
Hinter diesem Titel verbirgt sich eine Band, die wohl beim Hafenfest 2008 ihre Münster-Premiere hatte. Und das muss wohl dafür gesorgt haben, dass Münster sich voll auf die Band und ihre Texte eingeschossen hat - beim diesjährigen Hafenfest grölte nämlich die Menge absolut textsicher mit! Bis auf Frank und mich, die ihre "Monsters"-Premiere hatten...
Frank war bei der Ansicht des Hafenfest-Programms auf der entsprechenden Internet-Homepage auf diesen Act aufmerksam geworden. Ich weiß nicht, ob ihn der Name reizte?!? Sonst ist er ja nicht so leicht zu begeistern. Jedenfalls klickte er dann auch eine Aufnahme vom letzten Jahr an und war nicht mehr zu bremsen.
Die Band, bestehend aus sechs Sängern, pardon: Liedermachern, aus Hamburg, Berlin und - ja: Bad Gandersheim. Als instrumentelle Begleitung stehen einige Akustik-Gitarren im Vordergrund, ab und an ironisch unterstützt von Blockflöte, Xylophon und Mini-Quetschkommode. Meist trägt einer der Kerle solo sein Lied vor, während die anderen ihn vokal unterstützen oder den Refrain mitsingen.
Textlich erinnerten mich die Monsters sehr an die frühen Ärzte: schnodderig, witzig, manchmal etwas zu tief unter der Gürtellinie und intellektuell meist noch nicht ärzte-mäßig herangereift.
Wie auch immer - ich sag mal 40% der Songs haben mir super gefallen, 20 % waren ganz passabel und der Rest - naja. Ich sag mal, über Texte wie:"Du bist Kacke!" oder "Tod in der Nordsee" (wo es über menstruierende Frauen geht, die im Wasser die Haie anziehen, hahaha...) kann ich heute einfach nicht mehr lachen. Da hatte ja selbst Zoff in den Achtzigern mehr Format.
Aber, nee, also Lieder wie "Hartz IV", "Türen", "Blasenschwäche" oder "Zwerge", die hatten schon eine gewisse textliche Originalität.
Ich hab mir mal zwei CDs bestellt. Auch falls sie mir nach einer Weile nicht mehr gefallen - ich bin mir sicher, mein 13-jähriger Sohn Felix wird sie lieben! ;-)
