Freitag, 27. November 2009

Hallenser haben Nazis satt!

Liebes Hallenser Aktionsbündnis »Hallianz für Vielfalt«!

Es ist ja löblich, daß Du mit einem lokalen Aktionsplan für mehr Demokratie Deine Stadt aufwerten willst. Aber mal ehrlich: Ob da »Unsere Stadt hat Nazis satt« die richtige Parole ist? Erstens ist das doch nun wahrlich keine Neuigkeit, und zweitens würde ich damit nicht auch noch Werbung machen.

Gefunden auf der Seite http://www.titanic-magazin.de/newsticker.html

Montag, 16. November 2009

Meikyo als Hanbo-Kata

Nach langer Zeit und mit einer ganzen Schar Schmetterlinge im Bauch hatte ich mich am Freitag einmal wieder aufgemacht ins Budosportcenter. Die Begrüßung war wieder einmal sehr herzlich und ich freute mich besonders, dass Jörgs Frau Sylvie auch mittrainieren konnte.

Wir starteten mit Kihon-Kombinationen, die zum Glück schon einmal komplizierter ausfielen. So kam ich einigermaßen mit und das "Verlaufen" hielt sich in Grenzen.

Dann übten wir Kata. Bei Sensei Jörg war es schon einige Male so, dass eine Kata die Trainierenden bereits die ganze Woche über begleitet hatte, so dass ich am Freitag die einzige war, die sie schon lange nicht mehr gelaufen war. Da es sich meist um höhere Katas handelt, ist der Kata-Teil der Trainingseinheit stets eine große Herausforderung für mich. Freitag war die Meikyo dran. Spontan befragt hätte ich nicht mal mehr den Anfang gewusst - obgleich die Kata einmal Lehrgangsthema bei einem Risto-Sommercamp war. Aber recht fix war ich Dank Risto wieder drin und konnte sie ganz passabel "mitlaufen". Dann jedoch holte Jörg Hanbos dazu und kündigte an, dass wir die komplette Kata jetzt mit Bos umsezten würden. Das hatte ich noch nie gemacht - eine ganze Kata mit Stock!?!? Die Jitte hatten wir bei Sensei Jörg auf einem Bunkai-Lehrgang schon einmal teilweise mit Bos interpretiert. Aber eine ganze Kata? Das ist schon eine große Aufgabe! Jörg hatte dies wohl in Japan gelernt und stellte uns nun vor diese große Herausforderung. Es war fast klar, dass ich, die den Umgang mit Bos kaum gewohnt ist, hier die Ungeschickteste sein würde: Ich konnte den Bo kaum zum Shizentai richtig halten, geschweige denn für die Block- und Angriffstechniken. Immer wieder irgendwie umgreifen, drehen und dann hatte ich wieder den falschen Arm oben oder den Griff zu weit unten oder blieb ganz einfach mit dem Stock in meinem Gi-Ärmel hängen. Bei den entsprechenden Partnerübungen hatte ich dann natürlich auch im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um meine geduldige Partnerin Sylvie mit dem Stock zu fixieren und zu "würgen". Ach, es ist schon echt schwer und der Umgang mit den Stöcken bedarf einiger Übung. Aber interessant ist es allemale und vielleicht auch sogar tauglich für die Selbstverteidigung: Jörg forderte uns zum Beispiel auf, uns vorzustellen, der Stock sei etwa ein Regenschirm. Dann könnte man einem Angreifer ruckzuck den Garaus bereiten.

Nach der Kata-Einheit stand noch Kumite auf dem Programm. Unter anderem sollten wir die Technik-Kombinationen vom Anfang der Trainingseinheit nutzen, und im Kihon-Ippon-Kumite umseten. Hier tauschten mein Trainingspartner Andreas Ranninger und ich auch mal die Rollen, so dass jeder mal angreifen und abwehren konnte.

Das Training war wie immer eine große Herausforderung und hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich werde auf jeden Fall versuchen, jetzt wieder regelmäßiger ins Budosportcenter zu kommen.

Dienstag, 10. November 2009

Von rot zu braun

Und wieder ein Regentag! Heute Morgen bin ich im strömend-nassen Vorhang durch die Gegend gejoggt. Aber eigentlich habe ich mich irgendwie langsam schon dran gewöhnt und es kostet fast keine Überwindung mehr, sich im "Nassen" aufzumachen. Allerdings werde ich, sollte es kälter werden, mir doch eine Kopfbedeckung aussuchen müssen. Noch geht's ja ohne - dem dicken Pelz sei Dank ;-) Handschuhe brauch ich keine - die Finger sind immer ruckzuck gut durchblutet. Allerdings werden mir die Beine bei den eng anliegenden Laufhosen rasch kalt, wenn es regnet. Da muss ich mir mal etwas überlegen.

Heute standen 13 km auf dem Programm mit Puls zwischen 150 und 163 und drei integrierten Steigerungsläufen (von 138 auf 163 in zwei Minuten und dann noch eine Minute in der 4. BSt). Ich bin heute zweimal um den Aasee gelaufen und da ist es immer schön, etwas Ablenkung durch eine Aufgabe wie Sprint oder Steigerungsläufe zu haben. Die Natur hat man sich ja schon bei der ersten Umrundung angesehen - langsam stirbt sie von gelb und rot zu braun, irgendwie trostlos. Naja, so ist wohl der November. Ich bin schon froh, wenn Eis und Schnee fernbleiben, denn dann werde ich wohl auf den Crosstrainer umsteigen und das ist ehrlich gesagt für mich keine richtige Alternative mehr :-(

Sonntag - das war schön! Da hatte ich 20 km auf dem Programm und mein GPS hat meine dafür auserwählte Strecke auch ziemlich genau auf 20 km geschätzt (20,1, um genau zu sein). Ich bin um 9 Uhr los, damit noch was vom Tage übrig ist, wenn ich zurück komme und da war es noch recht frisch.....aaaaber die Sonne schien! Es war einfach nur herrlich! Und die Kilometer ratterten nur so dahin! Ich hatte zwar keine Bestzeit, fühlte mich aber so ;-)

Danach - aua - taten aber ordentlich die Beine weh und waren schwer wie Blei! Ich war ja seit meinem HM am 21.8. nicht mehr eine so weite Strecke gelaufen (warum auch?). Aber jetzt stand sie halt wieder auf dem Trainingsplan (warum auch immer....).

Zur Belohnung und als Entschädigung für die "Qual" ging es den Rest des Tages in die Eymann-Sauna! Ach, das tat gut!

Trotzdem war ich froh, dass ich gestern genug Ausreden hatte, nicht laufen zu können...(jaja, die lieben Kinder und ihre Programme auch immer....)

Donnerstag, 5. November 2009

Graues Grauen

Gestern beim Radtraining, als Wind und Regen mit mir Katz und Maus spielten, war ich mir sicher, das Ende der Radsaison klopfe an die Tür. Das ging ja gar nicht mehr - fix war man leicht durchnässt und dann noch vom Wind schön kühl gepustet! Vor allem die Füße konnten gegen das herbstliche Frontalgebläse, einer Mischung aus normalem und Fahrtwind, nicht anschwitzen. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel hatte ich fast kein Gefühl mehr in den Latschen. Was war ich froh, als anschließend das warme Badewasser die Lebensgeister wieder mobil kribbelte!

Heute morgen stand dann Laufen auf dem Programm. Aus Zeitgründen sollte es nur eine Aaseerunde werden, von Tür zu Tür. Go!Coach hatte vier Sprints a 15 Sekunden vorgegeben und meine sonstige Pulsgrenze war von bisher 152 auf 150 gesenkt worden. Das habe ich leider erst eben beim Eingeben der Daten gesehen, so dass ich leider im Ganzen etwas zu schnell war. Ich wollte es aber auch einfach schnell hinter mich bringen - denn auch heute Morgen schiffte es wie aus Eimern! Das nasse Laub bildete zum Teil einen schmierseifenartigen Untergrund, der vor allem beim Sprinten nicht ungefährlich war. Auf der zweiten Aaseehälfte stellte dann wenigstens der Regen seine Frühschicht ein. Wasser und Himmel reichten sich wie zwei graue Herren am Horizont die Hände, nur getrennt durch die ungegelmäßige Zahnreihe der mecklenbecker Studentenwohnheime. Verwaist boten sich in der herbstlichen Trostlosigkeit die Aaseewege dar, so dass nicht mal das nickende Grinsen eines entgegenkommenden Läufers für Ablenkung sorgte.

Da war ich dann doch froh, als mich die häusliche Wärme wieder freundlich in Empfang nahm. Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn der Schreibtisch zur Arbeit ruft....

Sonntag, 1. November 2009

Halloween-Lehrgang mit Sensei Akita

Mitte September schlug Vereinsmitglied Silke vor, den Halloween-Lehrgang mit Sensei Akita in Niederkrüchten als Dojofahrt zu planen. Gesagt, getan und so fanden sich rund 20 Karateka aus Münster und dem befreundeten Verein aus Wesel nahe der holländischen Grenze ein, um gemeinsam mit weiteren über hundert Karate-Sportlern zu trainieren.

Trotz des Lehrgangtermins an Halloween lehrte Meister Akita uns nicht das Gruseln. Auch durften wir allenfalls bei der Lehrgangsfeier am Freitagabend als ausgehungerte Gerippe oder blutige Zombies erscheinen - das Training selbst war zwar ordentlich anstrengend, bedingt durch die stets motivierende Art des Senseis konnten beide Trainingsgruppen in Unter- und Oberstufe aber alle Einheiten unversehrt durchhalten.

Abgesehen von der letzten Oberstufeneinheit führte Sensei Akita jeweils das Aufwärmtraining persönlich durch und sorgte dafür, dass unsere Gliedmaßen nicht etwa novemberlich kalt blieben, sondern gut gedehnt und geschmeidig auf das Training vorbereitet wurden.

Das Training selber hatte zum Schwerpunkt Kihon-Techniken und Kihon-Kumite. Zunächst sollten wir zahlreiche Mae-Geris aus dem Musobu-Dachi kicken. Diesen folgten dann Yoko- und schließlich Mawashi-Geris, die dann auch noch schnell und stark direkt hintereinander getreten werden sollten. Diese Kombinationen waren eine echte Herausforderung an unsere Balance und unsere Beinmuskulatur!

Als nächstes gab es eine Heito- und Shuto-Uchi-Kombination, die mich persönlich koordinativ schon stark beanspruchte. Hatte ich die Kombination vom Ablauf her richtig hinbekommen, war sie irgendwie nicht mehr stark genug und ich fragte mich, ob jemand, den ich damit treffen würde, hiervon beeindruckt wäre.

Ähnlich ungewohnt war für mich die abschließende Uraken-Übung nach links und rechts aus dem Musobu-Dachi, bei der man schon gut aufpassen musste, dass der Abstand zum Nebenmann stimmte und man durch einen versehentlichen Treffer sein Training nicht vorzeitig beendete.

Bei diesen vorbereitenden Übungen wie auch bei den nachfolgenden Kihon-Bahnen war dem Sensei wichtig, dass wir die Spannung im Körper zentrieren und die Energie nicht nach außen verschwindet. Wir sollten uns ganz hierauf konzentrieren. Ein Begriff, den Sensei Akita häufig benutzte, lautete "Ishiki" und bedeutet wohl in etwa so etwas wie Bewusstsein oder Konzentration. Wir sollten unser Ishiki ganz auf die zentrierende Innenspannung legen sowie auf die Kime-Phase am Ende der Technik. Insgesamt gab uns Sensei Akita, der kürzlich von Berlin nach Limburg gezogen ist und dort ein eigenes Dojo leitet, den Rat mit auf den Weg, in jedem Training unser "Ishiki" auf eine bestimmte Aufgabe zu legen, so wie an diesem Wochenende eben auf eine zentrierende Spannung und Kime.

Der ausrichtende Verein Shikoku Niederkrüchten e. V. war wohl selber etwas erstaunt über die überaus große Resonanz auf die Lehrgangseinladung! Aber trotz der zahlreichen Karateka, die in der Turnhalle trainierten und übernachteten, hatten die Organisatoren stets alles im Griff und die Versorgung an der Caféteria und am Buffet der abendlichen Halloweenparty war immer bestens gewährleistet. Bereits im Vorfeld hatte das Orgateam die Räumlichkeiten schaurig-schön mit Kürbissen, Spinnennetzen und kunstvoll angerichteten Körperteilen geschmückt und für eine ganz schön gruselige Atmosphäre gesorgt. Vielen Dank daher noch einmal an Sensei Akita für das schöne Training und an den Verein für die optimalen Rahmenbedingungen.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Techniktraining bei Tri Finish

Heute war ich mit Felix wieder beim Schwimmtraining von Tri Finish. Es war diesmal auch die Trainerin da, Martina. Außer uns waren noch einige weitere (fortgeschrittene) Anfänger da und ich kam mir gar nicht mal so doof vor. Martina hat mir gleich zu Beginn gute Tipps gegeben. Zwar hatte ich das alles schon mal gehört - aber jetzt konnte ich es plötzlich besser nachvollziehen. Zwar konnte ich nicht alles gleichzeitig beachten und umsetzen, aber ich denke, ein kleines Cent-Stück ist schon gefallen.

Als erstes hat sie mir erklärt, dass der aus dem Wasser kommende Arm mit dem Daumen unter meiner Achsel kitzeln muss - klingt komisch, is aber so ;-) Der Arm soll möglichst locker sein (das haben wir aus einer Toten-Mann-Starre heraus geübt) und erst ganz weit vorne ins Wasser stoßen, damit er nicht soviel Wasserwiderstand zu überwinden hat.

Jetzt kam für mich die echte Erleuchtung: Der vordere Arm wird unter Wasser noch ein Stück nach vorne gestreckt. Gleichzeitig schiebt man den anderen Arm, der unter Wasser grade den Vorwärtsschub erledigt hat, noch ein Stück weiter nach hinten, an der Hüfte vorbei. Martina forderte uns auf, den hinteren Arm sogar mit soviel Schwung hinten aus dem Wasser herauskommen zu lassen dass das Wasser nur so spritzt. Der Körper wird bei diesen beiden entgegengesetzten Bewegungen diagonal gestreckt. Ich habe es sicher nicht optimal hinbekommen und vor allem, wenn z. B. die Streckung funktionierte, vergessen, mich unterm Arm zu "kitzeln". Aber im Großen und Ganzen war es schon ein tolles Gefühl und ganz langsam war ich auch nicht mehr.

Wir übten das auch mit Flossen, wobei das schon echt ungewohnt war. Man war plötzlich durch den Beinschlag so schnell, dass die Arme kaum noch mitkamen. Noch schlimmer war es, als wir zur Abwechslung mal Rückenkraul schwimmen sollten - man wurde so schnell, dass das Wasser einem über den Kopf schlug und ich viel davon schlucken musste!

Dann die Flossen wieder ab und ohne weiter. Damit wir nicht allzu gefrustet waren durch den geringeren Vortrieb, ließ uns Martina erst mal zwei Bahnen Brust schwimmen. Dann wieder Kraul. Ich fands fast angenehmer, irgendwie harmonischer, als mit Flossen.

Schließlich sollten wir dann noch acht Bahnen ausschwimmen und dann war das Training auch schon zuende. Ich weiß nicht genau, wieviel ich geschwommen bin. Aber es kam mir nicht sowiel vor wie beim ersten Training (ohne Martina). Ein Blick auf die Uhr überraschte: Wir waren doch 1:15 h im Wasser gewesen.

Montag, 19. Oktober 2009

Maximare in Hamm

Diese Herbstferien habe ich ganz meinen Kindern gewidmet! Wir waren im Kletterwald in Ibbenbüren (wow! Das war schon echt hardcore! Ich bin natürlich mitgeklettert und hab mich gleich auf den Abenteuer-Kletter-Parcours verirrt. Aufstieg mit Franziska, die gleich an der ersten Plattform einen hysterischen Anfall bekam und wieder umkehrte. Gott sei Dank, sag ich nur, denn was dann kam, brachte auch mich an meine mentalen Grenzen!) und zweimal in Hamm im Maximare. Das ist ein (fast) typisches Wellnessbad mit Riesenrutschen und Solebad und - und das hat eben nicht jedes Freizeitbad - einem 50-m-Becken! Dieses hat man fast für sich und so verlegte ich mein Schwimmtraining diese und vergangene Woche dorthin.Letzte Woche waren es 1,95 km und heute gar 2,05 km. Puh, war ich fertig. Hab heute doch glatt fast ne Stunde gebraucht. Danach hab ichs mir mit meinem Buch auf der Liege gemütlich gemacht....Eigentlich dient diese Woche nämlich der Regeneration....