Im Sternzeichen Krebs geboren ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich mich im Wasser wohl fühle. Wasser ist mein Element, am Liebsten hab ichs blau gekachelt ;-)) Um mich auch mit 40 noch fit zu halten, genieße ich daher die Bahnen im örtlichen Freibad. Es hat 50 Meter Länge und zwei abgetrennte "Sprinterbahnen". War ich früher noch zu langsam für diese Bahnen und für alle anderen ein Hindernis, kann ich dort inzwischen mit den anderen Schwimmern schon ganz gut mithalten.
Eigentlich war ich immer eine "Brust-Schwimmerin". Aber vor einigen Jahren hatte ich ein bischen Stress mit den Knien und wollte mal wieder Kraul ausprobieren. Das hatte ich schließlich in der Schule mal gelernt. Ich glaub, im Sportunterricht der Berufsschule wars. Aber - ich hatte vergessen, wie anstrengend das ist! Puh! Ganz stolz war ich, als ich die erste ganze 50-Meter-Bahn geschafft hatte, ohne abzusaufen! Dann hatte ich mich so auf eine Bahn Kraul, eine Bahn Brust eingependelt und das 1.000 Meter. Irgendwann sah ich dann doch ein, dass sich bei der Anschaffung einer Chlorbrille eine größere Investition lohnt. In meine alte Brille lief andauernd das Wasser und sie beschlug immer wieder. Außerdem war sie schon total verkratzt.
Diesen Sommer merkte ich plötzlich, dass mir die 1.000 Meter nicht mehr reichten! Also das bisherige Programm und anschließend noch ein paar Bahnen Brust - erst 500 Meter, dann weitere 1.000, war dann also bei insgesamt 2.000 Metern. Boh ey, das hab ich vorher noch nie geschafft! Nach dem Kauf der Chlorbrille stand jetzt die Anschaffung einer Badekappe an - da erntete ich natürlich den Spott daheim: BADEMÜTZE - wie SPIESSIG! Und irgendwie ein Relikt unserer Kindheit! Aber mich nervten meine mir immer in den Mund hängenden Haare, die mich trotz Zopf beim Luftholen behinderten.
In dieser Woche stand mein nächstes Trainingsziel an: 1.000 Meter Kraul. Erst hab ich immer nach 100 Metern eine Pause gemacht. Irgendwie stimmte was mit der Atemtechnik noch nicht - ich schaffte die zwei Bahnen immer "so grade" und japste anschließend ziemlich erbärmlich nach Luft! Dann hatte ich mal einen Tag Pause und als ich anschließend ins Becken sprang, schwamm ich wie selbstvertändlich 1.000 Meter - ohne Pause und ohne Japsen! Heute früh hätte ich dann glatt noch weiterschwimmen können, aber die Arbeit rief leider :-(
Mir kommt es vor, als hätte ich jetzt auch beim Schwimmen ein Trainingsziel erreicht, wie vor vier Jahren beim Karate mit der Prüfung zum 1. Dan: es ist schon was geschafft, aber "eigentlich fängt das Training jetzt erst an." Ich werd mir mal ein weinig die Schwimmtechniken der anderen Sportler abgucken. Was macht die schneller? Es gibt noch viel zu tun....
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