Mein zweites Training in Jörgs Dojo als Mitglied! Leider ging es mir nicht besonders...kurz hatte ich erwogen, das Training abzusagen, da ich doch auch an den beiden Folgetagen eine stramme Wanderung durch den Teutoburger Wald vor mir hatte! Aber dann raffte ich mich doch auf und fuhr mit dem Rad in die City. Was sah ich da? Obgleich es gar nicht regnete, bog sich ein prachtvoller Regenbogen quer über der Altstadt, unter seinem Mittelpunkt lag nichts anderes als das Budo-Sportcenter! Das musste ein gutes Omen sein!
Im Dojo traf ich dann meine Kampfgefährten. Andreas Ranninger aus dem Stadtdojo war diesmal auch dabei, auch Tim und wieder Antonio, Anja und Daniel. Daniel berichtete, er habe gelesen, dass ich jetzt auch öfter herkäme. Wo denn das? "In deinem Blog!" Ich scheine ja doch treue Leser zu haben :-) Nach dem Training fragte Daniel, ob ich denn auch jetzt einen Bericht über dieses Training schreiben würde. Eigentlich war nichts Spektakuläres passiert, aber "für Daniel" schreibe ich jetzt trotzdem was:
Jörg stellte als erstes fest, dass einige der Anwesenden etwas lädiert waren und änderte kurzer Hand den Trainingsplan etwas um. Es sollte diesmal etwas schonender zugehen und wir waren wohl alle froh, dies zu hören. Ganz ohne Anstrengung ging es natürlich nicht und hinterher fragte ich mich, wo eigentlich die Schonung lag - immerhin gab es aber nur relativ harmlose Kumite bzw. Bunkai-Übungen.
Zunächst wärmten wir uns mit Karate-Jiutsu auf: mit effektiven Selbstverteidigungstechniken, die wir schon in den vorigen beiden Trainingseinheiten geübt hatten. Obgleich mir diese Übungen generell noch etwas fremd sind, hatte ich besonders eine von ihnen in der letzten Woche häufiger im Geiste durchgespielt. So klappte es diesmal ganz gut und ich erhielt sogar ein Lob vom Trainer ;-) Die anderen Übungen waren dann wieder gewöhnungsbedürftig und ich stieß schnell an meine Grenzen. Werde mir das noch einige Male mental durchspielen diese Woche und gucken, ob ich es nächsten Freitag besser auf dem Schirm habe.
Anschließend gab es Kihon-Kumite: in zwei Reihen mit Partner aufstellen, der Tori greift mit Tsuki Jodan an, der Uke blockt Age Uke. Dann greift der andere an und der Partner blockt. Anschließend Vorgehen, Tsuki Chudan, Block Uchi Uke, dann der Partner. Nun erneut vor mit Ts Chudan, Block Gedan Barai / Partner. Wenn die Bahn durch war, ging es zurück, wobei nun die Rollen "vertauscht" waren, das heißt, jetzt fing der andere Partner jeweils an, anzugreifen. Ich muss zugeben, bei dieser Übung war ich koordinativ schon mal recht überfordert.
Anschließend Kata. Ganz auf mich abgestellt waren die ersten Durchgänge, bei denen ich die Sochin wieder einmal weiter entwickeln konnte. Ich war nicht wirklich zufrieden, aber das lag wohl an meiner suboptimalen Gesamtverfassung!
Dann gingen wir über zur Gangak, die wir einige Male bis zum ersten Kranich-Stand liefen und dann mit Bunkai-Übungen sinn-füllten. Auch hier ging es für mich wieder an die Grenzen der mentalen Belastbarkeit und ich war immer super froh, wenn Trainingspartnerin Anja mich hier unterstützte und geduldig unterwies.
Zum Abschluss gab es 10 klassische Ochi-Tsukis im Kiba Dachi und dann ging es zur letzten Übung des Tages: Dojo-Reinigen! Dies gehört bei Jörg wie selbstverständlich zum Training und wie in Japan ist es fast eine Ehre, hier helfen zu dürfen. Jeder muss nur wenig tun, wenn alle mit anpacken. Es wäre schön, wenn ein wenig von diesem Gemeinschaftsgeist in unser Dojo übernommen werden könnte.
Das Training hat meine Erwartungen mehr als übertroffen! War ich noch etwas niedergeschlagen, schlapp und unwohl fühlend zum Dojo gefahren, so fuhr ich voller Power und gut gelaunt heim. So muss Karate sein: ein Energieschub für den Alltag, der Akku fürs Leben und eine Bereinigung von Ärger und Frust! Oss
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1 Kommentar:
Oss Icky,
herzlichen Dank! Ein Posting nur für mich :-)
Ich hoffe, Du wirst noch viel über "unser" Training berichten und freue mich schon auf das nächste mal.
Viele Grüße,
Daniel
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