Montag, 15. März 2010

Fast zur Witwe geworden!

Mein Mann Frank hatte unseren Sohn Felix zu seinem ersten Eishockeyspiel nach Rheine begleitet. Als stolzer Vater wollte er natürlich ein paar Fotos machen. Als der Akku leer war, begab er sich auf die Suche nach einer Steckdose. Hierbei gelangte er in die Garage des Eisaufbereitungsfahrzeugs. An einer Wand war auch eine Steckdose, die war allerdings belegt. Wo eine ist, ist auch eine zweite, dachte sich mein Mann und ging, mit den Augen die Wand absuchend, weiter in die Garage, am Fahrzeug entlang. Plötzlich fiel er in ein Tiefes Loch: Unter dem Eisfahrzeug befindet sich eine Grube, in die das Schmelzwasser abfließen kann. Frank hing plötzlich bis zur Brust im Wasser, keinen Boden unter den Füßen spürend! Nur durch einen glücklichen Zufall hatte er reflexartig die Arme ausgebreitet, so dass er sich grade noch mit den Ellenbogen abstützen konnte. Um die Sache noch richtig schön schwer zu machen, hatte er ja auch noch die Fototasche um die Schultern hängen. Glücklicher Weise hing diese jedoch nicht ins Wasser, sondern war oben am schmalen Rand der "Grube" liegengeblieben. Unter Aufbietung aller Kräfte hievte sich mein Mann aus der Grube und kletterte hinaus. Was wäre wohl passiert, wenn er mit dem Kopf irgendwo aufgeschlagen wäre? Nicht auszudenken....So sind glücklicher Weise außer einer dicken Prellung und einer Schürfwunde am rechen Oberkörper, sowie komplett durchnässte Kleidung und einer Beule am Objektiv keine Schäden geblieben. Puh!

Felix hat sein Spiel übrigens mit 20:10 gewonnen und 8 der Siegertore geschossen.

Sonntag, 14. März 2010

Erster Wettkampf in 2010

Den ganzen Winter über bin ich durchgelaufen. So war es jetzt mal an der Zeit, an einem ersten Wettkampf teilzunehmen. Nicht, dass ich scharf darauf gewesen wäre - mir wäre es ehrlich gesagt viel lieber gewesen, ohne direkten Vergleich immer schön weiter um den Aasee meine Runden zu ziehen ;-) Aber mein Coach empfiehlt regelmäßige Wettkämpfe und so hatte ich mich gleich für den 13.3.2010 beim Tuja Straßenlauf für die 10-km-Distanz angemeldet. Im Vorjahr war ich bei demselben Wettkampf die 5-km-Distanz gelaufen, zusammen mit zwei Kolleginnen bei der Disziplin Firmenlauf.

Morgens holte ich die Startunterlagen ab und ging dann noch fix die Bude ein bisschen auf Vordermann bringen. Das Wetter war passabel und pünktlich vor Wettkampfbeginn hörte es auf zu regnen. Ich hatte eine lange Laufhose an, ein langärmliges Funktionsfaser-Shirt und - leider - meine Laufjacke. Das war ein großer Fehler und ich hätte das Ding gerne zwischendurch einfach abgelegt. Dann wäre ich aber sicher wieder mit meinem Ärmel an der Pulsuhr hängengeblieben und hätte die Daten gelöscht, was ich gestern unbedingt verhindern wollte. Ich wollte doch so gerne mal meine richtigen, Gps-gesteuerten Daten haben ;-) Also hieß es halt: Schwitzen!

Irgendwie war gestern auch kein gutes "Kreislauf-Wetter" für mich und etwas unmotiviert und "matschig" fühlend stand ich am Start. Mein Körper ließ mich bei den ersten Metern auch deutlich spüren, dass er gar keine Lust auf Laufen hatte. Ach, es machte gar keinen Spaß! Ich versuchte, mich zu erinnern, ob dies ein "typisches" Gefühl war, aber die Erinnerungen an die bisherigen Laufstarts waren irgendwie ausgelöscht. Ich hatte den Wettkampf ja auch als "unwichtig" deklariert, so dass ich keine Aufregung spürte, wie etwa vor dem Triathlon.

Puh, die erste Runde war dann auch echt Quälerei und meine Absichten, mich jemandem an die Fersen zu hängen, scheiterten regelmäßig, weil als zu anstrengend empfunden. Meine "Zug-Läuferin" von meinem ersten 10-km-Lauf sah ich auch wieder - aber sie war rasch mit einer Freundin auf und davon und mir diesmal keine Stütze!

Erste Runde geschafft. Nun, dann jetzt der Rest. Ich versuchte, mich damit zu motivieren, dass es ja bald vorbei sei....aber so recht wollte das auch jetzt nicht klappen. Permanent wurde ich von zahlreichen Läufern überholt, auch von etlichen, die sicher zwei oder drei Altersklassen über mir waren. Frust! Ab Kilometer 7 nahm ich mir fest vor, jetzt etwas schneller zu laufen und es fühlte sich auch so an, als hätte ich das durchgehalten. Ich blickte hin und wieder auf meine Pulsuhr, konnte die angezeigten Daten aber für mich nicht so schnell auswerten. Jedenfalls war ich froh, die Uhr dabei gehabt zu haben: Ich hatte nämlich bei der Hälfte der Strecke auf "Runden" gedrückt und stellte fest, dass ich trotz meines angeblichen Endspurts ab km 7 auf der ersten Runde satte zwei Minuten schneller war!

Wie auch immer - so ab km 8 hatte ich eine Frau, die dem Aufdruck ihres T-Shirts zufolge aus Werne stammte, und einen älteren Mann neben mir. Wir liefen eine Weile nebeneinander. Die Frau war mir irgendwie bei dem Lauf schon öfter begegnet und da sie mich ja nicht überrundet haben kann, hatte ich sie wohl auch schon mal überholt und sie mich. Das machte Mut! Und so zog ich kurz vor dem Einlauf auf das Sportplatzgelände an den beiden vorbei und gab doch nochmal Gas. Es reichte sogar jetzt noch für einen kleinen Endspurt auf der Aschenbahn.

Meine Pulsuhr zeigte dann irgendwas von 56 Minuten an und die offizielle Zeit was von 57. Naja, dachte ich, da wird wohl noch etwas Toleranz für den Start abgezogen. Die offizielle Zeitmessung erfolgte ja erst ab der Stelle, an der die Champion-Chips registriert wurden. Und so war es auch: Die ersten 10 km in diesem Jahr in 56:15 Minuten. Gesamtwertung Frauen: 39. von 72 und in meiner Altersklasse 8. von 13. Ach, eigentlich kann ich doch ganz zufrieden sein....

Zum Vergleich: Beim LVM-Firmenlauf 2009 schaffte ich die 5 km in 28: 36 Min und bei den 10 km im April 56:55 Minuten.

Sonntag, 31. Januar 2010

Juhuuuu!!! Startplatz gewonnen!!!! :-)

Liebe Liebhaber des sportlichen Dreikampfes,


am heutigen Sonntag wurden Sie als Gewinner für einen Startplatz auf der Olympischen Kurzdistanz beim Sparda Münster City Triathlon gezogen - immerhin 112 Interessenten gab es. Nun würde ich mich a.) über ein Bestätigung freuen, dass Sie auch teilnehmen werden, und nicht nur gewinnen wollten; b.) ein paar persönliche Daten mir zukommen lassen (Alter, Verein, Triathlonerfahrung etc.); c.) ob Sie bereit wären, Teil meines Triathlonblogs zu werden; d.) dann Interesse an weiterer Betreuung hätten.

Leseproben findet man im Übrigen unter: http://www.westfaelische-nachrichten.de/triathlonblog/
Freue mich jedenfalls über neue Gegner, die Namen der Gewinner werden in unserer Montagsausgabe bekanntgegeben.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Heflik

Redaktionsteam

ZGM - Westfälische Nachrichten & Partner

Sonntag, 24. Januar 2010

Waschmittel für Funktionswäsche

Ein guter Freund von mir beklagte sich vor einiger Zeit, dass seine Frau nicht ein spezielles Waschmittel für seine Funktions-Sportwäsche kaufen würde. Man müsse doch auch an die Membranfunktion denken! Dann hatte ich das Gespräch aber auch bald wieder vergessen. Sorglos und munter wusch ich das ganze Jahr über meine Sportwäsche (membranbehaftet oder nicht) mit meinem normalen Feinwaschmittel (Ist der neu? Nein, mit ... gewaschen!). Bis ich letzte Woche im Supermarkt direkt neben der Flasche mit "meinem" Waschmittel nun doch zufällig eins für Sportkleidung sah. "Erhält Membranfunktion und Wetterschutz und duftet angenehm frisch." Hmmm, naja, ein Versuch kann ja nicht schaden. Fortan sammelte ich meine Sportwäsche in einem weiteren Extra-Wäschepuff (bei uns im Keller stehen jetzt je einer für Weißwäsche 60 Grad und Buntwäsche 60 Grad, helle Wäsche 30 Grad und Buntwäsche 30 Grad, ein extra Behälter für alles, was einen Rotton hat (sonst hab ich bald alles wieder in rosa...) und jetzt eben noch ein weiterer für Sportwäsche. Naja, solange man noch an die Waschmaschine kommt....)

Als ich also jetzt die erste Waschladung komplett (und fast keine Sportkleidung mehr im Schrank) hatte, befüllte ich das Waschmittelfach mit dem Sportwaschmittel und wartete ab. Ergebnis: ein wahrhaft sehr angenehmer und frischer Duft! Rein äußerlich konnte ich keine Veränderung an den  Membranen erkennen und den Erhalt des Wetterschutzes wird wohl erst die Laufpraxis der nächsten Tage offenbaren.

Wie zum Teufel sollte man überprüfen, ob denn jetzt die zugesicherten Eigenschaften und Besonderheiten dieses Waschmittels (Erhalt der Membranfunktion und des Wetterschutzes) tatsächlich vorhanden ist? Hmmmm, ob wohl eine spezielle Zutat enthalten ist? Ich las beide Inhaltsangaben (meines bisherigen Waschmittels und des neuen) sorgfältig duch - und siehe da: identisch! Zugegeben: Der Etikettenschreiber hatte sich die Mühe gemacht, wenigstens die Reihenfolge untereinander etwas zu verändern - aber es waren exakt dieselben Inhaltsstoffe!

Naja, ich denke, es kann ja nicht schaden, dieses Mittel zu benutzen - zumindest der Duft ist echt klasse! Aber das einzige, was es wirklich zu etwas Besonderem macht, ist wohl: der Preis!

PS: Mein Mann hat grade herausge-googelt, dass man für Membranfunktionswäsche im Grunde jedes Feinwaschmittel nehmen kann - nur Weichspüler soll man weglassen (tu ich eh nicht rein von wegen der Umwelt und so). Gegen die unangenehmen Schweißgerüche, die bei niedrigen Waschtemperaturen eventuell in der Wäsche bleiben, sollen ein oder zwei Tropfen Teebaumöl pro Waschladung reichen ... naja, dann lieber Sportwaschmittel....

Dienstag, 19. Januar 2010

Langsam wirds was....

Heute früh stand wieder Schwimmen auf dem Programm....ach, irgendwie quäl ich mich doch immer hin...das Laufen klappt einfach (trotz widriger Wetter- und Bodenverhältnisse) besser! Aber es nützt ja nichts, ich muss es einfach mehr üben, dann wird es schon, oder?

So auch heute wieder. Immer diese Hetze morgens, damit man zwischen Kinder-zur-Schule-bringen und Arbeiten noch schnell ein paar Bahnen ziehen kann....dann das Becken recht voll, rechts schwammen zwei Senioren (von denen die weibliche mich beim Vorbeischwimmen mit dem "Duft" ihrer ungewaschenen Dauerwelle anekelte) und zwei Kraulschwimmerinnen.

Ich legte entspannt los und merkte gleich, dass mich das Schwimmen nicht mehr so erschöpfte wie bei den letzten Malen! Statt nur zwei oder vier Bahnen am Stück konnte ich anfangs je 10 Bahnen ohne Pause durchkraulen. Dann verließ mich aber etwas die Kraft und ich musste zwischendurch mal eine Bahn "Brust" einschieben. In nicht ganz 25 Minuten war ich durch! He, das ist ja fast so schnell wie bei meinen letzten Wettkämpfen!!! Na also, geht doch!

Montag, 18. Januar 2010

Es schneit, es taut, es regnet

Gestern wollte ich mich mal wieder aufraffen und die bisher längste Runde seit meiner Schweinegrippe Anfang Dezember zu laufen - 18 km standen auf dem Plan, das bedeutet, von daheim aus los und wieder bis zur Haustür zurück, nachdem nicht weniger als dreimal der Aasee umrundet wurde!

In der Nacht hatte es geschneit, so dass sich morgens eine gnädige und das Rutschen mindernde Schneedecke über die Wege am Aasee gebreitet hatte. Es lief sich erst echt gut - aber man merkte doch direkt von Runde zu Runde mehr, wie sich die Wege aufweichten - bei der zweiten Runde war alles schon matschig-pappiger und bei der dritten vermisste ich meine Taucherflossen! Ich versank zum Teil tatsächlich knöcheltief im Wasser!

Wie auch immer - das Laufen war ok! Wenn ich meinen Puls, der mir für meinen Geschmack derzeit viel zu hoch ist, im Zaum hielt, war der Lauf total entspannend. Gab ich mal etwas Gas, kam ich pulstechnisch direkt in den roten Bereich. Ist das das Winterformtief??? Hoffentlich bessert es sich mal langsam wieder...ich hab mal gelesen, dass das Wintertraining für die Grundlagenausdauer wichtig ist. Naja, dann werd ich es mal artig durchziehen.

Vermutlich als Folge des Laufens über den unebenen Untergrund habe ich Schmerzen im linken Fuß. Mal schauen, ob ich heute vielleicht lieber den Crosstrainer nehme?!? Sonst kann ich vielleicht morgen gar nicht zum Karate und das wär schade...

Mittwoch, 13. Januar 2010

Schonungsloses Comeback


Mein Tag gestern sah in etwa so aus: Kids fertig machen, fix eine Runde schwimmen fahren, arbeiten, Sohn von der Schule abholen (wegen Glatteis), Mittagessen, Hausaufgaben, 15.30 Uhr Karate-Kindertraining leiten, schnell heim, die Tochter zum Handball bringen (wegen Dunkelheit) und dann wieder zum Dojo hetzen, um selber zu trainieren. Puh, ich geb zu, da überlegt man schon immer so um kurz nach halb sechs abends, ob sich das noch lohnt und ob man nicht vielleicht bei all dem Stress mal "einmal" mit dem Karatetraining aussetzt. Aber dazu hatte ich mich schon letzte Woche hinreißen lassen und davor war Skiurlaub und davor Weihnachten und überhaupt war ich die letzten Wochen dienstags immer irgendwie anderweitig verplant. Also gab es jetzt "no excuses" und ich bin hin und hab mich der Herausforderung gestellt.

Wir stellten uns schon für die Gymnastik in zwei Reihen auf, ich hatte Andy Noll vor mir und so war es ja recht wahrscheinlich, dass ich auch mit ihm das gleich folgende Kumite machen sollte. Trainer Thorsten sah das anders:"Icky geht mal zu Jörgl.", war seine knappe Ansage. Ach Du Sch....ausgerechnet Dampfhammer Jörgl! Und das in einem doch recht mittelprächtigen Karate-Trainingszustand....

Schnell schluckte ich meinen Anflug von Panik herunter und versuchte, den Kopf frei zu machen. Ich stellte mich auf zahlreiche Fußfeger ein. Tatsächlich konnte ich aber ausgerechnet dem einzigen Fußfeger, der angebracht wurde, sogar ausweichen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht am Boden gelegen hätte: Jörgl hatte mich einfach überrant und mit sich zu Boden geworfen! Gegen so gut 100 Kilo kann man sich da schlecht wehren ;-) Auch sonst hatte ich das Gefühl, einer Dampflok gegenüber zu stehen. Meine Angriffe gingen meist müde ins Leere aber immerhin zielte ich bei den Kontern nicht schlecht. Hin und wieder konnte ich sogar einmal ausweichen.

Bei einem Kick wurde ich dann am linken Auge getroffen und erhielt ein zünftiges Veilchen, was ich aber erst nach dem Training in der Umkleide bemerkte. Nach der dritten Runde Kumite schaute mich Sensei Jörgl enttäuscht an - die dritte Runde wäre viel zu kurz gewesen! Naja, ich war froh darüber!!!

Anschließend gab es erst Kihon und dann viel Kumite in allen Formen und mit wechselnden Partnern. Das Training war schließlich so kurzweilig, dass ich froh war, hingekommen zu sein und mir jetzt natürlich auch fest vornehme, in jedem Fall wieder regelmäßiger hinzugehen.