Dienstag, 24. September 2013

SV Warmup


1. Allgemein:

-       Laufen
-       Hüpfen auf der Stelle
-       Laufen auf der Stelle dabei langsam um die eigene Achse drehen
-       auf der Stelle hüpfen und „wedeln“ wie beim Skifahren




 oder: 

Laufen von einer Seite auf die andere
·jede in ihrem Tempo
·etwas schneller
·Endtempo
·Laufen mit Fersen an den Po
·Rückwärts laufen
·Laufen mit Knien rtg. Oberkörper hochziehen
·Laufen mit gekreuzten Beinen und mitgenommenen Armen
·das selbe nur jetzt seitenverkehrt

2.     Eichhörnchen: passend z. B. für Verfolgerübung

Teilnehmerinnen bilden 3er Gruppen, eine bleibt alleine

-       2 bilden je eine Haushälfte ( rechte und linke ), stehen sich gegenüber und nehmen die Arme hoch und drücken oben die Hände aneinander
-       Das „Eichhörnchen“ steht im Haus, zwischen den beiden anderen

     Es gibt vier verschiedene Ruf-Kommandos:

a) „rechte Haushälfte“: alle rechten Haushälften laufen schnell zu einer neuen Gruppe

b) „linke Haushälfte“: die linke Haushälfte aus der Dreiergruppe sucht sich eine neue Dreiergruppe

c) „Eichhörnchen“: das Eichhörnchen läuft aus dem Haus raus und sucht sich ein neues Haus

d) Erdbeben: alles bricht zusammen

Diejenige, die alleine ist, versucht nach dem Rufen des Kommandos einen Platz zu erobern. Das Spiel lebt vom schnellen Wechsel.


3. Magnetspiel (m. E. auch gut geeignet als Warmup für SB) 

Nach ungefähr gleicher Größe und Gewicht paarweise zusammen kommen: eine ist der Magnet, die andere „klebt“ mit der Schulter an dieser Teilnehmerin und  folgt dem Magneten beim Gehen und Laufen quer durch die Halle. Wechseln.


4. Rangelübungen  (m. E. auch gut geeignet als Warmup für SB) 

Die gleichen Paare stellen sich hintereinander auf:

a) Teilnehmerinnen stehen Seite an Seite und drücken die Schulter aneinander. Beide laufen zur anderen Hallenseite und versuchen dabei  die andere zur Seite zu drücken. Seitenwechsel.

b) Teilnehmerinnen stehen Seite an Seite; haken sich ein, laufen zur anderen Hallenseite und versuche dabei die andere zur eigenen Seite zu ziehen.
Verteilen in der Halle.

c) Teilnehmerinnen stehen voreinander, fassen sich an den Handgelenken und versuchen die andere über die Linie, die zwischen beiden gedacht wurde, zu ziehen.

d) Teilnehmerinnen stehen voreinander, Füße parallel, drücken Hände gegen einander und versuchen die andere durch Drücken oder Schieben aus dem Gleichgewicht zu bringen, so das diese einen Schritt machen muss. Wer einen Fuß wegsetzt, hat verloren.


5. Schubsen

a) Teilnehmerinnen stehen voreinander:

A legt ihre Hände auf das Dekolleté von B (Hände nicht auf die Brust!) und
gibt der Partnerin dann einen Schubs, diese macht dann Schritte nach hinten, um wieder in das Gleichgewicht zu kommen und eine festen Stand zu haben und schaut A an.
Danach geht B zurück zu A (ganz wichtig, sonst gibt es eine Eigendynamik wenn A hinter B hergeht und wieder schubst), um sich wieder schubsen zu lassen. 8 – 10 Wiederholungen , dann wechseln der Aufgabe.
Wichtig: Die Geschubste bestimmt, wie fest das Schubsen sein darf!

b) Jede lässt sich hintereinander dreimal schubsen und macht gleichzeitig zum Stehen eine Handbewegung, die signalisieren soll, dass sie sich nicht nochmal schubsen lässt. Dies dürfen drei verschiedene Handbewegungen sein, oder immer dieselbe. Auch der Einsatz der Stimme ist erwünscht.



6. Aufwärmen für Pratzentraining:

-       Hände kreisen
-       Schultern hochziehen und Luft anhalten -> Ausatmen -> Schultern ruckartig fallen lassen
-       Hände falten und Handgelenke locker durch drehen
-       Hände durch ausschütteln lockern, Schultern durch schütteln lockern


Trommelfeuer - Partnerinnenübung 


·Beide Partnerinnen stehen sich gegenüber
·fester Stand in leichter Grätsche
·einer der Partnerinnen hält die Pratze fest vor ihrem Bauch (auf die richtige Handhabung und die Sicherheitsaspekte achten)
·die andere schlägt ca. 10 sek. mit Kraft beidhändig im Wechsel mit den Fäusten 1-1 gegen die Pratze




7. Spannung aufbauen - Partnerinnenübung


·Beide Partnerinnen stehen sich gegenüber
·fester Stand
·legen die Hände aufeinander (einer beide Hände unten, der andere beide Hände oben)
·mit Kraft drücken beide ihre Hände gegeneinander
·dasselbe mit den Handflächen nach innen und außen






8.     Kettenfangen:

Alle Teilnehmerinnen laufen kreuz und quer durch die Halle; eine Fängerin versucht, eine andere Frau zu fangen. Diese wird von der Fängerin an die Hand genommen und sie fangen zu zweit weiter. Auch die zweite und dritte Gefangene wird an die Hand genommen, so dass eine Kette von maximal vier Fängerinnen entsteht. Jetzt wird die Kette geteilt, so dass es zwei Zweiergruppen gibt, die wieder fangen und Ketten bilden. Das Spiel ist beendet, wenn nur noch eine Teilnehmerin übrig ist. Diese ist dann die erste Fängerin der nächsten Spielrunde.

9.     Yoga „Sonnengruß“:

Alle Teilnehmerinnen stellen sich um den Kreis in der Mitte der Halle. Zum Cooldown nach dem Fangenspiel und zur Förderung der Beweglichkeit wird nun mit Yoga-Übungen gedehnt und die Körperwahrnehmung geschult. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der korrekten Atmung, die immer durch die Nase geht:
§  Im schulterbreiten Stand einatmen, dabei die Hände über den Kopf führen, zur Decke schauen und den Oberkörper leicht nach hinten biegen
§  Von dort aus den Oberkörper nach vorne neigen und die Hände zum Boden führen (dabei ausatmen)
§  Jetzt aus dieser Position das rechte (im nächsten Durchgang das linkee) Bein lang nach hinten ausstellen, den Rücken aufrichten und den Kopf mit Blick nach vorne anheben (Figur „Läuferin“).
§  Nun in den Liegestütz (Oberkörper waagerecht und Arme beugen) und dort kurz halten.
§  Anschließend ablegen und den Kopf anheben (Kobra)
§  Danach in den Hund; Gesäß zur Decke, Kopf in der Verlängerung des Rückens, Fersen drücken Richtung Boden .
§  Dann mit dem rechten Bein nach vorne zwischen die Händen und langsam wieder aufrichten.
§  Arme über den Kopf  (und wieder von vorne beginnen, einige Wiederholungen)

10.     Abschlagen


Zu zweit zusammen und versuchen, sich gegenseitig mit der flachen Hand an den Oberarmen abzuschlagen und selber von der anderen nicht getroffen zu werden, hierbei möglichst viel bewegen, um warm zu werden;

Anschließend dieselbe Übung mit Trefferfläche Oberschenkel

 11. Füße treten

Als nächstes versuchen, mit behutsamem Kontakt der Partnerin auf die Füße zu treten und selber nicht getroffen bzw. getreten zu werden; hierbei möglichst nicht auf die Füße der anderen schauen, sondern ihr in die Augen

 12. Übungen mit Luftballons

Es werden farbige Luftballons ausgeteilt. Jede Frau sucht einen Ballon aus und bläst ihn auf.
Alle Frauen bewegen sich im Volleyballfeld und versuchen hierbei, ihren Ballon durch Berühren mit Händen, Armen oder dem Kopf in der Luft zu halten.

Im nächsten Durchgang sollen die Frauen ihre Ballons bei einer Begegnung tauschen. Die Übergabe soll möglichst erfolgen, ohne dass die Ballons zu Boden gehen.

In einer letzten Runde sollen die Ballons durch Berührung mit Knien und Füßen in der Luft gehalten werden.  Auch hier kann schließlich bei einer Begegnung der Ballon mit einer anderen Frau getauscht werden.

Die Ballons werden weggelegt (sie werden ganz am Ende des Wochenendes noch einmal hervorgeholt und sollen ein gegnerisches Gesicht symbolisieren. Durch beherztes Hineinkneifen soll der Ballon dann zum Platzen gebracht werden, was manche TN doch einiges an Überwindung kostet).

 iv.     Dehnen für die erste Fußtechnik (Vorwärtstritt Mae-Geri)
§  Knie zur Brust
§  Knie zur Seite
§  Ferse zum Gesäß

Ein Bein nach hinten ausstellen, vorderes Bein dabei gebeugt lassen, Knie etwa über der Fußmitte. Hinteres Bein strecken und den hinteren Fuß mit den Zehen nach vorne in Laufrichtung zeigen lassen, Bein durchdrücken, um die Wade zu dehnen. Die Füße sollen etwa schulterbreit auseinander stehen (diese Stellung entspricht der Karate-Grundstellung Zenkutsu-Dachi).
 Zur Unterstützung dieser Übung die die Arme mit aufgestellten Handflächen nach vorne ausstrecken, Rücken gerade; dasselbe dann noch mit dem anderen Bein nach hinten.

Anschließend nehmen die TN einen schulterbreiten Stand ein, bei dem die Füße parallel nebeneinander stehen und die Fußspitzen nach vorne zeigen. Auf den Fußballen wippen und sich „auf 3“ auf die Ballen hochdrücken und kurz oben halten. Der Ballen ist die Trefferfläche beim Vorwärtstritt. Es ist wichtig, dass hierbei die Zehen angezogen werden, da diese sonst bei dem Tritt verletzt werden könnten.

Zum Abschluss der Aufwärmübungen bei schulterbreit aufgestellten Füßen tief hinunter in die Hocke gehen, Fersen bleiben auf dem Boden.



13. Zombie – Ball

Variante A:    
·      TN müssen sich gegenseitig abwerfen
·      5 Schritte dürfen gelaufen werden
·      dann andere TN abwerfen
·      werde ich abgeworfen, muss ich aus dem Feld
·      Beobachtung des Spielverlaufes – wird meine Abwerferin abgeworfen, darf ich zurück ins Spiel

Variante B:
·      Spiel wie Variante A
·      abgeworfene Spieler sollten sich nacheinander auf eine Bank setzen
·      ich darf wieder zurück ins Spiel, wenn 5 Leute nach mir abgeworfen wurden – und auf der Bank Platz genommen haben

Variante C;
·      Spiel wie Variante A oder B
·      2 Bälle kommen ins Spiel

14. Spiel „Wäscheklammerjagd“:


3 Wäscheklammen an der Kleidung befestigen (muss erreichbar sein), gegenseitig abjagen. Im Feld bewegen. Die gewonnenen Klammern in der  Hand halten, bis das Spiel beendet ist. Wäscheklammernkönigin ist die mit den meisten Klammern.
Variante: die oben genannten Abläufe im Feld durchführen, raus aus dem Feld, die Klammern anstecken, wieder zurück ins Feld.

15.  Übungen mit den Bänken
2 Gruppen bilden: >70kg und <70 au="" auslegen.="" bank="" blauen="" braucht="" d="" die="" eine="" en="" gruppe="" jede="" kg.="" komplett="" matten="" nach="" nbsp="" nnen="" o:p="" oben.="" rum="" schmale="" seite="" umkippen="">
Auf der Bank zum Eingewöhnen: 1 Mal vorwärts, 1 Mal rückwärts, in der Mitte hocken u.ä. 

10 Luftballons aufpusten, je 5 Luftballons im Kissenbezug, gleichzeitig aufsteigen, in der Mitte treffen, auf Zeichen mit den Luftballonkopfkissen die Gegnerin aus dem Gleichgewicht zu bringen, so dass sie die Bank verlassen muss. Am Ende die Siegerinnen der beiden Frauschaften gegeneinander antreten lassen

16. Kannibalinnenspiel
Zwei Gruppen,  2,50*2,50 m eckiges Feld – in der Mitte „Schiffbrüchige“. Von außen kommen „die Kannibalinnen“, die halten sich von der Linie fern und achten auf die Grenze (sonst gehen sie aus dem Spiel raus). Ziel der Kannibalinnen: die Schiffbrüchigen aus dem Kochtopf (Feld) zu kriegen. So lange bis ein Körperteil der Schiffbrüchigen (einen Zehn, eine Hand) auf der Linie bleibt, so lange lebt sie noch. Wenn eine Kannibalin in den Kochtopf reingezogen wird, scheidet sie in dieser Runde auch aus.
Verboten: weh tun, ins Feld reinspringen










SV für Frauen und Mädchen



1. Pratzentraining - Schlag nach vorne mit dem Handballen

Abwehren:

Bei Rechtshänderinnen rechte Fuß zurückstellen, vorderes Knie ist leicht gebeugt, die Zehen zeigen nach vorn für einen festen Stand
rechte Hand, mit Handinnenfläche nach oben, an der Hüfte, Finger leicht gebeugt


Ausführung:

Rechte Hand wird nach oben zur Pratze (ungefähr Nasenhöhe) gestoßen und dreht auf dem letzten Wegstück, getroffen  wird mit dem Ballen zwischen Daumen und kleinem Finger

Halten der Pratze:

Die Pratze wird mit der rechten Hand neben dem Körper gehalten.
Der Ellenbogen des rechten Armes wird mit der linken Hand fest an den Rumpf gedrückt um zu stabilisieren.
Wichtig: die Pratze ruhig halten, ein üblicher Fehler ist, die Pratze beim Kommen des Schlages gegen die Hand zu bewegen, dieses ist sehr unangenehm.


Faust bilden:

Handinnenfläche nach oben, Finger einrollen, Daumen vor die Finger legen

Ausführung:

 Faust von Hüfthöhe auf Nasenhöhe stoßen, Grundgelenke vom Zeigefinger und Mittelfinger werden zuerst gegen die Pratze gestoßen.


Partnerinnenübung (Wiederholung vom Vortag)

Beide Partnerinnen stehen sich gegenüber
- fester Stand
- eine hält die Pratze fest (auf die richtige Handhabung und die Sicherheitsaspekte achten)
- die andere schlägt zuerst mit dem Handballen (auf die Technik achten) gegen die Pratze
- der zweite Schlag wird mit der Faust (auf die Technik achten) gegen die Pratze ausgeführt



Neue Technik: Faustschlag seitwärts
Vorübung

Gruppe steht in einem Innenstirnkreis
gerader fester Stand
Sicherheitsabstand zu den anderen
offene Körperhaltung
Grundspannung
Kopf nach rechts (auf/rtg. Schulter)
rechte Faust linke Schulter
Linker Arm mit geballter Faust vor den Bauch als Gegenzug
Schlag mit der rechten Faust (Ziel anvisieren) zur Seite
Zuschlagen im Ausatmen – Max. Kraft
Getroffen wird vor allem mit den Grundgelenken von Zeige- und Mittelfinger

Seitenwechsel:
Kopf nach links (auf/rtg. Schulter)
linke Faust rechte Schulter
rechter Arm mit geballter Faust vor den Bauch als Gegenzug
Schlag mit der linken Faust (Ziel anvisieren)
Zuschlagen im Ausatmen – max. Kraft

Partnerinnenübung
Beide Partnerinnen stehen, leicht versetzt, seitwärts nebeneinander
fester Stand
eine der Partnerinnen hält die Pratze fest (auf die richtige Handhabung und die Sicherheitsaspekte achten); bei Rechtshänderinnen die Pratze links halten
Schlagübung aus der Vorübung gegen die Pratze ausführen
Beachte: Auf den Abstand zur Pratze und die Sicherheitsaspekte für die Partnerin achten)
Beide Seiten üben



1. Ellenbogenstoß, seitlich

Bildung von Paaren, eine hält die Pratze, die anderen wiederholt die gelernten Schläge,
- Handballenstoß
- gerader Fauststoß
- seitlicher Fauststoß, (Bang Tschoi)

Sowie neu erlernt
-Ellenbogenstoß, seitlich


2. Wiederholung Tritte: Vorwärtstritt gegen die Matte


3. Pratzenparcour:

6 Frauen bekommen eine Pratze zu halten zu werden in 2er Paaren hintereinander aufgestellt

die anderen Frauen Durchlaufen einzeln den Parcours

- Handballenstoß recht
- Handballenstoß links
- gerader Fausstoß rechts
- gerader Fauststoß links
- Bang Tschoi rechts
- Bang Tschoi links
- Vorwärtstritt gegen die Matte
- Ellenbogenstoß rechts gegen die Matte mit Kampfschrei

dann Austausch der Pratzenhalterinnen, die dann auch den Parcours absolvieren


2. Befreiungstechniken
2.1. Handgelenksumklammerung (HUK)


Paarweise zusammen
   Die eine TN fasst gleichseitig (nicht diagonal) das Handgelenk der Anderen,
  der Daumen liegt oben - rausdrehen zur offenen Seite 
-  oder mit dem anderen Arm zur Hilfe mit einem Ruck nach hinten reißen


3. Sonstige Schlag- und Tritttechniken 

3.1.     Vorwärtsfußtritt (Mae-Geri)

a.     Die Teilnehmerinnen stehen links vor in der Grundstellung und ziehen das Knie des hinteren Beins nach vorne, etwa auf Bauchnabelhöhe, strecken dann das Bein mit angezogenen Zehen, treten, schnappen den Unterschenkel zurück und setzen den Fuß wieder hinten ab. Beim Strecken des Beins die Hüfte mit nach vorne schieben, um den Tritt zu verstärken. Dies wird pro Seite zehnmal wiederholt, beim letzten Mal mit Kampfschrei. Die Arme sollen bei der Übung vor den Oberkörper gehalten werden, um diesen zu schützen. Dabei darauf achten, nicht zu tief zu treten, weil sie sonst höchstens „einen Dackel zwischen den Augen“ treffen.
b.     Es werden zwei dicke blaue Turnmatten aus dem Geräteraum geholt und aufrecht, mit der weichen Mattenseite zum Halleninneren zeigend, an die Wand gelehnt. Je zwei Teilnehmerinnen  sichern die Matten an den Seiten gegen das Umfallen.
Die anderen Frauen stellen sich in Grundstellung je zu zweit dritt nebeneinander vor eine der Matten. Es wird empfohlen, je mit dem linken Bein vorne zu stehen, da die meisten als Rechtshänderinnen die rechte Körperhälfte stärker ausgebildet haben und auch mit dem rechten Bein stärker treten können.
Jede Teilnehmerin probiert zunächst einmal locker einen Vorwärtstritt gegen die Matte und korrigiert ggf. den Abstand.
Der Tritt kommt aus der Hüfte und als gedachtes Ziel gilt nicht die Oberfläche der Matte, sondern die Hallenwand dahinter.
Wichtig ist auch ein fester Stand und eine lockere Mimik, möglichst mit Atmung durch geöffnete Lippen.


c.      Schließlich sollen wir einmal so richtig unsere Gefühle rauslassen, denn: „Mädchen und Frauen bleiben viel zu oft auf ihren Gefühlen sitzen.“

Wir platzieren uns wieder zu mehreren vor einer Matte und treten mit voller Wucht dagegen. Hierbei sollen wir lauthals alle möglichen Schimpfwörter und Flüche ausstoßen, die uns über die Lippen kommen.

3.2.     Wiederholung der bisher erlernten Techniken:

Zum Abschluss der Übungsstunde wiederholen wir mit je einer Partnerin und an den Pratzen die bisher gelernten Techniken

Stoß mit dem Handballen nach vorne
  Fauststoß nach vorne
  Fauststoß zur Seite



3.3. Unterleibstritt mit Pratzen

1.Tritt in den Genitalbereich
Übung in Dreiergruppen.  A ist Ziel der Abwehrtritte. B kniet seitlich vor A und hält die Pratze auf Genitalhöhe, stützt dabei den eigenen Ellbogen. C testet den Abstand und tritt von Unten mit dem Spann gegen die Pratze. Die Grundstellung ist wie beim geraden Fußtritt. Beim Treten den Blickkontakt zum „Gegner“ halten.
Vorsicht mit dem Abstand.

2.Handgelenksumklammerung
Wiederholen der Befreiungstechniken
Rechte Hand greift linke Hand.
Rechte Hand greift rechte Hand (überkreuz)
Beidseitiger Griff


Umklammerung von vorne ohne Einklemmen der Arme

Partnerinübung:

Fühlen wie es ist, so eng gehalten zu werden
Aufgabe: Varianten zum Befreien suchen

Ideen aus den Gruppen

auf den Fuß treten
Abducken
Knie hochziehen
in den Bauch boxen
ins Gesicht klatschen
in die Augen stechen
Schlag auf die Ohren
mit der Handkante gegen den Hals schlagen
Kopfstoß

 Partnerinübung:

Aufgabe:  Test einiger Varianten (ohne jemanden zu verletzen)

Treten
Abducken
Schlag auf die Ohren – dabei darauf achten, dass Hände hohl gehalten werden (dadurch entsteht kein Unterdruck in den Ohren und es kommt nicht zu Verletzungen)
Kneifen in die Oberarmunterseite – sehr schmerzhaft
Aufforderung zu gehen

Schockpunkte:

Körpermitte ist empfindlich und tut weh
Augen/Nase/Mund/Ohren/Kehlkopf/Halsbereich
Genitalbereich
Innenseite Oberschenkel
Schienbeine/Knöchel (wo die Haut sehr dünn ist)

durch Gefühl
durch akustische Reize
durch Lichteffekte


Erklärungen aus dem Alltag (Polizeibeamtin)

Tritt mit Spann oder Knie (Genitalbereich)
in den Genitalbereich reingreifen
Daumen in die Augen (Kopf umschließen und gerade auf das Lid drücken)
Handstoß auf Mund oder Nase
Handflächen auf die Ohren
Schienbein – mit der Schuhsohle am Schienbein entlang rutschen



Techniken :
hinter den Ohrmuscheln mit den Fingerspitzen zupacken, drücken, nach vorne ziehen, den Kopf nach hinten drücken
die Haare an den Schläfen ziehen (über den Ohren in die Haare gehen, greifen und nach hinten ziehen)
Genickhebel: eine Hand packt die Haare am Hinterkopf und zieht nach hinten, die andere Hand packt  das Kinn und drückt nach hinten, dreht zur Seite nach hinten unten –beide Handlungen gleichzeitig machen! Die Technik  geht auch in Hebezustand: probieren beim gegenseitigen Hochheben.



Übungen zur Selbstverteidigung in Bodenlage

- Jede sucht sich eine neue Partnerin

- Eine liegt auf der Matte und die andere kommt auf sie zu.
- Die TN ,die auf der Matte liegt versucht sich zu verteidigen, indem sie die Beine an den Körper zieht, sich mit den Händen abstützt und mit dem Fuß quer gegen das Schienbein tritt.
- Die TN wechseln die Positionen.


- Eine liegt auf der Matte und die andere TN kommt auf sie zu.
- Die TN ,die auf der Matte liegt versucht sich zu verteidigen, indem sie die Beine an den Körper zieht, sich mit den Händen abstützt und mit dem Fuß quer gegen das Schienbein tritt.
Mit dem gleichen Fuß mit dem sie getreten hat dann von innen einhaken und mit dem anderen Bein in  die Kniekehle treten und den Angreifer zu Fall bringen.
- Die TN wechseln die Positionen.


Gesetzliche Regelungen

§ 32 Notwehr (StGB)

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden

§ 34
 Rechtfertigender Notstand
Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.

Diskussion im Kreis

 Was fällt unter Notwehr?
Gewalt gegen mich
Gewalt gegen Dritte
 Verteidigung von Hab und Gut

Sonntag, 9. Juni 2013

Instructorlehrgang Juni 2013 in Bochum

Dieser Instructorlehrgang fand parallel zur ersten Deutschen Meisterschaft Jugend, Junioren und Senioren im RuhrCongress, Bochum statt. Wegen der zeitlichen Überschneidungen war vermutlich die Teilnehmerzahl etwas geringer als sonst. Im Gegenzug waren aber einige Karateka angereist, die von dem Umstand profitierten, dass dieser Instructor-Lehrgang nur einen Tag dauerte und die Einheit am Sonntagvormittag entfiel - so brauchten sie keine bzw. eine Übernachtung weniger einzuplanen und zu bezahlen. Da Shihan Ochi derzeit wegen seiner Hüft-OP noch nicht einsatzbereit ist, hatte Prüfungsreferent Rolf Hecking die Lehrgangsleitung diesmal komplett übernommen.

Was uns erwartete war ein Mix aus Trainerworkshop, Schulung der Beobachtungsfähigkeit und Augenmerk auf die eigene Achtsamkeit und Konzentration.

Wir starteten mit einem Aufwärmteil zu zweit: Abwechselnd sollten wir uns gegenseitig Übungen vorgeben, die im Verlauf der Aufwärmphase möglichst aufeinander aufbauen sollten.

Als nächstes gab es einen Technikteil, der mich ein bisschen an die Trainingsmethoden von Naka und Akita erinnerte: Im Heiko Dachi stehend sollten wir verschiedene Empi-Variationen ausführen (je rechts und links). Wir starteten mit Age Empi, dann Mawashi Empi (zur Schläfe), gefolgt von Mae Empi (seitlich und Richtung Solar Plexus) und Yoko Empi (Hinweis von Rolf: diesmal nicht unterm Arm ausholen, sondern drüber), schließlich noch Ushiro Empi ("Hikite" - mit beiden Armen gleichzeitig). Zum Schluss sollten wir Otoshi Empi ausführen und dabei zunächst rechts in Sochin Dachi vorgehen, dann mit Kiri Kaeshi wechseln.

Eine weitere Übung bestand aus Sanbon-Tsuki-Varianten: Start im ZK li vor mit Tsuki Jodan, Chudan, Chudan, dann Wendung 45 Grad nach re mit Chudan, Jodan, Jodan und nach links - ebenfalls Chudan, Jodan, Jodan.

Als nächstes sollten wir uns dann gegenseitig bei verschiedenen Kihon-Übungen korrigieren. Ich hatte leider einen Partner, der bei meinen Übungen überhaupt nicht hinsah und selber immer verärgert oder irritiert schien, wenn ich ihn korrigierte. Vielleicht wähnte sich dieser Karateka auf einem gewöhnlichen Karatelehrgang und nicht auf einem Instructor-Kurs?! Keine Ahnung, jedenfalls ist das Üben so m. E. nicht zielführend, da wir doch hier unser Auge schulen sollten.

Kihon Kumite: Block und Konter mit demselben Arm. Age-Uke, Soto-Uke, Gedan-Barei - war ganz schön schwer, erst alleine geübt mit Vorgaben von Rolf hinsichtlich des Konters, dann mit Partner und dann ohne Vorgaben, also Konter frei, schließlich war auch der Angriff nicht mehr von Tori angesagt, man musste also schnell und möglichst richtig reagieren.

Eine weitere Übung: Mae Geri Chudan, der andere musste ohne Block ausweichen (einen Schritt zurück) und dann selber Mae Geri treten - zunächst auf zählen, dann eigene Zeit mit zunehmendem Tempo.

Übungen zum Jiyu Ippon Kumite standen auch auf dem Programm. Hierzu sollten zu zehnt einen Doppelkreis bilden - Karatekas im Innenkreis blicken nach außen und im Außenkreis nach innen, so dass jede(r) eine(n) Partner(in) hat. Angriff mit Ansage / Block und Konter und mit steigendem Tempo, dann Wechsel Innen-/Außenkreis.

Warmup zweite Einheit mit SV: Zu zweit zusammen, einer greift an nach Vorgabe von Rolf (Umklammerung von vorne oder von hinten), der andere versucht, sich mit karatebasierten SV-Techniken zu befreien und zu kontern. Da kamen wir alle schnell auf Touren und es hat mächtig Spaß gemacht! Ich hatte Thomas Feig aus Annaberg als Trainingspartner, dem ich anmerken konnte, dass er schon häufig ähnliches geübt hatte. Zum Abschluss der SV-Warmup-Übung ging es dann noch auf den Boden: Rolf gab die Anweisung, dass sich einer von uns in die "Bank"-Position begeben, also Hände und Knie auf den Boden bringen sollte. Der andere sollte den in der Bankposition nun angreifen - aber nicht durch Tritte oder Schläge, sondern durch Umklammern. Sobald die/der Kniende den Angriff spürt, sollte diese/r sich wehren und kontern. Thomas bemerkte gleich zu Beginn der Übung leicht gequält, dass er zwar mal in Techniken des Krav Maga hinein geschnuppert hätte, nicht aber in das Judotraining. Naja, da habe ich ja leider auch keine Erfahrung. Und wir gingen beide gleichermaßen dilettantisch aber beherzt zur Sache. Als ich in der defensiven Rolle war und auch noch grade in einer recht hoffnungslosen Position, kam Rolf zufällig grade vorbei und gab mir ein paar Tipps. Ich konnte zwar diese grade nicht umsetzen - mobilisierte aber meine letzten Willensreserve und konnte den Spieß - pardon: den Thomas - im wahrsten Sinne des Wortes herumdrehen und die Oberhand gewinnen. Ach, ich liebe solche Raufereien ja! :-)

In beiden Einheiten übten wir das Vorwärtsgleiten mit Suri-Ashi und zwar mit Kizami Tsuki sowie darauf aufbauenden Kombinationen: + Gyaku Tsuki, + Mae Geri + Mawashi Geri + Gyaku Tsuki. Wir sollten versuchen, möglichst weit vorzugleiten und auch jeweils das Standbein bei den Geris zum Vorrutschen zu benutzen, ohne jedoch den Bodenkontakt zu verlieren (also nicht "hopsen"). In Einheit eins übten wir dies alleine, am Nachmittag wurde daraus eine Partnerübung, bei der der/die Partner/in jeweils ebenfalls zurückgleiten bzw. einen Schritt zurück gehen sollte. Auch hier hatte ich am Nachmittag Thomas als Partner und ich hatte meine liebe Mühe, ihm auszuweichen, weil er doch eine erheblich größere Distanz überwinden konnte als ich!

Rolf bemerkte gegen Ende des Lehrgangs, dass niemand Herrn Ochi ersetzen könne, man könne höchstens kurzfristig seinen Platz einnehmen. Und so fehlte durch die Abwesenheit des Chiefinstructors vor allem die Einheit Katatraining, die sonst obligatorischer Bestandteil eines Instructorlehrgangs ist. Auch angesichts der gekürzten Trainingszeit konnte Rolf das Thema Kata nur anschneiden. Wir arbeiteten an den Katas Hangetsu und Wankan. Zu beiden Katas gab es Ablauftraining mit Korrektur durch den Partner. Zur Hangetsu machten wir noch eine Bunkai-Sequenz in einer Gruppe zu viert und zwar die Kombination Uchi Uke, Ren Tsuki: eine(r) stand in der Mitte und drei andere Karateka davor bzw. re und li daneben. Der rechts vom Mittigen stehende stand rechts vor, die anderen je links. Rechts griff zuerst an mit Oi Tsuki, der/die Mittige blockte Uchi Uke und konterte mit Ren Tsuki. Dann griff die linke Position an, der/die in der Mitte drehte sich um 180 Grad mit Block und Konter und schließlich kam der Angriff aus der jetzt wieder rechten Position (von dem Angreifer, der anfangs frontal zur/zum Mittigen stand) - Block/Konter.