Mittwoch, 23. September 2009

Immer gradeheraus

Gestern hatten wir wieder Kumitetraining bei Sensei Micha. Nachdem uns Seibel ordentlich aufgewärmt hatte, startete direkt das Partnertraining. Ich hatte Conny als Partnerin uns wir übten fleißig nach Michaels Anweisungen Jiju Ippon Kumite. Irgendwie bin ich derzeit so "programmiert", möglichst seitlich mit Tai Sabaki und ggf. Suri Ashi rauszugleiten. Micha forderte von uns aber jetzt, möglichst grade nach hinten rauszugleiten, also eben nicht seitlich raus. Das war irgendwie für mich total schwer umzusetzen.

Beim Block sollten wir das vordere Bein ranzehen und dann für den Konter mit dem hinteren Bein vorgehen. Den Kizami-Tsuki sollten wir z. B. mit einer Art Uchi-Uke Jodan blocken (von innen nach außen); ähnlich dann den Tsuki Jodan. Tsuki Chudan wurde mit Gedan-Barai (vorderer - linker - Arm) geblockt und ebenso eigentlich auch Mae Geri, Yoko Geri und Ushiro Geri. Nur beim Mawashi sollten wir im Prinzip gar nicht blocken, sondern nur zur Deckung den rechten Arm hoch nehmen.

Mir fiel vor allem das Gerade-Herausgehen schwer....meine Parnterin bekam das viel besser hin, auch wenn bei ihr die Distanz beim Konter dann immer etwas kurz geriet. Michael wies uns diesbezüglich auch an, länger zu stehen und auch länger zurückzugehen. Nach ein paar Partnerwechseln hatte dann auch ich die Übung verstanden.

Zum Abschluss der Einheit bauten wir die Kombinationen dann noch etwas aus. Wir sollten nach einem Faust-Konter noch nah am Partner bleiben und nochmal mit Empi oder Hiza-Geri nachschlagen bzw. -treten. Eventuell konnten wir dann den Partner noch zu Boden reißen. Hier sollten wir ausprobieren, in welche Richtung das am besten ging. Entweder konnte man, wenn man als Uke nach dem ersten Konter rechts vorstand, das hintere Bein weiter hinten rum setzen und mit tiefer Hüfte (aber aufgerichtetem Oberkörper) den Partner über die eigene linke Schulter zu Boden drücken. Oder man warf den Partner hinten über. Hier hatte ich eine kleine Meinungsverschiedenheit mit dem Sensei: Ich bin am liebsten mit dem hinteren (linken) Bein am Partner vorbeigelaufen und hätte das Bein hinter sein Standbein gestellt und mein Gegenüber so zu Fall gebracht. Micha meinte aber, das würde nicht funktionieren, falls der Partner nicht "mitspiele". Ich müsste vielmehr den rechten Fuß kurz hinter das Standbein des Partners umsetzen. Leider ging das bei mir gar nicht und ich fiel dabei fast immer selber zu Boden. Wenn Micha nicht guckte, setzte ich dann immer "heimlich" doch mein hinteres Bein als Hebel ein ;-)

Insgesamt war es dann wieder eine sehr lehrreiche Einheit, auch wenn mir das Zurückgleiten mit Tai Sabaki derzeit mehr liegt. Aber man kann ja auch nicht immer dasselbe üben....

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