Dienstag, 22. Februar 2011

Kumitetraining - Durchhalten, statt Vollgas....

Letzten Donnerstag spürte ich einen Erkältungsvirus in mir aufkommen, der mich dann Freitag und Samstag vom Training abgehalten hat. Sonntag habe ich mich wieder zu meiner Katatruppe gewagt - drei Männer und ich....man ist überrascht, wieviel die Kerle quatschen, statt zu trainieren! :-) Naja, diesmal wars mir ganz Recht, so konnte ich mich nicht übernehmen. Gestern Kindertraining geben, naja und heute mal wieder selber im Gi antreten und trainieren. Leider kam ich wegen familiärer Verpflichtungen etwas zu spät, so dass ich das Randori verpasste. Dadurch waren die Muskeln nicht gewohnt warm und ich achtete beim Dehnen darauf, nicht zuviel falschen Ehrgeiz an den Tag zu legen. Das hasse ich ja, wenn schon bei Trainingsbeginn alles nicht so fluppt wie sonst! Naja, man ist ja inzwischen einigermaßen vernünftig und hört auf seinen Körper, auch, wenns schwerfällt....

Anschließend gabs noch ein paar Partnerübungen zum Aufwärmen. Irgendwie war ich noch nicht so richtig in meinem Körper angekommen und leider änderte sich das auch  nicht im weiteren Verlauf der Einheit. Es schien mir so, als hätte irgendjemand vergessen, die Handbremse bei mir zu lösen...der Puls war ziemlich schnell am Klopfen und die Motivation war auch nicht berauschend. Apropos "rauschen" bzw. Rausch....genau das fehlte irgendwie heute: der Rausch, die Begeisterung, die Leidenschaft. Aber auch das ist ja mal ein Trainingsziel: die Einiheit trotzdem durchzuziehen und sich das Stimmungstief nicht anmerken zu lassen. Draufgänger statt Drückeberger - zumindest äußerlich.

Die Übungen an sich waren eine Wiederholung vom Ende der Einheit der letzten Woche und wirklich nicht schlecht! Mit Partner voreinander, beide gleichzeitig mit dem vorderen Fuß vorsteppen und Gyaku-Tsuki, Tori geht dann einen Schritt vor mit einer Technik seiner Wahl (Oi-Tsuki, Mae-Geri, Mawashi-Geri, Ashi-Barai mit Folgetechnik Oi-Tsuki) und Uke geht einen Schritt zurück, blockt, kontert. Zu Beginn war die zweite Angriffstechnik vorgegeben und wurde wiederholt geübt. Anschießend sollten wir selbst erkennen, welche Technik kommt (ohne Ansage) und entsprechend blocken (oder zumindest schnell genug zurückgehen, was einen Block eventuell unnötig oder nur noch zur Unterstützung erforderlich macht). Das alles mit ständig wechselnden Partnern. Es war echt nicht ohne.

Zum Abschluss gab es für Marc, der sich auf seine nächste Prüfung vorbereitet, noch einmal die Bassai Dai. Ich habe mich auf meine eigene Kata konzentriert, hörte aber hinterher in der Sauna die Kritik des Senseis.

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