Samstag, 14. Juli 2007

Was macht es mit mir?

Kata-Training bei Jürgen

Endlich mal wieder zum Oberstufen-Kata-Training! Das tut auch Not! Hoffentlich nicht zuviele komplexe Bunkaiübungen, sondern viel Ablauf....so ging es mir durch den Kopf, als ich gestern zum Dojo fuhr.

Das Training war dann tatsächlich in vielerlei Hinsicht anders, als von mir erwartet. Schon das Aufwärmen gestaltete sich ungewohnt: statt ausgiebiger Dehnübungen starteten wir mit einer vom sonstigen Trainingsablauf abweichenden Grundschulübung: wir sollten extra ganz hoch stehen und die Techniken relaxed und ohne viel Spannung ausführen. In meinem Kopf: Fragezeichen - wie soll ich denn SO bitte schön warm werden? Wir liefen einige Bahnen mit unterschiedlichen Kombinationen vorwärts und rückwärts. Im nächsten und übernächsten Übungssatz wurden dann dieselben Techniken angesagt, wir sollten jeweils aber die Intensität der Übung und die Tiefe des Standes verstärken. Durch die anfängliche Entspanntheit konnte ich mich sehr gut auf die eigentlichen Techniken konzentrieren und bereits bei der allerersten Grundschulbahn wurde ich neugierig: "Was macht diese Trainingsart wohl mit mir?" An Fehlern, die mir beim ersten Durchgang aufgefallen waren, konnte ich bei den nächsten beiden Übungssätzen feilen. Mein Körper wurde tatsächlich zunehmend aufgewärmt und forderte fast von selber einen tieferen Stand, ein höheres Treten und eine kraftvollere Ausführung der Techniken! So kam es, dass ich das eigentliche Katatraining dann kaum abwarten konnte!

Auch hier ging es dann "auf Zählen" gemächlich los und wurde allmählich gesteigert bis zur eigenständigen, starken Ausführung der jeweiligen Kata. Jürgen hatte sich zunächst die Gegenüberstellung der Katas Bassai Dai und Bassai Sho vorgenommen, anschließend ließ er uns die Kanku Dai vor der Kanku Sho laufen. Bei der Kanku Sho zeigten viele von uns noch einige Unsicherheiten, auf die Jürgen dann ebenso einging, wie schon zuvor, als er uns die Abschlusstechniken der Bassai Sho einige Male erklärte und wiederholen ließ. Als persönliches "Geschenk" für mich gab es zum Abschluss noch eine Sochin :-)

Dann noch etwas Krafttraining. Offenbar hat sich Jürgen aktuell in Sachen moderner Sportmethodik weitergebildet. Denn nach dem ungewöhnlichen Trainingseinstieg überraschte er uns nun mit einer weiteren neuen Trainingsmethode: statt jeweils z. B. 15 Liegestütze a 3 Sätze auszuführen, solle man heute nur noch einen längeren Satz bis zur Erschöpfung der Muskeln durchziehen. Naja, ehrlich gesagt fehlte mir bei dieser Übung die sonst ansteckende und belebende "Stimmung" in der Halle....aber - mal sehen, was diese Trainingsart auf Dauer mit mir macht.....

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