Dienstag, 9. März 2021

Cybergrooming

            

        

Cybergrooming Missbrauch im Netz

 

 

Cyber-Grooming bedeutet übersetzt etwa das Heranmachen an Kinder im Internet. Es erfolgt fast immer nach demselben Muster: Die Täter*innen bauen Vertrauen zu ihren minderjährigen Opfern auf und belästigen diese anschließend sexuell. Oper können Mädchchen und Jungen sein, wobei derzeit noch die Mädchen häufiger zu den Opfern zählen. 

 

Bei Cybergrooming

-       handelt es sich nicht um Zufallstaten, sondern um strategische Manipulation 

-       kann es sich um Belästigung bis hin zu sexueller Gewaltanwendung handeln 

 

Die Täter *innen knüpfen Kontakte via Chat-Programme wie Knuddels.de aber auch über ebay-Kleinanzeigen (z. B. wenn junge Mädchen Jobs als Babysitterin suchen), Instagram, Whatsapp. Tiktok, Onlinespiele (hier zum Teil ganz normal, dass Erwachsene mit Kindern spielen – was in der Realität – z. B. auf dem Spielplatz – schon für Argwohn sorgen würde!)

 

Täter*innen

-       sind fast ausschließlich männlich

-       rund 1/3 ist unter 21 Jahre alt

-       fangen oft eine harmlose Plauderei mit den Kindern an

-       machen Komplimente, schmeicheln

-       bieten Geld an

-       bauen ein Vertrauensverhältnis auf, eine Beziehung 

-       sorgen für Geheimhaltung, ggf. auch durch Erpressung 

 

 

 

 

Täter*innen fordern im weiteren Verlauf 

o   Fotos der Kinder

o   Nacktfotos der Kinder

-       Es wird im weiteren Verlauf verlangt, 

o   dass die Kinder den Tätern*innen bei sexuellen Handlungen zusehen

o   dass die Kinder sexuelle Handlungen zeigen und die Täter*innen zusehen

o   dass sich Kinder und Täter*in treffen und es dann auch zu körperlichem Missbrauch kommt.

 

Wie können Eltern ihre Kinder schützen? 

1.     Aufklären und im Gespräch bleiben

o   Kinder sollten frühestmöglich bei der Nutzung von Medien unterstützt werden

o   Eltern und Kinder sollten immer wieder gemeinsam Medien nutzen – vielleicht auch einmal Online-Spiele mit- oder gegeneinander spielen

o   Kinder müssen informiert werden, wie sie sich im Internet darstellen und was daraus von anderen geschlossen werden kann. Sie sollten informiert werden, welche privaten Daten herausgegeben werden sollten und welche besser nicht. Gehen Sie mit ihrem Kind die Einstellungen der genutzten Plattformen durch und erforschen Sie ggf. gemeinsam, welche Kontoeinstellungen vorzunehmen sind. 

o   Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, dass jedes Foto geteilt und weltweit verbreitet werden kann – auch, wenn man es nur einer angeblich vertrauenswürdigen Person geschickt hat. 

o   Will sich ein Kind mit einer Internetbekanntschaft treffen (auch wenn es sich um ein gleichaltriges Kind handeln sollte), sollte dies nie alleine geschehen, sondern in Begleitung der Eltern und an einem öffentlichen Ort. 

o   Eltern sollten mit ihren Kindern besprechen, dass man die Identitäten im Internet sehr leicht fälschen kann und dass z. B. ein 12-jähriges Mädchen in einem Chat in Wahrheit ein 67-jähriger Mann sein kann. 

o   Kinder, die sich zu Hause nicht verstanden fühlen, sind besonders empfänglich für Komplimente und Versprechungen von (ungekannten) Dritten und werden dadurch schneller zum Opfer auch für Cybergrooming – Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch – auch über Wünsche, Nöte, Sorgen, Ängste

o   Fragen Sie bereits im Vorfeld immer wieder, wer für das Kind ein Ansprechpartner in Notlagen ist – das können natürlich die eignen Eltern sein, aber auch gleichalte Freund*innen oder andere vertraute Personen. Es empfiehlt sich, dieses Thema regelmäßig anzusprechen. 

o   Überlegen Sie gemeinsam mit dem Kind, welche öffentliche Hilfestellen im Notfall kontaktiert werden können, z. B. Polizei, aber auch Hilfetelefone, Kinderschutzbund, Frauennotruf etc. 

 

 

2.     Kontrolle des Medienkonsums

o   Hier gibt es kostenlose Apps wie Jusprog, die Medieninhalte nach Kinder- und Erwachsenenmodus einteilen. Jusprog ist einfach zu installieren und lässt Altersbeschränkungen vorgeben für

§  Stationäre PC / Laptops

§  Smartphones

o  Durch kostenpflichtige Programme wie Quostodio lassen sich bis zu fünf Geräte kontrollieren und es lassen sich sogar Ortungsfunktionen der Handys installieren. 

 

Mein Kind wurde Opfer von Cybergrooming – was tun?

1.     Werden Sie hellhörig, wenn Sie bei Ihrem Kind eine Verhaltensveränderung feststellen! Wirkt es plötzlich ängstlich? Nutzt es übermäßig soziale Medien – oder plötzlich gar nicht mehr? Teilen Sie dem Kind mit, dass Sie sich Sorgen machen. Drohen oder strafen Sie möglichst nicht – sonst zieht sich das Kind möglicherweise noch mehr zurück.  

2.     Das Kind hat keine Schuld! Wenn ein Vorfall des Cybergroomings bekannt wird, darf dem Kind keine Schuld gegeben werden! Es ist Opfer eines strategischen Missbrauchs geworden! Kinder sind strategisch vorgehenden Täter*innen immer unterlegen! 

3.     Das Kind benötigt nun Solidarität und keine Strafe! Maßnahmen wie „Handy wegnehmen“, „Computerverbot“ etc. sind nicht hilfreich. 

4.     Sichern Sie zusammen mit Ihrem Kind eventuelle Chat-Verläufe (z. B. per WhatsApp)

Achtung: Sichern Sie nur Texte und ggf. Fotos von den Täter*innen! Sollten ihrem Kind Fotos anderer Opfer zugespielt worden sein, dürfen diese nicht gesichert oder weitergegeben werden – ansonsten machen Sie sich eventuell selber strafbar! 

5.     Wenden Sie sich an eine Hilfestelle, z. B. an das Hilfetelefon für sexuelle Gewalt, Telefonnummer: 0800 22 55 530

6.     Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige. 

 

 

Die wesentlichen Inhalte sind eine Zusammenfassung des RTL-Beitrags „Angriff auf unsere Kinder“ vom 08.03.2021, der auf TVNOW als Stream zur Verfügung gestellt wird. 

 

Diese Zusammenstellung wurde erstellt von Andrea Haeusler, Karateschule Fuji San Münster, Nienkamp 54, 48147 Münster www.karateschule-muenster.de

 

Sonntag, 7. März 2021

Warum hilft denn keiner? - Gründe für (unterlassene) Hilfeleistung

 Warum hilft denn keiner?

 

Wegschauen und weitergehen: Viele Menschen reagieren in Notsituationen falsch und kneifen, wo Hilfe dringend nötig ist. Doch "unterlassene Hilfeleistung" ist kein Kavaliersdelikt. Angst und Ekel zählen nicht als Ausrede.

 

Wie lässt es sich erklären, dass immer wieder Unfälle oder Verbrechen geschehen, ohne dass anwesende Zeug*innen helfend eingreifen?

 

Zuschauer*innen-Effekt / Bystander-Effekt (Aronson/Wilson/Akert) 

-       Situative Faktoren beeinflussen in bestimmten Fällen das Verhalten von Zuschauer*innen in Notsituationen

-       Hierbei sind drei Phänomene zu unterscheiden: 

o   Pluralistische Ignoranz: Zuschauer*innen nehmen an, dass es sich bei dem beobachteten Vorfall nicht um einen Notfall handelt, weil auch von den anderen anwesenden Personen niemand besorgt wirkt und aktiv wird. Die Untätigkeit wird so interpretiert, dass keine Reaktion notwendig sei.

o   Verantwortungsdiffusion: Hierbei handelt es sich um das Phänomen, dass bei Zuschauer*innen in Notfällen das persönliche Gefühl, für eine Hilfeleistung verantwortlich zu sein, abnimmt, je mehr Personen anwesend sind. 

o   Bewertungsangst / Hemmung: Einzelne Personen greifen im Notfall nicht ein, weil sie fürchten, etwas falsch machen zu können (z. B. bei Erster Hilfe). Je unvertrauter die Situation ist, desto größer ist die Hemmung. Diese Bewertungsangst oder Hemmung kann auch durch die Angst ausgelöst werden, sich vor anderen anwesenden Personen zu blamieren, wenn die Hilfeleistung nicht erfolgreich ist. 

 

Kosten-Nutzen-Modell (Aronson/Wilson/Akert) 

-       Das Leid einer anderen Person kann Zuschauenden unangenehme Gefühle verursachen. Durch Hilfeleistung können diese Gefühle abgebaut werden. In diesem Fall hat die Hilfeleistung einen Nutzen: Die helfende Person fühlt sich nach erfolgter Hilfeleistung besser. 

-       Demgegenüber verursacht die Hilfeleistung häufig einen Aufwand (Überwinden-müssen, Zeitverlust, sich selbst in Gefahr bringen etc.).

-       Die Abwägung zwischen dem guten Gefühl nach einer Hilfeleistung und dem erforderlichen Aufwand ist nach Aronson/Wilson/Akert ausschlaggebend dafür, wie eine Person in einer Notfall-Aktion reagiert. 

-       Die Hilfeleistung geschieht demnach auch aus Eigeninteresse: wenn der Nutzen (das „gute Gefühl“) größer ist als der Aufwand. 

 

Prosoziales Verhalten

-       Umfasst alle Formen zwischenmenschlicher Unterstützung 

-       Urban-Overload-Hypothese (Milgram): Hilfsbereitschaft ist in der reizüberfluteten Umgebung einer Stadt geringer als auf dem Land

 

Warum helfen wir überhaupt? – drei prosoziale Normen im gelebten Alltag (Werth und Mayer)

-       Wir helfen aufgrund von sozialer Verantwortung.

-       Wir helfen aus dem Bedürfnis der Gerechtigkeit heraus.

-       Wir helfen besonders denen, die uns auch helfen würden. 

 

Lässt sich Hilfsbereitschaft lernen? 

Die oben beschriebenen Phänomene sind uns vermutlich allen mehr oder weniger vertraut. Das Wissen darüber kann helfen, in einem entscheidenden Moment nicht tatenlos zu bleiben. Folgende Schritte können uns helfen, Notsituationen einzuschätzen: 

 

1.     Ereignis bemerken: Achtsamkeit im öffentlichen Raum, Menschen und Umgebung mit entspannter Aufmerksamkeit betrachten und auf diese Weise z. B. bemerken, dass eine Person in Not sein könnte

2.     Ereignis als Notfall erkennen: lieber zweimal hinschauen, als wegzuschauen! 

Wenn möglich, die hilfsbedürftige Person fragen, ob sie Hilfe benötigt („Auftrag abholen“) oder andere umstehende Personen fragen, ob sie das Ereignis auch als Notfall wahrnehmen (und vielleicht gemeinsam mit Ihnen eingreifen würden)

3.     Übernahme der Verantwortung: sich nicht darauf verlassen, dass andere helfen und die eigene Unterstützung nicht erforderlich ist

4.     Kompetenz für Notfälle erlangen: Besuchen eines Erste-Hilfe-Kurses, Rettungschwimmer-Kurs belegen, Fort- und Weiterbildungen besuchen, Informations-Angebote der Polizei wahrnehmen; im Zweifel kann fast immer die Polizei per Handy angerufen werden. Wichtig ist, nichts zu unternehmen, was Helfende selbst in Gefahr brächte! 

5.     Bewertungsängste und Hemmungen abbauen: Durch das Wissen über die eigene Kompetenz schwinden Bewertungsangst und Hemmung. Die Kosten-Nutzen-Abwägung wird mit zunehmender Notfall-Kompetenz aller Wahrscheinlichkeit nach zugunsten einer Hilfeleistung ausfallen. 

 

Dienstag, 23. Februar 2021

Selbstverteidigung top down oder bottom up - Teil II

Warum Frauen sich nicht (allein) auf Luisa verlassen sollten...


Ist Luisa hier? Es ist eine einfache Frage, die aber in einer schwierigen Situation helfen soll: Wenn Frauen sich beim Ausgehen sexuell belästigt fühlen. Ist Luisa hier?

Die Idee: Wenn eine Frau bedrängt wird, kann sie sich an die Mitarbeiter wenden und nach der imaginären Luisa fragen. Das Barpersonal soll dann helfen. Ein Taxi rufen, zum Beispiel. Oder an einem ruhigen Ort das weitere Vorgehen besprechen. Diese Idee ist zurückzuführen auf eine Kampagne des Frauennotrufs Münster, die Ende 2016 ins Leben gerufen wurde. Natürlich überlegte ich, ob ich das Luisa-Konzept in meine Eigenschutz-Kurse mit einbeziehen könnte. Ich entschied mich dagegen. Und dies aus folgenden Gründen: 

Die Methode ist für Frauen gedacht, die auf einer öffentlichen Party oder Disco, vielleicht auch beim Stadt-, Schützen- oder Betriebsfest belästigt werden. Dies ist meiner Meinung nach nur ein kleiner Bereich, in dem Frauen Schutz benötigen könnten - ich denke, es macht mehr Sinn, Lösungen anzubieten, die breiter, situationsübergreifend oder sogar grundsätzlich wirksam sind. 

Die Frau müsste in jedem Fall erst einmal die Gelegenheit bekommen, in die Nähe einer Theke zu gelangen, um das Barpersonal anzusprechen. Das wird vermutlich nicht immer möglich sein - vor allem nicht bei größeren Veranstaltungen oder wenn sich z. B. bei einem Stadtfest lange Schlangen an der Getränketheke gebildet haben.

Das Barpersonal muss geschult sein. Laut Seite des Frauennotrufs Münster sind bereits in zahlreichen Städten in Deutschland und auch in der Schweiz einige Lokale an der Aktion beteiligt. Aber was ist, wenn die Frau sich in einem anderen Lokal befindet oder z. B. auf einem Stadtfest? Bei der hohen Fluktuation des Personals im Gastgewerbe ist es vermutlich auch in den teilnehmenden Lokalen nicht immer möglich, ständig alle Personen über die Kampagne zu informieren. Schlimmstenfalls heißt es dann "Luisa? - Nee, kenn ich nicht." 

Oder die Bedienung hinter dem Tresen kennt die Kampagne, hat aber gerade drei Bestellungen zu erledigen und ist bemüht, den Überblick zu behalten - nicht immer kann dann sofort reagiert werden. Hat die Frau dann keine andere Möglichkeit erlernt, sich zu helfen, wäre das eine sehr unglückliche Situation. 

Ist zudem noch Alkohol im Spiel oder empfindet die Frau Angst, so kann dies Stress auslösen und die Abruffähigkeit vermindern, so dass der Frau vielleicht der Name Luisa nicht einfällt. 

Zudem haben ja inzwischen durch die groß angelegte Kampagne auch Männer von dem "Luisa-Code" gehört und das, was ja ursprünglich bezweckt worden war, nämlich, dass eine Frau unbemerkt und quasi auch in Gegenwart des Belästigers durch Nennung des "Codes" um Hilfe bitten kann, kann dann zumindest nicht mehr unbemerkt funktionieren. 

Ich denke daher, dass es sinnvoller ist, Frauen ein breiteres Repertoire für ihren Eigenschutz zur Verfügung zu stellen. Sie sollen in meinen Angeboten lernen,

- ihrer inneren Stimme zu folgen und ihrem Bauchgefühl zu vertrauen, wenn sie sich in Gegenwart eines Mannes (es kann natürlich auch eine Frau sein) nicht wohl fühlen 

- erwünschte Annäherung von Belästigung zu unterscheiden und ihre eigenen Grenzen zu definieren 

- die Fähigkeit zu entwickeln, sich abzugrenzen und in diesem Prozess kreativ zu sein 

- klar zu formulieren, was sie wollen und was sie nicht wollen

- ein sicheres Auftreten zu erlangen durch eine starke Stimme und eine selbstsichere Körperhaltung 

- einen Gefahrenradar zu entwickeln und zu wissen, in welchen Situationen sich welches Maß an Aufmerksamkeit empfiehlt 

- ihr Freizeitverhalten so zu gestalten und ggf. zu planen, dass sie sich weitgehend sicher fühlen (z. B. rechtzeitig zu überlegen, wie sie zu einer Party hinkommen und vor allem: nachts wieder zurück nach Hause)

- intuitive Selbstverteidigungs-Handlungen zu entwickeln

Die "Luisa-Kampagne" ist ganz unbestritten eine gute Gelegenheit, um auf den Umstand der sexuellen Belästigung im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen - für den effektiven Eigenschutz ist sie m. E. aber nur sehr begrenzt einsetzbar. Es ist zudem ein "top down"-Konzept und damit sehr Kopf-gesteuert, da die Frauen in einer bestimmten, brenzligen Situation, die möglicherweise mit Angst und Stress behaftet ist, einen bestimmten Satz abrufen sollen. Aus meiner Sicht sollte Eigenschutz möglichst intuitiv und damit "bottom up" - als quasi "aus dem Bauch heraus" erfolgen. 

Ähnlich geht es mir mit dem Konzept aus Kinder-Kursen, bei dem ein "Passwort" zwischen Eltern und Kindern vereinbart werden soll, damit die Kinder nicht mit fremden Personen mitgehen. Die Personen sollten dann durch das Kind nach dem Passwort gefragt werden und nur wenn das richtige Passwort gesagt wird, geht das Kind mit. Ganz ehrlich? - Als Kind hätte ich in einer Situation, in der ich Angst habe, weil mich z. B. ein fremder Erwachsener anspricht, bestimmt nicht an so eine Frage gedacht! Und leider geschehen die meisten Übergriff auf Kinder nicht durch wildfremde Personen - sondern z. B. durch Verwandte, Lehrer*innen, Priester etc. Ich bezweifle, dass hier eine Passwort-Regel funktioniert. Es ist demnach wieder eine "top down"-Regel, die ich für unpraktisch halte. Meine Empfehlung: Das Kind geht grundsätzlich nicht mit fremden Personen mit. Sollte es Ausnahmen geben, müssen diese EINZELFÄLLE im Familienkontext vereinbart werden. 

Selbstverteidigung "top down" oder "bottom up"? - Teil I

In der Karateschule Fuji San Münster verfolgen wir ein ganzheitliches Eigenschutz-Konzept, das weit über die körperliche Selbstverteidigung hinaus geht. Wie es der Name der Schule vermuten lässt, liegt unser Ursprung im Karate. Karate ist eine asiatische Kampfkunst, die ihre Wurzeln in der Selbstverteidigung hat. Als Kampfkunst beinhaltet sie Basistechniken, Partner*innen-Training und Formenläufe (Kata). Dadurch unterscheidet sich Karate von Systemen, die ausschließlich den Verteidigungsaspekt fokussieren. Gelegentlich führt dies dazu, dass Karateka bei der Begegnung mit Personen, die in den Verteidigungssystemen zu Hause sind, belächelt werden, da unsere Techniken für die Verteidigung nicht wirklich tauglich seien. Von außen betrachtet mag dieser Eindruck nachvollziehbar sein. 

Im traditionellen Karatetraining liegt der Fokus zunächst auf dem Erlernen der Grundtechniken. Hier bietet Karate eine reiche Technikvielfalt an, die es ermöglicht, zu lernen, wie beinahe jeder Teil des Körpers im Verteidigungsfall als Waffe eingesetzt werden kann. Anschließend werden Grundtechniken in Kata (Formen) zusammengefügt, so dass eine Art Kampfkunst-Choreografie entsteht.  Das Partner*innen-Training ist anfangs stark stilisiert, so dass ein offenkundiger Bezug zur realen Selbstverteidigung schwerfallen mag. Die Kata können in einzelne Elemente zerlegt und zu für die Selbstverteidigung nützlichen Sequenzen zusammengefügt werden. Diese anwendungsorientierte Formen-Analyse steht bei Anhänger*innen von reinen Kampfsystemen gelegentlich in der Kritik: Es wird unterstellt, Karateka konstruierten sich die Realität passend zur festgelegten Abfolge der Form. Diese Vorgehensweise wäre dann komplett kopfgesteuert, also "top down" (von oben - vom Kopf - nach unten - in die Anwendung, in die Realität oder auch in die Intuition). Es ist tatsächlich ziemlich unwahrscheinlich, dass ein realer Angreifer einige Angriffstechniken so platziert, dass sie z. B. zu den (stilisierten) Techniken Nr. 1-5 aus der Kata Bassai Dai passen. Gleichwohl werden mögliche Bewegungsfolgen durch diese Trainingsform eingeübt, die es ermöglichen, in einer körperlichen Auseinandersetzung einen "Flow" zu entwickeln, der nicht nach einer Technik aufhört. Zweifellos darf das Einüben möglicher Abfolgen nicht dazu führen, dass ausschließlich bestimmte Techniksequenzen automatisiert werden und nichts anderes in Frage kommt! Dies würde genau das Gegenteil dessen auslösen, wofür meiner Meinung nach das aus den Kata generierte freiere Training gedacht ist - es würde Flexibilität einschränken, statt sie zu erweitern! 

Allerdings hat das Kampfkunst-Training noch einige andere Elemente, die einen möglichen top-down-Charakter ausgleichen oder zumindest ergänzen können. Viele Karate Dojos bieten zusätzlich zu ihren Karate-Trainings gesonderte Selbstverteidigungs-Trainings an. Leider haben diese dann meistens gar keinen Bezug zu dem Technik-Repertoire in den Karate-Stunden! Diese Diskrepanz tritt umso mehr auf, je mehr das Training in den Dojos auf das reine Absolvieren von Prüfungsprogrammen beschränkt ist. Darum ist es meiner Meinung nach wichtig, möglichst in jedem Training einen direkten Bezug zwischen der stilisierten Trainingsform und der Realität herzustellen. Ich persönlich achte regelmäßig darauf und setze ein hohes Augenmerk auf den Transfer zwischen Kampfkunst und Realität. Dies geschieht unter anderem auch durch Schlagkissentraining und Trainingselemente zur Abhärtung des Körpers, aber auch taktische Trainingselemente wie "niemals am Boden liegen bleiben", Flucht üben nach einer erfolgreichen Abwehr etc. Und ganz besonders üben wir, auf die Intuition zu achten - was wäre mein erster Impuls und warum? Wie schaffe ich es vielleicht, Angst in konstruktive Aggression umzuwandeln und eine Schreck-Starre zu verhindern? Trainingselemente wie diese sorgen dafür, dass das Training auch "bottom-up" funktioniert - also vom Bauchgefühl in die Technik. 

Als Fazit lässt sich aus meiner Sicht zusammenfassen, dass Karate sehr gute Voraussetzungen für effektive Selbstverteidigung bietet - wenn in den Trainings neben dem reinen "top down"-Techniktraining auch regelmäßig und ausreichend "bottom up" trainiert wird. Regelmäßiges und intensives Karate-Training bietet mit diesem ausgewogenen Mix aus "top down" und "bottom up" gute Voraussetzungen für ein selbstsicheres Auftreten und für die Möglichkeit, sich zu schützen. Zugleich ist Karate durch die Trainingsdisziplin und die permanente Arbeit an sich selbst ein Lebensweg, der die Fähigkeit der Selbstreflexion stärkt und für Ausgeglichenheit sorgt und auf diesem Weg die Fähigkeiten, mit Konflikten konstruktiv um zugehen und sie ohne Gewalt zu lösen, stärkt. 

Wer sich allerdings - z. B. aus beruflichen Gründen - schnell und gezielt auf spezielle Selbstverteidigungssituationen vorbereiten will oder muss, dem könnte das traditionelle Shotokan-Karate-Training nicht zielgerichtet genug sein und der Erfolg mag zu lange auf sich warten lassen. Da bieten sich vielleicht eher Konzepte wie Street Combatives an, welches ich sehr empfehlen kann. Allerdings stellt sich auch hier der Erfolg nicht auf Knopfdruck ein und es muss regelmäßig und konsequent trainiert werden. 





Samstag, 25. Juli 2020

Training "Starke Kinder bei Schulbeginn und Schulwechsel"

Ziel: Förderung der Konzentration, des Körperbewusstseins, der Aufmerksamkeit, der Wehrhaftigkeit

- Link-rechts-links: Vor dem Überqueren einer Straße müssen Fußgänger*innen den Straßenverkehr beachten. Hierzu bleibt man am Straßenrand stehen und blickt erst nach links, dann nach rechts, dann noch einmal nach links. Wenn die Straße frei ist, kann sie überquert werden.

Im Training üben wir das so:
Vorbereitung / Warmup auf der Stelle (Corona) mit Laufen und Hampelmann, danach Tsuki und Keri

Anschließend war die Koordinationsleiter ausgelegt und davor im Abstand von ca. 1,5 m die kleinen Handpratzen (eine oder zwei mehr als Kinder im Training sind).

Die Kinder nehmen je Aufstellung neben einer Pratze, ein Kind kann sich schon an die erste Sprosse der Leiter stellen.
Nun läuft das erste Kind durch die Leiter, die anderen Kinder haben die Aufgabe, sehr aufmerksam zu sein und sofort wenn die Pratze vor dem Kind "frei" wird, aufzurücken (wie beim "Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel" ein Feld vorzurücken); zwei oder drei Durchgänge, bis das klappt.

Anschließend an der Pratze stehend Blick zum Spiegel ausrichten. Die Kinder werden gefragt, wo "links" ist. Bei uns in der Karateschule wissen alle Kinder "da, wo das Logo auf der Jacke ist, da ist links". Die Kinder üben dann, den Kopf abwechselnd nach links und rechts zu drehen. Im Folgenden heißt es dann: "Links, rechts, links" und dann wieder den Kopf gradeaus zum Spiegel - das wird ca. 10 Mal wiederholt. Es wird erklärt, warum es wichtig ist, erst nach links zu blicken und vor dem Losgehen noch einmal: Durch den Rechtsverkehr in Deutschland kommen die Autos, die dem Kind am Straßenrand am nächsten sind, von links.

Dann drehen sich an ihrer Pratze wieder alle in Richtung Leiter und das erste Kind geht zur ersten Sprosse. Nun blickt es nach links-rechts-links, bevor es über die "Straße" (in Form der Leiter) laufen darf. Die anderen Kinder haben weiter die Aufgabe, aufmerksam zu sein und immer aufzurücken; drei Durchgänge. Wenn wir feststellen, dass die Kinder nur "mit dem Kopf wackeln" und gar nicht richtig zur Seite blicken, können sich die Trainer*innen an die Seiten hocken und - wenn die Kinder schauen - lustige Grimassen schneiden :-)

Verschärfung: Die Kinder sollen lernen, ihre Aufmerksamkeit auf die Straße zu richten, auch wenn eine Freundin ruft oder ein süßer kleiner Hund auf dem Gehweg entlang geht. Wir üben weiter an der Leiter: Ein Kind steht an der ersten Sprosse - Aufgabe ist weiter, links-rechts-links zu schauen und dann die Leiter zu durchqueren, ohne die gelben Leisten oder die grüne Schnur am Rand zu berühren.  Es ist das Ziel, sich nicht ablenken zu lassen! Ablenkung wird bei dieser Übung nun dadurch hergestellt, dass alle anderen Kinder mit ihrer Pratze am Rand der Leiter im Abstand von ca. 1 m zur Leiter und 1,5 m voneinander Aufstellung nehmen, so dass das durch die Leiter laufende Kind quasi einen Spießrutenlauf erlebt. Die Kinder am Rand können
- bei der Pandagruppe einfach nur "da stehen"
- bei der Fuchsgruppe Hampelmann machen, Tsuki machen oder Mae Geri
Mit den Kindern sollte auch intensiv besprochen werden, welchen Zweck die Übungen haben, damit der Transfer von der Laborsituation im Dojo zur Realität gelingt.


Mittwoch, 22. April 2020

Tokugawa Tsunayoshi - der Hunde-Shogun

Foto: Wikipedia
In der Dojo-freien Corona-Zeit beschäftige ich mich grade über verschiedene Medien mit dem Leben der Samurai. Hierzu habe ich mir ein E-Book zugelegt (Die Samurai von Wolfgang Schwentker, Beck-Verlag) und es gibt eine kurzweilige, dreiteilige Doku bei ZDF Info via youtube Doku Samurai 2015 - Japans Krieger. Hier wird in Teil drei der Shogun Tokugawa Tsunayoshi erwähnt, der von seinen Zeitgenossen den Spitznamen "Hunde-Shogun" erhielt.

Tsunayoshi war ein Urenkel des Dynastie-Begründers Tokugawa Ieyasu, der nach dem Sieg bei der Schlacht von Sekigahara im Jahre 1600 Japan von der so genannten Sengoku-Zeit ("Zeit der kriegführenden Lande") in die Edo-Zeit überführte (benannt nach der Hauptstadt Edo, heute Tokio). Die Edo-Zeit beinhaltet die längste Friedenszeit der japanischen Geschichte, die über 250 Jahre andauerte. Die Kultur der Samurai änderte sich in diesen 250 Jahren grundlegend, da kriegerische Einsätze nur noch sehr selten vorkamen. Gleichwohl war es üblich, dass die Tokugawa Shogune eine Samurai-Ausbildung erhielten - so auch Tsunayoshis älterer Bruder, der für das Amt des Shogun vorgesehen war. Tsunayoshi selbst wurde nicht kriegerisch ausgebildet und nicht auf politische Ämter vorbereitet, sondern genoss eine allgemeinere Schulbildung, geprägt von den Lehren des Buddhismus und des Konfuzianismus.

Als Tsunayoshi nach dem frühen Tod seines Bruders das Amt des Shogun übernahm, führte dies daher zu einem Wandel der japanischen Gesellschaft: Tsunayoshi waren Bildung und Kultur wichtiger als kriegerische Heldentaten und Kriegsherren, die seine Gunst erringen wollten, konnten sich eher durch die Förderung der Künste und des Buchdrucks hervortun, als durch martialisches Kräftemessen. Die Regentschaft Tsunayoshis wurde somit zu einer Zeit der kulturellen Blüte Japans.

Auch wenn er einerseits durchaus ein machtbewusster Politiker war, der nicht davor zurückscheute, intrigante Einflussgeber beseitigen zu lassen, verurteilte Tokugawa Tsunayoshi bedingt durch seine Erziehung Gewalt grundsätzlich. So erließ er unter anderem die "Gesetze zum Mitleid gegenüber Lebewesen" (Shōrui Awaremi no Rei). Dieses Gesetz schützte erstmals z. B. auch Menschen aus den unteren Schichten, speziell auch Kinder. Zur damaligen Zeit war es nicht unüblich, dass Familien, Kinder, die sie nicht ernähren konnten, aussetzen. Diesen Kindern drohte meist ein hartes Schicksal, oftmals mussten sie schlichtweg verhungern! Tsunayoshi verfügte, dass sich Beamte um die Kinder sorgen und ihnen ein neues Zuhause finden mussten.

Tsunayoshi war im Jahr des Hundes geboren. Ob dies nun den Ausschlag gab, dass ihm besonders auch das Wohl der Hunde am Herzen lag? Jedenfalls erließ der Schogun auch ein striktes - und für damalige Zeiten vermutlich höchst ungewöhnliches - Gesetz zum Schutz von (und vor) Hunden: Viele der Samurai hielten nämlich zahlreiche Hunde in ihren Palästen. Oftmals entliefen die Tiere oder wurden ausgesetzt, so dass eine große Anzahl frei herumlaufender Hunde Edo unsicher machte und vor allem auch schutzlose Kinder angriffen und verletzten. Manch anderer Herrscher hätte die Tiere vermutlich einfangen und töten lassen, um der Plage Herr zu werden. Nicht so Tsunayoshi: Er verfügte, dass die Tiere eingesammelt und in Heimen für Hunde untergebracht und gefüttert werden sollten. Die Daimyo Edos mussten für die Kosten aufkommen. Wenn Hunde starben, so sollten sie in die Berge gebracht und dort begraben werden - nicht weniger aufwendig als Menschen. Der Legende nach beschwerte sich einst ein Bauer, der seinen Hund beschwerlich in die Berge tragen musste, darüber gegenüber seinem Nachbarn. Dieser soll geantwortet haben: "Sei froh, dass der Shogun im Jahr des Hundes geboren ist! Wäre er im Jahr des Pferdes geboren, hättest Du noch viel schwerer zu tragen." Dieses für damalige Zeiten ungewöhnliche Gesetz zum Wohle der Hunde brachte Tokugawa Tsunayoshi den Spitznamen Hunde-Shogun (Inu Kubō) ein.

Der Schutz der Schwachen hatte aber ihren Preis und so stiegen die Staatsausgaben unter Tokugawa Tsunayoshi weiter an. Das Shogunat hatte ohnehin schon mit hohen Ausgaben zu kämpfen, da das Aufrechterhalten der Kriegerkaste, die aus Mangel an kriegerischen Auseinandersetzungen im Grunde überflüssig geworden war und nur zum Teil durch Verwaltungsaufgaben beschäftigt werden konnte, immense Kosten verursachte. Brände, Missernten und Erdbeben belasteten Japan in dieser Epoche zusätzlich. In die Zeit der Regentschaft Tokugawa Tsunayoshis fielen übrigens auch die Ereignisse der 47 Ronin, die im buddhistischen Tempel Sengaku-ji in Tokio begraben sind.

Montag, 20. April 2020

Kakuyoku Nidan

Kakuyoku Nidan

Im Shizen tai Hände vor dem Körper mit den Fingerspizen zueinander und den Handflächen nach oben zeigend zusammen (leicht bis Brustkorb mit dem Einatmen hochziehen, dann rechten Fuß nach vorne in ZK und Arme fast strecken, geöffnete Hände (Handflächen Richtung Boden) etwa auf Kopfhöhe, Finger berühren sich nicht, aber zeigen etwas zueinander.

Vorrutschen und Hände runderziehen und kraftvoll drehen zu doppel Shuto Uchi auf Brusthöhe, nochmal vorrutschen und mit den aufgestellten Handkanten / mit dem Handballen nach vorne stoßen

Wendung nach links mit Neko Ashi dachi links vor, linken Arm vor, Hand aufgestellt, beide Hände geöffnet. Rechte Hand ist aufgestellt an der rechten Schulter. Hände Wechseln (Stoß mit der aufgestellten Hand) und nochmal wechseln, Stoß mit der linken Faust, aber Tate tsuki, als Faust senkrecht – dasselbe zur anderen Seite. 

Im Stand mit dem linken Arm zur linken Seite Shuto Gedan Barei, Unterarm hoch, mit Teisho, Handfläche zur Decke zeigen lassen, Finger angezogen. 

Körper mitdrehen, Füße bleiben stehen, und zweimal Tsuki

Rechts vor ZK mit offenen Handflächen blocken, rechte Hand nach vorne und linke am Kopf
Dann links vor Neko Ashi Dachi und Hände wechseln
Rechte Hand stößt vor, dabei Vorgleiten in Gy ZK, Treffen mit der Handaussenkante, dann nochmal dopplten Tate Tsuki. 

Im Stand nach rechts Shuto Gedan Barei
Hinteren Fuß halb ranziehen (Mischung aus Heiko Dachi und Renoji Dachi) und rechten Arm hoch in Jodan Uchi Uke mit offener Hand. Enpi mit links, dabei Faust in die Hand zur Verstärkung.

Im Stand mit links Shuto Gedan Barei, hinteres Bein ranziehn, Jodan Uchi uke, Empi

Dann rechts rum drehen Füße Heisoku Dachi (ganz zusammen) und Arme seitlich doppelter Gedan Barei (wie in Jion). Vor wie in Jion

Dann zurück mit doppeltem Age Uke und links vor Neko Ashi DAchi.

Vorderen Fuß absetzen, hinteren ransezten, dabei Hände an die Hüfte und mit links Mae Geri, vorne Absetzen mit Doppel Tate tsuki

45 Grad vor in KB mit Shuto Uchi rechts vor, vorderen Fuß ranziehen in Neko Ashi Dachi , Hand Kakuyoku Uchi, vorderes Bein Mai Geri, absetzen links vor Oi Tsuki

Von da mit dem linken Bein und Arm KB Shuto Uchi und dasselbe zur anderen Seite , man steht schließlich rechts vor mit Oi  tsuki im ZK

Vorderes Bein umsetzen in KB mit Shuto Uchi, Arm groß ausholen und Otoshi Shuto Uchi (von oben wie ein Hackebeil). 

Hinten rum drehen in Neko Ashi Dachi mit Shuto Gedan Barei,  Umsetzen in ZK Gedan Nukite, Jodan Gegenbewegung (wie Heian Godan). Vorderen Fuß etwas ranziehen, mit dem linken Arm Shuto Uchi Jodan, oi tsuki

Vordern Fuß ranziehen und umdrehen und in die andere Richtung dasselbe

Das rechte, hintere Bein, stehen lassen und einmal hinten rum drehen, links vor Neko Ashi Daschi Shuto Gedan Barei, Arm Hochklappen (Hand gehöffnet). Kizamitsuki und vor ZK absetzen Gyaku Tsuki