Samstag, 25. Juli 2009

Gold, Gold, Gold!!!!

Meine Tochter Franziska hat heute nach einigen Wochen harten und äußerst disziplinierten Übens ihr Jugendschwimmabzeichen Gold geschafft! Sie hatte super Zeiten und ihr Schwimmstil (vielleicht abgesehen vom Kraul, bei dem ich eine denkbar schlechte Lehrmeisterin bin) war vorbildlich!

Wir waren während der letzten drei Wochen beinahe jeden Tag und bei Wind und Wetter in allen Freibädern Münsters. Sie war echt fleißig und ich bin mächtig stolz!

Mittwoch, 22. Juli 2009

Oberstufentrainerin wider Willen

Gestern Mittag um zwei klingelte das Telefon: Trainer Thorsten teilte mir mit, dass Sensei Michael Jarchau, der sonst immer unser Dienstagstraining leitet, wegen einer familiären Angelegenheit an diesem Dienstag nicht kommen könne. Auch Thorsten selber, sowie die sonst möglichen Vertretungstrainer Jürgen oder Seibel konnten die Einheit nicht übernehmen. Ob ich vielleicht das Training leiten könnte. Oha....das ist ja ultra-spontan! Ausgerechnet Oberstufentraining....ich bin doch sonst die Frau für das Anfängertraining.

Thorsten riet mir, mich hauptsächlich an die Dan-Vorbereitung zu halten und so war ja der Rahmen auch ohne große Vorbereitung schon gesteckt.

Nach einem ausgiebigen Aufwärmtraining brachte ich dann 15 Karateka vom Grün- bis Schwarzgurt mit vielen, vielen Grundschulbahnen aus dem Prüfungsprogramm zum 1. Dan ordentlich zum Schwitzen. Da es draußen recht schwül war, mussten zwischen den unterschiedlichen Kombinationen immer (kurze ;-) Pausen eingelegt werden, bevor es auch schon wieder los ging. Mann, wie doch die Zeit vergeht - erst um kurz vor halb Acht konnte ich mit Jiju-Ippon-Kumite anfangen und hier gab es dann auch aus Zeitmangel nur drei Partnerwechsel mit jeweils steigender Trainingsintensität.

Zum Abschluss ließ ich die Gruppe noch je zweimal Bassai Dai und Empi laufen. Für Bernds Gangak war dann leider absolut kein Zeitfensterchen mehr frei...die Unterstufe krazte schon an der Türe...

Alles in allem hat es viel Spaß gemacht, ich glaube, auch den Trainierenden. Dennoch bin ich froh, wenn ich hier nur ausnahmsweise einspringen muss - allein schon, weil es schwer fällt, "nur" zuzusehen....

Montag, 20. Juli 2009

Mondlandung

Ach, das passt ja ganz gut zum vorigen Blog - vor 40 Jahren jährte sich die angebliche erste Mondlandung. Also, mal abgesehen davon, dass es mir vollkommen wurscht ist, ob da mal ein Michelin-Männchen seinen Fußabdruck auf den Trabanten gesetzt hat - ich glaub es auch einfach nicht....

Ich hatte mir da ehrlich gesagt bis vor ein paar Jahren auch nie Gedanken drum gemacht, ob diese Stories wahr sind oder nicht. Aber dann hörte auch ich mal von den angeblichen Verschwörungstherorien, also den Äußerungen der Skeptiker der Mondlandung.

Im Grunde genommen war es ja ein riesiger Wettlauf der USA mit den Sowjets, wer von beiden zuerst den Mond erobert.

Einige "Verschwörer" behaupten, die Technik der 1960er Jahre sei noch gar nicht soweit gewesen, um eine Mondlandung ermöglichen zu können.

Vielmehr sollen die Aufnahmen der angeblichen Mondlandung im Filmstudio einer geheimen US-Militärbasis angefertigt worden sein. Hier belächeln die Zweifler insbesondere den falschen Schattenwurf und die wehende Fahne (auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre und also auch keinen Wind). Auch die Temperaturen auf der Sonnenseite des Mondes, die rund 140° C betragen, hätten allein schon das Fotografieren mit der angeblich genutzten Hasselblad-Kamera sowie der verwendeten Filme unmöglich gemacht: Die Filme schmilzen bereits bei Temperaturen ab 65°C. Bei Nacht hätten die Batterien der Kamera gestreikt: Es wird dann bis zu 40°C kalt.

Seit vielen Jahren argumentieren nun schon Skeptiker und Verschwörungsgegner pro und contra Mondlandung.

Ich sage: Hätte tatsächlich jemals ein Mensch einen Fuß auf den Mond gesetzt, wäre das doch nicht der einzige Fuß gewesen! Dann hätte man geforscht, gesucht, gegraben und mit Sicherheit zumindest versucht, eine "Mondbasis Alpha 1" zu errichten. Mir kann niemand erzählen, dass es vierzig Jahre lang niemanden so sehr interessiert, dort wieder einmal hinzufliegen, wenn es denn möglich wäre! Zumindest irgendein bekloppter US- oder Russland-Milliadär oder Scheich würde doch auch selbst dann endlos Kohle in so eine Mission investieren, wenn es dort nichts weiter zu sehen gäbe.

Ach, ich bleib lieber hier und leb von mir aus hinterm Mond...

Lenin kam nur bis Lüdenscheid

Kein Wunder, dass ein Mensch mit diesem Lebenslauf zum Philosophen wird und sich in einem späteren Werk fragt "Wer bin ich und wenn ja, wieviele?"! Die 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren turbulente, chaotische Zeiten, in denen sich die Eltern des Autors Richard David Precht auf der Suche nach globaler Gerechtigkeit und unter anderem aus Protest gegen das Gebaren der USA in Vietnam politisch am äußeren linken Rand orientierten. Zu den drei leiblichen Kindern Hanna, Richard und Georg wurden zwei Waisenkinder aus Vietnam adoptiert und es folgte ein umfangreiches Engagement in Organisationen wie Terre des Hommes.

Äußerst bildhaft schildert Precht den unermüdlichen sozialen und politischen Engagement der Eltern und ihrer Freunde, nicht ohne die Ambivalenzen der linken Kultur der späten 60er und der 70er Jahre aufzuzeigen. So wundert sich Precht z. B., dass er von seiner Mutter stets dazu angehalten wurde, in der Schule auch gegen den Willen der Lehrer die eigene (linke) Meinung (oder war es vielmehr die Meinung seiner Mutter?) durchzusetzen - zu Hause wurden Widersprüche allerdings nicht geduldet. Die vielen Opfer des Vietnamkriegs wurden zu Recht vom linken Umfeld beklagt - die unzähligen Toten des roten Mao-Regimes galten offenbar aber als "Kollateralschäden" für die globale Gerechtigkeit. Diese Unstimmigkeiten regen heutige Leser wohl mindestens genauso auf, wie die seinerzeit von den Linken beanstandeten Mißstände und Ungerechtigkeiten.

Entstanden ist ein Buch, das mich beschäftigt wie lange keins mehr. Die vielen Bilder spuken noch in meinem Kopf herum und drängen mich gradezu, hier weiter nach Ursachen und Hintergründen zu forschen. Recht einfach zu recherchieren werden hierbei vermutlich die historischen Begebenheiten sein (Vietnamkrieg etc.). Schwieriger zu ergründen sind Fragen wie: Warum hatte sich die Großmutter Prechts das Leben genommen? Warum hat die Mutter die Familie verlassen (ich hätte eher verstanden, wenn der Vater Prechts, der offenbar eigentlich eher seine Ruhe haben wollte und wohl nicht so linksradikal war wie die Mutter, Reißaus genommen hätte) und vor allem: Warum hat Precht in seiner Lebensentwicklung offenbar die Pubertät ausgelassen (er durfte nicht Fernsehen, keine moderne Musik hören, weder modische Kleidung noch sonst übliche Konsumgüter genießen, musste statt dessen außschließlich Platten von Regimekritiker Degenhart hören), also die Entwicklungsphase, die gradezu nach Revoluzzertum schreit und in der man sich üblicherweise von seinen Eltern abgrenzt, seine eigene Persönlichkeit entwickelt?

Gradezu blind ist er statt dessen den Ideologien der Linken gefolgt, bis das System durch die sich verändernde Weltgeschichte quasi links und rechts überholt wurde. Tapfer schildert Precht, wie er mit vielen Sinnungsgenossen krampfhaft an den Ideen des Kommunismus und Sozialismus des Ostens festhält, obgleich sich inzwischen herausstellt, dass auch die Systeme der gelobten Länder Sowjetunion und DDR ihre Fehler haben. Nur zögerlich verblasst der rote Stern über dem Osten und läßt die Träume der Linken von einer gerechteren und lebenswerteren Welt wie Kartenhäuser zusammenfallen.

Prechts persönliches Schlüsselerlebnis war offenbar die Besichtigung des Tierparks Ostberlins. Zu diesem Zeitpunkt war er als reifer Jugendlicher noch absolut begeistert vom Zusammengehörigkeitsgefühl der Gesellschaft in der DDR, welches er als Kind bei einem Besuch nahe Magdeburg erlebt hatte. Ein Buch über den ostberliner Tierpark löste bei ihm in Kindertagen wahre Begeisterungsstürme aus und die Vision, einmal selber "Tierparkdirektor" zu werden. In seinen Träumen wandelt er durch den Park, kennt die Gehege beinahe auswändig und fast die Tiere beim Vornamen, freut sich mit den hunderttausenden von Besuchern, die in dem Buch abgebildet sind, malt sich aus, wie man den Park erweitern und vielleicht sogar noch schöner gestalten könnte.

Eines Tages sollte er den Tierpark nun endlich wirklich besuchen. Am Tag zuvor besichtigte er - quasi zum Vergleich - mit Bruder Georg zunächst den West-Berliner Zoo. Jaaaa, auch schon ganz nett. Aber doch ganz bestimmt nichts im Vergleich zu dem Ost-Tierpark am kommenden Tag. Wie schrecklich traf den Autor dann die Ernüchterung: Eine verfallene Aufbewahrungsanstalt für Tiere, eine Dauerbaustelle - und vor allem: Wo sind die vielen, begeisterten Arbeiter, die durch die Erholung des Tierparks ihre Arbeitskraft erhalten? Der Schock saß tief und langsam dämmerte es auch Precht, dass die Idylle des Sozialismus und des Kommunismus häufig nicht mehr waren als Potemkinsche Dörfer.

Irgendwie ein schönes Buch, ein lustig geschriebenes Buch, ein herrlich naiver Rückblick auf Jahrzehnte der Verwirrung und politischen Umorientierung, auf angstvolle Zeiten zwischen einem Weltkrieg und einer drohenden Atomkatastrophe. Irgendwie ein verwirrendes Buch voller politischer und soziologischer Brisanz, voller Sachverhalte, Probleme und Fragen, die bis heute rätselhaft und ungelöst sind. Und irgendwie ein Buch, das eine fatalistische, fast schon tröstliche Gelassenheit bei mir ausgelöst hat - scheinbar lassen sich die Geschehnisse auf der Welt, läßt sich das Schicksal der Menschheit nur begrenzt beeinflussen. Und: In den meisten Fällen lassen sich Kinder nicht durch extreme Erziehungsziele formen, häufig entwickeln sie sich schließlich sogar ins Gegenteil (Prechts zunächst linke Schwester Hanna achtet bei den eigenen Kindern plötzlich penibel auf Tischmanieren, der Sohn eines befreundeten (linken) Ehepaares wird zum rechtsradikalen Brandstifers mit Todesfolge).

Was ist das Resüme dieses Buches, welche Lehre zieht der Leser daraus? Vermutlich ist wie so oft auch bei der Lebensgestaltung der goldene Mittelweg die optimale Alternative, nicht zu weit links, nicht zu konservativ (Precht bezeichnet sich selber heute als konservativen Linken) und all das möglichst gemischt mit einer Prise gesunden Menschenverstands. Letzterer allerdings fliegt einem m. E. nicht einfach zu, den muss man sich erwerben - z. B. durch die Lektüre von Büchern wie diesem.

Steigerungsläufe

Die hochgesteckten Ziele meines Trainingsplans letzte Woche konnte ich zwar nicht alle umsetzen, es hat aber dennoch für "drei grüne Smilies" in der Bewertung gereicht. Das bedeutet: Trainingsziel voll-umfänglich erreicht. Diese Woche ist dann wieder Regeneration fällig, was mich irgendwie ärgert, denn ich bin irgendwie grad so schön drin!

Von dem Plan der letzten Woche habe ich einen 13-, einen 5- und zwei 20 km-Läufe umgesetzt. Einen der Zwanziger habe ich bei knapp 30 Grad absolviert. Franzi hat mich 10 km lang auf dem Rad begleitet, dann wurde es ihr langweilig und sie ist an der Roxeler Straße links abgebogen und schon mal heimgefahren. Bei den Temperaturen brauchte ich dann doch 2 Stunden 20 Minuten für den Weg. Aber ich war froh, es überhaupt geschafft zu haben. Es waren sonst auch kaum Jogger unterwegs bei der Hitze.
Nach dem Lauf war ich zwar k. o., aber noch fit genug, um mit Felix und Franzi zusammen an einer spannenden Taschenlampenführung durch Münsters Zwinger teilzunehmen!

Freitag waren wir um 17 Uhr zum Grillen eingeladen. Ich bin kurz vorher schnell noch ne kleine Runde um den neuen Aasee gelaufen, diesmal begleitet von Johanna.

Am Samstag hab ich dann nochmal richtig Gas gegeben: Es stand wieder ein 20er an, diesmal mit fünf Steigerungsläufen. Steigerungsläufe gehörten bislang noch nicht zu meinem Trainingsprogramm bzw. ich hatte die Anweisung jedesmal ignoriert, weil sie mir zu umständlich erschien. Tatsächlich war es auch nicht so einfach, innerhalb von ziemlich genau zwei Minuten den Puls von 134 auf 161 Schläge zu bekommen. Irgendwie machte es aber schließlich sogar Spaß und nicht nur die gefühlte Laufzeit verkürzte sich offenbar dadurch: Ich brauchte nämlich für die Strecke diesmal nur 02:01 Stunden!

Der Sonntag ging dann für Franzis Schwimmtraining (sie übt grad ganz fleißig für das Jugendschwimmabzeichen Gold und schafft schon alles, bis auf das Streckentauchen) und das Verteilen der Sonntagszeitung (Ferienjob von Felix, dem Franzi und ich geholfen haben) sowie dem Besuch der Großeltern und einem nochmaligen Schwimmbadbesuch (Stapelskotten wurde endlich wiedereröffnet und Franzi schwamm "mal eben" nochmal 1.000 m) drauf.

Als schönen Trainings-Nebeneffekt passe ich jetzt tatsächlich wieder in Kleidergröße 38 und habe mich erstmal mit dem Kauf eines schönen Betty Barclay Anzugs belohnt ;-)

Sonntag, 12. Juli 2009

Nächste Woche geht's ab?!?!?

Heute hats mal richtig geschifft beim Laufen! Da mir heut früh sowieso etwas fröstelig zumute war und ich nicht so toll geschlafen hatte, dachte ich, ich zieh mal ne Jacke über mein T-Shirt. War natürlich ein Fehler, denn schon nach den ersten - heute recht qualvollen - zwei Kilometern dampfte die Körperwärme schon mächtig aus dem Kragen! Nach weiteren zwei Kilometern (an der Ecke zu Hürländer) zog ich die Jacke dann aus und band sie mir um. Ist natürlich nicht optimal, aber besser, als sich totzuschwitzen.

Heute standen 13 Km in Belastungsstufe 4 an. Es war echt eine Quälerei. Ich hatte schon überlegt, ob es vielleicht doch zuviel des Guten sei, in einer Woche mal 20 Km und dann auch noch die schnellen 13 Km zu laufen.....

So auf der Hälfte der Hürländer-Etappe, kurz bevor ich an dem Bauernhof linker Hand von der Straße abbiege, um über die Autobahn zu laufen, überholte ich einen auch nicht grade langsamen Jogger. Der lief mir dann den nächsten Km fast in die Fersen. Hatte ich ihn etwa in seinem männlichen Stolz gekränkt? ;-) Als es an der Autobahnbrücke wieder bergab ging, gab ich mal richtig Gas, um ihn abzuschütteln. Mit Erfolg! :-) Dann kam noch die ländliche Strecke bis Gievenbeck rauf. Da ist zwar eine ganz ordentliche Steigung, aber auf Pulsobergrenzen brauchte ich ja heute nicht zu achten (war eh in der höchsten Stufe) und außerdem war ja an dieser Stelle bei einem 13-er Lauf das Schlimmste schon überstanden. Dann kommt als nächstes der Baum, der für mich nach Gefühl die 10-km-Grenze ist (passt auch laut Jog-Map). Ich war noch weit unter einer Stunde! Die machte ich dann erst voll, als ich schon auf der Roxeler Straße Richtung Heimat gelaufen, an Ratio vorbei und fast an der Bushaltestelle Dieckmannstraße war (genau an dem Begrenzungspümpel vorher sprang die Uhr auf eine Stunde um). Jetzt nicht nachlassen, sondern schön weiter Gas geben, einfach schön im (schnellen) Trott bleiben. Die letzte kleine Hürde kommt dann, wenn es von der Roxeler Straße den verkehrsberuhigten Bereich Richtung Josef-Pieper-Straße geht, da es da nochmal leicht bergan geht. Inzwischen hatte der Regen so stark zugenommen, dass ich vom Nässegrad auch genausogut hätte schwimmen gehen können! Aber egal, jetzt war es fast geschafft - zwar 15 Sek langsamer als bei meinem ersten BST4-Lauf, dafür aber mit einem besseren Durchschnittspuls, erreichte ich das Haus. Blöderweise machte das Dehnen im strömenden Regen nicht wirklich Spaß. Da muss ich echt mal aufpassen, dass ich nicht steif werde wie ne Bahnschiene. Aber spätestens beim Karatetraining gibts ja ausreichend Dehnung.

Grad rief ich den Trainingsplan der nächsten Woche ab: Statt mich zu schelten, weil ich einen 20er und einen schnellen 13er in meinem Trainingsplan integriert hatte, sind jetzt sogar zwei 20er und zwei 13er enthalten, dazu noch ein 5er und ein 10er. Die BST4 habe ich diesmal nicht dazugewählt. Go coach läßt mich aber einen 20er in BST3 laufen und ich soll in einige Läufe Steigerungsläufe integrieren. Puh, ob ich das alles schaffe? Naja, ich muss ja nicht immer drei grüne Smlies bekommen (=maximal ausgeschöpftes Trainingsziel) - zwei oder einer reichen ja auch....

Donnerstag, 9. Juli 2009

Ziel: Halbmarathon

Letzte Woche war ja zum Glück schon die Regenerationsphase nach dem Triathlon vorbei. Endlich konnte man wieder so richtig Gas geben beim Laufen. Ehrlich gesagt war ein Regenerationslauf in Belastungsstufe 1 fast gar nicht möglich gewesen. Es war schon mehr Quälerei, so dahinzuschleichen, als zu rennen! Und irgendwie taten mir hinterher die Beine auch mehr weh.

Letzte Woche hatte ich einen unglaublichen neuen Ruhepuls von 49 gemessen. Eigentlich war ich immer von 60 ausgegangen und hatte da auch nie weiter nachgeforscht. Dann, plötzlich, ich verabschiedete grad meine Kids zur Schule, um anschließend zu laufen, ein zufälliger Blick auf die Pulsuhr und da stand echt 49. Dadurch verschoben sich natürlich die anderen Pulswerte, so dass die BST2 nur noch bis 147 geht, die 3. Stufe ist auch schon bei 161 zuende. Mein Coach fragte, ob ich denn mal einen Lauf in BST 4, also über 161, versuchen wollte und das tat ich auch - prompt mit neuer Bestform!

Diese Woche sollte ich laut Trainingsplan schon wieder regenerieren, weil ich letzte Woche so fleißig war (dabei weiß mein Coach gar nichts von dem zusätzlichen Karatetraining ;-) Es stehen daher relativ wenige Läufe an, ich sollte sogar möglichst zur "Schonung" einen davon noch aufs Rad verlegen (was ich bei dem Mistwetter aber nicht mache). Dafür war erstmals ein 20 km Lauf dabei, den ich heute lief: die Hürländerrunde, an der Reithalle vorbei, den gesamten Aasee und dann über die Kasti zurück. Das sind laut jogmap 20,5 km. Der Lauf ist dort unter HM-Test/Münster gespeichert.

Es ging ganz gut. Ich brauchte zwar 2:12, dafür aber artig mit Durchschnittspuls 147! Allerdings war ich anschließend schon echt k. o.! Die Beine müssen sich morgen mal echt ausruhen. Dann kann ich ja Sa und So jeweils wieder 10 bzw. 13 km Laufen....

Donnerstag, 2. Juli 2009

Heiß, heiß, heiß....

Nun ist er da, der lang ersehnte Sommer - das ist schon klasse, so ein Wetterchen mit Temperaturen um die 30 Grad!

Schade nur, dass man hier in Münster derzeit so wenige Freibadmöglichkeiten hat: Erreichbar mit dem Rad von hier aus ist nur die Coburg, das einzige Innenstadfreibad. Stapelskotten (am Stadtrand) ist noch wegen Renovierung geschlossen und Hiltrup und Sudmühle recht weit weg. Auch viele der städtischen Hallenbäder sind wegen Renovierung oder Sommerpause derzeit dicht. So knubbelt sich momentan einfach alles im auch noch nicht ganz zuende renovierten Coburger Bad. Gestern früh um neun soll sich schon eine Schlange mit 15-minütiger Wartezeit an der Kasse gebildet haben. Das Blöde: Auch als Jahreskartenbesitzer muss man sich anstellen und kann nicht zu einem Automaten gehen wie bei den anderen Bädern! Die Becken sind so voll, dass man sich kaum bewegen kann, geschweige schwimmen. Das Wasser im Nichtschwimmerbecken war gestern Abend, als ich mit Johanna hinkam, schon milchig-trüb vor Sonnenmilch, Schweiß und ich möchte nicht wissen wovon sonst noch...bloß nicht aus Versehen einen Schluck nehmen, da kann man ja besser Aaseewasser trinken. Ach, was lob ich mir doch das Kanalwasser dagegen.

Die Duschen natürlich schon kalt, weil der Warmwasserspeicher nichts mehr hergibt. Selbst an den Umkleiden Schlangen! Vor mir zwei ca. 13-jährige Jungs, die eigentlich jetzt dran wären, die frei gewordene Kabine zu nutzen. Sagt der eine zum anderen:"Iiih, guck mal, wie es hier aussieht!" Da lag echt Müll und Schmier in der Kabine und die anderen waren nicht besser. Sowohl die Jungs, als auch meine Tochter und ich zogen uns dann im Gang um. Also, das Bad ist einfach an seine Grenzen gestoßen, kaum dass mal ein paar Tage schönes Wetter ist. Nachmittags wurde die Kasse sogar zeitweise geschlossen, weil niemand mehr reinpasste. Münster, Du wirst Deine Bäder noch vermissen. Ich schätze mal, in spätestens 10 Jahren wird man wieder neue Bäder bauen. Die CDU überlegt ja schon jetzt die Wiedereröffnung des Südbades.

Vor dem Schwimmen war ich Laufen. Ich musste leider um 16 Uhr laufen, weil ich morgens arbeiten und abends mit der Familie Essen gehen wollte. Es war der nackte Wahnsinn bei der Hitze und jeder einigermaßen vernünftige Mensch wäre wohl besser ins Freibad gegangen - uuups, ach, da kam man ja auch nicht mehr rein! Naja, aber vielleicht unter den Rasensprenger....

Es war echt eine Quälerei, vor allem an den Strecken ohne Schatten. Mein Puls wollte auch so gar nicht recht im vorgegebenen Bereich bleiben und es ist wohl kein Wunder, dass meine Formkurve gestern ganz unten war! Zwischendurch hörte ich ein merkwürdiges Geräusch. Frösche? Aber hier war gar kein Gewässer. Naja, vielleicht ein Laubfrosch....Ein Km weiter wieder das Geräusch. Jetzt kam es mir aber echt merkwürdig vor. War der Frosch etwa mitgehüpft? Kurz darauf stellte ich fest, dass das Geräusch von mir kam: Der Schweiß unter den Achseln schmatzte einfach....LEEEECKER! Naja, ich war ja alleine und konnte hinterher gleich duschen....

Heute früh bin ich dann direkt wieder gelaufen, diesmal um acht Uhr. Da war die Hitze noch erträglich. Die Formkurve ging auch gleich wieder nach oben....Gut, dass es am Wochenende wieder etwas kühler wird.