Jetzt ist der Frühling doch geblieben - obwohl für Ostern ein sch.... Wetter angekündigt war, scheint Petrus es doch gut mit uns zu meinen: alleine heute schon etwas wolkig aber trockene 20 Grad. Das war doch optimal, um mal eine Runde Radeln und anschließend Laufen zu gehen.
Ehrlich gesagt war ich etwas geschockt über den doch recht starken Wind! Bereits auf dem Hinweg, den ich sonst immer locker "wegschnupfe" musste ich ordentlich strampeln! Ich dachte, na, dann geht wenigstens der Rückweg leichter, aber der Wind schien irgendwie von der Seite zu blasen, so dass ich auch auf dem Rückweg trainingstechnisch davon profitierte. Jawoll! Das muss man doch positiv sehen! Wenn man immer problemlos über 30 km/h schafft, wirds am Ende langweilig!
Ich bin wieder über die Sentruper Straße, den Nottulner Landweg bis Bösensell gefahren. Statt jedoch vor dem Ortskern an der Gärtnersiedlung rechts zu fahren und mich durch die Walachei zu wursteln, bin ich bis zum Ortsrand Bösensell gefahren und dann entlang der Hauptstraße auf einem mittelmäßigen Radstreifen rechts bis Stift Tilbeck. Dann wieder Richtung Münster. Diesmal hab ich aber den Radweg genommen. Das ist echt sonst zu gefährlich auf dieser recht schmalen Fahrbahn, auf dem kein Auto 70 fährt! Am Abzweig Bösenseller Straße bin ich dann wieder rechts, um dann wieder links Richtung Roxel zu fahren. Da viel Gegenverkehr war, bin ich nicht direkt wieder links Richtung Mecklenbeck, sondern hab ne schöne Schleife fast bis Albachten gezogen, um dann am Gestüt links abzubiegen (Möselerhook). Dann ging es über vertraute Pfade wieder Richtung Heimat.
Ehrlich gesagt graute mir etwas vor der anschließenden Laufstrecke! Ich wollte ursprünglich zum Aasee und dann den neuen Teil umrunden. Das sind ziemlich genau auf den Punkt 5 km von Haustür zu Haustür. Aber sollten mich die Nachbarn sehen, so kaputt und schleichend? Ich schrieb daheim kurz meine Rad-Daten auf, zog die Radhose aus und die Laufhose an und trank etwas. Dann gings mir eigentlich recht gut und ich beschloss, DOCH zum Aasee zu laufen. Sollen doch alle denken, was sie wollen! Auf dem ersten Stück Richtung Aasee blickte ich, mehr zur Kontrolle, ob die Pulsuhr nicht wieder ihren Geist aufgegeben hatte, auf die Anzeige - und konnte meinen Augen nicht trauen! Tock, tock, tock - mal auf die Uhr geklopft. Das konnte doch nicht sein: 9,9 km/h! Und gen Aasee wurde ich immer fixer - schöne kleine Schritte und ordentlich Tempo! Unglaublich! Der Puls war allerdings jenseits von Gut und Böse - bei 170 Schlägen und ich war ja quasi grade erst losgelaufen. Hier machte sich wohl doch das vorangegangene Radfahren bemerkbar. Aber ich war so schön "im Fluss"! Auf keinen Fall wollte ich langsamer laufen! Ich atmete im Dreier-Rhythmus und konnte die ganze Strecke durchhalten! Mann, war das ein geiles Gefühl, auf dem letzten Stück - innerlich grinsend - an den Nachbarhäusern vorbeizulaufen! Ich hatte dann doch tatsächlich meinen persönlichen Rekord aufgestellt und die 5 km in 28,18 Minuten geschafft! Das war doch echt spitze! Das Beste ist: Ich bin überhaupt nicht k. o.!
So kann es von mir aus weitergehen mit dem Triathlon-Training!
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