Donnerstag, 7. Mai 2015
Sonntag, 3. Mai 2015
Samurai Spirit In Siegen 2015
Im Mai 2015 lud der Bushido Siegen e. V. zum dritten mal dazu ein, im Rahmen eines zweitägigen Karate-Lehrgangs den Geist der Samurai kennenzulernen: Unter dem Titel Samurai Spirit boten unser Nationalcoach Sensei Thomas Schulze (5. Dan) und sein Karatemeister, der aus Johannesburg in Südafrika stammende Shihan Malcolm Dorfman (8. Dan), einen erstklassigen Lehrgang. Eine Besonderheit für meinen Karatepartner Torsten Uhlemann und mich: Etwa vier Wochen vor dem Lehrgang meldete sich ein neues Mitglied bei unserer Karateschule an - der aus Südafrika und aus dem Dojo Malcolm Senseis stammende George! Auch unter diesem Aspekt war die Teilnahme am Lehrgang für uns und George natürlich "Pflicht"!
Südafrika, Johannesburg - ein raues Pflaster mit einer extrem hohen Kriminalitätsrate! So ist es kein Wunder, dass Malcolm Sensei seine Zeit nicht auf "schönes" Karate verschwendet, sondern sich darauf konzentriert, wie die Techniken "auf der Straße" funktionieren. Im Dojo mag man für seine nächste Gürtelprüfung trainieren - als Wettkämpfer für Medaillen oder Pokale ... aber all das nützt nichts, wenn man um sein Leben kämpfen muss. Zum Glück leben wir in unserer beschaulichen Westfalenmetropole ja grundsätzlich sehr friedlich und Münster ist sicher kein Vergleich zu Johannesburg. Aber dennoch sollten wir die Grundidee des Karate, "Ikken Hissatsu", nicht aus den Augen verlieren und immer so trainieren, als käme es jetzt auf genau diese eine Technik an, die wir grade ausführen!
Karate zum Überleben - aber auch: Karate ein Leben lang! Malcolm Sensei achtete penibel auf Bewegungsmuster, die es uns ermöglichen sollen, möglichst lange und ohne übermäßige Verschleißerscheinungen zu trainieren. Dies war ihm offenbar so wichtig, dass er zu Beginn des Lehrgangs ein etwa einstündiges Mondo mit uns abhielt, bei dem er uns auf die korrekte Ausführung verschiedener Techniken und die Stellung bzw. Haltung unserer Beine und Arme hinwies.
Das meiste ist jedem, der viele Jahre trainiert, wohl schon bekannt, aber eine Auffrischung in dieser Runde war sehr interessant, zumal man dann anschließend im Training wieder einen neuen Fokus auf die korrekten Bewegungen legte: Das Knie des vorderen Beins sollte über dem großen Zeh stehen, der hintere Fuß sollte maximal 20 Grad ausgedreht sein. Bei der Hanmi-Stellung kann das hintere Knie gebeugt werden, sollte aber dennoch in die Bewegungsrichtung zeigen. Auch auf die korrekte Gewichtsverteilung bei unseren Basis-Ständen Zenkutsu Dachi und Kokotsu Dachi wies der Shihan hin. Wichtig war ihm, dass wir den Körper beim Start einer Technik oder eines Angriffs im Rahmen einer Selbstverteidigungssituation zunächst ein wenig absenken: "drop and execute", so lautete seine Botschaft.
Sein Hauptaugenmerk lag aber mit Sicherheit auf dem korrekten - und für meine Begriffe: extremen Hüfteinsatz. Die Hüfte sollte jeweils "bis zum Anschlag" ein- bzw. ausgedreht werden, so dass man z. B. bei der Hanmi-Stellung den Oberkörper im Winkel von 90 Grad zur Bewegungsrichtung ausgerichtet hat. Auch wenn ich diese Anweisung im vergangenen Jahr bereits vernommen hatte, so ist sie mir immer noch ungewohnt und scheint mir sehr extrem. Aber ich muss zugeben, dass Malcolms Techniken sehr präzise und stark wirken und mit Sicherheit durch seinen ausgeprägten Hüfteinsatz unterstützt werden.
Auch bei unserem Nationalcoach Sensei Thomas Schulze stand das konsequente und direkte Partnertraining ohne Schnörkel und Kompromisse im Vordergrund. Wir starteten mit auf den ersten Blick recht vertraut wirkenden Bewegungsmustern: vor mit Tsuki Chudan, dann Druck auf das vordere Bein und 45 Grad zurück rausgleiten und mit demselben Arm (dem, der grade den Tsuki gemacht hatte) Gedan Barei gefolgt von Gyaku Tsuki. Variante: Tsuki Chudan, vorderes Bein schräg nach hinten ziehen und mit dem anderen Arm Gedan Barei, Gyaku Tsuki. Dies wurde hinterher zu einer Partnerübung ausgebaut. Mir fiel hierbei die zweite Variante - die, bei der das vordere Bein schräg nach hinten gezogen wurde - erheblich schwerer! Zahlreiche Partnerwechsel hielten den Geist wach und erforderten eine erhöhte Aufmerksamkeit und Flexibilität.
Thomas Sensei baute die Übungen dann mehr und mehr Richtung Freikampf aus, so dass wir in der allerletzten Einheit am Samstagnachmittag trotz unserer zum Teil schon recht großen Erschöpfung nochmal alle Sinne und Kraftreserven mobilisieren mussten, damit wir gegen unsere Partner bestehen konnten. Das sah nämlich dann z. B. so aus: Angriff Kizami Tsuki, Block Soto Uke Jodan mit Gewichtsverlagerung und direkt mit demselben Arm rausschießen Kizami Tsuki und Gyaku Tsuki - der andere hatte den Kizami zu blocken und konterte Gyaku Tuki Jodan. Ich stand hier der gesamten Siegener Karate-Elite gegenüber, die zum Teil auf Nationalkaderniveau trainieren. Da ging es gut zur Sache und ich durfte mir keine Unkonzentriertheiten erlauben!
Bei Malcolm Sensei erfolgte für mich persönlich der Trainings-Spannungsbogen nicht linear nach oben, sondern in Wellenbewegungen quasi in die Spitze und manchmal auch wieder etwas herunter in Phasen, bei denen ich kurz die Ressourcen schonen konnte. Wir starteten nämlich mit einer "Straßenkampf"-Übung, bei der nicht mit Karatetechniken angegriffen wurde, sondern mit zwei klassischen Schwingern von außen. Hier sollten wir als Uke den Oberkörper weit zur Seite drehen, wie es ja der Trainingslehre des Shihan entspricht. Dabei sollten wir den Angriff jeweils mit unseren Handflächen zur Seite wischen. Bei der Ansage, dass jetzt eine realistische Übung folgen würde, war ich froh, grade jetzt einem Karateka mit sicher 1,90 m Körpergröße und einer furchteinflößenden Statur gegenüber zu stehen. Denn: Wie würde in der Realität im schlimmsten Fall mein Angreifer aussehen? Genau SO! Versuche eines Gehilfen des Senseis, mich einem anderen Trainierenden meiner Größe oder vielleicht einer weiblichen Karateka zuzuweisen, schlug ich daher ziemlich mutig in den Wind. Mein Ungehorsam sollte dann ordentlich bestraft werden, denn ich bezog zwar nicht über Gebühr Schläge - meine Haken wurden allerdings mit Übermaß abgeblockt, und zwar erfolgte die Abwehr nicht wischend und mit den Handflächen, sondern wurden mit den Handkanten abgestoppt. Im Realitätsfall weiß ich jetzt, was ich machen muss, damit es dem anderen den Spaß verdirbt, mich anzugreifen - aber die Übung sollte schon anders aussehen und so trug ich durch die festen Handkantenschläge gegen meine Oberarme im Laufe des Tages zunächst vor allem an der rechten Seite große Schmerzen davon und wurde in den nächsten Tagen mit einem den kompletten Unterarm bedeckenden, in schillernden Farben leuchtenden Hämatom "belohnt".
Dass bei diesem Lehrgang das Thema Kata nicht im Vordergrund stehen würde, hatte ich mir fast gedacht. Dennoch nahm sich Malcolm Sensei mit der Gojushiho Sho eine unserer höchsten Katas vor. Demonstrieren durfte sie kein Geringerer als unser Bundesjugendwart Tobias Prüfert, der mit dieser Kata bereits zahlreiche Wettkämpfe - darunter auch die Deutsche Meisterschaft - gewonnen hatte. Dass auch die besten Karateka gelegentlich korrigiert werden, tröstet vielleicht den ein oder anderen Anfänger - die Korrekturen der Kata von Tobias bezogen sich allerdings lediglich auf die realitätisbezogene Ausführung: Weglassen überflüssiger Schnörkel, die auf einem Wettkampf überzeugen mögen, in der Realität aber wertvolle Sekunden kosten, schnellere Drehungen, um einen Angriff abzublocken etc. pp. Es war sehr beeindruckend, was Tobias mit Malcolm Senseis Hilfe im Laufe der Einheit aus der Kata herausschälen konnte! Wir anderen waren natürlich aufgefordert, ihm nachzutun, was uns vermutlich nur ansatzweise gelang.
Dass bei diesem Lehrgang das Thema Kata nicht im Vordergrund stehen würde, hatte ich mir fast gedacht. Dennoch nahm sich Malcolm Sensei mit der Gojushiho Sho eine unserer höchsten Katas vor. Demonstrieren durfte sie kein Geringerer als unser Bundesjugendwart Tobias Prüfert, der mit dieser Kata bereits zahlreiche Wettkämpfe - darunter auch die Deutsche Meisterschaft - gewonnen hatte. Dass auch die besten Karateka gelegentlich korrigiert werden, tröstet vielleicht den ein oder anderen Anfänger - die Korrekturen der Kata von Tobias bezogen sich allerdings lediglich auf die realitätisbezogene Ausführung: Weglassen überflüssiger Schnörkel, die auf einem Wettkampf überzeugen mögen, in der Realität aber wertvolle Sekunden kosten, schnellere Drehungen, um einen Angriff abzublocken etc. pp. Es war sehr beeindruckend, was Tobias mit Malcolm Senseis Hilfe im Laufe der Einheit aus der Kata herausschälen konnte! Wir anderen waren natürlich aufgefordert, ihm nachzutun, was uns vermutlich nur ansatzweise gelang.
Später folgten dann Übungen im Stile Shiahn Yaharas mit den für ihn typischen Rotations-Kombinationen: Angriff Tsuki Chudan, Block Soto Uke, Drehung (mit Drehung des kompletten vorderen Fußes!) und Uraken und nochmal Drehung zurück mit Uraken Chudan. Die zweite Drehung konnte dann wahlweise auch gesprungen werden, wobei man echt gut aufpassen musste, dass man dem anderen nicht die Faust vor den Kopf schleudert! Es war auf jeden Fall sehr gut nachvollziehbar, dass diese Rotationskraft immensen Schaden anrichten kann!
Später entwickelten wir dann noch eine Okuri-Kumite-Übung zu fünft - Uke stand in der Mitte und die vier Angreifer außen, jeweils auf 12, 3, 6 und 9 Uhr. Angriff jeweils Tsuki Chudan - erste Uke-Reaktion: Gedan Uke mit gleichzeitigem Chudan Konter; zweiter Angreifer war der im Uhrzeigersinn Nächste: Für Abwehr und Konter musste sich Uke 270 Grad hinten herum drehen und den Angriff mit Yoko Geri Kekomi abstoppen. Das tretende Bein wurde zurück gezogen, Knie oben lassen, denn der nächste Angreifer steht in 180 Grad vom vorigen (auf "neun Uhr" vom ersten Angreifer aus gesehen). Dessen Tsuki sollte mit Mae Tobi Geri gestoppt werden, dann Drehung links rum auf "6 Uhr" und Block des letzten Angriffs mit Soto Uke und weit ausgedrehter Hüfte - Vorspannung - mit abschließendem, nach vorne schnellenden Gyaku Tsuki.
Nach vielen Monaten und Jahren verletzungsbedingter Schonung im Training war ich unendlich dankbar, alle Einheiten des Samurai Spirit Seminars mitnehmen zu können. Allerdings gebe ich zu, dass Torsten und ich kurz vor Ende der letzten Einheit einen schwachen Impuls verspürten, vorzeitig die Heimfahrt anzutreten - eineinhalb Tage Vollgas mit anwendungsorientiertem Karate, vielen Kumite-Sequenzen und zudem ja auch noch einer recht weiten Anreise pro Trainingstag hatten doch ihre Spuren (nicht nur in Form blauer Flecke) hinterlassen. Da aber unser Schüler George noch gut gelaunt und scheinbar top fit zwischen seinen verehrten Senseis hin und her schlenderte und keinerlei Anzeichen von Müdigkeit erkennen ließ, hielten es auch Torsten und ich für unsere Pflicht, bei der letzten Einheit unseren "Mann" zu stehen. Denn - gehört nicht auch dieses Kämpfen um die letzten Kraftreserven, dieser absolute Wille, etwas zu Ende zu bringen zum "Geist eines Samurai"? Ich denke schon und so hielten wir durch und kämpften und überlebten und zumindest ich für meinen Teil kann sagen, dass ich ziemlich stolz am späten Abend meine Pizza genießen konnte, bevor ich total verausgabt in die Daunen sank!
Wing Chun
Die erste Form "Die kleine Idee" https://www.youtube.com/watch?v=7EsJf5_JFC8
https://www.youtube.com/watch?v=vnKm1vDAJo4
Techniken zum Lösen einer doppelten Handgelenksumklammerung: einen Schritt auf den Gegner zu machen, dabei den einen Ellenbogen anheben, den anderen senken.
Man kann hier noch die Hände weiter führen und überkreuzen, so dass man seitlich von einem Arm steht
Alternativ: die Arme drehen und runterreißen, danacch mit den Fingerspitzen und mit ausgestreckten Händen (Handflächen nach oben) zum Hals gehen - Schritt vorwärts
Dreht Dir jemand den Arm auf den Rücken, dreh Dich einfach mit und schwing den Ellenbogen in das Gesicht, dann den anderen Ellenbogen auf den Rücken
Angriff Hände von unten (Arme sind hochgehoben, z. B. als Block vor dem Körper): Arme runterreißen und die gegnerischen Handgelenke fassen
Angriff Hände von oben - nach vorne steppen, den vorderen Ellenbogen dabei zum Körper des anderen und mit dem anderen die Hand des Angreifers greifen. Dann Arme des anderen verdrehen.
Würgen von hinten mit dem Ellenbogen: erstmal in die Lücke drehen (Kehlkopf), dann ganz eng Richtung Schulter Bauch am Ellenbogen des Gegners lassen und den Arm umdrehen.
Schwitzkasten: Kneifen und wenn das nicht reicht, dann mit der freien Hand zur Nase greifen und nach hinten reißen.
Griff an den Kragen: Ellenbogen quer zu den Armen des anderen, mit einer ruckartigen Drehbewegung und einem Schritt nach hinten den anderen aus dem Gleichgewicht bringen und den Griff lösen.
https://www.youtube.com/watch?v=a981wN6akQI
https://www.youtube.com/watch?v=vnKm1vDAJo4
Techniken zum Lösen einer doppelten Handgelenksumklammerung: einen Schritt auf den Gegner zu machen, dabei den einen Ellenbogen anheben, den anderen senken.
Man kann hier noch die Hände weiter führen und überkreuzen, so dass man seitlich von einem Arm steht
Alternativ: die Arme drehen und runterreißen, danacch mit den Fingerspitzen und mit ausgestreckten Händen (Handflächen nach oben) zum Hals gehen - Schritt vorwärts
Dreht Dir jemand den Arm auf den Rücken, dreh Dich einfach mit und schwing den Ellenbogen in das Gesicht, dann den anderen Ellenbogen auf den Rücken
Angriff Hände von unten (Arme sind hochgehoben, z. B. als Block vor dem Körper): Arme runterreißen und die gegnerischen Handgelenke fassen
Angriff Hände von oben - nach vorne steppen, den vorderen Ellenbogen dabei zum Körper des anderen und mit dem anderen die Hand des Angreifers greifen. Dann Arme des anderen verdrehen.
Würgen von hinten mit dem Ellenbogen: erstmal in die Lücke drehen (Kehlkopf), dann ganz eng Richtung Schulter Bauch am Ellenbogen des Gegners lassen und den Arm umdrehen.
Schwitzkasten: Kneifen und wenn das nicht reicht, dann mit der freien Hand zur Nase greifen und nach hinten reißen.
Griff an den Kragen: Ellenbogen quer zu den Armen des anderen, mit einer ruckartigen Drehbewegung und einem Schritt nach hinten den anderen aus dem Gleichgewicht bringen und den Griff lösen.
https://www.youtube.com/watch?v=a981wN6akQI
Mittwoch, 11. März 2015
Selbstbehauptung am Weltfrauentag
Anlässlich des Weltfrauentags 2015 gab es einen Kurs zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen in der Karateschule Fuji San Münster.
Nachdem - wie auch schon in 2014 - für diesen Tag besonders schönes Wetter vorausgesagt worden war, rechnete ich nicht mit einer hohen Teilnehmerinnenzahl. Aber weit gefehlt! 16 Frauen folgten trotz des herrlichen Sonnenscheins meiner Einladung und fanden sich zum Training ein - darunter einige "Wiederholungstäterinnen" aber auch zahlreiche Frauen, die bisher mit den Themen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung noch gar keine Berührung hatten.
Wir trainierten zunächst Übungen zum eigenen Distanzgefühl und das möglichst überzeugende Setzen von Grenzen durch verschiedene "Stopp!"-Techniken. Auch die Stimmschulung war Gegenstand des Kurses und so manche Teilnehmerin beeindruckte sich selbst mit einer für sie noch ungewohnt lauten Stimme! Anlässlich des Weltfrauentags durfte natürlich auch das Kapitäninnenspiel nicht fehlen - eine Übung, bei der jede Teilnehmerin einmal die Kapitänin eines fiktiven Schiffs spielen darf, auf dem die anderen nach ihrem Kommando wahlweise das Deck schrubben, die Segel setzen oder ihre Essen fassen sollen.
Aber es gab nicht nur lustige Übungen, sondern auch reichlich Kopfkino mit ernsthaftem Hintergrund, z. B. mit der Verfolgerübung, die diese Gruppe besonders lebendig umsetzte. Natürlich gehörten auch zahlreiche handfeste SV-Techniken zum Programm, die im letzten Drittel des Kurses den Nachmittag abrundeten: Wir übten die Befreiung aus verschiedenen Griffen und Umklammerungen und unternahmen einen Exkurs in das Notwehrrecht.
Alle Teilnehmerinnen verabschiedeten sich zufrieden und mit dem festen Vorsatz: "Das sollten wir öfter machen!" Nun, herzlich gerne - die nächsten Kurse sind schon in Planung!
Freitag, 16. Januar 2015
Schmiede das Eisen, solange es kalt ist
Schmiede das Eisen, solange es kalt ist
Seminar "Verhandeln in kritischen Situationen" mit Ralf Bongartz in Itzehoe
Auf Ralf Bongartz bin ich über eine TV-Sendung aufmerksam geworden: Ich habe ihn in einer Talk-Runde mit Günther Jauch im Anschluss an einen Tatort gesehen, bei dem es um einen Überfall in einer U-Bahn-Station ging. http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/jugendgewalt165.html
Nach langem Suchen fand ich jetzt endlich ein Seminar zum Thema Deeskalation, das Ralf Bongartz leiten sollte: "Verhandeln in kritischen Situationen - Deeskalaktion durch Kommunikation und Körpersprache" hieß das Thema. Und das Seminar fand in Itzehoe statt, etwa 30 km nördlich von Hamburg in der Via Nova Akademie.
Mein Trainings- und Dojo-Partner Torsten Uhlemann entschloss sich kurzer Hand auch zur Teilnahme am Seminar, so dass wir von den insgesamt 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern immerhin zwei Personen waren, die nicht hauptberuflich im pädagogischen oder therapeutischen Bereich arbeiten. Vor Beginn des Seminars sprach uns Ralf Bongartz dann auch recht interessiert an:"Seid Ihr die von der Karateschule?" Es stellte sich dann heraus, dass sein Interesse nicht nur unserem Exoten-Status geschuldet war, sondern nicht zuletzt auch der Tatsache, dass Ralf selber einige Jahre lang im Dojo Troisdorf trainiert hat! Da war das Eis natürlich sofort gebrochen und es war dann auch nicht verwunderlich, dass Begriffe wie Hara und Ki Bestandteil vieler Seminar-Sequenzen waren. Nochmal zurück zur eben erwähnten Metapher "Eis gebrochen" - Ralf Bongartz macht es wohl jedem Seminarteilnehmer leicht, schnell anzukommen und sich auf die Übungen, Methoden und Fragerunden einzulassen - durch seine offene, herzliche, unterhaltsame und absolut authentische Art entstehen keinerlei Berührungsängste. Durch seinen beruflichen Hintergrund (20 Jahre Tätigkeit bei der Polizei als Streife und bei der Kripo) sowie seine langjährige Seminartätigkeit ist seine fachliche Kompetenz vollumfänglich überzeugend. Seine pantomimischen und schauspielerischen Fähigkeiten veranschaulichen Emotionen und Situationen in Sekundenbruchteilen, so dass das Lernen einfach eine Freude ist!
Wir starteten mit Atemübungen, lernten das Hara kennen, dass wir wie eine Kugel, einen kleinen Ball empfinden sollten, der nicht prall mit Luft gefüllt ist, aber über eine "entspannte Festigkeit" verfügt. Ich glaube, so konnten sich auch die Teilnehmer/innen ohne Kampfkunsthintergrund gut vorstellen, wie sich unsere innere Mitte anfühlen sollte. Diese entspannte Festigkeit sollten wir dann möglichst in allen gespielten Stress-Situationen wieder aufrufen, was auch für mich nicht immer einfach war.
Neben den Karate-Elementen gab es noch Übungen mit Prinzipien aus dem Krav Maga und dem Wing Tsun, die aber allesamt auch für Nicht-Kampfkünstler umzusetzen waren. Da Ralf Bongartz auch eine langjährige Feldenkrais-Erfahrung hat, wurden auch Übungen aus diesem Bereich hinzu genommen.
In erster Linie ging es thematisch natürlich um die Reaktionen in Stress-Situationen. Nicht verwunderlich also, dass wir uns nicht immer nur mit Wattebäuschchen beworfen haben, sondern auch handfeste Pöbeleien gespielt wurden, in denen wir den Unterschied erleben konnten, was sich in uns verändert, je nachdem ob wir unserem Partner sagen "Ich find Dich gut" oder ihm entgegenschleudern "Ich find Dich scheiße!".
Wie kann man mit Menschen kommunizieren, die aufgebracht oder emotional erregt sind? Sehr schlecht bis gar nicht - denn:"Schmiede das Eisen, solange es kalt ist," so der Dozent. Bevor wir also über das eigentliche Problem oder Thema reden können, muss die Lage zunächst deeskaliert werden.
Wir lernten im Folgenden mögliche Deeskalatoren kennen, wie z. B. das Rausdrehen der eigenen Körperachse (Füße in T-Stellung), ruhige und nicht zu laute Stimme, Ich-Botschaften, das Spiegeln der Emotionen unseres Gegenübers und nicht zuletzt auch das Bewusstsein und bewusste Einsetzen unseres eigenen Status - wenn man den anderen "von oben herab" behandelt, fürchtet er im Regelfall einen Gesichtsverlust und kann die Situation dann meist nicht ohne weitere Eskalation verlassen.
Besonders interessant - vermutlich auch für die Pädagogen unter uns - war die KEB, die kontrolliert eskalierende Beharrlichkeit. Hier geht es darum, in Situationen angemessen zu reagieren und vor allem geringfügige Regelverstöße (Handynutzung im Unterricht trotz mehrfacher Ermahnung) nicht mit einer übertriebenen Reaktion zu ahnden. Dies alles bedarf allerdings - wir merkten es schon im Seminar - einer intensiven Übung. Aber auch Überreaktionen sind meist nicht irreversibel - meist lassen sie sich durch eine ganz einfache Maßnahme wieder gut machen: durch eine Entschuldigung beim Gegenüber!
Nicht immer verläuft ein Vorgehen in einer KEB wunschgemäß deeskalierend. Am Ende sollte dann für unser Gegenüber die Wahl stehen "Horror oder Happy End"? Hinter dieser sehr anschaulichen Formulierung stehen letztlich zwei Konsequenzen, zwischen denen der Aggressor die Wahl hat. Es geht also nicht mehr um eine Drohung oder Ankündigung: "Wenn Du nicht sofort...dann....!", sondern dem Gegenüber soll vordergründig mehr die Entscheidung überlassen werden, ob er die angekündigte Konsequenz tatsächlich möchte. Durch die Klarstellung "Du hast die Wahl!", kann z. B. der Schüler oder Jugendliche noch ohne einen Gesichtsverlust einlenken.
Dieses Kommunikationskonzept gehört zu den Methoden der so genannten neuen Autorität, bei denen zwar Wert auf Regeleinhaltungen gelegt wird, die Konsequenzen aber wertschätzender durchgesetzt werden, als nach der "alten Schule", also der Autorität, die wir vermutlich alle noch aus Kindertagen und aus der Schule kennen. Letztlich, so Ralf Bongartz, ist diese Art der Erziehung und Menschenführung nicht nur angenehmer für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für Lehrer oder andere Erziehungsberechtigte. Wieviele Pädagogen, die von Burn-Out bedroht sind, könnten hiervon profitieren!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich das zweitägige Seminar absolut überzeugt hat! Ich werde auf jeden Fall weitere Seminare zu diesem Thema besuchen.
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Samstag, 6. Dezember 2014
Von der Ernsthaftigkeit des Karatetrainings
Training als feste Routine
Für ernsthaft trainierende Karateka gehört das regelmäßige Training zum Alltag: Es gibt bestimmte Trainingseinheiten, die stehen fest wie das morgendliche Zähneputzen. Wenn Du Dir z. B. die Trainings am Montag und am Donnerstag vorgenommen hast, dann sollten Dich Müdigkeit, Muskelkater, verlockende Verabredungen, interessante Fernsehsendungen oder gar Unlust nicht davon abbringen, das Dojo aufzusuchen und zu trainieren.
Für ernsthaft trainierende Karateka gehört das regelmäßige Training zum Alltag: Es gibt bestimmte Trainingseinheiten, die stehen fest wie das morgendliche Zähneputzen. Wenn Du Dir z. B. die Trainings am Montag und am Donnerstag vorgenommen hast, dann sollten Dich Müdigkeit, Muskelkater, verlockende Verabredungen, interessante Fernsehsendungen oder gar Unlust nicht davon abbringen, das Dojo aufzusuchen und zu trainieren.
Der flüsternde Schweinehund
Es ist ja ganz normal: Du hattest Karate neu für Dich als Zeitvertreib, als Hobby oder als sportliche Betätigung entdeckt und warst einige Wochen oder Monate lang Feuer und Flamme für diese Kampfkunst. Dann fiel ausgerechnet auf einen Trainingstag ein anderer, wichtiger Termin. In der nächsten Woche stand eine Verabredung am Trainingstag an. Du hättest sie verschieben können, um zum Training zu gehen. Aber, ach, das eine Mal.... und so passiert es immer öfter, dass Dir Dein Innerer Schweinehund Ausreden ins Ohr flüstert und Dich zu etwas anderem als Karate überreden möchte. Eigentlich macht es Dir ja Spaß. Aber immer diese festen Zeiten...
Es ist ja ganz normal: Du hattest Karate neu für Dich als Zeitvertreib, als Hobby oder als sportliche Betätigung entdeckt und warst einige Wochen oder Monate lang Feuer und Flamme für diese Kampfkunst. Dann fiel ausgerechnet auf einen Trainingstag ein anderer, wichtiger Termin. In der nächsten Woche stand eine Verabredung am Trainingstag an. Du hättest sie verschieben können, um zum Training zu gehen. Aber, ach, das eine Mal.... und so passiert es immer öfter, dass Dir Dein Innerer Schweinehund Ausreden ins Ohr flüstert und Dich zu etwas anderem als Karate überreden möchte. Eigentlich macht es Dir ja Spaß. Aber immer diese festen Zeiten...
Feste Zeiten und Streben nach Perfektion
Ja. Genau. Immer diese festen Zeiten. Karate braucht feste Zeiten und eine konstante Regelmäßigkeit. Karate ist kein beliebiger Freizeitsport wie es z. B. Joggen oder Schwimmen sein können. Karate ist eine Kampfkunst und hier sind beide Silben gleich wichtig: Für den Kampf braucht es im Regelfall einen Partner oder eine Partnerin, mit dem oder der man üben kann. Und hierzu muss man sich an feste Verabredungen zum Training halten. Kampf bedeutet auch Konsequenz, denn jedes Zaudern, jeder (Selbst)Zweifel kann zur Niederlage führen. Eine Kunst auszuüben bedeutet, etwas nicht nur zu tun, sondern es bewusst zu praktizieren, zu zelebrieren, in die Tiefe zu gehen, Techniken zu erlernen und anzuwenden, konzentriert zu arbeiten und einen gewissen Grad der Perfektion anzustreben. All das geht nicht nebenher oder gelegentlich. Kampfkunst bedarf einer regelmäßigen Übung und hierfür ist es wichtig, sich nicht vom eigenen Ego übers Ohr hauen zu lassen.
Ja. Genau. Immer diese festen Zeiten. Karate braucht feste Zeiten und eine konstante Regelmäßigkeit. Karate ist kein beliebiger Freizeitsport wie es z. B. Joggen oder Schwimmen sein können. Karate ist eine Kampfkunst und hier sind beide Silben gleich wichtig: Für den Kampf braucht es im Regelfall einen Partner oder eine Partnerin, mit dem oder der man üben kann. Und hierzu muss man sich an feste Verabredungen zum Training halten. Kampf bedeutet auch Konsequenz, denn jedes Zaudern, jeder (Selbst)Zweifel kann zur Niederlage führen. Eine Kunst auszuüben bedeutet, etwas nicht nur zu tun, sondern es bewusst zu praktizieren, zu zelebrieren, in die Tiefe zu gehen, Techniken zu erlernen und anzuwenden, konzentriert zu arbeiten und einen gewissen Grad der Perfektion anzustreben. All das geht nicht nebenher oder gelegentlich. Kampfkunst bedarf einer regelmäßigen Übung und hierfür ist es wichtig, sich nicht vom eigenen Ego übers Ohr hauen zu lassen.
Karate und Beruf unter einen Hut bringen
Müdigkeit, Termine, ein langer Tag oder Lustlosigkeit – all das sind keine Gründe, nicht zum Training zu gehen. Wirklich vertretbare Gründe, das Training pausieren zu lassen oder zu reduzieren sind allenfalls ernsthafte Außerplanmäßigkeiten wie Krankheit oder Verletzung. Selbst schulische und berufliche Belange lassen sich im Regelfall bei umsichtiger und langfristiger Planung mit dem Training vereinbaren.
Müdigkeit, Termine, ein langer Tag oder Lustlosigkeit – all das sind keine Gründe, nicht zum Training zu gehen. Wirklich vertretbare Gründe, das Training pausieren zu lassen oder zu reduzieren sind allenfalls ernsthafte Außerplanmäßigkeiten wie Krankheit oder Verletzung. Selbst schulische und berufliche Belange lassen sich im Regelfall bei umsichtiger und langfristiger Planung mit dem Training vereinbaren.
Ganz verbindlich testen
Also: Druck Dir diesen Text aus und leg ihn Dir unter Dein Kopfkissen, klebe ihn an Deinen Kühlschrank oder vor Deinen Fernseher, Dein Sofa – und wenn Du bei der nächsten Gelegenheit Zweifel hast, ob Du trainieren sollst, dann lies Dir den Text noch einmal durch, bevor Du Dich gegen das Training entscheidest. Probiere diese Konsequenz mindestens ein halbes Jahr aus – und Du wirst feststellen, dass Karate neben Muskelkater auch andere Gefühle hervorrufen kann: die Zufriedenheit über Fortschritte, den Ehrgeiz, Ziele erreichen zu wollen, den Stolz auf Dein Durchhaltevermögen und vieles mehr.
Also: Druck Dir diesen Text aus und leg ihn Dir unter Dein Kopfkissen, klebe ihn an Deinen Kühlschrank oder vor Deinen Fernseher, Dein Sofa – und wenn Du bei der nächsten Gelegenheit Zweifel hast, ob Du trainieren sollst, dann lies Dir den Text noch einmal durch, bevor Du Dich gegen das Training entscheidest. Probiere diese Konsequenz mindestens ein halbes Jahr aus – und Du wirst feststellen, dass Karate neben Muskelkater auch andere Gefühle hervorrufen kann: die Zufriedenheit über Fortschritte, den Ehrgeiz, Ziele erreichen zu wollen, den Stolz auf Dein Durchhaltevermögen und vieles mehr.
Wir Trainerinnen und Trainer können Dir nur die Tür öffnen. Durchgehen musst Du selber.
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Selbstverteidigung
Donnerstag, 13. November 2014
Technik Details Bunkai Lehrgang mit Iain Abernethy
Tekki Shodan
- erste Sequenz (aus einer anderen Stilrichtung) Yoi: Hände erst überkreuz mit den Handflächen zur Brust zeigend und dann runter bewegen zur Shotokan-Yoi-Position: Tori stürmt auf Uke zu, Uke nimmt die Hände an den Kopf (Handflächen auf die Haare) und schützt den Kopf so. Jetzt nimmt Uke die Handflächen auf den Kopf des Tori und drückt den Kopf des Tori runter. Wenn das gelingt, direkt weglaufen.
Kata weiterführen: Arme strecken und überkreuzen und mit den Händen würgen.
- Wenn es nicht gelingt, weil Tori zu stark ist und der Kopf nicht runter geht, diesen mit Empi traktieren; wenn Tori blockt, andere Seite; wenn er da auch blockt, beide Arme auf eine Schulterseite nehmen, mit dem gestreckten Arm / Rückseite der Hand vor das Ohr des Tori und nochmal Empi. Jetzt den Kopf greifen und drehen und nach rechts ziehen, dann nach links schmeißen
Statt den Arm zum Kopf zu schlagen, kann man auch den gestreckten Arm als Heel nutzen und den Gegner einmal um die eigene Achse drehen, von hinten in die Kniekehle treten und an die Gurgel greifen.
- Im Clinch (beide greifen je an den Hals des anderen)
Drills:
1. Beide stehen rechts vor, Kamae, mit rechts den Arm touchieren, mit links halten, mit dem rechten Arm gestreckt zum Hals; ausweiten: mit links anfangen, rechts, links, rechten Arm zum Hals - das auch abwechselnd und schneller werden!
2. Einer fasst den anderen an den Handgelenken
a) Handgelenke sind oben (Arme des Uke nach oben eingeknickt): Uke nimmt den Ellenbogen eines Armes nach oben und dreht ihn dann wieder runter. Durch eine Hebelbewegung müsste die Hand des Tori sich lösen
b) Handgelenke sind auf Hüfthöhe - Hände werden nach innen gedreht und gelöst.
Hier kann man ein Spiel draus machen: Beide sollen versuchen, die Hände zu befreien und jeweils mit der flachen Hand auf den Kopf des anderen zu klopfen. Der andere darf blocken. Nach Punkten....
c) Tori fasst Ukes rechtes Handgelenk, Uke dreht sich so, dass Unterarm an Unterarm stoßen und die Hand sich löst, dann Schlag mit dem gestreckten Arm gegen den Kopf des Tori (mit der Handaußenkante)
d) Beide umfassen sich (je einen Arm oberhalb und einen unterhalb der gegnerischen Arme) - Ziel ist es, hinter den Partner zu gelangen und diesen mit beiden Armen zu umfassen
e) Griff in die "Genitalien" (statt dessen im Training: Griff an den Gürtelknoten): Beide stehen voreinander im Clinch und versuchen, je den Knoten des anderen zu greifen.
Tekki Nidan - Anfang: Tori greift an, wir gehen im Clinch mit den Fingerknöcheln unter die Ohren und ziehen Tori hoch
Selbstverteidigungs-Wettkampf: Man kann eine Situation inszenieren, z. B. einer steht im Kreis, viele drumherum, die ihn angreifen. Was ist die beste Verteidigung? Beste Lösung: Einfach durch den Kreis brechen und weglaufen! Gewonnen hat, wer gar nicht erst
- erste Sequenz (aus einer anderen Stilrichtung) Yoi: Hände erst überkreuz mit den Handflächen zur Brust zeigend und dann runter bewegen zur Shotokan-Yoi-Position: Tori stürmt auf Uke zu, Uke nimmt die Hände an den Kopf (Handflächen auf die Haare) und schützt den Kopf so. Jetzt nimmt Uke die Handflächen auf den Kopf des Tori und drückt den Kopf des Tori runter. Wenn das gelingt, direkt weglaufen.
Kata weiterführen: Arme strecken und überkreuzen und mit den Händen würgen.
- Wenn es nicht gelingt, weil Tori zu stark ist und der Kopf nicht runter geht, diesen mit Empi traktieren; wenn Tori blockt, andere Seite; wenn er da auch blockt, beide Arme auf eine Schulterseite nehmen, mit dem gestreckten Arm / Rückseite der Hand vor das Ohr des Tori und nochmal Empi. Jetzt den Kopf greifen und drehen und nach rechts ziehen, dann nach links schmeißen
Statt den Arm zum Kopf zu schlagen, kann man auch den gestreckten Arm als Heel nutzen und den Gegner einmal um die eigene Achse drehen, von hinten in die Kniekehle treten und an die Gurgel greifen.
- Im Clinch (beide greifen je an den Hals des anderen)
Drills:
1. Beide stehen rechts vor, Kamae, mit rechts den Arm touchieren, mit links halten, mit dem rechten Arm gestreckt zum Hals; ausweiten: mit links anfangen, rechts, links, rechten Arm zum Hals - das auch abwechselnd und schneller werden!
2. Einer fasst den anderen an den Handgelenken
a) Handgelenke sind oben (Arme des Uke nach oben eingeknickt): Uke nimmt den Ellenbogen eines Armes nach oben und dreht ihn dann wieder runter. Durch eine Hebelbewegung müsste die Hand des Tori sich lösen
b) Handgelenke sind auf Hüfthöhe - Hände werden nach innen gedreht und gelöst.
Hier kann man ein Spiel draus machen: Beide sollen versuchen, die Hände zu befreien und jeweils mit der flachen Hand auf den Kopf des anderen zu klopfen. Der andere darf blocken. Nach Punkten....
c) Tori fasst Ukes rechtes Handgelenk, Uke dreht sich so, dass Unterarm an Unterarm stoßen und die Hand sich löst, dann Schlag mit dem gestreckten Arm gegen den Kopf des Tori (mit der Handaußenkante)
d) Beide umfassen sich (je einen Arm oberhalb und einen unterhalb der gegnerischen Arme) - Ziel ist es, hinter den Partner zu gelangen und diesen mit beiden Armen zu umfassen
e) Griff in die "Genitalien" (statt dessen im Training: Griff an den Gürtelknoten): Beide stehen voreinander im Clinch und versuchen, je den Knoten des anderen zu greifen.
Tekki Nidan - Anfang: Tori greift an, wir gehen im Clinch mit den Fingerknöcheln unter die Ohren und ziehen Tori hoch
Selbstverteidigungs-Wettkampf: Man kann eine Situation inszenieren, z. B. einer steht im Kreis, viele drumherum, die ihn angreifen. Was ist die beste Verteidigung? Beste Lösung: Einfach durch den Kreis brechen und weglaufen! Gewonnen hat, wer gar nicht erst
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Iain Abernethy,
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