nach hiesiger Einschätzung allgemeinen wettbewerbsrechtlichen Vorschriften, so dass die Voraussetzungen für ein Eingreifen der Bundesnetzagentur grundsätzlich nicht gegeben sind.
Der Verbraucher hat jedoch die Möglichkeit sich bei einem Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb an die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. Frankfurt a. M., Postfach 25 55, 61295 Bad Homburg zu wenden. Dieser eingetragene Verein bearbeitet Anfragen zum Wettbewerbsrecht und macht dabei auch von seinem Recht zur Abmahnung Gebrauch.
Zunächst sollten Sie darauf bestehen, dass die Deutsche Telekom AG (DT AG) in Ihrem Fall das sonst übliche Massenverfahren nicht anwendet und auf der Vorlage eines schriftlichen Preselection-Auftrags des anderen Anbieters besteht. Außerdem könnten Sie der Erhebung eines Umschaltentgelts widersprechen, wenn kein Preselection-Auftrag vorliegt.
Gleichwohl sollten Sie aber sicher sein, dass tatsächlich zu keinem Zeitpunkt eine Umschaltung beauftragt worden ist. Einige Anbieter führen Werbeaktionen per Telefon oder auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen durch, bei der auch Angaben zur Person und zu Kontodaten erfragt werden und eine Unterschrift geleistet werden soll bzw. ein telefonischer Mitschnitt erfolgt. Dabei kann u. U. gefragt werden, ob Sie günstiger telefonieren möchten usw. Die Auswertung derartiger Werbeaktionen kann jedoch einige Zeit dauern, so dass eine ggf. dort gegebene Unterschrift für einen Preselection -Auftrag erst später zu einem Umschaltantrag des Anbieters bei der DT AG führt.
Durch die DT AG ist durchaus nachprüfbar, ob es tatsächlich der Wunsch eines Teilnehmers sei, von der Möglichkeit der Betreibervorauswahl Gebrauch zu machen oder nicht.
Mit - mittlerweile rechtskräftigem - Urteil vom 26.10.2005 hat das VG Köln, unter Heranziehung des § 174 S. 1 BGB entschieden, dass die DT AG bei der Prüfung sogar auf die Schriftform bestehen dürfe. Nach dieser Rechtsvorschrift ist ein einseitiges Rechtsgeschäft, das ein Bevollmächtigter einem anderen gegenüber vornimmt, unwirksam, wenn der Bevollmächtigte eine Vollmachtsurkunde nicht vorlegt und der andere das Rechtsgeschäft aus diesem Grund unverzüglich zurückweist.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass mittlerweile der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs am 10.10.2006 (Az. KZR 26/05) eine abweichende Entscheidung zu dieser Problematik getroffen hat. Danach darf ein marktbeherrschender Betreiber eines Teilnehmernetzes die Voreinstellung eines Telefonkundenanschlusses auf das Verbindungsnetz eines Mitbewerbers (Preselection) grundsätzlich nur dann von einem schriftlichen Kundenwunsch nach Änderung der Voreinstellung abhängig machen, wenn er auch für die Wiederherstellung der Voreinstellung auf das eigene Verbindungsnetz eine schriftliche Erklärung des Kunden voraussetzt.
Zur Beurteilung und Bewertung der vertragsrechtlichen Aspekte Ihres Anliegens können Ihnen auch die Rechtsberatungen bei den Verbraucherverbänden oder ein Rechtsanwalt Ihres Vertrauens Hilfestellung geben.
Ihre nächstgelegene, für Sie zuständige, Verbraucherzentrale finden Sie im Internet unter http://www.verbraucherzentrale.de/.
Da im dargestellten Fall keine telekommunikationsrechtlichen Sachverhalte zur Klärung vorliegen, sondern rein zivil- bzw. allgemein wettbewerbsrechtliche Aspekte zu bewerten sind, kann ich Ihnen leider nicht weiter tätig werden..
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Verbraucherservice
verbraucherservice@bnetza.de
http://www.bundesnetzagentur.de
13.08.2009
Dienstag, 11. August 2009
Du weisst, du bist ein/e Langstreckenläufer/in, wenn...
... du auf die Frage nach deinem Alter mit M40 antwortest.
... du deinen nächsten Geburtstag nicht erwarten kannst, weil du dann in die nächste Altersklasse wechselst.
... du deinen 42,195-ten Geburtstag feierst.
... deine Vorstellung von einem tollen Geburtstag darin besteht, dass du mit deinen Freunden die Anzahl deiner Jahre in Kilometern läufst.
... du an Silvester statt zu einer Party zum Neujahrsmarathon Zürich gehst.
... deine Vorstellung eines amüsanten Dates darin besteht, ein gemeinsames 20 Kilometer Lauftraining zu absolvieren.
... du versuchst, Mädchen mit deiner Kilometerzeit zu beeindrucken.
... du zwar die Nummer deines Championchips auswendig weisst, dir aber den Geburtstag deiner Freundin nicht merken kannst.
... dich jemand fragt, wie lange dein heutiges Training sein wird, und du antwortest: Zwei bis drei ............ Stunden!
... du nach 2h28'30" vor der Haustür ankommst und noch drei Runden um den Häuserblock drehst, um das 2h30' Training korrekt absloviert zu haben.
... du "20 Kilometer" und "lockeres Training" in demselben Satz verwendest.
... dich beim Training jemand überholt und du dir einredest: Der macht wohl nur 10 Kilometer.
... deine Trainings dadurch begrenzt sind, wieviel Zeit du hast, und nicht wie weit du zu laufen im Stande bist.
... dich deine Betreuer anfeuern mit: Du bist auf dem zweiten Platz, nur eine Viertelstunde hinter dem Führenden. 10 Kilometer bleiben dir noch um aufzuholen!
... du frühmorgens aufwachst, aus dem Bett springst, und dich auf dein 6-Uhr-Lauftraining freust.
... du vom Laufen träumst.
... du nie mehr Pyjamas kaufst, weil du nachts deine Finisher-T-Shirts trägst.
... du nachts, um auf's Klo zu kommen, nicht die Flur- sondern die Stirnlampe anmachst.
... dich deine Freundin/dein Freund frühmorgens weckt mit den Worten: Steh auf und beweg deinen A.... - und du weisst, sie/er macht es aus Liebe.
... du um 8 Uhr zur Geologie-Schulstunde gehst, und dort die vom Morgentraining herrührenden Salzkristalle an deiner Brille in deinem Vortrag über Ablagerungsmaterial benützst. [Dies ist nicht frei erfunden!]
... du trotz eines Gewitters zwei Stunden laufen gehst, und es richtig geniesst, nass und dreckig zu werden, und durch die Bäche zu laufen, die einst Fusswege waren.
... du im Sommer bei einsetzendem Regen jubilierst und spontan deinen Trainingslauf verlängerst.
... du beim Wort "Asphalt" an ein notwendiges Übel denkst, welches die angenehmen Naturwege verbindet.
... mehr Dreck an deinen Laufschuhen klebt, als in deinem Garten liegt.
... du deine Laufschuhe nummerierst, um die alten von den neuen zu unterscheiden; dreckig sind sie nämlich alle.
... du dich wunderst, weshalb Laufsocken nicht bereits braun produziert werden.
... all deine weissen Shirts auf dem Rücken mit braunen Punkten übersät sind.
... sich deine Frau/dein Mann keine Sorgen um dich zu machen braucht, wenn es zwei Stunden her ist, seit du das Haus zum Joggen verliessest.
... du denkst, ein Marathon sei einfacher als ein Halbmarathon, weil du da nicht so schnell loszulaufen brauchst.
... dir selbst nach dem 15. Marathon erneut Tränen der Freude für die belohnte Schinderei über die Wangen kullern.
... du ein Fahrzeug mit automatischer Schaltung mietest, um zu einem Marathon zu fahren; denn sowohl du als auch dein Kollege besitzen Autos mit Gangschaltung, aber keiner von euch wird in der Lage sein, damit zurückzufahren.
... du schliesslich doch mit deinem eigenen Auto nach Hause fährst, deine Sehne im linken Knie danach aber stark schmerzt.
... eine junge Läuferin vor dir bei der Verpflegungsstelle bei einem Marathon nicht nur ihre mitgeführte Trinkflasche wechselt, sondern auch gleich noch ihr T-Shirt und ihren BH, und du nichts weiter tust, als einen letzten Schluck zu nehmen, einen Blick auf deine Uhr zu werfen und deinem Betreuer zuzurufen: Ich muss mich beeilen, wenn ich meine Bestzeit noch unterbieten will!
... du während eines Marathons eine Läuferin triffst, und das einzige worüber ihr sprecht, ist: Welche Farbe hat dein Urin? Kannst du genug Flüssigkeit zu dir nehmen?
... du es als natürlich empfindest, dein "Geschäft" im Wald hinter einem Baum zu verrichten.
... du nach einem Baum Ausschau hältst, wenn die Warteschlange bei einer Toilette zu lange ist.
... du anstatt bei der Herren-Toilette anzustehen die freie Damen-Toilette benützst.
... du nach einem Marathon eine Treppe runter gehst - ähm ... rückwärts - und alle lachen.
... deine Füsse Ähnlichkeiten mit Rohleder haben.
... die Anzahl deiner Zehen nicht mit der Anzahl deiner Zehennägel übereinstimmt.
... dein Pedicure-Set eine Zange beinhaltet.
... deine Füsse ohne Zehennägel besser aussehen.
... du immer mindestens einen schwarzen Zehennagel hast.
... du deine Zehennägel nicht anzumalen brauchst; sie haben sowieso schon unterschiedliche Farben.
... du nach dem Marathon voller Freude mit nicht desinfizierter Nadel den Bluterguss unter den Zehennägeln löst.
... dir keiner mehr glaubt, wenn du "nie wieder" sagst.
... auf deinem Unterarm auch 3 Monate nach dem Marathonlauf noch immer die angepeilten Zwischenzeiten sichtbar sind.
... dich dein Kollege, ein Kurzstreckenläufer, schief anschaut, wenn du ihm erzählst, dass 4 Minuten pro Kilometer ein sehr schnelles Tempo für einen Marathon sei.
... dich Leute dafür loben, dass du fähig seist, 10 Kilometer am Stück zu laufen, und du dich dadurch beleidigt fühlst.
... du an einem 10-Kilometer-Lauf teilnimmst, um deine Grundschnelligkeit zu verbessern.
... du dich für einen 5 Kilometer Lauf 10 Kilometer einläufst.
... du bei einem 5-Kilometer-Lauf noch eine zweite Runde anhängst, um dein Tun wenigstens halbwegs als Training bezeichnen zu können.
... du bei einem 5-Kilometer-Lauf im Ziel aus Gewohnheit den Zwischenzeit-Knopf deiner Stoppuhr drückst.
... du im Training auch beim Pinkeln die Stoppuhr anhältst, um die korrekte Nettozeit ins Trainingstagebuch einzutragen.
... du an einem Kurzdistanz-Triathlon teilnimmst, und deine Laufzeit langsamer ist als in den Jahren, als du auf Triathlon spezialisiert warst.
... die Kollegen am Arbeitsplatz dich für viel besser in Form halten als du dich selber.
... du auch tatsächlich viel fitter bist, als du selber glaubst.
... deine Kollegen den Fahrstuhl benützen, du aber dennoch vor ihnen oben ankommst.
... du Arbeit als Pause zwischen den Läufen betrachtest.
... dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, wo du den nächsten Urlaub verbringst, sondern welches der nächste Marathon ist, an dem du teilnimmst.
... dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, ob du am Wochenende laufen gehst, sondern wo und wie weit.
... du dir ernsthaft überlegst, deine Staatsbürgerschaft aufzugeben, um bei den Olympischen Spielen im Marathon für Tonga, Jemen oder Lesotho starten zu können..
... du ein Foto für deine Bewerbung brauchst und du nur Lauffotos besitzt.
... du deine Laufausrüstung bereits bei der Arbeit trägst, um danach sofort bereit fürs Training zu sein.
... dir erst beim Anblick deiner Armbanduhr wieder einfällt, dass du deinen Puls nicht zu kontrollieren brauchst, wenn du zu Fuss unterwegs zu einem Kunden bist.
... du den Arbeitsplatz jeweils frühzeitig verlässt, um laufen zu gehen.
... du nach einem erfolgreichem Geschäftsabschluss eine Medaille und ein Finisher-Shirt erwartest.
... du die Personalabteilung nach deiner Netto-Arbeitszeit fragst.
... du deinem neuen Arbeitskollegen gratulierst, dass er gerade in deiner Firma angefangen hat, und du ihm rätst, gaaaanz langsam anzufangen.
... du im Büro nicht nur entkoffeinierten sondern auch isotonischen Kaffee haben möchtest.
... du Kaffeetassen nur noch halb füllst, um nicht so viel zu verschütten.
... du beim Anstellen in der Werkskantine Dehnungsübungen durchführst.
... du dreimal täglich Spaghetti isst.
... sie dich in diese "All you can eat" - Spaghetti-Läden nicht mehr hineinlassen.
... du ein halbes Pfund Spaghetti verdrückst und nach einer Stunde wieder Hunger hast.
... deine Keksdose mit Brötchen gefüllt ist.
... du ein Stück deiner Lieblingstorte ablehnst, weil du in einer Stunde zu einem Traininmgslauf aufbrechen willst.
... du immer noch in deine Klamotten passt, welche du mit 20 getragen hast.
... du beim Mittagessen aus einer Wasserflasche trinkst.
... du mehr Wasser trinkst als Free Willy.
... du dich ohne deine Wasserflasche verloren fühlst.
... deine Hunde aus Wasserflaschen trinken können.
... du den Schimmel in deinen Trinkflaschen als zusätzliche Elektrolyte betrachtest.
... du mehr Trinkflaschen besitzt, als Imelda Marcos Schuhe.
... du eine Laufschuhsammlung besitzt, die Imelda Marcos eifersüchtig machen würde.
... du ein Schuhgeschäft in der Absicht betrittst, ein Paar neue "Bürotreter" zu kaufen, und mit einem Paar Laufschuhe rauskommst.
... du versuchst, Hausschuhe mit Pronationsstütze zu kaufen.
... du auch deine italienischen Designerschuhe mit einem Doppelknoten bindest.
... deine Schuhe pro Jahr mehr Kilometer drauf bekommen als dein Auto.
... du dir auf der Autobahn beim Anblick der Distanzangaben überlegst, wie lange du für diese Strecken zu Fuss bräuchtest.
... du nie zurückblickst (und deswegen bei der Führerscheinprüfung durchfällst).
... du deine ganzen Ferientage aufbrauchst, um an Läufen teilzunehmen.
... deine Wochenenden für die nächsten fünf Jahre schon verplant sind.
... du deine Hochzeit verschiebst, weil sie nicht in deinen Trainingsplan passt.
... deine Eltern vom Spaziergang zurückkommen und du sie über die Strecke, Zeit und Puls ausfragst.
... dein Durschnittstempo beim Schaufensterbummel mit Familie deutlich über dem Tempo von Walkinggruppen liegt.
... sich dein Hund beeilen muss, um mitzuhalten.
... du beim Einkaufsbummel in der Fussgängerzone vollkommen entnervt nach einer Nebenstrasse suchst um endlich voran zu kommen.
... du deine Familienausflüge rund um Laufveranstaltungen planst, und umgekehrt.
... du einen See nur noch danach beurteilt, ob man gut herumlaufen kann.
... du die Wahl deines nächsten Ferienortes davon abhängig machst, wo ein schöner Lauf stattfindet.
... du im Urlaub deine Familie aus der 20 Kilometer entfernt gelegenen Stadt anrufst, weil du in der mittlerweile eingebrochenen Dunkelheit den Weg zurück nicht mehr findest.
... du mit deiner Familie einen Nationalpark besuchst, entdeckst, dass zwischen eurem momentanen Standort und dem nächsten Ort, den ihr besuchen wollt, zwar 75 Kilometer mit dem Auto, aber nur 20 Kilometer zu Fuss liegen, und denkst: Hmmm...
... du beim Einschlafen statt Schafen Läufer zählst.
... dich deine Kollegen nur in kurzen Hosen erkennen.
... du in deinen Shorts duschst.
... du den Ausdruck "ich laufe gerne" in 5 verschiedenen Sprachen kennst.
... du mehr Ausdrücke kennst für "Laufen" wie Eskimos für "Schnee". [Wobei korrekterweise anzumerken ist, dass Eskimos dafür gar nicht so viele Ausdrücke haben, wie oft behauptet wird.]
... wichtige Arbeiten im Haushalt nur in Erholungswochen erledigt werden.
... du ein Waschmittel-Experte wirst, damit du dein Liebling-Shirt so schonend wie möglich waschen kannst.
... du dein Lauf-Shirt nach dem Kriterium auswählst, wieviel Glück es dir bisher gebracht hat.
... du dir einen ganzen Marathon im TV ansehen kannst ohne dich zu langweilen.
... du dir um 2 Uhr morgens die TV-Live-Übertragung eines Marathonlaufs anschaust.
... du 42195 als persönlichen Code verwendest.
... du die lustigen Namen all dieser Kenianer aussprechen kannst.
... du ohne verlegen zu werden das Wort "Fartlek" aussprechen kannst.
... du dein ganzes Gehalt für Laufbekleidung, Elektrolytgetränke, Energieriegel und Startgelder ausgibst.
... deine Lieblingsnahrungsmittel Kohlenhydrate sind.
... es dich erregt, wenn du hörst, dass Gatorade eine neue Geschmacksrichtung auf den Markt bringt.
... du auswendig weisst, welcher Energieriegel wieviele Proteine enthält.
... du dich an sämtliche Zeiten all deiner Rennen erinnern kannst, den Hochzeitstag aber jedes Jahr vergisst.
... deine Uhr teurer und komplizierter ist als dein Auto.
... du dich ohne Stoppuhr nackt fühlst.
... du deine Kinder davor warnst, mit den Leistungen ihrer Mutter/ihres Vaters zu prahlen: Du möchtest doch nicht, dass die anderen Kinder denken, Mama/Papa sei verrückt, oder?
... du die Strassen und Wälder in deiner Umgebung besser kennst als deine Nachbarn.
... dein jüngstes Kind drei Stunden lang im Baby-Jogger angeschnallt bleibt.
... deine 4-jährige Tochter nach einem Kinder-Rennen behauptet, sie sei einen Marathon gelaufen.
... deine Kinder ihre Schulkameraden darüber aufklären, wieviel Gramm Fett die soeben gegessenen Süssigkeiten beinhalten.
... sich deine Kinder mit Energieriegeln und Trinkflaschen ausrüsten, wenn du einen Familienspaziergang ankündest.
... deine Kinder ein Lieblings-Elektrolytgetränk und einen Lieblings-Energieriegel haben.
... deine Kinder ihre Entscheidung, ob sie bei deinem nächsten Marathonlauf dabei sein wollen, davon abhängig machen, welche Sportlernahrung bei den Verpflegungsstellen zur Verfügung steht.
... dein 6-jähriger Sohn den Unterschied zwischen einem 10-Kilometer-Lauf und einem 10-Meilen-Lauf kennt.
... deine Familie - sobald du einen spannenden Familienausflug ankündigst - fragt: Wo ist das Rennen?
... du dir einen Computer mit Internetanschluss zulegst, nur um die Resultate von Läufen sofort anschauen zu können.
... du Internetseiten über's Laufen machst.
... du diese Seite liest und dich wunderst, warum das komisch sein soll.
Man erkennt, dass du KEIN(e) Langstreckenläufer(in) bist, wenn...
... du mit den Schnellsten losläufst, und danach von allen überholt wirst.
... du dich während eines 5-Kilometer-Rennens verpflegst.
... du dich beklagst, bergauf laufen schmerze.
... du dich auf dem Laufband für die Kalorien-Anzeige interessierst.
... du Durchhalte-Parolen an deinen Kühlschrank heftest.
... du Laufen für Lifestyle hältst.
... du die neueste Laufmode trägst.
... du jemanden ernsthaft fragst, welche Farbe er für Laufhosen bevorzuge.
... du dir überlegst, eines dieser dämlichen Nasenpflastern zu tragen.
... du im Ziel feststellst, dass dein Haarfärbemittel zwar wasser- aber nicht schweissfest ist.
... für dich Golf spielen eine Alternative zum Cross-Training ist.
... du im Ziel eines 5-Kilometer-Laufes Leute angrölst und umarmst, die du nicht einmal kennst.
Man erkennt, dass du ein(e) Langstreckenläufer(in) bist, wenn...
... du einen sonderbaren Laufstil hast.
... du Hunde angreifst, welche dir nachlaufen.
... du bei Laufschuhen das Damenmodell trotz rosa oder pink kaufst, weil es besser passt.
... dir zu jeder Marathonzeit auf Anhieb der Kilometerschnitt einfällt.
... du jede Halbmarathon-Zeit auswendig weisst, die du je liefst.
... dir der Name Emil Zatopek etwas sagt.
... du dich nicht um den Läufer hinter dir kümmerst, welcher sich darüber beklagt, wie du deine Ellenbogen in der letzten Kurve unfair eingesetzt hast.
... du nicht verstehen kannst, dass es deinen Kollegen egal ist, dass sie ihre angestrebte Endzeit deutlich verpasst haben.
... du dich dagegen wehrst, im Ziel von fremden Läufern abgeknutscht zu werden.
Copyright: http://www.neujahrsmarathon.ch/index.php?id=49 (Laut Copyright-Hinweis auf der Website ist das Kopieren und Veröffentlichen gestattet, wenn die Seite als Quelle angegeben wird, was hiermit geschehen ist.)
... du deinen nächsten Geburtstag nicht erwarten kannst, weil du dann in die nächste Altersklasse wechselst.
... du deinen 42,195-ten Geburtstag feierst.
... deine Vorstellung von einem tollen Geburtstag darin besteht, dass du mit deinen Freunden die Anzahl deiner Jahre in Kilometern läufst.
... du an Silvester statt zu einer Party zum Neujahrsmarathon Zürich gehst.
... deine Vorstellung eines amüsanten Dates darin besteht, ein gemeinsames 20 Kilometer Lauftraining zu absolvieren.
... du versuchst, Mädchen mit deiner Kilometerzeit zu beeindrucken.
... du zwar die Nummer deines Championchips auswendig weisst, dir aber den Geburtstag deiner Freundin nicht merken kannst.
... dich jemand fragt, wie lange dein heutiges Training sein wird, und du antwortest: Zwei bis drei ............ Stunden!
... du nach 2h28'30" vor der Haustür ankommst und noch drei Runden um den Häuserblock drehst, um das 2h30' Training korrekt absloviert zu haben.
... du "20 Kilometer" und "lockeres Training" in demselben Satz verwendest.
... dich beim Training jemand überholt und du dir einredest: Der macht wohl nur 10 Kilometer.
... deine Trainings dadurch begrenzt sind, wieviel Zeit du hast, und nicht wie weit du zu laufen im Stande bist.
... dich deine Betreuer anfeuern mit: Du bist auf dem zweiten Platz, nur eine Viertelstunde hinter dem Führenden. 10 Kilometer bleiben dir noch um aufzuholen!
... du frühmorgens aufwachst, aus dem Bett springst, und dich auf dein 6-Uhr-Lauftraining freust.
... du vom Laufen träumst.
... du nie mehr Pyjamas kaufst, weil du nachts deine Finisher-T-Shirts trägst.
... du nachts, um auf's Klo zu kommen, nicht die Flur- sondern die Stirnlampe anmachst.
... dich deine Freundin/dein Freund frühmorgens weckt mit den Worten: Steh auf und beweg deinen A.... - und du weisst, sie/er macht es aus Liebe.
... du um 8 Uhr zur Geologie-Schulstunde gehst, und dort die vom Morgentraining herrührenden Salzkristalle an deiner Brille in deinem Vortrag über Ablagerungsmaterial benützst. [Dies ist nicht frei erfunden!]
... du trotz eines Gewitters zwei Stunden laufen gehst, und es richtig geniesst, nass und dreckig zu werden, und durch die Bäche zu laufen, die einst Fusswege waren.
... du im Sommer bei einsetzendem Regen jubilierst und spontan deinen Trainingslauf verlängerst.
... du beim Wort "Asphalt" an ein notwendiges Übel denkst, welches die angenehmen Naturwege verbindet.
... mehr Dreck an deinen Laufschuhen klebt, als in deinem Garten liegt.
... du deine Laufschuhe nummerierst, um die alten von den neuen zu unterscheiden; dreckig sind sie nämlich alle.
... du dich wunderst, weshalb Laufsocken nicht bereits braun produziert werden.
... all deine weissen Shirts auf dem Rücken mit braunen Punkten übersät sind.
... sich deine Frau/dein Mann keine Sorgen um dich zu machen braucht, wenn es zwei Stunden her ist, seit du das Haus zum Joggen verliessest.
... du denkst, ein Marathon sei einfacher als ein Halbmarathon, weil du da nicht so schnell loszulaufen brauchst.
... dir selbst nach dem 15. Marathon erneut Tränen der Freude für die belohnte Schinderei über die Wangen kullern.
... du ein Fahrzeug mit automatischer Schaltung mietest, um zu einem Marathon zu fahren; denn sowohl du als auch dein Kollege besitzen Autos mit Gangschaltung, aber keiner von euch wird in der Lage sein, damit zurückzufahren.
... du schliesslich doch mit deinem eigenen Auto nach Hause fährst, deine Sehne im linken Knie danach aber stark schmerzt.
... eine junge Läuferin vor dir bei der Verpflegungsstelle bei einem Marathon nicht nur ihre mitgeführte Trinkflasche wechselt, sondern auch gleich noch ihr T-Shirt und ihren BH, und du nichts weiter tust, als einen letzten Schluck zu nehmen, einen Blick auf deine Uhr zu werfen und deinem Betreuer zuzurufen: Ich muss mich beeilen, wenn ich meine Bestzeit noch unterbieten will!
... du während eines Marathons eine Läuferin triffst, und das einzige worüber ihr sprecht, ist: Welche Farbe hat dein Urin? Kannst du genug Flüssigkeit zu dir nehmen?
... du es als natürlich empfindest, dein "Geschäft" im Wald hinter einem Baum zu verrichten.
... du nach einem Baum Ausschau hältst, wenn die Warteschlange bei einer Toilette zu lange ist.
... du anstatt bei der Herren-Toilette anzustehen die freie Damen-Toilette benützst.
... du nach einem Marathon eine Treppe runter gehst - ähm ... rückwärts - und alle lachen.
... deine Füsse Ähnlichkeiten mit Rohleder haben.
... die Anzahl deiner Zehen nicht mit der Anzahl deiner Zehennägel übereinstimmt.
... dein Pedicure-Set eine Zange beinhaltet.
... deine Füsse ohne Zehennägel besser aussehen.
... du immer mindestens einen schwarzen Zehennagel hast.
... du deine Zehennägel nicht anzumalen brauchst; sie haben sowieso schon unterschiedliche Farben.
... du nach dem Marathon voller Freude mit nicht desinfizierter Nadel den Bluterguss unter den Zehennägeln löst.
... dir keiner mehr glaubt, wenn du "nie wieder" sagst.
... auf deinem Unterarm auch 3 Monate nach dem Marathonlauf noch immer die angepeilten Zwischenzeiten sichtbar sind.
... dich dein Kollege, ein Kurzstreckenläufer, schief anschaut, wenn du ihm erzählst, dass 4 Minuten pro Kilometer ein sehr schnelles Tempo für einen Marathon sei.
... dich Leute dafür loben, dass du fähig seist, 10 Kilometer am Stück zu laufen, und du dich dadurch beleidigt fühlst.
... du an einem 10-Kilometer-Lauf teilnimmst, um deine Grundschnelligkeit zu verbessern.
... du dich für einen 5 Kilometer Lauf 10 Kilometer einläufst.
... du bei einem 5-Kilometer-Lauf noch eine zweite Runde anhängst, um dein Tun wenigstens halbwegs als Training bezeichnen zu können.
... du bei einem 5-Kilometer-Lauf im Ziel aus Gewohnheit den Zwischenzeit-Knopf deiner Stoppuhr drückst.
... du im Training auch beim Pinkeln die Stoppuhr anhältst, um die korrekte Nettozeit ins Trainingstagebuch einzutragen.
... du an einem Kurzdistanz-Triathlon teilnimmst, und deine Laufzeit langsamer ist als in den Jahren, als du auf Triathlon spezialisiert warst.
... die Kollegen am Arbeitsplatz dich für viel besser in Form halten als du dich selber.
... du auch tatsächlich viel fitter bist, als du selber glaubst.
... deine Kollegen den Fahrstuhl benützen, du aber dennoch vor ihnen oben ankommst.
... du Arbeit als Pause zwischen den Läufen betrachtest.
... dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, wo du den nächsten Urlaub verbringst, sondern welches der nächste Marathon ist, an dem du teilnimmst.
... dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, ob du am Wochenende laufen gehst, sondern wo und wie weit.
... du dir ernsthaft überlegst, deine Staatsbürgerschaft aufzugeben, um bei den Olympischen Spielen im Marathon für Tonga, Jemen oder Lesotho starten zu können..
... du ein Foto für deine Bewerbung brauchst und du nur Lauffotos besitzt.
... du deine Laufausrüstung bereits bei der Arbeit trägst, um danach sofort bereit fürs Training zu sein.
... dir erst beim Anblick deiner Armbanduhr wieder einfällt, dass du deinen Puls nicht zu kontrollieren brauchst, wenn du zu Fuss unterwegs zu einem Kunden bist.
... du den Arbeitsplatz jeweils frühzeitig verlässt, um laufen zu gehen.
... du nach einem erfolgreichem Geschäftsabschluss eine Medaille und ein Finisher-Shirt erwartest.
... du die Personalabteilung nach deiner Netto-Arbeitszeit fragst.
... du deinem neuen Arbeitskollegen gratulierst, dass er gerade in deiner Firma angefangen hat, und du ihm rätst, gaaaanz langsam anzufangen.
... du im Büro nicht nur entkoffeinierten sondern auch isotonischen Kaffee haben möchtest.
... du Kaffeetassen nur noch halb füllst, um nicht so viel zu verschütten.
... du beim Anstellen in der Werkskantine Dehnungsübungen durchführst.
... du dreimal täglich Spaghetti isst.
... sie dich in diese "All you can eat" - Spaghetti-Läden nicht mehr hineinlassen.
... du ein halbes Pfund Spaghetti verdrückst und nach einer Stunde wieder Hunger hast.
... deine Keksdose mit Brötchen gefüllt ist.
... du ein Stück deiner Lieblingstorte ablehnst, weil du in einer Stunde zu einem Traininmgslauf aufbrechen willst.
... du immer noch in deine Klamotten passt, welche du mit 20 getragen hast.
... du beim Mittagessen aus einer Wasserflasche trinkst.
... du mehr Wasser trinkst als Free Willy.
... du dich ohne deine Wasserflasche verloren fühlst.
... deine Hunde aus Wasserflaschen trinken können.
... du den Schimmel in deinen Trinkflaschen als zusätzliche Elektrolyte betrachtest.
... du mehr Trinkflaschen besitzt, als Imelda Marcos Schuhe.
... du eine Laufschuhsammlung besitzt, die Imelda Marcos eifersüchtig machen würde.
... du ein Schuhgeschäft in der Absicht betrittst, ein Paar neue "Bürotreter" zu kaufen, und mit einem Paar Laufschuhe rauskommst.
... du versuchst, Hausschuhe mit Pronationsstütze zu kaufen.
... du auch deine italienischen Designerschuhe mit einem Doppelknoten bindest.
... deine Schuhe pro Jahr mehr Kilometer drauf bekommen als dein Auto.
... du dir auf der Autobahn beim Anblick der Distanzangaben überlegst, wie lange du für diese Strecken zu Fuss bräuchtest.
... du nie zurückblickst (und deswegen bei der Führerscheinprüfung durchfällst).
... du deine ganzen Ferientage aufbrauchst, um an Läufen teilzunehmen.
... deine Wochenenden für die nächsten fünf Jahre schon verplant sind.
... du deine Hochzeit verschiebst, weil sie nicht in deinen Trainingsplan passt.
... deine Eltern vom Spaziergang zurückkommen und du sie über die Strecke, Zeit und Puls ausfragst.
... dein Durschnittstempo beim Schaufensterbummel mit Familie deutlich über dem Tempo von Walkinggruppen liegt.
... sich dein Hund beeilen muss, um mitzuhalten.
... du beim Einkaufsbummel in der Fussgängerzone vollkommen entnervt nach einer Nebenstrasse suchst um endlich voran zu kommen.
... du deine Familienausflüge rund um Laufveranstaltungen planst, und umgekehrt.
... du einen See nur noch danach beurteilt, ob man gut herumlaufen kann.
... du die Wahl deines nächsten Ferienortes davon abhängig machst, wo ein schöner Lauf stattfindet.
... du im Urlaub deine Familie aus der 20 Kilometer entfernt gelegenen Stadt anrufst, weil du in der mittlerweile eingebrochenen Dunkelheit den Weg zurück nicht mehr findest.
... du mit deiner Familie einen Nationalpark besuchst, entdeckst, dass zwischen eurem momentanen Standort und dem nächsten Ort, den ihr besuchen wollt, zwar 75 Kilometer mit dem Auto, aber nur 20 Kilometer zu Fuss liegen, und denkst: Hmmm...
... du beim Einschlafen statt Schafen Läufer zählst.
... dich deine Kollegen nur in kurzen Hosen erkennen.
... du in deinen Shorts duschst.
... du den Ausdruck "ich laufe gerne" in 5 verschiedenen Sprachen kennst.
... du mehr Ausdrücke kennst für "Laufen" wie Eskimos für "Schnee". [Wobei korrekterweise anzumerken ist, dass Eskimos dafür gar nicht so viele Ausdrücke haben, wie oft behauptet wird.]
... wichtige Arbeiten im Haushalt nur in Erholungswochen erledigt werden.
... du ein Waschmittel-Experte wirst, damit du dein Liebling-Shirt so schonend wie möglich waschen kannst.
... du dein Lauf-Shirt nach dem Kriterium auswählst, wieviel Glück es dir bisher gebracht hat.
... du dir einen ganzen Marathon im TV ansehen kannst ohne dich zu langweilen.
... du dir um 2 Uhr morgens die TV-Live-Übertragung eines Marathonlaufs anschaust.
... du 42195 als persönlichen Code verwendest.
... du die lustigen Namen all dieser Kenianer aussprechen kannst.
... du ohne verlegen zu werden das Wort "Fartlek" aussprechen kannst.
... du dein ganzes Gehalt für Laufbekleidung, Elektrolytgetränke, Energieriegel und Startgelder ausgibst.
... deine Lieblingsnahrungsmittel Kohlenhydrate sind.
... es dich erregt, wenn du hörst, dass Gatorade eine neue Geschmacksrichtung auf den Markt bringt.
... du auswendig weisst, welcher Energieriegel wieviele Proteine enthält.
... du dich an sämtliche Zeiten all deiner Rennen erinnern kannst, den Hochzeitstag aber jedes Jahr vergisst.
... deine Uhr teurer und komplizierter ist als dein Auto.
... du dich ohne Stoppuhr nackt fühlst.
... du deine Kinder davor warnst, mit den Leistungen ihrer Mutter/ihres Vaters zu prahlen: Du möchtest doch nicht, dass die anderen Kinder denken, Mama/Papa sei verrückt, oder?
... du die Strassen und Wälder in deiner Umgebung besser kennst als deine Nachbarn.
... dein jüngstes Kind drei Stunden lang im Baby-Jogger angeschnallt bleibt.
... deine 4-jährige Tochter nach einem Kinder-Rennen behauptet, sie sei einen Marathon gelaufen.
... deine Kinder ihre Schulkameraden darüber aufklären, wieviel Gramm Fett die soeben gegessenen Süssigkeiten beinhalten.
... sich deine Kinder mit Energieriegeln und Trinkflaschen ausrüsten, wenn du einen Familienspaziergang ankündest.
... deine Kinder ein Lieblings-Elektrolytgetränk und einen Lieblings-Energieriegel haben.
... deine Kinder ihre Entscheidung, ob sie bei deinem nächsten Marathonlauf dabei sein wollen, davon abhängig machen, welche Sportlernahrung bei den Verpflegungsstellen zur Verfügung steht.
... dein 6-jähriger Sohn den Unterschied zwischen einem 10-Kilometer-Lauf und einem 10-Meilen-Lauf kennt.
... deine Familie - sobald du einen spannenden Familienausflug ankündigst - fragt: Wo ist das Rennen?
... du dir einen Computer mit Internetanschluss zulegst, nur um die Resultate von Läufen sofort anschauen zu können.
... du Internetseiten über's Laufen machst.
... du diese Seite liest und dich wunderst, warum das komisch sein soll.
Man erkennt, dass du KEIN(e) Langstreckenläufer(in) bist, wenn...
... du mit den Schnellsten losläufst, und danach von allen überholt wirst.
... du dich während eines 5-Kilometer-Rennens verpflegst.
... du dich beklagst, bergauf laufen schmerze.
... du dich auf dem Laufband für die Kalorien-Anzeige interessierst.
... du Durchhalte-Parolen an deinen Kühlschrank heftest.
... du Laufen für Lifestyle hältst.
... du die neueste Laufmode trägst.
... du jemanden ernsthaft fragst, welche Farbe er für Laufhosen bevorzuge.
... du dir überlegst, eines dieser dämlichen Nasenpflastern zu tragen.
... du im Ziel feststellst, dass dein Haarfärbemittel zwar wasser- aber nicht schweissfest ist.
... für dich Golf spielen eine Alternative zum Cross-Training ist.
... du im Ziel eines 5-Kilometer-Laufes Leute angrölst und umarmst, die du nicht einmal kennst.
Man erkennt, dass du ein(e) Langstreckenläufer(in) bist, wenn...
... du einen sonderbaren Laufstil hast.
... du Hunde angreifst, welche dir nachlaufen.
... du bei Laufschuhen das Damenmodell trotz rosa oder pink kaufst, weil es besser passt.
... dir zu jeder Marathonzeit auf Anhieb der Kilometerschnitt einfällt.
... du jede Halbmarathon-Zeit auswendig weisst, die du je liefst.
... dir der Name Emil Zatopek etwas sagt.
... du dich nicht um den Läufer hinter dir kümmerst, welcher sich darüber beklagt, wie du deine Ellenbogen in der letzten Kurve unfair eingesetzt hast.
... du nicht verstehen kannst, dass es deinen Kollegen egal ist, dass sie ihre angestrebte Endzeit deutlich verpasst haben.
... du dich dagegen wehrst, im Ziel von fremden Läufern abgeknutscht zu werden.
Copyright: http://www.neujahrsmarathon.ch/index.php?id=49 (Laut Copyright-Hinweis auf der Website ist das Kopieren und Veröffentlichen gestattet, wenn die Seite als Quelle angegeben wird, was hiermit geschehen ist.)
Freitag, 7. August 2009
Jitte statt Gelato
Die Hitze nahm den Tag über weiter zu. Ich hatte echte Kreislaufprobleme! Da hätte es keiner großen Ausreden bedurft, das Training im Budosportcenter sausen zu lassen. Aber nein - ich musste unbedingt mal wieder hin! Also um halb sechs den Rucksack gepackt und auf dem Rad schon wieder schweißnass geworden bis in die City. An der Passsage vor dem Dojo standen dann Tim, Nobby, Mona und Sensei Jörg. Es stellte sich heraus, dass sich schon einige Karateka im Vorfeld abgemeldet hatten und dass Jörg nicht damit gerechnet hatte, dass überhaupt jemand zum Trainieren käme. Beinahe wollte er daher schon den Abend in der nahegelegenen Eisdiele ausklingen lassen. Aber als er unsere Trainingslust aus den Augen blitzen sah, gab es natürlich für ihn auch nur noch den Weg die Treppe rauf zu den Tatamis!
Ein großartiges Aufwämrtraining war bei gut 30 Grad nun wirklich nicht erforderlich und so starteten wir mit einer detailreichen Kihon-Übung, bestehend aus verschiedenen Tsuki-, Uraken- und Geri-Kombinationen. Da war schon einiges an Koordination gefordert. Später liefen wir dieselbe Übung mit Partner als Kihon-Kumite. Oha!
Als nächstes wurde auf meinen Wunsch hin Kata geübt. Ich bin da immer etwas unsicher, wenn ich mir was wünschen darf....Kata hab ich dringend nötig. Und wenn ich mir eine wünsche, dann ist der Lerneffekt natürlich am größten, wenn ich eine wähle, die ich noch nicht richtig kann. Irgendwie schäme ich mich dann aber immer, weil der Sensei ja wohl (vielleicht) erwartet, dass sie zumindest vom Ablauf schon sitzt und es mir nur noch auf Details ankommt?!? Naja, inzwischen ists mir (fast) egal.
Wir starteten mit Kanku-Sho und ich kam fast auswändig mit. Hier übten wir den Sprung mit Tritt in die geöffnete Hand und den nachfolgenden Sprungwechsel im Kokotsu-Dachi. Interessant: Sensei Jörg wies uns nach dem schwierigen Dreh-Sprung mit Tritt(en) darauf hin, dass erst ANSCHLIESSEND der einzige Sprung folgte, bei dem beide Füße gleichzeitig vom Boden gelöst sind (der Sprungwechsel im Kokotsu-Dachi). Das nahm dem Drehsprung bei mir dann irgendwie die Schärfe und er funktionierte danach viel besser ;-)
Dann kam die Jiin. Oha, die bin ich glaub ich überhaupt erst einmal bei Jürgen Vahle in der Kata-Oberstufeneinheit gelaufen. Sie ist eigentlich ganz schön aber die Gefahr, sich zu verlaufen, ist schon recht hoch! Zur vollständigen Verwirrung ließ und Jörg dann zwischendrin zur Jitte wechseln, die wir dann auch ein paarmal liefen. Schließlich vervollständigten wir das Trio und liefen die Jion, die mir sehr gut von der Hand ging.
Zwischendurch führten wir dann zur Erläuterung der Jitte Übungen mit dem Han-Bo aus. Hier war wieder recht viel Koordinationsgeschick gefragt. Schließlich standen Tim und ich uns je mit einem Bo bewaffnet gegenüber und griffen uns gegenseitig immer schneller werdend an und blockten. Hierbei kann man schon schnell mal einen Bo-Hieb auf die Finger bekommen!
All das war schon Karate auf sehr hohem Niveau. Aber für mich ganz neu war das Bruchtest-Training. Ich dachte immer, sowas hab ich nicht nötig, nur Angeberei und so. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt und lernte die Übungsbretter von Kaiten kennen. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, die je unterschiedlich schwer zu "knacken" sind. Gelb für die Anfänger, Grün für die Fortgeschrittenen, dann Braun und schließlich Schwarz. Ich hab nur das gelbe Brett geschafft. Mit der bloßen Faust ist es schon recht schmerzhaft und verletzungsgefährtend. Schließlich legte ich einen Faustschützer an und bekam das Brett durch. Das grüne hab ich dann heute nicht mehr geschafft. Naja, man muss ja auch Ziele für das nächste Training haben.
Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass wir nicht in der Eisdiele waren...
Ein großartiges Aufwämrtraining war bei gut 30 Grad nun wirklich nicht erforderlich und so starteten wir mit einer detailreichen Kihon-Übung, bestehend aus verschiedenen Tsuki-, Uraken- und Geri-Kombinationen. Da war schon einiges an Koordination gefordert. Später liefen wir dieselbe Übung mit Partner als Kihon-Kumite. Oha!
Als nächstes wurde auf meinen Wunsch hin Kata geübt. Ich bin da immer etwas unsicher, wenn ich mir was wünschen darf....Kata hab ich dringend nötig. Und wenn ich mir eine wünsche, dann ist der Lerneffekt natürlich am größten, wenn ich eine wähle, die ich noch nicht richtig kann. Irgendwie schäme ich mich dann aber immer, weil der Sensei ja wohl (vielleicht) erwartet, dass sie zumindest vom Ablauf schon sitzt und es mir nur noch auf Details ankommt?!? Naja, inzwischen ists mir (fast) egal.
Wir starteten mit Kanku-Sho und ich kam fast auswändig mit. Hier übten wir den Sprung mit Tritt in die geöffnete Hand und den nachfolgenden Sprungwechsel im Kokotsu-Dachi. Interessant: Sensei Jörg wies uns nach dem schwierigen Dreh-Sprung mit Tritt(en) darauf hin, dass erst ANSCHLIESSEND der einzige Sprung folgte, bei dem beide Füße gleichzeitig vom Boden gelöst sind (der Sprungwechsel im Kokotsu-Dachi). Das nahm dem Drehsprung bei mir dann irgendwie die Schärfe und er funktionierte danach viel besser ;-)
Dann kam die Jiin. Oha, die bin ich glaub ich überhaupt erst einmal bei Jürgen Vahle in der Kata-Oberstufeneinheit gelaufen. Sie ist eigentlich ganz schön aber die Gefahr, sich zu verlaufen, ist schon recht hoch! Zur vollständigen Verwirrung ließ und Jörg dann zwischendrin zur Jitte wechseln, die wir dann auch ein paarmal liefen. Schließlich vervollständigten wir das Trio und liefen die Jion, die mir sehr gut von der Hand ging.
Zwischendurch führten wir dann zur Erläuterung der Jitte Übungen mit dem Han-Bo aus. Hier war wieder recht viel Koordinationsgeschick gefragt. Schließlich standen Tim und ich uns je mit einem Bo bewaffnet gegenüber und griffen uns gegenseitig immer schneller werdend an und blockten. Hierbei kann man schon schnell mal einen Bo-Hieb auf die Finger bekommen!
All das war schon Karate auf sehr hohem Niveau. Aber für mich ganz neu war das Bruchtest-Training. Ich dachte immer, sowas hab ich nicht nötig, nur Angeberei und so. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt und lernte die Übungsbretter von Kaiten kennen. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, die je unterschiedlich schwer zu "knacken" sind. Gelb für die Anfänger, Grün für die Fortgeschrittenen, dann Braun und schließlich Schwarz. Ich hab nur das gelbe Brett geschafft. Mit der bloßen Faust ist es schon recht schmerzhaft und verletzungsgefährtend. Schließlich legte ich einen Faustschützer an und bekam das Brett durch. Das grüne hab ich dann heute nicht mehr geschafft. Naja, man muss ja auch Ziele für das nächste Training haben.
Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass wir nicht in der Eisdiele waren...
Hundstage!
Da ich in der vergangenen Woche bei dem vielen Karatetraining natürlich nicht auch noch gelaufen bin, wurde ich von meinem Internet-Coach erwartungsgemäß mit drei roten Anti-Smilies abgestraft! Da das Karatetraining nicht mit dem Laufen vergleichbar ist, kann es auch nicht angerechnet werden.
Wenn ich ganz ehrlich bin, war die gesamte Woche mit insgesamt knapp 20 Stunden Kampfsporttraining aber auch von der Anstrengung nicht mit dem vergleichbar, was in den letzten Tagen hinsichtlich des Lauftrainings zu leisten war: Mir macht einfach die irre Hitze zu schaffen!
Zwar versuche ich, das Laufen möglichst auf den Vormittag zu verlegen, aber selbst vorhin war es schon so heiß, dass ich fast aus den Latschen gekippt bin! Laut Internet sind es zwar nur 26 Grad gewesen, es fühlte sich aber wie weit über 30 an...
Insgesamt war ich diese Woche aber schon recht fleißig: Habe bis heute schon knapp 60 km absolviert. Ich glaub morgen gönn ich mir mal eine Laufpause. Und gehe dann Sonntag nochmal meine 20-km-Runde an. Dann ist leider der Urlaub schon vorbei :-(
Ob ich es heute noch zum Karatetraining schaffe? Eigentlich müsste ich mich mal wieder sehen lassen - aber es liegen hier daheim noch soviele Renovierungsarbeiten an, die erledigt sein müssen, bis die Kids wieder da sind. Naja, mal schauen, der Gi ist ja schnell eingepackt....
Wenn ich ganz ehrlich bin, war die gesamte Woche mit insgesamt knapp 20 Stunden Kampfsporttraining aber auch von der Anstrengung nicht mit dem vergleichbar, was in den letzten Tagen hinsichtlich des Lauftrainings zu leisten war: Mir macht einfach die irre Hitze zu schaffen!
Zwar versuche ich, das Laufen möglichst auf den Vormittag zu verlegen, aber selbst vorhin war es schon so heiß, dass ich fast aus den Latschen gekippt bin! Laut Internet sind es zwar nur 26 Grad gewesen, es fühlte sich aber wie weit über 30 an...
Insgesamt war ich diese Woche aber schon recht fleißig: Habe bis heute schon knapp 60 km absolviert. Ich glaub morgen gönn ich mir mal eine Laufpause. Und gehe dann Sonntag nochmal meine 20-km-Runde an. Dann ist leider der Urlaub schon vorbei :-(
Ob ich es heute noch zum Karatetraining schaffe? Eigentlich müsste ich mich mal wieder sehen lassen - aber es liegen hier daheim noch soviele Renovierungsarbeiten an, die erledigt sein müssen, bis die Kids wieder da sind. Naja, mal schauen, der Gi ist ja schnell eingepackt....
Mittwoch, 5. August 2009
Kniffliges Training daheim
Beim gestrigen Oberstufentraining im heimischen Dojo konnte man fast meinen, Sensei Michael sei beim Gasshuku dabei gewesen - es schien, als griffe er die Trainingsinhalte auf und würde sie noch weiterentwickeln. Zu meiner großen Freude war auch meine "alte" Karatefreundin Diana Gindele zu Gast, die eigentlich in Bremen trainiert. So konnen wir uns wie in alten Zeiten zünftig verhauen ;-)
Michael begann mit Übungen á la Sensei Akita: Aus dem Shizen-Tai mit Oi-Tsuki links vor und wieder zurück, dann rechts vor. Anschließend mit Gyaku-Tsuki. Wir sollten darauf achten, dass wir den Körper möglichst spät, erst kurz vor Ende der Technik eindrehen.
Die nächste Trainingssequenz beinhaltete das Vorgehen mit einer Blocktechnik und dem anschließenden Zurückziehen des vorderen Beins unter den Körperschwerpunkt, dann Vorgehen mit dem anderen Bein in eine Kontertechnik (Tsuki). War das nicht ähnlich dem, was wir bei Shihan Kobayashi gemacht hatten (...mit meinem ach so netten französischen Trainingspartner....)? Dort hieß es Angriff Gyaku-Tsuki, Block mit dem vorderen Arm Art Gedan-Barai, dann mit demselben Arm Kizami-Tsuki (auch als Abstandhalter) und Vorgehen mit Oi-Tsuki.
Schwieriger war da gestern schon, den Mae-Geri gerade zurückgehend mit Gedan-Barai zu blocken und dann wie oben beschrieben zu kontern. Tori sollte immer nur mit rechts angreifen (immer links vor), Uke abwechselnd mit rechts oder links blocken. Mit der einen Seite funktionierte das ganz gut, man konnte den Tritt seitlich am Körper vorbeiführen. Der andere Arm bereitete mir aber insofern Schwierigkeiten, als ich mit diesem irgendwie immer nur auf das Bein des Partners draufschlug. Wir sollten ausdrücklich nicht seitlich mit Sabaki rausgleiten. Zur Sicherheit unserer Knochen (wie sagte Sugi so schön: Wir wollen uns ja nicht schon im Training unnötig velretzen...) führte ich den Block mit links dann immer als Nagashi-Uke aus. Das ging dann ganz gut.
Alles in allem war das Training auch nach einem Spitzen-Trainingslager wie dem Gasshuku wieder eine echte Herausforderung. Hoffentlich bauen wir diese Schwerpunkte in den nächsten Wochen weiter aus.
Michael begann mit Übungen á la Sensei Akita: Aus dem Shizen-Tai mit Oi-Tsuki links vor und wieder zurück, dann rechts vor. Anschließend mit Gyaku-Tsuki. Wir sollten darauf achten, dass wir den Körper möglichst spät, erst kurz vor Ende der Technik eindrehen.
Die nächste Trainingssequenz beinhaltete das Vorgehen mit einer Blocktechnik und dem anschließenden Zurückziehen des vorderen Beins unter den Körperschwerpunkt, dann Vorgehen mit dem anderen Bein in eine Kontertechnik (Tsuki). War das nicht ähnlich dem, was wir bei Shihan Kobayashi gemacht hatten (...mit meinem ach so netten französischen Trainingspartner....)? Dort hieß es Angriff Gyaku-Tsuki, Block mit dem vorderen Arm Art Gedan-Barai, dann mit demselben Arm Kizami-Tsuki (auch als Abstandhalter) und Vorgehen mit Oi-Tsuki.
Schwieriger war da gestern schon, den Mae-Geri gerade zurückgehend mit Gedan-Barai zu blocken und dann wie oben beschrieben zu kontern. Tori sollte immer nur mit rechts angreifen (immer links vor), Uke abwechselnd mit rechts oder links blocken. Mit der einen Seite funktionierte das ganz gut, man konnte den Tritt seitlich am Körper vorbeiführen. Der andere Arm bereitete mir aber insofern Schwierigkeiten, als ich mit diesem irgendwie immer nur auf das Bein des Partners draufschlug. Wir sollten ausdrücklich nicht seitlich mit Sabaki rausgleiten. Zur Sicherheit unserer Knochen (wie sagte Sugi so schön: Wir wollen uns ja nicht schon im Training unnötig velretzen...) führte ich den Block mit links dann immer als Nagashi-Uke aus. Das ging dann ganz gut.
Alles in allem war das Training auch nach einem Spitzen-Trainingslager wie dem Gasshuku wieder eine echte Herausforderung. Hoffentlich bauen wir diese Schwerpunkte in den nächsten Wochen weiter aus.
Sonntag, 2. August 2009
Gasshuku 2009

Vom 27. bis 31.7.2009 fand das diesjährige Karate-Großereignis Gasshuku in Konstanz statt. Rund 1.500 Karateka aus ganz Europa nahmen auch diesmal wieder an diesem Spitzen-Event teil. So auch ich mit vielen Freunden aus dem heimischen Dojo sowie aus dem befreundeten Shotokan-Karate-Dojo Wesel und zahlreichen Kampfgefährten aus Frankfurt, Freiburg, Siegen, Kamenz, Leipzig, München, Dortmund, natürlich Konstanz .... und sogar meinem finnischen Karate-Freund Reijo. Es war schon überraschend und auch bewegend, wie groß meine Karate-Familie inzwischen ist!
Dank Karate-Phänomen Silke (sie trainiert nur selten im Dojo, hat den Gasshuku aber ausgezeichnet überstanden!) hatte ich eine Bleibe in einer sehr schönen Ferienwohnung am Bodanplatz, direkt in der Altstadt und unweit des Bahnhofs. In dieser schmalen, urigen und sehr geschmackvoll eingerichteten Bleibe hatten wir eine Fünfer-WG bestehend aus Silke Gondrum, Martin "Hessimoto" Hesse, Michael Völker, Nina Reilmann und mir. Davon, dass meine vier Mitbewohner etwas "zeltmüde" lieber gemeinsam Essen gingen und sich anschließend noch in der Ferienwohnung unterhielten, ließ ich mich weder beeindrucken, noch abschrecken: Ich vertiefte jeden Abend bis weit nach Mitternacht in der Karate-Gemeinschaft in und um das Festzelt meine Kontakte und knüpfte neue. Der wenige Schlaf machte sich nicht als Mangel bemerkbar - tapfer und recht ausgeruht stand ich allmorgendlich um 05.45 Uhr mit Silke auf, trank einen Kaffee (oder zwei), holte Reijo ab und war pünktlich zur ersten Kata-Einheit um 07.00 Uhr in Halle 1.
Es war übrigens eine super Idee, trotz vier Mitfahrern mein Rennrad mitzunehmen, denn vom Bodanplatz bis zum Karate-Gelände wäre es wohl je ein halbstündiger Fußmarsch gewesen. Viele Karateka hatten sich deshalb vor Ort Fahrräder geliehen und auch alle Trainer waren mit diesen fahrbaren Untersätzen bestückt worden. Des Radfahrens überraschender Weise nicht kundig war wohl Sensei Julien Chees gewesen: Er bekam anfangs tatsächlich Fahrradfahrunterricht von Markus "Hübi" Rues.
Leider war er anschließend wohl so mit der Fahrtechnik beschäftigt, dass er einem links fahrenden Radfahrer nicht ausweichen konnte, zu Fall kam und sich dabei nicht unerheblich an Bein und Fuß verletzte!
Soweit ich weiß, war dies aber dann auch wohl die einzige nennenswerte Gasshuku-Verletzung. Ich muss sagen, dass das Training mich konditionell nicht recht gefordert hatte. Das mag natürlich einerseits an meinem ausgiebigen Ausdauertraining der letzten Wochen und Monate gelegen haben. Zudem war aber auch der allgemeine Eindruck, dass "Schleifer"-Einheiten diesmal wirklich die Ausnahme waren. Der Schwerpunkt lag wohl beim diesjährigen Gasshuku auf dem Lern- und nicht auf dem Auspower-Effekt.
Jeden Morgen gab es eine Stunde Kata-Training in unterschiedlichen Gruppen, je nach Graduierung. Die Schwarzgurte trainierten in dieser Einheit alle gemeinsam, bei den übrigen Trainings wurde unterschieden zwischen 1. Dan und ab 2. Dan. Gleich zu Beginn unterwies uns Sensei Toribio Osterkamp in der Unsu. Zwei oder dreimal liefen wir die Kata ganz, dann gab es einige Bunkai-Übungen. Eine wirklich schöne Kata! Am zweiten Tag erteilte uns Shihan Ochi eine Lektion in der Gojushiho Dai und ihre "große Schwester", die Gojushiho Sho, wurde uns von Julien Chees am Freitag beigebracht. Das Kata-Training am Mittwoch gestaltete Hanskarl-Rotzinger, der bei der Chinte besondere Schwerpunkte auf Ki und Energiefluss legte. Zudem zeigte er uns, dass der für die Chinte typische Faustschlag in die offene Hand Energiepunkte stimuliert (wie auch z. B. bei der Ausgangsstellung von Jion und Jitte). Ein ausgezeichnetes Katatraining gab Risto Kiiskilä am Donnerstag, als er uns die Jitte näher brachte. Obgleich ich die meisten der Übungen schon von dem vorletzten Januar-Intensiv kannte, hatte ich hier doch einige Erkenntnis-Blitze! Risto-typisch mussten wir uns dann zu zweit zusammentun und uns gegenseitig die Kata vorführen und beurteilen lassen. Mein Trainingspartner Steffen meinte hier schmunzelnd: "Das ist die eigentliche Lektion für die höheren Dan-Träger: Sich korrigieren und kritisieren zu lassen!" Abgesehen von dem Katatraining war für die Gruppe ab 2. Dan leider kein Risto vorgesehen - schade, denn ich finde, dass Risto ein sehr anspruchsvolles Karate schult, von dem besonders die fortgeschrittenen Karateka profitieren und mit dem manch anderer häufig überfordert ist. Aber ein Gasshuku ohne Risto ist für mich wie ein Urlaub in Konstanz ohne Bad im Rhein - also nahm ich mit einigen anderen aus meiner Trainingsgruppe am Freitag kurzer Hand einfach noch an dem letzten Training der Gruppe 1. Dan hinzu, trainierte also an dem Tag vier Einheiten. Hier gab es dann viele Bewegungsmuster aus Ristos Kata Hôkyôkuko, viele Suri-Ashis und Tai-Sabakis mit und ohne Partner sowie die Umsetzung dieser Trainingselemente in der Ausführung der Kata Kanku-Sho. Neben mir das unglaubliche Karate-Phänomen Winnie Leschik aus München - so ein klasse Energiebündel mit Power und Kampfgeist! Was kam ich mir steif und ungelenk vor!
Auch die übrigen Trainings gestalteten sich sehr vielseitig. Ich hatte hier nur japanische Instructoren, wobei mir von diesen nur Sensei Akita und Shihan Sugimura bekannt waren. Akita zeichnet sich meiner Meinung nach durch äußerst akurate Techniken aus. In einem direkten Vergleich zu Risto bei dem Pfingslehrgang in Berlin im vergangenen Jahr fiel mir dies besonders auf und ich hatte fast den Eindruck dass Risto und Akita verschiedene Wege schulten: Der Finne legte den Schwerpunkt auf Beweglichkeit, während sein japanischer Kollege fast statisch wirkte. Nun aber die Überraschung: Bei Akita fanden sich plötzlich Bewegungsmuster à la Risto! So machte er das Vorgehen im Zenkutsu-Dachi so vor, dass man das hintere Bein zunächst am Standbein vorbeiziehen sollte, um sich dann mit dem jetzt hinteren Bein abzudrücken. Auch sonst wurde hier viel Beweglichkeit gefordert, in dem wir z. B. aus dem Shizen-Tai im Wechsel und schnell rechts bzw. links mit Kizami-Tsuki in Zenkutsu-Dachi vor- und zurückgehen sollten.
Shihan Sugimura, der uns in zwei Einheiten unterrichtete, legte viel Wert auf ein "lebenslanges Karate". Was nützt es, sich im Training und auf Turnieren ständig gegenseitig die Fresse zu polieren und die Gesundheit zu gefährden? Andererseits ist es auch fast nicht möglich, realistisches Karate zu praktizieren, ohne zu kämpfen. Man hätte so nie die Überprüfung, ob die Techniken funktionieren. "Der Sandsack schlägt nicht zurück.", so Sugi, der ein rein technisches Karate ohne Kampf mit einem Abfahrt-Skitraining in der Wüste verglich. Der fast 70-jährige Bundestrainer der Schweiz erklärte uns daher unermüdlich, wie wir den Körper lebenslang beweglich und gesund erhalten. Statt aufwändiger Aufwärmgymnastik zeigte er uns, wie wir uns z. B. mit lang gestreckten Kihon-Techniken aufwärmen können. Auch hier liefen wir die Kanku-Sho und auch die Kanku-Dai. Kata ist nicht nur Technik, sondern auch Psychologie, so der Schweizer National-Coach. Wir sollten Leben in die Kata bringen, zeigen, dass wir wirklich kämpfen! Auch sonst brachte der Shihan uns regelmäßig mit kleinen Weisheiten und Anekdoten zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken, wie: "Beim Gyaku-Tsuki kommen Fuß und Faust im Prinzip gleichzeitig - der Fuß ist nur etwas eher da, allerdings ohne Belastung."
Das wahre Highlight waren für mich in diesem Jahr allerdings die aus Japan "importierten" Instructoren, als da waren: Shihan Kobayashi, Shihan Naito, Shihan Ida und Shihan Yamamoto.
Shihan Ida überzeugte nicht nur durch Leibesfülle, sondern auch durch viel Weisheit und Erfahrung. Zweimal kamen wir in den Genuss seiner Unterweisungen. Beim ersten Mal dachte ich noch: "Achja, wieder so ein japanischer Karate-Professor, der viel, viel erklärt und dessen Trainings sich wegen der umfassenden Übersetzungen durch viele Pausen und wenige aktive Phasen auszeichnen. Aber nein, es kam doch anders: Zwar wies Shihan Ida im ersten Training darauf hin, dass wir in dieser Einheit viele Tipps für das Training mit den eigenen Karateschülern im heimischen Dojo erhalten sollten, diese Anregungen wurden dennoch auch direkt und mit vielen Partnerwechseln umgesetzt. Hier konnte ich bald absehen, dass ich nach ein, zwei weiteren Partnerwechseln einen Karateka vor mir haben würde, über dessen außersportlichen Verhalten ich mich bereits mehrfach sehr geärgert hatte. Ach, aber ich beschloss, gemäß eines philosophischen Trainingsansatzes, meine Seele glatt und eben zu machen und keine Aggressionen zuzulassen, so dass sie leer ist wie die Hand, nach der unsere Kampfkunst benannt ist. Und siehe da, es hat funktioniert. Innerlich ganz neutral stand ich meinem Partner gegenüber, zeigte mein bestes Karate, konnte mich gut behaupten und war nicht blockiert von Aggression oder Wut. Ein schönes Erlebnis! Wir sollten zunächst mit Ansage angreifen, entweder Tsuki Jodan, Chudan und hinterher auch Mae Geri Chudan. Bei den Tsukis sollte mit Age Uke oder Soto Uke geblockt und sofort wieder mit Oi Tsuki angegriffen werden. Dieser sollte wieder von dem ersten Angreifer geblockt werden und der abschließende Konter war frei. Schließlich griffen wir dann ohne Ansage an und der Partner musste den Angriff schnell erkennen und entsprechend blocken. Ehrlich gesagt glaube ich, dass die wenigsten wirklich den Angriff erkannt haben. Die Tsukis wurden dann der Vorsicht halber einfach "mittig" mit einer Art Soto Uke geblockt, so dass man Jodan und Chudan einigermaßen abdeckte und den Mae Geri erkannte man entweder tatsächlich rechtzeitig, da er ja einen recht langen Weg hat - oder man "kassierte" ihn halt. So ging es jedenfalls mir und was ich aus den Augenwinkeln sah, war meist nicht besser. All dies versuchten wir dann in lockerem Kumite umzusetzen und sollten hierbei unseren Trainingsschwerpunkt auf den Block legen, nicht auf den Angriff. Schließlich bildeten je etwa 15 Karateka zwei Reihen in der Mitte der Halle. Vor diesen verteilten sich dann die restlichen Trainingsteilnehmer in Gruppen und griffen die Karateka in der Reihe mit den zu Beginn der Einheit eingeübten Kombinationen an. Hier ging es dann mächtig zur Sache, so dass das Feuer der Begeisterung die Augen der Karateka zum Leuchten brachte! Die zweite Einheit bei Ida hatten wir am Freitag. Hier gab es erstmal Manöverkritik am Vergleichkampf Deutschland-Italien vom Vorabend. Die Überlegenheit der Italiener war deutlich und nun wurden die Aktiven deutschen Teilnehmer gefragt, was gut und was schlecht gelaufen sei. Ein Kämpfer räumte dann, was ich mega-peinlich fand, ein, den deutschen Kämpfern hätte wohl die Motivation gefehlt. Oha, wie kann man sich selbst nur so ein Armutszeugnis ausstellen? Das war ja wohl ein klassisches Eigentor! Ida antwortete dann auch leicht resigniert, wer keine Motivation zum Kämpfen habe, der sollte das mit dem Karate sein lassen. Bei Shihan Ida lag der Trainingsfokus am Freitagvormittag dann auf dem Kumite. Mit recht anspruchsvollen Partnerübungen und vielen wechselnden Partnerwechseln wurden wir so richtig aufgemischt! Ich hatte die Ehre, unter anderem mit Jean-Pierre Fischer zu üben. Merkwürdig, wie blockiert ich da doch plötzlich war!
Shihan Kobayashi
war bemüht, uns am zweiten Trainingstag das Geheimnis des Kime zu entschlüsseln. Die Körperspannung sollte entweder 100% betragen oder 0%. Hier hatte ich Steffen als Trainingspartner, den ich aus Ristos Dojo in Frankfurt kenne. In dieser Trainingseinheit hätte auch genauso gut er mein Lehrer sein können - so gut beherrschte er das Kime-Prinzip. Bei mir hingegen wollte sich einfach nicht das richtige Gefühl einstellen. Zwar konnte ich ganz gut anspannen - die Entspannung zwischendurch wollte aber einfach nicht recht gelingen. Wir machten eine Kihon-Vorübung: Gyaku Tsuki Jodan, zurückziehen, Gyaku Tsuki Chudan, vorderes Bein halb ran ziehen, Schrittwechsel, Oi Tsuki Chudan (Schlag also immer mit demselben Arm). Dann sollten wir dasselbe mit Partner üben. Wir sollten den erste Gyaku Tsuki direkt am Kinn platzieren, aber sehr kontrolliert und nicht als echten Treffer. Sollten wir aus Versehen dann aber doch mal treffen, müsste der Partner sofort umfallen. Diese Übung verlangte von mir einiges ab, obwohl es sich eigentlich um reine Basistechniken handelte. Oder grade deshalb - denn hier konnte man sich eben voll und ganz auf das Kime-Prinzip konzentrieren. Anschließend sollten wir angreifen mit Sto Uchi zum Hals des Partners, Fußwechsel Sto Uchi, Gyaku Heito Uchi, Fußwechsel und Uraken. Das war recht kompliziert und immer verdammt nah an der Halsschlagader....aber es hat irgendwie besser funktioniert als die erste Übung. Schließlich gab es dann eine Übung, bei der der Kopf frei werden konnte, weil sie auch "nur aus dem Rückenmark" funktionierte: Gyaku Empi, Age Empi, Arm des Partners diagonal unter der Achsel greifen, Beinwechsel und Otoshi Empi auf das Rückgrat....Aua....das ist mal eine Übung für den Ernstfall, wenn man mal jemanden echt richtig umhauen möchte!
Auch in seiner zweiten Einheit ließ es Shihan Kobayashi so richtig krachen - schade, ich kann keine Biografie über ihn im Netz finden. Echt ein interessanter Instructor, so ganz nach meinem Geschmack mit der nötigen Härte und kreativen Kumite-Übungen! Am Freitag jedenfalls ging es ihm darum, dass wir Angriffe mit Fußtechniken stoppen sollten. Zunächst beide links vor, Angriff Oi-Tsuki (alternativ: Gyaku Tsuki) und stoppen mit Mawashi Chudan als Deai-Konter. Hier wurden wir beim Üben häufig unterbrochen, weil dem Shihan unsere Tritte zu zaghaft waren. Als nächstes bauten wir diese Kombination weiter aus: Nach dem Geri ging der Tretende links am Standbein des Partners vorbei, der Partner machte auch einen Schritt vor, beide drehten sich um 180 Grad wieder zueinander. Angreifer ging jetzt einen Schritt vor mit Tsuki Jodan, Block mit Age Uke (entweder ganzen Schritt zurück oder mit Shuri Ashi rückwärts gleiten, funktioniert beides) und mit dem rechten Bein Ura Mawashi Jodan zum Kopf des Gegners. Nach dem Absetzen mit dem vorderen (rechten) Bein Ashi Barai und nachschlagen. Aber das war erst der Anfang!
Als nächstes ging es so: Angriff Mae Geri Chudan, beim Absetzen Tsuki Jodan. Uke blockt mit Juji Uke erst Chudan den Mae Geri, dann Jodan den Tsuki. Anschließend aus kurzer Distanz harten Mae Geri Chudan als Konter, hinten absetzen. Gegner wird einen ganzen Schritt zurückgetreten und greift wieder mit Tsuki Jodan an. Uke lässt sich jetzt links zu Boden fallen, weicht so dem Tsuki aus und tritt (am Boden liegend) Mawashi Chudan. Das ging nur einigermaßen, wenn man im Fall die schlagende Faust erwischt und festhält. Jetzt mit dem rechten Bein das Standbein des Gegners einhaken und den Gegner vorwärts zu Boden schieben (Vorsicht, man fällt hierbei flach auf den Bauch, ein Abschlagen ist fast nicht möglich!). Jetzt noch, am Boden liegend, dem auf dem Bauch liegenden Gegner einen Mawashi Jodan oder auf den Schulterbereich verpassen - fertig!
Schließlich ließ noch Hollywood grüßen: Angriff Oi Tsuki (Höhe egal), hart stoppen mit Yoko Geri Kekomi als Deai. Der Gegner geht einen Schritt zurück und greift an mit Mawashi Jodan. Uke duckt sich, Tori setzt mit Uraken ab, den Uke mit Jodan Uchi Uke abwehrt. Jetzt springt Uke, der den Tori rechts von sich stehen hat und links vor steht, den Tori mit der "Krebsschrere" an. hierbei ist das linke Bein oben in Höhe des Bauchnabels und das rechte etwa in Höhe des Gesäßes des Partners. Der Partner wird zu Boden gedrückt/geworfen (Druck kommt aus dem oberen, linken Bein) und erhält zum Abschluss noch einen Geri mit der Ferse des linken Fußes. Möglichst sollte der Partner beim Fallen mit der rechten Hand am Kragen gepackt werden. So wird eventuell verhindert, dass er mit dem Kopf auf dem Boden aufschlägt. Diese Krebsschere hatten wir bei Risto schon mal gemacht! Aber es ist echt sehr schwierig.
Shihan Naito zeigte vor Trainingsbeginn bereits, wie wichtig bei ihm Etikette und Disziplin sind: Die Zuschauer auf der Tribüne wurden - zunächst freundlich - gebeten, die Sitze oberhalb des Shomen-Bereichs unbedingt frei zu halten! Gleich zu Beginn des Trainings forderte Naito von uns ein hohes Maß an Konzentration, in dem er uns zahlreiche Kihon-Kombinationen hintereinander ausführen ließ, z. B.: Vor mit Gedan Barai, mit demselben Arm Uchi Uke, Soto Uke, Age Uke und Gyaku Tsuki. Wir sollten darauf achten, keine Ausholbewegungen mehr zu machen. Als Dan-Träger sollte man hin der Lage sein, auch ohne auszuholen starke Techniken zu machen - die Kraft käme ganz alleine aus dem Hara. Das kam mir doch sehr bekannt vor - bei Sensei Jörg Gantert haben wir oft ähnliche Trainingsaufgaben. Als nächstes kam eine Partnerübung. Angriff Gyaku Tsuki, Block mit offener Hand nach unten, ähnlich Gedan Barai, dann sofort mit demselben Arm Kizami Tsuki an das Kinn des Partners, auch als eine Art Abstandhalter und vor mit Oi Tsuki. Das war alles nicht einfach umzusetzen aber Shihan Naito motivierte uns mit dem Slogan: Yes, we can!, bekannt von US-Präsident Obama und .... natürlich auch von "Bob der Baumeister" ;-) Ich hatte in dieser Einheit einen französischen Trainingspartner - es war eine echte Hass-Liebe! Zunächst hatte ich ihn beim Gyaku Tsuki einmal (kontrolliert!) touchiert. Er blaffte mich gleich wütend an: "No contact!" Naja, dachte ich, vielleicht hat er eine angebrochene Rippe oder eine dicke Leber vom Saufen. Also nahm ich etwas mehr Abstand. Dann blockte er und konterte mit Kizami Tsuki voll auf die Zwölf! Der Konter war ja von mir nicht zu blocken und erforderte m. E. seinerseits ein erhöhtes Maß an Kontrolle. Es schien ihm aber gleich zu sein und bei den folgenden Übungen traf er mich trotz meines Protests mehrfach voll am Kinn und sogar an der Kehle. Die Folge war eine Beule am Kinn und Schluckbeschwerden. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Ich nahm auch diese Situation zum Anlass, mich frei zu halten von Aggression und Wut und einfach dazu zu nutzen, das Einstecken zu lernen, mich mental zu stärken. Was hätte ich für Alternativen gehabt? Vermutlich nur, entweder abzugrüßen und das Training zu beenden oder mit gleicher Münze heimzuzahlen und ihn genauso hart zurückzuschlagen. Beides kam für mich in dieser Situation nicht in Frage. Und paradoxer Weise hat mir grade dieses Partnertraining, bedingt durch seine Härte und mentale Herausforderung, auch noch irgendwie besonders viel Spaß gemacht. Die spinnen, die Karateka .... ;-) Bei einer weiteren Partnerübung bekamen mein "Froschfresser" und ich uns direkt wieder in die Haare: Angriff Gyaku Tsuki und Deai 45 Grad seitlich am Angriff vorbei mit Kizami Tsuki und Suri Ashi. Mein Partner verlangte von mir immer, ich sollte zuerst den Kizami ausführen und er dann mit Gyaku Tsuki kontern. Das machte aber gar keinen Sinn und er schüttelte immer wütend über mich den Kopf. Ich konnte ihm das aufgrund meiner mäßigen Französischkenntisse auch jetzt nicht besser erklären und wusste nicht was "abslouter Bullshit" in seiner Landessprache heißt. Irgendwann gelang es dann doch und ich sagte, dass es kompletter Nonsens sei, wenn man einen Gegner, der grade mit Kizami angegriffen hat und seitlich ausgewichen ist, nicht blockt, sondern mit einem Gradeaus-Gyaku Tsuki, der ja jetzt zwangsläufig ins Leere geht, abkontert!
An dem Nachmittag war trainingsfrei und ich brachte meine Freundin Heide zusammen mit Reijo nach Zürich. Da ich keine Autobahn-Vignette für die Schweiz hatte, fuhren wir über Landstraße. Das zog sich ewig hin und so blieb leider gar keine Zeit für die Stadt Zürich. Auf der Rückfahrt machte ich mit Reijo noch ein kleines improvisiertes Picknick auf einem Feldweg - auf der Ladefläche meines Vans vis à vis mit der Schweizerischen Autobahn. Abends feierten wir dann mit unserer kleinen WG den Geburtstag von Michael, der uns total lecker mit einer hervorragenden Fisch-Lasagne bekocht hatte! Schließlich ging es noch zum Zelt und kurz über das unglaublich gut besuchte Konstanzer Weinfest. Zwischen den Trainings habe ich übrigens regelmäßig auf das Duschen verzichtet - stattdessen habe ich mich im direkt neben der Halle vorbei fließenden Rhein erfrischt und den Gi in der Sonne trocknen lassen.
Ein weiteres Trainingshighlight war zweifellos Shihan Yamamoto! Direkt am Montagvormittag wurde ich gleich von seiner charismatischen Ausstrahlung gefesselt. Er machte gleich recht unbarmherzig klar, dass er von uns vollen Einsatz fordere, auch wenn der ein- oder andere von uns schon etwas älter wäre (scheint ein großes Thema in meiner Trainingsgruppe zu sein!). Schließlich sei er auch schon 53 Jahre alt und würde von sich auch immer verlangen, bis zum Äußersten zu gehen. Wir hatten hier interessante Partneraufgaben zu erledigen. Ich hatte hier u. a. Skrupi aus Kamenz als Herausforderer, der zusammen mit Sabine aus Calw mit mir übte. Einer sollte in der Mitte stehen, die anderen beiden vor bzw. hinter dem Mittigen. Der in der Mitte griff an mit Kizami ans Kinn des einen Partners, Drehung hinten herum und Kizami an das Kinn des anderen, Drehung hinten rum usw. Da bekam man einen ganz schönen Drehwurm und es hieß, sich trotz der ständigen Drehungen voll und ganz zu konzentrieren. Dasselbe machten wir dann mit Mae Geri und schließlich auch mit Yoko Geri und zum Abschluss gab es noch Randori.
Die Yamamoto-Einheit musste ich übrigens ebenso wie die vorangegangene Unsu bei Toribio Osterkamp nüchtern überstehen. Vor dem ersten Training erschien mir ein Essen nicht ratsam, es war allenfalls ein Kaffee drin. Vor der zweiten war dann eine Stunde Pause und ich hätte gerne etwas zu mir genommen. Allerdings war an der Frühstückstheke eine Schlange, die mich ausrechnen ließ, dass ich bei Beginn der Folgeeinheit noch nicht einmal bezahlt haben würde, geschweige denn gefrühstückt zu haben. Also musste ich auch hier mit leerem Magen alles geben. Aber es ging dies eine Mal. Das war leider ein kleiner Schwachpunkt des diesjährigen Gasshukus - das Catering, welches vom Orga-Team eigentlich in professionelle Hände gegeben worden war, entpuppte sich als ziemlich dürftig: Zwar waren die Hauptmahlzeiten ab Mittag reichhaltig und auch verhältnismäßig günstig, das Frühstück war aber dürftig und recht teuer. Auch beim abendlichen Getränkeausschank dachte ich vor allem zu Beginn des Gasshukus, dass vermutlich meine Kinder das schon besser organisiert hätten. Und vor allem, was sollte das dusselige Pfandmarkensystem? Die Abendunterhaltung blieb leider auch hinter der Gestaltung der Hannoveraner zurück. Am Dienstag spielte ein Duo auf einer Hammond-Orgel grausliches Liedgut (nur die letzten drei Songs vor 22 Uhr waren ok und danach war direkt Schluss) und am Freitag legte ein DJ auf. Der brachte zwar ruckzuck die Menge zum Brodeln, dann kamen aber auch schon die "Grünen" und sorgten für Ruhe. Na ja, eine eng verknüpfte Karate-Familie braucht offenbar keine Belustigung, denn die Gemeinschaft in den Hallen sowie in und vor dem Zelt war geprägt von guten Gesprächen und viel Spaß.
Alles in allem war es ein superguter Gasshuku, bei dem ich viel Neues gelernt, noch mehr vertieft und mich sehr über meine gute Kondition gefreut habe. Trotz sehr wenig Schlafs und langer Zelt-Sequenzen war ich nie müde, nie schlapp, immer konzentriert, nicht verletzt, nie nervös, nicht ängstlich. Viele, viele Techniken sind noch zu üben und unglaublich viele Schwächen habe ich vor allem noch im Bereich Kata - aber bei diesem Gasshuku war ich nie angespannt, weil ich fürchtete, etwas nicht richtig oder nicht gut genug zu machen. Ich war immer allenfalls gespannt und neugierig, was mir die nächste Einheit bringen würde. So macht Karate unglaublich viel Spaß und ich denke wenn man diese Einstellung auch auf den Alltag übertragen kann, hat Karate schon unglaublich viel gebracht. Vielen, vielen Dank, Ihr Trainer und natürlich auch an das Gasshuku-Team!
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