Mittwoch, 28. Mai 2008

Leserbrief WN Bäderschließung in Münster

Mit Schrecken erinnere ich mich an einen Besuch im Maxi-Mare in Hamm: Adipöse 10-jährige mit Schwimmflügeln ließen sich im Solebecken treiben, während ihre Mütter perfekt pedikürt in der Unterwasserliege weilten. Anschließend ließ man sich in einem Sprudelbecken von der Strömung um die Kurve tragen. Das einzige Becken, in dem gähnende Leere herrschte, war das 50-Meter Schwimmbecken. Aber wenigstens gibt es in Hamm ein ordentliches 50-Meter Schwimmbecken!

Wie genau die Planung des Ostbades aussieht, entzieht sich derzeit meiner Kenntnis. Tatsache ist, dass bereits jetzt, seit der durchgeführten Bäderschließung, ein wirkliches Schwimmen kaum mehr möglich ist. Künftig soll auch das Bad Stapelskotten nur noch über zwei, bestenfalls drei Schwimmerbahnen verfügen. Da wird nicht nur bei schönem Wetter der Schwimm-Platz eng! Wenn sich jetzt auch noch im Ostbad der Wandel von der Sportstätte zum Wellnesstempel vollzieht, kann man die Chlorbrille wohl demnächst gleich zu Hause lassen.

Heute entnehme ich der Presse, dass 15 % der Kinder übergewichtig sind und 6,3 % adipös. Kein Wunder – der Trend geht offenbar zum Bewegen-Lassen, statt zur Bewegung!
Es ist wirklich zu begrüßen, dass Münsters Bäderlandschaft attraktiver gestaltet werden soll. Fraglich ist allerdings, ob damit tatsächlich mehr Badegäste angelockt werden. Denn wer schon zu bequem ist zum Schwimmen, der bleibt doch wohl lieber gleich daheim.

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