Beim gestrigen Oberstufentraining im heimischen Dojo konnte man fast meinen, Sensei Michael sei beim Gasshuku dabei gewesen - es schien, als griffe er die Trainingsinhalte auf und würde sie noch weiterentwickeln. Zu meiner großen Freude war auch meine "alte" Karatefreundin Diana Gindele zu Gast, die eigentlich in Bremen trainiert. So konnen wir uns wie in alten Zeiten zünftig verhauen ;-)
Michael begann mit Übungen á la Sensei Akita: Aus dem Shizen-Tai mit Oi-Tsuki links vor und wieder zurück, dann rechts vor. Anschließend mit Gyaku-Tsuki. Wir sollten darauf achten, dass wir den Körper möglichst spät, erst kurz vor Ende der Technik eindrehen.
Die nächste Trainingssequenz beinhaltete das Vorgehen mit einer Blocktechnik und dem anschließenden Zurückziehen des vorderen Beins unter den Körperschwerpunkt, dann Vorgehen mit dem anderen Bein in eine Kontertechnik (Tsuki). War das nicht ähnlich dem, was wir bei Shihan Kobayashi gemacht hatten (...mit meinem ach so netten französischen Trainingspartner....)? Dort hieß es Angriff Gyaku-Tsuki, Block mit dem vorderen Arm Art Gedan-Barai, dann mit demselben Arm Kizami-Tsuki (auch als Abstandhalter) und Vorgehen mit Oi-Tsuki.
Schwieriger war da gestern schon, den Mae-Geri gerade zurückgehend mit Gedan-Barai zu blocken und dann wie oben beschrieben zu kontern. Tori sollte immer nur mit rechts angreifen (immer links vor), Uke abwechselnd mit rechts oder links blocken. Mit der einen Seite funktionierte das ganz gut, man konnte den Tritt seitlich am Körper vorbeiführen. Der andere Arm bereitete mir aber insofern Schwierigkeiten, als ich mit diesem irgendwie immer nur auf das Bein des Partners draufschlug. Wir sollten ausdrücklich nicht seitlich mit Sabaki rausgleiten. Zur Sicherheit unserer Knochen (wie sagte Sugi so schön: Wir wollen uns ja nicht schon im Training unnötig velretzen...) führte ich den Block mit links dann immer als Nagashi-Uke aus. Das ging dann ganz gut.
Alles in allem war das Training auch nach einem Spitzen-Trainingslager wie dem Gasshuku wieder eine echte Herausforderung. Hoffentlich bauen wir diese Schwerpunkte in den nächsten Wochen weiter aus.
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