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Sonntag, 16. Dezember 2012

Karate-AG Schlaun 1. Stunde


Stunde 1:

Vorbereitung: Schnellhefter, Papier, Stifte, Scheren, Müslischalen, rote Pappe, Kleber Edding, Musik? CD-Player?

-       Anwesenheit, Vorstellung Kinder
-       Vorkenntnisse, Erwartungen?
-       Persönlichkeiten? Karate Kid, Kungfu Panda, Last Samurai, Ninja, Musik: Eye oft he Tiger, Kungfu Fighting

Ausblick: 
-       Hintergründe/Philosophie
-       Geschichte
o   Japan
o   Karate
-       Techniken
-       Selbstverteidigung

Nächsten Male bitte Sportzeug und ggf. Duschzeug mitbringen!


Technik:

Karate besteht aus vielen Faust- und Fußtechniken, aber im Grunde ganzer Körper Waffe! Die härtesten Körperteile z. B. Ellenbogen, Knie, Handballen

Faust machen, Tsuki erklären

Tsuki in die Luft, an der Pratze am Sandsack – tut weh!

Erster Schluss daraus: Karate / SV erfordert Abhärtung! -> Thema der nächsten Stunde

Zweiter Schluss daraus: Faust für ernsthafte SV nicht optimal! Besser Handkante oder Ellenbogen nutzen

SV: Umklammerung – mit dem Ellenbogen nach hinten stoßen!

                        PAUSE

Karate – Schriftzeichen, Bedeutung chinesische Hand (hierzu später bei Geschichte mehr), leere Hand; leer, weil ohne Waffen

Karate als Sport und als Lebensweise , -weg: Karate-Do

Aufgabe: Schriftzeichen abzeichnen

Herkunft: Japan bzw. Okinawa
Ursprung: China

Asienkarte ausdrucken und mitbringen, Kinder müssen China und Japan und Okinawa einzeichnen

Japan – Flagge, Kinder sollen basteln aus roter Pappe mit Müslischale Kreis aufmalen und ausschneiden, auf weißes Papier kleben

Historie aus Nino Buch erzählen

Handwerkszeuge als Waffen: Kobudo, keine Waffen: Karate

Tödliche SV zum Überleben der Bauern! Geheime Techniken, vom Schüler an den Meister weitergegeben.

Modernes Karate: Funakoshi – Bild

Karate für alle, für Körper und Geist – Verbreitung über Schulen, erstmals Kihon, Kata, Kumite (Begriffe aufschreiben)

Kihon – Grunddechniken, ohne Partner
Kumite – Partnerübungen (im Shotokan ohne verletzenden Kontakt, Kontrolle)
Kata – Kampfkunst-Choreografie, 27, verschiedene Schwierigkeitsgrade ->
Selbstverteidigung






Karate-AG Schlaun 2. Stunde


Wiederholung vom letzten Mal:

Faust machen – Tsuki erklären, Sandsack, Pratze

Thema der Stunde: Abhärtung


Möglichkeiten der Abhärtung erarbeiten und ggf. ausprobieren (fett)
-       Sandsacktraining
-       Makiwaratraining
-       Krafttraining – Situps, Backups, Liegestütz/Armstütz (1 Minute)
-      Liegestütze auf den Fäusten
-       Barfuß im Schnee  Kata laufen
-       Lange und hart trainieren
-       Hunger und Durst überwinden können
-       Müdigkeit überwinden können
-       Mit den Händen in Erbsen, Kies oder Sand schlagen
-       Schläge und Tritte aushalten lernen – Training mit Kontakt
-       Eine Verringerung der Schmerzempfindung erreichen zum Beispiel die Gewöhnung   
der  Haut (gerade beim Schlagen)
-     Eine gewisse Gewöhnung an Schmerzen durch Treffer
-     Erhöhung der persönlichen Stressresistenz
-    Konditionierung der Muskulatur, um auch unter Treffern und bei Kontakt noch   möglichst wirkungsvolle Techniken einsetzen zu können. (Schließt ein, dass die Gelenke daran gewöhnt werden, vor dem optimalen Endpunkt der Technik das Ziel zu treffen)
-     Und nicht zuletzt: Kondition: Seilchenspringen

Abhärtung auch für die Selbstverteidigung wichtig – Schmerzen ertragen können und nicht gleich aufgeben, wenn es weh tut!

Selbstverteidigung – zu zweit:
-       Handkante gegen Schlagkissen
-       Ellenbogen gegen Schlagkissen
-       Handballen
-       Knie vor Schlagkissen
-       Mit dem Spann von unten gegen das Schlagkissen
-       Soto-Uke: voreinander stellen, Hände chudan-kamae, dann abwechselnd blocken, vielleicht sogar richtig Soto-Uke, gegeneinander schlagen oder mit Tsuki
  


Samstag, 15. Dezember 2012

Karate-AG Schlaun, 3. Stunde


Eine schöne Karate-AG-Stunde war das heute wieder mit den Kids vom Schlaun-Gymnasium Münster!

Zum Aufwärmen gab es Kick'n Shape (ähnlich Tai Bo, also Schläge und Kicks zu Rock-Musik).

Dann haben wir uns mit der Wiederholung und Festigung einiger Techniken beschäftigt: Tsuki, Mae-Geri, Heito- und Shuto-Uchi - jeweils mit und ohne Handpratze bzw. Schlagkissen.

Anschließend gabs nach einer kleinen Pause einen Theorieteil, den die Kids mit überraschender Begeisterung gelöst haben. Jedes Kind durfte sich eine Aufgabe aussuchen, die es dann mittels von mir zur Verfügung gestellter Literaturquellen innerhalb von 20 Minuten zu lösen gab.

Die Fragen lauteten wie folgt:

- Zenkutsu-Dachi: Beschreibe ihn und zeige ihn, welche Fehler sind zu vermeiden? (Quelle: Shotokan
  Karate von Joachim Grupp)
- Was beduten die Namen folgender Katas und warum heißen die Katas so?
   Jitte, Gankaku, Chinte, Nijushiho, Sochin, Meikyo, Gojoshihodai, Unsu (Quelle: Bunkai der
   Shotokan-Kata ab Schwarzgurt von Fiore Tartaglia) Bei der Auflösung hat
   das Mädchen, das die Aufgabe gelöst hatte (eine ambitionierte Judoka) erklärt, was eine Kata ist und
   meine Tochter Johanna hat die Heian Shodan vorgeführt - zu den einzelnen Katas habe ich dann  
   charakteristische Stellen gezeigt.
- Was bedeutet Tapferkeit für einen Samurai? (Quelle: Hagakure von Tsunetomo Yamamoto)
- Das Geheimnis des Schwertweges - was bedeutet es? (Quelle: Buch Za-Zen von Taisen Deshimaru-
  Roshi)
- Selbstverteidigung - Notwehrrecht:
  Wie heißen die besten drei Verteidigungstechniken?
  Was bedeutet Verhältnismäßigkeit in der Selbstverteidigung?
   Gegen wen darfst Du Dich nicht verteidigen?
   Ist Pfefferspray zur Verteidigung erlaubt?
   (Quelle: Buch Selbstverteidigung von Christian Braun) Die Fragen wurden von dem entsprechenden
   Mädchen sehr gut und zum Teil abweichend beantwortet - die Vorgaben im Buch bezogen sich
   nämlich auf erwachsene Personen, die sich verteidigen müssen, nicht auf Kinder!
- Beschreibe ein Makiwara hinsichtlich Aufbau und Einsatz (Quelle: Kumite in Perfektion von
   Masatoshi Tanaka und Über den Kampf von Michael Ehrenreich und Kumite ).

Es hat mich wirklich überrascht und gefreut, mit welcher Ernsthaftigkeit die Kids sich mit den gestellten Aufgaben beschäftigt haben.

In der nächsten Stunde werden wir uns mit verschiedenen Selbstverteidigungstechniken beschäftigen.