Die Karatekinder von 4 bis 6 Jahren heißen in der Karateschule Fuji San Münster "kleine Pandas". Sie werden spielerisch an die Kampfkunst Karate herangeführt. Schwerpunkte bei der "Panda-Dressur" sind überwiegend Kondition, Koordination, kindgerechtes Krafttraining und Selbstbehauptung. Karatetechniken werden noch spielerisch vermittelt.
Gerne werden auch Trainingsutensilien eingesetzt, wie z. B. die Koordinationsleiter. Aber auch Training mit kleinen Schlagkissen ("Pratzen") ist möglich - selbstverständlich spielerisch und kindgerecht!
Hier ein Beispiel einer Trainingsstunde, in der Pratzen zum Einsatz kamen:
- Nach dem Aufwärmspiel wurde den Kindern je eine Pratze zugeteilt. Die kleineren Kinder erhielten eine besondere weiche Kinderpratze und den größeren Kindern wurde eine reguläre Pratze überreicht, mit der Maßgabe, sie nicht zu hoch zu werfen (Lampen, Balken etc. könnten geschädigt werden oder einem anderen Kind könnte die Pratze auf den Kopf fallen).
- Die Kinder sollten zunächst nur mit der Pratze in der Hand durch die Halle laufen.
- Anschließend erhielten sie die Anweisung, die Pratzen hochzuwerfen und aufzufangen.
- Ggf. kann dies ausgebaut werden und den Kindern erlaubt werden, gegen die Pratze zu boxen oder zu treten, wenn sich die Pratze in der Luft befindet (kommt ein bisschen auf die Gruppenstärke und die Zusammensetzung der Gruppe an).
- Im nächsten Durchgang sollten die Kinder auf mein Kommando "tauschen" sich vor einem anderen Kind mit derselben Pratzenfarbe (!) verbeugen und die Pratzen tauschen.
- Die Kinder finden sich im Kreis zusammen und setzen sich auf den Boden, die Pratze - mit der Schlagfläche nach oben- vor sich gelegt. Jetzt kann versucht werden, auf die Pratze zu schlagen. Es ist sinnvoll, wenn die Kinder dabei auf die Knie gehen, damit sie senkrecht von oben auf die Pratze schlagen können. Hierbei ist regelmäßig durch Trainerin oder Trainer die Haltung der Fäuste zu kontrollieren.
- Als nächstes kann z. B. auch mal eine Shuto-Hand erklärt werden und versucht werden, mit dieser auf die Pratze zu schlagen. Das Kommando:"Wer es schafft, die Pratze in zwei Teile zu zerschlagen, bekommt von mir ein großes Eis", sorgt hierbei regelmäßig für einen erhöhten Krafteinsatz ;-)
- Zum Abschluss kann man noch schön das Parkplatz-Spiel spielen: Alle Kinder erhalten zunächst die Aufgabe, mit der Pratze durch die Halle zu laufen. Auf ein Kommando hin legen sie die Pratze jeweils an einer ganz beliebigen Stelle in der Halle ab und laufen weiter. Jetzt kommt nach einer Weile das Kommando "Parkplatz" und die Kinder müssen sich schnell eine Pratze suchen und sich mit beiden Beinen darauf stellen. Im weiteren Spielverlauf können dann eine oder mehrere Pratzen entfernt werden, was den Wettbewerbscharakter des Spiels erhöht. Die Kinder, die dann ohne "Parkplatz" sind, können dann eine kleine Extra-Aufgabe erhalten, z. B. fünf Kniebeuge. Einige Kinder versuchen jetzt, sich durch permanentes umkreisen einer Pratze, den Parkplatz zu "sichern". Hier kann der Hinweis gegeben werden, dass man mit einem Auto ja auch nicht immer nur um einen freien Parkplatz kreist, sondern damit durch die Stadt fährt.
- Am Ende der Stunde werden die Pratzen durch die Kinder zurück in die Aufbewahrungsbox gebracht und das Training ist zu Ende.
Sonntag, 9. März 2014
Mittwoch, 26. Februar 2014
Schwitzen im Schwangau - Lehrgang mit Sensei Toribio Osterkamp in Füssen
Ende Februar fuhren Torsten und ich zu einer Karate-Fortbildung nach Füssen - quer durch die Republik, im Auto noch unsere Karatefreunde Margot und Ingo, die wir in Gladbeck aufgelesen hatten. Nach Füssen für einen Karate-Wochenendlehrgang? Das muss aber schon ein ganz besonderes Event gewesen sein, wird sich der ein oder andere Leser denken! Und das war es auch. Schließlich wurde der Lehrgang von DJKB-Instructor Sensei Toribio Osterkamp geleitet - allein dies ist eine weite Anreise Wert.
Ein weiterer Anlass, die Strapazen einer rund 700 km langen Fahrt ins Allgäu für vier Trainingseinheiten auf sich zu nehmen, ist die Freundschaft und große Dankbarkeit, die Torsten und mich mit dem Ausrichter des Lehrgangs, Thomas Kölling, verbindet. Wir kennen uns zwar erst seit wenigen Jahren, unsere Freundschaft ist aber von einer besonderen Herzlichkeit und Loyalität geprägt. So stand für Thomas ohne zu Zögern gleich nach Bekanntwerden der Gründungspläne der Karateschule Fuji San Münster fest: "Bei Eurer Dojo-Eröffnung bin ich dabei!" Und er kam nicht alleine, sondern brachte fünf seiner erfolgreichsten Karatekinder mit nach Münster, die allesamt kurz zuvor in verschiedenen Disziplinen Deutsche Meister geworden waren. Diese beeindruckten dann mit einer atemberaubenden Karatevorführung die Gäste bei unserer Eröffungsfeier. Als Thomas jetzt zum Lehrgang mit Sensei Toribio einlud, war für Torsten und mich darum klar: Hier scheuen wir jetzt auch keine Mühen und machen uns auf den Weg ins ferne Allgäu!
Sensei Toribio Osterkamp blickt auf eine beispiellose Wettkampfkarriere zurück, die ihm neben zahlreichen Deutschen Meisterschaften auch den Titel des Europameisters einbrachte und in dessen Verlauf er bei Weltmeisterschaften mehrfach unter den Top 5 platziert war. Toribio gehört seit fast 30 Jahren zum Trainerteam des Gasshuku und unterrichtet seit 1988 beim Kata Special Course. Spontan besteht vielleicht der Impuls, Toribio als "Katamann" zu bezeichnen, denn seine Akribie und Genauigkeit, sein Herauskitzeln der letzten Feinheiten im Katatraining sind schon legendär - aber dieser Titel allein würde ihm wohl kaum gerecht. Denn auch in der Disziplin Kumite blickt er auf zahlreiche Wettkampferfolge zurück. Auch der Lehrgang in Füssen war - sehr zu meiner Freude - recht kumite-lastig.
Nach unserer Ankunft und dem herzlichen Willkommen im Hause der Familie Kölling, die für die nächsten drei Tage zusammen gerückt war, um uns Gästen Asyl zu gewähren, ging es direkt am Freitagabend noch in die Sportschule Shinto Füssen, Thomas Köllings Dojo. Das Dojo hat eine unglaublich schöne Atmosphäre und bietet durch Tatami, Makiwara und Spiegelwände optimale Trainingsmöglichkeiten. Die Sauna für die "Entspannung danach" rundet das Trainingsvergnügen noch ab.
Toribio übernahm selber das Aufwärmprogramm und sparte nicht mit wertvollen Hinweisen für ein gesundheitsförderndes Sportprogramm, durch die Torsten und ich das Trainingskonzept der Karateschule Fuji San Münster voll bestätigt fanden.
Im folgenden gab es großes Karatetraining auf kleinem Raum, da das Training erwartungsgemäß gut besucht war. Man könnte auch sagen, dass sich hier die Definition von Karate unseres geschätzten finnischen Senseis Risto Kiiskilä verwirklichte: Karate ist schnelle Bewegung auf engem Raum.
Wir trainierten zunächst Kihon auf der Stelle mit verschiedenen Block-Konter-Kombinationen und dem Schwerpunkt Tai Sabaki. Toribio ermahnte uns, stets fokussiert und wachsam zu bleiben und beim Gegenangriff nach dem Uchi Komi-Prinzip quasi gedanklich in den imaginären Gegner einzudringen. Dadurch, dass die Kombinationen immer mehr ausgebaut, Geschwindigkeit und Intensität gesteigert wurden, geriet schon der Kumite-Part des Trainings zu einer äußerst schweißtreibenden Angelegenheit.
So richtig auspowern konnten wir uns dann noch bei der abschließenden Partnerübung, bei der wir uns gegenseitig und abwechselnd in schneller Folge Mae Geris chudan verpassen sollten. Hier trainierten wir angesichts der hohen Teilnehmerzahl in zwei Gruppen - und das war auch gut so! Denn während die eine Gruppe je zwei Minuten powern konnte, hatte die andere Gruppe Zeit und Gelegenheit, zu Atem zu kommen und sich für die zweite Runde zu regenerieren! Am Ende der Übung äußerte der Sensei einen kleinen Unmut darüber, dass er bei fast allen Trainierenden Taktik und Finten vermisst habe. Zum Abschluss der Einheit wurden die Dan-Träger noch zur Aufstellung gebeten - Kata war angesagt. Wir führten die Nijushiho aus - allerdings nicht im klassischen Embusen, sondern auf einer Linie vor und zurück.
Den Abend ließen wir dann mit einigen Sauna-Gängen und einem gemeinsamen Essen in dem Billard-Salon über dem Dojo ausklingen.
Eine Botschaft des Oberstufentrainings am Samstag und Sonntag war sicherlich die Tatsache, dass wir uns nicht nur mit den Trainingsformen und -inhalten beschäftigen sollen, die einen vordergründig besonders hohen Anspruch haben - wie z. B. hohe Katas oder Freikampf. Wenn ich Toribio richtig verstanden habe, ist es grade auch für Braun- und Schwarzgurte wichtig, immer wieder die Basisübungen zu trainieren. So haben Torsten und ich es auch von Risto Sensei schon oft gehört: Wir Karateka bauen "unser Karate-Haus" Stockwerk für Stockwerk - wichtig ist ein solides Fundament und dann kommen Erdgschoss, erster Stock usw.. Zwischendurch muss man aber immer mal wieder in den Keller gehen und nachsehen, ob dort alles noch in Ordnung ist. In dieselbe Kerbe schlug jetzt auch Sensei Toribio, der uns in der Oberstufe mit verschiedenen Kihon-Kumite-Kombinationen beschäftigte, die Torsten natürlich sehr schnell als Heian Shodan Bunkai erkannte! Was hatte ich einen Spaß mit meiner Partnerin Margot, der ich z. B. den häufig nur als Block vollkommen unterschätzten Age Uke an die Kehle rammen durfte ;-)
Auch die zweite Einheit war Kampf! Toribio betonte auch hier wieder, wie wichtig es sei, immer wieder die verschiednen Kumiteformen zu üben und sich nicht auf den Freikampf zu fokussieren. "Kampf und Wettkampf sind zwei verschiedene Paar Schuhe", so der Sensei, der uns zu absoluter Konsequenz und Ernsthaftigkeit in jedem Training ermahnte. Wir übten verschiedene Kaeshi-Kumite-Kombinationen mit Tai Sabaki. Vor jede Kombination wurde ein Rentsuki im Heisoku Dachi geschaltet und das Ende jeden Durchgangs sollte etwas freier im Kamae erfolgen, so dass ein Übergang zum Jiyu-Ippon-Kumite geschaffen wurde. Sehr viel Spaß hatten Margot und ich auch in dieser Einheit, wobei die verschiedenen Kombinationen schon eine gehörige Herausforderung für Körper und Geist waren!
Nach dem Training wieder in die Sportschule Shinto Füssen zum entspannenden Saunagang und dann ging es wieder in die Billard-Stube, wo ein liebevoll zubereitetes Buffet auf uns wartete. Hier knüpften wir viele neue Freundschaften zu den "Allgäuer Kanten" (O-Ton Toribio ;-) ) und es soll auch das ein- oder andere Bierchen genossen worden sein. Mein ganz persönlicher Höhepunkt des Abends war das Kickerturnier mit Toribio, Ingo und Armin, das Armin und ich - nur ganz knapp, versteht sich! ;-) - gegen Toribio und Ingo verloren haben. Wow, das war für mich quasi die dritte Trainingseinheit des Tages!
Am nächsten Morgen hatten wir vor dem Training noch etwas Zeit und Gelegenheit, einen kleinen Ausflug in die zauberhafte allgäuer Landschaft zu unternehmen, den herrlich blauen Himmel und das atembeaubende Alpenpanorama zu genießen - bevor wir uns zum letzten Training in die Sporthalle des Füssener Gymnasiums begaben. Diese Einheit wurde von allen Karatekas gemeinsam trainiert und so wunderte es nicht, dass wir mit Heian Katas begannen. Wenn ich auf diese Einheit zurück blicke, habe ich das Gefühl, dass wir beinahe pausenlos in Bewegung waren. Wie ein roter Faden zog sich bis hier Toribios Vorliebe für Konsequenz und einen permanenden Fokus gepaart mit bedingungsloser Wachsamkeit. So war es zumindest für mich so, dass ich bei den Heian-Katas und auch bei den anschließenden Sentei-Katas, die den Braun- und Schwarzgurten vorbehalten waren, weniger auf Sauberkeit der Techniken geachtet habe, als darauf, die Katas wirklich durchweg zu "kämpfen"! Kein Wunder also, dass ich gegen Ende der Einheit im wahrsten Sinne des Wortes schon ziemlich abgekämpft war. Aber das dicke Ende sollte noch kommen, denn Toribio quälte uns zum Abschluss noch mit einem fordernden Krafttraining bestehend aus einer seitlichen Körperrolle auf dem Boden in Verbindung mit einigen Liegestützen. Diese Kombi durften wir dann mehrere Male je eine Minute durchführen, bis am Ende ein Stöhnen und Seufzen die Halle ausfüllte!
Leider mussten wir uns bald nach dem Training auch schon verabschieden - vom Sensei, von Thomas und seiner netten Frau Claudia, die uns das Wochenende so toll beherbergt hatte, von den anderen vielen Karatefreunden und von der herrlichen allgäuer Landschaft! Getröstet hat uns die Aussicht auf zahlreiche weitere Karatelehrgänge, die uns in diesem Jahr noch bevorstehen und auch in Deutschlands Süden führen werden.
Ein weiterer Anlass, die Strapazen einer rund 700 km langen Fahrt ins Allgäu für vier Trainingseinheiten auf sich zu nehmen, ist die Freundschaft und große Dankbarkeit, die Torsten und mich mit dem Ausrichter des Lehrgangs, Thomas Kölling, verbindet. Wir kennen uns zwar erst seit wenigen Jahren, unsere Freundschaft ist aber von einer besonderen Herzlichkeit und Loyalität geprägt. So stand für Thomas ohne zu Zögern gleich nach Bekanntwerden der Gründungspläne der Karateschule Fuji San Münster fest: "Bei Eurer Dojo-Eröffnung bin ich dabei!" Und er kam nicht alleine, sondern brachte fünf seiner erfolgreichsten Karatekinder mit nach Münster, die allesamt kurz zuvor in verschiedenen Disziplinen Deutsche Meister geworden waren. Diese beeindruckten dann mit einer atemberaubenden Karatevorführung die Gäste bei unserer Eröffungsfeier. Als Thomas jetzt zum Lehrgang mit Sensei Toribio einlud, war für Torsten und mich darum klar: Hier scheuen wir jetzt auch keine Mühen und machen uns auf den Weg ins ferne Allgäu!
Sensei Toribio Osterkamp blickt auf eine beispiellose Wettkampfkarriere zurück, die ihm neben zahlreichen Deutschen Meisterschaften auch den Titel des Europameisters einbrachte und in dessen Verlauf er bei Weltmeisterschaften mehrfach unter den Top 5 platziert war. Toribio gehört seit fast 30 Jahren zum Trainerteam des Gasshuku und unterrichtet seit 1988 beim Kata Special Course. Spontan besteht vielleicht der Impuls, Toribio als "Katamann" zu bezeichnen, denn seine Akribie und Genauigkeit, sein Herauskitzeln der letzten Feinheiten im Katatraining sind schon legendär - aber dieser Titel allein würde ihm wohl kaum gerecht. Denn auch in der Disziplin Kumite blickt er auf zahlreiche Wettkampferfolge zurück. Auch der Lehrgang in Füssen war - sehr zu meiner Freude - recht kumite-lastig.
Nach unserer Ankunft und dem herzlichen Willkommen im Hause der Familie Kölling, die für die nächsten drei Tage zusammen gerückt war, um uns Gästen Asyl zu gewähren, ging es direkt am Freitagabend noch in die Sportschule Shinto Füssen, Thomas Köllings Dojo. Das Dojo hat eine unglaublich schöne Atmosphäre und bietet durch Tatami, Makiwara und Spiegelwände optimale Trainingsmöglichkeiten. Die Sauna für die "Entspannung danach" rundet das Trainingsvergnügen noch ab.
Toribio übernahm selber das Aufwärmprogramm und sparte nicht mit wertvollen Hinweisen für ein gesundheitsförderndes Sportprogramm, durch die Torsten und ich das Trainingskonzept der Karateschule Fuji San Münster voll bestätigt fanden.
Im folgenden gab es großes Karatetraining auf kleinem Raum, da das Training erwartungsgemäß gut besucht war. Man könnte auch sagen, dass sich hier die Definition von Karate unseres geschätzten finnischen Senseis Risto Kiiskilä verwirklichte: Karate ist schnelle Bewegung auf engem Raum.
Wir trainierten zunächst Kihon auf der Stelle mit verschiedenen Block-Konter-Kombinationen und dem Schwerpunkt Tai Sabaki. Toribio ermahnte uns, stets fokussiert und wachsam zu bleiben und beim Gegenangriff nach dem Uchi Komi-Prinzip quasi gedanklich in den imaginären Gegner einzudringen. Dadurch, dass die Kombinationen immer mehr ausgebaut, Geschwindigkeit und Intensität gesteigert wurden, geriet schon der Kumite-Part des Trainings zu einer äußerst schweißtreibenden Angelegenheit.
So richtig auspowern konnten wir uns dann noch bei der abschließenden Partnerübung, bei der wir uns gegenseitig und abwechselnd in schneller Folge Mae Geris chudan verpassen sollten. Hier trainierten wir angesichts der hohen Teilnehmerzahl in zwei Gruppen - und das war auch gut so! Denn während die eine Gruppe je zwei Minuten powern konnte, hatte die andere Gruppe Zeit und Gelegenheit, zu Atem zu kommen und sich für die zweite Runde zu regenerieren! Am Ende der Übung äußerte der Sensei einen kleinen Unmut darüber, dass er bei fast allen Trainierenden Taktik und Finten vermisst habe. Zum Abschluss der Einheit wurden die Dan-Träger noch zur Aufstellung gebeten - Kata war angesagt. Wir führten die Nijushiho aus - allerdings nicht im klassischen Embusen, sondern auf einer Linie vor und zurück.
Den Abend ließen wir dann mit einigen Sauna-Gängen und einem gemeinsamen Essen in dem Billard-Salon über dem Dojo ausklingen.
Eine Botschaft des Oberstufentrainings am Samstag und Sonntag war sicherlich die Tatsache, dass wir uns nicht nur mit den Trainingsformen und -inhalten beschäftigen sollen, die einen vordergründig besonders hohen Anspruch haben - wie z. B. hohe Katas oder Freikampf. Wenn ich Toribio richtig verstanden habe, ist es grade auch für Braun- und Schwarzgurte wichtig, immer wieder die Basisübungen zu trainieren. So haben Torsten und ich es auch von Risto Sensei schon oft gehört: Wir Karateka bauen "unser Karate-Haus" Stockwerk für Stockwerk - wichtig ist ein solides Fundament und dann kommen Erdgschoss, erster Stock usw.. Zwischendurch muss man aber immer mal wieder in den Keller gehen und nachsehen, ob dort alles noch in Ordnung ist. In dieselbe Kerbe schlug jetzt auch Sensei Toribio, der uns in der Oberstufe mit verschiedenen Kihon-Kumite-Kombinationen beschäftigte, die Torsten natürlich sehr schnell als Heian Shodan Bunkai erkannte! Was hatte ich einen Spaß mit meiner Partnerin Margot, der ich z. B. den häufig nur als Block vollkommen unterschätzten Age Uke an die Kehle rammen durfte ;-)
Auch die zweite Einheit war Kampf! Toribio betonte auch hier wieder, wie wichtig es sei, immer wieder die verschiednen Kumiteformen zu üben und sich nicht auf den Freikampf zu fokussieren. "Kampf und Wettkampf sind zwei verschiedene Paar Schuhe", so der Sensei, der uns zu absoluter Konsequenz und Ernsthaftigkeit in jedem Training ermahnte. Wir übten verschiedene Kaeshi-Kumite-Kombinationen mit Tai Sabaki. Vor jede Kombination wurde ein Rentsuki im Heisoku Dachi geschaltet und das Ende jeden Durchgangs sollte etwas freier im Kamae erfolgen, so dass ein Übergang zum Jiyu-Ippon-Kumite geschaffen wurde. Sehr viel Spaß hatten Margot und ich auch in dieser Einheit, wobei die verschiedenen Kombinationen schon eine gehörige Herausforderung für Körper und Geist waren!
Nach dem Training wieder in die Sportschule Shinto Füssen zum entspannenden Saunagang und dann ging es wieder in die Billard-Stube, wo ein liebevoll zubereitetes Buffet auf uns wartete. Hier knüpften wir viele neue Freundschaften zu den "Allgäuer Kanten" (O-Ton Toribio ;-) ) und es soll auch das ein- oder andere Bierchen genossen worden sein. Mein ganz persönlicher Höhepunkt des Abends war das Kickerturnier mit Toribio, Ingo und Armin, das Armin und ich - nur ganz knapp, versteht sich! ;-) - gegen Toribio und Ingo verloren haben. Wow, das war für mich quasi die dritte Trainingseinheit des Tages!
Am nächsten Morgen hatten wir vor dem Training noch etwas Zeit und Gelegenheit, einen kleinen Ausflug in die zauberhafte allgäuer Landschaft zu unternehmen, den herrlich blauen Himmel und das atembeaubende Alpenpanorama zu genießen - bevor wir uns zum letzten Training in die Sporthalle des Füssener Gymnasiums begaben. Diese Einheit wurde von allen Karatekas gemeinsam trainiert und so wunderte es nicht, dass wir mit Heian Katas begannen. Wenn ich auf diese Einheit zurück blicke, habe ich das Gefühl, dass wir beinahe pausenlos in Bewegung waren. Wie ein roter Faden zog sich bis hier Toribios Vorliebe für Konsequenz und einen permanenden Fokus gepaart mit bedingungsloser Wachsamkeit. So war es zumindest für mich so, dass ich bei den Heian-Katas und auch bei den anschließenden Sentei-Katas, die den Braun- und Schwarzgurten vorbehalten waren, weniger auf Sauberkeit der Techniken geachtet habe, als darauf, die Katas wirklich durchweg zu "kämpfen"! Kein Wunder also, dass ich gegen Ende der Einheit im wahrsten Sinne des Wortes schon ziemlich abgekämpft war. Aber das dicke Ende sollte noch kommen, denn Toribio quälte uns zum Abschluss noch mit einem fordernden Krafttraining bestehend aus einer seitlichen Körperrolle auf dem Boden in Verbindung mit einigen Liegestützen. Diese Kombi durften wir dann mehrere Male je eine Minute durchführen, bis am Ende ein Stöhnen und Seufzen die Halle ausfüllte!
Leider mussten wir uns bald nach dem Training auch schon verabschieden - vom Sensei, von Thomas und seiner netten Frau Claudia, die uns das Wochenende so toll beherbergt hatte, von den anderen vielen Karatefreunden und von der herrlichen allgäuer Landschaft! Getröstet hat uns die Aussicht auf zahlreiche weitere Karatelehrgänge, die uns in diesem Jahr noch bevorstehen und auch in Deutschlands Süden führen werden.
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Sonntag, 12. Januar 2014
Kraft-, Koordinations- und Konditionstraining für Kinder und Jugendliche
Krafttraining für Kinder und Jugendliche ist sinnvoll und wichtig - sollte aber m. E. im Regelfall aber anders ausgeführt werden, als bei Erwachsenen.
Statt Kniebeugen, Situps, Liegestütze etc. in endlosen Wiederholungsschleifen durchzuziehen, wie es im Training mit Erwachsenen üblich ist, können besser Bewegungsabläufe gewählt werden, die bei Kindern eher an der Tagesordnung sind. Oder das Krafttraining wird in kleine Geschichten verpackt.
I. Beispiel Krafttraining 4 bis 6-jährige:
Haushaltsgeräte spielen Die Kinder laufen kreuz und quer durch den Raum. Auf Kommando von Trainerin oder Trainer werden folgende Übungen ausgeführt:
1. Bügelbrett: in den Unterarmstütz gehen und halten
2. Mixer: schnell auf der Stelle drehen
3. heiße Herdplatte: auf der Stelle wiederholt schnell hochspringen und "heiß, heiß, heiß" rufen (ok, hier spielen die Kinder nicht das Haushaltsgerät, sondern tun so, als stünden sie auf der heißen Herdplatte, aber das hat bisher noch kein Kind gestört :-) )
4. Stehlampe: Die Kinder stellen sich stocksteif in den Raum und halten die Arme und Hände über dem Kopf wie einen Lampenschirm. Bei Bedarf kann ergänzt werden: Licht an = Zunge rausstrecken und Augen zukneifen - das finden die Kids immer total witzig :-)
5. Tisch oder Bank: In den Vierfüßlerstand gehen und halten
6. Rührschüssel (Pendant zum Mixer): auf den Rücken legen, Arme und Beine gestreckt zur Decke halten, möglichst noch Schultern und Kopf anheben
7. Stuhl: mit gebeugten Knien so hinstellen, als würde man auf einem unsichtbaren Stuhl sitzen
8. Nudelholz: seitlich auf den Boden legen und hin und her rollen
9. Wäschespinne: wie eine Spinne "rückwärts" auf alle viere, Trainer/in kann "Wäschestücke aufhängen"
Die Geräteauswahl ist absolut beliebig und kann frei ergänzt oder geändert werden, hier sind der Fantasie der Trainerin/des Trainers keine Grenzen gesetzt!
Um die Wette (auch gutes Konditionstraining)
Absolut erschöpfend sind alle Wettläufe:
- auf allen Vieren durch die Halle (entweder mit dem Rücken zur Decke zeigend oder auch mit dem Bauch zur Decke zeigend)
- eher bei älteren Kindern, da auch von der Koordination anspruchsvoll: seitlich durch die Halle krabbeln - hierbei Hände und Füße überkreuz setzen
- seitlich durch die Halle rollen (Trainer/in muss Zusammenstöße vermeiden, die Kinder verlieren hier gelegentlich die Orientierung in der Halle!)
- durch die Halle robben
- Medizinball-Staffel: In (zwei) Gruppen aufstellen. Jede Gruppe bekommt einen Medizinball. In einer Entfernung von ca. 10 Metern wird eine Markierung platziert (z. B. eine Handpratze ausgelegt). Das erste Kind einer Gruppe rollt den Medizinball jetzt über den Boden und zwar so, dass er einmal um die Markierung herumgeführt wird und wieder zur Gruppe zurück. Dann den Ball an das nächste Kind übergeben - zu Beachten ist, dass die Hände der Kinder immer nah am Ball bleiben, damit der Ball nicht unkontrolliert durch die Halle rollt.
- Pratzen-Staffel: In (zwei) Gruppen aufstellen. Jede Gruppe bekommt z. B. eine Handpratze. Das erste Kind läuft mit der Pratze in der Hand einmal am Hallenrand entlang um die ganze Halle (zur Orientierung und damit nicht "abgekürzt" wird, kann man Markierungen (z. B. weitere Handpratzen) an vier Ecken auf dem Hallenboden platzieren, um die die Kinder zwingend außen herum laufen müssen). Die Pratze wird dem nächsten Kind übergeben, dass dann auch wieder los läuft. Die andere Gruppe läuft anders herum. Darauf achten, dass es keine Zusammenstöße gibt! Die Gruppe, die als erstes durch ist, hat gewonnen.
Durch den Tunnel robben
Die Kinder stehen in einer Reihe und beugen dann den Oberkörper vorne herunter, so dass sie mit den Händen den Boden berühren. Zwischen Händen und Beinen soll genug Platz bleiben, damit andere Kinder hindurch krabbeln oder robben können. Ein Kind krabbelt/robbt jetzt unter den anderen hindurch und stellt sich außen neben das letzte Kind, verlängert dort den Tunnel. Dann kommt das nächste Kind. Man kann entweder immer warten, bis ein Kind ganz hindurch gekommen ist oder schon bei ausreichendem Abstand zum "Vordermann" das nächste Kind folgen lassen. Je größer die Abstände zwischen den Kindern sind, desto anstrengender ist die Übung für die "Tunnelkinder", da es richtig anstrengend ist, so lange in der gebeugten Position zu bleiben.
II. Beispiel Konditions- und Koordinationstraining für 4 bis 6-jährige:
Fangenspielen mit Karateständen:
Die meisten Kinder spielen gerne Fangen. Hier bietet es sich an, das Fangenspielen mit dem Üben von Karateständen zu verbinden. Statt der japanischen Namen können hier deutsche Übersetzungen wie "Vorwärtsstellung", "Reiterstellung" und Rückwärtsstellung" gewählt werden. Es sollten ausschließlich Stände sein, bei denen die Beine eine Art Brücke bilden. Es gibt einen Fänger, der bis zum Wechsel durch Trainerin oder Trainer in dieser Rolle bleibt. Sobald der Fänger ein anderes Kind abschlägt, nimmt das gefangene Kind eine Karatestellung ein. Es kann dadurch befreit werden, dass ein anderes, noch nicht gefangenes Kind, durch die geöffneten Beine krabbelt. Trainerin und Trainer müssen hier ggf. die laufenden Kinder auf die zu befreienden aufmerksam machen, da die kleinen Kinder häufig so sehr mit dem Laufen beschäftigt sind, dass sie die anderen Kinder nur begrenzt wahrnehmen.
Alternativ: Sanitäterfangen
Das klappt erstaunlicher Weise schon mit kleinen Kindern! Trainerin und Trainer müssen ggf. etwas mehr unterstützen, als beim regulären Fangenspiel.
Beim Sanitäterfangen gibt es einen oder mehrere festgelegte Fänger. Wenn diese ein anderes Kind berühren, fällt das gefangene Kind zu Boden und muss ins "Krankenhaus". Das Krankenhaus ist ein vorher definierter Ort in der Halle, z. B. eine bestimmte Matte oder eine feste Stelle am Hallenrand. Da das Kind "verletzt" ist, kann es nicht alleine ins Krankenhaus, sondern muss von zwei anderen Kindern dorthin gebracht werden. Hier muss aufgepasst werden, dass sich die Kinder beim Transport nicht wirklich verletzen, also, dass die zu tragenden Kinder nicht achtlos über den Boden geschleift oder fallen gelassen werden und dass sich die Träger nicht verheben. Trainerin und Trainer müssen hier ggf. unterstützend eingreifen, Ratschläge zum "Transport" geben oder mit Hand anlegen.
Koordinationsleiter
Ich habe in einem Kurs einen Jungen, der aus nicht erklärbaren Gründen nicht gerne Fangen spielt. Hier bietet sich das Konditionstraining mit der Koordinationsleiter an: Leiter auslegen und Kinder in verschiedenen Bewegungsarten über die Leiter laufen lassen - auf ausreichenden Abstand zwischen den Kindern achten - ggf. mit dem Unterarm am Anfang der Leiter eine Art "Schranke" bilden, die erst hochklappt und das nächste Kind durchlässt, wenn das voranlaufende Kind ausreichend weit weg ist. Die verschiedenen Schrittarten sind für die ganz kleinen Kinder noch sehr schwierig umzusetzen! Hier muss trotzdem viel gelobt werden und die Kinder sollten auch langsamer durch die Leiter gehen dürfen, um die Aufgabe richtig erfüllen zu können. Die "Sprossen" der Leiter werden auch gerne als "Feuerstreifen" angesehen, so dass sich ein Kind die "Füße verbrennt", wenn es auf eine Sprosse tritt.
Koordinationsleiter kann natürlich auch super bei den Jugendlichen eingesetzt werden! Je einfacher die Schrittvorgabe ist, desto höher der Konditions- und geringer der Koordinationsanteil der Übung.
Koordinationsübung zur Vorbereitung auf das Partnertraining
Kleine Kinder können sich meist noch nicht gut auf andere Kinder einstellen. Karate-Partnertraining ist hier darum sehr schwierig. Es fehlen häufig Respekt und Rücksichtsnahme voreinander und es wird (speziell unter Jungs) gerne versucht, den anderen ein bisschen zu "piesacken" ;-) Daher mache ich kein direktes Partnertraining, wie wir es sonst im Shotokan-Karate kennen. Eine schöne Vorübung ist allerdings das "Pferdchenspiel", da es ein gewisses Einfühlungsvermögen und Rücksichtsnahme fördert. Hierzu sucht sich jedes Kind ein anderes als Partner/in - am besten möglichst gleich groß und stark, wichtiger ist m. E. aber, dass sich die Kinder gut leiden können. Ein Kind legt den Obi ab, denn dieser wird als Zügel benötigt und dem anderen Kind um den Bauch gelegt. Wichtig: Die Kinder unbedingt darauf hinweisen, dass der Obi NIEMALS um den Hals gelegt werden darf! Ein Kind hat also jetzt den Zügel um den Bauch gelegt und das andere hält beide Enden in der Hand. Die Kinder sollen sich jetzt in verschiedenen Gangarten durch die Halle bewegen: Schritt, Trab und Gallopp. Hierbei sollen sie aufpassen, dass immer genug Zug auf dem Zügel ist und dieser nicht herunterrutscht. Und natürlich sollen sie den "Verkehr" im Auge behalten und nicht mit den anderen "Gespannen" zusammenstoßen. Nach einer Weile wechseln Reiter und Pferd die Rollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder dieses Spiel lieben :-)
III. Beispiel Krafttraining für Jugendliche
Je älter die Jugendlichen sind, desto eher sehen sie schon den Sinn des Krafttrainings und sind auch mit Vielfachwiederholungen wie im Erwachsenentraining zu begeistern. Allerdings macht es vermutlich mehr Spaß, wenn auch bei ihnen das Krafttraining in eine kleine Geschichte verpackt wird. Hier ein Beispiel (Krafttraining am Ende einer Karatestunde):
Die Kinder sollen sich mit dem Rücken auf den Boden legen und auf den Unterarmen abstützen - ausruhen. Puh, erstmal ausruhen! Sie sollen sich vorstellen, sie lägen am Strand. Jetzt kommt die Flut und eine Welle schwappt an den Liegeplatz, so dass die Kinder ihr Gesäß vom Boden hochheben (und halten!) sollen.
Als nächstes sollen die Kinder gucken, wer da noch so am Strand liegt. Hierzu drehen sich alle erstmal auf die rechte Körperseite. Oh, wieder eine Welle! Die Kinder sollen das Gesäß seitlich hoch heben (seitlicher Unterarmstütz). Ah! Da ist ja eine Freundin/ein Freund! Einmal mit dem oberen Arm winken! Damit der Freund / die Freundin uns besser sieht, heben wir auch noch das gestreckte Bein hoch. Dasselbe dann zur anderen Seite.
Dann wieder auf den Boden setzen, Unterarme aufstützen und - am Strand kann ja die Zeit auch mal lang werden....alle Bücher sind durchgelesen, der Akku vom Handy ist leer, da könnten wir mal aus Langeweile Buchstaben in die Luft malen: Beine werden gestreckt angehoben und dann kann mit den Fußspitzen in der Luft das ganze Alphabet gemalt werden (das ist gaaaanz schön lang!!! ;-) ) Die Übung kann man auch mit den ganz kleinen Kindern versuchen, dann aber Formen wie Kreis und Dreieck in die Luft malen, da die meisten noch nicht (lesen und) schreiben können.
Schließlich können wir noch schwimmen gehen! Alle legen sich auf den Bauch, Fußballen auf dem Boden aufstützen, Knie anheben, Gesäß angespannt und Gesicht mit der Nase Richtung Boden (dann ist die Wirbelsäule grade). Die Arme vor dem Kopf zusammen führen und dann mit den Armen Bewegungen wie beim Brustschwimmen ausführen.
Super geeignet sind im Jugendtraining natürlich auch auch alle Art von Rauf- und Rangelübungen. Im Kleinkindertraining ist hier meiner Einschätzung nach das Verletzungsrisiko zu groß.
Statt Kniebeugen, Situps, Liegestütze etc. in endlosen Wiederholungsschleifen durchzuziehen, wie es im Training mit Erwachsenen üblich ist, können besser Bewegungsabläufe gewählt werden, die bei Kindern eher an der Tagesordnung sind. Oder das Krafttraining wird in kleine Geschichten verpackt.
I. Beispiel Krafttraining 4 bis 6-jährige:
Haushaltsgeräte spielen Die Kinder laufen kreuz und quer durch den Raum. Auf Kommando von Trainerin oder Trainer werden folgende Übungen ausgeführt:
1. Bügelbrett: in den Unterarmstütz gehen und halten
2. Mixer: schnell auf der Stelle drehen
3. heiße Herdplatte: auf der Stelle wiederholt schnell hochspringen und "heiß, heiß, heiß" rufen (ok, hier spielen die Kinder nicht das Haushaltsgerät, sondern tun so, als stünden sie auf der heißen Herdplatte, aber das hat bisher noch kein Kind gestört :-) )
4. Stehlampe: Die Kinder stellen sich stocksteif in den Raum und halten die Arme und Hände über dem Kopf wie einen Lampenschirm. Bei Bedarf kann ergänzt werden: Licht an = Zunge rausstrecken und Augen zukneifen - das finden die Kids immer total witzig :-)
5. Tisch oder Bank: In den Vierfüßlerstand gehen und halten
6. Rührschüssel (Pendant zum Mixer): auf den Rücken legen, Arme und Beine gestreckt zur Decke halten, möglichst noch Schultern und Kopf anheben
7. Stuhl: mit gebeugten Knien so hinstellen, als würde man auf einem unsichtbaren Stuhl sitzen
8. Nudelholz: seitlich auf den Boden legen und hin und her rollen
9. Wäschespinne: wie eine Spinne "rückwärts" auf alle viere, Trainer/in kann "Wäschestücke aufhängen"
Die Geräteauswahl ist absolut beliebig und kann frei ergänzt oder geändert werden, hier sind der Fantasie der Trainerin/des Trainers keine Grenzen gesetzt!
Um die Wette (auch gutes Konditionstraining)
Absolut erschöpfend sind alle Wettläufe:
- auf allen Vieren durch die Halle (entweder mit dem Rücken zur Decke zeigend oder auch mit dem Bauch zur Decke zeigend)
- eher bei älteren Kindern, da auch von der Koordination anspruchsvoll: seitlich durch die Halle krabbeln - hierbei Hände und Füße überkreuz setzen
- seitlich durch die Halle rollen (Trainer/in muss Zusammenstöße vermeiden, die Kinder verlieren hier gelegentlich die Orientierung in der Halle!)
- durch die Halle robben
- Medizinball-Staffel: In (zwei) Gruppen aufstellen. Jede Gruppe bekommt einen Medizinball. In einer Entfernung von ca. 10 Metern wird eine Markierung platziert (z. B. eine Handpratze ausgelegt). Das erste Kind einer Gruppe rollt den Medizinball jetzt über den Boden und zwar so, dass er einmal um die Markierung herumgeführt wird und wieder zur Gruppe zurück. Dann den Ball an das nächste Kind übergeben - zu Beachten ist, dass die Hände der Kinder immer nah am Ball bleiben, damit der Ball nicht unkontrolliert durch die Halle rollt.
- Pratzen-Staffel: In (zwei) Gruppen aufstellen. Jede Gruppe bekommt z. B. eine Handpratze. Das erste Kind läuft mit der Pratze in der Hand einmal am Hallenrand entlang um die ganze Halle (zur Orientierung und damit nicht "abgekürzt" wird, kann man Markierungen (z. B. weitere Handpratzen) an vier Ecken auf dem Hallenboden platzieren, um die die Kinder zwingend außen herum laufen müssen). Die Pratze wird dem nächsten Kind übergeben, dass dann auch wieder los läuft. Die andere Gruppe läuft anders herum. Darauf achten, dass es keine Zusammenstöße gibt! Die Gruppe, die als erstes durch ist, hat gewonnen.
Durch den Tunnel robben
Die Kinder stehen in einer Reihe und beugen dann den Oberkörper vorne herunter, so dass sie mit den Händen den Boden berühren. Zwischen Händen und Beinen soll genug Platz bleiben, damit andere Kinder hindurch krabbeln oder robben können. Ein Kind krabbelt/robbt jetzt unter den anderen hindurch und stellt sich außen neben das letzte Kind, verlängert dort den Tunnel. Dann kommt das nächste Kind. Man kann entweder immer warten, bis ein Kind ganz hindurch gekommen ist oder schon bei ausreichendem Abstand zum "Vordermann" das nächste Kind folgen lassen. Je größer die Abstände zwischen den Kindern sind, desto anstrengender ist die Übung für die "Tunnelkinder", da es richtig anstrengend ist, so lange in der gebeugten Position zu bleiben.
II. Beispiel Konditions- und Koordinationstraining für 4 bis 6-jährige:
Fangenspielen mit Karateständen:
Die meisten Kinder spielen gerne Fangen. Hier bietet es sich an, das Fangenspielen mit dem Üben von Karateständen zu verbinden. Statt der japanischen Namen können hier deutsche Übersetzungen wie "Vorwärtsstellung", "Reiterstellung" und Rückwärtsstellung" gewählt werden. Es sollten ausschließlich Stände sein, bei denen die Beine eine Art Brücke bilden. Es gibt einen Fänger, der bis zum Wechsel durch Trainerin oder Trainer in dieser Rolle bleibt. Sobald der Fänger ein anderes Kind abschlägt, nimmt das gefangene Kind eine Karatestellung ein. Es kann dadurch befreit werden, dass ein anderes, noch nicht gefangenes Kind, durch die geöffneten Beine krabbelt. Trainerin und Trainer müssen hier ggf. die laufenden Kinder auf die zu befreienden aufmerksam machen, da die kleinen Kinder häufig so sehr mit dem Laufen beschäftigt sind, dass sie die anderen Kinder nur begrenzt wahrnehmen.
Alternativ: Sanitäterfangen
Das klappt erstaunlicher Weise schon mit kleinen Kindern! Trainerin und Trainer müssen ggf. etwas mehr unterstützen, als beim regulären Fangenspiel.
Beim Sanitäterfangen gibt es einen oder mehrere festgelegte Fänger. Wenn diese ein anderes Kind berühren, fällt das gefangene Kind zu Boden und muss ins "Krankenhaus". Das Krankenhaus ist ein vorher definierter Ort in der Halle, z. B. eine bestimmte Matte oder eine feste Stelle am Hallenrand. Da das Kind "verletzt" ist, kann es nicht alleine ins Krankenhaus, sondern muss von zwei anderen Kindern dorthin gebracht werden. Hier muss aufgepasst werden, dass sich die Kinder beim Transport nicht wirklich verletzen, also, dass die zu tragenden Kinder nicht achtlos über den Boden geschleift oder fallen gelassen werden und dass sich die Träger nicht verheben. Trainerin und Trainer müssen hier ggf. unterstützend eingreifen, Ratschläge zum "Transport" geben oder mit Hand anlegen.
Koordinationsleiter
Ich habe in einem Kurs einen Jungen, der aus nicht erklärbaren Gründen nicht gerne Fangen spielt. Hier bietet sich das Konditionstraining mit der Koordinationsleiter an: Leiter auslegen und Kinder in verschiedenen Bewegungsarten über die Leiter laufen lassen - auf ausreichenden Abstand zwischen den Kindern achten - ggf. mit dem Unterarm am Anfang der Leiter eine Art "Schranke" bilden, die erst hochklappt und das nächste Kind durchlässt, wenn das voranlaufende Kind ausreichend weit weg ist. Die verschiedenen Schrittarten sind für die ganz kleinen Kinder noch sehr schwierig umzusetzen! Hier muss trotzdem viel gelobt werden und die Kinder sollten auch langsamer durch die Leiter gehen dürfen, um die Aufgabe richtig erfüllen zu können. Die "Sprossen" der Leiter werden auch gerne als "Feuerstreifen" angesehen, so dass sich ein Kind die "Füße verbrennt", wenn es auf eine Sprosse tritt.
Koordinationsleiter kann natürlich auch super bei den Jugendlichen eingesetzt werden! Je einfacher die Schrittvorgabe ist, desto höher der Konditions- und geringer der Koordinationsanteil der Übung.
Koordinationsübung zur Vorbereitung auf das Partnertraining
Kleine Kinder können sich meist noch nicht gut auf andere Kinder einstellen. Karate-Partnertraining ist hier darum sehr schwierig. Es fehlen häufig Respekt und Rücksichtsnahme voreinander und es wird (speziell unter Jungs) gerne versucht, den anderen ein bisschen zu "piesacken" ;-) Daher mache ich kein direktes Partnertraining, wie wir es sonst im Shotokan-Karate kennen. Eine schöne Vorübung ist allerdings das "Pferdchenspiel", da es ein gewisses Einfühlungsvermögen und Rücksichtsnahme fördert. Hierzu sucht sich jedes Kind ein anderes als Partner/in - am besten möglichst gleich groß und stark, wichtiger ist m. E. aber, dass sich die Kinder gut leiden können. Ein Kind legt den Obi ab, denn dieser wird als Zügel benötigt und dem anderen Kind um den Bauch gelegt. Wichtig: Die Kinder unbedingt darauf hinweisen, dass der Obi NIEMALS um den Hals gelegt werden darf! Ein Kind hat also jetzt den Zügel um den Bauch gelegt und das andere hält beide Enden in der Hand. Die Kinder sollen sich jetzt in verschiedenen Gangarten durch die Halle bewegen: Schritt, Trab und Gallopp. Hierbei sollen sie aufpassen, dass immer genug Zug auf dem Zügel ist und dieser nicht herunterrutscht. Und natürlich sollen sie den "Verkehr" im Auge behalten und nicht mit den anderen "Gespannen" zusammenstoßen. Nach einer Weile wechseln Reiter und Pferd die Rollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder dieses Spiel lieben :-)
III. Beispiel Krafttraining für Jugendliche
Je älter die Jugendlichen sind, desto eher sehen sie schon den Sinn des Krafttrainings und sind auch mit Vielfachwiederholungen wie im Erwachsenentraining zu begeistern. Allerdings macht es vermutlich mehr Spaß, wenn auch bei ihnen das Krafttraining in eine kleine Geschichte verpackt wird. Hier ein Beispiel (Krafttraining am Ende einer Karatestunde):
Die Kinder sollen sich mit dem Rücken auf den Boden legen und auf den Unterarmen abstützen - ausruhen. Puh, erstmal ausruhen! Sie sollen sich vorstellen, sie lägen am Strand. Jetzt kommt die Flut und eine Welle schwappt an den Liegeplatz, so dass die Kinder ihr Gesäß vom Boden hochheben (und halten!) sollen.
Als nächstes sollen die Kinder gucken, wer da noch so am Strand liegt. Hierzu drehen sich alle erstmal auf die rechte Körperseite. Oh, wieder eine Welle! Die Kinder sollen das Gesäß seitlich hoch heben (seitlicher Unterarmstütz). Ah! Da ist ja eine Freundin/ein Freund! Einmal mit dem oberen Arm winken! Damit der Freund / die Freundin uns besser sieht, heben wir auch noch das gestreckte Bein hoch. Dasselbe dann zur anderen Seite.
Dann wieder auf den Boden setzen, Unterarme aufstützen und - am Strand kann ja die Zeit auch mal lang werden....alle Bücher sind durchgelesen, der Akku vom Handy ist leer, da könnten wir mal aus Langeweile Buchstaben in die Luft malen: Beine werden gestreckt angehoben und dann kann mit den Fußspitzen in der Luft das ganze Alphabet gemalt werden (das ist gaaaanz schön lang!!! ;-) ) Die Übung kann man auch mit den ganz kleinen Kindern versuchen, dann aber Formen wie Kreis und Dreieck in die Luft malen, da die meisten noch nicht (lesen und) schreiben können.
Schließlich können wir noch schwimmen gehen! Alle legen sich auf den Bauch, Fußballen auf dem Boden aufstützen, Knie anheben, Gesäß angespannt und Gesicht mit der Nase Richtung Boden (dann ist die Wirbelsäule grade). Die Arme vor dem Kopf zusammen führen und dann mit den Armen Bewegungen wie beim Brustschwimmen ausführen.
Super geeignet sind im Jugendtraining natürlich auch auch alle Art von Rauf- und Rangelübungen. Im Kleinkindertraining ist hier meiner Einschätzung nach das Verletzungsrisiko zu groß.
Dienstag, 24. September 2013
SB Warmup
1. Eichhörnchen: Passt gut z. B. als Vorbereitung für Verfolger-Übung
Teilnehmerinnen bilden 3er Gruppen, eine bleibt alleine
- 2
bilden je eine Haushälfte ( rechte und linke ), stehen sich gegenüber und
nehmen die Arme hoch und drücken oben die Hände aneinander
- Das
„Eichhörnchen“ steht im Haus, zwischen den beiden anderen
Es gibt vier verschiedene Ruf-Kommandos:
a) „rechte Haushälfte“: alle
rechten Haushälften laufen schnell zu einer neuen Gruppe
b) „linke Haushälfte“: die linke
Haushälfte aus der Dreiergruppe sucht sich eine neue Dreiergruppe
c) „Eichhörnchen“: das
Eichhörnchen läuft aus dem Haus raus und sucht sich ein neues Haus
d) Erdbeben: alles bricht
zusammen
Diejenige, die alleine ist, versucht nach dem Rufen des
Kommandos einen Platz zu erobern. Das Spiel lebt vom schnellen Wechsel.
Nach ungefähr gleicher Größe und Gewicht paarweise zusammen kommen: eine ist der Magnet, die andere „klebt“ mit der Schulter an dieser Teilnehmerin und folgt dem Magneten beim Gehen und Laufen quer durch die Halle. Wechseln.
3. Rangelübungen (m. E. auch gut geeignet als Warmup für SB)
Die gleichen Paare stellen sich hintereinander auf:
a) Teilnehmerinnen stehen Seite an Seite und drücken die Schulter aneinander. Beide laufen zur anderen Hallenseite und versuchen dabei die andere zur Seite zu drücken. Seitenwechsel.
b) Teilnehmerinnen stehen Seite an Seite; haken sich ein, laufen zur anderen Hallenseite und versuche dabei die andere zur eigenen Seite zu ziehen.
Verteilen in der Halle.
c) Teilnehmerinnen stehen voreinander, fassen sich an den Handgelenken und versuchen die andere über die Linie, die zwischen beiden gedacht wurde, zu ziehen.
d) Teilnehmerinnen stehen voreinander, Füße parallel, drücken Hände gegen einander und versuchen die andere durch Drücken oder Schieben aus dem Gleichgewicht zu bringen, so das diese einen Schritt machen muss. Wer einen Fuß wegsetzt, hat verloren.
13. Männer imitieren
4. Schubsen
a) Teilnehmerinnen stehen voreinander:
A legt ihre Hände auf das Dekolleté von B (Hände nicht auf
die Brust!) und
gibt der Partnerin dann einen Schubs, diese macht dann
Schritte nach hinten, um wieder in das Gleichgewicht zu kommen und eine festen
Stand zu haben und schaut A an.
Danach geht B zurück zu A (ganz wichtig, sonst gibt es eine
Eigendynamik wenn A hinter B hergeht und wieder schubst), um sich wieder
schubsen zu lassen. 8 – 10 Wiederholungen , dann wechseln der Aufgabe.
Wichtig: Die Geschubste bestimmt, wie fest das Schubsen sein
darf!
b) Jede lässt sich hintereinander dreimal schubsen und macht
gleichzeitig zum Stehen eine Handbewegung, die signalisieren soll, dass sie
sich nicht nochmal schubsen lässt. Dies dürfen drei verschiedene Handbewegungen
sein, oder immer dieselbe. Auch der Einsatz der Stimme ist erwünscht.
5. Stopp-Fangen
2 Fängerinnen; die anderen Teilnehmerinnen laufen kreuz und
quer durch die Halle. Die Fängerin schreit eine Teilnehmerin mit „Stopp“ an,
diese muss dann stehen bleiben und stellt sich breitbeinig hin. Eine andere
Teilnehmerin kann sie erlösen, wenn sie durch die Beine kriecht (dieses Paar
darf in dieser Zeit nicht angeschrien werden).
6. Blabla-Spiel (z. B. vor Übung "Bushaltestelle")
Wir begegnen uns jeweils in unterschiedlichen Rollen und begrüßen uns mit dem Wort BLABLABLA
§ Wir
sind 14jährige Mädchen
§ Wir
sind alle Professorinnen und treffen und auf einen
Neujahrsempfang
§ Politikerinnentreffen
der CDU
§ 15jährige
männliche Jugendliche auf dem Fußballplatz
§ Zufälliges
Treffen mit einer Freundin, die frau 15 Jahre nicht
gesehen hat
§ Wir
selbst, so wie wir uns im Moment fühlen
7. Kapitäninnenspiel
- eine
Kapitänin steht auf einer Bank damit sie alle anderen, die in der Halle
umherlaufen, gut sehen kann
- die
Kapitänin ruft den anderen verschiedene Kommandos zu, die vorher festgelegt
und erklärt wurden. Zu jedem Kommando gehört eine typische Bewegung.
- Kommando
Essen fassen! : stehen bleiben und eine Essensbewegung durchführen
- Kommando
Bord schrubben! : stehen bleiben und "fegen"
- Kommando
Segel setzen! : stehen bleiben und das imaginäre Segel hochziehen
- Kommando
Kapitäninnen an Bord! : Alle stellen sich hintereinander in einer Reihe
vor der Kapitänin auf und grüßen sie mit der rechten Hand an der rechten
Stirnseite
- Die
Kapitänin wird ausgewechselt, wenn eine Bewegung falsch ausgeführt oder
vergessen wird oder wenn sie absichtlich ein unvollständiges Kommando ruft
und jemand trotzdem reagiert, z.B. anstatt "Kommando Essen
fassen!" nur "Essen fassen!"
8. Wespenspiel
- Eine
Teilnehmerin ist die Wespe, also Fängerin
- Alle
laufen in der Halle umher und versuchen von der Wespe nicht gestochen
(angetippt) zu werden
- Wenn
die Wespe gestochen hat, sollte die Gestochene möglichst dramatisch mit
lautem Geschrei und Wehklagen zusammenbrechen, kurz liegen bleiben und
dann wieder aufstehen und weiter laufen
89. Kettenfangen:
Alle Teilnehmerinnen laufen kreuz und quer durch die Halle; eine Fängerin versucht, eine andere Frau zu fangen. Diese wird von der Fängerin an die Hand genommen und sie fangen zu zweit weiter. Auch die zweite und dritte Gefangene wird an die Hand genommen, so dass eine Kette von maximal vier Fängerinnen entsteht. Jetzt wird die Kette geteilt, so dass es zwei Zweiergruppen gibt, die wieder fangen und Ketten bilden. Das Spiel ist beendet, wenn nur noch eine Teilnehmerin übrig ist. Diese ist dann die erste Fängerin der nächsten Spielrunde.
910. Yoga „Sonnengruß“:
Alle Teilnehmerinnen stellen sich um den Kreis in der Mitte der Halle. Zum Cooldown nach dem Fangenspiel und zur Förderung der Beweglichkeit wird nun mit Yoga-Übungen gedehnt und die Körperwahrnehmung geschult. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der korrekten Atmung, die immer durch die Nase geht:
§ Im schulterbreiten Stand einatmen, dabei die Hände über den Kopf führen, zur Decke schauen und den Oberkörper leicht nach hinten biegen
§ Von dort aus den Oberkörper nach vorne neigen und die Hände zum Boden führen (dabei ausatmen)
§ Jetzt aus dieser Position das rechte (im nächsten Durchgang das linkee) Bein lang nach hinten ausstellen, den Rücken aufrichten und den Kopf mit Blick nach vorne anheben (Figur „Läuferin“).
§ Nun in den Liegestütz (Oberkörper waagerecht und Arme beugen) und dort kurz halten.
§ Anschließend ablegen und den Kopf anheben (Kobra)
§ Danach in den Hund; Gesäß zur Decke, Kopf in der Verlängerung des Rückens, Fersen drücken Richtung Boden .
§ Dann mit dem rechten Bein nach vorne zwischen die Händen und langsam wieder aufrichten.
§ Arme über den Kopf (und wieder von vorne beginnen, einige Wiederholungen)
11.
Roboterspiel
- Durchlauf:
Es werden 2er Gruppen gebildet,
je 1 Mensch/ 1 „Roboter“
-Roboter
hat Bedienknöpfe: Anschalter: flache
Hand zwischen den Schulterblättern
auflegen
Ausschalter:
auf den Kopf tippen
rechts:
auf rechten Oberarm tippen
links:
auf linken Oberarm tippen
Achtung:
ein Roboter kann keine Kurven laufen, sondern
immer
nur im rechten Winkel abbiegen
Der Mensch führt seinen „Roboter“
quer durch die Halle, dann Wechsel der Rollen.
- Durchlauf:
Bildung von 3er Gruppen, je 1 Mensch hat 2
„Roboter“, die Rücken an Rücken stehen.
Ziel: beide „Roboter“ so zu
dirigieren, dass sie sich frontal gegenüberstehen. Roboter dürfen nicht geparkt
werden. Bei Hindernissen laufen sie auf der Stelle weiter.
12. Imaginäres Ballspiel:
Die Gruppe geht durch die Halle,
jede hat einen imaginären Ball verschiedener Größen und Gewichte und spielt sie
anderen Gruppenmitgliedern zu
Gruppe bildet einen Kreis, ein
Ball wird herumgeworfen, wer ihn fängt imitiert ein typisches Männerverhalten
(auf den Boden spucken, andere anrempeln etc), dann ahmen es die anderen
Gruppenmitglieder nach, der Ball wird weitergegeben…
14. Dominospiel
Bildung von 2er Paaren, die sich
in der Halle verteilt hinsetzen
1 Paar ist Jägerin bzw. Gejagte,
die Gejagte kann sich neben ein Paar auf den Boden setzen, die auf der äusseren
Seite sitzende wird dadurch selber zur Fängerin, die die bisherige Jägerin
versucht zu fangen, die sich nun ihrerseits neben ein Paar setzen kann
15. Anfang: Energieniveau checken (1-10)
16. Spiel „Kuscheltierwerfen“:
17. Kannibalinnenspiel
15. Anfang: Energieniveau checken (1-10)
16. Spiel „Kuscheltierwerfen“:
Im Kreis im großen Abstand –Ball werfen- Name schreien-Reihenfolge
merken-1 Mal wiederholen-dann 5-6 Plüschtiere dazu-mit gesamtem Kram werfen-
später die Richtung wechseln (rückwärts).
17. Kannibalinnenspiel
Zwei Gruppen, 2,50*2,50 m eckiges
Feld – in der Mitte „Schiffbrüchige“. Von außen kommen „die Kannibalinnen“, die
halten sich von der Linie fern und achten auf die Grenze (sonst gehen sie aus
dem Spiel raus). Ziel der Kannibalinnen: die Schiffbrüchigen aus dem Kochtopf (Feld)
zu kriegen. So lange bis ein Körperteil der Schiffbrüchigen (einen Zehn, eine Hand)
auf der Linie bleibt, so lange lebt sie noch. Wenn eine Kannibalin in den
Kochtopf reingezogen wird, scheidet sie in dieser Runde auch aus.
Verboten: weh tun, ins Feld reinspringen
18. Spiel mit dem Luftballon
Material:
1. Luftballon pro
Teilnehmerin
2 Teams, 2 Spielfelder
Es werden 2 Teams gebildet
.Die Mitspielerinnen jeder Gruppe sitzen in einem Spinnensitz in ihrem Feld auf
dem Boden. Jede Spielerin hat einen Luftballon.
Spielregeln:
Die Teilnehmerinnen dürfen
nicht aufstehen, der Luftballon darf nur mit den Füßen und den Händen berührt
werden. Ziel ist es so viele Luftballons wie möglich in das gegnerische Feld zu
bringen.
19. Henne und Habicht
·
Zwei gleich starke Gruppen bilden.
·
Eine aus der Gruppe stellt die Henne dar, und
die anderen sind die Küken.
·
Die Küken stehen hinter der Henne in
Flankenreihe und halten sich gegenseitig fest,
·
eins an der Hüfte des anderen.
·
Vor der Henne befindet sich der Habicht, der die
Küken fangen muss.
·
Die Henne sucht diese Absicht durch Arme
aufhalten, geschicktes hin und herspringen abzuwehren.
·
Die Küken folgen den Bewegungen der Henne.
·
Fängt der Habicht ein Küken, so muss es hinter den Habicht treten.
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