Heute war mein erster 10-Kilometer-Lauf. Ich war gleich früh um 9 vor Ort und hab meine Startnummer abgeholt. Der Lauf fand direkt um die Ecke am Allwetterzoo statt, so dass es für mich quasi ein "Heimspiel" war :-)
Als ich dann kurz vor dem Lauf wieder vor Ort war, sah ich einige Bekannte - längst aber nicht soviele wie beim Active-Firmenlauf. Ich hatte die Nummer 244 und hielt mich beim Start im Mittelfeld der Starter auf. Es ging gemächlich los, vom Sportplatz Richtung Aasee, dann rechts rum, am Mühlenhof vorbei. Hier hatte ich plötzlich keine Lust mehr - ich HASSTE Laufen! Zum Glück war Marcel vom Karate neben mir und war entsetzt, als ich ihm zuquengelte, dass ich jetzt "nach Hause" wollte! Ich sollte mich gefälligst so verhalten wie beim Karate und KÄMPFEN! Puh,...das ist mir aber beim Karate lieber. Bald sah ich eine Frau vor mir, die in etwa meine Statur hatte, also keine typische Läuferfigur, sondern eher wie ich "quadratisch, praktisch, gut." Sie hatte eine hohe Schrittfrequenz und war ein ganz kleines Bisschen schneller als ich. Ich heftete mich unbemerkt an ihre Fersen und schleppte mich so durch die nächsten beiden Kilometer. Kurz vor dem Sportplatz, also nach ca. 4 Kilometern Lauf, stoppte sie plötzlich, um ihren Schuh zuzumachen. Ich also an ihr vorbei und auf das Sportplatzgelände. Dort sah ich bald die Zeitanzeige, die mir doch glatt kurz vor Ende der ersten Hälfte eine Zeit von 00:28:31 oder so anzeigte! Mann, sollte ich es doch UNTER einer Stunde schaffen??? Zum ersten Mal wurde eine schwache Hoffnung wach. Und plötzlich, kurz nach dem Erfrischungswasser, das uns an der Strecke gereicht wurde, war die Frau wieder da. "Ach, da bist Du ja wieder!", rief ich ihr erfreut zu! Sie war sehr überrascht - hatte sie doch gar nichts von ihrem "Schatten" mitbekommen. Jetzt ließ ich mich wieder von ihr ziehen und wir zogen an ein paar Läufern vorbei, ließen auch einige an uns vorbeilaufen. Irgendwann am Aaseeberg merkte ich, wie bei mir plötzlich ein Schalter umgeschaltet wurde! Das ist bei mir so eine magische Grenze, so nach ca. 40 Minuten Laufen. Mein Kopf wurde frei, die Bewegungen leicht und irgendwelche Glückshormone wurden anscheinend durch meine Adern gespült! Meine "Heldin" machte dagegen schlapp und ich ließ auch sie hinter mir. Ich ging plötzlich ab wie nix und die Meter schmolzen und schmolzen! Als ich sah, dass ich nur noch einen Kilometer zu laufen hatte, gab ich nochmal richtig Gas! Da! - Die Zeitanzeige! 00:56:irgendwas! Irre! Jetzt ging es nur noch runter zur 400-Meter-Bahn! Hier konnte ich noch tatsächlich einen zünftigen Endspurt hinlegen! Der Typ, der grade versucht hatte, mich noch zu überholen, gab dies auf. Vor mir waren noch zwei Frauen, die vom Rasen aus angefeuert wurden. Die Anfeuerung bezog ich aber glatt auch auf mich - und zog noch kurz vor dem Ziel an beiden Frauen vorbei. Wahnsinn! 00:56:55! Platz 245 von 315 ist sicher keine Glanzleistung - aber in meiner Altersklasse war ich immerhin 16. von 26.
Also - Laufen wird sicher nie meine Leidenschaft werden. Aber wenn es mal so gut "läuft", macht es tatsächlich Spaß! :-)
Sonntag, 19. April 2009
Donnerstag, 16. April 2009
Heute Radfahren und Laufen
Gestern hatte ich es anders herum ausprobiert: Erst eine Dreiviertelstunde Kata als Turniervorbereitung geübt und dann 5 km schnell gelaufen. Mann, Mann, Mann, ich glaube, die Spaziergänger am Kanal waren drauf und dran, den Notarzt zu rufen, so rot sah ich aus im Gesicht! Es war aber auch zuuu heiß! Die Katas waren so leidlich und der Lauf, naja, ... schnell war ich wohl - WIE schnell kann ich leider wieder nicht sagen, weil die Pulsuhr nicht richtig anzeigte...so ein Sch... Naja, heute soll angeblich für eine Weile der letzte schöne Tag sein. Darum will ich mal mein Rennradl satteln und anschließend wieder die Laufschuhe schnüren....mal sehen, wie es mir heute ergeht bei der Hitze. Morgen werde ich mich ganz auf das Karatetraining konzentrieren, Samstag schwimmen und Sonntag ist der 10-km-Lauf rund um den Allwetterzoo. Mein erster Zehner!!! Oha!
Montag, 13. April 2009
Faust mit den Kids
Das war ein echt gelungenes Osterfest (und es ist ja noch nicht vorbei): erst die schöne Tour durch Kinderhaus am Samstag, dann gestern erst Eiersuchen, ein schönes Frühstück und dann ein schöner Spaziergang mit den Kids am Kanal (Schleuse). Schließlich noch Oma und Opa zum Kaffee und dann .... hatte ich die Großen mal gefragt, ob sie nicht Lust hätten, mit mir zusammen den Faust (Teil I) anzusehen. Am Ostersonntag sollte nämlich die Wiederaufnahme in den neuen Spielplan beginnen. Franzi war natürlich sofort begeistert, Felix schwankte etwas. Dann kam er aber doch mit.
Das Theater war trotz des Feiertags fast ausverkauft. Naja, die oberen Ränge, auf denen auch wir mit unseren 5-Euro-Tickets saßen, hatten noch etwas Luft - aber ansonsten war echt gut was los. Natürlich waren meine Kids mit die Jüngsten und kurz beschlichen mich doch Zweifel, ob das eine gute Idee war, sie mitzunehmen. Wären sie nicht doch überfordert?
Wir fanden unsere Plätze schnell: ganz oben, rechts außen. Mit Frank hatte ich beim ersten Ansehen der Vorstellung auf der anderen Seite gesessen. Jetzt also alles aus einer anderen Perspektive - ich war gespannt.
Das Stück hat für Nicht-Kenner eindeutige Längen am Anfang, wo die Zerrissenheit und die Suche des Faust nach dem, "was die Welt im Innersten zusammenhält" erklärt wird. Hier musste ich den Kids das Ein- oder Andere erklären. Die beiden hatten doch auch einige Probleme mit der Versform. Das hat mich allerdings etwas gewundert, denn Gedichte wie Der Zauberlehrling sind ihnen schon vertraut.
Felix baute dann bereits nach einer Viertelstunde ab, turnte beängstigend auf der Ballustrade herum und meinte fortwährend, er müsste jetzt zur Toilette oder einmal so im Treppenhaus herumlaufen. Eine Weile lang konnte ich ihn dazu bewegen, zu bleiben. Aber nach eineinhalb Stunden ließ ich ihn dann laufen. Da wäre ja auch ein normaler Kinofilm zuende gewesen. Kurz vor der Pause kam er dann wieder zu uns (ich hätte gewettet, er würde im Foyer auf uns warten). Er versicherte, in der Pause heimfahren zu wollen (das hatten wir so abgesprochen für den Fall, dass es den Kindern nicht gefällt und das kann man sich ja bei den billigen Eintrittskarten auch durchaus herausnehmen). Wir besprachen dann schon einmal leise, wie wir das mit dem Fahrradschloss regeln würden (er hatte die Kinderräder mit seinem Schloss versehen). Dann fragte ich ihn, ob es Sinn machen würde, ihn mit dem Kauf einer Laugenbrezel in der Pause zu "bestechen" und er sagte doch tatsächlich mit leuchtenden Augen "Ja"! Das hätte ich nicht gedacht, dass ich ihn so leicht rumkriege ;-) Aber ich glaube auch, er wollte sich nicht die Blöße geben und alleine vorzeitig nach Hause fahren. Franzi hatte nämlich zunehmend Gefallen am Stück gefunden.
In der Pause fielen die Kids natürlich erstmal über die Schälchen mit dem Gratis-Kabberzeug her, das in dem Gastronomiebereich auf den Tischen stand. Es war mir einerseits ein bischen peinlich, wie sie da so durch die Räume pflügten und die Tische plünderten - andererseits wiesen sie mich auch empört darauf hin, dass ein kleines Glas stilles (!) Wasser 2,50 Euro kosten würde. Da war mein Gewissen dann wieder beruhigt. Zum Glück hatte ich in meinem kleinen Rucksack zwei kleine Flaschen Wasser hereingeschmuggelt ;-)
Die Zweite "Halbzeit" dauerte dann nur noch eine knappe Stunde. Ich konnte Felix schon gleich nach der Pause beruhigen, dass thematisch nicht mehr viel kommt. Die Tatsache, dass ich recht "faustfest" bin und auch diese Inszenierung schon kannte, kam mir hier am Schluss doch zugute: Grade die Tatsache, dass Gretchen erst ihre Mutter umbringt um sich mit Faust zu vergnügen, dass sie schwanger wird, dass ihr Bruder heimkommt und von ihren Schandtaten gehört hatte, schließlich, dass sie ihr Kind getötet hat und deshalb selber zum Tode verurteilt wurde - das muss man wissen, sonst erkennt man es nicht. Hier wurde viel mit Symbolen gearbeitet. Der Tod der Mutter wird durch einen Gospelchor angedeutet, der singt: Sometimes I feel like a motherless child. Da muss man erst mal drauf kommen. Naja, aber das konnte ich alles den beiden Großen erklären und grade Franziska hat es super aufgenommen.
Nicht nur für Felix kam dann unser persönliches Highlight der Aufführung kurz vor Schluss. Franzi stupste mich plötzlich mit großen Augen an und wies zu meiner Linken - und da stand er plötzlich, nur eine Armlänge voraus, direkt in unserer Loge: der Leibhaftige! Tatsächlich erinnerte ich mich plötzlich, dass der Teufel ja Faustens Seele am Ende des Stückes einfordert - und zwar von einem Balkon aus. Tja und das war eben UNSER Balkon! Die Kids waren natürlich ehrfürchtig erstarrt und auch Felix fiel das Stillsitzen plötzlich für die letzten Minuten gar nicht mehr schwer ;-)
Ich glaube, das Stück hat einigen Eindruck bei den Kids hinterlassen. Ich hatte ihnen schon zu Beginn gesagt, dass es nicht wichtig ist, jedes Wort zu verstehen. Es reicht, wenn man die Zusammenhänge begreift und vor allem auch die schönen Verse einfach mal auf sich wirken läßt. Besonders die letzten Musikstücke waren den Kids auch bekannt (z. B. Highway to Hell von ACDC), da kam schon echt Begeisterung über. Sprichwörter, die uns auch oft im Alltag begegnen wie "Das also ist des Pudels Kern" oder die berühmte "Gretchenfrage" konnten hier erklärt werden. Franzi stellte viele kluge Fragen, z. B., ob der Faust schon von Anfang an böse sei. Ich sagte erst "eigentlich nicht, er ist nur auf der Suche nach etwas wie dem Sinn des Lebens". "Ja, aber im Stück heißt es doch: Du suchst den Geist, der dir am meisten gleicht. Also muss er dem Teufel doch auch da schon ähnlich gewesen sein." Tja, da kam ich dann auch ins Grübeln. Vielleicht tragen wir einfach alle schon etwas mephistophelisches in uns - und so sympatisch wie der alte Schelm überkam, finden wir uns in ihm wohl auch gerne wieder ;-)
Wie ich es schon geahnt hatte, ist dieses Stück ein toller Einstieg für Jugendliche in die Welt des Theaters der Klassiker. In jedem Fall war es ein gelungener Abend mal abseits von "Schloss Einstein", "Spongebob Schwammkopf" und co.
Das Theater war trotz des Feiertags fast ausverkauft. Naja, die oberen Ränge, auf denen auch wir mit unseren 5-Euro-Tickets saßen, hatten noch etwas Luft - aber ansonsten war echt gut was los. Natürlich waren meine Kids mit die Jüngsten und kurz beschlichen mich doch Zweifel, ob das eine gute Idee war, sie mitzunehmen. Wären sie nicht doch überfordert?
Wir fanden unsere Plätze schnell: ganz oben, rechts außen. Mit Frank hatte ich beim ersten Ansehen der Vorstellung auf der anderen Seite gesessen. Jetzt also alles aus einer anderen Perspektive - ich war gespannt.
Das Stück hat für Nicht-Kenner eindeutige Längen am Anfang, wo die Zerrissenheit und die Suche des Faust nach dem, "was die Welt im Innersten zusammenhält" erklärt wird. Hier musste ich den Kids das Ein- oder Andere erklären. Die beiden hatten doch auch einige Probleme mit der Versform. Das hat mich allerdings etwas gewundert, denn Gedichte wie Der Zauberlehrling sind ihnen schon vertraut.
Felix baute dann bereits nach einer Viertelstunde ab, turnte beängstigend auf der Ballustrade herum und meinte fortwährend, er müsste jetzt zur Toilette oder einmal so im Treppenhaus herumlaufen. Eine Weile lang konnte ich ihn dazu bewegen, zu bleiben. Aber nach eineinhalb Stunden ließ ich ihn dann laufen. Da wäre ja auch ein normaler Kinofilm zuende gewesen. Kurz vor der Pause kam er dann wieder zu uns (ich hätte gewettet, er würde im Foyer auf uns warten). Er versicherte, in der Pause heimfahren zu wollen (das hatten wir so abgesprochen für den Fall, dass es den Kindern nicht gefällt und das kann man sich ja bei den billigen Eintrittskarten auch durchaus herausnehmen). Wir besprachen dann schon einmal leise, wie wir das mit dem Fahrradschloss regeln würden (er hatte die Kinderräder mit seinem Schloss versehen). Dann fragte ich ihn, ob es Sinn machen würde, ihn mit dem Kauf einer Laugenbrezel in der Pause zu "bestechen" und er sagte doch tatsächlich mit leuchtenden Augen "Ja"! Das hätte ich nicht gedacht, dass ich ihn so leicht rumkriege ;-) Aber ich glaube auch, er wollte sich nicht die Blöße geben und alleine vorzeitig nach Hause fahren. Franzi hatte nämlich zunehmend Gefallen am Stück gefunden.
In der Pause fielen die Kids natürlich erstmal über die Schälchen mit dem Gratis-Kabberzeug her, das in dem Gastronomiebereich auf den Tischen stand. Es war mir einerseits ein bischen peinlich, wie sie da so durch die Räume pflügten und die Tische plünderten - andererseits wiesen sie mich auch empört darauf hin, dass ein kleines Glas stilles (!) Wasser 2,50 Euro kosten würde. Da war mein Gewissen dann wieder beruhigt. Zum Glück hatte ich in meinem kleinen Rucksack zwei kleine Flaschen Wasser hereingeschmuggelt ;-)
Die Zweite "Halbzeit" dauerte dann nur noch eine knappe Stunde. Ich konnte Felix schon gleich nach der Pause beruhigen, dass thematisch nicht mehr viel kommt. Die Tatsache, dass ich recht "faustfest" bin und auch diese Inszenierung schon kannte, kam mir hier am Schluss doch zugute: Grade die Tatsache, dass Gretchen erst ihre Mutter umbringt um sich mit Faust zu vergnügen, dass sie schwanger wird, dass ihr Bruder heimkommt und von ihren Schandtaten gehört hatte, schließlich, dass sie ihr Kind getötet hat und deshalb selber zum Tode verurteilt wurde - das muss man wissen, sonst erkennt man es nicht. Hier wurde viel mit Symbolen gearbeitet. Der Tod der Mutter wird durch einen Gospelchor angedeutet, der singt: Sometimes I feel like a motherless child. Da muss man erst mal drauf kommen. Naja, aber das konnte ich alles den beiden Großen erklären und grade Franziska hat es super aufgenommen.
Nicht nur für Felix kam dann unser persönliches Highlight der Aufführung kurz vor Schluss. Franzi stupste mich plötzlich mit großen Augen an und wies zu meiner Linken - und da stand er plötzlich, nur eine Armlänge voraus, direkt in unserer Loge: der Leibhaftige! Tatsächlich erinnerte ich mich plötzlich, dass der Teufel ja Faustens Seele am Ende des Stückes einfordert - und zwar von einem Balkon aus. Tja und das war eben UNSER Balkon! Die Kids waren natürlich ehrfürchtig erstarrt und auch Felix fiel das Stillsitzen plötzlich für die letzten Minuten gar nicht mehr schwer ;-)
Ich glaube, das Stück hat einigen Eindruck bei den Kids hinterlassen. Ich hatte ihnen schon zu Beginn gesagt, dass es nicht wichtig ist, jedes Wort zu verstehen. Es reicht, wenn man die Zusammenhänge begreift und vor allem auch die schönen Verse einfach mal auf sich wirken läßt. Besonders die letzten Musikstücke waren den Kids auch bekannt (z. B. Highway to Hell von ACDC), da kam schon echt Begeisterung über. Sprichwörter, die uns auch oft im Alltag begegnen wie "Das also ist des Pudels Kern" oder die berühmte "Gretchenfrage" konnten hier erklärt werden. Franzi stellte viele kluge Fragen, z. B., ob der Faust schon von Anfang an böse sei. Ich sagte erst "eigentlich nicht, er ist nur auf der Suche nach etwas wie dem Sinn des Lebens". "Ja, aber im Stück heißt es doch: Du suchst den Geist, der dir am meisten gleicht. Also muss er dem Teufel doch auch da schon ähnlich gewesen sein." Tja, da kam ich dann auch ins Grübeln. Vielleicht tragen wir einfach alle schon etwas mephistophelisches in uns - und so sympatisch wie der alte Schelm überkam, finden wir uns in ihm wohl auch gerne wieder ;-)
Wie ich es schon geahnt hatte, ist dieses Stück ein toller Einstieg für Jugendliche in die Welt des Theaters der Klassiker. In jedem Fall war es ein gelungener Abend mal abseits von "Schloss Einstein", "Spongebob Schwammkopf" und co.
Samstag, 11. April 2009
Zweimal Kinderhaus
Heute stand der Münsteraner Stadtteil Kinderhaus wohl im Mittelpunkt meiner Freizeitgestaltung! Ich hatte ja noch mein Schwimmpensum (insgesamt 1,8 km) zu absolvieren. Gestern, an Karfreitag, hatten die Bäder alle geschlossen, ebenso morgen, Ostersonntag. Also rechnete ich schon mit einem vollen Becken. Vorher kurz die Erinnerung: Ich hatte kein Auto - also schnell das Rennrad aus dem Schuppen geholt, die Radhose an und den Rucksack geschultert. Es waren dann auch nur knappe sechs Kilometer bis zum Bad - da hätte ich mich wieder einmal verschätzt und es doch für weiter weg gehalten! So allmählich wird die Stadt für mich immer "kleiner". Einmal deshalb, weil man merkt, wie kurz die Distanzen doch in Wirklichkeit sind und zweitens darum, weil man alles mal selber erläuft oder per Fahrrad "erfährt" - dadurch wird die Gegend irgendwie "griffiger", man steckt die Lokalitäten mal eben so "in die Tasche" ;-)
Im Becken dann das volle Programm: Zwei "Schnellschwimmer", davon einer mit irgendwelchem Equipment für die Hände, viele "Normalos" und natürlich die obligatorsiche Rückenschwimmfraktion, die im geschätzten letzten Lebensviertel meint, sie hätte ein Vorrecht auf die Beckenbreite - echt ätztend und viel Geduld erfordernd! Ich reihte mich an der rechten Seite bei den Schnelleren ein und wir arrangierten uns ganz gut. Wie das meistens so ist, wurde dann auch irgendwann schlagartig, als hätten sich alle auf einen Kaffee bei der Konditorei nebenan verabredet, das Bad fast leer.
Statt mich einsam zu fühlen, schwamm ich artig mein volles Pensum ab: 200 m zum Einschwimmen, dann auf Zeit 200 m, dann 300, 500 und schließlich 600 m. Bei den ersten, kürzeren Distanzen war ich weit unter der geforderten Zeit, die längeren Zeiten schaffte ich dann zwar unter der vorgegebenen Zeitlimits, viel Spielraum war aber nicht.
Der Weg zurück auf dem Fahrrad konnte vielleicht schon ein Vorgeschmack auf die Kombination für den Triathlon sein. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wär ich auch gern länger gefahren. Es ging auf jeden Fall sehr gut und entspannt.
Anschließend machte ich die Mädels und die Oma flott und wir fuhren mit Fahrrädern - nach Kinderhaus! Kam mir doch irgendwie bekannt vor ;-) Ich hatte einen wunderschönen Umweg über Gievenbeck Nienberge und Gasselstiege gewählt. In Kinderhaus wurden wir dann durch den "Osterbummel" (ein Preisausschreiben mit vielen Fragen um Kinderhaus aus der Tageszeitung) an weitere unglaublich lauschige Orte und Plätze in und an Kinderhaus geführt! Unglaublich, wie nah an den sozialen Brennpunkten Brüningheide und Sprickmannstraße sich doch die idyllischsten Fleckchen und beschaulichen Wohngegenden reihten. Es war wirklich für alle eine ganz tolle Radtour, was nicht nur an dem superschönen Sommerwetter lag. Ein Eis auf die Hand versüßte dann schließlich den Mädels die Fahrt bevor es wieder heimwärts ging - selbstverständlich abseits der Hauptstraßen und nur über schönste Wege ... ;-)
Im Becken dann das volle Programm: Zwei "Schnellschwimmer", davon einer mit irgendwelchem Equipment für die Hände, viele "Normalos" und natürlich die obligatorsiche Rückenschwimmfraktion, die im geschätzten letzten Lebensviertel meint, sie hätte ein Vorrecht auf die Beckenbreite - echt ätztend und viel Geduld erfordernd! Ich reihte mich an der rechten Seite bei den Schnelleren ein und wir arrangierten uns ganz gut. Wie das meistens so ist, wurde dann auch irgendwann schlagartig, als hätten sich alle auf einen Kaffee bei der Konditorei nebenan verabredet, das Bad fast leer.
Statt mich einsam zu fühlen, schwamm ich artig mein volles Pensum ab: 200 m zum Einschwimmen, dann auf Zeit 200 m, dann 300, 500 und schließlich 600 m. Bei den ersten, kürzeren Distanzen war ich weit unter der geforderten Zeit, die längeren Zeiten schaffte ich dann zwar unter der vorgegebenen Zeitlimits, viel Spielraum war aber nicht.
Der Weg zurück auf dem Fahrrad konnte vielleicht schon ein Vorgeschmack auf die Kombination für den Triathlon sein. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wär ich auch gern länger gefahren. Es ging auf jeden Fall sehr gut und entspannt.
Anschließend machte ich die Mädels und die Oma flott und wir fuhren mit Fahrrädern - nach Kinderhaus! Kam mir doch irgendwie bekannt vor ;-) Ich hatte einen wunderschönen Umweg über Gievenbeck Nienberge und Gasselstiege gewählt. In Kinderhaus wurden wir dann durch den "Osterbummel" (ein Preisausschreiben mit vielen Fragen um Kinderhaus aus der Tageszeitung) an weitere unglaublich lauschige Orte und Plätze in und an Kinderhaus geführt! Unglaublich, wie nah an den sozialen Brennpunkten Brüningheide und Sprickmannstraße sich doch die idyllischsten Fleckchen und beschaulichen Wohngegenden reihten. Es war wirklich für alle eine ganz tolle Radtour, was nicht nur an dem superschönen Sommerwetter lag. Ein Eis auf die Hand versüßte dann schließlich den Mädels die Fahrt bevor es wieder heimwärts ging - selbstverständlich abseits der Hauptstraßen und nur über schönste Wege ... ;-)
Freitag, 10. April 2009
Neue Strecke!
Nachdem ich heute mit Kind und Oma zu Hürländer geradelt bin, um dort Minigolf zu spielen und anschließend eine schöne Runde Richtung Roxel und dann zurück nach Gievenbeck/Sentruper Höhe fuhr, beschloss ich, dieselbe Runde anschließend zu laufen. Eine superschöne Strecke! Erst geht es lauschig und schattig am Gievenbach entlang. Dann kommt zunächst eine nicht so schöne Strecke am Rüschhausweg. Kurz vor Hürländer kommt die Autobahnbrücke und dann geht es links ab und bei Hürländer vorbei. Jetzt wirds wieder schön: Zwar ist der Weg durchgehend asphaltiert, aber sehr, sehr schön und ländlich! Die Straße macht einen starken Linksknick und von ferne kann man schon die Kirche von Roxel sehen. Vorher gehts aber wieder links ab Richtung Gievenbeck. Hier wird es nach nochmaligem Überqueren des Autobahn noch ländlicher und es gibt sogar ein Feldwegambiente. Schließlich ist man dann am Ramertsweg und es geht über die Roxeler Straße Richtung heimatlicher Wäldchen. Hier bin ich dann noch eine Extrarunde durch die Wälder gelaufen und über die Kasti zurück. Es waren wohl geschätzte 13 km, für die ich knappe eineinhalb Stunden gebraucht habe. Mein Pulsmesser zeigte dann allerdings nur enttäuschende 8 km an und meinte, ich wäre durchschnittlich 2,3 km/h gelaufen. Na, Dir werd ichs zeigen, Pulsmesser! Das war zwar kein 10-er Schnitt aber sicher ein Achter. Und so komm ich auf knapp 13 km. Irgendwie hätte ich gedacht, die Strecke wäre länger. Muss ich mal mit dem Rennrad und mit Tacho abfahren...Morgen gehts Schwimmen. Habe leider kein Auto....fahre ich dann mit dem Rennrad nach Kinderhaus??? Eigentlich haben wir sowieso morgen eine Radtour nach Kinderhaus geplant....naja, mal schauen.
Donnerstag, 9. April 2009
Radfahren und Laufen
Jetzt ist der Frühling doch geblieben - obwohl für Ostern ein sch.... Wetter angekündigt war, scheint Petrus es doch gut mit uns zu meinen: alleine heute schon etwas wolkig aber trockene 20 Grad. Das war doch optimal, um mal eine Runde Radeln und anschließend Laufen zu gehen.
Ehrlich gesagt war ich etwas geschockt über den doch recht starken Wind! Bereits auf dem Hinweg, den ich sonst immer locker "wegschnupfe" musste ich ordentlich strampeln! Ich dachte, na, dann geht wenigstens der Rückweg leichter, aber der Wind schien irgendwie von der Seite zu blasen, so dass ich auch auf dem Rückweg trainingstechnisch davon profitierte. Jawoll! Das muss man doch positiv sehen! Wenn man immer problemlos über 30 km/h schafft, wirds am Ende langweilig!
Ich bin wieder über die Sentruper Straße, den Nottulner Landweg bis Bösensell gefahren. Statt jedoch vor dem Ortskern an der Gärtnersiedlung rechts zu fahren und mich durch die Walachei zu wursteln, bin ich bis zum Ortsrand Bösensell gefahren und dann entlang der Hauptstraße auf einem mittelmäßigen Radstreifen rechts bis Stift Tilbeck. Dann wieder Richtung Münster. Diesmal hab ich aber den Radweg genommen. Das ist echt sonst zu gefährlich auf dieser recht schmalen Fahrbahn, auf dem kein Auto 70 fährt! Am Abzweig Bösenseller Straße bin ich dann wieder rechts, um dann wieder links Richtung Roxel zu fahren. Da viel Gegenverkehr war, bin ich nicht direkt wieder links Richtung Mecklenbeck, sondern hab ne schöne Schleife fast bis Albachten gezogen, um dann am Gestüt links abzubiegen (Möselerhook). Dann ging es über vertraute Pfade wieder Richtung Heimat.
Ehrlich gesagt graute mir etwas vor der anschließenden Laufstrecke! Ich wollte ursprünglich zum Aasee und dann den neuen Teil umrunden. Das sind ziemlich genau auf den Punkt 5 km von Haustür zu Haustür. Aber sollten mich die Nachbarn sehen, so kaputt und schleichend? Ich schrieb daheim kurz meine Rad-Daten auf, zog die Radhose aus und die Laufhose an und trank etwas. Dann gings mir eigentlich recht gut und ich beschloss, DOCH zum Aasee zu laufen. Sollen doch alle denken, was sie wollen! Auf dem ersten Stück Richtung Aasee blickte ich, mehr zur Kontrolle, ob die Pulsuhr nicht wieder ihren Geist aufgegeben hatte, auf die Anzeige - und konnte meinen Augen nicht trauen! Tock, tock, tock - mal auf die Uhr geklopft. Das konnte doch nicht sein: 9,9 km/h! Und gen Aasee wurde ich immer fixer - schöne kleine Schritte und ordentlich Tempo! Unglaublich! Der Puls war allerdings jenseits von Gut und Böse - bei 170 Schlägen und ich war ja quasi grade erst losgelaufen. Hier machte sich wohl doch das vorangegangene Radfahren bemerkbar. Aber ich war so schön "im Fluss"! Auf keinen Fall wollte ich langsamer laufen! Ich atmete im Dreier-Rhythmus und konnte die ganze Strecke durchhalten! Mann, war das ein geiles Gefühl, auf dem letzten Stück - innerlich grinsend - an den Nachbarhäusern vorbeizulaufen! Ich hatte dann doch tatsächlich meinen persönlichen Rekord aufgestellt und die 5 km in 28,18 Minuten geschafft! Das war doch echt spitze! Das Beste ist: Ich bin überhaupt nicht k. o.!
So kann es von mir aus weitergehen mit dem Triathlon-Training!
Ehrlich gesagt war ich etwas geschockt über den doch recht starken Wind! Bereits auf dem Hinweg, den ich sonst immer locker "wegschnupfe" musste ich ordentlich strampeln! Ich dachte, na, dann geht wenigstens der Rückweg leichter, aber der Wind schien irgendwie von der Seite zu blasen, so dass ich auch auf dem Rückweg trainingstechnisch davon profitierte. Jawoll! Das muss man doch positiv sehen! Wenn man immer problemlos über 30 km/h schafft, wirds am Ende langweilig!
Ich bin wieder über die Sentruper Straße, den Nottulner Landweg bis Bösensell gefahren. Statt jedoch vor dem Ortskern an der Gärtnersiedlung rechts zu fahren und mich durch die Walachei zu wursteln, bin ich bis zum Ortsrand Bösensell gefahren und dann entlang der Hauptstraße auf einem mittelmäßigen Radstreifen rechts bis Stift Tilbeck. Dann wieder Richtung Münster. Diesmal hab ich aber den Radweg genommen. Das ist echt sonst zu gefährlich auf dieser recht schmalen Fahrbahn, auf dem kein Auto 70 fährt! Am Abzweig Bösenseller Straße bin ich dann wieder rechts, um dann wieder links Richtung Roxel zu fahren. Da viel Gegenverkehr war, bin ich nicht direkt wieder links Richtung Mecklenbeck, sondern hab ne schöne Schleife fast bis Albachten gezogen, um dann am Gestüt links abzubiegen (Möselerhook). Dann ging es über vertraute Pfade wieder Richtung Heimat.
Ehrlich gesagt graute mir etwas vor der anschließenden Laufstrecke! Ich wollte ursprünglich zum Aasee und dann den neuen Teil umrunden. Das sind ziemlich genau auf den Punkt 5 km von Haustür zu Haustür. Aber sollten mich die Nachbarn sehen, so kaputt und schleichend? Ich schrieb daheim kurz meine Rad-Daten auf, zog die Radhose aus und die Laufhose an und trank etwas. Dann gings mir eigentlich recht gut und ich beschloss, DOCH zum Aasee zu laufen. Sollen doch alle denken, was sie wollen! Auf dem ersten Stück Richtung Aasee blickte ich, mehr zur Kontrolle, ob die Pulsuhr nicht wieder ihren Geist aufgegeben hatte, auf die Anzeige - und konnte meinen Augen nicht trauen! Tock, tock, tock - mal auf die Uhr geklopft. Das konnte doch nicht sein: 9,9 km/h! Und gen Aasee wurde ich immer fixer - schöne kleine Schritte und ordentlich Tempo! Unglaublich! Der Puls war allerdings jenseits von Gut und Böse - bei 170 Schlägen und ich war ja quasi grade erst losgelaufen. Hier machte sich wohl doch das vorangegangene Radfahren bemerkbar. Aber ich war so schön "im Fluss"! Auf keinen Fall wollte ich langsamer laufen! Ich atmete im Dreier-Rhythmus und konnte die ganze Strecke durchhalten! Mann, war das ein geiles Gefühl, auf dem letzten Stück - innerlich grinsend - an den Nachbarhäusern vorbeizulaufen! Ich hatte dann doch tatsächlich meinen persönlichen Rekord aufgestellt und die 5 km in 28,18 Minuten geschafft! Das war doch echt spitze! Das Beste ist: Ich bin überhaupt nicht k. o.!
So kann es von mir aus weitergehen mit dem Triathlon-Training!
Mittwoch, 8. April 2009
Ein bischen zuviel des Guten...
...habe ich mir wohl gestern zugemutet. Ich wollte so gerne laufen. Es war auch so schönes Wetter! Aber erst standen noch so lästige Arbeiten wie Terrasseschrubben etc. auf dem Programm. So kam ich erst um 15 Uhr los. Das war natürlich für meine geschätzten knappen 10 km recht spät - denn Dienstag ist immer mein Karate-Tag und das Training beginnt bereits um 18 Uhr!
Dennoch bin ich tapfer los. Ich lief die Kastanienalle entlang und dann die Sentruper Straße bis hoch zum Dingbänger Weg. Meine Pulsuhr zeigte bis kurz vor der Gaststätte Lohmann gute drei Kilometer an. Dann habe ich wohl irgendwelche falschen Knöpfe gedrückt und bekam keine Zeit- und Distanzanzeige mehr! Aber der Puls wurde noch angezeigt. Wenigstens etwas. Ich muss unbedingt mal checken, was ich wann wie drücken darf, um mir nicht die ganze Datenauswertung zu versauen.
Jedenfalls bin ich dann weiter Richtung Torminbrücke. Es geht zunächst an der Straße entlang bis zum Segelclub Hansa mit dem Restaurant La Vela. Alternativ hätte ich auch den Mulchweg nehmen können. Vielleicht nächstes Mal, denn die Strecke ist sicher schöner als an der Mecklenbecker Straße entlang! Hier hatte ich allerdings einen irren Speed drauf und zum ersten Mal in "freier Laufbahn" habe ich fünf Minuten lang eine Pulsfrequenz höher trainiert. Seit der Go-Coach-Mann mir versichert hat, mein Maximalpuls läge sicher eher bei 190 denn bei 182 bpm, lasse ich mich von den Pulsuhranzeigen nicht mehr irritieren. Hoffentlich stimmt das auch - sonst brennt mir beim Laufen noch irgendwann mal die Sicherung durch...aber es ist sicher auch ganz gut, wenn man einfach auf den eigenen Körper hört und der fühlte sich selbst bei dem Sprint noch ganz gut. Ich bin dann also bis zum Aasee etwas flotter gelaufen und dann solange langsamer, bis der Puls wieder bei 160 Schlägen war. Kam mir fast vor wie spazierengehen ;-) Die Strecke bis zur Torminbrücke ging es dann wieder flotter zu Wege. Auf der anderen Aaseeseite habe ich dann wieder "getrödelt" bis der Puls runter war und dann habe ich ab dem Aaseeberg/bzw. der kleinen Brücke davor bis nach Hause wieder Gas gegeben. Ich glaub, so schnell war ich noch nie! Um kurz vor vier war ich dann wieder daheim und habe erst mal geduscht. Naja, viel Zeit zum Ausruhen blieb mir dann nicht mehr.
Ich muss wirklich zugeben, ich habe kurz überlegt, ob ich überhaupt zum Karate gehe. Aber dann habe ich gedacht, dass z. B. Thorsten NIE überlegen würde. Oder Jörg Gantert. Oder Michael Jarchau, der jeden Dienstag nach der Arbeit den weiten Weg kommt, um uns zu trainieren! NIE würden die überlegen! Und ich war ja selber Schuld, dass ich mir vorher diesen bescheuerten Lauf "gegönnt" habe. Also gibt es keine Ausreden - es gibt nur Konsequenz! Die Konsequenz bestand dann darin, dass ich quasi auf den letzten Drücker meine Sachen gepackt und mit dem Fahrrad im Gallopp durch die Stadt gerast bin, um nicht zu spät zu kommen. Im Gi dachte ich, ich kann mich gar nicht mehr bewegen - meine Beine waren schwer wie Blei! Naja, dachte ich, eine Runde Gymnastik, dann Randori (vermutlich mit Diana) und dann Partnertraining, wobei es sicher wieder mehr auf den Kopf ankommt als auf die Beweglichkeit.
Natürlich kam es anders! Randori mit Kathi - da kam ich schon bald konditionell an meine Grenzen. Anschließend kam das Kihon Shodan-Prüfungsprogramm. Dann Tritttechniken gegen den Bauch des Partners: Mae-Geri, Mawashi-Geri, Ushiro-Geri, Yoko-Geri. Nach jeder Sequenz liefen wir dann die Heian Shodan mit dem entsprechenden Geri statt Oi-Tsuki. Wow - das kostete Überwindung! Irgendwie schaffte ich es aber doch, die Techniken möglichst schnell und stark zu machen. Diana lachte sich hinterher kaputt: ich hätte ja echt die Risto-Atmung übernommen. Freitag Risto-Hüfte, gestern Risto-Atmung - Mensch, Risto, eigentlich kannst Du mal stolz auf mich sein ;-)
Zum Abschluss gab es dann wieder Jiju-Ippon-Kumite mit Geris als Konter: eine Runde nur Mae-Geri, eine Runde nur Yoko-Geri, dann Ushiro-Geri und Mawashi-Geri. In der letzten Runde war der Tritt dann frei zu wählen und dann nochmal alles staaaaaark!
Es hat wieder total Spaß gemacht - aber auf dem Rad nach Hause dachte ich bei mir, dass ich diese Kombination aus schnellem 10-km-Lauf und direkt anschließendem Training wohl nicht öfter so brauche!
Heute ist wohl mal besser trainingsfrei....obwohl....die Sonne scheint grad so schön, eigentlich könnte man schnell noch ne Runde Radfahren....
Dennoch bin ich tapfer los. Ich lief die Kastanienalle entlang und dann die Sentruper Straße bis hoch zum Dingbänger Weg. Meine Pulsuhr zeigte bis kurz vor der Gaststätte Lohmann gute drei Kilometer an. Dann habe ich wohl irgendwelche falschen Knöpfe gedrückt und bekam keine Zeit- und Distanzanzeige mehr! Aber der Puls wurde noch angezeigt. Wenigstens etwas. Ich muss unbedingt mal checken, was ich wann wie drücken darf, um mir nicht die ganze Datenauswertung zu versauen.
Jedenfalls bin ich dann weiter Richtung Torminbrücke. Es geht zunächst an der Straße entlang bis zum Segelclub Hansa mit dem Restaurant La Vela. Alternativ hätte ich auch den Mulchweg nehmen können. Vielleicht nächstes Mal, denn die Strecke ist sicher schöner als an der Mecklenbecker Straße entlang! Hier hatte ich allerdings einen irren Speed drauf und zum ersten Mal in "freier Laufbahn" habe ich fünf Minuten lang eine Pulsfrequenz höher trainiert. Seit der Go-Coach-Mann mir versichert hat, mein Maximalpuls läge sicher eher bei 190 denn bei 182 bpm, lasse ich mich von den Pulsuhranzeigen nicht mehr irritieren. Hoffentlich stimmt das auch - sonst brennt mir beim Laufen noch irgendwann mal die Sicherung durch...aber es ist sicher auch ganz gut, wenn man einfach auf den eigenen Körper hört und der fühlte sich selbst bei dem Sprint noch ganz gut. Ich bin dann also bis zum Aasee etwas flotter gelaufen und dann solange langsamer, bis der Puls wieder bei 160 Schlägen war. Kam mir fast vor wie spazierengehen ;-) Die Strecke bis zur Torminbrücke ging es dann wieder flotter zu Wege. Auf der anderen Aaseeseite habe ich dann wieder "getrödelt" bis der Puls runter war und dann habe ich ab dem Aaseeberg/bzw. der kleinen Brücke davor bis nach Hause wieder Gas gegeben. Ich glaub, so schnell war ich noch nie! Um kurz vor vier war ich dann wieder daheim und habe erst mal geduscht. Naja, viel Zeit zum Ausruhen blieb mir dann nicht mehr.
Ich muss wirklich zugeben, ich habe kurz überlegt, ob ich überhaupt zum Karate gehe. Aber dann habe ich gedacht, dass z. B. Thorsten NIE überlegen würde. Oder Jörg Gantert. Oder Michael Jarchau, der jeden Dienstag nach der Arbeit den weiten Weg kommt, um uns zu trainieren! NIE würden die überlegen! Und ich war ja selber Schuld, dass ich mir vorher diesen bescheuerten Lauf "gegönnt" habe. Also gibt es keine Ausreden - es gibt nur Konsequenz! Die Konsequenz bestand dann darin, dass ich quasi auf den letzten Drücker meine Sachen gepackt und mit dem Fahrrad im Gallopp durch die Stadt gerast bin, um nicht zu spät zu kommen. Im Gi dachte ich, ich kann mich gar nicht mehr bewegen - meine Beine waren schwer wie Blei! Naja, dachte ich, eine Runde Gymnastik, dann Randori (vermutlich mit Diana) und dann Partnertraining, wobei es sicher wieder mehr auf den Kopf ankommt als auf die Beweglichkeit.
Natürlich kam es anders! Randori mit Kathi - da kam ich schon bald konditionell an meine Grenzen. Anschließend kam das Kihon Shodan-Prüfungsprogramm. Dann Tritttechniken gegen den Bauch des Partners: Mae-Geri, Mawashi-Geri, Ushiro-Geri, Yoko-Geri. Nach jeder Sequenz liefen wir dann die Heian Shodan mit dem entsprechenden Geri statt Oi-Tsuki. Wow - das kostete Überwindung! Irgendwie schaffte ich es aber doch, die Techniken möglichst schnell und stark zu machen. Diana lachte sich hinterher kaputt: ich hätte ja echt die Risto-Atmung übernommen. Freitag Risto-Hüfte, gestern Risto-Atmung - Mensch, Risto, eigentlich kannst Du mal stolz auf mich sein ;-)
Zum Abschluss gab es dann wieder Jiju-Ippon-Kumite mit Geris als Konter: eine Runde nur Mae-Geri, eine Runde nur Yoko-Geri, dann Ushiro-Geri und Mawashi-Geri. In der letzten Runde war der Tritt dann frei zu wählen und dann nochmal alles staaaaaark!
Es hat wieder total Spaß gemacht - aber auf dem Rad nach Hause dachte ich bei mir, dass ich diese Kombination aus schnellem 10-km-Lauf und direkt anschließendem Training wohl nicht öfter so brauche!
Heute ist wohl mal besser trainingsfrei....obwohl....die Sonne scheint grad so schön, eigentlich könnte man schnell noch ne Runde Radfahren....
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