Sonntag, 26. September 2010
Fit mit Powerpack!
"Wer sich mit Hampelmann aufwärmt, wird selbst zum Hampelmann!" So provokativ sagt es Risto Kiiskilä immer wieder. Und er hat Recht! Erstens ist alles, was mit Springen zu tun hat für eine dreifache Mutter wie mich nur suboptimal und außerdem gibt es auch karatespezifische Aufwärmübungen. Ristos "Power-Pack", zum Beispiel! Rund 10 verschiedene Übungen mit drei Sätzen á 20 bis 50 Wiederholungen lassen den Schweiß fließen und die Zeit vergehen.
Es fängt an mit dem Drehen des Oberkörpers nach links und rechts im Stand, die Arme schwingen mit.
Anschließend im ZK stehen (drei Sätze rechts vor und drei Sätze links vor), die Oberarme waagerecht zum Boden, Ellenbogen im rechten Winkel aufgestellt. Jetzt wieder Oberkörper drehen, 20 bis 50 mal pro Satz.
Als nächstes im ZK stehen, etwas kürzer als in der Grundschule und hinteres Knie nicht durchgestreckt. Der Oberschenkel des hinteren Beins soll in der Ausgangsposition nicht nach vorne, sondern nach außen zur Seite zeigen. Durch das Drehen des Oberschenkels nach vorne wird die Hüfte eingedreht (Risto:"Wo liegt die Hüfte? Im Oberschenkel!"). Übung pro Seite 30 bis 50 mal wiederholen, das ganze dreimal.
Nun die Übung ausbauen: Zur Ausgangsposition im ZK mit nicht durchgedrücktem hinteren Bein das Gewicht nach hinten schieben ("Auf das hintere Bein setzten."). Als erstes Gewicht nach vorne schieben, dann die Hüfte (den hinteren Oberschenkel) drehen und Hüfte "schließen", also einen Endpukt finden. Mehr als 20 Wiederholungen mit drei Sätzen pro Seite arten in Arbeit aus. Zu Beginn empfiehlt es sich, die Übung auf drei Zeiten auszüführen (Zeit 1: Gewicht nach vorne, 2: Hüfte schließen, 3: Gewicht wieder zurück), hinterher kann man die Bewegung fließender ausüben.
Letztes "Hüft-Warm-up": Übung um Armeinsatz ergänzen. Ausgangsposition Arme: Kamae, wobei der hintere Arm mit dem Ellenbogen an den Rippen anliegen sollte. Jetzt erst wieder Gewicht nach vorne und die Hüfte schiebt dann den Arm los. 20 Wiederholungen je Seite, drei Sätze.
So, Beine:
Starten wir mit einer Mae-Geri-Vorübung: Im ZK hinteres Knie hoch, und schnell und stark wieder absetzen, Ferse in den Boden stemmen. 30 Wiederholungen je Seite, drei Sätze.
Als nächstes Knie wieder hoch und nur den Unterschenkel schnappen lassen, ohne Knie abzusetzen, 30 Mal pro Seite, drei Sätze.
Mawashi: ZK, Bein seitlich in Mawashi-Aushol-Bewegung hochziehen (Ober- und Unterschenkel seitlich parallel zum Boden) und schnell und stark wieder absetzen, 30 Mal je Seite, 3 Sätze.
Dann noch aus der seitlichen Haltung 30 mal in den Mawashi schnappen, ohne abzusetzen.
Übung kann auch im Kiba-Dachi mit Yoko-Geri ausgeführt werden, der Fuß muss dabei beim Zurückschnappen bis an das Knie des anderen Beins zurück.
Jemand noch nicht warm? ;-)
Es fängt an mit dem Drehen des Oberkörpers nach links und rechts im Stand, die Arme schwingen mit.
Anschließend im ZK stehen (drei Sätze rechts vor und drei Sätze links vor), die Oberarme waagerecht zum Boden, Ellenbogen im rechten Winkel aufgestellt. Jetzt wieder Oberkörper drehen, 20 bis 50 mal pro Satz.
Als nächstes im ZK stehen, etwas kürzer als in der Grundschule und hinteres Knie nicht durchgestreckt. Der Oberschenkel des hinteren Beins soll in der Ausgangsposition nicht nach vorne, sondern nach außen zur Seite zeigen. Durch das Drehen des Oberschenkels nach vorne wird die Hüfte eingedreht (Risto:"Wo liegt die Hüfte? Im Oberschenkel!"). Übung pro Seite 30 bis 50 mal wiederholen, das ganze dreimal.
Nun die Übung ausbauen: Zur Ausgangsposition im ZK mit nicht durchgedrücktem hinteren Bein das Gewicht nach hinten schieben ("Auf das hintere Bein setzten."). Als erstes Gewicht nach vorne schieben, dann die Hüfte (den hinteren Oberschenkel) drehen und Hüfte "schließen", also einen Endpukt finden. Mehr als 20 Wiederholungen mit drei Sätzen pro Seite arten in Arbeit aus. Zu Beginn empfiehlt es sich, die Übung auf drei Zeiten auszüführen (Zeit 1: Gewicht nach vorne, 2: Hüfte schließen, 3: Gewicht wieder zurück), hinterher kann man die Bewegung fließender ausüben.
Letztes "Hüft-Warm-up": Übung um Armeinsatz ergänzen. Ausgangsposition Arme: Kamae, wobei der hintere Arm mit dem Ellenbogen an den Rippen anliegen sollte. Jetzt erst wieder Gewicht nach vorne und die Hüfte schiebt dann den Arm los. 20 Wiederholungen je Seite, drei Sätze.
So, Beine:
Starten wir mit einer Mae-Geri-Vorübung: Im ZK hinteres Knie hoch, und schnell und stark wieder absetzen, Ferse in den Boden stemmen. 30 Wiederholungen je Seite, drei Sätze.
Als nächstes Knie wieder hoch und nur den Unterschenkel schnappen lassen, ohne Knie abzusetzen, 30 Mal pro Seite, drei Sätze.
Mawashi: ZK, Bein seitlich in Mawashi-Aushol-Bewegung hochziehen (Ober- und Unterschenkel seitlich parallel zum Boden) und schnell und stark wieder absetzen, 30 Mal je Seite, 3 Sätze.
Dann noch aus der seitlichen Haltung 30 mal in den Mawashi schnappen, ohne abzusetzen.
Übung kann auch im Kiba-Dachi mit Yoko-Geri ausgeführt werden, der Fuß muss dabei beim Zurückschnappen bis an das Knie des anderen Beins zurück.
Jemand noch nicht warm? ;-)
Sonntag, 5. September 2010
Tag der offenen Tür beim Shotokan-Karate-Dojo Münster
Der diesjährige Tag der offenen Tür des Shotokan-Karate-Dojos Münster war im wahrsten Sinne des Wortes ein voller Erfolg! Im Vorfeld wurde das Ereignis in einer professionell angelegten Werbekampagne im gesamten Stadtgebiet bekannt gegeben.
Die zahlreichen Mitmachaktionen (Tai Chi, Kickn Shape, Selbstverteidigung, und Karate für Kinder) boten reichlich Möglichkeiten, die Vereinsangebote auszuprobieren. Hier war bei einigen Angeboten fast kein Fuß mehr an den Boden zu bekommen!
Auch das reichhaltige Kaffee- und Kuchenbuffet der fleißigen Vereinsmitglieder wurde reichlich genutzt. Es war am Ende bald kein Krümel mehr übrig!
Die kleinsten Gäste wurden von Franziska und Helena zu bunten Schmetterlingen, Drachen oder anderen Fantasiegebilden geschminkt.
Die Resonanz bei den folgenden Anfängerkursen war dann auch entsprechend gut: Rund 20 Kinder und knapp 30 Erwachsene sind jetzt in den Kursen, die bis Ende November laufen und dann mit den ersten Gürtelprüfungen abschließen.
Rund 200 interessierte Gäste kamen und sahen sich den Querschnitt durch unser Vereinsprogramm an.
Auch an den Mitmachaktionen zum Tai Chi, Kick'n Shape, Selbstverteidigung und Kinderkarate nahmen ungewöhnlich viele Gäste teil.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete wieder die Karate-Einheit vom Weißgurt bis zum Danträger unter der Leitung unseres Senseis Michael Jarchau:
Die zahlreichen Mitmachaktionen (Tai Chi, Kickn Shape, Selbstverteidigung, und Karate für Kinder) boten reichlich Möglichkeiten, die Vereinsangebote auszuprobieren. Hier war bei einigen Angeboten fast kein Fuß mehr an den Boden zu bekommen!
Auch das reichhaltige Kaffee- und Kuchenbuffet der fleißigen Vereinsmitglieder wurde reichlich genutzt. Es war am Ende bald kein Krümel mehr übrig!
Die kleinsten Gäste wurden von Franziska und Helena zu bunten Schmetterlingen, Drachen oder anderen Fantasiegebilden geschminkt.
Die Resonanz bei den folgenden Anfängerkursen war dann auch entsprechend gut: Rund 20 Kinder und knapp 30 Erwachsene sind jetzt in den Kursen, die bis Ende November laufen und dann mit den ersten Gürtelprüfungen abschließen.
Rund 200 interessierte Gäste kamen und sahen sich den Querschnitt durch unser Vereinsprogramm an.
Auch an den Mitmachaktionen zum Tai Chi, Kick'n Shape, Selbstverteidigung und Kinderkarate nahmen ungewöhnlich viele Gäste teil.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete wieder die Karate-Einheit vom Weißgurt bis zum Danträger unter der Leitung unseres Senseis Michael Jarchau:
In der folgenden Woche waren dann auch die neuen Anfängerkurse überdurchschnittlich gut besucht: Bei dem offenen Kurs (Einstieg jederzeit möglich) der Kids von 6 bis 9 Jahre kamen einige neue Kinder dazu. Der Anfängerkurs für die 10- bis 13-jährigen konnte sich über 20 neue Kinder freuen und der Kurs für Erwachsene verzeichnete eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl von sage und schreibe 26 Personen!
Sonntag, 22. August 2010
Marathon oder nicht?
Tja, es ist wohl sehr unvernünftig, vier Wochen vor einem Marathonlauf mit dem Training zu beginnen, wenn man vorher drei Monate verletzt war. Aber da ich ja sonst nichts besseres zu tun habe ;-) Habe ich meinen Internet-Trainer wieder aktiviert und mir einige Schwimm- und Laufeinheiten vorgeben lassen. Freitag vor einer Woche hatte ich mit einer 13 km Runde (von zu Hause aus zweimal um den Aasee und zurück) begonnen, Sonntag dann eine 18 km Runde (dreimal Aasee). Mein Fuß (die Verletzung...) machte sich anfangs noch bemerkbar und ich hatte wohl eine Schonhaltung angenommen, die dazu führte, dass es bis in die Hüfte hin zog. Aber das war auch schnell vorbei und durch den Wechsel von Schwimmen und Laufen war ich Ende der Woche schmerzfrei - abgesehen von dem Muskelkater....
Sonntag stand dann ein langer Lauf mit niedriger Pulsfrequenz an. Laut ursprünglichem Trainingsplan sollte es eine 30 km Strecke werden. Aber in der Plan-Erläuterung stand auch direkt, dass man die Strecke verkürzen soll, wenn man die 30 km nicht in drei Stunden schafft. Also bin ich auf 25 km ausgewichen. Gestern hattee ich mich dann erst mal auf den Weg zum Aasee begeben, wo zwei Runden anstanden. Anschließend ging es quasi rückwärts über die Hürländerrunde. Das war ein Fehler! Denn die Hürländerrunde geht so herum lange strecken bergauf! Es ist zwar keine schlimme Steigung, aber wenn man schon recht erschöpft ist, demoralisiert das ganz schön! Dazu war es noch recht warm und - wie doof! - ich hatte vergessen, etwas zu trinken mitzunehmen. Naja und gefrühstückt hatte ich außer einem Kaffee auch wie üblich nichts. Alles zusammen war dann nicht so günstig...Ab Km 20 ging dann gar nichts mehr und ich beschloss, zu schwächeln und von einem Haus aus Frank anzurufen. Der plädiert ja stets dafür, dass ich nicht übertreiben soll etc. Also wird er mich ja wohl netter Weise abholen. Eine alte Oma machte die Tür auf, ließ mich etwas verstört herein und führte mich zum Telefon. Ich wählte auf der lustigen Wählscheibe - nichts. Keiner da? Ach, sicher liegt der faule Kerl im Garten in der Hängematte! Naja, wenn er mich nicht hört, kann er mich auch nicht abholen. Ich bat die Frau noch, ihre Gästetoilette benutzen zu dürfen, trank dort reichlich aus dem Hahn und kühlte meine Arme und mein Gesicht.
Dann ging es weiter! Ich lief und ging, lief und ging, immer schön piano und mit Blick auf die Pulsuhr. Ab der Häuser der Joseph-Pieper-Straße (also direkt in meiner Nachbarschaft) ließ ich das Gehen weg und lief tapfer, um mir keine Schmach zu geben ;-) Naja, über die Zeit müssen wir uns nicht unterhalten. Aber geschafft hab ich die Strecke jedenfalls - wenn auch mit Gehpausen. Noch knapp 18 km mehr hätte ich gestern aber auf keinen Fall geschafft.
Mein Internet-Coach belohnte mich für die letzte Woche dennoch erstmals in diesem Jahr mit drei Smilys (beste Wertung, alle Trainingsziele erreicht). Eine ähnliche Woche hab ich jetzt nochmal vor mir. Dann ist schon Regeneration. Vielleicht laufe ich am 12.9. einfach mal mit der Menge los und schaue, wie weit ich komme.....
Sonntag stand dann ein langer Lauf mit niedriger Pulsfrequenz an. Laut ursprünglichem Trainingsplan sollte es eine 30 km Strecke werden. Aber in der Plan-Erläuterung stand auch direkt, dass man die Strecke verkürzen soll, wenn man die 30 km nicht in drei Stunden schafft. Also bin ich auf 25 km ausgewichen. Gestern hattee ich mich dann erst mal auf den Weg zum Aasee begeben, wo zwei Runden anstanden. Anschließend ging es quasi rückwärts über die Hürländerrunde. Das war ein Fehler! Denn die Hürländerrunde geht so herum lange strecken bergauf! Es ist zwar keine schlimme Steigung, aber wenn man schon recht erschöpft ist, demoralisiert das ganz schön! Dazu war es noch recht warm und - wie doof! - ich hatte vergessen, etwas zu trinken mitzunehmen. Naja und gefrühstückt hatte ich außer einem Kaffee auch wie üblich nichts. Alles zusammen war dann nicht so günstig...Ab Km 20 ging dann gar nichts mehr und ich beschloss, zu schwächeln und von einem Haus aus Frank anzurufen. Der plädiert ja stets dafür, dass ich nicht übertreiben soll etc. Also wird er mich ja wohl netter Weise abholen. Eine alte Oma machte die Tür auf, ließ mich etwas verstört herein und führte mich zum Telefon. Ich wählte auf der lustigen Wählscheibe - nichts. Keiner da? Ach, sicher liegt der faule Kerl im Garten in der Hängematte! Naja, wenn er mich nicht hört, kann er mich auch nicht abholen. Ich bat die Frau noch, ihre Gästetoilette benutzen zu dürfen, trank dort reichlich aus dem Hahn und kühlte meine Arme und mein Gesicht.
Dann ging es weiter! Ich lief und ging, lief und ging, immer schön piano und mit Blick auf die Pulsuhr. Ab der Häuser der Joseph-Pieper-Straße (also direkt in meiner Nachbarschaft) ließ ich das Gehen weg und lief tapfer, um mir keine Schmach zu geben ;-) Naja, über die Zeit müssen wir uns nicht unterhalten. Aber geschafft hab ich die Strecke jedenfalls - wenn auch mit Gehpausen. Noch knapp 18 km mehr hätte ich gestern aber auf keinen Fall geschafft.
Mein Internet-Coach belohnte mich für die letzte Woche dennoch erstmals in diesem Jahr mit drei Smilys (beste Wertung, alle Trainingsziele erreicht). Eine ähnliche Woche hab ich jetzt nochmal vor mir. Dann ist schon Regeneration. Vielleicht laufe ich am 12.9. einfach mal mit der Menge los und schaue, wie weit ich komme.....
Montag, 14. Juni 2010
Das war es dann wohl mit dem Triathlon....
Ja, da kann man noch so schön alles planen und auf ein Ziel hintrainieren - estens kommt es dann doch anders und zweitens, als man denkt! So hab ich mich vor knapp drei Wochen irgendwie danz merkwürdig beim Karatetraining verletzt. Ich weiß gar nicht genau, was passiert ist. Einerseits war es sicher eine Einheit mit zahlreichen Maegeris...andererseits erinnere ich mich noch genau an einen Augenblick, als ich beim Vorwärtsgehen im Zenkutsu-Dachi einen stechenden Schmerz im linken Fuß spürte. Dieser ging dann zwar wieder weg und ich konnte weitertrainieren, auch das Anfängertraining am nächsten Tag konnte ich geben und dabei sogar lustig auf einem Bein hüpfen (Aufwärmübung, natürlich!). Aber am Donnerstag Morgen konnte ich nicht mehr auftreten. Ich dachte erst, es geht von selbst wieder weg aber eine ärztliche Untersuchung eine Woche später brachte dann das niederschmetternde Ergebnis: fissurale Aufhellung am linken Vorderfuß, also eine kleine Fraktur. Ich bekam glücklicher Weise keinen Gips, sondern nur ein Tape - aber es tut trotzdem immer noch weh und ich humpele durch die Gegend. Autofahren geht gar nicht, dafür kann ich mich aber gut mit dem Fahrrad fortbewegen.
Ich habe versucht, mich die letzten Wochen über mit Rennradfahren und Schwimmen in Form zu halten und es ging auch eigentlich ganz gut: Ich fuhr eine neue Bestzeit nach der anderen und kann endlich auch wieder 1.000 m Kraul ohne Pausen schwimmen, und zwar mit der "neuen", verbesserten (und schon ganz schön schnellen) Technik.
Aber nach dem Radfahren zwickt der Fuß immer ganz schön und es ist sicher nicht vernünftig, es hier zu übertreiben. Längere Strecken als 32 km (Hausstrecke) fahre ich gar nicht und auch da geb ich derzeit nicht gerne Vollgas, um den Fuß nicht über Gebühr zu belasten.
Also habe ich heute Morgen schweren Herzens meine Teilnahme am Triathlon abgesagt! Es war keine leichte Entscheidung, aber ich denke, vor allem mein Mann ist ganz erleichtert, dass ich mal ausnahmsweise vernünftig bin ;-)) Ich werde aber ganz bestimmt zum Zuschauen an den Kanal fahren oder mich irgendwo an der Radstrecke platzieren!
Ich habe versucht, mich die letzten Wochen über mit Rennradfahren und Schwimmen in Form zu halten und es ging auch eigentlich ganz gut: Ich fuhr eine neue Bestzeit nach der anderen und kann endlich auch wieder 1.000 m Kraul ohne Pausen schwimmen, und zwar mit der "neuen", verbesserten (und schon ganz schön schnellen) Technik.
Aber nach dem Radfahren zwickt der Fuß immer ganz schön und es ist sicher nicht vernünftig, es hier zu übertreiben. Längere Strecken als 32 km (Hausstrecke) fahre ich gar nicht und auch da geb ich derzeit nicht gerne Vollgas, um den Fuß nicht über Gebühr zu belasten.
Also habe ich heute Morgen schweren Herzens meine Teilnahme am Triathlon abgesagt! Es war keine leichte Entscheidung, aber ich denke, vor allem mein Mann ist ganz erleichtert, dass ich mal ausnahmsweise vernünftig bin ;-)) Ich werde aber ganz bestimmt zum Zuschauen an den Kanal fahren oder mich irgendwo an der Radstrecke platzieren!
Samstag, 12. Juni 2010
Nie wieder Ehrenamt!
Der Volleyballverein meiner 12-jährigen Tochter suchte im Auftrag des Sportamts Münster Ballmädchen für ein Wochenende im Rahmen der Smart-Beach-Tour in Münster. Es sollte Beach-Volleyball vom Feinsten geben und die Mädchen sollten als Dankeschön ihre Ballmädchenausstattung in Form eines T-Shirts, einer Short und eines Käppis bekommen. Die Stadt Münster hatte offizielle Zettel verteilt: ein an die Schulen gerichteter Brief, die Kinder doch bitte möglichst am Freitag vorzeitig vom Unterricht zu befreien. Als Mutter war ich einverstanden: ehrenamtliche Tätigkeiten sind doch immer zu fördern! Oder etwa nicht?
Freitag fuhr meine Tochter also hochmotiviert zur Schule mit der Gewissheit, nicht vor 20 Uhr abends wieder zurück zu sein. Als sie um kurz vor halb neun noch nicht daheim war, fuhr mein Mann los, um zu sehen, wo sie mit ihrer gleichaltigen Freundin bleibt. Mehr zufällig traf er sie dann auf dem Rückweg: Die Kinder hatten noch bleiben müssen, da ein letztes Qualifikationsspiel noch nicht ausgetragen war. So war meine "Große" also von 11.15 Uhr bis 21.15 Uhr auf dem Sandplatz gewesen. Sie war echt total k. O. und hatte beim Verabschieden die Order erhalten, sich am kommenden Morgen um 06.45 Uhr wieder am Platz einzufinden! Zudem wurde angekündigt, dass sie leider doch die Kleidung nicht behalten dürfte. Es waren leider zuwenige Kleidungs-Sets bestellt worden. In anderen Städten sei es schließlich so üblich, dass die Ballmädchen alle drei Tage voll vor Ort blieben!
Heulend vor Erschöpfung und Enttäuschung saß meine Tochter dann bei uns am Tisch. Ich rief sofort eine Frau aus dem Sportverein meiner Tochter an und sagte, dass mein Kind auf keinen Fall morgens um viertel vor 7 wieder vor Ort sein würde. "Ja, acht Uhr reicht ja auch", war die Antwort. "Sie kommt auf keinen Fall vor 10.00 Uhr!" Naja, das wurde dann wohl oder übel akzeptiert.
Heute war sie dann pünktlich wieder dort. Man stellte in Aussicht, dass die Mädchen statt der Kleidung am 10. Oktober zu einem Mannschaftsspiel eingeladen würden. Aber mal ganz ehrlich - was ist wichtiger für eine 12-jährige? Zusehen bei einem Mannschaftsspiel in ferner Zukunft oder etwas Reales in der Hand zu haben? Ich konnte gut verstehen, dass sie da gerne auf die Zuschauerkarten verzichten wollte!
Eben kam sie dann heim, nach weiteren 6 Stunden Tätigkeit und klagte, sie habe total Hugner! Leider wurden die Ballmädchen nicht alle zum Essen gerufen und als sie dann Pause hatte, war nichts mehr da.
Also, ich werde mir zukünftig gut überlegen, ob ich meinen Kindern dazu raten werde, ehrenamtlich tätig zu werden. Es ist ja nicht so, dass es sich hier um einen mittellosen Veranstalter handelt! Finanzkräftige Sponsoren stehen im Hintergrund: neben Smart die Techniker Krankenkasse, Pro7, Salvus, Langnese und viele mehr! Und da war kein Geld mehr vorhanden, um den Ballmädchen ein kleines Geschenk zu machen? Ziemlich unsmart!
Freitag fuhr meine Tochter also hochmotiviert zur Schule mit der Gewissheit, nicht vor 20 Uhr abends wieder zurück zu sein. Als sie um kurz vor halb neun noch nicht daheim war, fuhr mein Mann los, um zu sehen, wo sie mit ihrer gleichaltigen Freundin bleibt. Mehr zufällig traf er sie dann auf dem Rückweg: Die Kinder hatten noch bleiben müssen, da ein letztes Qualifikationsspiel noch nicht ausgetragen war. So war meine "Große" also von 11.15 Uhr bis 21.15 Uhr auf dem Sandplatz gewesen. Sie war echt total k. O. und hatte beim Verabschieden die Order erhalten, sich am kommenden Morgen um 06.45 Uhr wieder am Platz einzufinden! Zudem wurde angekündigt, dass sie leider doch die Kleidung nicht behalten dürfte. Es waren leider zuwenige Kleidungs-Sets bestellt worden. In anderen Städten sei es schließlich so üblich, dass die Ballmädchen alle drei Tage voll vor Ort blieben!
Heulend vor Erschöpfung und Enttäuschung saß meine Tochter dann bei uns am Tisch. Ich rief sofort eine Frau aus dem Sportverein meiner Tochter an und sagte, dass mein Kind auf keinen Fall morgens um viertel vor 7 wieder vor Ort sein würde. "Ja, acht Uhr reicht ja auch", war die Antwort. "Sie kommt auf keinen Fall vor 10.00 Uhr!" Naja, das wurde dann wohl oder übel akzeptiert.
Heute war sie dann pünktlich wieder dort. Man stellte in Aussicht, dass die Mädchen statt der Kleidung am 10. Oktober zu einem Mannschaftsspiel eingeladen würden. Aber mal ganz ehrlich - was ist wichtiger für eine 12-jährige? Zusehen bei einem Mannschaftsspiel in ferner Zukunft oder etwas Reales in der Hand zu haben? Ich konnte gut verstehen, dass sie da gerne auf die Zuschauerkarten verzichten wollte!
Eben kam sie dann heim, nach weiteren 6 Stunden Tätigkeit und klagte, sie habe total Hugner! Leider wurden die Ballmädchen nicht alle zum Essen gerufen und als sie dann Pause hatte, war nichts mehr da.
Also, ich werde mir zukünftig gut überlegen, ob ich meinen Kindern dazu raten werde, ehrenamtlich tätig zu werden. Es ist ja nicht so, dass es sich hier um einen mittellosen Veranstalter handelt! Finanzkräftige Sponsoren stehen im Hintergrund: neben Smart die Techniker Krankenkasse, Pro7, Salvus, Langnese und viele mehr! Und da war kein Geld mehr vorhanden, um den Ballmädchen ein kleines Geschenk zu machen? Ziemlich unsmart!
Sonntag, 23. Mai 2010
Grün-Gelb
Nachdem ich beim Kata-Spezial mein armes, altes Rennrad mit fast platten Reifen so arg malträtiert hatte, hat mein Mann sich erbarmt und es endlich mal aufgepumpt. Bei der Gelegenheit auch gleich die Getränkeflaschenhalterung angeschraubt und jetzt könnte er eigentlich noch fix eine neue Klingel besorgen ;-) Gestern bin ich dann mit mittelmäßiger Motivation (ich hatte noch die ziemlich mühsamen letzten Ausfahrten im Gedächtnis) auf eine rund 40-km-Strecke aufgebrochen. Für die Distanz ist es immer noch am Besten, die Sentruper Straße stadtauswärts zu fahren, ein kleines Stück links den Dingbänger Weg runter, dann sofort wieder rechts auf die kleine Straße durch die Natur, am Reiterhof vorbei, an Jaques Weindepot (aber nicht anhalten! ;-)) Richtung Roxel-Industriegebiet und dann über den Nottulner Landweg Richtung Albachten. Richtig warm bin ich dann, wenn ich nach knapp 10 km an der Gärtnersiedlung Richtung Bösensell entlangdüse. An der Kreuzung, an der es gradeaus nach Bösensell ginge, fahre ich dann rechts, an dem Ort entlang, dann, hinter dem Ort links und eine Schleife, bis ich wieder an der Gärtnersiedlung bin. Bei der 30-km-Strecke fahr ich an dieser Stelle wieder Richtung Heimat, sollen es gut 40 werden, fahre ich die Schleife an Bösensell entlang ein zweites Mal.
Ich merkte schon auf dem Weg nach Roxel, dass mir gestern die Götter der Geschwindigkeit hold waren! Wow, das ging ab! Was so aufgepumpte Reifen doch ausmachen! Ein Blick auf meine Garmin-Puls-und-Speed-Uhr bewies auch, dass ich meist mit knapp oder gut 30 km/h unterwegs war. Und es war kaum anstrengend! Die Qualen der letzten Fahrten schienen einem schlechten Traum entsprungen zu sein! Statt nur schnell noch nach Hause zu wollen, genoss ich die herrliche Landschaft, die in satten Farben an mir vorbeizog. Grün-Gelb - als politische Koalition zwischen handgefertigten Grobstrickpullovern und seitenbescheitelten Kreissparkassenanzugträgern zwar undenkbar, in der Natur, bestehend aus sattgrünen Wiesen und knallgelben Rapsfeldern aber Wellness für die Augen! Da fährt sichs doch fast von ganz allein!
Die zweite Schleife war dann auch nur so weggeschnupft und als ich wieder daheim war, überraschten mich meine Trainingswerte mit neuer Bestzeit und -form!
Um den Tag abzurunden fuhr ich dann mit vier schnatternden Mädchen (Franzi und Johanna mit je einer Freundin) noch in das gestern eröffnete Freibad Coburg. Das Wasser hatte 18 Grad und ich konnte auch ohne Neo meinen Kilometer abspulen, leider noch mit einer Bahn Kraul und Brust abwechselnd....naja, ist ja noch ein Monat Zeit bis zum ersten Schwimm-Wettkampf....
Ich merkte schon auf dem Weg nach Roxel, dass mir gestern die Götter der Geschwindigkeit hold waren! Wow, das ging ab! Was so aufgepumpte Reifen doch ausmachen! Ein Blick auf meine Garmin-Puls-und-Speed-Uhr bewies auch, dass ich meist mit knapp oder gut 30 km/h unterwegs war. Und es war kaum anstrengend! Die Qualen der letzten Fahrten schienen einem schlechten Traum entsprungen zu sein! Statt nur schnell noch nach Hause zu wollen, genoss ich die herrliche Landschaft, die in satten Farben an mir vorbeizog. Grün-Gelb - als politische Koalition zwischen handgefertigten Grobstrickpullovern und seitenbescheitelten Kreissparkassenanzugträgern zwar undenkbar, in der Natur, bestehend aus sattgrünen Wiesen und knallgelben Rapsfeldern aber Wellness für die Augen! Da fährt sichs doch fast von ganz allein!
Die zweite Schleife war dann auch nur so weggeschnupft und als ich wieder daheim war, überraschten mich meine Trainingswerte mit neuer Bestzeit und -form!
Um den Tag abzurunden fuhr ich dann mit vier schnatternden Mädchen (Franzi und Johanna mit je einer Freundin) noch in das gestern eröffnete Freibad Coburg. Das Wasser hatte 18 Grad und ich konnte auch ohne Neo meinen Kilometer abspulen, leider noch mit einer Bahn Kraul und Brust abwechselnd....naja, ist ja noch ein Monat Zeit bis zum ersten Schwimm-Wettkampf....
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