Sonntag, 23. Mai 2010

Grün-Gelb

Nachdem ich beim Kata-Spezial mein armes, altes Rennrad mit fast platten Reifen so arg malträtiert hatte, hat mein Mann sich erbarmt und es endlich mal aufgepumpt. Bei der Gelegenheit auch gleich die Getränkeflaschenhalterung angeschraubt und jetzt könnte er eigentlich noch fix eine neue Klingel besorgen ;-) Gestern bin ich dann mit mittelmäßiger Motivation (ich hatte noch die ziemlich mühsamen letzten Ausfahrten im Gedächtnis) auf eine rund 40-km-Strecke aufgebrochen. Für die Distanz ist es immer noch am Besten, die Sentruper Straße stadtauswärts zu fahren, ein kleines Stück links den Dingbänger Weg runter, dann sofort wieder rechts auf die kleine Straße durch die Natur, am Reiterhof vorbei, an Jaques Weindepot (aber nicht anhalten! ;-)) Richtung Roxel-Industriegebiet und dann über den Nottulner Landweg Richtung Albachten. Richtig warm bin ich dann, wenn ich nach knapp 10 km an der Gärtnersiedlung Richtung Bösensell entlangdüse. An der Kreuzung, an der es gradeaus nach Bösensell ginge, fahre ich dann rechts, an dem Ort entlang, dann, hinter dem Ort links und eine Schleife, bis ich wieder an der Gärtnersiedlung bin. Bei der 30-km-Strecke fahr ich an dieser Stelle wieder Richtung Heimat, sollen es gut 40 werden, fahre ich die Schleife an Bösensell entlang ein zweites Mal.

Ich merkte schon auf dem Weg nach Roxel, dass mir gestern die Götter der Geschwindigkeit hold waren! Wow, das ging ab! Was so aufgepumpte Reifen doch ausmachen! Ein Blick auf meine Garmin-Puls-und-Speed-Uhr bewies auch, dass ich meist mit knapp oder gut 30 km/h unterwegs war. Und es war kaum anstrengend! Die Qualen der letzten Fahrten schienen einem schlechten Traum entsprungen zu sein! Statt nur schnell noch nach Hause zu wollen, genoss ich die herrliche Landschaft, die in satten Farben an mir vorbeizog. Grün-Gelb - als politische Koalition zwischen handgefertigten Grobstrickpullovern und seitenbescheitelten Kreissparkassenanzugträgern zwar undenkbar, in der Natur, bestehend aus sattgrünen Wiesen und knallgelben Rapsfeldern aber Wellness für die Augen! Da fährt sichs doch fast von ganz allein!

Die zweite Schleife war dann auch nur so weggeschnupft und als ich wieder daheim war, überraschten mich meine Trainingswerte mit neuer Bestzeit und -form!

Um den Tag abzurunden fuhr ich dann mit vier schnatternden Mädchen (Franzi und Johanna mit je einer Freundin) noch in das gestern eröffnete Freibad Coburg. Das Wasser hatte 18 Grad und ich konnte auch ohne Neo meinen Kilometer abspulen, leider noch mit einer Bahn Kraul und Brust abwechselnd....naja, ist ja noch ein Monat Zeit bis zum ersten Schwimm-Wettkampf....

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