Donnerstag, 27. August 2009

Schwimmtraining bei Tri Finish

Heute habe ich mich mit Felix aufgemacht zum Schwimmtraining des Münsteraner Triathlon-Vereins Tri Finish. Ich hatte schon ein paar Schmetterlinge im Bauch - würden die uns auslachen, so amateurhaft, wie wir sind? Um acht Uhr waren wir an der Friedensschule, in dessen Schwimmbecken das Training stattfindet. Ich war überrascht - das ist ja ein 25-m-Becken mit vier Bahnen (oder waren es fünf?)! Echt super!

Die Leute waren von Anfang an sehr, sehr nett! Ich teilte mir eine Bahn mit einem Mann und einer Frau in etwa meinem Alter, zwei ca. 20-jährigen Jungs und mit Felix. Wir schwammen immer rechts und sehr diszipliniert hintereinander. Es passte vom Tempo auch ganz gut. Die ganz linke Bahn war für die langsamen Schwimmer (also für uns), dann die schnelleren und rechts außen die Cracks. An jeder Bahn war ein Zettel mit dem Trainingsplan befestigt. Unserer lautete so:
- 500 m Einschwimmen
- 50 m Dellewechsel
- 100 m Brust
- 200 m Freistil zügig
- 400 m Freistil locker
- 600 m Freistil Paeddels (hatte nur einer auf unserer Bahn, der Rest schwamm
einfach so Freistil)
- 400 m Freistil locker (ab hier dachte ich, eigentlich reicht`s!)
- 200 m Freistil zügig (hier bekam ich Krämpfe in der rechten Wade)
- 100 m Brust (die schnupfte ich dann noch so weg)
- 50 m Dellewechsel
- 200 m Ausschwimmen (hier machten wir nur noch 50 m, da der Hausmeister schließen wollte)

Dellewechsel? Was issn das? Wir rätselten alle herum und auf der Nebenbahn wurde auch diskutiert. Fand ich total klasse - Triathleten wissen eben auch nicht alles! Wir versuchten dann, das Vorgemachte nachzumachen und lachten uns über uns selber kaputt - Triathleten sind eben auch nur Menschen!

Den Rest schaffte ich ganz passabel und ich denke, mit ein wenig Training komm ich so ganz gut über den Winter. Die Trainerin war heute nicht da - sie wird mir dann hoffentlich helfen, den Stil zu verbessern. Aber ich glaube, so schlecht war ich gar nicht.

Das allerbeste heute war aber ganz unbestritten Felix! Er jammerte kein einziges Mal herum, dass es langweilig wäre, dass er nicht mehr könne, keine Lust mehr habe oder so! Er schwamm mit, so gut er konnte, Kraul, Brust und sogar Rücken (war ja meist Freistil!). Er schaffte vielleicht das halbe Pensum - aber selbst das ist doch für einen kleinen Kerl wie ihn schon absolut beachtlich, finde ich! Jetzt gibts rasch noch nen dicken Pott Nudeln und dann ab ins Bett!

Mittwoch, 26. August 2009

mein Coach zum ersten HM

Der Coach ist sogar sehr zufrieden! Den ersten HM unter zwei Stunden (hitzebereinigt) ist eine tolle Leistung. Glückwunsch!
Mit der Pulsmessung scheint es tatsächlich ein Problem gegeben zu haben. 205 Schläge / Min. sind zwar keineswegs unmöglich, aber in Ihrem Fall eher unwahrscheinlich. Da hat es wohl Fehlmessungen gegeben, die durch andere Pulsuhren verursacht worden sind. Schade, dass wir jetzt keinen Puls-Anhaltspunkt für die nächsten Wettkämpfe haben. Das erledigen wir dann beim nächsten mal. Oft hilft es schon, die Pulsuhr an der Laufpartner abgewandten Seite zu befestigen, um Überschneidungen zu vermeiden. Sie können davon ausgehen, dass immer dann Fehlmessungen vorliegen, wenn die Pulsfrequenz sich sprunghaft und nicht kontinuierlich verändert.

Mit freundlichem Gruß,

Ihr Andreas Oschmann

Montag, 24. August 2009

Pläne 2010

Einem Kollegen berichtete ich soeben, dass ich in Butzbach die Mitteldistanz bestreiten möchte. Er war nicht so begeistert - schwimmen im Becken....nä, wär nicht sein Ding. Ich sollte mir doch besser mal den Triathlon in Köln am Fühlinger See ansehen. Da gibts die unterschiedlichsten Distanzen, z. B. auch einen Kindertriathlon, der vielleicht für Felix interessant wäre und für mich gäbe es eine Mitteldistanz. Die, allerdings, hat es ordentlich in sich und ist nochmal eine Schippe obendrauf im Vergleich zu Butzbach: 2,5 km Schwimmen, 87,5 Rad und dann noch einen HM. Alles rund um Köln, zum Teil sogar durch die Innenstadt! Hört sich sehr reizvoll an! Mal sehen - Anmeldebeginn ist der 7.9.2009.
Der Triathlon findet am 4. und 5. September nächsten Jahres statt. Wenn ich also gesund bleibe und fleißig trainiere, könnte das mal das Trainingsziel für das kommende Jahr werden.....Wäre doch toll, gemeinsam mit dem Sohn zu trainieren und zu starten!

Weitere Infos gibts über www.koelntriathlon.de oder via Klick auf die Post-Überschrift.

Sonntag, 23. August 2009

Nichts ist so hart wie die ...

... Morgenlatte, nicht mal der Zahn der Bisamratte....so ging doch der Spruch, oder? Ich könnte jetzt korrigieren: Der Hiltruper HM schon! Das war ein echter Kampf! Zu Beginn sammelten sich ca. 300 Läufer an der Start-/Ziellinie (laut Presseinfo 500, gefinished haben 296). Gleich traf ich viele Bekannte: Marcel, der auch Karate macht, Michael vom LVM, Heiko (früher mal Karate), den Doc meiner Kinder sowie Uli und Bärbel aus meiner Nachbarschaft. Gleich nach dem Start, bei dem ich mich im hinteren Drittel aufgestellt hatte, wurde es am Kanal mächtig eng. Es ging nur recht gemächlich voran. Dann kam ich zu einer Läufergruppe bestehend aus drei Frauen, die sich in der Marathonvorbereitung befinden, darunter Nachbarin Bärbel. Ich heftete mich ihnen an die Fersen. Ihr Ziel: 1:55:00. Na, das wäre ja super, wenn ich das durchhalten würde!

Aber - oh Mann, die Strecke zog sich doch mächtig hin und leider nahm die morgendliche Kühle mehr und mehr ab. Die Strecke verlief zum großen Teil in der Sonne und etwa ab Km 10 spürte ich das verdächtige Kribbeln auf der Kopfhaut, das sich bei mir immer bei großer Erschöpfung einstellt. Oha, wie sollte ich dieses Tempo durchhalten? Ich nahm mir vor, mindestens bis Km 12 so weiterzulaufen, es anschließend etwas gemächlicher angehen zu lassen. Von der Damen-Laufgruppe, der ich mich angeschlossen hatte war inzwischen die erste schon nicht mehr zu sehen und meine Nachbarin war auch schon weiter vorne. Ich hielt mich an die letzte verbliebene Frau - Pia - und versuchte, sie nicht zu verlieren. Die Getränkestellen nahm ich dankbar wahr. Aber es bekam mir gar nicht so gut, mit dem Wasser im Bauch weiterzulaufen. Das ein oder andere Mal hätte ich gerne geschmissen oder mich zumindest von Pia gelöst. Aber - nein. Bin ich eine Kämpferin oder was? Also tapfer durchgezogen. Km 15 - geschafft! jetzt ists nur noch ungefähr so weit wie meine kleine Joggingrunde. Das müsste doch zu schaffen sein! Noch einmal die Brücke rauf. Ich traute mich schon gar nicht mehr, auf meinen Puls zu schielen. Er war echt in beängstigende Höhen geklettert. Allerdings kann der angezeigte Maximalpuls von 205 nicht passen - das muss wohl eine Störung durch die anderen Pulsuhren gewesen sein, zumal dieser Wert gleich zu Anfang angezeigt wurde.

Km 18 - jetzt haben wir es ja gleich, oder? Da ist schon wieder der Wendepunkt, den wir zweimal zu passieren hatten! Noch einmal rum und - Endspurt! Naja, von Spurt kann nicht wirklich die Rede sein. Soll man ja auch gar nicht nach den neusten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen oder so. Es wäre auch zu diesem Zeitpunkt keiner drin gewesen. Ich hatte echt das Gefühl, dass meine Energie-Sanduhr grade die letzten Körnchen durchlaufen lässt...Ich konnte die Laufstrecke vor mir ganz gut einsehen. Wo ist denn endlich die Stelle, an der man zur Zielgrade abbiegt? "Noch fünf Minuten!", feuert uns ein Helfer an. Wie? Doch noch so lange? Pack ich das? Ein ernüchternder Blick auf die Uhr: Unter zwei Stunden werde ich es wohl nicht mehr schaffen. Dann endlich abbiegen, ein Stück noch, nochmal um die Ecke und ich sehe das Ziel. Habe den Eindruck, das Transparent mit der Aufschrift Ziel läuft auch mit - der Abstand verringert sich gar nicht mehr! Dann sind es nur noch vierhundert Meter. Jetzt reiße ich mich nochmal richtig zusammen und verlasse Pia. Ich gebe nochmal richtig Gas, angespornt von dem Jubel der Menge an der Zielgeraden. Dann bin ich drin! Meine Uhr sagt 2:00:25 Stunden. Mal sehen, was die Veranstalteruhr sagt....Die Ergebnisse stehen heute Nachmittag im Netz.

Jedenfalls war ich echt alle - mehr wäre nicht gegangen. Ich konnte kaum ein Getränk runterwürgen und auf dem sehr bedächtigen Weg zum Auto wurde ich von einer Radlerin angesprochen:"Ist alles in Ordnung?" Na, auf jeden Fall kann ich mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben! ;-)

Korrektur nach Ansicht der Ergebnisliste: 2:00:41, unter den weiblichen Läufern Platz 31 (von 99) und Platz 4 (von 18) in der Altersklasse W 40. Wow!!! Da kann ich die 2 vorne ja direkt "verschmerzen"!

Samstag, 22. August 2009

Soviel zum Thema Regeneration...

Eigentlich sieht mein Trainingsplan für diese Woche Schonung vor. Ich bin artig die dreimal fünf Kilometer gelaufen und wollte mich eigentlich dann schonen. Der letzte Lauf war Freitag vor der Arbeit. Also dann nix mehr bis Sonntag...!? Dachte ich. Freitag Nachmittag brachte ich meine Tochter zum Volleyball. Mit dem Rad. Mein normales Rad ist defekt und daher nahm ich mein Rennrad. Statt bei dem strahlenden Sonnenschein in der stickigen Turnhalle zu warten, dachte ich, warum nicht ne Runde Rennrad fahren? Und fuhr so ca. 30 km. Puh, ich war genau 2 Monate nicht mehr gefahren, genau gesagt: seit dem Triathlon! Das war ja doch gaaaanz schön anstrengend....

Heute Vormittag blätterte mein Sohn ganz eifrig in den Kleinanzeigen der Tageszeigung. Er wünscht sich schon so lange ein Rennrad! Und prompt war eins inseriert für 100 Euro. Er rief ganz brav selber an und wir fuhren das Rad ansehen. Ich selber verstehe von Technik natürlich nix aber der Verkäufer, ein etwa 70jähriger Rad-Liebhaber, wirkte seriös und das Rad machte einen top Eindruck auf mich. Auch noch mit Triathlonlenker! Ich war echt neidisch. Das Rad war gekauft und zu Hause gab auch mein Mann grünes Licht.

Ich musste jetzt schnell los - ins Dojo. Dort findet seit zwei Wochen samstags eine Wettkampfvorbereitung statt. Die erste Resonanz letzte Woche war sehr "bescheiden" und daher fühlte ich mich verpflichtet, auch diesmal Präsenz zu zeigen. Das Training war sehr gut - aber auch recht anstrengend und da Frank das Auto brauchte, war ich auch hin und zurück mit dem Rennrad gefahren. Puh, jetzt hätte ich gerne ne Pause gehabt!

Aber wieder daheim wurde ich gleich begrüßt: Mama, jetzt musst Du mit mir unbedingt Rennrad fahren. Äääächz! Na gut, nochmal 20 km mit dem Sohn um die Wette! Japs!

Jetzt aber Pause! Pustekuchen! Tochter Johanna stürmt auf mich ein: Mama, ich warte schon die ganze Zeit, dass Du mit mir Inliner fährst! Ohje....na, wenn es dann morgen nichts wird, weiß ich ja, woran es liegt....

Dienstag, 18. August 2009

Sparkassen Giro Münsterland

Für alle die, die mich bisher schon für verrückt und hyperaktiv gehalten haben nun mein (über-)nächstes Trainingsziel: ein Radrennen! Und zwar der Sparkassen Giro Münsterland. Ich fahre in der 70-km-Strecke mit und es geht durchs Münsterland. Ich habe angegeben, dass ich so um die 26 km/h fahren würde. Das ist zwar angesichts meines 33-er Schnitts beim Triathlon etwas langsam, damals ging es aber auch nur über 40 km und ich war radmäßig besser im Training. Insgesamt gibts 639 Starter in meiner Gruppe. Mit dem Radtraining werde ich erst ab der kommenden Woche - nach dem HM - wieder beginnen. Mal sehen, wieviel Zeit jetzt überhaupt so bleibt, wo ich doch jetzt meine Kids wieder mehr beäugen muss, was die Schule angeht.Hier der Streckenplan:

Montag, 17. August 2009

Doc gibt Entwarnung!

War heut früh um 8 Uhr direkt beim Doc - ohne Termin, aber ich hatte Glück und kam rasch dran. Der frühe Vogel fängt halt doch den Wurm ;-)

Der Nagel scheint traumatisiert zu sein, wie ich es schon geahnt habe. Aber weiterem Training steht nichts im Wege und auch am HM kann ich teilnehmen. Der Doc hat mir noch eine antibiotische Salbe verschrieben, damit sich das Nagelbett (oder war es die Nagelmatrix?) nicht entzündet und hat vorsorglich einen Pilzabstrich gemacht. Onychomykose - wieder so ein schönes Wort, mit dem man als Google-Forscher beim Arzt Eindruck schinden kann ;-) Ich glaub aber nicht, dass es ein Pilz ist, dafür kam die Nagelveränderung einfach viel zu schnell. Der Nagelpilz wird übrigens im anglo-amerikanischen Raum auch als "athlete's foot" bezeichnet, weil unglaublich viele Sportler drunter leiden. Naja, es kann nicht schaden, das mal zu checken und notfalls frühzeitig zu behandeln.