Samstag, 8. September 2007
Montag, 3. September 2007
Sonntag, 2. September 2007
Blue Man Group 31.08.2007
Am 31.08. diesen Jahres hatte ich die Möglichkeit mir die Blue Man Group anzuschauen. Die Karte war Teil einer Incentive-Veranstaltung: Zusammen mit einigen Kollegen hatte ich im vergangenen Jahr an einem Projekt mitgearbeitet und für dieses gab es nun zur "Belohnung" einen Abend mit lecker Essen, Getränken - und eben der Vorstellung der Blue Man Group. Bereits im Vorfeld hatte man ja schon einiges über diese Performance gehört. Zuletzt schließlich von meiner Kollegin Vroni, die einräumte, sie hätte selten etwas so sehr bereut, wie den Kauf dieser Eintrittskarten! Meine Erwartungen waren daher eher gedämpft. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.
In aufgeräumter Stimmung fuhr ich dann zusammen mit meinen 6 männlichen Kollegen und meinem Abteilungsleiter in zwei Autos nach Oberhausen. Ich stehe ja grundsätzlich nicht so auf Shopping-Malls wie das oberhausener Centro. Aber der Begriff Centro wird auch dort wohl inzwischen vermieden und man schreibt viel mehr von der "Neuen Mitte". So tobte dort auch an diesem Freitagabend schon recht emsig der Bär: die Promenade, an der sich neben vielen anderen Gastronomiestätten auch das von uns gewählte Steakhaus befand, erinnerte etwas an Playa del Ingles auf Gran Canaria und allein schon die Milieustudie der dort herumlaufenden Leutchen war diesen Abend wert - ist schon echt ein anderes Völkchen dort im Ruhrgebiet!
Nach einem leckeren Essen und Bier in unglaublichen Schlagzahlen ging es dann wohl genährt und leicht angeheitert in das Metronom-Theater. Schnell noch ein Bierchen im Stehen und dann ab in den Veranstaltungssaal. Bereits vor der Vorstellung bekam man via Leuchtbänder einen kleinen Vorgeschmack auf die Show: Hier wurde gebeben, nicht zu filmen und keine Fotos zu machen. Aber auch, bitte nicht zu spät zu kommen (wir durften später erleben, was denen widerfuhr, die tatsächlich zu spät kamen: die Show wurde in Helge-Schneider-Manier unterbrochen, die Zu-Spätkommer angestrahlt und via Leinwand konnten wir alle verfolgen, wie sie sich peinlich berührt auf ihre Plätze begaben). Zudem waren -angeblich- einige Personen im Saal, die z. B. an diesem Tag Geburtstag hatten und wir sollten bitte Happy Birthday sagen (aber bitte nicht singen!). Ob das alles so der Wahrheit entsprach oder nur gefälliger Showgag war sei dahin gestellt - das oberhausener Publikum jedenfalls ging mit und war für jede Aktion zu begeistern.
Bei Betreten des Saales hatte jeder einen kleinen Streifen weißen Krepppapiers erhalten, ohne nähere Anweisung, wie hiermit zu verfahren sei. Während ich meinen Papierstreifen mehr oder weniger achtlos in meine Tasche steckte, wickelte sich unser Abteilungsleiter sein Zelluloseband um den Kopf. Wir erfuhren nie, wozu diese Streifen dienten, lediglich via Textanzeige, dass es sich bei dem während der Show verwendeten Papier ausschließlich um "Umweltpapier" handele. Gleich ging die schmunzelnde Diskussion los, was denn bitte schön Umweltpapier sei...Recyclingpapier, das kennt man - aber Umweltpapier.....entstammt nicht jedes Papier irgendwie der Umwelt? Besonders umweltbewusst produziert war es m. E. jedenfalls nicht, da es auf jeden Fall gebleicht war. Das Papier kam dann auch nie wieder zum Einsatz und erst zum Schluss der Vorstellung tauchte wieder Papier dieser Art auf: Es wurde in unzähligen Bahnen von hinten bis vorne quer über den Zuschauerraum gespannt, so dass wir nach und nach alle auf diese Art und Weise vernetzt waren! So war nun auch wohl der Bogen zu den kleinen Papierstreifen am Anfang gespannt!
Als erstes warfen sich die blauen Gestalten, die ausschließlich pantomimisch und ohne Dialoge aktiv waren, gegenseitig Kaugummikugeln in die Münder. Einer der Drei spuckte nach Empfang unverzüglich eine Kugel mit Farbeffekt aus. Der andere fing lediglich die Kugeln auf - bis die Kapazität seines Mundes erschöpft war. Anschließend ließ er die Kaumassse auf einem Stehtisch entweichen - sie ähnelte einem Haufen weißer Sch.....! Anschließend holte er aus dem Nichts eine Tafel mit der Aufschrift "4.000 €" hervor und bepreiste so sein "Werk". Sehr schön passend zu meinem derzeit recht ambivaltenten Kunstverständnis anlässlich der aktuellen Skulptur-Projekte in Münster!
Die Blauen Männer ähnelten alles in allem Außerirdischen, die zufällig auf der Erde gelandet waren und den hiesigen Begebenheiten und Gegenständen mit einer naiven Neugier und einem kindlichen Entstaunen entgegenblickten. Hierdurch wirkten sie clownesk und hatten schon durch ihre Mimik und Gestik viele Lacher auf ihrer Seite.
Vielleicht sollte man sich grundsätzlich nicht allzu viele Gedanken um einen eventuellen intellektuellen Hintergrund der Show machen - schließlich wurde bereits zu Beginn angekündigt, dass es sich um eine Rock'n Roll Show handelte - und nicht etwa um Schopenhauers gesammelte Werke! Aber die ein oder andere Aktion stimmte denn doch nachdenklich. So wurden wir in einem Teil der Vorstellung auf unterhaltsame Art und Weise über den Aufbau der Sehnerven informiert und auch über die Verarbeitung von Reizen. Es wurden verschiedene Textpassagen auf die Leinwand projeziert, die allgemein über die Menge der zu verarbeitenden Informationen unterrichteten, aber auch darüber, dass wir viele Dinge nur unbewusst wahrnehmen und grade mit diesem Phänomen (z. B. in der Werbung) gerne gearbeitet wird. So tauchte in diesem Info-Text mit biologischen Fakten plötzlich, ich zweifelte kurz, ob ich mir das nur eingebildet hatte, der Text "nackte Menschen" auf. Wenigstens einem anderen Kollegen war dies allerdings auch aufgefallen, so dass hier nicht von einer Sinnestäuschung meinerseits die Rede sein kann!
Vom Tempo und auch von der Lautstärke her erinnerte die Show mich an die Vorstellungen des Circus Flic Flac. Die einzige Stelle, die ein wenig langatmig wurde, war die mit der aus dem Publikum geholten Frau, die mit den Blauen Männern kokettierte und von ihnen vorgeführt wurde. Das hätte ruhig etwas kürzer ausfallen können.
Modernes Infotainment, Reizüberflutung - dies war das Thema jener Passage, als auf der Bühne drei unterschiedlich beschriftete Tafeln ausgestellt wurden, deren Text unterschiedlich schnell wechselte. Zu Beginn wurde der Betrachter gebeten, sich für eine einzige Tafel zu entscheiden, was aber vermutlich niemand machte. Jeder war doch neugierig, was ihm entging und fühlte sich dann wohl ein wenig ertappt, als genau dies grade auf seiner jetzt ausgewählten Tafel zu sehen war!
Ebenfalls zum Thema wurden die Medien, als aus dem Nichts ein Fernseher erschien, der einen blauen Kopf auf dem Bildschirm hatte. Dieser schwebte auf die Bühne und erhielt Gesellschaft von zwei Blauen Männern, die ihre Köpfe in Fernseher-Formen verborgen hielten. Nun begann ein witziges Spiel der "drei" Fernsehköpfe, die sich gegenseitig z. B. einen weißen Schaum ins Gesicht spritzten: die Männer mit Fernsehköpfen konnten sich den Schaum selber abwischen, da sie ja auch über Rumpf und Arme verfügten - nur der Arme "nur Kopf" stand, pardon: schwebte hilflos da und war mangels Arm nicht in der Lage, sich zu reinigen!
Immer wieder gab es zwischendurch einge Feuerwerke aus Sound und Farbe, z. B. rhythmischem Cornflakes-Essen oder dem sehr effektvollen Schlagen von mit Farbe bekleckerter Drums! Der farbliche Höhepunkt sollte dann wohl mit dem Teil der Show erreicht sein, als ein Zuschauer hinter die Bühne geholt wurde. Via "Live-Aufzeichnung" konnten wir im Publikum beobachten, wie der arme Mann vollständig mit blauer Farbe bemalt und dann - quasi als Ganzkörperkunstwerk - an den Füßen aufgehängt und kopfüber gegen eine weiße Leinwand geschleudert wurde. Ob nun tatsächlich diese Mensch aus dem Publikum auf der Leinwand zu sehen war, muss ernsthaft bezweifelt werden - da er zuvor komplett mit weißem Schutzanzug und Helm umhüllt wurde, konnte man ihn auf dem Film auf keinen Fall wiedererkennen! Zudem würde eine solche Behandlung von Zuschauern nicht nur in den USA Klagen zur Folge haben! So blieb es ein wenig ein Rätsel, warum die Blauen Männer diesen Gag etwas hektisch in die Show einbauten. Vielleicht aber ganz passend zur heutigen TV-Kultur, wo die Zuschauermasse nur noch mit Sensationen und Skandalen zu begeistern ist.
Fazit: eine rasante Show mit Witz und Hintergrund. Ein Spiel mit Farben, Sound und Medien rund um Konsum, Reize, Informationsflut - sehr intensiv und sehr zeitgemäß.
In aufgeräumter Stimmung fuhr ich dann zusammen mit meinen 6 männlichen Kollegen und meinem Abteilungsleiter in zwei Autos nach Oberhausen. Ich stehe ja grundsätzlich nicht so auf Shopping-Malls wie das oberhausener Centro. Aber der Begriff Centro wird auch dort wohl inzwischen vermieden und man schreibt viel mehr von der "Neuen Mitte". So tobte dort auch an diesem Freitagabend schon recht emsig der Bär: die Promenade, an der sich neben vielen anderen Gastronomiestätten auch das von uns gewählte Steakhaus befand, erinnerte etwas an Playa del Ingles auf Gran Canaria und allein schon die Milieustudie der dort herumlaufenden Leutchen war diesen Abend wert - ist schon echt ein anderes Völkchen dort im Ruhrgebiet!
Nach einem leckeren Essen und Bier in unglaublichen Schlagzahlen ging es dann wohl genährt und leicht angeheitert in das Metronom-Theater. Schnell noch ein Bierchen im Stehen und dann ab in den Veranstaltungssaal. Bereits vor der Vorstellung bekam man via Leuchtbänder einen kleinen Vorgeschmack auf die Show: Hier wurde gebeben, nicht zu filmen und keine Fotos zu machen. Aber auch, bitte nicht zu spät zu kommen (wir durften später erleben, was denen widerfuhr, die tatsächlich zu spät kamen: die Show wurde in Helge-Schneider-Manier unterbrochen, die Zu-Spätkommer angestrahlt und via Leinwand konnten wir alle verfolgen, wie sie sich peinlich berührt auf ihre Plätze begaben). Zudem waren -angeblich- einige Personen im Saal, die z. B. an diesem Tag Geburtstag hatten und wir sollten bitte Happy Birthday sagen (aber bitte nicht singen!). Ob das alles so der Wahrheit entsprach oder nur gefälliger Showgag war sei dahin gestellt - das oberhausener Publikum jedenfalls ging mit und war für jede Aktion zu begeistern.
Bei Betreten des Saales hatte jeder einen kleinen Streifen weißen Krepppapiers erhalten, ohne nähere Anweisung, wie hiermit zu verfahren sei. Während ich meinen Papierstreifen mehr oder weniger achtlos in meine Tasche steckte, wickelte sich unser Abteilungsleiter sein Zelluloseband um den Kopf. Wir erfuhren nie, wozu diese Streifen dienten, lediglich via Textanzeige, dass es sich bei dem während der Show verwendeten Papier ausschließlich um "Umweltpapier" handele. Gleich ging die schmunzelnde Diskussion los, was denn bitte schön Umweltpapier sei...Recyclingpapier, das kennt man - aber Umweltpapier.....entstammt nicht jedes Papier irgendwie der Umwelt? Besonders umweltbewusst produziert war es m. E. jedenfalls nicht, da es auf jeden Fall gebleicht war. Das Papier kam dann auch nie wieder zum Einsatz und erst zum Schluss der Vorstellung tauchte wieder Papier dieser Art auf: Es wurde in unzähligen Bahnen von hinten bis vorne quer über den Zuschauerraum gespannt, so dass wir nach und nach alle auf diese Art und Weise vernetzt waren! So war nun auch wohl der Bogen zu den kleinen Papierstreifen am Anfang gespannt!
Als erstes warfen sich die blauen Gestalten, die ausschließlich pantomimisch und ohne Dialoge aktiv waren, gegenseitig Kaugummikugeln in die Münder. Einer der Drei spuckte nach Empfang unverzüglich eine Kugel mit Farbeffekt aus. Der andere fing lediglich die Kugeln auf - bis die Kapazität seines Mundes erschöpft war. Anschließend ließ er die Kaumassse auf einem Stehtisch entweichen - sie ähnelte einem Haufen weißer Sch.....! Anschließend holte er aus dem Nichts eine Tafel mit der Aufschrift "4.000 €" hervor und bepreiste so sein "Werk". Sehr schön passend zu meinem derzeit recht ambivaltenten Kunstverständnis anlässlich der aktuellen Skulptur-Projekte in Münster!
Die Blauen Männer ähnelten alles in allem Außerirdischen, die zufällig auf der Erde gelandet waren und den hiesigen Begebenheiten und Gegenständen mit einer naiven Neugier und einem kindlichen Entstaunen entgegenblickten. Hierdurch wirkten sie clownesk und hatten schon durch ihre Mimik und Gestik viele Lacher auf ihrer Seite.
Vielleicht sollte man sich grundsätzlich nicht allzu viele Gedanken um einen eventuellen intellektuellen Hintergrund der Show machen - schließlich wurde bereits zu Beginn angekündigt, dass es sich um eine Rock'n Roll Show handelte - und nicht etwa um Schopenhauers gesammelte Werke! Aber die ein oder andere Aktion stimmte denn doch nachdenklich. So wurden wir in einem Teil der Vorstellung auf unterhaltsame Art und Weise über den Aufbau der Sehnerven informiert und auch über die Verarbeitung von Reizen. Es wurden verschiedene Textpassagen auf die Leinwand projeziert, die allgemein über die Menge der zu verarbeitenden Informationen unterrichteten, aber auch darüber, dass wir viele Dinge nur unbewusst wahrnehmen und grade mit diesem Phänomen (z. B. in der Werbung) gerne gearbeitet wird. So tauchte in diesem Info-Text mit biologischen Fakten plötzlich, ich zweifelte kurz, ob ich mir das nur eingebildet hatte, der Text "nackte Menschen" auf. Wenigstens einem anderen Kollegen war dies allerdings auch aufgefallen, so dass hier nicht von einer Sinnestäuschung meinerseits die Rede sein kann!
Vom Tempo und auch von der Lautstärke her erinnerte die Show mich an die Vorstellungen des Circus Flic Flac. Die einzige Stelle, die ein wenig langatmig wurde, war die mit der aus dem Publikum geholten Frau, die mit den Blauen Männern kokettierte und von ihnen vorgeführt wurde. Das hätte ruhig etwas kürzer ausfallen können.
Modernes Infotainment, Reizüberflutung - dies war das Thema jener Passage, als auf der Bühne drei unterschiedlich beschriftete Tafeln ausgestellt wurden, deren Text unterschiedlich schnell wechselte. Zu Beginn wurde der Betrachter gebeten, sich für eine einzige Tafel zu entscheiden, was aber vermutlich niemand machte. Jeder war doch neugierig, was ihm entging und fühlte sich dann wohl ein wenig ertappt, als genau dies grade auf seiner jetzt ausgewählten Tafel zu sehen war!
Ebenfalls zum Thema wurden die Medien, als aus dem Nichts ein Fernseher erschien, der einen blauen Kopf auf dem Bildschirm hatte. Dieser schwebte auf die Bühne und erhielt Gesellschaft von zwei Blauen Männern, die ihre Köpfe in Fernseher-Formen verborgen hielten. Nun begann ein witziges Spiel der "drei" Fernsehköpfe, die sich gegenseitig z. B. einen weißen Schaum ins Gesicht spritzten: die Männer mit Fernsehköpfen konnten sich den Schaum selber abwischen, da sie ja auch über Rumpf und Arme verfügten - nur der Arme "nur Kopf" stand, pardon: schwebte hilflos da und war mangels Arm nicht in der Lage, sich zu reinigen!
Immer wieder gab es zwischendurch einge Feuerwerke aus Sound und Farbe, z. B. rhythmischem Cornflakes-Essen oder dem sehr effektvollen Schlagen von mit Farbe bekleckerter Drums! Der farbliche Höhepunkt sollte dann wohl mit dem Teil der Show erreicht sein, als ein Zuschauer hinter die Bühne geholt wurde. Via "Live-Aufzeichnung" konnten wir im Publikum beobachten, wie der arme Mann vollständig mit blauer Farbe bemalt und dann - quasi als Ganzkörperkunstwerk - an den Füßen aufgehängt und kopfüber gegen eine weiße Leinwand geschleudert wurde. Ob nun tatsächlich diese Mensch aus dem Publikum auf der Leinwand zu sehen war, muss ernsthaft bezweifelt werden - da er zuvor komplett mit weißem Schutzanzug und Helm umhüllt wurde, konnte man ihn auf dem Film auf keinen Fall wiedererkennen! Zudem würde eine solche Behandlung von Zuschauern nicht nur in den USA Klagen zur Folge haben! So blieb es ein wenig ein Rätsel, warum die Blauen Männer diesen Gag etwas hektisch in die Show einbauten. Vielleicht aber ganz passend zur heutigen TV-Kultur, wo die Zuschauermasse nur noch mit Sensationen und Skandalen zu begeistern ist.
Fazit: eine rasante Show mit Witz und Hintergrund. Ein Spiel mit Farben, Sound und Medien rund um Konsum, Reize, Informationsflut - sehr intensiv und sehr zeitgemäß.
Donnerstag, 30. August 2007
Sonntag, 26. August 2007
Tag der offenen Tür 25.08.2007
Wir sind ein toller Verein. Wir haben ein erstklassiges Dojo. Wir wissen das. Jetzt sollten es auch alle anderen erfahren. Darum veranstalteten wir am 25.08.2007 einen Tag der offenen Tür, an dem von 10 bis 17 Uhr unser gesamtes Vereinsprogramm vorgestellt werden sollte. Durch Plakate, Zeitungsinserate und natürlich Mundpropaganda wurde dieser Tag bekannt gemacht und alle Vereinsmitglieder wurde dermaßen motiviert, dass nicht nur die regelmäßig Trainierenden, sondern auch derzeit Pausierende und auch "Alte Hasen" sich aus ihren Löchern trauten und uns Gesellschaft leisteten. Wir boten Kinderkarate, Tai Chi, Frauen-Selbstverteidigung, Kick'n Shape, Karate-Leistungstraining und Karatetraining für Ü30 und interessierte Anfänger. Lediglich die Trainer für das zur Zeit sehr beliebte Yoga und auch das Iaido waren an diesem Tag verhindert. Abgesehen vom Karate-Leistungstraining, das den Karatekas ab Violettgurt vorbehalten war, waren alle Aktionen auch für Ungeübte zum Mitmachen gedacht. Zahlreiche Vereinsmitglieder hatten im Vorfeld ihre Küchen belagert und ein mannigfaltiges Buffet zusammengestellt. So hatten wir eine Vielfalt an Kuchen und Salaten, die "Grillmaster" Volker dann noch mit zünftigen Würstchen abrundete. Der Getränkevorrat schmolz nicht nur anlässlich des spätsommerlichen Wetters wie nix dahin - auch die Anstrengung der Aktiven sorgte für einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Wenn auch die Besucherzahl hinter unseren Erwartungen zurückblieb, so gab es doch bei jedem Programmpunkt Externe, die am Training teilnahmen.
Bereits zu Beginn der Karate-Kindereinheit spazierte z. B. eine ca. 6 Jahre alte kleine Dame selbstbewusst im Karategi ins Dojo, während sich ein kleiner Junge nur mit Papi in die Halle traute. Beide machten dann aber fleißig in der Kindergruppe mit. Beim Tai Chi ließen sich einige Neulinge in das Geheimnis der sanften Kampfkunst einführen, während bei der Frauen Selbstverteidigung selbst erfahrende Dan-Trägerinnen über die Effektivität einiger Übungen überrascht waren. Beim Kick'n Shape musste vor dem Training auf die Schnelle eine technische Panne bei der Musikanlage behoben werden, dann gab es aber kein Halten mehr und der Schweiß floss in Strömen! Die an diesem Tag verhinderte Trainerin Jessica wurde durch zwei erfahrene Kursteilnehmerinnen ersetzt. Nach einer beeindruckenden Kurz-Choreografie, die von den Kursteilnehmerinnen eingeübt worden war, wurden mit den Gästen weniger anspruchsvolle Kombinationen geübt, so dass man sich allgemein auf das Schwitzen konzentrieren musste und nicht auf komplizierte Schrittfolgen. Nach einer kurzen Pause, in der das Karate-Demo-Team eine kleine Vorstellung darbot, sammelten sich nach und nach die Teilnehmer des Karate-Leistungstrainings im Gi. Obgleich dieser Programmpunkt nur zum Zuschauen war, gestaltete er sich doch wohl zum Höhepunkt unseres Tages: Eine beeindruckende Vielzahl an Trainierenden vom Violett- bis zum Schwarzgurt füllte das Dojo, so dass wir uns in vier Reihen aufstellen mussten. Nach schweißtreibenden Kumiteübungen zum Aufwärmen wurden wir durch komplexe Partnerübungen, die wir erst zu zweit, dann in Gruppen à fünf Karatekas auszuführen hatten, auf Touren gebracht. Die Luft in der Trainingshalle war nicht nur von unseren Ausdünstungen erfüllt, sondern auch vom Rascheln der cirka 40 Karategis, konzentrierten Atemzügen und kräftigen Kiais! Zum Abschluss ließen uns die Trainer Jörgl und Michael einige Male unter verschiedenen Anforderungsschwerpunkten die Heian Godan laufen, dann war die Einheit geschafft!
Zu guter Letzt konnten Trainerkollege Matthes Elzinga und ich noch die interessierten Zuschauer auffordern, an dem nun folgenden Ü30-Training teilzunehmen.
Am Ende des ereignisreichen Tages fanden sich nur noch wenige Grillwürstchen aber viele zufriedene Gäste und Karatekas auf unserer Dojo-Terrasse, um bei einer Apfelschorle oder einem Bierchen den Tag ausklingen zu lassen. Einhellig war die Meinung: Das machen wir mal wieder!
Bereits zu Beginn der Karate-Kindereinheit spazierte z. B. eine ca. 6 Jahre alte kleine Dame selbstbewusst im Karategi ins Dojo, während sich ein kleiner Junge nur mit Papi in die Halle traute. Beide machten dann aber fleißig in der Kindergruppe mit. Beim Tai Chi ließen sich einige Neulinge in das Geheimnis der sanften Kampfkunst einführen, während bei der Frauen Selbstverteidigung selbst erfahrende Dan-Trägerinnen über die Effektivität einiger Übungen überrascht waren. Beim Kick'n Shape musste vor dem Training auf die Schnelle eine technische Panne bei der Musikanlage behoben werden, dann gab es aber kein Halten mehr und der Schweiß floss in Strömen! Die an diesem Tag verhinderte Trainerin Jessica wurde durch zwei erfahrene Kursteilnehmerinnen ersetzt. Nach einer beeindruckenden Kurz-Choreografie, die von den Kursteilnehmerinnen eingeübt worden war, wurden mit den Gästen weniger anspruchsvolle Kombinationen geübt, so dass man sich allgemein auf das Schwitzen konzentrieren musste und nicht auf komplizierte Schrittfolgen. Nach einer kurzen Pause, in der das Karate-Demo-Team eine kleine Vorstellung darbot, sammelten sich nach und nach die Teilnehmer des Karate-Leistungstrainings im Gi. Obgleich dieser Programmpunkt nur zum Zuschauen war, gestaltete er sich doch wohl zum Höhepunkt unseres Tages: Eine beeindruckende Vielzahl an Trainierenden vom Violett- bis zum Schwarzgurt füllte das Dojo, so dass wir uns in vier Reihen aufstellen mussten. Nach schweißtreibenden Kumiteübungen zum Aufwärmen wurden wir durch komplexe Partnerübungen, die wir erst zu zweit, dann in Gruppen à fünf Karatekas auszuführen hatten, auf Touren gebracht. Die Luft in der Trainingshalle war nicht nur von unseren Ausdünstungen erfüllt, sondern auch vom Rascheln der cirka 40 Karategis, konzentrierten Atemzügen und kräftigen Kiais! Zum Abschluss ließen uns die Trainer Jörgl und Michael einige Male unter verschiedenen Anforderungsschwerpunkten die Heian Godan laufen, dann war die Einheit geschafft!
Zu guter Letzt konnten Trainerkollege Matthes Elzinga und ich noch die interessierten Zuschauer auffordern, an dem nun folgenden Ü30-Training teilzunehmen.
Am Ende des ereignisreichen Tages fanden sich nur noch wenige Grillwürstchen aber viele zufriedene Gäste und Karatekas auf unserer Dojo-Terrasse, um bei einer Apfelschorle oder einem Bierchen den Tag ausklingen zu lassen. Einhellig war die Meinung: Das machen wir mal wieder!
Freitag, 24. August 2007
Sonntag, 19. August 2007
Risto Kiiskilä in Münster 18./19.08.2007
Nach meinem ausgiebigen Finnlandlehrgang kam nun mein Sensei in meine Heimatstadt! Ich hatte gar keine Zeit, mich vorher drauf zu freuen und auch die berühmten leichten Schmetterlinge im Bauch vor lauter Aufregung blieben aus! So zog ich gestern Mittag in aller Eile per Fahrrad zur Turnhalle der Paul-Gerhard-Schule. Es war leider schon im vergangenen Jahr so, dass der Lehrgang nicht so gut besucht war, wie sich Ausrichter Klaus Maretzke vom Bushido Münster es erhofft hatte. Und diesmal waren noch weniger Karatekas eingetroffen, um sich von Risto die Besonderheiten seines Karate-Weges zeigen zu lassen. Neben den Münsteraner Karatekas vom Bushido und aus unserem Dojo war noch eine kleine Fraktion aus Gladbeck angereist und noch einige Leute aus Norddeutschland (Hamburg und Syke). Die Norddeutschen hatte ich persönlich noch nie auf einem Risto-Lehrgang gesehen und sie schienen mit seiner Art, Karate zu machen, noch nicht so vertraut.
Der Schwerpunkt lag eindeutig auf allgemeinen Risto-Grundlagen wie Schwerpunktverlagerung, Kraftübertragung und Distanzüberwindung. Gleich zu Beginn wurde uns wieder einmal vermittelt, dass die Hüften in den Oberschenkeln liegen. Wieder eindrucksvoll wurde erläutert, warum im Kihon der Oberstufe die Faust nicht gleichzeitig mit dem Fuß aufsetzt. Es ist bei kurzer Distanz so, dass die Faust zuerst auftrifft, sind längere Distanzen zu überwinden, setzt erst der Fuß auf, dann kommt die Hüfte mit dem Ellenbogen und dann trifft die Faust ins Ziel. Schon nicht einfach zu vermitteln, schätze ich. Aber noch schwerer, dies zu verstehen, wenn man es nicht schon -wie ich- zig mal gehört hat! Ich bin ganz bestimmt ein langsamer Lerntyp - aber allmählich setzen sich für mich die Teile des Risto-Puzzles zusammen und ich beginne, das System, das dahinter steckt, zu verstehen. Ein Braungurt, der "ohne System" Karate zu machen schien (so Risto), ist dann auch durch die Prüfung gerasselt! Es war diesmal kein "running gag", als die Urkunde vor aller Augen zerrissen wurde! Der Arme!
Was habe ich noch in Erinnerung behalten? Gestern hatte ich Björn aus Syke als Partner. Er wurde auch einige Male zum Vormachen oder als Sparringspartner nach vorne geholt. War ganz gut drauf und wir haben schön miteinander trainiert.
Heute hatte ich eine kleine Dan-Trägerin aus Hamburg vor mir. Sie war die Bewegungsabläufe noch nicht so gewohnt und außerdem durfte ich sie nicht richtig in den Bauch boxen. Nun, da bin ich dann auch nicht so auf meine Kosten gekommen. Dafür hatte ich mich zuvor mit Lara und Jutta vom Bushido unterhalten. Besonders Lara ist wohl ganz heiß auf Kumite und vielleicht will sie mich zum Intensiv-Lehrgang im Januar begleiten! Das wird sicher nett!
Heute ist mir erstmals bei den Schrittkombinationen aus der Hokkyokuko ein Licht aufgegangen. Risto ließ uns einige Schrittfolgen erarbeiten, ohne dass wir jedoch die ganze Kata gelaufen sind. Reichte auch so! Es klappte jetzt ganz gut. Werde mir demnächst mal die CD von Reijo genauer zur Brust nehmen! Heute haben sich mir einige Dinge erschlossen, die mir sonst verschleiert blieben und an denen ich fast verzweifelt wäre! Mal schauen, ob mir demnächst die ganze Kata leichter fällt!
Ich werde in Kürze mal abchecken, ob der nächste Intensivkurs bei Risto Ende September tatsächlich in Kamenz stattfindet, wie mir erzählt wurde, oder vielleicht in Frankfurt. Nach Frankfurt könnte ich mich direkt aufmachen. Vielleicht die Kids bei meiner Schwester Christine lassen....
Zusammengefasst war es also im Vergleich mit meinen bisherigen Risto- und sonstigen Karateerlebnissen dieses Jahr kein spektakulärer Lehrgang, aber einer, der durch stete Wiederholung auch mir die "Ristoratio" erschließt und mich vielleicht auf diese Weise etwas weitergebracht hat!
So freue ich mich schon darauf, dass ich beim nächsten Lehrgang dieser Art wieder ein wenig besser mithalten kann.
Der Schwerpunkt lag eindeutig auf allgemeinen Risto-Grundlagen wie Schwerpunktverlagerung, Kraftübertragung und Distanzüberwindung. Gleich zu Beginn wurde uns wieder einmal vermittelt, dass die Hüften in den Oberschenkeln liegen. Wieder eindrucksvoll wurde erläutert, warum im Kihon der Oberstufe die Faust nicht gleichzeitig mit dem Fuß aufsetzt. Es ist bei kurzer Distanz so, dass die Faust zuerst auftrifft, sind längere Distanzen zu überwinden, setzt erst der Fuß auf, dann kommt die Hüfte mit dem Ellenbogen und dann trifft die Faust ins Ziel. Schon nicht einfach zu vermitteln, schätze ich. Aber noch schwerer, dies zu verstehen, wenn man es nicht schon -wie ich- zig mal gehört hat! Ich bin ganz bestimmt ein langsamer Lerntyp - aber allmählich setzen sich für mich die Teile des Risto-Puzzles zusammen und ich beginne, das System, das dahinter steckt, zu verstehen. Ein Braungurt, der "ohne System" Karate zu machen schien (so Risto), ist dann auch durch die Prüfung gerasselt! Es war diesmal kein "running gag", als die Urkunde vor aller Augen zerrissen wurde! Der Arme!
Was habe ich noch in Erinnerung behalten? Gestern hatte ich Björn aus Syke als Partner. Er wurde auch einige Male zum Vormachen oder als Sparringspartner nach vorne geholt. War ganz gut drauf und wir haben schön miteinander trainiert.
Heute hatte ich eine kleine Dan-Trägerin aus Hamburg vor mir. Sie war die Bewegungsabläufe noch nicht so gewohnt und außerdem durfte ich sie nicht richtig in den Bauch boxen. Nun, da bin ich dann auch nicht so auf meine Kosten gekommen. Dafür hatte ich mich zuvor mit Lara und Jutta vom Bushido unterhalten. Besonders Lara ist wohl ganz heiß auf Kumite und vielleicht will sie mich zum Intensiv-Lehrgang im Januar begleiten! Das wird sicher nett!
Heute ist mir erstmals bei den Schrittkombinationen aus der Hokkyokuko ein Licht aufgegangen. Risto ließ uns einige Schrittfolgen erarbeiten, ohne dass wir jedoch die ganze Kata gelaufen sind. Reichte auch so! Es klappte jetzt ganz gut. Werde mir demnächst mal die CD von Reijo genauer zur Brust nehmen! Heute haben sich mir einige Dinge erschlossen, die mir sonst verschleiert blieben und an denen ich fast verzweifelt wäre! Mal schauen, ob mir demnächst die ganze Kata leichter fällt!
Ich werde in Kürze mal abchecken, ob der nächste Intensivkurs bei Risto Ende September tatsächlich in Kamenz stattfindet, wie mir erzählt wurde, oder vielleicht in Frankfurt. Nach Frankfurt könnte ich mich direkt aufmachen. Vielleicht die Kids bei meiner Schwester Christine lassen....
Zusammengefasst war es also im Vergleich mit meinen bisherigen Risto- und sonstigen Karateerlebnissen dieses Jahr kein spektakulärer Lehrgang, aber einer, der durch stete Wiederholung auch mir die "Ristoratio" erschließt und mich vielleicht auf diese Weise etwas weitergebracht hat!
So freue ich mich schon darauf, dass ich beim nächsten Lehrgang dieser Art wieder ein wenig besser mithalten kann.
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