Vom 2. bis 4.10. erteilte uns Jochen Glaß wieder einmal eine Lektion in Sachen Selbstverteidigung. Das Training am 2.10. war ausschließlich den Trainern vorbehalten. Ich war erschocken, wie schlecht das Training besucht war. Insgesamt waren mit Madeleine und Flo sowie den Konstanzer Karatekas mehr Nicht-Trainer anwesend als Trainer! Vielleicht muss man nächstes mal die Trainer deutlicher einladen oder vielleicht vorher eine Trainerbesprechung einberufen.
Jochen setzte den Schwerpunkt auf die richtige Kraftübertragung und Körperspannung. Wir übten starke Kihon-Techniken mit optimaler Kraftübertragung. Bei den Basistechniken ging es um richtige Ausführung, insbesondere um das Kraftzentrum Bauch und das Durchstrecken des hinteren Beins.
Zur Vorübung gab es dann auch für die Hirse reichlich Arbeit:
1. Stehen im Shizen-Tai, rechter Arm vor, Tsuki im Stand, jetzt linkes Bein vor mit Gyaku-Tsuki, zurück in Shizen-Tai mit Tsuki, Drehung auf dem linken Bein links herum um 180 Grad in Shizen-Tai, dabei Tsuki mit rechts, wieder von vorne beginnen.
Der Fokus lag auf dem Tsuki, der mit dem Zurückgehen in Shizen-Tai ausgeführt wird, da man hierbei die ganze Körpermasse einsetzen kann.
Als nächstes gab es weitere Kombinationen dieser Art, die wir anschließend mit wechselnden Partnern übten:
Tori greift aus ZK an mit Tsuki Jodan, Uke geht aus dem Shizen-Tai zurück mit Age-Uke, Konter Gyaku-Tsuki, gleich wieder hinteren Fuß parallel zum vorderen (also in Shizen-Tai) und hierbei einen starken Tsuki, dann noch einmal Fuß zurück mit Gyaku-Tsuki.
Dasselbe übten wir dann auch mit Angriff chudan, Block Soto-Uke bzw. Mae-Geri und Block Nagashi-Uke.
Zum Abschluss der Einheit variierten wir die Blocks, indem wir mit Tai Sabaki rechts bzw. links raus gingen. Beim Rechtsrausgehen musste der Chudan Tsuki mit Uchi-Uke (statt Soto-Uke) und der Mae-Geri mit Gedan-Barai (statt Nagashi-Uke) geblockt werden.
All dass gab es natürlich erst einmal "zum Programmieren" langsam und dann schnell und stark. Hier man schnell, dass die effektivste Technik der Tsuki im Shizentai ist, weil die ganze Körpermasse eingesetzt wird. Beim Schnell-und-Stark-Machen wurden leider aber die Schrittwechsel und die Stände aber häufig geschlabbert.
Sehr beeindruckend war vor allem das Partnertraining mit Jörgl und Dominik Böhler. Die beiden sind echte Kampfmaschinen!

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