Montag, 30. Januar 2012

Lehrgang mit Julian Chees 28.01.2012

Traditionell beehrte uns auch im Januar 2012 Sensei Julian Chees in Münster. Bereits in der Unterstufeneinheit platzte Die Halle aus allen Nähten und das war auch in der ersten Einheit ab 5. Kyu der Fall. Merkwürdiger Weise lichteten sich die Reihen bereits am Nachmittag - 20 Euro Lehrgangsgebühr für nur eine Einheit? Naja, manche müssen es halt dicke haben!

Da meine Tochter Johanna als recht frisch gebackener Weißgurt an ihrem ersten Karatelehrgang teilnahm, war ich bereits um 10.30 Uhr zur ersten Einheit erschienen und schaute mir an, was dort eingeübt wurde. Julian begann das Training mit ausgiebigen Laufrunden um die Halle, um den Kreislauf der Trainierenden mal so richtig schön auf Touren zu bringen. Die Stimmung lockerte sich merklich auf, als er begann, durch lautes Ausrufen der Namen von Karatetechniken eine Art Laufgesang anzustimmen, wie man es aus dem Kino von Angehörigen der US-Streitkräfte kennt. Das kam sichtbar gut an und so etwas kann ich mir wirklich bei keinem anderen Trainer vorstellen ;-)

Die Unterstufe begann mit für viele der Teilnehmer offensichtlich verwirrenden Bunkaiübungen zu Heiankatas. Ich hatte den Eindruck, dass ca. 80 % der Karateka bereits mit der ersten Kombination überfordert war....wie bitte? Keine Kihonbahnen im Vorwärtsgehen sondern rückwärtiges Ausweichen mit Gedan Barai? Meine Tochter hatte leider einen noch kleineren Weißgurtknirps als Partner, der wirklich keinen blassen Schimmer hatte, was da vor sich ging. Waren die Kids doch noch zu klein für einen Karatelehrgang? Oder war das Niveau einfach zu hoch?

In unserer ersten Einheit begann der Sensei mit einer durchdachten Aufwärmgymnastik. Als er dann mit den ersten Techniken begann, wurde mir schnell klar, dass es gleich mit Bunkai losging und zwar mit der Nijushiho! Mein Trainingspartner Torsten stand mir zu diesem Zeitpunkt gegenüber - allerdings am entgegengesetzten Hallenende! Und um mich herum nur Violettgurte. Au Backe! Und wer erklärt MIR das Bunkai???? Fix war durch Augenkontakt ein Abkommen geschaffen und ich flitzte - der Etikette entgegen - quer durch die Halle. Puh!

Das Bunkai begann mit Sequenz nach der ersten Drehung:
Tori greift an mit Oi-Tsuki/Gyaku-Tsuki.
Uke steht im Shizentai und blockt den ersten Tsuki, in dem er die Arme seitlich gestreckt von oben nach unten/außen führt in einen doppelten Gedan-Barai (seitlich vom Körper).  Die Fäuste werden dann seitlich an die Hüftseiten geführt (ins Hikite), um dann mit einem Doppeltsuki (re jodan, li chudan) nach vorne gestoßen zu werden. Der rechte Arm blockt hierbei den Gyaku-Tsuki (Jodan).
Mit der linken Hand (die chudan geschlagen hatte) fasst Uke jetzt die linke Hand des Tori und geht einen Schritt vor, dabei mir rechts Empi vor den Ellenbogen des Tori, ggf. weiterschieben, bis Tori zu Boden geht.

Zweite Sequenz: nach dem zweiten Yoko-Geri mit Gyaku-Tsuki;
Uke steht im KB mit Gyaku-Tsuki nach rechts. Tori steht davor, links vor ZK und greift an mit Tsuki chudan. Uke blockt, indem er die rechte Hand öffnet und dreht, hiermit die Faust des Tori fixiert. Jetzt geht Uke einen Schritt vor und schlägt Tori mit der offenen linken Hand (Handballen) vor das Kinn. Die rechte Hand kann mit dem Handballen gedan oder chudan geschlagen werden.

Dritte Sequenz:  Schlussteil der Kata
Uke kann im Shizentai stehen. Tori greift an mit Tsuki Jodan (Seite egal). Uke blockt mit links (offene Handfläche, Schlag nach rechts), rechte Hand übernimmt Hand des Tori (mit abgewinkelter Hand/Handrücken), einen Schritt vorgehen, mit dem linken Handballen vor das Kinn des Tori, rechts wieder chudan oder gedan.

Für die Mittagspause hatte ich meiner Tochter Johanna versprochen, dass ich mit ihr zum Chinesen gehe - gebratene Nudeln essen :-) Torsten begleitete uns und obwohl Johanna bereits um halb vier wieder dran war, war es eine schöne Pause :-)

Ab 17 Uhr hieß es für uns zwei Stunden lang: "Sochin"! Yeah! Besser hätte es für mich nicht kommen können! Auch wenn Torsten gequält etwas von "Erdmännchen-Kata" murmelte, freute ich mich sehr, denn so hatte ich einen schönen Ausgleich für die Nijushiho vorher :-)

Hier ergab es sich von selbst, dass ich mit Torsten trainierte. Ich habe keine Ahnung mehr, wie oft wir die Kata liefen! Jedenfalls befand ich mich irgendwann in einem wunderschön-leichten Zustand! Und so kam es, dass selbst das Bunkai (als die ersten Knoten aus Armen und Beinen gelöst und Torstens herzhaftes Lachen über meine Verrenkungen verklungen war) fast wie von selbst lief!

1. Wir starteten vor dem zweiten Yoko-Geri.
Uke steht links vor im ZK, mit Gyaku-Tsuki rechts.
Tori steht rechts vor und greift von der Rückseite aus an mit Tsuki Jordan links im ZK.
Uke dreht sich um 180 Grad und blockt mit links, mit gestrecktem Arm und offener Hand, greift Faust des Tori und kontert mit Yoko-Geri Keage chudan, beim Absetzen Yoko Empi in den Gegner
Uke zieht den vorderen Fuß zurück
Tori greift erneut an mit Tsuki rechts
Uke blockt mit Uraken links, fixiert mit der anderen Hand die Faust des Tori und verdreht die Arme nach rechts unten, so dass Tori zu Boden geht.

Variante (etwas leichter):
Uke links vor im ZK, Gyaku Tsuki rechts.
Tori steht rechts vor und greift von der Rückseite aus an mit Tsuki Jordan links im ZK.
Uke dreht sich um 180 Grad und blockt mit links, mit gestrecktem Arm und offener Hand, greift Faust des Tori und kontert mit Yoko-Geri Keage chudan, beim Absetzen Yoko Empi in den Gegner. Jetzt zieht Uke das linke Bein zurück, dreht sich etwas nach links und tritt nochmal Yoko Geri, diesmal mit dem rechten Bein, absetzen und Empi mit links - Variante: den Tori mit dem Uraken-Arm nach unten reißen, so dass man statt Yoko Empi Otoshi Empi von oben auf den Rücken machen kann.

2. Die Bahn vor dem erste Kiai!
Tori und Uke stehen im Shizentai voreinander. Tori umfasst Ukes Handgelenke.
Uke dreht seine Hände nach innen und befreit sich, geht ein Stück zurück, Zanshin!
Tori greift an mit Oi-Tsuki/Gyaku-Tsuki.
Uke gleitet rechts zurück in KK mit Shuto-Uke (Block gegen ersten Tsuki) und lässt den linken (vorderen) Arm waagerecht fallen (Block zweiter Tsuki). Konter Nukite mit waagerechter Hand vor den Kehlkopf des Tori und sofort Kizami Mae-Geri chudan hinterher.
Tori greift wieder an mit Kizami-Tsuki.
Uke blockt mit links nach außen Uchi-Uke jodan (der Arm wird aus der Waagerechten links nach außen hochgeschlagen).  Konter mit Ura-Tsuki rechts chudan, z. B. vor die kurze Rippe.

Torsten und ich gerieten richtig in Rage! Hey, das war ein Gemetzel! Ich war ganz enttäuscht, als das Yame des Senseis durch die Halle klang. Hatte ich doch tatsächlich vergessen, dass wir grade Kata-Bunkai gemacht hatten???? Unfassbar!

Zum Abschluss gab es dann noch einige Male Sochin zur Festigung des Ablaufs für die Farbgurte und dann war dieser super inspirierende Lehrgang auch leider schon vorbei.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Kumite-Lehrgang mit Risto Kiiskilä und Detlef Krüger in FFM

Am 21. und 22.01.2012 gab es Kumite vom Feinsten im Karate-Dojo Ippon, Frankfurt am Main! Die Senseis Risto Kiiskilä und Detlef Krüger hatten eingeladen, um mit uns die Feinheiten des Karate-Partnertrainings zu vertiefen. Während die Einheit der Mittelstufe eher dünn besucht war, tummelten sich am ersten Lehrgangstag in der Oberstufe doch immerhin knapp 30 Karateka. Der Begriff Kumite scheint leider viele weibliche Karateka abzuschrecken, denn mir fallen einschließlich meiner Wenigkeit bei den Braun- und Schwarzgurten nur drei Frauen ein, die beherzt schlugen, tragen, blockten und konterten. Warum eigentlich? Nun, jede so, wie sie mag. Ich mag Kumite! :-)

Wir kamen zweimal in den Genuss einer Trainingseinheit bei Detlef und hatten leider nur eine bei Risto. Mir wäre ja ein vierteiliger Lehrgang (zwei Einheiten bei jedem der beiden) auch sehr willkommen gewesen :-)

Ich hatte das Glück, ein bisschen bei der Unterstufeneinheit zusehen zu können, die vor unserem ersten Training statt fand. Diese wurde von Risto geleitet. Er unterwies die Grün- und Violettgurte in die für sein Trainingskonzept typischen Bewegungsmuster, die auf ein effektives Jiju-Ippon-Kumite hinarbeiten: Gewichtsverlagerung, Suri-Ashi, Tai-Sabaki.

Dann kam Detlef mit uns an die Reihe. Zunächst gab es eine Aufwärmphase durch einen Trainingsteilnehmer, während der Detlef ungläubig zu den Heizkörpern lief und nach einer Inaugenscheinnahme und Tastprobe fassungslos ausrief:"Die steht ja auf fünf!" "Tja, bis sechs geht sie leider nicht", antwortete Trainingskamerad Sven Lorant grinsend. Die Heizung wurde natürlich sofort ausgestellt und die erforderliche Raumwärme auch ohne Zweifel schon ganz bald durch uns erzeugt.

Flexibilität ist wohl das Stichwort, wenn es um das Lehrgangsthema aus Detlefs Sicht geht. Wir starteten recht unspektakulär mit einer klassischen Dreifachtechnik, als das Kommando Sanbon-Tsuki kam: vorwärts im ZK mit Tsuki Jodan, Chudan, Chudan. Nach der ersten Bahn grinste Detlef uns an: Es sei bemerkenswert, wir hätten alle ohne besondere Ansage zuerst nach oben und dann zweimal in die Mitte geschlagen. Im Folgenden übten wir dann den Sanbon-Tsuki in verschiedenen Variationen:
1. erster Tsuki im Stand, zweiten mit dem Absetzen beim Vorwärtsgehen, dritten im Stand
2. ersten und zweiten Tsuki im Stand, den letzten beim Vorwärtsgehen
3. die "klassische" Variante, also  erster Tsuki im Vorwärtsgehen, anschließend die übrigen beiden
4. erst vorwärts gehen und Fuß absetzen, dann alle drei Tsukis im Stand

Dasselbe Prinzip gab es dann mit dem Kizami-Tsuki:
1. Kizami im Stand, dabei hinten abdrücken, Faust ins Ziel bringen, vorderen Fuß wieder zurück und Kamae
2. hinteren Fuß unter den Schwerpunkt ziehen, Kizami, zurück in Kamae
3. erst vor aus dem Stand mit Kizami, dann Suri-Ashi vor mit Kizami (also zweimal Angriff mit Kizami)

Als nächstes wurde eine Block- / Konterkombination geübt:
1. aus Kamae Gewicht zurück mit Nagashi-Uke Jodan (Detlef sagte immer Nagashi-Uke, ich frage mich grade, ob es nicht eher ein Soto-Uke war....), vor mit Gyaku-Tsuki (Detlef lässt den vorderen Fuß stehen, bei Risto würde er wohl bei der vergleichbaren Kombination leicht Richtung Standbein gezogen)
2. vorderer Fuß mit Nagashi-Uke rückwärts bewegen, dann hinteren Fuß nach hinten, Konter
3. erst vorderen Fuß zurück und absetzen, dann Nagashi-Uke, dann hinteren Fuß weiter nach hinten, Konter

Die Angriffskombination zu diesen Übungen übgen wir anschließend:
1. Kizami aus dem Stand
2. Kizami mit Suri Ashi, Kamae, dann "kurzen" Kizami aus dem Stand
3. ohne Zwischenkamae zweimal Kizami hintereinander, Partner "überlaufen"

Schließlich fügten wir Angriff und Konter zusammen.( Ich wurde von meinem Partner darauf aufmerksam gemacht, dass ich den Kizami eher mit dem Nagashi-Uke erwischen muss, so dass ich den Gegner am Handgelenk treffe, nicht erst am Ellenbogen.).

Beim Konter darf die Ferse ruhig hochgehen (Gyaku-Tsuki). Das übe ich auch zu selten ....

Die Pause nutzten mein Trainingspartner Torsten und ich zum Einchecken in das seit meinem letzten Aufenthalt beeindruckend renovierte Hotel Ramada. Vor dem Training blieb noch Zeit, im Café Kitzel (fast direkt neben dem Ippon Dojo) einen Kaffee zu trinken. Das Café hat einen ganz besnderen  Charme und bestimmt die größte Sammlung an Porzellan-Kaffeekannen, die man in ganz Frankfurt findet :-)

Das Koffein hatte uns dann grade richtig wieder auf Touren gebracht, um in der nächsten Einheit bei Risto die vielen Feinheiten seines anspruchsvollen Trainings umzusetzen. Während Detlef uns mit anspruchsvollen Kombinationen auf Touren brachte, forderte uns Risto schon bei der Ausführung der einzelnen Techniken heraus.

So übten wir zunächst auch hier eine banale Kihon-Kombination: Kizami aus dem Stand, dann vor in ZK mit Oi-Tsuki und Gyaku-Tsuki. Beim Kizami einen Meter vor - das ist normal, alles andere....jaja, ich  weiß, aber ich bin ja inzwischen auch "nichts Besonderes" mehr :-) Wiedermal  kam heraus, dass solche, offenbar ganz banale und schon tausendmal gemachte Techniken doch immer noch nicht korrekt ausgeführt werden - wenn man sich denn mal wieder bewusst daran macht, auf den Körper zu achten und an den Feinheiten zu arbeiten. Irgendwas ist eben immer und mir persönlich fiel auf, dass ich mehr auf den Hüfteinsatz achten muss.

Dann gab es Ristos Jiju-Ippon-Kumite-Programm, das ja in den kommenden Wochen auch Schwerpunkt des Oberstufentrainings beim SKDM werden wird. Hierbei fiel mir auf, dass der vordere Fuß beim Zurückziehen leicht nach innen zeigen soll. Der Block kommt erst, wenn der Fuß nachgezogen wird.

Anschließend trainierten wir den "überlaufenen Gyaku-Tsuki" mit und ohne Partner und schließlich einige Bewegungsabläufe am Partner, um verschiedene Distanzen zu überwinden. Muss Risto nochmal nach der einen der beiden Kombinationen fragen - die konnte ich einfach nicht umsetzen! Zum Abnschluss gabs dann noch zwei Runden "locker Freikampf". Nach dem Partnerwechsel stand ich plötzlich Andreas Engelke gegenüber. Er hatte während der Einheit neben mir trainiert und ich war schon da sehr beeindruckt von seiner Schnelligkeit und seinem Kime. Nun grüßte ich ihn an und überlegte, ob ich mich besser in schüchterner Zurückhaltung üben sollte, damit ich am Leben blieb - oder gleich in die Vollen ging - nun, Zurückhaltung mag eine Zier sein, aber weiter bringt einen nur der volle Einsatz und so griff ich direkt beherzt mit Kizami an...um sofort unsanft auf dem Boden zu landen. Alle weitern Versuche, zu attackieren wurden meist bereits im Vorfeld verhindert, durch zahlreiche Geris, die mich Jodan und Chudan trafen oder durch Fußfeger, die mich auf die Matten plumpsen ließen. Ich hatte keine Chance, sah kein Land - es war herrlich! :-) Nach dem Training fragte ich Andreas, ob er auch Training geben würde und wir tauschten unsere Kontaktdaten aus, um vielleich mal einen Lehrgang in Münster mit ihm zu organisieren. Uns schwebt da was mit dem Schwerpunkt Geris vor.... ;-)

Nach dem Training hetzten wir ziemlich zum Hotel - und kamen auch noch in eine Straßensperre, die uns locker nochmal zwanzig Minuten kostete! Torsten hatte für uns einen Tisch in einem Restaurant an der Oper bestellt und wir wollten eigentlich vorher noch in der Hotelsauna entspannen. Naja, was man so entspannen nennt: zwei Saunagänge, dazwischen ein paar Bahnen im Hotelpool, Haarewaschen und hopp, hopp in die Abendgarderobe....so what, ausruhen konnten wir uns dann ja, nachdem ich mit meinem "Schiff"  von Auto ein paar Extrarunden um den Block gedreht und im Parkhaus eindlich einen Stellplatz gefunden hatte :-) Das Essen war super und das Preis-Leistungsverhältnis stimmte auch. Die Zeit verging wie im Flug, was nicht nur an der unterhaltsamen Abendgesellschaft am Nachbartisch lag, die mir wie das Set einer Daily Soap vorkam - sie unterhielten sich lautstark über alle möglichen Familienangelegenheiten und zur Krönung des Abends wurden wir auch noch unfreiwillige Zeugen eines Heiratsantrags! Nach einem Verdauungsspaziergang durch "Frankfurt bei Nacht" fuhren wir zurück zum Hotel, wo wir uns noch einen Schlummertrunk an der Bar genehmigten und bis weit nach Mitternacht quatschten.

Am nächsten Morgen konnten wir sogar ausschlafen - denn wegen der vorgezogenen Trainingszeit auf 10 Uhr verzichteten wir wohlweislich auf das Frühstücksbuffet und begnügten uns statt dessen mit (im Ramada kostenlosem!) Kaffee und Tee.

Anschließend warteten wieder kniffelige Trainingsaufgaben von Detlef auf uns: Wieder ging es um Flexibilität, diesmal um Blocks aus verschiedenen Kamae-Haltungen. Als Vorübung trainierten wir den Gyaku-Tsuki: aus einem hohen ZK, erst Schwerpunkt runter, dann Fuß vor, Gyaku-Tsuki (Ferse dabei hoch!), Fuß wieder zurück mit Kamae, alles mit rechts und links üben.

Dann bekamen wir die Aufgabe, drei verschiedene Kamae-Haltungen auszuprobieren: Jodan, Chudan und Gedan. Die Fäuste sollten wir nicht soweit eindrehen, dass wir auf unsere eingerollten Finger hätten sehen können, sondern wir sollten sie aufrecht stellen (Knöchel nach außen zeigend). Wir starteten mit Jodan Kamae, wechselten dann in Chudan Kamae und schließlich in Gedan Kamae.

Als nächstes nahmen wir zunächst eine der Kamae-Haltungen ein und führten von da aus eine Blocktechnik aus, um anschließend zu kontern:

Jodan-Kamae - Gewicht nach hinten verlagern, dabei Kamae-Arm fallen lassen in Gedan-Barai und vor mit Gyaku-Tsuki.

Chudan-Kamae - Gewicht nach hinten verlagern in Kokotsu-Dachi mit Soto-Uke und wieder vor mit Gyaku-Tsuki.

Aus (links vor) Gedan-Kamae 45 Grad rechts nach hinten raus mit links Uchi-Uke, Konter Gyaku-Tsuki.

Oh, das war gar nicht so einfach! Und oft genug musste ich hören:"Oh, oh, Andrea, das müssen wir dann wohl in Münster nochmal ausführlich üben." ;-)

Diese Kombinationen übten wir schließlich mit wechselnden Partnern wobei der Partner jeweils mit Gyaku-Tsuki aus größerer Distanz (Suri-Ashi) angreifen sollte. Dadurch, dass Tori zunächst die Distanz überwinden musste, hatte Uke etwas mehr Zeit, um zu reagieren. Im Laufe der Übungen und nach zahlreichen Partnerwechseln vergaß man als Tori automatisch den Suri-Ashi und kam schneller vor, provozierte so eine schnellere Reaktion des Uke.

Detlef variierte die Übung noch: Mal sollte Tori aus der Bewegung aus angreifen, Uke aus der unbewegten Position reagieren, später war es dann mal anders herum und wir hätten als drittes noch die Variante wählen können, bei der sich beide bewegen.

Also, ich hätte noch ein oder zwei Einheiten lang so weiter trainieren können und freue mich jetzt schon auf die nächsten Lehrgänge mit den beiden Trainern :-)

Montag, 21. November 2011

Kumite-Lehrgang mit Detlef Krüger beim SKDM

Am 19. und 20.11.2011 fand bereits zum zweiten Mal ein Kumite-Lehrgang mit Sensei Detlef Krüger im Shotokan-Karate-Dojo Münster statt.  Insgesamt ließen sich diesmal rund 50 Karateka von Detlefs Kumite-Programm begeistern, darunter zahlreiche auswärtige Gäste. Die Karateka der Unterstufe hatten sich im Vorfeld offenbar etwas vom Begriff Kumite abschrecken lassen, denn leider fanden sich in der Gruppe der Weiß- bis Grüngurte nur jeweils 10 bis 15 Karateka ein. Das hatte natürlich den wertvollen Nebeneffekt eines besonders intensiven Trainings. So konnte Sensei Detlef mit der Unterstufe recht komplexe Bewegungsmuster zur Distanzüberwindung im Freikampf üben: Gyaku-Tsuki mit Suri-Ashi am Partner und an der Pratze standen auf dem Programm. Fest steht, dass die gesamte Unterstufe restlos begeistert war von Detlefs Training.

In der Oberstufe standen am Samstag Kumite-Kombinationen auf dem Programm. In der ersten Einheit ging es rund um den Mae-Geri, und zwar immer nach dem Motto "Gyaku-Tsuki, Mae-Geri, Oi-Tsuki" - wobei wir hier drei verschiedene Versionen übten: den Oi-Tsuki MIT dem Absetzen bzw. VOR dem Absetzen oder NACH dem Absetzen des tretenden Fußes. Auch die Verteidigung und der Block wurden intensiv geübt: nur einen ganzen Schritt zurück, oder zusätzlich mit Suri-Ashi und als dritte Variante zusätzlich mit einem Doppel-Suri-Ashi. Obwohl es sich nicht um allzu komplizierte Kombinationen und ausgefallene Techniken handelte, stellten die Übungsvorgaben in der Kombination doch eine grosse Herausforderung dar. Ebenso komplex gestaltete Detlef das Nachmittagsprogramm der Oberstufe: dreifacher Angriff mit Fausttechniken und Vorwärtsbewegungen bzw. dem entsprechenden Blocken und Zurückgleiten des Abwehrenden. Hier die Füße und Arme richtig zu koordinieren gelang nicht immer auf Anhieb. Am Ende der zweiten Einheit hieß es für die Oberstufe: "zurück zu den Anfängen"! Und wir durften die Taikyoko Shodan in verschiedenen Versionen laufen: erst "grundschulmäßig", dann in Kamae und schließlich mit Oi-Tsuki-Gyaku-und Kizami-Tsuki-Kombinationen. Insgesamt war es ein sehr lehrreicher, anstrengender und Lust auf mehr machender erster Trainingstag, abgerundet durch einige Saunagänge und ein gutes Abendessen in geselliger Runde. 

Einige der auswärtigen Gäste mussten leider bereits nach dem ersten Trainingstag abreisen, so dass sich an Tag zwei nur noch 14 Karateka in der Oberstufe einfanden. Aber das Training in einer kleineren Gruppe hat natürlich auch seine Vorteile: Detlef nutzte das Mehr an Platz für eine ausgiebige Einführung in das Okuri-Kumite - Angriff-Abwehr (Konter) -neuer Angriff vom ersten Angreifer. Wir übten dies in verschiedenen Varianten. Zu Beginn war die erste Angriffstechnik bekannt (Kizami-Tsuki, Gyaku-Tsuki, Mae-Geri, Yoko-Geri und schließlich Ushrio-Geri) und die zweite Technik des Angfeifers frei. Später wurde dann ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und "Auge" von uns verlangt, als die Übung quasi "Ura" ausgeführt werden sollte: Die erste Technik konnte Tori sich beliebig aussuchen. Uke musste "ahnen", was kommt und möglichst korrekt blocken. Als Folgetechnik kamen von Tori die vorgegebenen Techniken in der oben angegebenen Reihenfolge und wurden dann von Uke erneut geblockt und schließlich gekontert. Die Schwiergigkeit bestand für Uke darin, den ersten Angriff zu erkennen und entsprechend zu blocken und für Tori, sich für den zweiten Angriff (den vorgegebenen) in eine günstige Position zu bringen. Das ging dann noch ganz schön drunter und drüber und bedarf wohl noch einiger Übung in weiteren Trainingseinheiten.... :-)

Detlef hat uns bei diesem Lehrgang durch das didaktisch hervorragend vorbereitete Programm viele neue Trainingsimpulse gegeben. Vielen Dank, Detlef, für das tolle Training und wir freuen uns schon auf den nächsten Lehrgang in Herbst 2012 bei uns im Dojo! 
Andrea Haeusler und Torsten Uhlemann, Shotokan-Karate-Dojo Müntster

Freitag, 11. November 2011

Segeln, Sonne, Shotokan - der etwas andere Vereinsausflug des SKDM!

Das Shotokan-Karate-Dojo Münster, mit derzeit knapp 360 Mitgliedern, blickt inzwischen auf eine über vierzigjährige Vereinsgeschichte zurück. Ein stolzes Alter für einen Karateverein - aber irgendwie sind im Laufe der Zeit auch die Mitglieder mit dem Verein "erwachsen" geworden: Die ganz wilden Zeiten scheinen irgendwie vorbei zu sein, man wird ruhiger....

Was hatte es in der Vergangenheit zum Beispiel für geniale Vereinsfahrten gegeben! Die Touren zum Zelten nach Ameland sind unvergessen und auch der Lago Maggiore lockte die Karateka des Vereins einige Male in die Ferne. Seit einigen Jahren war es allerdings still geworden im Münsteraner "Karate-Reisebüro". Schade, eigentlich! Um jetzt mal wieder etwas frischen Wind in die Vereins-Reisetätigkeiten zu bringen, beschlossen Vorstand und Mitglieder auf der letzten Hauptversammlung, eine neue Dojofahrt für 2011 zu planen. "Frischer Wind"? Hey, ganz zufällig hat Iris Breig, ein relativ neues Vereinsmitglied, sehr gute Beziehungen zur Segel-Szene. Also wurde kurzer Hand der nostalgische Dreimaster "Ambiance" geentert und mit Skipper Sven und Matrosin Stine eine kleine Service-Crew angeheuert.

Insgesamt 16 Münsteraner Karatekas machten sich dann am ersten Oktoberwochenende auf den Weg nach Lelystad (NL), um an Bord zu gehen. Vier Tage lang genoss man das goldene Herbstwetter auf dem Ijsselmeer. Die Karatekas lagen aber keineswegs nur auf der faulen Haut - vielmehr mussten sie selber unter fachkundiger Anleitung Segel setzen und auch in der Kajüte das Essen zubereiten. Dies war aber alles so gut durchorganisiert, dass noch viel Zeit blieb, um zu baden, an Deck die Sonne zu genießen und es soll auch das ein- oder andere Bier getrunken worden sein.

Selbstverständlich wurde auch Karate trainiert: Eine Trainigseinheit fand am Ufer einer traumhaften kleinen Bucht statt: Hier wurden die blütenweißen Gis mit grünen Flecken überzogen, denn es standen zahlreiche Wurf- und Fallübungen auf dem Programm. Die erschöpften Karatekas stärkten sich anschließend mit reichlich Grillgut. Glücklicher Weise musste die übliche Hafenruhe hier in der freien Natur nicht eingehalten werden, so dass noch bis in die späte Nacht hinein gefeiert werden konnte. Ein Training der ganz anderen Art gab es dann beim Landgang in dem beschaulichen Städtchen Enkhuizen: Auf einer offenbar auch als Hundeklo genutzten Wiese direkt vor der Kirche wurde nach einem ausgiebigen Aufwärmtraining Karate trainiert. Wegen der unmittelbaren Nähe zur religiösen Institution waren die Trainierenden aufgerufen, ausnahmsweise auch die starken Techniken ohne Kiai auszuführen. Im Eifer des Gefechts soll dies aber oft schief gegangen sein - was dann mit Liegestützen geahndet wurde. Kein Problem, normaler Weise .... allerdings soll die ein- oder andere Karateka-Nase hierbei beinahe unmittelbaren Kontakt mit den Hinterlassenschaften der lokalen Hundeszene bekommen haben ;-) 

Zurück auf dem Schiff erholte sich die Mannschaft dann wieder beim Esssen, Trinken, (Sonnen)Baden und Witzeerzählen - was man halt auf einer Dojofahrt so macht, um sie zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. Alle, die dabei waren, erzählen heute noch begeistert unterhaltsame Annekdoten vom Leben an Bord. Ob auch das ein- oder andere Seemannsgarn dabei gesponnen wird? Wie auch immer - jedenfalls gibt es bereits jetzt ein großes Interesse an einer Dojofahrt 2012!

Andrea Haeusler
Shotokan-Karate-Dojo Münster

JKA-Cup

Start beim JKA-Cup – und das als „grauer Panda“!   

Die letzten zwölf Monate standen ganz im Zeichen meiner Sandan-Vorbereitung: mehrmals die Woche – in der Schlussphase sogar bis zu zweimal täglich – ging es ins Dojo, bei Wind und Wetter, bei Sonne, Regen und Schnee, zwischen minus 13 und plus 35 Grad! Der Begriff Dojo ist hier durchaus symbolisch zu verstehen – denn es wurde nicht nur in den „eigenen vier Wänden“ trainiert – sondern auch auf sage und schreibe 15 Lehrgängen innerhalb eines Jahres in ganz Deutschland und sogar auf einem in Crosne bei Paris. Hauptsächlich standen die höheren Katas auf dem Programm, aber auch Kumite und Kihon wurden fleißig geübt. Ein Jahr lang, dann kam am 11.09.2011 der Tag der Prüfung, die ich ganz gut bestand. Und jetzt? „Jetzt kommt der JKA-Cup“, so mein treuer Trainingspartner Torsten Uhlemann. Wie, jetzt? JKA-Cup? Die inoffizielle "zweite Deutsche Meisterschaft“? GENAU!


Und so starteten Torsten und ich mit Madeleine Essing in diesem Jahr für das Shotokan-Karate-Dojo Münster. Ein weiterer potenzieller Starter, Uli Steffens, fiel leider kurzfristig aus. Und Vereinskamerad, Holger Böing, der in diesem Jahr aus alter Verbundenheit mit dem Team Coesfeld starten wollte, kämpfte am Wettkampftag mit einer Erkältung, statt mit anderen Weißkitteln!

Ich pflege im Vorfeld einer Danprüfung regelmäßig an kleineren lokalen Wettkämpfen teilzunehmen – einfach mal, um zu sehen, ob ich auf dem richtigen Weg bin, ob ich  das trainiert habe, „worauf es ankommt“, um hier einen bekannten finnischen Trainer zu zitieren. Auf dem Weg nach Bottrop, dem „Nabel der deutschen Karatewelt“, wie die örtliche Presse später schrieb, wurde mir dann aber trotzdem mulmig: Schließlich würden dort auch zahlreiche Kaderathleten starten und  – anders als auf den kleineren Turnieren -  auch zahlreiche Instructoren zusehen, viele meiner Trainer der vergangenen Wochen und Monate und schließlich auch `zig Karatefreunde, die mit mir ein gutes Stück meines jüngst zurückgelegten Karateweges gegangen sind. Würde ich mich blamieren? Ohje! „Du hast doch nichts zu verlieren“, machte mein Trainingspartner mir Mut. Nun, dann mal auf nach Bottrop!

Als wir die Dieter-Renz-Halle erreichten, wurden wir bereits von vertrauten Geräuschen begrüßt: Karateka-Kiais, sowie Kommentare und Klatschen der Zuschauer und Betreuer. Mein Puls beschleunigte sich und die Nervosität griff mit eiserner Faust nach meinen Innereien!
Wir hatten noch viel Zeit, denn meine erste Disziplin „Kumite Damen ab 1. Dan“ sollte erst in zwei oder drei Stunden stattfinden, Torsten war sogar noch später dran. Nur Madeleine war bereits mit ihren Kumite-Wettkämpfen (Einzel und Damen-Team) aktiv. Mir tat es gut, schon mal ein bisschen „Stallgeruch“ zu wittern, die Atmosphäre aufzunehmen. Schon mal den Gi anziehen? Warum nicht! Mein Trainingspartner, der ausschließlich im Kata-Shiai startete, zog wie immer formvollendet ein frisch gebügeltes Exemplar aus der Tasche – und hatte für alle Fälle noch ein weiteres dabei. Nun, auf sein Anraten hin hatte ich diesmal wenigstens dafür gesorgt, zwei zusammengehörige Anzugteile einzupacken :-) 

Und irgendwie ging dann doch alles ganz schnell: Gleich zu Beginn meiner Wettkämpfe sollte ich in einem hochkarätigen Starterfeld zusammen mit zahlreichen Kaderathletinnen im Shobu-Ippon-Kumite starten. Ausgerechnet ich, der "kuschelige, pummelige Pandabär"! Dieser neue Spitzname hatte sich in den vergangenen Monaten für mich wohl durchgesetzt - seine Geburtsstunde war der Moment, als ich mich auf einem Videoclip sah, der bei einer Kumite-Einheit im Januar aufgenommen wurde - ganz in Weiß mit schwarzem Gürtel, scheinbar ungelenk herumhopsend, hatte ich doch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kungfu Panda ;-)  Spöttisch-liebevoll gemeint folgt mir der Ruf des "gemütlichen Bambusknabberers" seitdem und zu meiner bestandenen Sandanprüfung bekam ich sogar ein passendes Plüschtier mit maßgeschneidertem Karategi geschenkt. Der Spitzname hatte dann inzwischen einige Varianten erhalten - unter anderem (in Anspielung auf mein "reifes" Alter) den des "Grauen Pandas". 
Mein Maskottchen: der Kungfu-Panda
Nun, ob grau oder nicht, der Panda hatte jetzt zum Drachenkrieger zu mutieren - andernfalls würde er wohl bereits in der ersten Runde rausfliegen. Wer war noch gleich meine erste Gegnerin? Ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall spürte ich gleich zu Beginn des Kampfes eine unglaubliche Energie! Die Tatsache, dass neben meinem lieben Sensei Jochen Glass und seiner Familie auch Hanskarl Rotzinger, Karate-Doc Peter Schuler und weitere mir wichtige Karatefreunde an der Kampffläche standen, machte mir plötzlich gar nichts mehr aus, im Gegenteil, es spornte mich an! Jetzt mein Bestes geben! Und Wazari und Ippon - Wahnsinn! Ich hatte tatsächlich den Kampf gewonnen! Meine nächste Gegnerin war Alessa aus Tamm. Ich hatte sie bereits im Januar kennengelernt beim Training in Risto Kiiskiläs Dojo. Eine tolle Karatefrau und Tamm ist ja sowieso der Garant für Erfolg im Fight. Nun, was soll ich sagen - offenbar hatte ich auch in dieser Gegenüberstellung die Oberhand, denn schließlich überzeugte ich auch hier die Kampfrichter! Als nächstes stand mir Nationalkadermitglied Malin Gereke gegenüber, aus Toribio Osterkamps Dojo in Hamburg. Ihr Sensei nahm auch direkt am Rand der Kampffläche Platz, um seinen Schützling zu beobachten. Der Kampf begann wie die vorigen aber vielleicht war ich angesichts meiner prominenten Gegnerin doch etwas zu aufgeregt und daher nicht so konzentriert wie vorher? Ich weiß es nicht. Jedenfalls wurde dieser Kampf für sie entschieden und ich war raus. Dummer Weise hatte meine Nebenniere das das Ende der Kampfphase offenbar noch nicht mitbekommen, denn sie pumpte weiterhin munter Adrenalin in meine Blutbahn! Es dauerte tatsächlich noch einige Minuten, bis die Anspannung aus meinem Körper gewichen war. .


Leider wich sie dann auch voll und ganz! Im anschließenden Kampf in Gruppe Ü 30 schied ich trotz meiner Bemühungen, die Leistung von vorher aufrecht zu erhalten, in der ersten Runde aus.


Keine Chance mehr in Gruppe Ü 30 - mein Energie-Akku war leer!


Und als es dann an die Disziplin "Kata ab 1. Dan" ging, hatte ich plötzlich überhaupt keine Lust mehr! Es fiel mir total schwer, meine Konzentration jetzt noch einmal zu fokussieren! Und Kata ist ja generell meine "zweitliebste" Disziplin.....


In der ersten Runde hatte ich eine Karatefrau aus Frankreich neben mir. Im Flaggensystem gegen eine zierliche, junge Französin zu stehen - davon hatte ich ja schon immer geträumt! :-/ Heian Sandan. Nun, ich weiß nicht, was meine Gegnerin gemacht hatte, aber schließlich winkten die meisten Fähnchen zu meinen Gunsten. Wie jetzt? War ich tatsächlich eine Runde weiter? Aber mein Glück währte leider nicht lange - in Runde zwei schied ich mit der Heian Nidan aus

Mit Heian Nidan kam ich leider nicht weiter!

Ausgerechnet Heian Godan! Sieg für Nicole Salama!
Wo war mein Trainingspartner? Er hatte doch eine große Flasche Wasser dabei! "Hast Du kein eigenes?" Hatte ich, aber das war schon längst aufgebraucht! Oh Mann, ich hatte einen tierischen Brand an dem Vormittag! Macht Aufregung durstig? Vermutlich. Nun, da ich nicht alle Wasservorräte meines Karatefreundes aufbrauchen wollte, lief ich fix die Tribüne hoch zum Shop, um für Nachschub zu sorgen. Auf der obersten Tribünenstufe begrüßte mich Risto mit aufmunternden Worten und kommentierte meine Katas. Ohje, hatte er ausgerechnet bei Kata zugesehen? Naja, aber er hielt sich freundlich mit Kritik zurück. Auch Julian Chees, der neben Risto saß, begrüßte mich freundlich. Was für eine schöne, familiäre Atmosphäre doch beim JKA-Cup herrscht! Mit zwei Wasserflaschen im Arm an der Kasse stehend hörte ich auf einmal, wie meine nächste Disziplin "Kata Ü 30" aufgerufen wurde. Mist! Ich darf doch nicht zu spät kommen! Hektisch drückte ich dem völlig verdutzten, zufällig neben mir stehenden Jochen Glass nicht nur das Wasser sondern auch mein Portemonnaie in die Hand mit der Bitte, für mich zu zahlen, und rannte zum Starterfeld. 

Ich glaube, ich startete neben Nicole Salama und wir mussten die Heian Godan laufen. Ausgerechnet! Hätte es nicht die Jondan sein können? Oh je, ein Panda kann doch nicht springen! Der Sprung war dann zwar nicht das Problem, aber die Landung, wie ich später hörte, und so flog ich leider direkt raus.


Meine Gefühle waren jetzt ambivalent: Im Grunde hätte ich gerne meine derzeitige Lieblingskata Sochin im Finale gezeigt - aber, so komisch es klingt - irgendwie war ich jetzt auch erleichtert, alles hinter mir zu haben. Auf so einem hochkarätig besetzten Turnier zu starten war für mich von der Anspannung her schon etwas Besonderes und es fiel mir schwer, meine mentale und physische Energie über den ganzen Tag einzuteilen. Offenbar hatte ich wohl schon gleich in den ersten Kämpfen mein Pulver verschossen. 


Umso mehr bewunderte ich dann am Abend die Finalrunden. Wenn die Reihenfolge des Geschehens (Kämpfe, Siegerehrungen, Kämpfe, Kata, Siegerehrungen, Kumite, ....) für meine Vorstellung auch etwas durcheinander war, so hatten alle Athletinnen und Athleten doch meinen uneingeschränkten Respekt für die erbrachten Leistungen. Gespannt warteten Torsten und ich eine ganze Weile auf unsere Karatefreundin Madeleine, die sich doch auch für das Finale qualifiziert hatte. Wo steckte sie bloß? Endlich begann das Finale im Kata-Einzel bis 1. Kyu und Madeleine betrat als Erste die Kampffläche. Nach einem langen Wettkampftag und am Ende einer langen Zeitspanne der Inaktivität stieg sie wie Phönix aus der Asche - und legte eine suptertolle Bassai Dai hin, die ihr den zweiten Platz bescherte. Neben dem dritten Platz mit dem Kumite-Team aus Konstanz hatte sie also noch eine weitere tolle Leistung abgeliefert. Wahnsinn! 


Ein ereignisreicher Wettkampftag neigte sich dem Ende zu. Für mich persönlich war die Teilnahme an diesem Turnier eine sehr spannende Erfahrung. Die Wechselbäder der Gefühle, die vielen Begegnungen ....Nun, vielleicht ist in einem Jahr der Panda noch ein bisschen grauer geworden - aber es wäre doch gelacht, wenn man durch ein bisschen mehr Turnier-Routine die Aufregung bis zum nächsten JKA-Cup nicht in den Griff bekäme. Und mit ein bisschen Glück komme ich dann vielleicht noch die ein- oder andere Runde weiter :-)


"Kungfu-Panda" alias Andrea Haeusler, Münster


















Dienstag, 25. Oktober 2011

Karate-Doc-Seminar "Karate und Gesundheit"

Na, das ist doch mal was: Ein kostenloses Seminar zum Thema Karate und Gesundheit in einem historischen Schlosshotel, Kost und Logis frei! Wer kann dazu schon "nein" sagen? :-)
So machte sich auch ein fünfköpfiges Trainerteam des SKDM am 21.10.2011 auf den Weg ins Sauerland nach Olsberg-Gevelinghausen, um dort auf 13 weitere Karateka, darunter Karate-Doc Peter Schuler und einen Dozenten der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG), zu treffen. Die VBG war Veranstalter und Kostenträger dieses Seminars. Vermutlich war keinem von uns DJKB-Trainern bekannt, dass wir alle über unseren jeweiligen Verein gesetzlich unfallversichert sind, da wir den Status eines Arbeitnehmers haben. Hierüber unterrichtete uns der VBG-Dozent Christian Richter, der selber auch Kampfsportler ist (Aikido). So manches Mal während des Seminars hatte ich ein wenig den Eindruck, dass er gerne mehr aus seinem Fachbereich berichtet und sich über etwas mehr Interesse an seinen Themen gefreut hätte.
Allerdings stand für uns Trainer wohl das im Mittelpunkt, was der Karate-Doc zu berichten hatte. Peter Schuler ist ausgebildeter HNO-ler, seit vielen Jahren aber unter anderem als Wettkampfarzt für den DJKB tätig. Selber macht er auch schon seit bald 40 Jahren Karate und wenn er da so mitten im Seminar, ohne jegliche Aufwärmgymnastik und in Jeans so ganz locker mal Mawashis Jodan präsentierte, da klappte dem ein- oder anderen von uns wohl die Kinnlade runter. Kurz gesagt: Peter weiß, wovon er spricht - sowohl vom gesundheitlichen Aspekt her, als auch aus Sicht des Karateka.
Zunächst erfuhren wir viel über die biomechanischen Schlüsselregionen. Wer von uns hätte gewusst, dass sowohl jeder Fuß, als auch jede Hand über 26 Knochen verfügt? Die Knochen einer Hand werden im Regelfall mehr genutzt, als die der Füße, da die Füße ja meist in Schuhen stecken. Die Empfehlung lautet: viel barfuß laufen, um die Füße funktional und möglichst gelenkig zu halten. Nun, das tun wir Karateka ja schon im Training beinahe jeden Tag ;-) Peter wies aber insbesondere darauf hin, dass Karate-Anfänger die Füße häufig noch ungelenk aufsetzen, wenn sie sich z. B. im Zenkutsu-Dachi fortbewegen. Sie müssen erst lernen, die Füße richtig zu spüren und einzusetzen.
Peter riet uns, unsere Körperteile als Waffen zu betrachten und sie wie eine Waffe vor einem Einsatz im "Gefecht" vorzubereiten. Wenn unser Körper gut vorbereitet ist, fallen Unfälle aller Art nicht so dramatisch aus. Beim Stolpern ist man dann z. B. in der Lage, eher das Gleichgewicht wieder zu erlangen und nicht tatsächlich zu stürzen. Auch vor einem geplanten Bruchtest sollen wir den Körper vorbereiten, etwa durch gezieltes Makiwaratraining - so kann man die Biegefähigkeit der Knochen erhöhen. Brechen soll ja das Brett, nicht der Knochen! :-) Beim Bruchtest kann der Laie schlagen, der Profi muss das Brett halten können.

Nicht neu, aber doch wichtig war auch Peters Aussage, dass man auch den Stoffwechsel trainieren kann: Ein Körper, der es gewohnt ist, starr im Auto, auf dem Bürostuhl und auf dem Sofa zu sitzen, bewegt sich auch "innen" wenig. Folge ist, dass auch der Stoffwechsel verlangsamt abläuft, Schadstoffe nicht oder nur langsam abtransportiert werden und der Mensch über kurz oder lang (ggf. chronisch) krank wird. Hiergegen hilft natürlich der Sport und natürlich auch Karate. Peter verdeutlichte uns dies an einigen ganz banalen Übungen und Techniken - angefangen beim Schwingen der Arme im Stand bis hin zum Tsuki mit Hikite (Körper an einer Seite gespannt, geschlossen, an der anderen Seite geöffnet).

Eine super Vorbeugung gegen zahlreiche Haltungsprobleme oder auch gegen Stolperunfälle ist es, die Mukulatur zwischen Oberschenkel und Rumpf (die beim Mae-Geri-Ansatz benutzt wird) zu stärken (eine Übung hierzu ist übrigens Bestandteil von Ristos Powerpack!). Auch der Ausfallschritt hilft hier, die Muskulatur zu stärken, beweglich zu halten.
Use it or lose it - dieser Spruch war wohl Kernaussage des ersten Seminarteils. Lieber nicht ganz richtig  oder nur selten geübt , als gar nicht  (wobei schwere Trainingsfehler natürlich zu vermeiden sind, da sie langfrisitg zu Schäden am Bewegungsapparat führen können). Vorzubeugen ist der schleichenden Immobilisierung, unter der die meisten Menschen - aller Altersstufen - derzeit leiden. Auch das Gehirn wird immobil! Durch Bewegung wird das Lymphatische System angeregt, das selber keine "Pumpe" hat.

Arthrose - ein wichtiges Thema unter Karateka! Ursache sind entweder Minitraumata, also kleinste Verletzungen, die von Stoßbewegungen (des nicht ausreichend vorbereiteten Körpers) herrühren können, oder schlichtweg eine Übersäuerung des Körpers - insbesondere durch schlechte Ernährung, zuviel weißes Mehl, Industriezucker etc. Die Ernährung wurde auch im Seminar angesprochen, insbesondere wurden wir aber durch die sehr gesunden Zwischenmahlzeiten, bestehend aus Obst, Gemüse und Nüssen, für dieses Thema sensibilisiert. Auch die zu Seminarbeginn am Freitagabend (freiwillige!) Messung des Gewichts und des Körperfettanteils brachte vermutlich nicht nur mich zum Grübeln und bot wohl den ein- oder anderen Anlass für neue, gute Vorsätze, was Ernährung und Bewegung angehen.

Training trotz Krankheit und Schmerzen - geht das? Ein klares "Jein" war die Antwort. Kaderathlethen, Leistungssportler trainieren häufig trotz Erkältung. Allerdings sollten sie sich darüber im Klaren sein, dass sie hier eine Verschlecherung ihres Gesundheitszustands in Kauf nehmen - bis hin zum Tod! Bei Schmerzen in den Gelenken (z. B. aufgrund von Arthrose) ist es ggf. möglich, um den Schmerz herum zu trainieren, also mit weniger tiefen Ständen und mehr Arm-, als Beintechniken.
Wie oft soll man Karate trainieren? "An jedem Tag, an dem Du etwas isst!" Peter gab uns die 724 Regel an die Hand: Karate an 7 Tagen in der Woche, 24 Stunden lang - wenn grade nicht im Dojo und im Gi, so doch durch ein bewusstes Leben, durch Kreativität, durch Ausprobieren - in allen Lebensbereichen, mit allen Sinnen. Und sei es, dass wir das Dojokun an der Kasse im Supermarkt leben ("sei geduldig und beherrscht") ;-)
In der Grundschule sollen wir auch als Schwarzgurt tief stehen, da wir sonst allmählich unsere Bewegungsfähigkeit aufgeben (Personen mit vorgeschädigten Knien müssen hier natürlich ihre Schmerzgrenze beachten!).
Karate-Do ist Bewegung, Entspannung/Anspannung, Mentalkraft, Beweglichkeit, Ernährung - und deckt so alle Bereiche der Gesundheitsprävention ab.

Der Samstagnachmittag forderte unsere Anwesenheit im Gi. Wir sollten in Kleingruppen verschiedene Techniken vom Gyaku-Tsuki bis zum Ashi-Barai erklären und genau beschreiben. Leider wurde das Nachmittagsprogramm mit sechs Gruppen dann doch etwas lang. Vielleicht hätte es auch gereicht, zwei oder drei Gruppen zum Vortragen zu bitten. Sinn und Zweck dieser Übung war es ja, uns Trainer für die Abläufe der einzelnen Techniken zu sensiblisieren, uns dazu zu bringen, uns selbst Gedanken zu machen, die Technik auseinander zu nehmen, zu studieren.
Unsere volle Aufmerksamkeit erhielt dann wieder Jörg Uretschläger, der eigentlich ja auch nur Seminarteilnehmer war - uns aber freundlicherweise einen Einblick in die Kyoshu-Thematik gewährte. Wir lernten hier einiges über Vitalpunkte, wie man einen Gegner durch die Aktivierung dieser Punkte ausschalten - oder auch Krankheiten durch die Stimulierung dieser Punkte lindern oder heilen kann! Ich beschloss spontan, Jörg im Frühjahr für ein Tagesseminar in das Shotokan-Karate-Dojo Münster einzuladen!
Der Karate-Doc gab uns auch am Sonntag noch wichtige Hinweise für unser tägliches Training und für unsere Wettkämpfe mit auf den Weg: Von der richtigen Fußpflege bis hihn zu  einem sinnvollen Aufwärmtraining (wobei wir hier durchaus kontrovers diskutierten!). Das Thema Krafttraining wurde ebenfalls angerissen und Peter versprach, dieses Thema in seinem Blog http://karatedoc.wordpress.com/  zu behandeln und zur Diskussion zu stellen.
Alles in allem war es eine tolle und sehr informative Veranstaltung, die ich wirklich jedem Karatetrainer nur wärmstens empfehlen kann! Wenn jetzt die Sauna des Schlosshotels noch funktioniert hätte, wäre das Wochenende wohl perfekt gewesen :-)

Montag, 24. Oktober 2011

(Karate-)Seminare mit der VBG

Vom 21. bis 23.10.2011 besuchte eine fünfköpfige Trainerdelegation des SKDM ein Seminar der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) zum Thema Fit for Work - Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren. Äh - Moment - was machen Karateka auf einem Seminar der VerwaltungsBG und warum zum Teufel "arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren"? Darüber und über einige andere Informationen, die den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz betreffen, wurden wir von Christian Richter, dem Dozenten der VBG (seines Zeichens Aikidoka, übrigens) informiert: Trainer eines Sportvereins haben im Regelfall den Status eines Arbeitnehmers, da sie ja vom Verein damit betraut sind, Tätigkeiten zu übernehmen, die dem Vereinszweck dienen. Dies bedeutet unter anderem, dass sie wie Arbeitnehmer im Berufsleben über eine Berufsgenossenschaft unfallversichert sind, und zwar über die VerwaltungsBG. Erleidet der Trainer eines Vereins während der Ausübung seiner Trainertätigkeit einen Unfall und wird dabei verletzt, so werden die Behandlungskosten übernommen und im Extremfall (z. B. im Fall einer bleibenden Behinderung) die Umbaukosten des Hauses, die Kosten von Rehamaßnahmen in Spezialkliniken und schlimmstenfalls auch Rentenzahlungen an den Verletzten oder die Hinterbliebenen. Ein Unfall (hähä, mit dem Wissen um diese Definition konnte ich ein bisschen angeben ;-) ist übrigens ein plötzlich mit mechanischer Gewalt von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Kein Unfall sind demnach innere Vorgänge wie ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder auch ein Bänderriss (es sei denn, dieser kommt etwa durch einen Fußfeger zustande). Ebensowenig sind ein schleichender Gelenkverschleiß oder eine Arthrose (nicht "plötzlich") ein Unfall. Nun, ich habe während des Seminars oft bei mir gedacht, dass Karate doch ein recht sanfter Zeitvertreib ist, denn ich konnte mich ad hoc jetzt nicht an so wahnsinnig viele Verletzungen dieser Art im Trainerteam des SKDM erinnern. Aber wenn man alleine bedenkt, dass ja auch Wegeunfälle, also Unfälle, die sich z. B. im Straßenverkehr auf dem Weg zum Training(geben) oder nach Hause ereignen, dann wird die Sache schon interessanter, finde ich! Nun, egal, ob die VBG nun häufig für uns einschreiten muss oder nicht - wir sind eh alle automatisch versichert. Und ein weiterer Pluspunkt der VBG ist ja neben der Zahlung der oben genannten Positionen auch die Organisation von Unfallverhütungsmaßnahmen und in diesem Rahmen eben auch von Seminaren wie dem grade von uns besuchten! Die VBG hat für dieses sehr karatespezifische Seminar nicht nur die Vergütung des Dozenten übernommen, sondern auch die Anreise (ein Weg), die Unterkunft (Schlosshotel Gevelinghausen - hätte die Sauna funktioniert, wäre es perfekt gewesen!) und das leckere Essen (einschließlich gesunder Snacks bestehend aus Obst, Rohkost und Nüssen).
Ehrenamtlich Tätige und gewählte Vorstandsmitglieder sind übrigens im Regelfall auch versichert, wenn der Verein Mitglied im Landessportbund ist. Im Zweifel mal nachfragen, denn falls das nicht der Fall sein sollte, kann ein Vorstandsmitglied für schlappe 2,73 Euro im Jahr versichert werden.
Auch für selbständige Karatelehrer besteht die Möglichkeit, sich bei der VBG zu versichern. Und die können es sicher gut gebrauchen, wenn sie doch so viel unterwegs sind, um ihre Seminare und Lehrgänge zu halten!
Diesmal war die VBG Gastgeber eines Seminars, das von unserem Karate-Doc Peter Schuler geleitet wurde. Mehr dazu gibts in einem speziellen Post. Aber es können auch allgemeine Seminare dort gebucht werden, die vielleicht auch in Gevelinghausen stattfinden oder in Lautrach, in Dresden oder Storkau (Nähe Berlin). Wer interessiert ist, schaue doch mal auf die Seite www.vbg.de/qualifizierung
Wie wäre es z. B. mit einem Seminar zum Thema Erste Hilfe im Sportverein oder Sportmedizinische Grundlagen?