
Das Schwimmtraining hat seinen Reiz - aber auch seine Tücken! Generell finde ich es fantastisch, durch das Wasser zu gleiten, unterzutauchen und außer den gurgelnden, blubbernden Wassergeräuschen nichts hören zu müssen. Vorgestern habe ich es erstmals geschafft, 2.000 m am Stück ohne Pause zu kraulen. Im Ernst: Es war grausam! Es war sauanstrengend und hat mich unendlich viel Durchhaltevermögen gekostet. Wie der Schwimmstil ausgesehen hat, möchte ich lieber nich wissen! Vermutlich hätte Risto wieder gesagt: "Wie heißt der Film? Das ist Die Ente von Hongkong!" Naja, aber irgendwie war ich schon stolz, es überhaupt geschafft zu haben. Anschließend war ich zudem noch eine Stunde für 10 km auf dem Ergometer.
Aber irgendwie .... ich weiß auch nicht .... hatte ich so das Gefühl, als würde ich einfach nur planlos vor mich hin strampeln! Also hab ich mir im Internet einen Trainingsplan erstellen lassen. Meine Karatetrainer sagen auch immer: "Wenn man jedes Mal trainiert "wie immer", dann kann man nicht besser werden." Also los! Das angegebene Ziel bei der Laufstrecke habe ich locker geschafft und sogar verdoppelt. Naja, dafür ist es ja auch "nur" der Crosstrainier hier im Haus und nicht die Laufstrecke über Stock und Stein bei Wind und Wetter draußen!
Heute also Schwimmen. Das kann ja nicht so schwer sein, wollen wir doch mal schauen, was wir da alles hinbekommen. Es stand Sprinttraining auf dem Programm. 100 m Meter Einschwimmen, dann 50 m Sprint (ohne Zeitangabe), anschließend 100 m in 3,31 Min, dann 200 m in 6,62 Min und schließlich 300 m in 10 Min. Das sind ja zusammen nicht mal 1.000 m! Muss doch locker gehen! Zum Einschwimmen nahm ich mir daher schonmal 250 m vor, also mehr als das Doppelte der geforderte Distanz. Ohje, meine armen Arme - sie waren soooo schweeeeer noch vom Schwimmen vorgestern! Irgendwie konnte ich mir gar nicht vorstellen, mit diesen schweren Anhängseln locker und schnell zu sprinten!
Nun, irgendwann waren die zehn Bahnen aber durch. Das Schwimmbad war heute leider recht voll, so dass ich mir erst mal ein Plätzchen suchen musste. Dann ging es los: zwei Bahnen so schnell wie möglich. Puh, geschafft. Es gab keine Zeitvorgabe, also musste ich nichts kontrollieren. Erst mal verschnaufen. Dann die hundert Meter, also vier Bahnen. Japs! Kurz darauf, bei den 8 Bahnen, die ich in gut sechs Minuten schaffen sollte, merkte ich erstmal wieder, wie blind ich ohne Brille bin! Zum Zeitüberprüfen musste ich immer aus dem Becken klettern und mit der Nase vor die riesige Stoppuhr an der Wand gehen. Naja, so ungefähr hatte ich es in der angegebenen Zeit geschafft. Aber jetzt standen mir noch zwölf Bahnen in zehn Minuten bevor! Ich legte zügig los, merkte aber rasch, dass ich das Tempo nicht halten konnte! Ich war kurz davor, aufzugeben - was solls, es ist das erste Training dieser Art und man muss sich ja steigern können, da kann man ja die letzte Disziplin schleifen lassen und vorher abbrechen! Wie bitte?! Nicht ich! Und ich hielt durch - muss es auch wohl ungefähr in der geforderten Zeit geschafft haben. Nächstes Mal muss ich meine Kontaktlinsen reintun!
So, ich müsste noch zwei Tage diese Woche, zweimal je 10 km Laufen mit je zwei Sprintphasen. Allerdings fällt morgen diese Einheit schonmal weg, da ich Anfängertraining gebe. Mal schauen, in wieweit der Trainingsplan mit meinem restlichen Leben vereinbar ist - und mal schauen, ob sich in ein paar Wochen eine Veränderung (im Sinne einer Verbesserung) einstellt!

1 Kommentar:
Ich bin ganz neidisch. Schwimmen möchte ich auch mal wieder!
Vielleicht nächstes Wochenende, wenn Michi Ski fährt...
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