Ja, ja, ich weiß, Sensei Risto sagt immer, dass sich auch die Tradition entwickeln kann und auch das Alte in einem neuen Gewand besser aussieht. So ist es sicher nicht nur beim Karate. Es ist einfach manchmal wichtig, ein wenig mit der Zeit zu gehen. Daher sollte man stets bestrebt sein, auch mal etwas zu verändern, etwas Neues auszuprobieren. So stellte ich in den letzten Jahren mehrfach fest, dass sich z. B. die Saunakultur hier in Deutschland sehr verändert hatte.
Vor gut 20 Jahren hatte ich meinen ersten Saunabesuch in der Eymann-Sauna und das war auch gleichzeitig der erste Besuch in einer öffentlichen Sauna seit einem Mallorca-Urlaub mit 7 Jahren. Die Eymann-Sauna war damals noch recht überschaubar: ein oder zwei Saunen innen, eine im Keller, eine Gartensauna und im Keller war glaub ich auch noch ein Schwitzkasten (ich glaube, das war soger die allererste Sauna gewesen). Um jede volle Stunde konnte man für die Innensauna einen Eimer mit aromatisiertem Aufguss holen und um "halb" gab es einen Eimer für die Gartensauna. Den Aufguss machte, wer grade da war - einmal hatte sogar ich selber das Vergnügen. In der Sauna herrschte eine lebhafte Stimmung, ein Witzeln und Frotzeln, Gespräche, Gekicher. Dass es mal zu laut und unruhig wurde, habe ich nie so empfunden - spätestens beim Aufguss waren alle "Insassen" mit dem Verarbeiten des Hitzeschocks beschäftigt, so dass sich die Ruhe von selber einstellte.
Zwischendurch besuchte ich im Rahmen von Risto-Intensiv-Wochen mal Saunen rund um Frankfurt - und war entsetzt: Hier wurde der Aufguss von einem Profi-Zampano veranstaltet, der bei etwas Glück wenigstens noch eine Augenweide war. Die Sprüche dieses Berufs-Quälers erinnerten nicht selten an Marktschreier mit Wurststand und die Aufgüsse wurden selten ohne vorheriges Herunterzitieren der Risiken und Nebenwirkungen durchgeführt. Wie schrecklich! Zudem herrschte - der Erholung wegen - ein absolutes Redeverbot - erst während der Aufgüsse, hinterher grundsätzlich in der Sauna. Der einzige "Vorteil" besteht darin, dass man endlich das Schmatzen der sich den Schweiß von der Haut wischenden beinahe durchgängig adipösen Saunabesucher hören kann - wie ekelig! Und dann wurden wir mit einer Gruppe fast aus der Anlage geworfen, weil wir es gewagt haben, im Whirlpool zu sprechen und zu lachen (es war wirklich nicht LAUT!).
Also bitte! Ich kann verstehen, dass viele Menschen die Sauna als Oase im Alltag suchen. Richtig ist auch, dass man beinahe ganztägig von einem dichten Geräuschteppich umgeben ist und dass die Ohren hin und wieder mal eine Pause gebrauchen können. Aber - in Finnland, dem Ursprungsland der Sauna, sind die Schwitzhütten nicht nur ein Ort der Hygiene, sie sind auch ein Ort der Kommunikation! Nirgendwo kriegt der Finne die Zähne abgesehen von der Nahrungsaufnahme auseinander, außer in der Sauna! Auch in anderen Kulturen ist dies zu beobachten: In der Sauna wird sich unterhalten, werden Verträge geschlossen, wird aber auch entspannt. Daher machte es mich super wütend, als beim letzten Besuch in der Rhein-Main-Therme Sandra und mir sogar das FLÜSTERN in der Sauna untersagt wurde! Mensch, Leute, es gibt doch auch noch RUHERÄUME - und zwar reichlich!
Nun denn, genug gemeckert. Gestern war ich mit meinem Mann endlich mal wieder in der Eymann-Sauna. Wir hatten vor laaaaanger Zeit mal eine Zehnerkarte gekauft und ich hatte ernsthafte Bedenken, ob diese inzwischen vielleicht verfallen sein könnte. War sie aber zum Glück nicht. Dennoch war unser letzter Besuch bereits ein Jahr her. Auch da hatte ich diese unangenehmen Sauna-Reglements festgestellt und mich ein wenig geärgert. Wäre die Anlage nicht ansonsten so toll, wäre das sicher meine letzte Mehrfachkarte gewesen.
Umso überraschter war ich, als uns um die übliche Aufgusszeit durch Personal kommentarlos ein Eimerchen mit Aufguss in die Schwitzbude gestellt wurde und ein Mitschwitzender spontan das mitgelieferte Handtuch ergriff um den Aufguss durchzuführen. Die ersten beiden Aufgüsse waren ganz ok (abgesehen von dem angeblichen Duft "Finnische Birke", der die Augen zum Tränen brachte, bei meinem Mann Übelkeit verursachte und in mir die Vermutung weckte, jemand habe aus Verlegenheit einfach einen Schuss Badedas in das Aufgusswasser gegeben). Die letzten beiden hatten sich aber echt "gewaschen"! Ja, so muss ein Aufguss sein - heiß und hart, schmerzhaft und schweißtreibend! Dann noch in den Garten in den Teich springen, einmal ausprobieren, wie weit man schwimmen kann, bevor einem schwarz vor Augen wird. Anschließend zum Regenerieren in den gut versteckten Ruheraum und den Kreislauf wieder stabilisieren (hier hat man echt seine Ruhe, der Raum ist zwar ausgeschildert, irgendwie findet ihn aber keiner oder die meisten Besucher liegen dann doch lieber wie die Ölsardinen mitten im Pulk bei den Saunen...).
Also: einen herzlichen Dank an das Eymann-Team! Es ist sicher wichtig, stets den Mut zu haben, mal etwas Neues auszuprobieren. Wenn man aber feststellt, dass man auf dem falschen Weg ist, sollte man den gleichen Mut an den Tag legen, um zurückzurudern und den alten Zustand wieder herzustellen. So wird das sicher nicht meine letzte Zehnerkarte gewesen sein.
Sonntag, 22. Februar 2009
Samstag, 21. Februar 2009
Zum Heulen schön
Gestern hatte ich mich endlich mal wieder aufgerafft, um bei Sensei Jörg Gantert zu trainieren. Ich hatte schon einige Male mit dem Gedanken gespielt - irgendwas kam aber immer dazwischen. Das war schon so verdächtig, dass mir langsam klar wurde: Ich traute mich einfach nicht! Ein kleinwenig war ich ja doch raus aus dem Training und fing grade erst wieder an, mich für mich selbst (und nicht nur als Trainerin der Anfänger) mit Karate zu befassen. Da ist die Hemmschwelle groß, sich wieder in das Dienstagstraining zu Michael zu trauen oder eben auch in das mit einer unglaublichen Athmosphäre geladene Dojo von Jörg. Aber es half ja nichts - es musste irgendwie weitergehen. Also schickte ich gestern Mittag eine sms an Jörg mit der Frage, ob das Training (trotz der tollen Tage) stattfände. Die Antwort war eigentlich schon klar: für solche profanen Feierlichkeiten würde Jörg das Training nicht ausfallen lassen. Vielleicht war die sms auch nur meine eigene Rückversicherung, nicht wieder zu "kneifen" oder andere fadenscheinige Prioritäten zu setzen und mich vor dem Training zu drücken.
Bei der Ankunft gab es ein überaus herzliches und großes Hallo seitens der bereits auf den Trainingsbeginn wartenden Karateka. Das tat total gut und meine Aufregungs-Schmetterlinge im Bauch suchten fast alle bereits jetzt das Weite. Das eigenständige Aufwärmen bestand in einem durch die Trainierenden selbstorganisierten Katatraining wobei wir einige Senteikatas und die Heiankatas durchliefen.
Dann rief Jörg zum Trainingsbeginn, alle aufstellen. Ohje, ich war ja mit dem Angrüßen dran, das in diesem Dojo von dem des "Stadtdojos" abweicht. Aber ich bekam es auf die Kette, was ich daran erkannte, dass Jörgs Gesicht die ganze Zeit neutral blieb und dort kein Schmunzeln zu erkennen war.
Der Trainingsinhalt war klar: "Wir machen ein bischen Kumite - ganz locker!" Soll heißen: Dellen, bis die Fetzen fliegen! Na, denn - ein Zurück gab es jetzt nicht mehr und eigentlich ist Kumite ja auch meine Lieblingsdisziplin. Ich ärgere mich immer, dass ich dort so starke Defizite habe! Starte ich auf einem Turnier, schneide ich in Kata meist überraschend gut ab, im Kumite fliege ich aber sofort raus! Eines meiner erklärten Hauptziele für das Karatetraining 2009 ist daher: Kumite verbessern! Also passte diese Einheit ja eigentlich ganz gut ins Konzept.
Wir übten Grundlagen wie Gyaku-Tsuki. Hier lag der Schwerpunkt darauf, eine möglichst große Distanz zu überwinden. Es war für mich recht schwer - aber irgendwie hatte der Januar-Lehrgang von Risto hier eine kleine Grundlage gelegt, so dass ich zumindest das Gefühl hatte, diese Übungen doch schon mal irgendwo gemacht zu haben. Ich versuchte zudem, auf den Hüfteinsatz zu achten und auf den Impuls aus dem hinteren Bein - aber wie das so ist: Wenn man an zuviele Dinge gleichzeitg denken will, schlabbert es doch an allen Ecken und Kanten. Besonders schwierig war für mich der Doppelangriff mit Gyaku-Tsuki: Man musste darauf achten, mit dem vorderen Bein weit vor zu gehen (auf Höhe vorderen Fußes des Partners) und dann zu schlagen. Die Ferse hinten sollte dabei ruhig hochkommen. Anschließend Arm und Schulter, Körperschwerpunkt und Hüfte und: auch den vorderen Fuß (ein wenig) zurückziehen - erst dann wieder mit dem zweiten Angriff vor.
Zwei meiner wechselnden Trainingspartner fielen mir durch besonders gute Leistungen auf: Anja, die trotz Handfraktur eine unglaubliche Härte und Schlagkraft an den Tag legte und Till, der trotz seines jungen Alters stark und schnell schlug (wenn auch noch ein wenig verkrampft). Er ist erst 17 Jahre alt und damit noch lange nicht auf dem Höhepunkt seiner Karate-Leistungskraft. Ich kann mir vorstellen, dass hier ein zukünftiter Kaderathlet schlummert!
Keine Überraschung dagegen war für mich Sempai Daniel: Gewohnt unbarmherzig bewegte er sich bei den Partnerübungen auf mich zu, so dass ich meine liebe Mühe hatte, aus dem Weg zu kommen. Etlilche Male spürte ich das leichte Vibrieren des Spiegelglases in meinem Rücken.
Die Krönung der Einheit war dann die abschließende Runde des Partnertrainings: Abwechselnd angreifen mit einer "Lieblingstechnik" bzw. einer Kombination von Lieblingstechniken. Gerne probiere ich die Kombination Kizami- / Gyaku-Tsuki mit nachfolgendem Kizami-Mawashi-Geri Jodan aus. Aber bei Zweimetermann Daniel konnte ich natürlich den Mawashi vergessen: Statt seines Kopfes hätte ich vermutlich allenfalls seine Rippen getroffen! So blieb mir die zuvor von Jörg geschulte Kombination von Kizami- / Gyaku-Tsuki Jodan mit direkt nachfolgendem Kizami- / Gyaku-Tsukui Chudan. Es klappte erstaunlich gut, man macht damit gut Distanz und bringt den Partner ganz schön aus dem Konzept! Anfangs jedenfalls - denn wir übten auf diese Weise scheinbar endlos. Allmählich schlich sich die unsinnige Idee in meine Gedanken: Ich kann nicht mehr, ich habe keine Lust mehr, wann ist es endlich zu Ende? Natürlich ärgerte ich mich im selben Moment über mich selber und über meinen nachlassenden Kampfgeist! Aber auch in Daniels Gesicht und Körperhaltung erkannte ich nachlassenden Willen und Kraft. Das wiederum spornte mich wieder an und mit einem automotivierenden Kampfschrei ging es in die nächste Runde. Das Partnertraining entwickelte sich zu einem mentalen und körperlichen Gemetzel, denn trotz aller Kontrolle wurden Angriffe und Blocks mit nachlassender Kraft und Konzentration unsauberer. So bekam ich einge Treffer ab und bei den kurzen Yame-Pausen war ich stark versucht, einmal nachzusehen, ob z. B. am Arm bereits ein blauer Fleck zu sehen war. Dazu aber ließ ich mich nicht hinreißen - zu sehr stand ich im Fokus von Daniels konzentierten Blick und Sanshin! So konnte sich in den Pausen zwar der Körper geringfügig erholen - der Geist blieb jedoch wachsam und es kam mir vor, als wäre ein starkes Energieband von Daniel zu mir quer durch das Dojo gespannt. Für mich, in meinem derzeitgen Trainingsstand, war dies schon fast eine mentale Grenzerfahrung! Als wir dann schließlich erschöpft im Seiza meditierten, war ich noch immer total ergriffen. So ein intensives Training hatte ich lange nicht erlebt. Ich weiß nicht, ob es an der nachlassenden Anspannung lag oder einfach an dem Glück, wieder eine intressante Grenzerfahrung gemacht zu haben - aber ich war fast den Tränen nahe!
Eine tolle Erfahrung, eine super Turniervorbereitung und eine herzliche Atmosphäre - fest steht: Der Freitag ist jetzt fest für diese Trainingseinheit reserviert!
OSSS
PS: Hey, Daniel, trag Dich doch mal als "regelmäßiger Leser" ein!
Bei der Ankunft gab es ein überaus herzliches und großes Hallo seitens der bereits auf den Trainingsbeginn wartenden Karateka. Das tat total gut und meine Aufregungs-Schmetterlinge im Bauch suchten fast alle bereits jetzt das Weite. Das eigenständige Aufwärmen bestand in einem durch die Trainierenden selbstorganisierten Katatraining wobei wir einige Senteikatas und die Heiankatas durchliefen.
Dann rief Jörg zum Trainingsbeginn, alle aufstellen. Ohje, ich war ja mit dem Angrüßen dran, das in diesem Dojo von dem des "Stadtdojos" abweicht. Aber ich bekam es auf die Kette, was ich daran erkannte, dass Jörgs Gesicht die ganze Zeit neutral blieb und dort kein Schmunzeln zu erkennen war.
Der Trainingsinhalt war klar: "Wir machen ein bischen Kumite - ganz locker!" Soll heißen: Dellen, bis die Fetzen fliegen! Na, denn - ein Zurück gab es jetzt nicht mehr und eigentlich ist Kumite ja auch meine Lieblingsdisziplin. Ich ärgere mich immer, dass ich dort so starke Defizite habe! Starte ich auf einem Turnier, schneide ich in Kata meist überraschend gut ab, im Kumite fliege ich aber sofort raus! Eines meiner erklärten Hauptziele für das Karatetraining 2009 ist daher: Kumite verbessern! Also passte diese Einheit ja eigentlich ganz gut ins Konzept.
Wir übten Grundlagen wie Gyaku-Tsuki. Hier lag der Schwerpunkt darauf, eine möglichst große Distanz zu überwinden. Es war für mich recht schwer - aber irgendwie hatte der Januar-Lehrgang von Risto hier eine kleine Grundlage gelegt, so dass ich zumindest das Gefühl hatte, diese Übungen doch schon mal irgendwo gemacht zu haben. Ich versuchte zudem, auf den Hüfteinsatz zu achten und auf den Impuls aus dem hinteren Bein - aber wie das so ist: Wenn man an zuviele Dinge gleichzeitg denken will, schlabbert es doch an allen Ecken und Kanten. Besonders schwierig war für mich der Doppelangriff mit Gyaku-Tsuki: Man musste darauf achten, mit dem vorderen Bein weit vor zu gehen (auf Höhe vorderen Fußes des Partners) und dann zu schlagen. Die Ferse hinten sollte dabei ruhig hochkommen. Anschließend Arm und Schulter, Körperschwerpunkt und Hüfte und: auch den vorderen Fuß (ein wenig) zurückziehen - erst dann wieder mit dem zweiten Angriff vor.
Zwei meiner wechselnden Trainingspartner fielen mir durch besonders gute Leistungen auf: Anja, die trotz Handfraktur eine unglaubliche Härte und Schlagkraft an den Tag legte und Till, der trotz seines jungen Alters stark und schnell schlug (wenn auch noch ein wenig verkrampft). Er ist erst 17 Jahre alt und damit noch lange nicht auf dem Höhepunkt seiner Karate-Leistungskraft. Ich kann mir vorstellen, dass hier ein zukünftiter Kaderathlet schlummert!
Keine Überraschung dagegen war für mich Sempai Daniel: Gewohnt unbarmherzig bewegte er sich bei den Partnerübungen auf mich zu, so dass ich meine liebe Mühe hatte, aus dem Weg zu kommen. Etlilche Male spürte ich das leichte Vibrieren des Spiegelglases in meinem Rücken.
Die Krönung der Einheit war dann die abschließende Runde des Partnertrainings: Abwechselnd angreifen mit einer "Lieblingstechnik" bzw. einer Kombination von Lieblingstechniken. Gerne probiere ich die Kombination Kizami- / Gyaku-Tsuki mit nachfolgendem Kizami-Mawashi-Geri Jodan aus. Aber bei Zweimetermann Daniel konnte ich natürlich den Mawashi vergessen: Statt seines Kopfes hätte ich vermutlich allenfalls seine Rippen getroffen! So blieb mir die zuvor von Jörg geschulte Kombination von Kizami- / Gyaku-Tsuki Jodan mit direkt nachfolgendem Kizami- / Gyaku-Tsukui Chudan. Es klappte erstaunlich gut, man macht damit gut Distanz und bringt den Partner ganz schön aus dem Konzept! Anfangs jedenfalls - denn wir übten auf diese Weise scheinbar endlos. Allmählich schlich sich die unsinnige Idee in meine Gedanken: Ich kann nicht mehr, ich habe keine Lust mehr, wann ist es endlich zu Ende? Natürlich ärgerte ich mich im selben Moment über mich selber und über meinen nachlassenden Kampfgeist! Aber auch in Daniels Gesicht und Körperhaltung erkannte ich nachlassenden Willen und Kraft. Das wiederum spornte mich wieder an und mit einem automotivierenden Kampfschrei ging es in die nächste Runde. Das Partnertraining entwickelte sich zu einem mentalen und körperlichen Gemetzel, denn trotz aller Kontrolle wurden Angriffe und Blocks mit nachlassender Kraft und Konzentration unsauberer. So bekam ich einge Treffer ab und bei den kurzen Yame-Pausen war ich stark versucht, einmal nachzusehen, ob z. B. am Arm bereits ein blauer Fleck zu sehen war. Dazu aber ließ ich mich nicht hinreißen - zu sehr stand ich im Fokus von Daniels konzentierten Blick und Sanshin! So konnte sich in den Pausen zwar der Körper geringfügig erholen - der Geist blieb jedoch wachsam und es kam mir vor, als wäre ein starkes Energieband von Daniel zu mir quer durch das Dojo gespannt. Für mich, in meinem derzeitgen Trainingsstand, war dies schon fast eine mentale Grenzerfahrung! Als wir dann schließlich erschöpft im Seiza meditierten, war ich noch immer total ergriffen. So ein intensives Training hatte ich lange nicht erlebt. Ich weiß nicht, ob es an der nachlassenden Anspannung lag oder einfach an dem Glück, wieder eine intressante Grenzerfahrung gemacht zu haben - aber ich war fast den Tränen nahe!
Eine tolle Erfahrung, eine super Turniervorbereitung und eine herzliche Atmosphäre - fest steht: Der Freitag ist jetzt fest für diese Trainingseinheit reserviert!
OSSS
PS: Hey, Daniel, trag Dich doch mal als "regelmäßiger Leser" ein!
Mittwoch, 18. Februar 2009
Max Mutzke - Black Forest
Ach, ist das schön: schon wieder eine tolle CD! Entweder hab ich derzeit viele Glücksgriffe in Sachen Musik - oder ich bin einfach besonders leicht zu begeistern!
Jedenfalls hörte ich gestern in einem Geschäft Marie von Max Mutzke und beschloss spontan, mir die Scheibe zuzulegen. Im Shop nebenan hatte ich sie auch gleich in der Hand - für 17.99 Euro! Sollte ich sie zurück legen? Sicher gibts sie (bald) bei Schlecker oder Amazon für 9.99 Euro....aber nein, ich wollte nicht warten!
Im Auto groovte es gleich ungemein und Max' kratzig-samte Stimme streichelte meine Seele wie eine Wellnessbürste die Haut nach dem wohligen Wannenbad! Wow! Schade, dass ich abends mit dem Rad zum Dojo fahren wollte - so schnell konnte ich die Songs nicht mp3-fähig machen...und außerdem hatte ich ja grade im SV-Kurs geschult, dass man nicht mit mp3-Player am Ohr radfahren soll....
Heute früh kam ich dann endlich in den Genuss, die CD nebenher laufen zu lassen. Der erste Eindruck bestätigte sich absolut! Eine Prise Committments, eine Messerspitze Duffy, einen Hauch Jazz und Big Band und auch ganz, ganz viel Max Mutzke himself! Stefan Raab mag sich ja TV-mäßig abgenutzt haben - aber ohne ihn und seine DSDS-Verhohnepipelung wäre Max vielleicht nie entdeckt worden!
Max hat mit Black Forest ein tolles Album hingelegt, leicht zu hören, gute Laune, geht runter wie ein warmer Le Mumba an der Schneebar! Also, ich max'! Mutzke mal reinhören!
Jedenfalls hörte ich gestern in einem Geschäft Marie von Max Mutzke und beschloss spontan, mir die Scheibe zuzulegen. Im Shop nebenan hatte ich sie auch gleich in der Hand - für 17.99 Euro! Sollte ich sie zurück legen? Sicher gibts sie (bald) bei Schlecker oder Amazon für 9.99 Euro....aber nein, ich wollte nicht warten!
Im Auto groovte es gleich ungemein und Max' kratzig-samte Stimme streichelte meine Seele wie eine Wellnessbürste die Haut nach dem wohligen Wannenbad! Wow! Schade, dass ich abends mit dem Rad zum Dojo fahren wollte - so schnell konnte ich die Songs nicht mp3-fähig machen...und außerdem hatte ich ja grade im SV-Kurs geschult, dass man nicht mit mp3-Player am Ohr radfahren soll....
Heute früh kam ich dann endlich in den Genuss, die CD nebenher laufen zu lassen. Der erste Eindruck bestätigte sich absolut! Eine Prise Committments, eine Messerspitze Duffy, einen Hauch Jazz und Big Band und auch ganz, ganz viel Max Mutzke himself! Stefan Raab mag sich ja TV-mäßig abgenutzt haben - aber ohne ihn und seine DSDS-Verhohnepipelung wäre Max vielleicht nie entdeckt worden!
Max hat mit Black Forest ein tolles Album hingelegt, leicht zu hören, gute Laune, geht runter wie ein warmer Le Mumba an der Schneebar! Also, ich max'! Mutzke mal reinhören!
Liebestod - eine echte Fernseh-Überraschung!
Das alltägliche Fernsehprogramm ist inzwischen ein echtes Ärgernis geworden! Bestenfalls werden alte Schinken wiederholt, die man schon zig mal gesehen hat - meist ärgert man sich beim "Durchzappen zum Ausspannen" aber nur über die seichte Unterhaltung, die schon an Volksverar..... grenzt.
Umso erfreulicher, wenn es dann ganz überraschend doch ein echtes Film-Highlight gibt! So wie gestern. Und das auf Bayern 3!
Ich kam erschöpft vom Training nach Hause und wollte meinem Mann, der mit dem Programmieren und Ausprobieren eines neuen Mobilfunkgeräts mit Navi beschäftigt war, Gesellschaft leisten. Im Hintergrund lief der Fernseher. Na, dann gib mir mal "die Macht" (zur Abendgestaltung), also die Fernbedienung, sagte ich zu ihm. Ich zappte herum - der übliche Scheiß! Kurz bevor ich die 36 Kanäle einmal durch hatte: Ein See, Rettungsfahrzeuge, Blaulicht - hmmm, könnte ein Krimi sein. Dann Leonard Lansinck. Oh, ein Wilsberg? Aasee? Mal gucken. Es stellte sich schnell raus, dass L. L. nicht als Detektiv ermittelte, sondern als Komissar, als Kollege der Hauptperson. Das lud dann direkt zum Weiterschauen ein! Was ich dann zu sehen bekam, entpuppte sich als der spannendste TV-Krimi, den ich seit Jahren gesehen hatte - nicht gruselnd oder ängstigend wie ein Thriller à la Schweigen der Lämmer o. ä. Aber mit so vielen überraschenden (selten auch voraussehbaren) Wendungen, dass man einfach weiterschauen musste! Ich war eigentlich totmüde, konnte aber unmöglich vor Schluss des Films ins Bett gehen! In der Schlussphase des Films saß ich doch tatsächlich mit echtem Herzklopfen auf dem Sofa! http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/film-und-serie/liebestod-film-henry-huebchen-ID1231337449536.xml
Leider wurde anschließend ein weiterer TV-Genuss mit demselben Hauptdarsteller gezeigt, dessen Vorschau auch wieder vielversprechend war. Aber da ging ich lieber schnell ins Bett - bevor mir eine schlaflose TV-Nacht bevorstand. Unglaublich! Dass mir sowas noch passieren kann!
Umso erfreulicher, wenn es dann ganz überraschend doch ein echtes Film-Highlight gibt! So wie gestern. Und das auf Bayern 3!
Ich kam erschöpft vom Training nach Hause und wollte meinem Mann, der mit dem Programmieren und Ausprobieren eines neuen Mobilfunkgeräts mit Navi beschäftigt war, Gesellschaft leisten. Im Hintergrund lief der Fernseher. Na, dann gib mir mal "die Macht" (zur Abendgestaltung), also die Fernbedienung, sagte ich zu ihm. Ich zappte herum - der übliche Scheiß! Kurz bevor ich die 36 Kanäle einmal durch hatte: Ein See, Rettungsfahrzeuge, Blaulicht - hmmm, könnte ein Krimi sein. Dann Leonard Lansinck. Oh, ein Wilsberg? Aasee? Mal gucken. Es stellte sich schnell raus, dass L. L. nicht als Detektiv ermittelte, sondern als Komissar, als Kollege der Hauptperson. Das lud dann direkt zum Weiterschauen ein! Was ich dann zu sehen bekam, entpuppte sich als der spannendste TV-Krimi, den ich seit Jahren gesehen hatte - nicht gruselnd oder ängstigend wie ein Thriller à la Schweigen der Lämmer o. ä. Aber mit so vielen überraschenden (selten auch voraussehbaren) Wendungen, dass man einfach weiterschauen musste! Ich war eigentlich totmüde, konnte aber unmöglich vor Schluss des Films ins Bett gehen! In der Schlussphase des Films saß ich doch tatsächlich mit echtem Herzklopfen auf dem Sofa! http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/film-und-serie/liebestod-film-henry-huebchen-ID1231337449536.xml
Leider wurde anschließend ein weiterer TV-Genuss mit demselben Hauptdarsteller gezeigt, dessen Vorschau auch wieder vielversprechend war. Aber da ging ich lieber schnell ins Bett - bevor mir eine schlaflose TV-Nacht bevorstand. Unglaublich! Dass mir sowas noch passieren kann!
Montag, 16. Februar 2009
SV-Kurs für Frauen und Mädchen
Gestern und vorgestern veranstaltete ich mit Thorsten Rabeneck (4. Dan Shotokan-Karate) einen Kurs zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Wir waren sehr erfreut über die überaus gute Resonanz! Es kamen insgesamt 26 Frauen/Mädchen, davon 16 Externe! Es wären sicher auch noch mehr Vereinsmitgliederinnen gekommen - aber leider kollidierte der Kurs am Samstag mit dem Frühtraining Kangeiko und anschließendem Bayrischen Frühschoppen.
Thorsten leitete das Training jeweils mit einer kurzen Aufwärmgymnastik ein. Anschließend wurden Schlag- und Tritttechniken "trocken" geübt. Dann ging es auch schon an die Pratzen und die Damen konnten mal ausprobieren, wie das so ist, gegen einen Widerstand zu schlagen/treten. Den meisten fiel das erwartungsgemäß nicht leicht! Auch mit den kleinen Handpratzen wurde geübt. Hier testeten wir unter anderem die Reaktionsfähikeit der Teilnehmerinnen. Würden sie gleich nach dem Angriff die Deckung wieder hochnehmen?
Den Kniestoß zum Bauch übten wir natürlich auch und in der ersten Einheit gab es auch schon die ersten Befreiungsübungen.
Nach getaner Arbeit wartete auf uns Mädels die Sauna bzw. ein von Thorsten nett gedeckter Kaffeetisch. So konnten wir den Samstagnachmittag schön ausklingen lassen.
Am Sonntag wiederholten wir das bisher Gelernte. Dann ging es weiter mit weiteren Befreiungstechniken. Thorsten wies darauf hin, dass frau in einer ernsten Situation (z. B. Würgegriff), bevor eine Befreiungstechnik zu kompliziert oder ihr Erfolg zu ungewiss ist, man direkt einen Gegenangriff zu den Augen oder dem Kehlkopf starten sollte. Schließlich gab es auch einen Lösungsansatz zu der scheinbar unlösbaren Aufgabe, sich aus der unglücklichen Situation am Boden zu befreien. Auch diese Situation wurde ausreichend geübt - auch wenn alle sicher froh sind, von dieser Technik nie Gebrauch machen zu müssen!
Neben den handfesten Übungen gab es auch reichlich Theoretisches, z. B. zur Gefahrenvermeidung oder rund um die rechtlichen Aspekte der Selbstverteidigung. Nach Ende des offiziellen Teils standen Thorsten und ich dann noch für offene Fragen zur Verfügung.
Es war ein sehr gelungener Kurs und die ein- oder andere Teilnehmerin erkundigte sich gleich nach dem Beginn des nächsten Karate-Anfängerkurses.
Thorsten leitete das Training jeweils mit einer kurzen Aufwärmgymnastik ein. Anschließend wurden Schlag- und Tritttechniken "trocken" geübt. Dann ging es auch schon an die Pratzen und die Damen konnten mal ausprobieren, wie das so ist, gegen einen Widerstand zu schlagen/treten. Den meisten fiel das erwartungsgemäß nicht leicht! Auch mit den kleinen Handpratzen wurde geübt. Hier testeten wir unter anderem die Reaktionsfähikeit der Teilnehmerinnen. Würden sie gleich nach dem Angriff die Deckung wieder hochnehmen?
Den Kniestoß zum Bauch übten wir natürlich auch und in der ersten Einheit gab es auch schon die ersten Befreiungsübungen.
Nach getaner Arbeit wartete auf uns Mädels die Sauna bzw. ein von Thorsten nett gedeckter Kaffeetisch. So konnten wir den Samstagnachmittag schön ausklingen lassen.
Am Sonntag wiederholten wir das bisher Gelernte. Dann ging es weiter mit weiteren Befreiungstechniken. Thorsten wies darauf hin, dass frau in einer ernsten Situation (z. B. Würgegriff), bevor eine Befreiungstechnik zu kompliziert oder ihr Erfolg zu ungewiss ist, man direkt einen Gegenangriff zu den Augen oder dem Kehlkopf starten sollte. Schließlich gab es auch einen Lösungsansatz zu der scheinbar unlösbaren Aufgabe, sich aus der unglücklichen Situation am Boden zu befreien. Auch diese Situation wurde ausreichend geübt - auch wenn alle sicher froh sind, von dieser Technik nie Gebrauch machen zu müssen!
Neben den handfesten Übungen gab es auch reichlich Theoretisches, z. B. zur Gefahrenvermeidung oder rund um die rechtlichen Aspekte der Selbstverteidigung. Nach Ende des offiziellen Teils standen Thorsten und ich dann noch für offene Fragen zur Verfügung.
Es war ein sehr gelungener Kurs und die ein- oder andere Teilnehmerin erkundigte sich gleich nach dem Beginn des nächsten Karate-Anfängerkurses.
Donnerstag, 12. Februar 2009
Organisieren, delegieren, ignorieren
Regelmäßig werde ich gefragt:"Wie machst Du das bloß alles - Familie, Haushalt, Job und dann noch Karate (und sonstigen Sport)." Gestern sind mir dazu diese drei Begriffe eingefallen, die wohl jede Frau mit einem erfüllten Leben beherrschen sollte (vielleicht auch jeder Mann?): organisieren, delegieren, ignorieren - und zwar in dieser Reihenfolge.
1. Organisieren: Zunächst ist es wichtig zu prüfen, welche wichtigen (!) Tätigkeiten am Tag, in der Woche, im Monat erledigt werden müssen. Hierbei hilft mir der gute alte Klapp-Kalender, in den ich (meistens...) alle Termine von mir und der Familie eintrage. Wann hat welches Kind Schulsport? Welche Nachmittagsveranstaltungen sind zu berücksichtigen? Wann kommen die Schwiegereltern zu Besuch? Wer hat wann Geburtstag, welches Geschenk muss dafür ggf. noch eingekauft werden? Arzttermine, Fensterputzer, TÜV-Termin für das Auto - Und so weiter, und so fort. Ohne den Kalender geht wohl nichts, auch wenn ich derzeit versuche, auch die Kalenderfunktion meines Mobilfunkgerätes zu nutzen....letztlich werden die Termine dann doch wieder in den Kalender umgetragen.
2. Delegieren: Dinge, die ich nicht selber erledigen kann oder will, versuche ich möglichst auf andere "abzuschieben". Das fällt mir manchmal schwer - denn wie mein Mann regelmäßig so schön bemerkt, meine ich immer, nur ganz persönlich die Dinge "richtig" zu machen. Aber dazu mehr unter Punkt 3. Wem kann ich also welche Tätigkeit aufs Auge drücken? Kann mein Mann vielleicht einen Einkauf erledigen? Die Kids sind abwechselnd dran mit Badezimmerreinigen. Ist meine Mutter eventuell so nett, einen Kinder-Fahrdienst zu übernehmen? Der Vorteil, den ich hier neben meiner Entlastung sehe, ist, dass z. B. meine Kinder recht selbständig sind, sich in viele Situationen zu helfen wissen, weil sie gelernt haben, dass sie auch vieles schon alleine können und es sich auch zutrauen, mal etwas auszuprobieren. Mal den Schlüssel vergessen und Mama ist nicht da? Da gibt es doch sicher eine Lösung (Oma, Nachbarn, Telefon...) und es ist kein Grund, in Tränen auszubrechen.
3. Ignorieren: Dies ist ein Punkt, der wohl den meisten Menschen schwer fällt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade besonders viele (Haus-)Frauen meinen, alles immer möglichst perfekt erledigt haben zu müssen. Hier hilft die große Gabe des Ignorierenkönnens, des Wegsehens oder auch des Liegenlassens. Besonders auch, wenn man sich für das Delegieren einiger Aufgaben entschieden hat, muss man lernen, die Dinge dann so zu akzeptieren, wie sie von den anderen erledigt wurden (vorausgesetzt, die Ausführung ist nicht absolut mangelhaft). Es macht keinen Sinn, hinter einem Kind, das das Badezimmer geputzt hat, noch einmal her zu putzen. Das demotiviert nicht nur, sondern es kostet auch eigene Zeit- und Kraftreserven. Da muss man dann eben mal mit einem 80%-ig geputzten Bad leben. Fraglich ist auch, ob es wirklich wichtig ist, dass z. B. die Fenster immer vollkommen transparent sind. Grade im Winter ist es eh meistens dunkel, wenn ich zu Hause bin. Da ist es doch wurscht, ob die Fenster sauber sind oder nicht - der Fensterputzer kommt dann im Frühling wieder! Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch´, Prioritäten zu setzen. Was ist wirklich wichtig - ein sauberes, ordentliches Haus? Rundrum (über-)behütete Kinder? Oder vielleicht ausgeglichene Eltern, die sich eher Zeit für einen Ausflug mit den Kids nehmen, als noch schnell eben durchzusaugen?
Ich denke, diese drei Begriffe sind der Schlüssel zu einem entspannten Alltag, der es ermöglicht, auch noch Zeit für schöne Dinge zu haben!
1. Organisieren: Zunächst ist es wichtig zu prüfen, welche wichtigen (!) Tätigkeiten am Tag, in der Woche, im Monat erledigt werden müssen. Hierbei hilft mir der gute alte Klapp-Kalender, in den ich (meistens...) alle Termine von mir und der Familie eintrage. Wann hat welches Kind Schulsport? Welche Nachmittagsveranstaltungen sind zu berücksichtigen? Wann kommen die Schwiegereltern zu Besuch? Wer hat wann Geburtstag, welches Geschenk muss dafür ggf. noch eingekauft werden? Arzttermine, Fensterputzer, TÜV-Termin für das Auto - Und so weiter, und so fort. Ohne den Kalender geht wohl nichts, auch wenn ich derzeit versuche, auch die Kalenderfunktion meines Mobilfunkgerätes zu nutzen....letztlich werden die Termine dann doch wieder in den Kalender umgetragen.
2. Delegieren: Dinge, die ich nicht selber erledigen kann oder will, versuche ich möglichst auf andere "abzuschieben". Das fällt mir manchmal schwer - denn wie mein Mann regelmäßig so schön bemerkt, meine ich immer, nur ganz persönlich die Dinge "richtig" zu machen. Aber dazu mehr unter Punkt 3. Wem kann ich also welche Tätigkeit aufs Auge drücken? Kann mein Mann vielleicht einen Einkauf erledigen? Die Kids sind abwechselnd dran mit Badezimmerreinigen. Ist meine Mutter eventuell so nett, einen Kinder-Fahrdienst zu übernehmen? Der Vorteil, den ich hier neben meiner Entlastung sehe, ist, dass z. B. meine Kinder recht selbständig sind, sich in viele Situationen zu helfen wissen, weil sie gelernt haben, dass sie auch vieles schon alleine können und es sich auch zutrauen, mal etwas auszuprobieren. Mal den Schlüssel vergessen und Mama ist nicht da? Da gibt es doch sicher eine Lösung (Oma, Nachbarn, Telefon...) und es ist kein Grund, in Tränen auszubrechen.
3. Ignorieren: Dies ist ein Punkt, der wohl den meisten Menschen schwer fällt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade besonders viele (Haus-)Frauen meinen, alles immer möglichst perfekt erledigt haben zu müssen. Hier hilft die große Gabe des Ignorierenkönnens, des Wegsehens oder auch des Liegenlassens. Besonders auch, wenn man sich für das Delegieren einiger Aufgaben entschieden hat, muss man lernen, die Dinge dann so zu akzeptieren, wie sie von den anderen erledigt wurden (vorausgesetzt, die Ausführung ist nicht absolut mangelhaft). Es macht keinen Sinn, hinter einem Kind, das das Badezimmer geputzt hat, noch einmal her zu putzen. Das demotiviert nicht nur, sondern es kostet auch eigene Zeit- und Kraftreserven. Da muss man dann eben mal mit einem 80%-ig geputzten Bad leben. Fraglich ist auch, ob es wirklich wichtig ist, dass z. B. die Fenster immer vollkommen transparent sind. Grade im Winter ist es eh meistens dunkel, wenn ich zu Hause bin. Da ist es doch wurscht, ob die Fenster sauber sind oder nicht - der Fensterputzer kommt dann im Frühling wieder! Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch´, Prioritäten zu setzen. Was ist wirklich wichtig - ein sauberes, ordentliches Haus? Rundrum (über-)behütete Kinder? Oder vielleicht ausgeglichene Eltern, die sich eher Zeit für einen Ausflug mit den Kids nehmen, als noch schnell eben durchzusaugen?
Ich denke, diese drei Begriffe sind der Schlüssel zu einem entspannten Alltag, der es ermöglicht, auch noch Zeit für schöne Dinge zu haben!
Sonntag, 8. Februar 2009
Ab jetzt wieder Karate!
Die Tagungs- und Messewochen sind vorbei. Freitag, gestern und heute hab ich wieder richtig Gas gegeben (Freitag auf die Schnelle 45 Min mit hoher Belastung auf dem Crosser, gestern Sprinttraining im Schwimmbad und heute Ausdauerschwimmen - 2,5 km in 70 Minuten) und grade noch 10 km auf dem Crosser in weniger als 50 Minuten. Aber jetzt ist Schluss mit lustig! Ab kommender Woche muss ich mich mal wieder um mein Karate kümmern! Schließlich steht ja am 10. Mai das Billerbecker Pokalturnier an, zu dem erstmals Schwarzgurte "Ü35" zugelassen sind. Die Chance werde ich nutzten - hoffentlich zusammen mit meinen Kampfgefährtinnen Diana und Katja!
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