Heute hat Sensei Micha wieder ein super Kumitetraining gegeben. Schade, dass mit mir nur fünf Leute da waren! Ob das am schönen Wetter lag? Bevor Micha eintraf, hatte ich das Aufwärmtraining übernommen. Als er dann eintraf, ging es direkt los mit Partnertraining. Ich hatte direkt den leicht vergrippten Andy Noll als Trainingspartner. Wir sollten uns an den Handgelenken festhalten und die Arme strecken, im Kiba-Dachi stehen. Der eine gibt die Richtung im Kreis vor - also entweder rechts- oder linksherum. Der andere muss zwangsläufig hinterher. Das machten wir dann jeweils mit jedem Partner und ich bereute bald, dass ich Zehen nicht getaped hatte!
Die nächste Übung bestand darin, dass wir dasselbe, nur ohne Festhalten machen sollten. Das gab ruckzuck einen Drehwurm! Im Folgenden wurde die Übung so ausgebaut, dass einer im ZK stehen sollte, der andere im KB. Der im KB sollte, die Arme zur Deckung gehoben, wieder im Kreis die Richtung bestimmen. Der andere sollte versuchen, der Richtung zu folgen und möglichst Gyaku-Tsuki zu platzieren.
Die Übung wurde weiter (alles immer schön mit drei Partnerwechseln) ausgebaut, so dass der Richtungsbestimmer schließlich auch von sich aus Kizami- oder Gyakutsuki schlagen durfte.
Schließlich gab es eine weitere Übungsform. Micha wies darauf hin, dass man in der Lage sein müsse, sich auf unterschiedliche Partner einzustellen - ohje, bis dahin ists für mich wohl noch ein weiter Weg! Wir sollten jetzt nicht mehr im Kreis ausweichen, sondern einer von uns sollte Druck machen oder wegnehmen, indem er vor- oder zurückgleitet. Hierbei sollte man möglichst auch mal den Rhythmus unterbrechen. Der andere sollte darauf reagieren und in dem Moment, in dem der Druck-machende entweder beginnt, sich rückwärts zu bewegen oder auch stehen bleibt, angreifen. Naja, das funktionierte noch nicht so gut....es führte bei mir dazu, dass ich einfach dann angriff, wenn ich meinte, dass die Distanz passte. So richtig das Auge dafür, wie mein Partner sich bewegt, ob vor- oder rückwärts, hab ich noch nicht...
Schließlich sollten wir nach dem ersten Angriff einfach in lockeres Randori übergehen, dabei schön beweglich sein, auch zu den Seiten, nicht immer nur zurück.
Leider musste ich eine Viertelstunde vor dem offiziellen Trainingsende fahren, da ich noch zum Klassenpflegschaftsabend meiner Tochter musste. Aber nächste Woche bin ich auf jeden Fall wieder dabei!
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