Am 11.12. fand das diesjährige Vergleichsturnier zwischen dem Shotokan-Karate-Dojo Münster und dem befreundeten Verein Shotokan Wesel statt.
Der Vergleichskampf ist für die Karateka eine ausgezeichnete Möglichkeit, die eigene Leistungsfähigkeit und das jeweils persönliche Trainingsergebnis des letzten Jahres festzustellen. Dass Karate eine Kampfkunst für Jung und Alt ist, bewiesen die großen Altersunterschiede zwischen dem jeweils jüngsten und ältesten Starter: Der jüngste Starter war der vierjährige Philipp Witt, der eine ganz beeindruckende Leistung zeigte, obgleich ihm in der Gruppe Kumite Kinder bis 14 Jahre auch gleich als erste Gegnerin die aus Wesel kommende 14-jährige Janet Kauka gegenüberstand. Hier unterlag er zwar, sicherte sich aber einen festen Platz in den Herzen der Zuschauer. In der Disziplin Kata zeigte er eine fehlerfreie Heian Shodan, kam aber wegen zahlreicher überlegner Gegner über die Vorrunde nicht hinaus. Insgesamt bereicherten vier kleine Weißgurtträger im Alter von 4 bis 10 Jahren mit ihrem Charme den Nachmittag. Der mit 66 Jahren älteste Starter war Gerhard Stansch. Auch er kam zwar über die Vorrunden nicht hinaus, trug dies aber, ganz dem olympischen Prinzip entsprechend, mit großer Gelassenheit.
Insgesamt musste sich der gastgebende Münsteraner Verein in diesem Jahr der Übermacht vom Niederrhein geschlagen geben: In fast allen Disziplinen belegten die Freunde aus Wesel erste und/oder zweite und dritte Plätze. Lediglich die Gruppen Kata und Kumite Unterstufe der Erwachsenen wurden komplett von den Sportlern aus Münster dominiert: Die ersten Plätze gingen an Anna-Maria Imholz (Kata) und Sergej Witt (Kumite). Den zweiten Platz sowohl im Kumite, als auch in der Disziplin Kata erkämpfte sich jeweils Marcel Bahnemann. Die Brüder David (Kumite) und Marius (Kata) Zeiger konnten jeweils einen dritten Platz erreichen.
Auch ohne die starke Leistung von Madeleine Essing, die in diesem Jahr nicht am Turnier teilnahm, gewann Münster mit der Starterin Mareike Linke die Disziplin Kumite Damen Oberstufe, die bei den Erwachsenen als Freikampf ausgetragen wird. In der Disziplin Kata-Mannschaft Unterstufe, in der es vor allem auch auf eine synchrone Darstellung ankommt, konnte Münster mit den Teams "Prinzessin Wu" und "110" den ersten und zweiten Platz belegen. In der Oberstufe reichte es hier nur zum dritten Platz.
"Alles in allem bin ich mit dem Turnier sehr zufrieden", äußerte sich Hauptkampfrichter Michael Jarchau (5. Dan Shotokan-Karate). Jarchau ist Leiter des Weseler Vereins und gleichzeitig auch Trainer der Oberstufe des Münsteraner Vereins. "Es gab faire Kämpfe und keine Verletzungen. Das ist das Wichtigste." Dies nicht auch zuletzt deshalb, weil diese Tatsachen auch diejenigen Karateka für einen Turnierstart im nächsten Jahr motivieren, die jetzt noch gezögert haben.
(Presseinfo)
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