Mittwoch, 2. September 2009

Kumite-Training nach meinem Geschmack

Gestern war das Training in der Oberstufe wieder einmal besonders gut! Wir waren sicherlich zwanzig Leute, überwiegend Braun- und Schwarzgurte. Mir wurde für das Randori und das anschließende Partnertraining Madeleine Essing zugewiesen, unser unser überaus talentiertes Aushängeschild. Gleich beim lockeren Freikampf gab es schon ordentlich was auf die Mütze. Allerdings war es ein ziemlich ausgeglichenes Miteinander. Von den Techniken her kann ich ihr bald nicht mehr das Wasser reichen, da muss der Kampfgeist dann das Manko ausgleichen ;-)

Anschließend gab es eine kurze Aufwärmphase, bei der die Bewegungsmuster der letzten Trainingseinheit aufgegriffen wurden und dann war Sensei Micha auch schon da. Wir übten weiter Angriff, Block und Konter aus relativ kurzer Distanz. Bald schon musste ich mich von Madeleine verabschieden und es gab zahlreiche Partnerwechsel. Hier hatte man sich rasch auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus einzustellen. Es war eigentlich niemand darunter, vor dem ich richtig "Schiss" hatte, abgesehen von Sensei Thorsten Rabeneck, der anfangs aber noch Milde walten ließ. Der Blick aus seinen Augen sagte allerdings schon zu Beginn: Mädel, jetzt mögen Block und Konter noch funktionieren - aber wenn ich richtig reinhaue, siehst Du kein Land mehr! Und das bewahrheitete sich dann auch beim "Schnell- und Starkmachen".

So ein richtig echtes Kumite-Training geht natürlich auch bei "kontaktlosem" Karate wie unserem nicht wirklich ohne Body-Check vonstatten! Und so habe ich heute auch nicht nur ordentlichen Muskelkater in meinem linken (Block-)Arm, dieser ist zudem auch reichlich mit blauen Flecken und Beulen versehen. Zudem gab es auch noch dreimal einen Jodan-Kontakt mit Uraken. Alles zum Glück nicht schlimm und man sieht hiervon im Gesicht nichts. Aber das zeigt einem doch mal wieder, dass Karate eben Karate ist und nicht Mikado, dass man auch mal einstecken können und die eigenen Zipperlein bis zu einem gewissen Grad und für eine Weile ignorieren lernen muss.

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