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Sonntag, 29. März 2026

Möhrenziehen - Pandas und Füchse, kämpferisch, geringes Verletzungsrisiko - mittelgroße bis große Gruppen (8 - 30 Kinder)

 Alle Kinder legen sich auf den Bauch und fassen sich an den Händen (verschärfte Variante: haken sich an den Ellenbogen ein - das ist nicht für empfindliche Kinder/Pandas zu empfehlen!). Sie sind die Möhren in einem Möhrenbeet. Ein Kind ist Gärtnerin oder Gärtner und hat die Aufgabe, die Möhren zu ernten. Hierzu werden die Möhren-Kinder an den Fußfesseln/Knöcheln gefasst und mit großer Kraft aus dem Kreis der anderen Kinder gezogen. 

Möhren-Kinder, die aus dem Beet gezogen wurden, werden automatisch auch zur Gärtnerin/zum Gärtner. Wenn zwei Kinder gleichzeitig gezogen werden, sich aber noch zu zweit an den Händen halten, kann diese als "doppeltes Ernteglück" gedeutet werden und beide Kinder werden zu Gärtnerinnen oder Gärtnern. 

Gärtner*in-Kinder können auch gemeinsam an einem Möhren-Kind ziehen und sich gemeinsam unterstützen. 

Falls es im ersten Durchgang zu lange dauert, eine erste Möhre zu ernten, kann Trainer*in ggf. unterstützen oder fragen, ob ein Möhren-Kind freiwillig zur Gärtnerin/zum Gärtner werden möchte. 

Wenn versehentlich an einer Do-Gi-Hose gezogen wird, ist diese Aktion sofort zu stoppen und das ziehende Kind muss darauf hingewiesen werden, dass an den Fuß-Knöcheln gezogen werden muss.

Aus Sicht der Trainerin / des Trainers kann ggf. die Gruppendynamik aus dem Spiel gelesen werden: Welche Kinder sind unterstützend und bieten Hilfe an, indem schnell versuchen, eine entstandene Lücke im "Beet" zu schließen. 

Es ist interessant, zu beobachten, wen sich die Kinder als "Erntestück" aussuchen: Manche gehen nach Sympathie und suchen den großen Bruder aus (obwohl es unwahrscheinlich ist, dass sie ihn aus dem Beet gezogen bekommen). Andere haben schon genau im Blick, welche Kinder kleiner und schwächer sind und zur "schnellen Beute" werden. Es liegt im Ermessen der Trainerin / des Trainers, hier zu intervenieren oder nur zu beobachten. 


Robbenfangen - ab Füchsegruppe - viel Körperkontakt - kämpferisch - für große Gruppen geeignet - mittleres Verletzungsrisiko

 Die Kinder stellen sich an einer Hallenseite auf - sie werden in dem folgenden Spiel "Robben" werden. Ggf. muss, wenn neue Kinder dabei sind, die das Spiel nicht kennen, die Fortbewegungsart einer Robbe einmal gezeigt werden: Hierzu muss ein Kind sich auf den Bauch legen und sich durch eine leichte Krümmung in der Körpermitte unter Zuhilfenahme der Ellenbogen und Knie vorwärts bewegen. Achtung: Der Bauch muss am Boden bleiben, es darf nicht auf allen Vieren gekrabbelt werden! 

Ziel ist es, von einer Hallenseite zur anderen zu gelangen, ohne vom "Eisbären" "gefressen" zu werden. Der Eisbär ist anfangs ein einzelnes Kind, welches an der anderen Hallenseite auf die Robben-Kinder zu läuft. Der Eisbär darf aufrecht gehen. 

Um die Robben zu fressen, muss der Eisbär es schaffen, die Robben-Kinder von der Bauchlage in die Rückenlage zu bringen. Die Robben wollen natürlich nicht gefressen werden und müssen alle Muskeln anspannen, um der Zugkraft des Eisbären zu widerstehen. Robbenkinder, die umgedreht wurden, werden in der nächsten Spielrunde auch zum Eisbären, so dass die Zahl der Eisbären zu- und die der Robben mit jedem Spiellauf abnimmt. 

Robben, die die andere Hallenseite erreicht haben, sind in Sicherheit. Die nächste Spielrunde verläuft dann in entgegengesetzter Richtung. 

ACHTUNG: Bei kämpferischen Spielen sollten am Anfang Regeln geklärt werden! Wichtigste Regel: Wenn ein Kind "Stopp" oder "Aua" ruft, muss der Kampf sofort beendet werden. Weitere Regeln können mit den Kindern abgestimmt werden. Sie müssen aber Sinn machen. Wenn ein Kind z. B. beim Robbenfangen vorschlägt, eine Regel könne sein, dass man nicht am Karateanzug ziehen darf, dann kann das Spiel nicht durchgeführt werden.