Gestern und vorgestern veranstaltete ich mit Thorsten Rabeneck (4. Dan Shotokan-Karate) einen Kurs zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Wir waren sehr erfreut über die überaus gute Resonanz! Es kamen insgesamt 26 Frauen/Mädchen, davon 16 Externe! Es wären sicher auch noch mehr Vereinsmitgliederinnen gekommen - aber leider kollidierte der Kurs am Samstag mit dem Frühtraining Kangeiko und anschließendem Bayrischen Frühschoppen.
Thorsten leitete das Training jeweils mit einer kurzen Aufwärmgymnastik ein. Anschließend wurden Schlag- und Tritttechniken "trocken" geübt. Dann ging es auch schon an die Pratzen und die Damen konnten mal ausprobieren, wie das so ist, gegen einen Widerstand zu schlagen/treten. Den meisten fiel das erwartungsgemäß nicht leicht! Auch mit den kleinen Handpratzen wurde geübt. Hier testeten wir unter anderem die Reaktionsfähikeit der Teilnehmerinnen. Würden sie gleich nach dem Angriff die Deckung wieder hochnehmen?
Den Kniestoß zum Bauch übten wir natürlich auch und in der ersten Einheit gab es auch schon die ersten Befreiungsübungen.
Nach getaner Arbeit wartete auf uns Mädels die Sauna bzw. ein von Thorsten nett gedeckter Kaffeetisch. So konnten wir den Samstagnachmittag schön ausklingen lassen.
Am Sonntag wiederholten wir das bisher Gelernte. Dann ging es weiter mit weiteren Befreiungstechniken. Thorsten wies darauf hin, dass frau in einer ernsten Situation (z. B. Würgegriff), bevor eine Befreiungstechnik zu kompliziert oder ihr Erfolg zu ungewiss ist, man direkt einen Gegenangriff zu den Augen oder dem Kehlkopf starten sollte. Schließlich gab es auch einen Lösungsansatz zu der scheinbar unlösbaren Aufgabe, sich aus der unglücklichen Situation am Boden zu befreien. Auch diese Situation wurde ausreichend geübt - auch wenn alle sicher froh sind, von dieser Technik nie Gebrauch machen zu müssen!
Neben den handfesten Übungen gab es auch reichlich Theoretisches, z. B. zur Gefahrenvermeidung oder rund um die rechtlichen Aspekte der Selbstverteidigung. Nach Ende des offiziellen Teils standen Thorsten und ich dann noch für offene Fragen zur Verfügung.
Es war ein sehr gelungener Kurs und die ein- oder andere Teilnehmerin erkundigte sich gleich nach dem Beginn des nächsten Karate-Anfängerkurses.
Montag, 16. Februar 2009
Donnerstag, 12. Februar 2009
Organisieren, delegieren, ignorieren
Regelmäßig werde ich gefragt:"Wie machst Du das bloß alles - Familie, Haushalt, Job und dann noch Karate (und sonstigen Sport)." Gestern sind mir dazu diese drei Begriffe eingefallen, die wohl jede Frau mit einem erfüllten Leben beherrschen sollte (vielleicht auch jeder Mann?): organisieren, delegieren, ignorieren - und zwar in dieser Reihenfolge.
1. Organisieren: Zunächst ist es wichtig zu prüfen, welche wichtigen (!) Tätigkeiten am Tag, in der Woche, im Monat erledigt werden müssen. Hierbei hilft mir der gute alte Klapp-Kalender, in den ich (meistens...) alle Termine von mir und der Familie eintrage. Wann hat welches Kind Schulsport? Welche Nachmittagsveranstaltungen sind zu berücksichtigen? Wann kommen die Schwiegereltern zu Besuch? Wer hat wann Geburtstag, welches Geschenk muss dafür ggf. noch eingekauft werden? Arzttermine, Fensterputzer, TÜV-Termin für das Auto - Und so weiter, und so fort. Ohne den Kalender geht wohl nichts, auch wenn ich derzeit versuche, auch die Kalenderfunktion meines Mobilfunkgerätes zu nutzen....letztlich werden die Termine dann doch wieder in den Kalender umgetragen.
2. Delegieren: Dinge, die ich nicht selber erledigen kann oder will, versuche ich möglichst auf andere "abzuschieben". Das fällt mir manchmal schwer - denn wie mein Mann regelmäßig so schön bemerkt, meine ich immer, nur ganz persönlich die Dinge "richtig" zu machen. Aber dazu mehr unter Punkt 3. Wem kann ich also welche Tätigkeit aufs Auge drücken? Kann mein Mann vielleicht einen Einkauf erledigen? Die Kids sind abwechselnd dran mit Badezimmerreinigen. Ist meine Mutter eventuell so nett, einen Kinder-Fahrdienst zu übernehmen? Der Vorteil, den ich hier neben meiner Entlastung sehe, ist, dass z. B. meine Kinder recht selbständig sind, sich in viele Situationen zu helfen wissen, weil sie gelernt haben, dass sie auch vieles schon alleine können und es sich auch zutrauen, mal etwas auszuprobieren. Mal den Schlüssel vergessen und Mama ist nicht da? Da gibt es doch sicher eine Lösung (Oma, Nachbarn, Telefon...) und es ist kein Grund, in Tränen auszubrechen.
3. Ignorieren: Dies ist ein Punkt, der wohl den meisten Menschen schwer fällt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade besonders viele (Haus-)Frauen meinen, alles immer möglichst perfekt erledigt haben zu müssen. Hier hilft die große Gabe des Ignorierenkönnens, des Wegsehens oder auch des Liegenlassens. Besonders auch, wenn man sich für das Delegieren einiger Aufgaben entschieden hat, muss man lernen, die Dinge dann so zu akzeptieren, wie sie von den anderen erledigt wurden (vorausgesetzt, die Ausführung ist nicht absolut mangelhaft). Es macht keinen Sinn, hinter einem Kind, das das Badezimmer geputzt hat, noch einmal her zu putzen. Das demotiviert nicht nur, sondern es kostet auch eigene Zeit- und Kraftreserven. Da muss man dann eben mal mit einem 80%-ig geputzten Bad leben. Fraglich ist auch, ob es wirklich wichtig ist, dass z. B. die Fenster immer vollkommen transparent sind. Grade im Winter ist es eh meistens dunkel, wenn ich zu Hause bin. Da ist es doch wurscht, ob die Fenster sauber sind oder nicht - der Fensterputzer kommt dann im Frühling wieder! Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch´, Prioritäten zu setzen. Was ist wirklich wichtig - ein sauberes, ordentliches Haus? Rundrum (über-)behütete Kinder? Oder vielleicht ausgeglichene Eltern, die sich eher Zeit für einen Ausflug mit den Kids nehmen, als noch schnell eben durchzusaugen?
Ich denke, diese drei Begriffe sind der Schlüssel zu einem entspannten Alltag, der es ermöglicht, auch noch Zeit für schöne Dinge zu haben!
1. Organisieren: Zunächst ist es wichtig zu prüfen, welche wichtigen (!) Tätigkeiten am Tag, in der Woche, im Monat erledigt werden müssen. Hierbei hilft mir der gute alte Klapp-Kalender, in den ich (meistens...) alle Termine von mir und der Familie eintrage. Wann hat welches Kind Schulsport? Welche Nachmittagsveranstaltungen sind zu berücksichtigen? Wann kommen die Schwiegereltern zu Besuch? Wer hat wann Geburtstag, welches Geschenk muss dafür ggf. noch eingekauft werden? Arzttermine, Fensterputzer, TÜV-Termin für das Auto - Und so weiter, und so fort. Ohne den Kalender geht wohl nichts, auch wenn ich derzeit versuche, auch die Kalenderfunktion meines Mobilfunkgerätes zu nutzen....letztlich werden die Termine dann doch wieder in den Kalender umgetragen.
2. Delegieren: Dinge, die ich nicht selber erledigen kann oder will, versuche ich möglichst auf andere "abzuschieben". Das fällt mir manchmal schwer - denn wie mein Mann regelmäßig so schön bemerkt, meine ich immer, nur ganz persönlich die Dinge "richtig" zu machen. Aber dazu mehr unter Punkt 3. Wem kann ich also welche Tätigkeit aufs Auge drücken? Kann mein Mann vielleicht einen Einkauf erledigen? Die Kids sind abwechselnd dran mit Badezimmerreinigen. Ist meine Mutter eventuell so nett, einen Kinder-Fahrdienst zu übernehmen? Der Vorteil, den ich hier neben meiner Entlastung sehe, ist, dass z. B. meine Kinder recht selbständig sind, sich in viele Situationen zu helfen wissen, weil sie gelernt haben, dass sie auch vieles schon alleine können und es sich auch zutrauen, mal etwas auszuprobieren. Mal den Schlüssel vergessen und Mama ist nicht da? Da gibt es doch sicher eine Lösung (Oma, Nachbarn, Telefon...) und es ist kein Grund, in Tränen auszubrechen.
3. Ignorieren: Dies ist ein Punkt, der wohl den meisten Menschen schwer fällt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade besonders viele (Haus-)Frauen meinen, alles immer möglichst perfekt erledigt haben zu müssen. Hier hilft die große Gabe des Ignorierenkönnens, des Wegsehens oder auch des Liegenlassens. Besonders auch, wenn man sich für das Delegieren einiger Aufgaben entschieden hat, muss man lernen, die Dinge dann so zu akzeptieren, wie sie von den anderen erledigt wurden (vorausgesetzt, die Ausführung ist nicht absolut mangelhaft). Es macht keinen Sinn, hinter einem Kind, das das Badezimmer geputzt hat, noch einmal her zu putzen. Das demotiviert nicht nur, sondern es kostet auch eigene Zeit- und Kraftreserven. Da muss man dann eben mal mit einem 80%-ig geputzten Bad leben. Fraglich ist auch, ob es wirklich wichtig ist, dass z. B. die Fenster immer vollkommen transparent sind. Grade im Winter ist es eh meistens dunkel, wenn ich zu Hause bin. Da ist es doch wurscht, ob die Fenster sauber sind oder nicht - der Fensterputzer kommt dann im Frühling wieder! Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch´, Prioritäten zu setzen. Was ist wirklich wichtig - ein sauberes, ordentliches Haus? Rundrum (über-)behütete Kinder? Oder vielleicht ausgeglichene Eltern, die sich eher Zeit für einen Ausflug mit den Kids nehmen, als noch schnell eben durchzusaugen?
Ich denke, diese drei Begriffe sind der Schlüssel zu einem entspannten Alltag, der es ermöglicht, auch noch Zeit für schöne Dinge zu haben!
Sonntag, 8. Februar 2009
Ab jetzt wieder Karate!
Die Tagungs- und Messewochen sind vorbei. Freitag, gestern und heute hab ich wieder richtig Gas gegeben (Freitag auf die Schnelle 45 Min mit hoher Belastung auf dem Crosser, gestern Sprinttraining im Schwimmbad und heute Ausdauerschwimmen - 2,5 km in 70 Minuten) und grade noch 10 km auf dem Crosser in weniger als 50 Minuten. Aber jetzt ist Schluss mit lustig! Ab kommender Woche muss ich mich mal wieder um mein Karate kümmern! Schließlich steht ja am 10. Mai das Billerbecker Pokalturnier an, zu dem erstmals Schwarzgurte "Ü35" zugelassen sind. Die Chance werde ich nutzten - hoffentlich zusammen mit meinen Kampfgefährtinnen Diana und Katja!
Samstag, 31. Januar 2009
Flip, flip, hurra!
Letzte Woche war ich von Montag früh bis Mittwoch Mittag auf einer Tagung. Da war also nix mit Sport. Donnerstag war ich früh gleich im Schwimmbad und bin 1,5 km gekrault. Freitag war wieder Trainingspause, da ich spätnachmittags mit Frank nach Köln zu Spamalot gefahren bin. Also Samstag wieder. Erst morgens Schwimmen, es war wieder Sprint dran. Gar nicht doof, tat ich diesmal Kontaktlinsen rein und konnte so meine Zeitvorgaben prüfen. Erstaunlicher Weise schaffte ich alle Distanzen ganz gut in der anggebenen Zeit! Nachmittags war ich dann nochmal auf dem Crosser. Hier galt es, 15 km mit Belastungsstufe 2 zu laufen, also Puls zwischen 134 und 144 bpm. Das war gar nicht so einfach mit 95 Watt, also hab ich die Belastungsstufe auf 100 Watt angehoben und bin mit 11,5 bis 12,5 km/h gelaufen. Hat ganz gut geklappt, danach war ich dann aber auch ziemlich alle! Heute früh war ich dann wieder schwimmen und hab erstmals 2.500 m Freistil geschafft! - Also bin ich doch wohl auf dem Weg von der Ente zu Flipper! Leider hab ich nicht auf die Uhr geschaut aber allzu langsam war ich glaub ich nicht. Nun kann ich mich die nächsten Tage wieder auf die Tagung und die Messe in Dortmund konzentrieren. Donnerstag gehts dann wieder weiter.
Chinese Democracy
In diesem Winter brachten drei bekannte Rock-/Metalgruppen eine neue Scheibe raus: Metallica, AC/DC und Guns 'n Roses. Metallica ist mir bis auf Track 4 wie üblich eine Spur zu hart. AC/DC ist ganz ok, obwohl sie manchmal klingen wie Status Quo im Stimmbruch. Naja, nun also Guns 'n Roses. Ein echter Fan war ich auch von dieser Gruppe bislang nicht. Anfang der Neunziger waren sie ziemlich stark mit Stücken wie Paradise City oder November Rain aber ansonsten konnte ich auch nicht so viel mit dem Liedgut anfangen. Also hatte ich ehrlich gesagt nicht viel von der neuen Scheibe erwartet. Umso größer war dann die Überraschung über dieses recht gelungene Machwerk! Die schräg-keifende Stimme von Axel Rose hat sich im Laufe der Jahre gut entwickelt und manche Stücke hätte ich nicht als von G'n R stammend erkannt, wenn ichs nicht besser gewusst hätte.
Das Titelstück beginnt so leise, dass ich erst dachte, die CD sei defekt. Ansonsten überwiegen hier kraftvolle Riffs und solider Rock, sehr typisch Guns 'n Roses. Track 2, Shackler's Revenge, beginnt mit einem akustischen Peitschenhieb und es folgt eingängiger, melodiöser Rock. Bei Lied drei Better wird die Sache tatsächlich noch besser, das Stück hat z. B. ein echt schönes Gitarrensolo. Bei Street of Dreams werden Erinnerungen an November Rain wach - eine sehr schöne Ballade! Die fast schluchzende Stimme von Axel Rose heult seinen Schmerz herraus wie ein verwundeter Wolf. Die Strophen und der rhythmisch-melodiöse Refrain wechseln sich ab mit einem Gitarrensolo, das allerdings nicht übermäßig kunstvoll ausfällt. Insgesamt ein recht eingängiges, radiotaugliches Stück mit Ohrwurmfaktor. Bei "If the world" frage ich mich, ob Carlos Santana seine Gitarrenfinger mit im Spiel hatte! Das Stück ist klassisch aufgebaut mit einem netten Gitarrensolo im letzten Drittel, groovt total und ist fast funkig! Etwas zäh finde ich Lied Nr. 6 "There was a time": Hier wabert ein eher zäher Klangteppich. Gott sei Dank hellt sich bei Catcher in the Rye die Stimmung wieder auf, denn man bekommt gute Laune bei diesem melodiösen Rock mit Mitgröl-Refrain! An alte G'n R-Zeiten erinnert Lied 8: etwas schräg und eher unharmonisch ist es nichts für meine Ohren. Vorsicht! Bei Track 9, Riad n' the Beduins liegt Spannung in der Luft! Zumindest beginnt das Lied mit einem energetischen Knistersaound, der mir bis ins Mark geht! Anschließend schreit Axel Rose, unterstützt von harten Riffs, seinen Frust heraus! Bei "Sorry" fühlte ich mich an Pink Floyd erinnert - fast psychedelisch klingend ist es insgesamt ein schöner Schwofer! Gar nichts Besonderes hat hingegen Track 11: I. R. S ist allenfalls Durchschnittsrock. Mit den Tracks 12 (Madagascar) und 13 (This I love) hat die Band sich zwei weitere nette Balladen auf das Album gepackt. Bei Madagascar klingt Axels Stimme fast wie die von Charles Bukowski. This I love startet wunderschön melodiös und steigert sich zu einem fulminanten Höhepunkt. Fast ein wenig enttäuschend klingt schließlich mit Prostitute das Album aus.
Mir persönlich gefällt die gesamte Mischung - auch wenn eingefleischte Guns-&-Roses-Fans es zu mainstreamig finden könnten. Dass diese Formation noch einmal so ein tolles Comeback hinlegt hielt ich bislang für so unwahrscheinlich wie Demokratie in China!
Das Titelstück beginnt so leise, dass ich erst dachte, die CD sei defekt. Ansonsten überwiegen hier kraftvolle Riffs und solider Rock, sehr typisch Guns 'n Roses. Track 2, Shackler's Revenge, beginnt mit einem akustischen Peitschenhieb und es folgt eingängiger, melodiöser Rock. Bei Lied drei Better wird die Sache tatsächlich noch besser, das Stück hat z. B. ein echt schönes Gitarrensolo. Bei Street of Dreams werden Erinnerungen an November Rain wach - eine sehr schöne Ballade! Die fast schluchzende Stimme von Axel Rose heult seinen Schmerz herraus wie ein verwundeter Wolf. Die Strophen und der rhythmisch-melodiöse Refrain wechseln sich ab mit einem Gitarrensolo, das allerdings nicht übermäßig kunstvoll ausfällt. Insgesamt ein recht eingängiges, radiotaugliches Stück mit Ohrwurmfaktor. Bei "If the world" frage ich mich, ob Carlos Santana seine Gitarrenfinger mit im Spiel hatte! Das Stück ist klassisch aufgebaut mit einem netten Gitarrensolo im letzten Drittel, groovt total und ist fast funkig! Etwas zäh finde ich Lied Nr. 6 "There was a time": Hier wabert ein eher zäher Klangteppich. Gott sei Dank hellt sich bei Catcher in the Rye die Stimmung wieder auf, denn man bekommt gute Laune bei diesem melodiösen Rock mit Mitgröl-Refrain! An alte G'n R-Zeiten erinnert Lied 8: etwas schräg und eher unharmonisch ist es nichts für meine Ohren. Vorsicht! Bei Track 9, Riad n' the Beduins liegt Spannung in der Luft! Zumindest beginnt das Lied mit einem energetischen Knistersaound, der mir bis ins Mark geht! Anschließend schreit Axel Rose, unterstützt von harten Riffs, seinen Frust heraus! Bei "Sorry" fühlte ich mich an Pink Floyd erinnert - fast psychedelisch klingend ist es insgesamt ein schöner Schwofer! Gar nichts Besonderes hat hingegen Track 11: I. R. S ist allenfalls Durchschnittsrock. Mit den Tracks 12 (Madagascar) und 13 (This I love) hat die Band sich zwei weitere nette Balladen auf das Album gepackt. Bei Madagascar klingt Axels Stimme fast wie die von Charles Bukowski. This I love startet wunderschön melodiös und steigert sich zu einem fulminanten Höhepunkt. Fast ein wenig enttäuschend klingt schließlich mit Prostitute das Album aus.
Mir persönlich gefällt die gesamte Mischung - auch wenn eingefleischte Guns-&-Roses-Fans es zu mainstreamig finden könnten. Dass diese Formation noch einmal so ein tolles Comeback hinlegt hielt ich bislang für so unwahrscheinlich wie Demokratie in China!
Monty Python's Spamalot
Seit gut 20 Jahren versuche ich, meinen Mann für gemeinsame Kulturgenüsse zu begeistern. Ob Theater, Konzerte, Filme oder Bücher, die man nacheinander liest - es war und bleibt ein schwieriges Unterfangen. Umso erfreuter war ich, als im vergangenen Herbst die Initiative einmal von ihm ausging: Spontan besorgte er für uns zwei Karten für Monty Python's Spamalot in Köln! Mein Mann ist ein eingefleischter Monty Python's Fan! Das Leben des Brian, Die Ritter der Kokusnuss, Der Sinn des Lebens und natürlich auch Monty Python's Flying Circus - mein Mann kennt alle Szenen, alle Gags! Ganz so ein eingefleischter Fan bin ich nicht und ich war echt gespannt, wie man den schrägen Humor der britischen Truppe auf die Bühne bringen kann!
Reichlich vor Beginn der Show waren wir am Musical Dome und so war noch Zeit für ein Getränk und ein wenig "Athmosphäre-Schnuppern". Das Publikum war im Schnitt 40+ aber es waren durchaus auch Anfang-Zwanzig-Jährige dabei. Im Foyer wurden wir von bekannten Python-Songs begrüßt, etwa dem Titelsong von Brian oder auch "Every Sperm is useful" aus Der Sinn des Lebens.
Der Besucherraum füllte sich nach und nach aber ausverkauft war die Vorstellung wohl nicht. Ich weiß nicht, ob es an der Akustik lag oder daran, dass das Publikum eher etwas steif war - aber der Szenenapplaus war jeweils nicht grade ohrenbetäubend. Obwohl wir in der letzten Reihe saßen, hatten wir einen guten Blick auf die Bühne.
Die Show begann mit einem Auftritt des "Geschichtenerzählers", der von niemand geringerem als Alfred Biolek dargestellt wurde. Das stimmt nachdenklich, denn wenn eine recht unbedeutende Rolle wie diese mit dem einzigen Promi besetzt wurde, dann scheint die Show ja einen Publikumsmagneten gebraucht zu haben...
Der Geschichtenerzähler führte uns gedanklich in die Welt des frühen Mittelalters, die sogenannten "Dark Ages", also die Zeit des legendären König Arthus. Für die, die sich noch gar keine Gedanken gemacht hatten, was es mit dem Begriff Spamalot auf sich hatte, kam jetzt die Auflösung: Es war natürlich eine Anspielung auf das legendäre Camelot. Der Erzähler berichtete von den damaligen Zeiten und kündigte eine Szene aus dem fernen England an. Auf der Bühne dann eine bunte Wald-und-Wiesen-Kulisse und Menschen in bunten Trachten, die mir sofort irgendwie bekannt vorkamen. Männer und Frauen bei der Waldarbeit und beim Fischen sangen ein fröhliches Lied, das Finnland-Lied, bis Alfred Biolek sie unterbrach und aufklärte, dass nicht das Finnland-Lied, sondern das England-Lied hier richtiger gewesen wäre. Wenn man es hier so liest, sieht der Gag vielleicht etwas platt aus, aus der Situation heraus war es allerdings ganz witzig. Außerdem offenbarte sich hier im Prinzip schon das Hauptproblem des Monty-Python-Humors: Der Humor ist flach, zotig und in der Regel nicht politisch korrekt. Das muss man mögen und verstehen, sonst ist man hier falsch und ärgert sich über den nicht ganz preiswerten Eintritt (Karte auf unseren "billigen Plätzen" bereits knapp 50 Euro pro Person).
Die Geschichte ist schnell erzählt: König Artus sammelt Ritter um sich. Dann fragen sie sich, wozu sie eigentlich zusammen sind. Die "Schöne" aus dem See, eine geheimnisvolle Frau, die schließlich Artus ehelichen wird, schlägt vor, dass sich die Truppe auf die Suche nach dem heiligen Gral begeben soll, der natürlich schlließlich - nach dem Übewinden aller erdenklichen Hürden und Schwierigkeiten - auch gefunden wird. Der Gral ist dann nicht nur der heilige Kelch der Apostelrunde, sondern wird zur Metapher für den Sinn des Lebens eines jeden der beteligten Hauptpersonen (Artus, Schöne, Lancelot...).
Die Ritter der Kokusnuss sind natürlich vertreten und "Always look on the bright side of life" wird auf deutsch übersetzt (wobei ich gelernt habe, dass es "to look at something" heißen müsste....naja, egal). Viele Szenen aus den Filmen und dem Flying Circus wurden adaptiert. Wegen der Zotenhaftigkeit und der manchmal etwas anstrengenden Plattitüden war dieses Hintergrundwissen schon wichtig, um sich nicht gelangweilt oder angewidert abzuwenden. Zum Beispiel die Szene, als die Ritter der Kokusnuss an die Pforte einer französischen Burg klopfen und zur Begrüßung erst mit Exkrementen und schließlich mit einer Kuh beworfen werden, das ist schon vom Niveau her ganz unten!
Mich besonders beeindruckt haben zweierlei Aspekte: Brilliant war tatsächlich die Umsetzung der bekannten Filmszenen! Wie z. B. die Ritter vom Nie durch den Zauberwald geistern oder das Duell, bei dem der eine Ritter alle Gliedmaßen verliert und anschließend für "Unentschieden" plädiert! Dann die Kulissen- und Kostümwechsel, einfach toll, das mal auf einer Bühne zu sehen, denn im Film kann das ja jeder! Außerdem abslout erwähnenswert ist die Übersetzung der englischen Texte ins Deutsche, ohne deren Sinn und Boshaftigkeit zu verfälschen! Die Seitenhiebe auf die Juden ("am Broadway kann man nur als Jude Erfolg haben"), die Anspielung auf die Verklemmtheit der englischen Gesellschaft in Bezug auf Homosexualität - das kam schon alles klasse über.
Fazit: eine abslout gelungene Bühnenshow mit typischem Monty-Python's-Humor, witzigen Liedern und tollen Bühnenbildern und Kostümen. Ein echtes Muss für alle Fans des schrägen Humors - alle anderen sollten aber besser daheim bleiben. Da die Show speziell etwas für Insider und Kenner ist, wird der Erfolg allerdings wohl leider nicht an We Will Rock You oder die andere aktuelle Musical-Hits anknüpfen können.
Reichlich vor Beginn der Show waren wir am Musical Dome und so war noch Zeit für ein Getränk und ein wenig "Athmosphäre-Schnuppern". Das Publikum war im Schnitt 40+ aber es waren durchaus auch Anfang-Zwanzig-Jährige dabei. Im Foyer wurden wir von bekannten Python-Songs begrüßt, etwa dem Titelsong von Brian oder auch "Every Sperm is useful" aus Der Sinn des Lebens.
Der Besucherraum füllte sich nach und nach aber ausverkauft war die Vorstellung wohl nicht. Ich weiß nicht, ob es an der Akustik lag oder daran, dass das Publikum eher etwas steif war - aber der Szenenapplaus war jeweils nicht grade ohrenbetäubend. Obwohl wir in der letzten Reihe saßen, hatten wir einen guten Blick auf die Bühne.
Die Show begann mit einem Auftritt des "Geschichtenerzählers", der von niemand geringerem als Alfred Biolek dargestellt wurde. Das stimmt nachdenklich, denn wenn eine recht unbedeutende Rolle wie diese mit dem einzigen Promi besetzt wurde, dann scheint die Show ja einen Publikumsmagneten gebraucht zu haben...
Der Geschichtenerzähler führte uns gedanklich in die Welt des frühen Mittelalters, die sogenannten "Dark Ages", also die Zeit des legendären König Arthus. Für die, die sich noch gar keine Gedanken gemacht hatten, was es mit dem Begriff Spamalot auf sich hatte, kam jetzt die Auflösung: Es war natürlich eine Anspielung auf das legendäre Camelot. Der Erzähler berichtete von den damaligen Zeiten und kündigte eine Szene aus dem fernen England an. Auf der Bühne dann eine bunte Wald-und-Wiesen-Kulisse und Menschen in bunten Trachten, die mir sofort irgendwie bekannt vorkamen. Männer und Frauen bei der Waldarbeit und beim Fischen sangen ein fröhliches Lied, das Finnland-Lied, bis Alfred Biolek sie unterbrach und aufklärte, dass nicht das Finnland-Lied, sondern das England-Lied hier richtiger gewesen wäre. Wenn man es hier so liest, sieht der Gag vielleicht etwas platt aus, aus der Situation heraus war es allerdings ganz witzig. Außerdem offenbarte sich hier im Prinzip schon das Hauptproblem des Monty-Python-Humors: Der Humor ist flach, zotig und in der Regel nicht politisch korrekt. Das muss man mögen und verstehen, sonst ist man hier falsch und ärgert sich über den nicht ganz preiswerten Eintritt (Karte auf unseren "billigen Plätzen" bereits knapp 50 Euro pro Person).
Die Geschichte ist schnell erzählt: König Artus sammelt Ritter um sich. Dann fragen sie sich, wozu sie eigentlich zusammen sind. Die "Schöne" aus dem See, eine geheimnisvolle Frau, die schließlich Artus ehelichen wird, schlägt vor, dass sich die Truppe auf die Suche nach dem heiligen Gral begeben soll, der natürlich schlließlich - nach dem Übewinden aller erdenklichen Hürden und Schwierigkeiten - auch gefunden wird. Der Gral ist dann nicht nur der heilige Kelch der Apostelrunde, sondern wird zur Metapher für den Sinn des Lebens eines jeden der beteligten Hauptpersonen (Artus, Schöne, Lancelot...).
Die Ritter der Kokusnuss sind natürlich vertreten und "Always look on the bright side of life" wird auf deutsch übersetzt (wobei ich gelernt habe, dass es "to look at something" heißen müsste....naja, egal). Viele Szenen aus den Filmen und dem Flying Circus wurden adaptiert. Wegen der Zotenhaftigkeit und der manchmal etwas anstrengenden Plattitüden war dieses Hintergrundwissen schon wichtig, um sich nicht gelangweilt oder angewidert abzuwenden. Zum Beispiel die Szene, als die Ritter der Kokusnuss an die Pforte einer französischen Burg klopfen und zur Begrüßung erst mit Exkrementen und schließlich mit einer Kuh beworfen werden, das ist schon vom Niveau her ganz unten!
Mich besonders beeindruckt haben zweierlei Aspekte: Brilliant war tatsächlich die Umsetzung der bekannten Filmszenen! Wie z. B. die Ritter vom Nie durch den Zauberwald geistern oder das Duell, bei dem der eine Ritter alle Gliedmaßen verliert und anschließend für "Unentschieden" plädiert! Dann die Kulissen- und Kostümwechsel, einfach toll, das mal auf einer Bühne zu sehen, denn im Film kann das ja jeder! Außerdem abslout erwähnenswert ist die Übersetzung der englischen Texte ins Deutsche, ohne deren Sinn und Boshaftigkeit zu verfälschen! Die Seitenhiebe auf die Juden ("am Broadway kann man nur als Jude Erfolg haben"), die Anspielung auf die Verklemmtheit der englischen Gesellschaft in Bezug auf Homosexualität - das kam schon alles klasse über.
Fazit: eine abslout gelungene Bühnenshow mit typischem Monty-Python's-Humor, witzigen Liedern und tollen Bühnenbildern und Kostümen. Ein echtes Muss für alle Fans des schrägen Humors - alle anderen sollten aber besser daheim bleiben. Da die Show speziell etwas für Insider und Kenner ist, wird der Erfolg allerdings wohl leider nicht an We Will Rock You oder die andere aktuelle Musical-Hits anknüpfen können.
Dienstag, 20. Januar 2009
Von der Ente zu Flipper?

Das Schwimmtraining hat seinen Reiz - aber auch seine Tücken! Generell finde ich es fantastisch, durch das Wasser zu gleiten, unterzutauchen und außer den gurgelnden, blubbernden Wassergeräuschen nichts hören zu müssen. Vorgestern habe ich es erstmals geschafft, 2.000 m am Stück ohne Pause zu kraulen. Im Ernst: Es war grausam! Es war sauanstrengend und hat mich unendlich viel Durchhaltevermögen gekostet. Wie der Schwimmstil ausgesehen hat, möchte ich lieber nich wissen! Vermutlich hätte Risto wieder gesagt: "Wie heißt der Film? Das ist Die Ente von Hongkong!" Naja, aber irgendwie war ich schon stolz, es überhaupt geschafft zu haben. Anschließend war ich zudem noch eine Stunde für 10 km auf dem Ergometer.
Aber irgendwie .... ich weiß auch nicht .... hatte ich so das Gefühl, als würde ich einfach nur planlos vor mich hin strampeln! Also hab ich mir im Internet einen Trainingsplan erstellen lassen. Meine Karatetrainer sagen auch immer: "Wenn man jedes Mal trainiert "wie immer", dann kann man nicht besser werden." Also los! Das angegebene Ziel bei der Laufstrecke habe ich locker geschafft und sogar verdoppelt. Naja, dafür ist es ja auch "nur" der Crosstrainier hier im Haus und nicht die Laufstrecke über Stock und Stein bei Wind und Wetter draußen!
Heute also Schwimmen. Das kann ja nicht so schwer sein, wollen wir doch mal schauen, was wir da alles hinbekommen. Es stand Sprinttraining auf dem Programm. 100 m Meter Einschwimmen, dann 50 m Sprint (ohne Zeitangabe), anschließend 100 m in 3,31 Min, dann 200 m in 6,62 Min und schließlich 300 m in 10 Min. Das sind ja zusammen nicht mal 1.000 m! Muss doch locker gehen! Zum Einschwimmen nahm ich mir daher schonmal 250 m vor, also mehr als das Doppelte der geforderte Distanz. Ohje, meine armen Arme - sie waren soooo schweeeeer noch vom Schwimmen vorgestern! Irgendwie konnte ich mir gar nicht vorstellen, mit diesen schweren Anhängseln locker und schnell zu sprinten!
Nun, irgendwann waren die zehn Bahnen aber durch. Das Schwimmbad war heute leider recht voll, so dass ich mir erst mal ein Plätzchen suchen musste. Dann ging es los: zwei Bahnen so schnell wie möglich. Puh, geschafft. Es gab keine Zeitvorgabe, also musste ich nichts kontrollieren. Erst mal verschnaufen. Dann die hundert Meter, also vier Bahnen. Japs! Kurz darauf, bei den 8 Bahnen, die ich in gut sechs Minuten schaffen sollte, merkte ich erstmal wieder, wie blind ich ohne Brille bin! Zum Zeitüberprüfen musste ich immer aus dem Becken klettern und mit der Nase vor die riesige Stoppuhr an der Wand gehen. Naja, so ungefähr hatte ich es in der angegebenen Zeit geschafft. Aber jetzt standen mir noch zwölf Bahnen in zehn Minuten bevor! Ich legte zügig los, merkte aber rasch, dass ich das Tempo nicht halten konnte! Ich war kurz davor, aufzugeben - was solls, es ist das erste Training dieser Art und man muss sich ja steigern können, da kann man ja die letzte Disziplin schleifen lassen und vorher abbrechen! Wie bitte?! Nicht ich! Und ich hielt durch - muss es auch wohl ungefähr in der geforderten Zeit geschafft haben. Nächstes Mal muss ich meine Kontaktlinsen reintun!
So, ich müsste noch zwei Tage diese Woche, zweimal je 10 km Laufen mit je zwei Sprintphasen. Allerdings fällt morgen diese Einheit schonmal weg, da ich Anfängertraining gebe. Mal schauen, in wieweit der Trainingsplan mit meinem restlichen Leben vereinbar ist - und mal schauen, ob sich in ein paar Wochen eine Veränderung (im Sinne einer Verbesserung) einstellt!
Abonnieren
Posts (Atom)
