Als Betreiber einer traditionellen Kampfkunst sollte man sich ja immer den Anfängergeist bewahren. Allerdings ist dieses Gebot wohl nicht so gemeint, wie es sich für mich derzeit praktisch offenbart: Ich hatte seit einigen Wochen immer wieder gesundheits- oder familienbedingte Auszeiten, so dass ich ständig das Gefühl habe, mit dem Training wieder von vorne zu beginnen!
Nun denn, die Adventszeit und Weihnachten waren wieder gespickt mit Nicht-Karate-Terminen: Vorbereitung der Kommunionkinder (darunter Tochter Johanna) zum Krippenspiel (ausgerechnet durch mich!) und die Reise nach Rom mit Sohn Felix - dann noch der ein oder andere Infekt, der permanent im Wege stand. An Weihnachten dann Bescherung, Besuch, Eishalle (mit Unterarmfraktur bei Johanna) und einen kranken Ehemann daheim. Kurzum: Seit dem Lehrgang von Sensei Schulze (bei dem ich auch vorher nicht regelmäßig im Dojo stand!) hatte ich einfach kein Karate mehr gemacht!
Heute war dann endlich mal so ein richtig schöner Gammeltag. Zwar standen so lästige Dinge wie Wäsche und Haushalt auf dem Programm, aber das läuft ja beides nicht weg. Also nachmittags die Sachen gepackt und wenigstens für ein Stündchen ins Dojo, bevor der Sohn vom Übernachtungsbesuch bei einem Freund abgeholt werden wollte.
Das ist schon ganz schön hart, im Dojo zu stehen, ganz alleine mit dem inneren Schweinehund! Die Sauna lockt dann auch schon ohne trainiert zu haben! Aber nein, jetzt heißt es erst Recht, diszipliniert zu sein! Also als erstes mal die neue ACDC eingelegt und in die Halle gestellt! Zu Beginn etwas Krafttraining und dann alle bekannten Katas einmal durchgelaufen. Oh, bei der ein oder anderen stellte sich direkt schon ein kleiner Kampfgeist ein! Zum Abschluss gabs dann noch etwas Makiwaratraining dann war die Stunde auch schon um.
Schnell in die Sauna, geduscht und wieder ab zur Familie. Vielleicht schaffe ich es ja morgen und Dienstag noch ins Training!
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