Dienstag, 19. Juli 2011

Leserbrief an die WN zur Bädersituation in der Stadt Münster

Seit einigen Wochen wieder ein aktuelles Thema: Die viel zu niedigen Wassertemperaturen der Münsteraner Freibäder! Jetzt wurden ganz aktuell die Bezirksmeisterschaften im Freiwasserschwimmen von der Coburg in das Hallenbad Mitte verlegt - womit es natürlich kein Freiwasserschwimmen mehr ist. Grund ist die Wassertemperatur von nur noch knapp über 18 Grad Celsius. Für die Meisterschaften müssten es mindestens 18 Grad sein, was nicht mehr garantiert werden kann. Und jeder, der schon einmal ohne Neoprenanzug in Gewässer mit unter 20 Grad geschwommen ist, kann die Verlegung der Meisterschaften gut nachvollziehen.
Liebe Ratsfrauen und -herren der Stadt Münster, vielleicht konnten Sie bislang dieses Thema als unwichtig abtun, da ja vielleicht "nur ältere und empfindliche" Menschen betroffen waren. Und was macht das schon, wenn man ins zu volle Hallenbad ausweichen muss!
Aber jetzt ist auch der Leistungssport betroffen. Möchte Münster diesen Image-Verlust hinnehmen? Es ist Zeit aufzuwachen. Als Wachmacher emfpehle ich morgens um acht einen Sprung ins Becken der Coburg. Wir sehen uns!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Und noch'n Knoten geplatzt!

Gestern erhielt ich eine Mail: Ersatztrainer fürs Katatraining gesucht. Na, und da ich ja derzeit keine Herausforderung scheue, habe ich mich gemeldet.

Kurzerhand überlegt - ich mach die Sochin. Heute früh habe ich ein tolles Video bei Youtube gefunden, das mich begeistert hat. Nun, in der Tat gibt es viele Bunkai-Videos bei Youtube - aber dieses war schon besonders, vor allem, da die Übungen selbst für mich alle relativ gut nachvollziehbar waren. Zudem wurde die Kata in Abschnitte zerteilt und jeder der Abschnitte wurde mehrmals gezeigt: aus verschiedenen Perspektiven, besonders langsam, "nur die Beine" oder "nur die Arme" - ich konnte mir die Übungen gut einprägen. (Zum Ansehen des Videos oben auf den Titel klicken)

Vor dem Training noch schnell auf der Wiese mit einem anderen Karateka die Übungen einmal durchgespielt, dann schnell das Rasen-Grün von den Füßen gewaschen und los gings. Nach einem Aufwärmtraining die Kata zweimal ganz durchgelaufen.

Danach den ersten Abschnitt: Tori links vor ZK, Uke im Shizentai. Tori kommt vor mit Tsuki Jodan, Uke blockt im Stand Age-Uke mit links, geht dann einen Schritt vor mit Gedan-Uke und schlägt in die Genitalien des Tori (oder in die Innenseite seines linken Oberschenkels - was aber schwierig ist, weil Tori rechts vor steht). Wenn die Distanz zu kurz ist, kann vor der Vorwärtsbewegung der linke Fuß ein Stück nach hinten gesetzt werden. (im Video stehen anfangs beide links vor, Uke setzt vor dem Age-Uke das vordere Bein an das hintere und geht mit rechts vor, Block Gyaku-Age-Uke, dann Konter Gedan-Uke - Schrittwechsel ähnlich wie in der Enpi)

Variante: beide links vor; Angriff Sanbon-Tsuki Jodan; Uke gleitet mit Suri-Ashi zurück, Block Age-Uke, Block Gedan Uke (den Gyaku-Ts). Den dritten Tsuki blockt Uke mit rechts Tate Shuto-Uke, dabei nach links rausgleiten, dabei Fußwechsel (Risto-Shuffle), und von außen gegen den Angriffsarm schlagen. Jetzt im Stand Ren-Tsuki.

Als nächstes beide links vor, Angriff Tsuki Chudan, Uke gleitet zurück mit Suri Ashi in KK. Hierbei Gedan-Block mit links gegen den Tsuki und mit rechts ausholen für Folgetechnik (man steht jetzt wie im Manji-Uke). Nach dem Block nach vorne gleiten, in den Gegner hinein, der rechte Arm kommt von oben und schlägt dem Gegner gegen das Kinn. Der linke Arm umfasst hierbei den geblockten Arm. Jetzt einen Schritt vorkommen und rechts am Partner vorbeigehen. Dabei mit dem Arm gegen den Hals des Gegners und ihn über die Hüfte zu Fall bringen. (das war mit die schwierigste Übung).

Dann die Yoko-Geri-Kombination. Wieder beide links vor (das war auch sehr schon bei dem Video - zu Beginn einer Übung stand man sich immer links vor ;-) Angriff Ts Jodan. Uke gleitet wieder mit Risto-Shuffle nach links raus, blockt mit Jodan Uchi-Uke (in der Kata Uraken); kick mit Yoko-Geri (im Bunkai bietet sich m. E. kekomi an) und hierbei den Arm des Tori mit rechts festhalten. Jetzt hinter Tori drehen, ihn möglichst dabei mit dem rechten Arm fixieren und mit links Yoko-Empi auf den Rücken schlagen. Dann mit der rechten Elle um den Hals des Tori, die linke Hand auf den Hinterkopf und einen kleinen Schritt nach hinten gehen. Tori gerät so aus dem Gleichgewicht und wird gewürgt, eventuell Genickbruch (Achtung!).

Die nächste Kombination: beide links vor, Angriff Tsuki (Jodan oder Chudan ist egal) und Gyaku-Tsuki. Uke rutscht zurück in KK mit Shuto-Uke links (erster Block), läßt dann den linken Arm zu Osae-Uke fallen und blockt damit den Gyaku-Tsuki. Geblockten Arm greifen und mit rechts Nukite zur Kehle des Tori, Handfläche nach oben. Griff lösen, aber linke Hand zur sicherung auf dem linken Arm des Tori liegen lassen, Mae-Ashi-Geri (versuchen, dies aus der nahen Distanz zu machen), um den Tori zurückzutreiben. Knie hochlassen, dann beim Absetzen bzw. beim Treten des folgenden Mae-Geri linken Arm fast strecken (oder Jodan-Uke bzw. Uraken) und mit rechtem Arm am rechten Ohr ausholen (bzw. Nagashi-Uke Jodan rechts) und beim Absetzen des zweiten Mae-Geri mit der rechten Faust Uraken auf die Nase des Gegners. (Diese Kombination war auch nicht ganz so einfach).

Letzte Kombi: Uke steht 45 Grad nach rechts gewendet, Tori steht links von ihm im Winkel von 45  Grad, beide links vor. Tori kommt rechts vor mit Tsuki Chudan und Gyaku-Tsuki. Uke setzt den linken Fuß um, so dass er grade vor Tori steht und blockt Uchi-Uke/Gyaku-Uchi-Uke, mit rechts den Arm des Tori greifen, Mae-Geri, Knie hoch lassen und den Tori nach hinten ziehen, hierbei Gewicht tief runter, damit Tori aus dem Gleichgewicht kommt. Hierbei die linke Faust fest an die Kehle des Tori pressen (alternativ: mit Hand ins Gesicht, Nukite zur Kehle o. ä.) und abschließend Ren-Tsuki chudan.

Zum Ende der Einheit gab es noch zweimal die Kata ganz, einmal davon auf eigene Zeit.

Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht, mich mit der Materie auseinander zu setzen und fiel mir diesmal erstaunlich leicht. Bin ich etwa auf den Geschmack gekommen? ;-)

Sensei Micha ist zurück!

Hey, das war ein Fest - Sensei Michael Jarchau gab am Dienstag sein Trainer-Comeback nach der Hüft-OP! Nur acht Wochen nach dem Eingriff stand er im Gi vor uns, als sei nichts gewesen! Lediglich die Hüftrotationen beim Yoko-Gerri bekam er noch nicht richtig hin - aber das schaff ich auch mit einer unversehrten Hüfte nicht :-/

Da Micha üblicher Weise immer erst gegen 18.30 Uhr reinschneit, oblag es auch diesmal wieder mir, das Aufwärmtraining zu leiten: drei Runden Randori mit etwas leichter Dehngymnastik dazwischen und danach. Und dann ging es auch schon los.

Anlässlich Michaels Revival war die Bude richtig voll! Neben den "üblichen Verdächtigen", die sich auch in mein Training verirren, wenn ich Micha und Thorsten vertrete, kamen knapp 10 weitere Danträger und erwiesen Micha die Ehre.

Im Focus stand im Prinzip nichts anderes als die Wochen zuvor in meinem Training: Kihon und Jiju-Ippon-Kumite für die Dan-Vorbereitung. Zu meiner großen Freude erklärte Micha zahlreiche Technikkombinationen genauso, wie ich es in den Wochen zuvor auch tat: Beim Vorgehen im ZK den vorderen Fuß am Boden "festsaugen" und sich daran nach vorne ziehen (so vermeidet man es, den vorderen Fuß vor der Vorwärtsbewegung zur  Seite zu stellen). Oder das Knie nach dem Geri oben lassen, der Tsuki gehört zum  Geri und so weiter, und so fort.

Anschließend gab es reichlich Jiju-Ippon-Kumite mit wechselnden Partnern. Zum Höhepunkt der Einheit bildeten wir in zwei Reihen ein Spalier am Außenrand der Halle. Einer von uns musste durch das Spalier gehen und abwechselnd links und rechts die Außenstehenden angreifen mit Kizami-Tsuki - in weiteren Durchgängen mit Oi-Tsuki Jodan bzw. Mae-Geri. Die Karateka an der Außenseite mussten blocken und kontern. In einem Durchgang wurden die Rollen auch getauscht: Innen befand sich jetzt Uke und außen Tori. Diese Übung hat für gute Stimmung gesorgt :-)

Es war unglaublich, wie beweglich Micha nach der kurzen Zeit schon wieder ist! Er hat im Karatetraining auch viel von der Reha erzählt und Parallelen zum Karatetraining gezogen. "Bei der Reha kommt es auf jeden Zentimeter Fortschritt an und beim Yokogeri ist es genauso." Oder:"Wenn bei der Reha die Übung nicht auf anhieb klappt, darf man nicht verzagen - dann übt man eben zu Hause weiter. Man hat ja genug Zeit. Und beim Karate ist es ganauso. Man darf nicht denken, dass man es nie schafft, sondern nur jetzt grade im Moment nicht. Einfach zu Hause üben, bis es klappt."

Ich bin sehr froh, dass Micha ab jetzt einmal im Monat zu uns ins Dojo kommt. Karateübungen anbieten oder vormachen kann (fast) jede(r). Aber den Spirit rüberzubringen, wie Micha es macht, das ist es, was einen sehr guten Trainer von einem guten unterscheidet.

Freitag, 1. Juli 2011

Knoten geplatzt

Mein Trainingspartner Torsten und ich haben gestern mal durchgezählt, an wievielen Karatelehrgängen wir in diesem Jahr schon teilgenommen hatten. Bei mir siehts so aus:
- Januar: Intensiv-Woche bei Risto in FFM
- Januar: Lehrgang mit Julian Chees in Münster
- Februar: Bonsaitrainerausbildung und Bunkailehrgang mit Heero und Patrick im Dojo
- März: Lehrgang mit Jean-Pierre und Jean-Michel in Paris
- April: Lehrgang mit Shihan Ochi in Münster
- Mai: Jubiläumslehrgang mit Sensei Akita im Dojo
- Mai: Lehrgang mit Risto und Herbert in Freudenberg
- Mai: Kata-Lehrgang Hokkyokuko mit Sven Lorant bei uns im Dojo
- Juni: Kata-Special in Groß-Umstadt
- Juni: Lehrgang mit Shihan Shirai in Braunschweig
- Juni: Dan-Vorbereitung mit Risto in FFM

Mein Gott, war ich eigentlich auch mal zu Hause? Bei Torsten siehts ähnlich aus und auf den meisten Lehrgängen waren wir ja auch gemeinsam. Er war nicht im Januar beim Risto, dafür auf einem speziellen Shirai-Lehrgang, den ich nicht mitgemacht habe. 11 Lehrgänge in einem halben Jahr - das ist wohl mein absoluter Rekord! Und auch sonst verbringe ich wohl soviel Zeit im Dojo, wie noch nie zuvor in meinem Leben - sei es als Trainierende, als Trainerin oder als Organisatorin. Karate, Karate, Karate - es ist ganz erstaunlich, dass überhaupt noch irgendetwas anderes in meinem Leben Platz hat zur Zeit :-)

Tja, eigentlich müsste ich ja demnach nahezu perfekt sein in allen Disziplinen....aber, wie sagt Risto so schön? "Karate fängt dann an, wenn die Selbstzweifel schneller wachsen, als das Können." Nun, dann hat Karate bei mir definitiv angefangen! Je mehr ich trainiere, desto kleiner werden die Fortschritte! Kritische Blicke von Risto oder auch von Torsten bringen mich immer wieder an den Rand der Frustration!

Gestern hatten Torsten und ich uns wieder mal für eine individuelle Trainingseinheit im Dojo verabredet. Gemeinsam mit Heiko teilten wir uns die Halle. Es stand zunächst nicht fest, was wir trainieren wollten aber ich nahm mir zunächst mal meine Prüfungskata Jitte vor. Immer wieder gab es Kommentare von Torsten und es fiel mir schwer, alle seine Hinweise umzusetzen. Ich nahm mir für jeden Durchgang eine bestimmte Sache vor und versuchte, beim nächsten Mal die bisherigen Kritikpunkte nicht wieder zu vergessen. Bis auf eine Technik, die im Eifer des Gefechts immer unkorrigiert blieb, bekam ich das sogar einigermaßen auf die Kette. Der Spiegel verwirrte mich hierbei eher und ich versuchte, auf mein Körpergefühl zu achten.

Am Ende hatte ich plötzlich ein ganz neues Kata-Gefühl! Es schien mir irgendwie, als sei ein Knoten geplatzt! Vielleicht ist es ja immer so, dass vor einem kleinen Fortschritt immer ein großer Frust steht.

Wie auch immer, jetzt wird der Gi eingepackt, denn gleich bin ich bei meinem alten Karatefreund Jörg Gantert zum Training eingeladen......

Dienstag, 7. Juni 2011

Notizen zum Kata-Special

Mi, 1.6.: Ankunft mit Torsten in Groß-Umstadt, witzige Unterkunft! Mit Disco im Keller...Vierbett-Fe-Wo für uns allein, jeder ein Zimmer; mit Küche, W-Lan und Bad, alles, was man braucht ;-) Abends in GU Essen in einem französischen Bistro

Do, 2.6. Anmeldung - es konnten tatsächlich nicht mehr alle eine Trainingskarte bekommen! Nijushiho bei JPF; Kanku Sho mit Toribio - hier witziges Bunkai zu dritt mit Ingo; bei den Shodans mitgemacht und zwar Gojoshiho Sho mit JPF - hier habe ich mir notiert, dass wir beim Age Empi im ZK auf einer Linie stehen sollten, was wir glaub ich beide ungewöhnlich fanden.

Abends Essen auf dem Marktplatz. (oder waren wir erst beim Chinesen?)

Fr, 3.6. Nochmal Gojoshiho Sho mit Julian Chees, habe Bunkai mit Jörg Uretschläger gemacht und Du hattest glaub ich unsere beste Freundin Diana Gindele ;-) Sie hatte sich so herrlich aufgeregt über unser "Gequatsche", gut, dass sie noch nicht in Wattenscheid war ;-)

Nachmittags Chinte mit Thomas Schulze, T. spricht nicht in ganzen Sätzen ;-) Bunkai Nagashi Uke (weiß nicht mehr genau, was wir da für eine Übung hatten....); wir sollten darauf achten, die Schulter tief zu lassen

Ich danach noch Bassai Sho bei Julian Chees; war anstrengend, auch konzentrationsmäßig, Ellenbogen runter, Arme direkt in den Bo-Uke, Schluss wie in Crosne

Abends Essen bei Chinesen, danach noch auf dem Marktplatz mit Pom und Vera gesessen

Samstag, 4.6. Gojoshiho Dai bei einem verschmitzen Herrn Ochi ;-) "rechts vor" und ein Großteil der "Ab-Nidan-Gruppe" war schon überfordert ;-) Sanbon-Tsuki mit chudan-chudan-jodan und am Ende der Einheit hieß es dann "Gojoshoho Sho" ;-)

Unsu bei Sensei Naka. Das Trainerhighlight des Lehrgangs! Kata wurde als bekannt vorausgesetzt. Es ging um technische Feinheiten. "Bewegung in drei Ebenen", Beweglichkeit im Rumpf, Powerpack ähnlich dem Ristos, Atmung, Ishiki, bereits "bewusst" angrüßen, betont auf den Fersen absetzen, Übung hierzu: auf den Fersen voreinander knien, angrüßen, einer ist der "Böse", der nicht wartet, bis der andere sich wieder aufgerichtet hat und vorab angreift mit Tsuki links, Uke duckt sich links seitlich weg und kontert direkt Mawashi chudan

Abends Essen beim Portugisen, endlich dort einen Tisch bekommen! Und zwar in der ganz großen Runde: Risto und seine Leute, Jean-Pierre mit Freunden, Serge Mozer....sehr schöner Abend! Dann noch zur Party. Schlatt als DJ lustlos, erst gute Musik zum Tanzen, dann Karaoke-Einlagen, aber auch dies irgendwie ohne Esprit....Getränkenotstand, Stimmung war nicht so gut. Früh heim gegangen.

Sonntag, 5.6.: Meikyo mit JPF und noch in der Shodan-Gruppe Gankaku mit Naka, auch beim Hochkommen in den "Kranich" sollen wir das Gewicht, den Schwerpunkt tief lassen (wie Risto auch bei der Nijushiho erklärt, beim ersten Kiai). Die Gankaku hat viele Kombinationen, bei denen mit dem linken und rechten Arm jeweils verschiedene Techniken ausgeführt werden. Hierzu die Vorübung mit Age-Uke li, gleichzeitig Tsuki re, dann Tsuki li und Soto-Uke re; Gedan-Barai li und Tsuki re - sehr schwierig, vor allem beim Schnellmachen :-)

Alle Senseis hatten einen Fokus - ähnlich Akita beim Jubi-LG - auf einen beweglichen Oberkörper, darauf, dass die Schulter tief bleibt und der Arm etwas aus dem Schultergelenk vorgeschoben wird.

Sonntag, 22. Mai 2011

Risto und Herbert in Freudenberg

Risto: wie immer anspruchsvoll hinsichtlich der Inhalte, der Koordination, fühlte mich meist sehr persönlich angesprochen
- Start mit Mäusefüsschen
- dann schulterbreit stehen; Bewegung nach rechts, dafür zuerst den linken Fuß unter den Schwerpunkt bewegen und den rechten hochschnellen lassen. Absetzen. Beide Füße wieder fest auf den Boden. Dasselbe nach links.
- anschließend dasselbe, und zusätzlich anschließend vom unter den Schwerpunkt gezogenen Standbein abdrücken und seitlich springen, nur auf dem jeweils anderen Bein landen.
- li vor im hohen ZK stehen, im Stand Kizami Tsuki, Gyaku Tsuki, dann seitlich Suri Ashi, mit dem hinteren Bein beginnen, dann wie Kiri Kaeshi: Wechselsprung auf der Stelle und wieder Kizami Tsuki, Gyaku Tsuki, usw.

Kihon:
- Vor mit ZK und Tsuki: vorderes Bein belasten, hinteres Bein fließend am Standbein vorbeiziehen und dann hinteres Bein strecken. Wenn das hintere Bein gestreckt wird, darf es nicht durchgestreckt sein (siehe auch Akita).

- dasselbe mit allen anderen Techniken "es ist immer dasselbe".
- Wendungen: auch genauso - erst belasten, dann Bein fließend am Standbein vorbeiziehen und hinteres Bein in die richtige Richtung strecken. Hierzu auch Übungen gemacht mit Dreivierteldrehungen

- Armhaltung Tsuki: Latissimus anspannen, Schultern runter, Ellenbogen runter, dadurch ist der Arm nicht durchgestreckt. Schulter geht etwas aus dem Corpus heraus (wie auch kürzlich bei Akita erklärt); mit dem Ellenbogen schlagen. Hikite: Faust nicht so weit nach hinten, denn dann kann man den Ellenbogen nicht runterziehen ("Früher gab es dann immer einen Schlag mit dem Bambusstab. Das darf ich ja jetzt nicht mehr machen.").

- Mae-Geri: Knie bleibt nach dem Tritt oben, mit erhobenem Knie vorgehen, Unterschenkel vorschnappen (in der Kanku Sho gleichzeitig damit ausholen - nicht, wie bei der Heian Yondan den "Anfängern" erklärt wird, gleichzeitig mit dem Tritt); Heian Yondan: der erste Tsuki gehört zum Geri. Rhythmus daher hä-hä hä (und nicht hä hä-hä).

Jitte: erste Ausholbewegung für den Bo vor der Schulter, nicht an der Hüfte
Kata:
Nijushiho (na, toll!)
Ausholbewegung am Anfang: nicht so hoch, auch den Empi nicht.
Yoko-Geri war ok, aber den Tsuki: weiter zur Seite schlagen
Nach dem zweiten Tsuki den rechten Arm weich herumdrehen und anschließend ohne Pause direkt beide Arme zur Hüfte, dann weiter nach vorne. Der Doppeltsuki ist wie bei der Bassai Dai: rechter Ellenbogen an der Hüfte.
Drehung und hierbei den linken Arm auf Jodan-, mindestens Chudanhöhe! Nicht Gedan!
Beim Kiai den linken Arm von unten nach oben schlagen aber der Druck geht insgesamt nach unten
beim anschließenden Mae-Geri Block gibt es zwei Variationen, eine mit ZK und eine mit Sochin Dachi. ..... ???
Seitlich ausholen im KK, dann an Vor, vor, vor denken auch bei dem Gedan Barai, bei dem man ja eigentlich nach hinten gleitet. Der Druck muss dennoch nach vorne gehen.
Dann KB mit Empi und Gedan Barei im Stand
Jetzt kommt die schwierigste Stelle: die Wendung in den KK links vor: geschmeidig sein, schneller werden. Dann wieder vor, vor, vor.
Dann das Ende

Herbert: insgesamt fordernder, was das Miteinander mit dem Partner anging, mehr "Kontakt" und viel Kondition gefordert
Zunächst: Laufen
Dehnen:
im Hürdensitz, dann hinteres Bein zur Seite strecken, dieses dann anheben, 10 mal
witzige Partnerübungen zum Aufwärmen und zwischendurch:
- einer liegt auf dem Rücken auf dem Boden, der andere soll versuchen, mit Tsukis oder Geris zu punkten
- selbe Lage, anderer soll versuchen, den am Boedn liegenden mit der flachen Hand am Kopf zu erwischen
- einer liegt auf dem Rücken am Boden, der andere sitzt auf ihm, der unten liegende soll versuchen, den anderen loszuwerden.

Kihon:
- Vor im ZK mit Oi Tsuki rechts und links, vor mit Gyaku Tsuki rechts und links (ähnlich wie bei Akita) ... wie ging es weiter?
- Fokus auf das Zentrum, Hara, Schwerpunkt tief lassen, Kraft in der Körpermitte

Kata Unsu
Rhythmus für Kata-Team: Nukite und ohne Pause weiter
viel die Tate-Shuto-Uke Position geübt; der erste Tate wird unter dem rechten Arm ausgeholt, die anderen nur vor der Schulter
sehr viele Wiederholungen zum Mawashi Geri am Boden, auch mit Partner. Einer kniet auf dem Boden, der andere steht im ZK davor und kommt vor mit Tsuki Jodan. Uke läßt sich seitlich fallen und tritt Mawashi in den Bauch des Gegners. Hierbei muss die Hüfte angehoben werden, sonst kommt man mit dem Fuß nicht hoch genug. Variation: mit dem tretenden Bein in die Kniekehle des Tori (der Fuß am Boden muss vorne vor das Schienbein des Tori und es fixieren). Tori so zu Fall bringen.
Alternative: Uke dreht sich anders rum und schmeißt Tori - das Bein, welches getreten hatte, mit der Ferse vor den Bauch drückend - nach hinten zu Boden.

In scheinbaren Endlosschleifen die Mae-Geri-Soto-Uke-Kombination geübt.

Gedan-Barai im Kiba-Dachi: Der Arm muss wie eine Peitsche fliegen, die Kraft kommt durch die Hüftdrehung

Zum Sprung sehr zur Enttäuschung von Torsten nicht viel gesagt.

Dan Spezial: Hangetsu. Atmung, starke Techniken. Bei Herbert soll auch die Ausholbewegung der Technik vor der ersten Wendung beatmet weden!? Konnte ich nicht nachvollziehen.

Uchi-Uke-Gyaku-Tsuki im Hangetsu-Dachi

Wendungen nach Mae-Geri-Age-Uke-Kombinationen in den KK fließend ausholen, wie Risto es macht.

Für alle ab zweiten Dan Kata auch Ura

Am Ende der Einheit noch die Schlussequenz der Nijushiho mit Partner geübt: links blockt mit geöffneter Hand auf Kinnhöhe den Jodan-Tsuki, rechts übernimmt mit Handrücken und führt die Faust seitlich vorbei.

Kombination mit Doppelangriff Jodan-Chudan....wie wurde der geblockt? Beides mit beiden Seiten.

Anschließend Hotel mit Tatoo-Versammlung und Sauna, dann Pizzaessen im Lago da Vinci, Jitte mit Risto auf der Terasse: Ausholen Bo an der Schulter, nicht an der Hüfte. Das Wegschieben des Bos mit einer leichten Aufwärtsbewegung. Der Heito im Kiba-Dachi am Anfang der Kata ist laut Risto kein Block, sondern ein Angriff (laut Shihan Ida). Nach dem Biergarten noch ins schöne Dojo Alchen. Gockelspiel, Kickern mit Ingo. Viel Lachen.

Am nächsten Morgen fehlte Risto erst. Herbert übernahm Aufwärmen beider Gruppen. Laufen, Partner suchen, voreinander stellen, Füße hintereinander und versuchen, aus dem Gleichgewicht zu bringen. Abklatschen. Einer liegt am Boden, der andere soll am Kopf treffen. Einer liegt am Boden, der andere setzt sich drauf und soll abgeschüttelt werden. Hierbei Gi von Ingo zerrissen.

Dann kam Risto doch. Kanko Sho.

Erste Technik: linkes Bein belasten, Suri Ashi nach rechts in KK mit Moroto-Uke, rechte Faust drehen, vorderes Bein belasten....Faust drehen, 90 Grad Wendung.

Vor mit Oi-Tsuki, Faust zurückziehen mit Hilfe der Hüfte. Risto:"Die Japaner haben einen Fehler gemacht." und zeigt anhand von Torsten, dass der Oi-Tsuki eigentlich ein Kizami-Tsuki sein muss, dann ist der Weg, den die Faust durch die Hüftrotation zurücklegen kann, größer und die Hand kann besser gelöst werden?!?

Wendung mit Handblock schnell beginnen und lagsamer werden aber nicht zwischendurch stoppen. Geri (auf Innenspannung der Oberschenkel achten, Knie nicht nach außen gehen lassen!); beim Geri die rechte Faust an die Hüfte ziehen, die linke Hand legt sich flach darauf. Standbein für den Geri strecken und mit erhobenem Knie nach vorne, beim Zurückschnappen erst ausholen für den Faustschlag. (Risto ist es übrigens egal, ob man über derselben Schulter ausholt oder über der gegenüberliegenden. Bei der Landung: stabilen Stand! Es ist relativ egal, wie die Füße stehen, Hauptsache, der Druck geht nach vorne und man steht fest und stabil.

Wendung in KK mit Uchi Uke und Gedan Barai, Schultern tief und Schulterblätter zusammen. Uchi Uke nicht zu hoch. Jetzt erst im Stand ausholen und dann Block mit Ranziehen des Fußes. Später den Manji Uke: Auf richtige Armhaltung achten, obere Faust, Kopf und untere Faust eine Linie. Folgender Doppeltsuki mit Körpereinsatz.

Jetzt mit der Hüfte das linke Bein unter den Schwerpunkt ziehen, linker Fuß zeigt nach links, rechter Arm oben, linke Hand flach.nach unten. Beim Schrittwechsel rechten Arm einen großen Bogen beschreiben lassen und am Ende "elegant" etwas vorschieben. Stoß nach vorne als Tsuki mit Partner geübt.

Sprung mit Partner geübt, "Ferkel am Spieß". Kopf greifen, Hände überkreuz, dann beim flachen Sprung den Kopf drehen.

Drehung vom KK in den ZK mit Uchi Uke muss ich üben, Wendung war nicht richtig.

Risto: In der Gruppe ab zweiten Dan sind viele nicht kritikfähig. Pflegefall darf man nicht mehr sagen. Und auch "das sieht erbärmlich aus" nicht. "Ich werde es zukünftig auf Finnisch sagen."