Samstag, 25. Oktober 2008

Schönes Zitat aus dem Netz....

Wer Freiheit.gegen Sicherheit eintauscht, verdient weder eines von beidem, noch wird er es jemals bekommen. Benjamin Franklin.

Freitag, 24. Oktober 2008

Besuch aus Konstanz

Vom 17. bis 19.10.2008 bekam unser Dojo Besuch vom Bodensee: Sensei Jochen Glaß, 5. Dan Shotokan-Karate und der "Karate-Vater" so einiger Mitglieder unseres Vereins, gab einen Lehrgang in seiner Geburtsstadt Münster. Der Freitagabend diente der Trainerfortbildung und fast die vollständige Trainerriege war anwesend, um sich von Jochen neue Impulse für das Training geben zu lassen. Das Aufwärmtraining wurde von Vize-Europameister (Kumite) Steffen Maier geleitet, der grade in Stuttgart eine Ausbildung zum Sportlehrer absolviert. Dementsprechend neu und ungewohnt war daher bereits die erste Gymnastikphase und uns wurde bezüglich unserer Koordination einiges abverlangt. Dann legte Jochen los. Schwerpunkt dieser Einheit waren die Wendungen in Katas. Wir starteten mit einer Kihon-Übung, bei der wir jeweils eine Bewegung im ZK nach vorne gehen sollten, anschließend nach links oder rechts. Auch hier war schon viel "Mitdenken" erforderlich. Wir übten diesen Ablauf mit Tsukis und hinterher mit Mae-Geris, mal langsam und sorgfältig, mal schnell und stark. Als wir grade dachten:"Jau, endlich verstanden!", forderte Jochen uns auf, diese Übung nun mit Partner auszuführen - aber nicht mit einem Partner, sondern in Vierergruppen! Hier ging es mal gradeaus, mal nach rechts, dann wechselten wir die Position und mussten plötzlich gradeaus und dann nach links gehen. Derjenige, der links von sich niemanden hatte, musste jeweils zweimal angreifen (entweder Tsuki oder Mae-Geri) und der andere einmal blocken und dann angreifen. Ew war ein ganz schönes Durcheinander und grade, wenn man seinen Ablauf verstanden hatte, hieß es Partner- bzw. Positionwechsel und man musste wieder komplett umdenken!

Der nächste Tag stand sowohl bei der Unter-, als auch bei der Oberstufe im Zeichen der Selbstverteidigung. Leider konnte ich am Samstag erst Nachmittags zum Training kommen, da ich mittags wegen der Vereninsehrung "Vielfalt tut gut" beim Preußenstadion war. In der Nachmittagseinheit hatte ich dann aber unglaublich viel Spaß mit Matthes - wir stürmten wie die wilden Tiere aufeinander ein, blockten, fegten und landeten meist etwas unsanft auf dem Boden. Es war schon sehr witzig!

Am Sonntag ging es um humane 10.30 Uhr los. Jetzt trainierten Unter- und Oberstufe zusammen. Im Prinzip gab es nochmal eine Zusammenfassung des bisher gelernten. In der letzten halben Stunde kam dann das furiose Finale: 20 von uns bildeten entlang der einen Hallenseite eine Gasse und einer von uns musste versuchen, diese zu passieren. Das war natürlich nicht einfach, denn die "Gasse" war äußerst aggressiv und versuchte, den Passierenden an seinem Vorhaben zu hindern! Sehr beeindruckend war hier der Kampfgeist Madeleines, die sich äußerst überzeugend gegen Michael Ranningers Attacken zur Wehr setzte: Sie verpasste ihm drei äußerst kraftvolle Chudan-Tsukis, so dass Michael völlig verdutzt zu Boden ging!

Nachdem man die Gasse "geschafft" hatte, wartete die nächste Herausforderung: Neun Karateka bildeten einen Kreis, in den man sich zu begeben hatte. Hier wurde man ohne Ansage in schneller Folge mit Kizami- oder Gyaku-Tsuki jodan oder chudan angegriffen. Hatte man Sebastian aus Konstanz vor sich, musste man mit einem Mae-Geri rechnen. Jetzt musste der "Einzelkämpfer" in der Mitte sich drei Runden lang gegen die angreifende Meute mit Abwehr und Konter durchsetzen. Zum Abschluss musste man sich zu Boden fallen lassen und wurde zu allem Überfluss von den Kreis-Leuten mit Füßen "getreten". Es bedarf nun schon aller physischer und mentaler Kraftreserven, um sich hier zu befreien und es aus dem Kreis zu schaffen. Jochen wachte stets darüber, dass wir bei allem Kampfgeist und allem Überschwang die nötige Disziplin und den Respekt voreinander behielten.

Fazit: Ein sehr lehrreiches Wochenende, welches - abgesehen von ein paar blauen Flecken - ohne Verletzungen abging, obgleich wir vom Kampfgeist her sicher alle über dem normalen Niveau lagen! Zudem eine schöne Gelegenheit, Jochen, Adrian, Sebastian und Steffen kennenzulernen oder mal wiederzusehen. Hoffentlich ergibt sich auch im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit, diesen Lehrgang bei uns abzuhalten!

Montag, 13. Oktober 2008

Finanzkrise

Gedicht des Tages

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der
Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

- Verfasser: Leider unbekannt!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Young @ Heart

Heute sah ich mir mit Frank den Film Young @ Heart an, eine Road-Doku über ein gleichnamiges Chorprojekt in den USA, das jüngste Mitglied ist 67 und das älteste 92Jahre alt. Der Film handelt im Wesentlichen davon, wie der äußerst ambitionierte Chorleiter Bob Cilman seine liebe Mühe damit hat, den klassik- und musicalverliebten Senioren Songs aus den Bereichen R&B, Rock und Punk näherzubringen und auf eine Aufführung vorzubereiten.

Sehr beeindruckend fand ich die Interviews mit den Solisten, die glaubhaft versicherten, das Singen halte sie jung und vital und sie würden nicht vor dem letzten Atemzug damit aufhören. Charmant auch z. B. die Flirtversuche der im Film 92-jährigen (inzwischen verstorbenen) Eileen oder die Beschreibung Fred Knittles und seiner Frau über ihre Ehe. Etwas bedenklich hingegen war m. E. das Vorhaben des Chorleiters, zwei ehemalige Mitglieder (Fred Knittle und Stan Goldman) wieder zu den Proben und zu den Auftritten zu holen, die bereits aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen waren. Zwar machte auch diesen beiden Männern das Singen eine unübersehbare Freude, bei Stan ließen aber bereits während der Proben die Kräfte soweit nach, dass er sein Solo nicht mehr singen konnte. Kurz darauf wurde er noch einmal während einer Bluttransfusion gefilmt und interviewt. Dann starb er. Fred hingegen beeindruckte nicht nur durch seine unglaubliche Leibesfülle, sondern auch durch seine wunderschöne Stimme! Es war allerdings schon makaber, wie er nur mit Beatmungsgerät auf die Bühne gehen konnte. Also irgendwie, ich weiß nicht....ist das nun besonders cool, trotz dieses Handicaps aufzutreten und zeugt es von einem unerschütterlichen Durchhaltewillen oder bezeugt so ein Act schon eine gewisse Leichtsinnigkeit und ein Spiel mit dem Leben?

Ein weiterer Sänger verstarb während der Dreharbeiten und das ist ja auch an sich bei dem hohen Durchschnittsalter kein großes Wunder. Es war insgesamt sehr beeindruckend, wie die Darsteller in den Interviews ihren Umgang mit dem Alter und dem nahen Tod darlegten. Alle schienen relativ gelassen auf ihr nahes Ende zu blicken, kommentierten Altersgebrechen wie knackende Knochen, Nierensteine oder Inkontinenz mit schwarzem Humor und Sarkasmus. Allesamt machte die Truppe eine positive Ausstrahlung, ganz nach dem auch von ihr aufgeführten Lebensgefühl nach James Brown "I feel good".

Dennoch fuhren wir nach dem Film mit gemischten Gefühlen heim: einerseits diese positive Stimmung, die das Chorprojekt versprühte, andererseits aber auch die ständige Gegenwart von Gebrechlichkeit und Tod und schließlich noch der Kontrast der Generationen. Leute, die Anfang des letzten Jahrhunderts geboren wurden singen recht aktuelle Pop, Rock und Punksongs. Der Filmemacher selber räumt ein, dass die Sänger sich z. B. bei Schizophrenia von Sonic Youth überhaupt nicht im Klaren waren, was sie da sangen.

Der "Witz" und die Wirkung des Chorprojekt basieren zwar grade auf diesem Kontrast und dem Gegensatz zwischen alten Menschen und junger Musik. Dies wirkt aber eigentlich dann am Besten, wenn mit der alten Menschen eigenen Gelassenheit über Dinge gesungen wird, die sie selber augenzwinkernd aus einer anderen Perspektive sehen können als die jüngeren Generationen und z. B. singen: "We are on a Road to Nowhere" oder "Forever Young". Sobald sich an Songs herangewagt wird, bei denen diesen älteren Menschen gar nicht klar sein kann, welche Intention damit beabsichtig wurde und welches Lebensgefühl vermittelt werden sollte, gleitet die Darbietung schnell ins Lächerliche ab. Dann geht es nur noch um den Kontrast und Provokation, die eigentliche "Message" geht verloren und die Darsteller karikieren sich nur noch selber.

Singen für Suomi

Meine erste "Tournee" mit dem finnischen Chor am 27. und 28.09.2008

Meinen ersten größeren Chorauftritt hatte ich vor ziemlich genau einem Jahr im Veranstaltungsraum der ev. Lukasgemeinde hier in Münster. Zum ersten Mal führten wir damals weit ab von perfekt, dafür aber mit viel Herzblut die Suomalainen Messu von Lasse Heikkilä auf. Das war ein ganz besonderer Gottesdienst für mich, an den ich mich heute noch genau erinnern kann: ein paar Tage zuvor hatte nämlich der schreckliche Amoklauf an der Jokela-Schule in Finnland stattgefunden. Pfarrerin Helena predigte erst auf Finnisch und schon da sah ich an den bestürzten, mir zugewandten Gesichtern der Gemeinde, dass Helenas Worte sie sehr anrührten. Dann wiederholte sie sinngemäß auf Deutsch. Und jetzt durchfuhren auch mich ihre Worte wie ein Blitz: Sie schaffte eine Verbindung zwischen den Liedtexten Heikkiläs und den traurigen Geschehnissen in Finnland. Während sie redete, kam es mir so vor, als habe der Komponist die Messe genau für diesen speziellen Tag so gestaltet. Es war gleichzeitig sehr ergreifend und auch ein bischen unheimlich!

Unser Gesang ist wohl dann auch ganz gut angekommen, denn bald kamen Anfragen von auswärtigen Gemeinden: In Köln, Hamburg und Bremen sollten wir singen. Bei dem Auftritt in Köln war ich nicht dabei. Jetzt aber sollte es an einem Wochenende in den Norden gehen. Und wieder gab es im Vorfeld ein Attentat an einer finnischen Schule!

Die Wochen zuvor erlebten wir einen wahren Probenmarathon! Bald jedes Wochenende sangen wir bei Liisa und Peter im Wohnzimmer - selten in der Komplettbesetzung, manchmal auch nur zu siebt oder acht. Aber grade die "kleinen" Proben, also mit wenigen Teilnehmern, gestalteten sich als ziemlich gnadenlos: Peter hörte jeden Patzer und feilte an jeder einzelnen Stimme herum! Liisa hatte vorgeschlagen, dass jeder Solist eine mögliche Vertretung haben sollte, wer sich vorstellen könne, ein bestimmtes Lied alternativ zu singen. "Die Nr. 9", platzte es aus mir heraus, als hätte ich auf genau diesen Moment gewartet! "Na, dann sing mal." Ja, ja, sing mal, wenn Dir der Brustkorb vor lauter Herzklopfen zu platzen droht! Mann, war ich aufgeregt - und dabei waren das doch nur meine Chorfreunde, die seit vielen Monaten mit mir gemeinsam sangen! Ich sang das "ostbottnische Glaubensbekenntnis", vermutlich wie Mireille Mathieu - voller Leidenschaft, und fast ohne ein Wort zu verstehen! Ich sang halt genau so, wie es auf der CD klang und wie ich es schon zig mal im Auto "mitgegröhlt" hatte. Danach: Standing ovations! Und es war klar, dass jetzt ICH die Solistin war! Wahnsinn! Die Euphorie wurde mir dann bald durch Peter genommen, der bei der nächsten Chorprobe wieder das Zepter in der Hand hatte: Nicht so laut, nicht so viel Stimme - ich würde mich ja anhören, als sänge ich in der Kneipe! Und so wurde aus meinem leidenschaftlichen Lied ein schlichtes Glaubensbekenntnis. So ist das wohl, wenn man sich der Regie fügen muss! Permanent bekam ich noch Verbesserungsvorschläge, was meine Aussprache betraf. Es war dann eben doch alles nicht so einfach!

Nun denn - oder noniin, wie der Finne sagt, das Wochenende nahte. Als wir losfuhren, war mir plötzlich klar, dass ich fast alle Solisten, Musiker und Instrumente in meinem Auto hatte! Soweit also der Plan mit dem Ersatzensemble - wenn ich jetzt eine Panne oder einen Unfall hätte, wäre der Gottesdienst wohl gelaufen! Leider hatten wir so gar nicht an den Beginn der Herbstferien gedacht! Wir kamen erst um kurz nach halb drei in Hamburg an. Der dortige Auftritt sollte in der finnischen Seemannskirche stattfinden. Diese lag dann auch "stilecht" in unmittelbarer Nähe der St. Pauli Landungsbrücken, der Reeperbahn und dem Kiez! Wow, na da war ja die Abendgestaltung gesichtert!

Der Pfarrer war noch nicht da und wir versuchten, uns schon einmal in dem Gebäude der finnischen Gemeinde dort zurecht zu finden. Es war insgesamt ein recht dunkler Bau. Die Kirche war klein und eng. Wo sollten wir stehen - geschweige "tanzen"? Der Pfarrer kam und begrüßte uns. Ich dachte spontan: "Was für ein smartes Kerlchen!" Leider entpuppte er sich dann als recht wortkarg, was aber auch daran liegen mochte, dass er wenig deutsch konnte. Oder auch daran, dass er mit den Gedanken schon bei der Abendveranstaltung (30. Jubiläum der finnischen Sprachschule zu Hamburg) war. Oder daran, dass er keine Lust auf unsere Chorgesänge hatte. Oder, oder, oder....wie auch immer. Wir probten und hatten dann später unseren Auftritt in der düsteren kleinen Kirche und irgendwie fühlten wir uns nicht recht willkommen. Der ausgeliehene Hamburger Akkordeonspieler erwies sich als ziemlich lieblos und miserabel. Die Gemeinde saß uns mit ausdruckslosen Gesichtern gegenüber (abgesehen von Kaisus Sohn mit Familie) und der abschließende Applaus erwies sich als eher spärlich. Die Atmosphäre war kühl und düster, die Zeit zog sich hin - wie eine Nacht im finnischen Winter! Was wohl den stimmungsmäßigen Tiefpunkt bei allen setzte, war die Tatsache, dass die Sprachschule sich anschließend noch zu einem schicken Sektempfang im Gemeindesaal traf und wir mit Brötchen und Orangensaft in der Sakristei "abgespeist" wurden! Statt diese zu uns zu nehmen, hätten wir lieber direkt in die zur Seemannskirche gehörenden Sauna gehen sollen! Nach dem "Essen" bezogen wir schnell unsere Schlafräume: für eine Seemannskirche sehr passende Räumlichkeiten mit rund 20 Schlafgelegenheiten in Doppelstockbetten mit Metallgestell. Es war aber sehr gemütlich und amüsiert nahm ich die "Bauweise" finnischer (skandinavischer) Bettwäsche zur Kenntnis: An zwei Ecken ist der Stoff einfach abgeschnitten, damit man die Bettdecke einziehen kann, ohne den Stoff vorher auf links drehen zu müssen. Miina meinte, sie würde bei "richtigen", also mittel-europäischen Bettbezügen als erstes immer die Ecken abschneiden ;-)

Der Rest des Abends war dann sehr lustig: Mit meiner Autobesatzung (ohne Pia, dafür mit Diet) zogen wir um die Häuser, staunten an der Reeperbahn, grüßten Hans Albers -bzw. seine Statue, fanden den Zugang zur Herbertstraße nicht und landeten dann auf einen Snack und ein Bier in einem kleinen Restaurant direkt an der Kirche! Kurz vor Mitternacht lagen wir dann in den Betten.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein kleiner Zettel mit einer Nachricht: Einer von uns sollte eine Pirjo Virtanen oder so in Bremen anrufen. Da Miina mit Nachnamen auch zufällig Virtanen heißt, fiel das Rückruf-Los auf sie. Die Gesprächspartnerin war eine Frau aus der Bremer Gemeinde. Wir sollten mal lieber nicht so früh kommen. Es wäre vorher noch eine andere Messe in der Kirche und man habe auch keine Zeit, für uns Brötchen zu schmieren oder so. Na, toll! Sind wir da noch weniger willkommen als in Hamburg? Warum lädt man uns dann überhaupt ein? Fahren wir doch gleich wieder durch bis nach Münster! Wir waren irgendwie ganz schön enttäuscht. Aber draußen war das Wetter schön und so besserte sich unsere Stimmung schlagartig, als wir aus dem düsteren Gebäude hinaustraten. Die Fahrt nach Bremen war dann auch sehr amüsant und wir lernten viel Neues voneinander kennen und auch viele neue finnische und deutsche Gepflogenheiten. So äußerten Pia und Miina recht lebhaft ihr Unverständnis darüber, dass die Deutschen ihr Geschirr nach dem Waschen nicht absprülen (also den Schaum drauflassen, bis er weggetrocknet ist). Ich konnte mich erinnern, dass auch Reijo hierüber "not amused" war. "Man läßt doch nach dem Duschen auch nicht den Schaum auf der Haut und putzt ihn einfach ins Handtuch!", so Pias und Miinas einhellige Meinung. Es war also eine recht kurzweilige, interessante und lustige Autofahrt.

In Bremen angekommen stellten wir angenehm überrascht fest, dass der vor der Kirche verlaufende Marathonlauf bereits beendet war, wir also entgegen der Voraussagen direkt bis auf den Kirchparkplatz fahren konnten. Und wir waren auch nicht zu früh: die Vorgängermesse war wohl zuende und auf uns wartete ein reichhaltiges "Brötchenbuffet", dargeboten von freundlichen finnischen Gemeindemitgliedern! Die St.-Ansgari-Kirche wurde wohl noch in Zeiten gebaut, als die katholischen Gemeinden noch einen fetten Taler über hatten: Es gab ein mehr als großzügiges Gemeindehaus mit Aula und weiteren Räumen im Untergeschoss und die Kirche selbst - ein Traum! In schwindelerregenden Höhen erahnte man die gewölbte Decke und gegenüber dem modern gestalteten Altar befand sich auf der Empore über dem Eingang ein absoluter Traum von Orgel! Zu hören bekamen wir sie nicht, aber allein der Anblick ließ erahnen, dass ihr ausschließlich göttliche Töne zu entlocken waren! Die Kirche war trotz ihrer Größte hell und freundlich und durch die seitlichen Oberlichter strömte Sonnenlicht hinein. Das Einsingen diente hauptlsächlich Peter dazu, uns auf die neue Hall- und Akustiksituation abzustimmen: hier etwas lauter, Geige kräftiger und selbst ich durfte, welch Freude, mein Solo jetzt mal richtig schmettern ;-) Kurz vor Beginn der Messe, die hier erfreulicher Weise wieder von Pfarrerin Helena geleitet wurde, stellte Tuulas Mann fest, dass seine Videokamera defekt war. Also ließ sich unser Auftritt nicht für die Ewigkeit festhalten. Spätestens da war mir klar, dass dies der beste Auftritt von allen würde und wir ihn halt mit allen schönen Momenten einfach im Gedächtnis und im Herzen behalten müssten - ohne technischen Support!

Die positive Stimmung und Erleichterung, dass hier alles anders war als in Hamburg, übertrug sich wohl auf die ganze Chorgemeinschaft und wir sangen aus vollem Herzen unsere Messe! Pias Stimme klang wie ein Engel, bei Christophero hatte man den Eindruck, der Herrgott persönlich würde uns die Leviten lesen. Der hiesige Akkordeonspieler (ein recht junger Deutscher) legte so dynamisch und rasant los, als wolle er die Walküren aus Walhalla vertreiben und der Gipfel unserer Glückseligkeit bestand wohl darin, in Peters Mimik zu lesen, dass wir all seine Erwartungen nicht nur erfüllten, sondern vielleicht sogar übertrafen! Die Gemeinde lauschte andächtig und aufmerksam. Hell, freundlich und all dies in einer herzlich-warmen Atmosphäre - wir fühlten uns wie im finnischen Sommer an einem klaren See! Und es gibt wohl wenige Momente, in denen man sich Gott so nahe fühlen kann, wie in dieser Stunde.

Die Pfarrerin zog diesmal keinen direkten Bezug zu den aktuellen Geschehnissen und dem erneuten Amoklauf in Finnland. Allerdings räumte sie nach dem Gottesdienst in einem kleinen Kreis ein, sie hätte heulen können angesichts dieses schrecklichen Zufalls! Die Texte der Messe spiegeln wohl genau die derzeitige Situation Finnlands wider - neben der hohen Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Perspektivlosigkeit gibt es dennoch ein ausgeprägtes Nationalbewusstsein und eine starke Liebe zum Vaterland die für Zusammenhalt sorgen und trotz aller Sorgen Anlass zur Dankbarkeit geben.

Sehr überrascht war ich übrigens, als wir von Helena zum Altar gebeten wurden und uns in Wein getauchte Hostie überreicht wurde! Ich dachte, dies gäbe es bei den Lutheranern nicht. Ich wurde aufgeklärt: Ausnahmsweise, bei besonders festlichen Anlässen würde auch wohl hier als Symbol die Hostie gereicht.

Einen schöneren, würdigeren und feierlichen Abschluss unseres Chorprojekts der Suomalainen Messu als den Auftritt in Bremen hätten wir uns wohl nicht vorstellen können.

Montag, 15. September 2008

Sieg in Siegen

Vor ein paar Wochen flatterte eine Turnierausschreibung in meinen Mailbriefkasten: Samstag, 13.09.2008: Stadtmeisterschaft in Siegen. Ich hätte dem Ganzen vermutlich nicht viel Bedeutung beigemessen, hätte ich nicht zufällig beim diesjährigen Gasshuku in Hannover auch einige Karateka aus Siegen kennengelernt. Also mal näher angeschaut, die Ausschreibung und was seh ich? Das Turnier ist auch für Dan-Träger(innen) offen! Das ist ja mal selten und wie oft hatte ich mich schon geärgert, dass es so wenige realistische Möglichkeiten für Karate-Omis wie mich gibt, Erfahrungen zu sammeln, wenn es darum geht, zu "trainieren, worauf es ankommt", wie mein Sensei Risto immer so schön sagt. Also mal ausgedruckt und im Dojo ausgehängt. Zunächst fanden sich einige potenzielle Mitstreiter und ich plante, meinen Van mit fünf bis sechs Kämpfern zu füllen. Letztlich trug sich aber nur ein Mann auf der Liste ein und ich bezweifelte schon, ob es sich lohnen würde, nur zu zweit zu fahren. Mein Mitstreiter war aber recht engagiert und wollte unbedingt fahren, da konnte ich ja jetzt schlecht einen Rückzieher machen! Ausgerechnet am Tag vor dem Turnier fand noch meine Abteilungsfeier statt und ich ärgerte mich schon ein bischen, dass ich hier nicht "Vollgas" geben konnte. Als mich dann mittags mein Mitfahrer anrief und mitteilte, er sei verletzt und könne nun doch nicht starten, war ich fast erleichtert! Also per Anruf beim Ausrichter abgesagt. Mein Gesprächspartner war "not amused" und bat mich, mir doch meinen eigenen Start noch zu überlegen....ich sagte zu, bis Freitagabend noch zurückzurufen. Nach dem Mittagessen sah ich, dass er noch einmal versucht hatte, mich anzurufen und rief zurück: Er wolle mich ja nicht überreden oder so, aber es sei ja schon schade, wenn ich nicht käme....naja, wenn man schon mal sooooo lieb gebeten wird, dann kann man ja schon fast nicht mehr nein sagen... Also hab ich bei der zur Abteilungsfeier gehörenden Ralley mal eben mit zum Sieg beigetragen und dann nach ein paar alkoholfreien Getränken gegen 21 Uhr die Veranstaltung verlassen.

Nachdem ich am Samstag die wichtigsten Haushaltstätigkeiten und Einkäufe erledigte hatte, fuhr ich dann mit guter Musik am Ohr nach Siegen. Meine "Else" navigierte mich wieder wild in der Innenstadt des Zielorts umher, bis ich dann gegen 11.30 Uhr die Turnhalle erreichte. Ich wurde direkt von Moritz Kachel begrüßt, einem meiner Gasshuku-Bekanntschaften. Mein erster Start in der Disziplin Kata zog sich dann doch noch etwas hin und ich konnte schon mal meine "Konkurrenz" beschnuppern. Niemand, den ich vom Namen her kannte - aber vom Sehen her kam mir dann meine erste Gegnerin in der Disziplin Kumite bekannt vor. Sie stellte sich dann auch vor: Carina Kolb aus Köln, trainiert fast täglich bei Jörg Reuss. Oha, da sollte ich also direkt im ersten Kampf quasi "Britt Weingangds kleine Schwester" gegen mich haben, na toll! Und die übrigen drei Damen hatten alle ein Freilos?!?! Wie kann denn das sein? Naja, egal, et kütt wie et kütt....

Kata - oha....ich hatte mich ja nicht wirklich intensiv auf das Turnier vorbereiten können. Zwar hatte ich regelmäßig trainiert - aber was heißt schon regelmäßig? Ein bis zweimal die Woche und dann noch schnell am Donnerstag eine knappe Stunde Festigung der Heian Katas fürs Gewissen. Zum Glück hatte ich mir noch kurzfristig, so rein vorsorglich, versteht sich, eine Kata fürs Finale überlegt, aber eigentlich rechnete ich ja nicht damit, über die Vorrunden hinauszukommen. Natürlich kam da nur die Sochin in Frage, die ich ja in den vergangenen Monaten wegen der Dan-Prüfung am häufigsten geübt hatte. Es stellte sich dann heraus, dass wir bei Kata sogar nur zu viert waren. Also fiel die Vorrunde aus! Na, so ein Glück! Also war mir der Vierte ja schon sicher und vielleicht reichts ja noch für den Dritten! Wir bekamen kurz erklärt, dass wir quasi eine "Proberunde" laufen sollten. Das Ergebnis entschied allein über die Startreihenfolge in der "echten" Runde. Die anderen Mädels entschieden, sich ihre Kürkata für die entscheidende Runde aufzuheben und zeigten beim ersten Mal verschiedene andere Katas. Ich wollte mich aber nicht durcheinander bringen und machte zur Sicherheit gleich die Sochin. Und gleich Vollgas - die Kampfrichter sollten sofort sehen, dass es bei meiner Kata um Leben und Tod ging! Ich weiß gar nicht mehr welche Punktezahl ich bekam und auch nicht wirklich mit, in welcher Reihenfolge wir dann starten sollten. Alles war irgendwie egal. Es zählte nur noch SOCHIN. Dann war ich wieder dran. Ich stellte mich vor den Hauptkampfrichter und sagte entschlossen meine Kata an. Er und ich - wir fixierten uns mit den Blicken und ich ließ ihn erst wieder los, als ich vor der ersten Drehung den Blick nach links wenden musste. Das war schon ein geiles Gefühl - so ganz für den einen Moment da zu sein. Ich hörte und sah nichts mehr um mich herum. Das erste Kiai war so laut, dass es mir fast selber Angst machte! Und dann kamen letzten Techniken. Uchi-Uke nach links, Oi-Tsuki. Dann Uchi-Uke nach rechts und nochmal Uchi- Uke .... häää? Da muss doch eigentlich auch ein Tsuki hin! Ach Du Sch.... falsche Technik! Ich merkte es für den Bruchteil einer Sekunde - aber eigentlich wars egal - der imaginäre Gegner hatte auch die falsche Technik nicht überlebt - so stark und kraftvoll fühlte ich mich. Souverän brachte ich die Kata bis zum zweiten Kiai und stellte mich dann würdevoll in Shizen-Tai, als wäre nichts passiert. Als ich die Wertung sah, war es mit meiner Kraft und Stärke aber vorbei und ich wär fast ohne fremdes Zutun k. o. gegangen: 6,8 - 6,8 - 6,8 - 6,6 - 6,7! Wow! Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine Wertung bekommen zu haben! Carina nahm mich sofort zur Seite:"Mensch, da haste aber Glück gehabt! Dass Du eine falsche Technik gemacht hast, hat keiner gemerkt!" Das Mädel, das als letzte startete, war so eine klasssiche Kata-Frau: zierlich, hübsch, elegant...aber sie machte leider die falsche Kata, nämlich auch die Sochin! Zu ihr hätte besser etwas "leichtes" gepasst, Nijushiho oder vielleicht Chinte. Der Meinung waren dann auch die Kampfrichter und der Hauptkampfrichter meinte zu ihr anschließend: "Mensch, Maike, wär das ein Aufsatz gewesen, würd ich jetzt sagen "Thema verfehlt"." Ich riskierte einen ungläubigen Blick auf die Wertungsliste und konnte mein Glück nicht fassen - ich hatte tatsächlich den ersten Platz gemacht!

Das Kumite war dann sehr unspektakulär: Ich hatte entschieden, dass ich gegen einen Tiger wie Carina nur eine Chance habe, wenn ich nach vorne stürme. Hatte mir zwei Kombinationen überlegt, die ich ausprobieren wollte. Leider fehlt mir aber irgendwie jegliches Auge für die richtige Lücke und überhaupt die Erfahrung, mit solchen Gegenerinnen umzugehen. Zudem habe ich offenbar erhebliche Schwächen im Block und wurde so zweimal sehr sauber mit Kizami Jodan abgekontert. Eigentlich wäre jede Technik für sich schon ein Ippon gewesen, Carina erhielt aber nur je einen Wazari. Sie hatte dann letztlich aber wohl auch kein Glück und überraschender Weise nur den Dritten Platz erreicht. Aber so ist das nun mal auf einem Turnier - es kommt auf die Wahl der richtigen Kata an, auf ein bischen Losglück, auf die Leistungsfähigkeit in genau dieser einen Minute und manchmal auch einfach auf das Auge der Kampfrichter.

Wichtig ist immer, dass man vor dem Kampf den Puls runterbringt und die Aufregung in den Griff bekommt. Hier haben mir tatsächlich die Eindrücke von Jörg Ganterts CD "Mentaltraining für Kampfsportler" geholfen.

Die Turnierteilnahme habe ich auf jedenfall keine einzige Sekunde lang bereut. Vielleicht wäre das anders gewesen, hätte ich nicht einen so schönen Pokal (und eine Tüte Gummibärchen) mit nach Hause genommen. Aber ich denke auch in dem Fall hätte ich einfach einen schönen Karatetag gehabt mit sehr vielen netten Leuten um mich herum, vielen alten und einigen neuen Bekannten, die man sicher irgendwann bald wiedersieht. Für mich steht jedenfalls fest: Karate ohne Wettkampf ist wie Tanz ohne Musik oder wie Schwimmen ohne Wasser - es fehlt etwas ganz Entscheidendes!

Oss, Icky

Sonntag, 7. September 2008

Der Finne, der die Tradition modernisiert

Am 6. und 7. September 2008 war es wieder soweit: Risto Kiiskilä sollte uns in unserer Heimatstadt seine Karate-Schmakazien zeigen und erklären! Rund 60 Teilnehmer fanden sich in der Paul-Gerhard-Schule ein, um sich - zu etwa gleichen Teilen - getrennt nach Unter- und Oberstufe von Risto unterrichten zu lassen. Hielt Risto uns auch wieder einmal den ein oder anderen Kurz-Vortrag über die Unsinnigkeiten der angeblichen Karate-Traditionalisten, so war er doch im Großen und Ganzen recht gut gelaunt und ging recht gnädig mit unseren Unzulänglickeiten um. Zwar hörte ich hin und wieder "Icky, mach mal so und so..." quer durch die Halle, insgesamt kam ich aber ganz gut weg. In der dritten Einheit wurde ich sogar zum Vormachen nach vorne geholt - und zwar diesmal NICHT als abschreckendes Beispiel :-) Auch die anderen Karateka, die zu Übungszwecken der ganzen Mannschaft etwas "vormachen" durften, wurden nicht so "vorgeführt", wie es sonst schon mal vorgefallen ist.

Zum Trainingsinhalt kann zusammen gefasst werden: Es gab im Grunde genommen Basics, diese allerdings wie immer auf einem verdammt hohen Niveau! Kizami-Tsuki und Gyaku-Tsuki - wir wurden z. B. darüber belehrt, dass es viele verschiedene Arten des Gyaku-Tsuki gibt: den unmittelbaren Konter-Tsuki und verschiedene für unterschiedliche Distanzen. Risto wies an verschiedenen Stellen darauf hin, dass sich die Techniken im Laufe der Zeit ändern, im Sinne von "optimieren". So wird der Tsuki heute mehr aus der Schulter gestreckt, als früher. Auch dies entspräche immer noch der Tradition, denn selbst der Tradition muss es erlaubt sein, sich zu entwickeln und zu optimieren. Das Richtige und Beste bleibt über die Zeit.

Beim Kizami übten wir die absolute Körperspannung und bekamen erklärt, warum diese nur mit nach vorne gehobenen Becken möglich ist. Wir übten dies dann durch Druckausüben gegen die Turnhallenwand.

Und immer wieder: Hüfte, Hüfte, Hüfte! Zum regelmäßigen Training empfahl der JKAa-Instructor uns verschiedene tägliche und/oder mehrmals wöchentliche Hüftübungen aus seinem Powerpack-Programm. Ganz Hüfte war die zweite Einheit am Samstag: Es ging um Ashi-Barai. "Wie wird der Ashi-Barai in unserer Stilrichtung gelehrt?" Schweigen. "Es gibt keine offizielle Lehrmethode!" Also konnte uns Risto ohne Skrupel seine Art des Ashi-Barai erklären, pardon: Seine Arten! Denn auch hier gibt es verschiedene Variationen, die wir ausprobieren durften. Ungewohnt für viele von uns: den Fuß dabei strecken, wie ein "Ballettfüßchen", also mit dem großen Zeh nach unten. Ashi-Barai also mit dem hinteren Bein und mit dem vorderen und dann beides kombiniert, in dem mir schon bekannten, musikalischen Rhythmus: Tam, tatataataa, tam, tam! Äh, ich meine natürlich: ha, hahahaahaa, ha, ha - denn auch auf die korrekte Atmung wies der Meister aus Lahti immer wieder hin.

Karate besteht aus Kihon, Kumite und Kata. Risto machte deutlich, dass es Blödsinn ist, zu sagen "ich bin ein Kata-Mann" oder "...Kumite-Mann". Es muss alles trainiert werden. So kamen wir natürlich auch in den Genuss des Katatrainings und zu meiner besonderen Freude gab es die Hôkyokkukô, Risto's eigene Halbfreikampfkata! Hier kam mir schon manche Passage vertraut vor und es war mal ein schönes Gefühl, der Mehrheit der Trainierenden ausnahmsweise mal ein kleines Stückchen voraus zu sein.

Etliche Karateka kamen offenbar zum ersten Mal in den Genuss all dieser Risto-Rismen und Spezialitäten. Das merkt man immer sehr schnell, wenn jemand versucht, des Meisters rhetorische Fragen ernsthaft zu beantworten. Viele fanden aus Billerbeck, Coesfeld und auch dem Ruhrgebiet nach Münster. Mit jeder Einheit wuchs die Begeisterung über das logische Karatekonzept Ristos. Ganz bestimmt hat er auf diesem Lehrgang einige neue Anhänger gefunden. Meiner Meinung nach sehr bedenklich: Es fanden sich im Schnitt nur sechs Dan-Träger zu den Einheiten ein! Hat die Meisterklasse wirklich nichts mehr dazuzulernen?