Samstag, 4. Juli 2015

Tag 4 Czech Gasshuku 2015

Kata Hangetsu bei Okuma Sensei - in der JKA-Version ohne Zenkutsu Dachi, nur Hangetsu Dachi, Kokotsu Dachi und Neko Achi Dachi am Ende der Kata; die Anfangstechniken sollten schnell beginnen und dann langsamer auslaufen. Okuma Sensei erklärte, dass es mehrere Methoden gibt, die Starttechniken zu beatmen. Eine Version sei, beim Uchi Uke einzuatmen und beim Gyaku Tsuki auszuatmen. Seine persönlich bevorzugte Variante war aber die, die wir auch praktizieren: kurz einatmen, dann beim Uchi Uke ausatmen, kurz einatmen, beim Gyaku Tsuki ausatmen. Überraschend war für die meisten von uns, dass die Hände beim ersten Kiai im Ippon-Nukite gehalten werden sollten, anschließend mit der oberen Hand "Koko" - Tigermaul. Anschließend wurde der erste Uchi Uke zur Seite ohne Yori Ashi ausgeführt, die nachfolgenden jeweils mit Yori Ashi und alle drei Kombinationen - wie schon erwähnt - im ZK. Der Gedan Barei in den Kombinationen mit Mae Geri, Gyaku Tsuki und Age Uke wurde eher als Gedan Uke geschlagen und ohne Ausholbewegung ausgeführt. Der Gyaku Tsuki am Ende der Kata wurde Chudan geschlagen, nicht Gedan. 

Die zweite Einheit hatten wir bei Chubachi Sensei und wir starteten mit ziemlich erschöpfenden Kizami Tsuki / Gyaku Tsuki Kombinationen, um die Hüfte zu aktivieren. Beide Tsukis wurden Chudan geschlagen. Anschließend gabs was für die Beine: Mae Geri, Knie oben halten, auf Zeit zwei hinten kurz absetzen, sofort wieder treten, absetzen, kicken, treten, halten.....endlose Wiederholungen, dann das andere Bein. Endlich war es mal richtig anstrengend! 

Die Vorübungen waren eine tolle Vorbereitung auf die nun folgende Gankaku, die der Sensei etappenweise mit uns durch ging! Bei der Kata an sich gab es jetzt keine großen Überraschungen. Für mich hieß es eigentlich nur "durchhalten", weil schon die Vorübungen nicht grade kniefreundlich waren und die Kata mit ihren Einbein-Drehungen und -Ständen natürlich hier auch kein Wellnessprogramm bot. Es war schön anzuschauen, wie Giovanni, Emanuele, Stefan Effler und Melissa Rathmann um uns herum ziemlich geniale Ausführungen der Kata demonstrierten. Ist schon super, dass man auf so einem Jedermann-Lehrgang die Gelegenheit hat, neben so erstklassigen Leuten zu stehen und sich inspirieren und motivieren zu lassen! Gegen Ende der Einheit gab es Bunkai zur Anfangs-Sequenz und Kombination mit Shuto Uke, Age Empi, Koshi Kamae und der Drehung. Das waren für uns bekannte Übungen, die wir auch im eigenen Dojo schon so gemacht haben. Wir probierten darum auch ein bisschen mit Varianten herum, mal einen Tsuki mehr im Angriff und eine Variante bei der Sequenz mit der Drehung, die so, wie der Sensei sie uns gezeigt hat, bei uns nicht funktionierte (der Arm des Tori, den Uke bei der Drehung über seiner Schulter im Ellenbogengelenk blockiert, war bei der gezeigten Variante "verkehrt" rum, also in Beuge-Position, so dass das Blockieren nicht klappte. 



Im Anschluss führten wir die Kata noch einige Male auf zählen und auf eigene Zeit aus. 

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