Strahlend blauer Himmel, Temperaturen um die 20 Grad, die Kids alle versorgt - da sprach alles gestern für eine erstmals etwas längere Radtour! Ich hatte mir eine Route bei Bikemap rausgesucht, die über Gievenbeck via Nienberge, Altenberge, Laer, Billerbeck und die Baumberge auf meine Hausstrecke bei Bösensell führt. Puh, jetzt, wo ich das so schreibe, kommt es mir selber ganz schön lang vor! Diesmal suchte ich ein wenig herum, damit ich nicht wieder auf den Hauptstraßen fahren musste. Das hat auch gut funktoniert und stark befahrene Verkehrswege waren diesmal die Ausnahme.
Da sich die Wege durch Gievenbeck nicht bewährt hatten, startete ich diesmal über die Sentruper Straße, den Dingbängerweg und dann Richtung Roxel. Vor der Autobahn fuhr ich dann rechts, so dass ich auf meine Hürländer-Laufstrecke kam. Diese fuhr ich dann auch ein wenig entlang. Bereits an der Wittoverstiege bog ich dann aber schon vom Twerenfeldweg links ab und machte mich auf schlechter Fahrbahn etwa parallel vom Rüschhausweg davon. Irgendwann krezute ich dann die Hülshoffstraße und fuhr einen recht einsamen Pfad durch eine Bauernschaft. Schließlich kam ich dann doch wieder auf den Rüschhausweg, aber nur ein kleines Stück. Statt wie beim letzten Mal wieder Richtung Havixbeck die Hauptstraße entlang zu fahren, bog ich gleich wieder rechts ab auf eine Straße ohne Mittel-, allerdings auch ohne Seitenstreifen. Das war schon ganz schön eng mit den anderen Fahrzeugen, die mit um die hundert Klamotten an mir vorbeizogen. Aber es ging und war immer noch besser, als schlecht asphaltierte Radwege an den Landstraßen. Nach meinem Plan müsste das die K71 gewesen sein, die durch die Bauernschaften Waltrup, Kümper und Temming führte. Kurz vor der Kreuzung mit der L550 bog ich in die Bauernschaft rechts ab und hielt mich Richtung Holthausen. Das ist ein kleiner Ort vor Laer. Hier hielt ich mich auf einer kleinen Straße, die durch die Bauernschaft Esking führt. Plötzlich sah ich ein Fahrradweg-Hinweisschild, das nach Aulendorf wies. Aulendorf? Da haben doch mal zwei Kollegen von mir gewohnt! Wenn das kein Grund ist, dorthin mal einen Abstecher zu machen!
Unweigerlich kam ich jetzt Richtung Baumgerge, ich merkte es sofort an den zunehmenden Steigungen. Puh, war das anstrengend! Aber die herrliche Landschaft, die im spätnachmittäglichen Sonnenschein ruhte, entschädigte reichlich! Aulendorf ist, um es einmal ganz dezent auszudrücken, ein recht verschlafenes Nest. Auf gut deutsch: Hier ist echt der Hund begraben. Oder: Da möchte man nicht tot überm Zaun hängen! Aber idyllisch anzuschauen war es dennoch.
Weiter nun, den Schildern Richtung Billerbeck folgend. Am ersten Ortseingangsschild war meine Verwirrung groß: Laut Beschilderung kam ich aus Steinfurt, rechts ging es nach Billerbeck, gradeaus nach Havixbeck und links nach Altenberge. Dabei meinte ich doch, grade aus Richtung Altenberge gekommen zu sein. Aber wenn ich mir die Karte jetzt so anschaue, dann passt es direkt. Es führen eben viele Wege nach Altenberge....
Ich fuhr dann nicht rechts ab, Richtung Billerbeck, sondern hielt mich Richtung Havixbeck, was dazu führte, dass ich doch jetzt in Billerbeck einfuhr. Das war eine recht schöne Ortseinfahrt, die dann abrupt an einer Ampel und Bahngleisen endete. Im Ort orientierte ich mich Richtung Münster und fuhr eine Weile entlang einer Hauptstraße den Berg hinauf. Da kam plötzlich ein Abzweig mit einem Hinweisschild "WDR-Sender" und "Longinusturm". Wollte ich mir das jetzt echt noch antun? Soweit ich mich aus Zeiten der Radsport-BSG erinnerte, ging das in den Baumbergen doch recht knackig bergauf und -ab! Andererseits - wann komm ich hier schon mal wieder lang? Nächste Woche ist sicher Regeneration und nach dem Sparkassen-Giro werd ich wohl so lange Strecken nicht mehr so oft fahren (wenn überhaupt). Also rechts ab und hinein ins Vergnügen. Wenn ich Vergnügen schreibe, dann mein ichs auch so! Die Steigungen hielten sich in Grenzen und waren nichts im Vergleich zu der Strecke zwischen Laer und Billerbeck! Es schnurrte nur so voran und plötzlich befand ich mich auch schon zwischen dem WDR-Sender zur linken und dem Longinusturm zur rechten Hand. Nach einer Weile bog ich dann wieder, einem Radweg-Hinweisschild Richtung Münster folgend, rechts ab und befand mich plötzlich auf einem wunderschön-idyllischen Weg! Hier, zwischen maunzenden Auerhähnen und streunenden Kätzchen, war die Welt noch in Ordnung! Diese Straße führte dann nach einer Weile auf eine Hauptstraße in Havixbeck und plötzlich wusste ich wieder, wo ich war! Da war die Tischlerei Wehmeyer und der Sonderpostenmarkt Philipps! Jetzt kannte ich den Rückweg über Tilbeck und meine Hausstrecke! Hier gab ich dann nochmal ordentlich Gas. Mein Garmin-Pulsmesser mit GPS zeigt leider immer eine etwas kürzere (genauere?) Strecke an als mein Tacho. Nach Tacho hätte ich einen Schnitt von 26 km/h geschafft, was ja Voraussetzung für den Sparkassen-Giro ist. Mein GPS meinte aber, es wäre nur ein guter 25er Schnitt gewesen. Naja, zu meiner "Entschuldigung" sei anzumerken, dass ich einige Male zum Sondieren der Strecke langsam fahren musste und auch die Steigungen nicht zu verachten waren - wohingegen ich beim Bergabfahren ja immer vorsichtig bin und nie volle Kanne fahre. Mein Durchschnittspuls war dann auch extrem niedrig: 139 bpm - ja, hab ich mich denn überhaupt nicht angestrengt??? Wie auch immer - fast 70 Kilometer in zweieinhalb Stunden. Irgendwie wird es nächstes Wochenende schon klappen.....vorausgesetzt, das Wetter passt. Ich weiß nicht, ob ich mich bei Regen mit dem Rennrad auf den Weg mache....
Freitag, 25. September 2009
Mittwoch, 23. September 2009
Immer gradeheraus
Gestern hatten wir wieder Kumitetraining bei Sensei Micha. Nachdem uns Seibel ordentlich aufgewärmt hatte, startete direkt das Partnertraining. Ich hatte Conny als Partnerin uns wir übten fleißig nach Michaels Anweisungen Jiju Ippon Kumite. Irgendwie bin ich derzeit so "programmiert", möglichst seitlich mit Tai Sabaki und ggf. Suri Ashi rauszugleiten. Micha forderte von uns aber jetzt, möglichst grade nach hinten rauszugleiten, also eben nicht seitlich raus. Das war irgendwie für mich total schwer umzusetzen.
Beim Block sollten wir das vordere Bein ranzehen und dann für den Konter mit dem hinteren Bein vorgehen. Den Kizami-Tsuki sollten wir z. B. mit einer Art Uchi-Uke Jodan blocken (von innen nach außen); ähnlich dann den Tsuki Jodan. Tsuki Chudan wurde mit Gedan-Barai (vorderer - linker - Arm) geblockt und ebenso eigentlich auch Mae Geri, Yoko Geri und Ushiro Geri. Nur beim Mawashi sollten wir im Prinzip gar nicht blocken, sondern nur zur Deckung den rechten Arm hoch nehmen.
Mir fiel vor allem das Gerade-Herausgehen schwer....meine Parnterin bekam das viel besser hin, auch wenn bei ihr die Distanz beim Konter dann immer etwas kurz geriet. Michael wies uns diesbezüglich auch an, länger zu stehen und auch länger zurückzugehen. Nach ein paar Partnerwechseln hatte dann auch ich die Übung verstanden.
Zum Abschluss der Einheit bauten wir die Kombinationen dann noch etwas aus. Wir sollten nach einem Faust-Konter noch nah am Partner bleiben und nochmal mit Empi oder Hiza-Geri nachschlagen bzw. -treten. Eventuell konnten wir dann den Partner noch zu Boden reißen. Hier sollten wir ausprobieren, in welche Richtung das am besten ging. Entweder konnte man, wenn man als Uke nach dem ersten Konter rechts vorstand, das hintere Bein weiter hinten rum setzen und mit tiefer Hüfte (aber aufgerichtetem Oberkörper) den Partner über die eigene linke Schulter zu Boden drücken. Oder man warf den Partner hinten über. Hier hatte ich eine kleine Meinungsverschiedenheit mit dem Sensei: Ich bin am liebsten mit dem hinteren (linken) Bein am Partner vorbeigelaufen und hätte das Bein hinter sein Standbein gestellt und mein Gegenüber so zu Fall gebracht. Micha meinte aber, das würde nicht funktionieren, falls der Partner nicht "mitspiele". Ich müsste vielmehr den rechten Fuß kurz hinter das Standbein des Partners umsetzen. Leider ging das bei mir gar nicht und ich fiel dabei fast immer selber zu Boden. Wenn Micha nicht guckte, setzte ich dann immer "heimlich" doch mein hinteres Bein als Hebel ein ;-)
Insgesamt war es dann wieder eine sehr lehrreiche Einheit, auch wenn mir das Zurückgleiten mit Tai Sabaki derzeit mehr liegt. Aber man kann ja auch nicht immer dasselbe üben....
Beim Block sollten wir das vordere Bein ranzehen und dann für den Konter mit dem hinteren Bein vorgehen. Den Kizami-Tsuki sollten wir z. B. mit einer Art Uchi-Uke Jodan blocken (von innen nach außen); ähnlich dann den Tsuki Jodan. Tsuki Chudan wurde mit Gedan-Barai (vorderer - linker - Arm) geblockt und ebenso eigentlich auch Mae Geri, Yoko Geri und Ushiro Geri. Nur beim Mawashi sollten wir im Prinzip gar nicht blocken, sondern nur zur Deckung den rechten Arm hoch nehmen.
Mir fiel vor allem das Gerade-Herausgehen schwer....meine Parnterin bekam das viel besser hin, auch wenn bei ihr die Distanz beim Konter dann immer etwas kurz geriet. Michael wies uns diesbezüglich auch an, länger zu stehen und auch länger zurückzugehen. Nach ein paar Partnerwechseln hatte dann auch ich die Übung verstanden.
Zum Abschluss der Einheit bauten wir die Kombinationen dann noch etwas aus. Wir sollten nach einem Faust-Konter noch nah am Partner bleiben und nochmal mit Empi oder Hiza-Geri nachschlagen bzw. -treten. Eventuell konnten wir dann den Partner noch zu Boden reißen. Hier sollten wir ausprobieren, in welche Richtung das am besten ging. Entweder konnte man, wenn man als Uke nach dem ersten Konter rechts vorstand, das hintere Bein weiter hinten rum setzen und mit tiefer Hüfte (aber aufgerichtetem Oberkörper) den Partner über die eigene linke Schulter zu Boden drücken. Oder man warf den Partner hinten über. Hier hatte ich eine kleine Meinungsverschiedenheit mit dem Sensei: Ich bin am liebsten mit dem hinteren (linken) Bein am Partner vorbeigelaufen und hätte das Bein hinter sein Standbein gestellt und mein Gegenüber so zu Fall gebracht. Micha meinte aber, das würde nicht funktionieren, falls der Partner nicht "mitspiele". Ich müsste vielmehr den rechten Fuß kurz hinter das Standbein des Partners umsetzen. Leider ging das bei mir gar nicht und ich fiel dabei fast immer selber zu Boden. Wenn Micha nicht guckte, setzte ich dann immer "heimlich" doch mein hinteres Bein als Hebel ein ;-)
Insgesamt war es dann wieder eine sehr lehrreiche Einheit, auch wenn mir das Zurückgleiten mit Tai Sabaki derzeit mehr liegt. Aber man kann ja auch nicht immer dasselbe üben....
Dienstag, 22. September 2009
Schöner Lauf!
Nach den Radtrainings vorgestern und gestern musste ich mich aber doch sehr überwinden, gleich heute früh wieder loszulaufen....die Beine waren doch mächtig schwer. Aber die Woche ist kurz und voll mit Programm - wenn ich meinen Trainingsplan einigermaßen erfüllen will, darf ichs jetzt nicht schleifen lassen. Also Schue und Laufsachen angezogen und los!
Recht frisch wars heute früh! Das ist ja mal ein echter Vorteil des weichenden Sommers! Eigentlich beschleicht mich ab Mitte August häufig eine Art Melancholie - die Blätter färben sich, süßlicher Duft reifen Obsts liegt in der Luft - irgendwie nimmt der Sommer schon immer ein wenig Abschied! Aber für das Ausdauertraining, speziell für das Laufen, ist es natürlich optimal, wenn die große Hitze weicht.
Eigentlich stand für diese Woche ein 12-km-Lauf auf dem Programm (zusätzlich drei Radeinheiten und einmal Schwimmen). Aber da ich ja irgendwann auch mal arbeiten muss, hab ich auf knapp 9 km verkürzt: große Aaseerunde und zurück über die Kastanienallee.
Erst lief es wie gesagt etwas schleppend. Aber dann, so ab Mühlenhof, fing es an, richtig Spaß zu machen. Ich behielt die Uhrzeit im Auge, da ich drei Steigerungsläufe integrieren sollte und man damit nicht vor Ablauf einer Viertelstunde beginnen sollte. Der Puls hielt sich im Vergleich zu den letzten Läufen artig im "grünen" Bereich - kein Wunder, es ist ja auch nicht mehr so heiß! Bei den Steigerungsläufen, die ich bisher ja eigentlich immer nur bei schwülwarmen Tempereaturen durchgeführt habe, musste ich richtig rennen, um den Puls nach oben zu bekommen. Zwischendurch warf ich immer mal wieder einen Blick auf den Aasee und die Wiesen rundrum und dachte bei mir:"Wie geil ist das denn?!? Und hier wohnst Du und kannst immer laufen, wenn Du willst!" Dazu die frische, kühle Luft und freundlich grüßende Laufkollegen - es war echt klasse!
Ein Blick auf die Formkurve bescherte mir dann eine freudige Überraschung: zweitbeste Form heute!
Naja, vielleicht schaffe ich das Radrennen ja doch .....
Recht frisch wars heute früh! Das ist ja mal ein echter Vorteil des weichenden Sommers! Eigentlich beschleicht mich ab Mitte August häufig eine Art Melancholie - die Blätter färben sich, süßlicher Duft reifen Obsts liegt in der Luft - irgendwie nimmt der Sommer schon immer ein wenig Abschied! Aber für das Ausdauertraining, speziell für das Laufen, ist es natürlich optimal, wenn die große Hitze weicht.
Eigentlich stand für diese Woche ein 12-km-Lauf auf dem Programm (zusätzlich drei Radeinheiten und einmal Schwimmen). Aber da ich ja irgendwann auch mal arbeiten muss, hab ich auf knapp 9 km verkürzt: große Aaseerunde und zurück über die Kastanienallee.
Erst lief es wie gesagt etwas schleppend. Aber dann, so ab Mühlenhof, fing es an, richtig Spaß zu machen. Ich behielt die Uhrzeit im Auge, da ich drei Steigerungsläufe integrieren sollte und man damit nicht vor Ablauf einer Viertelstunde beginnen sollte. Der Puls hielt sich im Vergleich zu den letzten Läufen artig im "grünen" Bereich - kein Wunder, es ist ja auch nicht mehr so heiß! Bei den Steigerungsläufen, die ich bisher ja eigentlich immer nur bei schwülwarmen Tempereaturen durchgeführt habe, musste ich richtig rennen, um den Puls nach oben zu bekommen. Zwischendurch warf ich immer mal wieder einen Blick auf den Aasee und die Wiesen rundrum und dachte bei mir:"Wie geil ist das denn?!? Und hier wohnst Du und kannst immer laufen, wenn Du willst!" Dazu die frische, kühle Luft und freundlich grüßende Laufkollegen - es war echt klasse!
Ein Blick auf die Formkurve bescherte mir dann eine freudige Überraschung: zweitbeste Form heute!
Naja, vielleicht schaffe ich das Radrennen ja doch .....
Montag, 21. September 2009
Baumberge
Heute bin ich knapp 50 km Rad gefahren. Da ich gestern fast im Dreißigerschnitt meine Hausstrecke (32 km) gefahren bin, war das heute schon echt grenzwertig. Ich hab eine neue Strecke ausprobiert, die ich bei Bikemap gefunden habe. Anfangs hab ich mich etwas verfahren, so dass ich auf ca. 48, statt auf 45 km gekommen bin. Es ging so: Gievenbeck, Rüschhausweg, Richtung Hohenholte, durch Havixbeck, bis Schapdetten. Dort bin ich erst den Hügel ins Dorf hochgefahren, vorbei am legendären Kreuz der Merschke Tilbek und dann hats mich echt noch gepackt und ich bin weiter rechts hoch, den Hügel hinan. Vielleicht hätte ich es sogar bis ganz oben geschafft - aber da kam ein Auto von hinten. Ach, nee, ich glaub, ich hätte an der Bank eh ein Päuschen benötigt - Steigungen sind ja bislang noch nicht so mein Ding, auch wenn es "nur" die Baumberge sind, die den Namen Berg ja eigentlich gar nicht verdienen. Schlimmer noch als rauf war wie immer das Runter - da krieg ich immer Schiss, dass die Reifen blockieren oder ich auf Schotter ausrutsche. Zwar war die Straße befestigt, aber ein paar Steinchen liegen ja im ländlichen Bereich wohl immer rum. Also hab ich mich ganz vorsichtig runter getastet.
Also, ehrlich gesagt war es heute eine recht unbefriedigende Tour, da die Strecke rund um Gievenbeck überhaupt nicht schockt. So ab Hohenholte war es dann erträglich, aber immer bis Schapdetten entlang der Hauptstraße. Muss das denn sein - im Münsterland, das berühmt ist für Radwege und Pättkes? Nee, da muss ich nochmal anders rumsuchen.
Die Baumberge-Steigungen waren dann ein echtes Schmankerl und es hat richtig Spaß gemacht, mal so an die Grenze zu gehen. Die Pulsuhr blieb sogar ruhig - kein Alarm wegen zu hoher Pulswerte. So schlimm kann es also nicht gewesen sein.
Der Rest der Strecke ging dann über die Hausstrecke ab Bösensell/Alvingheide. Aber da merkte ich schon, dass ich echt k. o. war. Leider hatte ich vor dem Überqueren einer Hauptstraße die Stoppuhr abgeschaltet, weil ich länger warten musste - und vergaß, sie wieder einzuschalten. So hab ich keine genauen Werte.
Wie ich übernächsten Samstag 70 km schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel....
Also, ehrlich gesagt war es heute eine recht unbefriedigende Tour, da die Strecke rund um Gievenbeck überhaupt nicht schockt. So ab Hohenholte war es dann erträglich, aber immer bis Schapdetten entlang der Hauptstraße. Muss das denn sein - im Münsterland, das berühmt ist für Radwege und Pättkes? Nee, da muss ich nochmal anders rumsuchen.
Die Baumberge-Steigungen waren dann ein echtes Schmankerl und es hat richtig Spaß gemacht, mal so an die Grenze zu gehen. Die Pulsuhr blieb sogar ruhig - kein Alarm wegen zu hoher Pulswerte. So schlimm kann es also nicht gewesen sein.
Der Rest der Strecke ging dann über die Hausstrecke ab Bösensell/Alvingheide. Aber da merkte ich schon, dass ich echt k. o. war. Leider hatte ich vor dem Überqueren einer Hauptstraße die Stoppuhr abgeschaltet, weil ich länger warten musste - und vergaß, sie wieder einzuschalten. So hab ich keine genauen Werte.
Wie ich übernächsten Samstag 70 km schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel....
Sonntag, 20. September 2009
Siegener Stadtmeisterschaften 2009 - Erfolge SKDM
(Presseinfo)
Der Weg nach Siegen hat sich am vergangenen Samstag für die Starter des Shotokan-Karate-Dojos Münster gelohnt: einen ersten, zwei zweite und drei dritte Plätze konnten die Münsteraner erzielen.
Während Andrea Haeusler ihren Titel in der Disziplin Kata Damen ab 18 Jahre ab 1. Dan nicht verteidigen konnte, gewann Christian Hericks diese Disziplin in der Gruppe Herren ab 18 Jahre 5. bis 1. Kyu. Für Haeusler reichte es dann aber noch für den dritten Platz.
In der Gruppe Kata Herren ab 18 Jahre ab 1. Dan war die Gruppe unerwartet groß. Hier wurden die Vorrunden im Flaggensystem ausgekämpft, bei dem einer der Starter direkt ausscheidet. Hier kamen Patrick Müsker und Michael Maibaum vom SKDM trotz guter Leistungen nicht weiter.
Die Disziplin Kumite der Damen ab 3. Kyu: Hier schied Haeusler punktlos gegen Daria Vent aus Marburg aus. In der Mannschaftsdisziplin lief es dann umgekehrt: Haeusler siegte gegen dieselbe Gegnerin mit zwei Wazari und ohne Gegenwertung. Leider verloren beide Team-Gefährtinnen vom Tsunami Köln ihre Kämpfe, so dass es schließlich nur für Platz zwei reichte.
Im Kumite der Herren wurden zum Teil - vor allem in der Gruppe ab 18 Jahre und 1. Dan - harte Kämpfe ausgetragen. Leider verliefen diese nicht immer verletzungsfrei, obgleich Hauptkampfrichter Markus Haack streng auf Einhaltung der Kontrolle achtete und bei jedem Verstoß die Kämpfe unterbrach und auch Verwarnungen aussprach. Auch zwei Starter aus Münster wurden in ihren Kämpfen verletzt. Dennoch konnte Hericks in seiner Gruppe den zweiten Platz erkämpfen. In der Disziplin Kumite-Mannschaft Herren ab 18 Jahre ab 3. Kyu kam das Münsteraner Team (Hericks, Steffen, Müsker) zusammen mit einer Mannschaft von Tsunami Köln auf den dritten Platz.
Der Weg nach Siegen hat sich am vergangenen Samstag für die Starter des Shotokan-Karate-Dojos Münster gelohnt: einen ersten, zwei zweite und drei dritte Plätze konnten die Münsteraner erzielen.
Während Andrea Haeusler ihren Titel in der Disziplin Kata Damen ab 18 Jahre ab 1. Dan nicht verteidigen konnte, gewann Christian Hericks diese Disziplin in der Gruppe Herren ab 18 Jahre 5. bis 1. Kyu. Für Haeusler reichte es dann aber noch für den dritten Platz.
In der Gruppe Kata Herren ab 18 Jahre ab 1. Dan war die Gruppe unerwartet groß. Hier wurden die Vorrunden im Flaggensystem ausgekämpft, bei dem einer der Starter direkt ausscheidet. Hier kamen Patrick Müsker und Michael Maibaum vom SKDM trotz guter Leistungen nicht weiter.
Die Disziplin Kumite der Damen ab 3. Kyu: Hier schied Haeusler punktlos gegen Daria Vent aus Marburg aus. In der Mannschaftsdisziplin lief es dann umgekehrt: Haeusler siegte gegen dieselbe Gegnerin mit zwei Wazari und ohne Gegenwertung. Leider verloren beide Team-Gefährtinnen vom Tsunami Köln ihre Kämpfe, so dass es schließlich nur für Platz zwei reichte.
Im Kumite der Herren wurden zum Teil - vor allem in der Gruppe ab 18 Jahre und 1. Dan - harte Kämpfe ausgetragen. Leider verliefen diese nicht immer verletzungsfrei, obgleich Hauptkampfrichter Markus Haack streng auf Einhaltung der Kontrolle achtete und bei jedem Verstoß die Kämpfe unterbrach und auch Verwarnungen aussprach. Auch zwei Starter aus Münster wurden in ihren Kämpfen verletzt. Dennoch konnte Hericks in seiner Gruppe den zweiten Platz erkämpfen. In der Disziplin Kumite-Mannschaft Herren ab 18 Jahre ab 3. Kyu kam das Münsteraner Team (Hericks, Steffen, Müsker) zusammen mit einer Mannschaft von Tsunami Köln auf den dritten Platz.
Mittwoch, 9. September 2009
Pneumokokkenimpfung

Gestern hatte ich wegen meiner angeblich chronisch obstruktiven Lungengeschichte einen Kontrolltermin beim Doc. Eigentlich wollte ich diesen schon absagen, da ich ja seit März symptomfrei bin. Naja, dachte ich, lass mal nicht schleifen, die Erkältungszeit geht jetzt los und vielleicht hat die Ärztin irgendwas auf Lager.
Frau Doktor lobte mich bzw. meinen Gesundheitszustand dann auch wieder über den grünen Klee: Der Ausdauersport wäre genau das Richtige für mich und könnte allen Lungenanfälligkeiten super vorbeugen! Na, dann hab ich ja einen Grund, ordentlich weiter zu trainieren! Blutdruck 90 zu 70, da gabs auch nichts zu meckern.
Ob ich vielleicht Interesse an einer Pneumokokkenimpfung hätte. Die würde helfen, einer Lungenentzündung vorzubeugen. Minimale Nebenwirkungen und die Kasse zahlts. In Erinnerung an meine echt beängstigende Lungenentzündung vor ein paar Jahren dachte ich bei mir: Warum nicht? Und als die Ärztin dann auch bezüglich sportlicher Aktivitäten am Impftag keine Bedenken hatte, stimmte ich zu. Nochmal zu den Nebenwirkungen befragt, räumte sie ein, dass es an der Einstichstelle leichte Druckschmerzen geben könnte. Und einen Halbmarathon sollte man an dem Tag vielleicht nicht grade laufen. Man könnte sich insgesamt etwas matschig fühlen.
Tagsüber zierte dann auch nur ein kleines Pflaster meinen Oberarm. Nachmittags überredete mich Johanna, sie erstmals zum Trampolinspringen in der Stadt zu bringen. Natürlich mit dem Radl, denn in der City sind Parkplätze Mangelware. Ich sah meine abendliche Trainingseinheit bei Sensei Micha schon flöten gehen! Aber dann entschied ich mich für einen Kompromiss: Ich schaute Johanna eine gute Stunde beim Hopsen unter Anleitung zu und wir fuhren dann etwas vor Ende der Trainingseinheit heim. Dort angekommen war ich plötzlich irgendwie nur noch hungrig und schlapp. Ach, dachte ich - es war ja grad Risto-Lehrgang und immer diese Hetze! Also beschloss ich kurzer Hand, das Training tatsächlich sausen zu lassen - schließlich war ja auch die Impfung am Vormittag....man soll sich ja nicht so verausgaben.
Als ich grade meiner Großen versprochen hatte, mit ihr Federball zu spielen, klingelte mein Handy: Sensei Michael - stand im Stau, würde wohl nicht vor Viertel vor 7 kommen. Und da weder Thorsten, noch Jürgen zum Training kommen wollten, könnte die Meute ggf. da eine Stunde lang ohne Anleitung sein. Mist - jetzt war ich doch noch in der Pflicht! Gut, dass ich mittags meine Trainingstasche schon gepackt hatte - schnell ins Auto (mit dem Rad hätte ichs auf keinen Fall mehr geschafft) und ab durch die Stadt. Es ist erstaunlich, aber dienstags um kurz vor sechs ist man tatsächlich durch die Stadt schneller als über den Ring. Und so war ich tatsächlich in einer knappen Viertelstunde am Dojo! Fix umgezogen und hinein in die Halle.
Für Marc, der grade bei Risto durch die Prüfung gefallen war, gab ich nach einem ausführlichen Aufwärmtraining und etwas Randori ein paar Grundschul-Bahnen mit Schwerpunkt auf seinen "Problemen". Na, und dann war es auch schon fast sieben und der Sensei kam. Jetzt mach ich auch den Rest der Einheit mit, dachte ich. Ich hatte Albrecht (ca. 100 kg) als Partner und wir knüpften inhaltlich an der letzten Woche an. Mein Arm war ruckzuck grün und blau. Eigentlich schon ein Grund, dass die Trainingsmotivation sinkt. Dennoch war ich überrascht, wie sehr mich das innerlich tangierte - mental knackste mich das total an und ich hatte gar keine "Lust" mehr, stark zu blocken. Irgendwann blockte ich dann noch einen seiner Mae-Geris total mies, so dass ich mit der Faust auf sein Schienbein schlug. Zum Glück nur die linke Faust - denn der Schmerz war schon heftig! Danach sollte ich direkt angreifen mit Kizami-Tsuki und ich war überrascht, dass das überhaupt noch ging. (Erstaunlicher Weise ist die Faust heute total ok).
Irgendwann war dann das Training zu Ende. Rasch noch in die Sauna und ab nach Hause. Fürs Federballspiel war es jetzt zu dunkel aber ich konnte Franzi so noch etwas beglücken. Außerdem tat mein Arm weh. Erstaunlicher Weise auch unterhalb der Schulter, wo ich doch gar keine Schläge abbekommen hatte. Ich war etwas überrascht, wie schlapp ich plötzlich war. Total müde. Ich wollte nur noch ins Bett. Zudem schmerzten meine Hüftgelenke, als hätte ich zwei Tage nonstop bei Risto Ashi-Barai geübt! Wo kam denn das her? Ok, das Training mit Albrecht, da war schon Hüftarbeit angesagt, aber doch nicht mit solchen Folgen! So schnell ich konnte legte ich mich dann ins Bett. Ich wollte mich hier kaum noch rühren, um an den Lichtschalter zu kommen - total komatös! Kurz vor dem Einschlafen kratzte es dann auch noch im Hals - ein Hustenreiz machte sich bemerkbar. Da war mir plötzlich alles klar: Diese Müdigkeit, die Schmerzen in Arm und in der Hüfte, der Hustenreiz - all das war wohl die Reaktion auf die Impfung! Vielleicht war das doch etwas viel, was meinem Körper da zugemutet wurde mit Radtour in die Stadt, Training und Sauna....
Naja, vielleicht bleibe ich dafür fortan von einer Lungenentzündung verschont. Die Impfwirkung soll jahrelang, eventuell sogar ein Leben lang, halten.
Sonntag, 6. September 2009
Karate reicht nur für ein kleines Glück
Lehrgang bei Risto Kiiskilä in Münster am 05.09.2009
Erstmals nur eintägig beehrte uns Sensei Kiisiklä auch gestern wieder hier in Münster. Insgesamt nahmen wohl über 50 Karateka, in etwa auf Unter- und Oberstufe gleichermaßen verteilt, an dem Lehrgang teil. Ein echtes Risto-Comeback, sozusagen. Ob das nun an dem neuen Lehrgangskonzept (eintägig, da hat man doch noch was vom Wochenende...) lag oder daran, dass ich ja permanent in meinem eigenen Verein ordentlich Werbung für Risto gemacht hatte, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls waren auch etliche meiner ehemaligen Anfänger gekommen, um den finnischen Instructor einmal kennen zu lernen.
Und sie wurden nicht enttäuscht! Gleich zu Beginn der Unterstufeneinheit kam eine Übung, die zumindest meinen Anfängern stets in den ersten Einheiten "blüht": Auf "Mäussefüßchen" machten sie ihre Oberschenkel ordentlich warm! Dann legte Risto sehr viel Wert auf die Beweglichkeit des Rumpfes und schließlich übte die Unterstufe scheinbar endlos den Ashi-Barai. "Der Ashi-Barai ist die effektivste Fußtechnik.", so der Sensei. "Man kann auch Mawashi-Geri treten und manchmal trifft man auch. Mit Ashi-Barai trifft man aber fast immer." ...vorausgesetzt man hat ihn genug geübt. Der Ashi-Barei ist zudem die einzige Karatetechnik für die es im Shotokan-Stil keine Anleitung gibt. Jeder hat hier seine eigene Version.
In der Oberstufe gab es wieder zahlreiche Basisübungen. Risto erklärte unter anderem, wie ein einfacher Tsuki auszuführen ist. Die Schulterspannung muss nach unten gehen. Man kann das Gefühl am besten nachvollziehen, indem man unter die Achsel kneift. Das tut höllisch weh und man spannt automatisch den Schulterbereich richtig an, um den Schmerz zu lindern. "Das vergisst man so schnell nicht wieder. Erst nach einer Woche muss man wieder kneifen.", so Risto. Zum Glück musste keiner aus unserer Gruppe unter dieser Übung "leiden" - die Vorstellung des "Kneifgefühls" reichte wohl den meisten schon aus, um es ausreichend nachzuempfinden.
Wichtig sind für Risto beim Oberstufentraining aber eigentlich nicht die einzelnen Techniken oder Stände. "Man setzt voraus, dass ihr einen Age-Uke könnt und auch wisst, wie man im Kokotsu-Dachi steht.", meinte er. "Wichtig ist aber, wie ihr dahingekommen seid, wie man von einem Stand in den anderen wechselt, wie die Übergänge sind." Und hieran arbeiteten wir dann auch schier endlos.
Wir übten Suri-Ashis mit Gewichtverlagerung und Tai-Sabaki: rückwärts rausgleiten mit Soto-Uke Jodan, vor mit Gyaku-Tsuki; dann rechts raus mit Age-Uke, vor Gyaku-Tsuki und schließlich aus dieser Stellung "hinten" rum, das rechte Bein versetzen und Nagashi-Uke, wieder kontern Gyaku-Tsuki. Vom Ablauf für mich schon ein "alter Hut", aber jetzt ging es um die Feinheiten: Beim Zurückgleiten immer tief bleiben, nicht hochkommen, hintere Schulter beim Block tief runter, Block erst ausführen, wenn der vordere Fuß nachrutscht und die Abwehr-Konter-Kombination dann möglichst leichtfüßig wie einen Walzer!
Auch zum Thema Kata hatte unser Coach einiges Anzumerken: Er zeigte uns wichtige Details zur Tekki Shodan und zur Bassai Dai. Ich selber durfte bei der Tekki zeigen, wie schlecht meine Rumpfbewegung ist und die Bassai Dai übten wir unter anderem als "Atemkata". Wie ist die Kata richtig? Wenn sie gut aussieht? Nein - natürlich, wenn die Techniken so ausgeführt werden, dass sie funktionieren und zwar "auf dem Schlachtfeld". Denn: Wer hat das traditionelle Karate entwickelt? Nein, nein, nicht Gichin Funakoshi! Es waren "die Überlebenden" (...der Schlacht...), "diejenigen, die mit einem gestreckten Bein vom Schlachtfeld kamen. Daher kommt die Kraft auch immer aus dem gestreckten Bein. Die anderen (die Toten, also) hatten beide Beine gestreckt." Sehr anschaulich ;-)
"Wann fängt das Karate-Training an?", fragte Risto uns gegen Ende des Lehrgangs. "Karate fängt dann an, wenn die Selbstkritik schneller wächst als das Können." Beim Karate ist es nämlich leider so, dass es "nicht glücklich macht. Wenn man bescheiden ist, dann reicht es für ein kleines Glück."
Leider habe ich meinen Notizblock in der Halle liegenlassen....sonst könnte ich sicher noch zahlreiche weitere Anmerkungen wiedergeben....
Freitag, 4. September 2009
"Der Wind kommt aus unterschiedlichen Richtungen."
Was hab ich mich schon oft gewundert, wenn Kachelmann und co. den Wetterbericht für den Folgetag mit den Worten beendeten: "Der Wind kommt aus unterschiedlichen Richtungen." Na, tolle Voraussage, so verbindlich! Ts...
Ab heute weiß ich, was der Kachelfrosch damit gemeint hat! Ich hab mich mal ganz mutig - die Wunden im Schritt von der letzten Tour waren knapp verheilt - in meine neue Winterkollektion und auf den Sattel gepackt und loooooo--o--o--ooos...oh Mann, ich kam schon auf der Straße vor der Tür kaum vom Fleck! Wo kam denn bloß der Wind her? Keine herabgefallenen Äste, keine heruntergepurzelten Dachziegel - die Umgebung sah gar nicht nach Orkan aus, fühlte sich aber so an. Auf der Straße am Zoo entlang kam ich kaum über 25 km/h und auch anschließend wurds nicht besser. Na gut, dachte ich, die eine Richtung wirds dann halt kniffelig. Da kann man nix machen. Gleich mal rechts ab, dann kommt der Wind von der Seite und es wird besser. In Bösensell also abgebogen - aber keine Veränderung. Auch nach einem weiteren Abbiegen keine Besserung. Ich quälte mich unendlich gegen die Elemente. Zum Glück schien wenigstens die Sonne und es blieb trocken. Als ich durch Bösensell durch war, bog ich heute mal nicht direkt wieder Richtung Roxel ab, sondern links Richtung Stift Tilbeck. Am Stift angekommen wagte ich trotz Gegenwinds sogar noch die Auffahrt nach Schapdetten. Da piepte plötzlich doch glatt meine Pulsuhr, weil der Puls zu hoch war (naja, 168 bpm ist aber noch wirklich sehr fürsorglich...). Puh, "Berg" geschafft und oben am Abzweig zur Leopoldshöhe angekommen. Moment - jetzt ging es doch links ab zur Tour, die ich damals immer mit der Radsport-Betriebsgemeinschaft gefahren bin, oder? Na, dann mal los....ach du Schreck, was ist das? Schotter! Die ganze Fahrbahn und kein Ende abzusehen. Warum tut man das? War da einem Laster die Fuhre von der Ladefläche gekippt und man hatte alles schön verteilt? Ich fuhr gaaaanz vorsichtig die Straße entlang in der Hoffnung, der Zustand würde sich bessern - und richtig: nach ca. 700 m war die Fahrbahn wieder schotterfrei. Puh! Jetzt wurd mir die Zeit bald knapp - ich musste doch Johanna und Freundin wieder vom Kindergeburtstag abholen! Hmmm, wie krieg ich denn jetzt die 45 km noch voll? Die Strecke war mir nur flüchtig bekannt aber nach einer Viertelstunde war ich doch tatsächlich wieder in vertrauten Gefilden. Jetzt also Rückweg. Aber der Wind kam immer noch von Osten, von Westen, von Norden und Süden - auf jeden Fall immer irgendwie von vorne! Naja, nach 1:37 hatte ich tatsächlich knapp meine geplanten 45 km geschafft - und war selber echt ziemlich k.o. ...
Morgen gibts erst mal wieder Karate....und zwar beehrt uns JKA-Instructor Risto Kiiskilä hier in Münster! Ich hoffe auf eine volle Halle. Viele meiner Vereinskameraden und vor allem auch viele meiner "Schüler" (aus einem meiner Anfängerkurse) legen eine Gürtelprüfung ab. Das ist natürlich mega-spannend.....
Ab heute weiß ich, was der Kachelfrosch damit gemeint hat! Ich hab mich mal ganz mutig - die Wunden im Schritt von der letzten Tour waren knapp verheilt - in meine neue Winterkollektion und auf den Sattel gepackt und loooooo--o--o--ooos...oh Mann, ich kam schon auf der Straße vor der Tür kaum vom Fleck! Wo kam denn bloß der Wind her? Keine herabgefallenen Äste, keine heruntergepurzelten Dachziegel - die Umgebung sah gar nicht nach Orkan aus, fühlte sich aber so an. Auf der Straße am Zoo entlang kam ich kaum über 25 km/h und auch anschließend wurds nicht besser. Na gut, dachte ich, die eine Richtung wirds dann halt kniffelig. Da kann man nix machen. Gleich mal rechts ab, dann kommt der Wind von der Seite und es wird besser. In Bösensell also abgebogen - aber keine Veränderung. Auch nach einem weiteren Abbiegen keine Besserung. Ich quälte mich unendlich gegen die Elemente. Zum Glück schien wenigstens die Sonne und es blieb trocken. Als ich durch Bösensell durch war, bog ich heute mal nicht direkt wieder Richtung Roxel ab, sondern links Richtung Stift Tilbeck. Am Stift angekommen wagte ich trotz Gegenwinds sogar noch die Auffahrt nach Schapdetten. Da piepte plötzlich doch glatt meine Pulsuhr, weil der Puls zu hoch war (naja, 168 bpm ist aber noch wirklich sehr fürsorglich...). Puh, "Berg" geschafft und oben am Abzweig zur Leopoldshöhe angekommen. Moment - jetzt ging es doch links ab zur Tour, die ich damals immer mit der Radsport-Betriebsgemeinschaft gefahren bin, oder? Na, dann mal los....ach du Schreck, was ist das? Schotter! Die ganze Fahrbahn und kein Ende abzusehen. Warum tut man das? War da einem Laster die Fuhre von der Ladefläche gekippt und man hatte alles schön verteilt? Ich fuhr gaaaanz vorsichtig die Straße entlang in der Hoffnung, der Zustand würde sich bessern - und richtig: nach ca. 700 m war die Fahrbahn wieder schotterfrei. Puh! Jetzt wurd mir die Zeit bald knapp - ich musste doch Johanna und Freundin wieder vom Kindergeburtstag abholen! Hmmm, wie krieg ich denn jetzt die 45 km noch voll? Die Strecke war mir nur flüchtig bekannt aber nach einer Viertelstunde war ich doch tatsächlich wieder in vertrauten Gefilden. Jetzt also Rückweg. Aber der Wind kam immer noch von Osten, von Westen, von Norden und Süden - auf jeden Fall immer irgendwie von vorne! Naja, nach 1:37 hatte ich tatsächlich knapp meine geplanten 45 km geschafft - und war selber echt ziemlich k.o. ...
Morgen gibts erst mal wieder Karate....und zwar beehrt uns JKA-Instructor Risto Kiiskilä hier in Münster! Ich hoffe auf eine volle Halle. Viele meiner Vereinskameraden und vor allem auch viele meiner "Schüler" (aus einem meiner Anfängerkurse) legen eine Gürtelprüfung ab. Das ist natürlich mega-spannend.....
Mittwoch, 2. September 2009
Kumite-Training nach meinem Geschmack
Gestern war das Training in der Oberstufe wieder einmal besonders gut! Wir waren sicherlich zwanzig Leute, überwiegend Braun- und Schwarzgurte. Mir wurde für das Randori und das anschließende Partnertraining Madeleine Essing zugewiesen, unser unser überaus talentiertes Aushängeschild. Gleich beim lockeren Freikampf gab es schon ordentlich was auf die Mütze. Allerdings war es ein ziemlich ausgeglichenes Miteinander. Von den Techniken her kann ich ihr bald nicht mehr das Wasser reichen, da muss der Kampfgeist dann das Manko ausgleichen ;-)
Anschließend gab es eine kurze Aufwärmphase, bei der die Bewegungsmuster der letzten Trainingseinheit aufgegriffen wurden und dann war Sensei Micha auch schon da. Wir übten weiter Angriff, Block und Konter aus relativ kurzer Distanz. Bald schon musste ich mich von Madeleine verabschieden und es gab zahlreiche Partnerwechsel. Hier hatte man sich rasch auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus einzustellen. Es war eigentlich niemand darunter, vor dem ich richtig "Schiss" hatte, abgesehen von Sensei Thorsten Rabeneck, der anfangs aber noch Milde walten ließ. Der Blick aus seinen Augen sagte allerdings schon zu Beginn: Mädel, jetzt mögen Block und Konter noch funktionieren - aber wenn ich richtig reinhaue, siehst Du kein Land mehr! Und das bewahrheitete sich dann auch beim "Schnell- und Starkmachen".
So ein richtig echtes Kumite-Training geht natürlich auch bei "kontaktlosem" Karate wie unserem nicht wirklich ohne Body-Check vonstatten! Und so habe ich heute auch nicht nur ordentlichen Muskelkater in meinem linken (Block-)Arm, dieser ist zudem auch reichlich mit blauen Flecken und Beulen versehen. Zudem gab es auch noch dreimal einen Jodan-Kontakt mit Uraken. Alles zum Glück nicht schlimm und man sieht hiervon im Gesicht nichts. Aber das zeigt einem doch mal wieder, dass Karate eben Karate ist und nicht Mikado, dass man auch mal einstecken können und die eigenen Zipperlein bis zu einem gewissen Grad und für eine Weile ignorieren lernen muss.
Anschließend gab es eine kurze Aufwärmphase, bei der die Bewegungsmuster der letzten Trainingseinheit aufgegriffen wurden und dann war Sensei Micha auch schon da. Wir übten weiter Angriff, Block und Konter aus relativ kurzer Distanz. Bald schon musste ich mich von Madeleine verabschieden und es gab zahlreiche Partnerwechsel. Hier hatte man sich rasch auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus einzustellen. Es war eigentlich niemand darunter, vor dem ich richtig "Schiss" hatte, abgesehen von Sensei Thorsten Rabeneck, der anfangs aber noch Milde walten ließ. Der Blick aus seinen Augen sagte allerdings schon zu Beginn: Mädel, jetzt mögen Block und Konter noch funktionieren - aber wenn ich richtig reinhaue, siehst Du kein Land mehr! Und das bewahrheitete sich dann auch beim "Schnell- und Starkmachen".
So ein richtig echtes Kumite-Training geht natürlich auch bei "kontaktlosem" Karate wie unserem nicht wirklich ohne Body-Check vonstatten! Und so habe ich heute auch nicht nur ordentlichen Muskelkater in meinem linken (Block-)Arm, dieser ist zudem auch reichlich mit blauen Flecken und Beulen versehen. Zudem gab es auch noch dreimal einen Jodan-Kontakt mit Uraken. Alles zum Glück nicht schlimm und man sieht hiervon im Gesicht nichts. Aber das zeigt einem doch mal wieder, dass Karate eben Karate ist und nicht Mikado, dass man auch mal einstecken können und die eigenen Zipperlein bis zu einem gewissen Grad und für eine Weile ignorieren lernen muss.
Dienstag, 1. September 2009
Blitzeblanker, blauer Himmel
Ja, so macht das Ausdauertraining Spaß - ein perfektes Wetterchen zum Radeln und Laufen!
Gestern hab ich mir mal eine längere Radeinheit gegönnt. Leider hatte ich keine Pulsanzeige. Der Puls war aber mit Sicherheit höher als die vorgegebenen 150 Schläge, dafür wette ich! Ich hatte einfach so viel Spaß, mal richtig in die Pedalen zu treten! Ich hatte mich ja schon geärgert vor und beim Losfahren - da legt man sich so eine schweineteure Pulsuhr zu (Garmin Forerunner), die man gar nicht braucht, aber einfach haben will - und dann kann sie zwar ganz hübsch die zurückgelegte Strecke anzeigen, nicht aber den Puls! Wieder daheim stellte ich dann fest, dass ich nur den falschen Brustgurt umgelegt hatte! Tja, da muss man schon ein wenig aufpassen, bei dem vielen Equipment ;-) Mit dem Forerunner war das ohnehin wieder so eine Sache - Frau und Technik, halt! Ich bekam das Ding ausgerechnet, als Frank grade eine Woche weg war und musste mich durch die technischen Features ganz alleine durchquälen. Aber ich hab es glaub ich nicht schlecht hinbekommen. Nur die mitgelieferte CD tuts in keinem der mir verfügbaren Rechner...da brauch ich doch mal des Mannes Hilfe.
Aber zurück zum Wetter und dem Training: Gestern also eine recht große Runde. Mein Tempo war fantastisch! Ich hatte fast meinen Speed vom Triathlon drauf und kam selten unter 30 km/h! Die schöne, spätsommerliche Landschaft flog nur so vorbei! Leider bin ich beim Ausprobieren einer neuen Strecke zwischen Senden und Lüdinghausen auf eine unschöne Landstraße gekommen. Als ich dann wieder in Bösensell war, kam ich endlich wieder in vertraute Gefilde und mehr als 50 km sollten es ja auch nicht werden. Auch nach der Tour war ich noch fit - obwohl mir die Vorstellung, anschließend noch einen HM zu laufen schon noch etwas ungeheurlich vorkommt....Leider schmerzt es bei mir immer mächtig im Schritt nach dem Radeln. Vielleicht muss doch mal ein Spezialsattel her...aber es liegt vielleicht doch an meinem etwas zu großen Rad? Keine Ahnung - vielleicht muss ich etwas Hornhaut anlegen :-o
Gestern gab es dann noch ein traumhaftes Abendessen mit der Familie auf der Terrasse mit einem Bilderbuchsonnenuntergang!
Heute früh hab ich dann, nachdem die Kids aus dem Haus waren, fix die Laufschuhe angezogen und bin eine kleine Runde um den Aasee. Mann, was war das herrlich - dieser ungetrübte blaue Himmel, die frische, klare Luft und es ging sogar recht flott heute früh! Ich hatte Pulsvorgabe bis 150 Schläge, abgesehen von 5 Minuten bis 163 bpm. Ich hab zwar auch beiläufig mal auf die Pulsuhr gelinst - hauptsächlich hab ich aber den Lauf einfach genossen! Hätte mir vor einem Jahr mal jemand gesagt, dass ich das Laufen genießen würde, dem hätt ich nen Vogel gezeigt! Ein Blick auf die Formkurve brachte dann auch ein schönes Ergebnis: Im März bin ich dieselbe Strecke mal in fast exakt derselben Zeit glaufen (00:31:39 und heute 00:31:00) und hatte einen Durchschnittspuls von 161 bpm. Heute waren es nur noch 153 bpm (man sieht - ich habe die Pulsvorgabe von 150 im Schnitt nicht ganz erfüllt). Da tut sich doch mal was so im direkten Vergleich!
Heute Abend ist dann Karatetraining dran und anschließend Klassenpflegschaft. Mal schauen, ob morgen das Wetter nach Rad oder Laufen steht. Abends gibts dann die erste Einheit für die Karate-Anfänger. Für Donnerstag freut sich Felix schon wieder aufs Schwimmtraining bei Tri Finish...naja, langweilig wird es jedenfalls nicht ;-)
Gestern hab ich mir mal eine längere Radeinheit gegönnt. Leider hatte ich keine Pulsanzeige. Der Puls war aber mit Sicherheit höher als die vorgegebenen 150 Schläge, dafür wette ich! Ich hatte einfach so viel Spaß, mal richtig in die Pedalen zu treten! Ich hatte mich ja schon geärgert vor und beim Losfahren - da legt man sich so eine schweineteure Pulsuhr zu (Garmin Forerunner), die man gar nicht braucht, aber einfach haben will - und dann kann sie zwar ganz hübsch die zurückgelegte Strecke anzeigen, nicht aber den Puls! Wieder daheim stellte ich dann fest, dass ich nur den falschen Brustgurt umgelegt hatte! Tja, da muss man schon ein wenig aufpassen, bei dem vielen Equipment ;-) Mit dem Forerunner war das ohnehin wieder so eine Sache - Frau und Technik, halt! Ich bekam das Ding ausgerechnet, als Frank grade eine Woche weg war und musste mich durch die technischen Features ganz alleine durchquälen. Aber ich hab es glaub ich nicht schlecht hinbekommen. Nur die mitgelieferte CD tuts in keinem der mir verfügbaren Rechner...da brauch ich doch mal des Mannes Hilfe.
Aber zurück zum Wetter und dem Training: Gestern also eine recht große Runde. Mein Tempo war fantastisch! Ich hatte fast meinen Speed vom Triathlon drauf und kam selten unter 30 km/h! Die schöne, spätsommerliche Landschaft flog nur so vorbei! Leider bin ich beim Ausprobieren einer neuen Strecke zwischen Senden und Lüdinghausen auf eine unschöne Landstraße gekommen. Als ich dann wieder in Bösensell war, kam ich endlich wieder in vertraute Gefilde und mehr als 50 km sollten es ja auch nicht werden. Auch nach der Tour war ich noch fit - obwohl mir die Vorstellung, anschließend noch einen HM zu laufen schon noch etwas ungeheurlich vorkommt....Leider schmerzt es bei mir immer mächtig im Schritt nach dem Radeln. Vielleicht muss doch mal ein Spezialsattel her...aber es liegt vielleicht doch an meinem etwas zu großen Rad? Keine Ahnung - vielleicht muss ich etwas Hornhaut anlegen :-o
Gestern gab es dann noch ein traumhaftes Abendessen mit der Familie auf der Terrasse mit einem Bilderbuchsonnenuntergang!
Heute früh hab ich dann, nachdem die Kids aus dem Haus waren, fix die Laufschuhe angezogen und bin eine kleine Runde um den Aasee. Mann, was war das herrlich - dieser ungetrübte blaue Himmel, die frische, klare Luft und es ging sogar recht flott heute früh! Ich hatte Pulsvorgabe bis 150 Schläge, abgesehen von 5 Minuten bis 163 bpm. Ich hab zwar auch beiläufig mal auf die Pulsuhr gelinst - hauptsächlich hab ich aber den Lauf einfach genossen! Hätte mir vor einem Jahr mal jemand gesagt, dass ich das Laufen genießen würde, dem hätt ich nen Vogel gezeigt! Ein Blick auf die Formkurve brachte dann auch ein schönes Ergebnis: Im März bin ich dieselbe Strecke mal in fast exakt derselben Zeit glaufen (00:31:39 und heute 00:31:00) und hatte einen Durchschnittspuls von 161 bpm. Heute waren es nur noch 153 bpm (man sieht - ich habe die Pulsvorgabe von 150 im Schnitt nicht ganz erfüllt). Da tut sich doch mal was so im direkten Vergleich!
Heute Abend ist dann Karatetraining dran und anschließend Klassenpflegschaft. Mal schauen, ob morgen das Wetter nach Rad oder Laufen steht. Abends gibts dann die erste Einheit für die Karate-Anfänger. Für Donnerstag freut sich Felix schon wieder aufs Schwimmtraining bei Tri Finish...naja, langweilig wird es jedenfalls nicht ;-)
Tag der offenen Tür beim Shotokan-Karate-Dojo Münster
Am 30.08.2009 fand nun schon zum dritten Mal ein Tag der offenen Tür bei meinem Karateverein Shotokan-Karate-Dojo Münster statt. Die Konzepte der letzten beiden Jahre wurden weiter optimiert und gestrafft. So hatten wir bereits letztes Jahr festgestellt, dass es ungünstig ist, den Tag auf einen Samstag zu legen und vormittags zu beginnen. Da gehen die Leute lieber auf den Markt oder shoppen oder unternehmen sonstwas - nur kein T.o.T. steht da auf dem Programm! Letztes Jahr hatten wir den Tag dann auf einen Sonntag gelegt. Die Resonanz war schon wesentlich besser als im Jahr davor. Allerdings waren die einzelnen Einheiten zu lang und die Leute begannen, sich zu langweilen. Zudem passte Yoga nicht an so einen Tag, da hierfür eine ruhige Atmosphäre nötig ist.
Also haben wir in diesem Jahr an dem Sonntag vor Beginn des neuen Anfängerkurses um 14 Uhr angefangen. Erster Programmpunkt war Tai Chi. Es machten tatsächlich einige Gäste mit. Als nächstes folgte der Kurs Kick'n Shape, an dem noch mehr Gäste teilnahmen. Um 15 Uhr brach dann unser tolles Karate-Demo-Team endgültig das Eis! Jörg Greves Truppe, allen voran unser Nachwuchstalent Madeleine Essing, brachte die allein schon mit Zuschauern gut gefüllte Trainingshalle zum Kochen! Es war schon fast nicht mehr möglich zwischen dem brandenden Applaus eine Moderation durchzuführen.
Nach dem Ende der Demo war es eine optimale Gelegenheit, die Kinder aus dem Zuschauerraum nach vorne zu holen. Kindertrainer Patrick Müsker, der eigentlich erst zehn Minuten später beginnen wollte, konnte überredet werden, gleich mit dem Kindertraining zu starten, da sonst eventuell die Kids "aus dem Raum und aus dem Sinn" gewesen wären. So hatten die Zwerge insgesamt über eine halbe Stunde Zeit, Karate kennen zu lernen.
Anschließend konnten einige Damen und Herren und sogar einige Kinder aus dem Publikum zur Selbstverteidigung bewogen werden. Hier bröckelte das Interesse der Zuschauer ganz allmählich ab. Vielleicht sollte man nächstes Jahr auf diesen Programmpunkt verzichten und gleich zur Karate-Trainingseinheit kommen, für die Sensei Micha extra aus Wesel angereist war. Hier bot sich dann noch einmal eine Karateeinheit der Extraklasse - diesmal erstmals vom Weiß- bis zum Schwarzgurt. Schade, dass viele Zuschauer dieses weitere Highlight gar nicht mehr mitbekommen hatten, denn Sensei Micha leitete nicht nur das Training, sondern erklärte den Zuschauern auch noch viele wichtige Einzelheiten rund um das Karatetraining.
Leider konnte ich in diesem Jahr nicht am aktiven Programm teilnehmen, da ich mich um die Anfragen der Besucher gekümmert habe. Hier war ein viel größeres Interesse, als wir alle es uns zu hoffen erträumt hatten! Wir hatten allen neuen Mitgliedern, die noch am Tag der offenen Tür ihren Vertrag abgaben, ein gratis Vereins-T-Shirt geschenkt. Naja, es waren dann nur fünf neue an diesem Tag - aber immerhin! Und ich bin mir sicher, dass ganz viele Leute im Laufe der kommenden Woche vorbei schauen, den Anfängerkurs mitmachen (hierfür habe ich auch bereits drei weitere Anmeldungen) bzw. das Kindertraining und die Kurse testen.
Im Vorfeld gab es umfangreiche Werbeaktionen, bestehend aus Handzetteln (die unter anderem per Postwurf in der Siedlung um das Trainingszentrum verteilt wurden), Zeitungsinfos und Werbeanzeigen im "na dann", einer örtlichen Gratiszeitung mit Veranstaltungstipps, Kino-News und Kleinanzeigen. Das hat schon den Werbeetat ordentlich geschröpft aber es hat sich in jedem Fall ausgezahlt!
Alles in allem war der Tag ein sehr großer Erfolg für den Verein! Wir haben uns sehr gut nach außen präsentiert und auch intern hat alles super geklappt: Die Teilnahme der Mitglieder war überwältigend, der Tisch des Kuchenbuffets bog sich unter der Last der Gebäckspenden und auch so musste niemandem mal gesagt werden, wo er mit anpacken sollte - alles lief wie selbstverständlich. Wie schön, den langen und doch recht anstrengenden Tag anschließend in der Sauna ausklingen zu lassen!
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