Mittwoch, 7. Oktober 2009

Endlich - Power-Pack! Tipps von Reijo

Here is the "PowerPack". I have "refined" it a little bit

# Action Time Rest Howto
1 Hands swings 1 min Musubidachi, relaxed hands from shoulders, hip rotaition for hands swinging
2 Hands swings 1 min Left foot ahead, zenkutsudachi
3 Hands swings 1 min Right foot ahead, zenkutsudachi
4 Step oizuki 20 rnds 30 sek Musibidachi, step forward fast (left-right) with oizuki and all stop into the point
5 Step Gyakuzuki 20 rnds 30 sek Musibidachi, step forward fast (left-right) with gyakuzuki and all stop into the point
6 Gyakuzuki turnaraund 1 min Zenkutsudachi, gyakuzuki and turn 180 dg at the place and gyakuzuki
7 Step Gyakuzuki foot change gyakuzuki 20 rnds 30 sek Like #5 but after zuki change zenkutsudachi left to right and gyakuzuki stop into the point
8 Step zuki foot change zuki 20 rnds Like #7 but after foot change comes hand change for the same hand zuki again
9 Push ups (with hands) 2x20 30 sek
10 Squat up - Squat down zuki 2x40 30 sek Musubidachi, squat up and down zuki and stop into the point
11 Half maegeri Knee up - kick back 2x40 30 sek Zenkutsudachi, Knee up (maegeri) slowly and fast kick back to zenkutsudachi: left - right
12 Half mawashigeri Knee up - kick back 2x40 30 sek Zenkutsudachi, Knee up (mawashigeri) slowly and fast kick back to zenkutsudachi: left - right
13 Footswing inside up 2x40 30 sek Straight foot swing up and round from knee to out route
14 Footswing outside up 2x40 30 sek Straight foot swing up and round from out to knee route
15 Half maegeri kick up 2x40 30 sek Musubidachi, raise knee up, keep it up and do 20 kicks without lowering knee
16 Half mawashigeri kick up 2x40 30 sek Musubidachi, raise knee up, keep it up and do 20 kicks without lowering knee
17 Gibadachi kamae keage 2x40 30 sek Musubidachi, foot on the other knee and 20 keages without lowering kicking knee, left - right
18 Some stretching 4 min For leghs and hip
19 Extended foot with maegeri 4x15 sek 30 sek Keep foot up for 15 sek and change foot
20 Extended foot with mawashigeri 4x15 sek 30 sek Keep foot up for 15 sek and change foot
21 Extended foot with ushirogeri 4x15 sek 30 sek Keep foot up for 15 sek and change foot
22 Some stretching 2 min Jalan ojennus eteen vienti sivulle ja taakse
23 Sonobageri 2x20 rnds 30 sek Zenkutsudachi; 20 times sonobageri
24 Hips rotating 2x150 rnds 30 sek Zenkutsudachi; fast hamni - gyakuhamni (open - close) for 150 times and change legs

Montag, 5. Oktober 2009

SV-Lehrgang mit Jochen Glaß


Vom 2. bis 4.10. erteilte uns Jochen Glaß wieder einmal eine Lektion in Sachen Selbstverteidigung. Das Training am 2.10. war ausschließlich den Trainern vorbehalten. Ich war erschocken, wie schlecht das Training besucht war. Insgesamt waren mit Madeleine und Flo sowie den Konstanzer Karatekas mehr Nicht-Trainer anwesend als Trainer! Vielleicht muss man nächstes mal die Trainer deutlicher einladen oder vielleicht vorher eine Trainerbesprechung einberufen.

Jochen setzte den Schwerpunkt auf die richtige Kraftübertragung und Körperspannung. Wir übten starke Kihon-Techniken mit optimaler Kraftübertragung. Bei den Basistechniken ging es um richtige Ausführung, insbesondere um das Kraftzentrum Bauch und das Durchstrecken des hinteren Beins.

Zur Vorübung gab es dann auch für die Hirse reichlich Arbeit:
1. Stehen im Shizen-Tai, rechter Arm vor, Tsuki im Stand, jetzt linkes Bein vor mit Gyaku-Tsuki, zurück in Shizen-Tai mit Tsuki, Drehung auf dem linken Bein links herum um 180 Grad in Shizen-Tai, dabei Tsuki mit rechts, wieder von vorne beginnen.

Der Fokus lag auf dem Tsuki, der mit dem Zurückgehen in Shizen-Tai ausgeführt wird, da man hierbei die ganze Körpermasse einsetzen kann.

Als nächstes gab es weitere Kombinationen dieser Art, die wir anschließend mit wechselnden Partnern übten:

Tori greift aus ZK an mit Tsuki Jodan, Uke geht aus dem Shizen-Tai zurück mit Age-Uke, Konter Gyaku-Tsuki, gleich wieder hinteren Fuß parallel zum vorderen (also in Shizen-Tai) und hierbei einen starken Tsuki, dann noch einmal Fuß zurück mit Gyaku-Tsuki.

Dasselbe übten wir dann auch mit Angriff chudan, Block Soto-Uke bzw. Mae-Geri und Block Nagashi-Uke.

Zum Abschluss der Einheit variierten wir die Blocks, indem wir mit Tai Sabaki rechts bzw. links raus gingen. Beim Rechtsrausgehen musste der Chudan Tsuki mit Uchi-Uke (statt Soto-Uke) und der Mae-Geri mit Gedan-Barai (statt Nagashi-Uke) geblockt werden.

All dass gab es natürlich erst einmal "zum Programmieren" langsam und dann schnell und stark. Hier man schnell, dass die effektivste Technik der Tsuki im Shizentai ist, weil die ganze Körpermasse eingesetzt wird. Beim Schnell-und-Stark-Machen wurden leider aber die Schrittwechsel und die Stände aber häufig geschlabbert.

Sehr beeindruckend war vor allem das Partnertraining mit Jörgl und Dominik Böhler. Die beiden sind echte Kampfmaschinen!

Samstag, 3. Oktober 2009

Sparkassen Münsterland Giro

Also - den 26er-Schnitt habe ich locker geschafft! Ich hätte mir während der Tour gewünscht, einen guten 30er hinzulegen und es lief auch alles ganz gut. Bis ich nach Sprakel kam! Auf der Strecke zwischen Münsters Vorort und dem Ziel blies uns ein so starker Wind entgegen, dass ich mit Mühe noch 20 km/h fahren konnte! Da ich inzwischen auch schon recht k. o. und mein Wasservorrat erschöpft war, konnte ich keinen Anschluss an eine Gruppe aufnehmen. Als ich dann doch endlich ein Pärchen vor mir hatte, an das ich mich hängen konnte, wäre fast ein Unglück passiert....mehr morgen, sonst nerv ich hier mit der Klapperei der Tastatur....Kurz das Ergebnis laut Garmin Pulsuhr: 77,1 km in 2:35:28 Stunden, Durchschnittspuls 170.

So, weiter im Text. Also, Start war um 11.05 Uhr vor der Halle Münsterland. Ich sollte in Startblock E losfahren. Mann, das war schon echt ein Organisationsaufwand, das ganze Rennen! Alleine die Straßensperrungen im Münsterland! Schon vor der Halle Münsterland war der gesamte Albersloher Weg abgesperrt, die linke Spur stadtauswärts zu Startblöcken umfunktioniert. Man startete dann startblock-alphabetisch, also erst Block A, dann B usw. Ich startete in der vorletzten Gruppe. Die Einteilung schien beliebig, denn wir mussten, anders als beim Triathlon, bei der Anmeldung keine "Bestzeiten" angeben. Das Wetter hielt sich: windig, bewölkt, aber trocken. Während des Rennens kam sogar mal die Sonne durch.

Vor dem Start wurde ich gleich wieder von den um mich herumstehenden Radlern mit einer Mischung aus Mitleid und Respekt belächelt: dass ich mit so einem Museumsstück radeln muss! Einer meinte dann auch mitleidsvoll:"Naja, es zählt ja auch nur das Ankommen." Zumindest beim Start dachte ich auch noch so. Und außerdem ist ja wohl auch entscheidend, wer drauf sitzt ;-) Ein Typ fiel mir wegen seiner ungewöhnlichen Bekleidung auf: Er hatte Radlershorts an, darunter eine lange Sporthose und über die Knie hatte er sich Stulpen gezogen. Ich bekam mit, wie er sich mit einem anderen Radler, der ihn wohl auf die Stulpen angesprochen hatte, unterhielt und von ständigen Problemen mit kalten Knien berichtete. Es war aber auch schwer, bei dem wechselhaften Wetter die richtige Bekleidung zu finden! Ich hatte mich für meine lange Radhose entschieden. Oben trug ich "drunter" mein Giro-T-Shirt und darüber meine Soft-Shell-Jacke von Lidl. Auf der Kanalbrücke merkte ich schon, wie warm es hiermit werden würde. Aber ich habe die Jacke nie bereut, denn mitunter war es doch mächtig windig und wenn ich da mit verschwitztem Oberkörper gefahren wäre, säße ich jetzt sicher nicht hier, um zu schreiben.

Mit leichter Verspätung kam dann auch der Startschuss und unser dicht gedrängtes Fahrerfeld zog mit gedrosseltem Tempo zur Kanalbrücke und drüber. Nachdem das Feld sich gelockert hatte, musste man nicht mehr so aufpassen, mit anderen zu kollidieren und konnte das Tempo etwas anziehen. Wir fuhren Albersloher Weg stadtauswärts, dann links in den Heumannsweg und wieder rechts die Wolbecker Straße weiter auswärts. Dann hab ich mir die Strecke nicht mehr gemerkt, denn jetzt war ich allmählich warm und gab Gas. In Spitzenzeiten war mein Puls auf 180, pendelte sich aber meist im 170er Bereich ein. Am meisten zu schaffen machte wohl allen Radlern der Wind, der uns auf freier Fläche ziemlich doll entgegenblies.

Ich versuchte, mich kleineren Radgruppen anzuschließen, die nicht stärker waren, als vier bis fünf Radler. Einmal fuhr ich in einem größeren Pulk mit, aber da fühlte ich mich nicht so wohl. Regelmäßig zog ich mal an Radlern vorbei und ließ mich natürlich auch reichlich von anderen überholen. Selten kam man mal mit jemandem ins Gespräch. So war da eine Radgruppe, bei der sich eine Frau befand, die fast ganz in weiß fuhr. Hier fuhr ich eine ganze Weile mit. Das war jetzt schon zwischen Telgte und Westbevern. Ich staunte nicht schlecht: Alle Nase lang wurde die Frau von einem ihrer Begleiter gefragt:"Energieriegel?", "Banane?" usw. Das war dann wohl das Team "Essen auf Rädern"? Nach einer Weile bemerkte sie wohl mich im Schlepptau und bot mir - sicherlich lieb gemeint - ein Stück von einem Riegel an. Ich hätte die Regel "iss nichts, was du nicht kennst" beachten sollen - denn sobald ich abbiss musste ich den nach einer Mischung aus Maoam und Müslirigel schmeckenden Riegel fast runterwürgen. Dummerweise war inzwischen meine Nase total verstopft, so dass ich nur durch den Mund gescheit Luft bekam, was mit dem halbverdauten Brei darin natürlich recht schwierig war! Erleichtert nahm ich nach dem Runterschlucken meine Wasserflasche und leerte sie fast in einem Zug. Was ein Fehler war. Denn am Ende der Strecke hätte ich alles für einen Schluck Wasser gegeben!

Es muss um Greven gewesen sein, als mich meine Kraft trotz Energieriegel verließ. Die Gruppe mit der weißen Frau zog weiter und ich versuchte, durchzuhalten. Ich vermisste jetzt den Stulpenradler! Diesen hatte ich auf der ersten Giro-Hälfte immer mal wieder überholt, begleitet oder mich von ihm überholen lassen. Wir hatten uns nicht unterhalten aber es war irgendwie immer schön, einen Fixpunkt zu haben.

Greven war also geschafft, jetzt ging es Richtung Sprakel. Da war die Ortsumgehung. Und dann kam die Hölle! Ab Sprakel-Ortsausgang hatte ich das Gefühl, als wollten die Wettermächte unsere Einfahrt in Münster mit aller Gewalt verhindern: Ein Wind von bisher unbekannter Stärke blies uns entgegen! Ich konnte kaum schneller fahren als 20 km/h und da sich der Abstand zu den vor mir radelnden Fahrern nicht vergrößerte und ich auch nicht großartig überholt wurde, musste dieser Wind wohl allen Fahrern zu schaffen machen! Dazu war ich noch alleine auf weiter Flur, hatte also keine schützende Gruppe um mich herum! Etwa auf der halben Strecke zwischen Sprakel und Münster sah ich vor mir ein Radlerpärchen. Der Startnummer entnahm ich, dass sie in einer Gruppe vor mir gestartet waren, also wohl nicht zu den Schnellsten gehörten. Aber das war mir egal. Ich wollte nur ein kleines bisschen Windschutz! Beim Hinterherfahren dachte ich noch: Die Frau fährt aber dicht auf und fast im selben Moment registrierte ich, wie sie mit ihrem Vorderreifen den Hinterreifen des vor ihr fahrenden Mannes berührte, schlingerte und - stürzte! Ich konnte grade noch vermeiden, mich mitreißen zu lassen. Kurz übelegte ich, ob ich anhalten und helfen müsste, aber aus dem Augenwinkel sah ich, dass sie wohl gleich wieder aufstehen konnte und außerdem war sie ja in Begleitung. Und AUSSERDEM WOLLTE ICH NACH HAUSE!

Jetzt war Münster bald erreicht! Bei der Ortseinfahrt in Kinderhaus waren wir wieder in bebautem Gebiet. Der Wind ließ nach. Ich sammelte nochmal alle Energie. Jetzt war es fast geschafft. Nur noch die Grevener Straße bis zum Ende und dann links. Hier war schon das Germania Campus! Da die Kreuzung zum Ring, endlich ging es links rum und dann noch mal rechts auf die Zielgrade. Ich gab noch mal alles, nur um es endlich geschafft zu haben!

Auf dem Hindenburgplatz war riesig viel los. Hier konnte man seinen Transponder abgeben und auch ein Getränk bekommen. Ich sah den Stulpentypen und fragte ihn, ob er zufrieden sei und wie lange er gebraucht hatte: 2:42 h. Insgeheim freute ich mich: Da war ich mit 2:35 ja sogar einige Minuten schneller gewesen, trotz meines alten Eselchens! Leider konnte ich meinen Getränkegutschein nicht finden! Also nur rasch heim. Auf dem Rückweg kam mir meine Mutter entgegen: Sie hatte wohl noch nicht mit meiner Rückkehr gerechnet und wollte mich im Ziel erwarten.

Daheim stellte ich fest, dass sogar meine Softshelljacke komplett durchgeschwitzt hatte! Sie war so nass, als wäre ich durch den Regen gefahren! Ich checkte per GPS-Pulsmesser mein Durchschnittsergebnis - und war doch jetzt etwas enttäuscht: Nach der ersten Stunde hatte ich noch einen 32er Schnitt gehabt und im Endeffekt war es nur ein 29,5 er....also, einen 30er hätte ich schon gerne jetzt gehabt. Aber "Sprakel" hatte das wohl verhindert! Mein Mann meinte dazu nur:"Tröste Dich: Auf dieser Strecke schaffst Du selbst mit dem Auto keinen 30er Schnitt." ;-)

Aber alles in allem kann ich ja sehr zufrieden sein: Giro geschafft, unverletzt, keine Panne und das Wetter hatte auch gut mitgespielt! Jetzt kann die Winterpause kommen. Mein Trainingsplan hat sich schon darauf eingestellt.

Freitag, 25. September 2009

Generalprobe

Strahlend blauer Himmel, Temperaturen um die 20 Grad, die Kids alle versorgt - da sprach alles gestern für eine erstmals etwas längere Radtour! Ich hatte mir eine Route bei Bikemap rausgesucht, die über Gievenbeck via Nienberge, Altenberge, Laer, Billerbeck und die Baumberge auf meine Hausstrecke bei Bösensell führt. Puh, jetzt, wo ich das so schreibe, kommt es mir selber ganz schön lang vor! Diesmal suchte ich ein wenig herum, damit ich nicht wieder auf den Hauptstraßen fahren musste. Das hat auch gut funktoniert und stark befahrene Verkehrswege waren diesmal die Ausnahme.

Da sich die Wege durch Gievenbeck nicht bewährt hatten, startete ich diesmal über die Sentruper Straße, den Dingbängerweg und dann Richtung Roxel. Vor der Autobahn fuhr ich dann rechts, so dass ich auf meine Hürländer-Laufstrecke kam. Diese fuhr ich dann auch ein wenig entlang. Bereits an der Wittoverstiege bog ich dann aber schon vom Twerenfeldweg links ab und machte mich auf schlechter Fahrbahn etwa parallel vom Rüschhausweg davon. Irgendwann krezute ich dann die Hülshoffstraße und fuhr einen recht einsamen Pfad durch eine Bauernschaft. Schließlich kam ich dann doch wieder auf den Rüschhausweg, aber nur ein kleines Stück. Statt wie beim letzten Mal wieder Richtung Havixbeck die Hauptstraße entlang zu fahren, bog ich gleich wieder rechts ab auf eine Straße ohne Mittel-, allerdings auch ohne Seitenstreifen. Das war schon ganz schön eng mit den anderen Fahrzeugen, die mit um die hundert Klamotten an mir vorbeizogen. Aber es ging und war immer noch besser, als schlecht asphaltierte Radwege an den Landstraßen. Nach meinem Plan müsste das die K71 gewesen sein, die durch die Bauernschaften Waltrup, Kümper und Temming führte. Kurz vor der Kreuzung mit der L550 bog ich in die Bauernschaft rechts ab und hielt mich Richtung Holthausen. Das ist ein kleiner Ort vor Laer. Hier hielt ich mich auf einer kleinen Straße, die durch die Bauernschaft Esking führt. Plötzlich sah ich ein Fahrradweg-Hinweisschild, das nach Aulendorf wies. Aulendorf? Da haben doch mal zwei Kollegen von mir gewohnt! Wenn das kein Grund ist, dorthin mal einen Abstecher zu machen!

Unweigerlich kam ich jetzt Richtung Baumgerge, ich merkte es sofort an den zunehmenden Steigungen. Puh, war das anstrengend! Aber die herrliche Landschaft, die im spätnachmittäglichen Sonnenschein ruhte, entschädigte reichlich! Aulendorf ist, um es einmal ganz dezent auszudrücken, ein recht verschlafenes Nest. Auf gut deutsch: Hier ist echt der Hund begraben. Oder: Da möchte man nicht tot überm Zaun hängen! Aber idyllisch anzuschauen war es dennoch.

Weiter nun, den Schildern Richtung Billerbeck folgend. Am ersten Ortseingangsschild war meine Verwirrung groß: Laut Beschilderung kam ich aus Steinfurt, rechts ging es nach Billerbeck, gradeaus nach Havixbeck und links nach Altenberge. Dabei meinte ich doch, grade aus Richtung Altenberge gekommen zu sein. Aber wenn ich mir die Karte jetzt so anschaue, dann passt es direkt. Es führen eben viele Wege nach Altenberge....

Ich fuhr dann nicht rechts ab, Richtung Billerbeck, sondern hielt mich Richtung Havixbeck, was dazu führte, dass ich doch jetzt in Billerbeck einfuhr. Das war eine recht schöne Ortseinfahrt, die dann abrupt an einer Ampel und Bahngleisen endete. Im Ort orientierte ich mich Richtung Münster und fuhr eine Weile entlang einer Hauptstraße den Berg hinauf. Da kam plötzlich ein Abzweig mit einem Hinweisschild "WDR-Sender" und "Longinusturm". Wollte ich mir das jetzt echt noch antun? Soweit ich mich aus Zeiten der Radsport-BSG erinnerte, ging das in den Baumbergen doch recht knackig bergauf und -ab! Andererseits - wann komm ich hier schon mal wieder lang? Nächste Woche ist sicher Regeneration und nach dem Sparkassen-Giro werd ich wohl so lange Strecken nicht mehr so oft fahren (wenn überhaupt). Also rechts ab und hinein ins Vergnügen. Wenn ich Vergnügen schreibe, dann mein ichs auch so! Die Steigungen hielten sich in Grenzen und waren nichts im Vergleich zu der Strecke zwischen Laer und Billerbeck! Es schnurrte nur so voran und plötzlich befand ich mich auch schon zwischen dem WDR-Sender zur linken und dem Longinusturm zur rechten Hand. Nach einer Weile bog ich dann wieder, einem Radweg-Hinweisschild Richtung Münster folgend, rechts ab und befand mich plötzlich auf einem wunderschön-idyllischen Weg! Hier, zwischen maunzenden Auerhähnen und streunenden Kätzchen, war die Welt noch in Ordnung! Diese Straße führte dann nach einer Weile auf eine Hauptstraße in Havixbeck und plötzlich wusste ich wieder, wo ich war! Da war die Tischlerei Wehmeyer und der Sonderpostenmarkt Philipps! Jetzt kannte ich den Rückweg über Tilbeck und meine Hausstrecke! Hier gab ich dann nochmal ordentlich Gas. Mein Garmin-Pulsmesser mit GPS zeigt leider immer eine etwas kürzere (genauere?) Strecke an als mein Tacho. Nach Tacho hätte ich einen Schnitt von 26 km/h geschafft, was ja Voraussetzung für den Sparkassen-Giro ist. Mein GPS meinte aber, es wäre nur ein guter 25er Schnitt gewesen. Naja, zu meiner "Entschuldigung" sei anzumerken, dass ich einige Male zum Sondieren der Strecke langsam fahren musste und auch die Steigungen nicht zu verachten waren - wohingegen ich beim Bergabfahren ja immer vorsichtig bin und nie volle Kanne fahre. Mein Durchschnittspuls war dann auch extrem niedrig: 139 bpm - ja, hab ich mich denn überhaupt nicht angestrengt??? Wie auch immer - fast 70 Kilometer in zweieinhalb Stunden. Irgendwie wird es nächstes Wochenende schon klappen.....vorausgesetzt, das Wetter passt. Ich weiß nicht, ob ich mich bei Regen mit dem Rennrad auf den Weg mache....

Mittwoch, 23. September 2009

Immer gradeheraus

Gestern hatten wir wieder Kumitetraining bei Sensei Micha. Nachdem uns Seibel ordentlich aufgewärmt hatte, startete direkt das Partnertraining. Ich hatte Conny als Partnerin uns wir übten fleißig nach Michaels Anweisungen Jiju Ippon Kumite. Irgendwie bin ich derzeit so "programmiert", möglichst seitlich mit Tai Sabaki und ggf. Suri Ashi rauszugleiten. Micha forderte von uns aber jetzt, möglichst grade nach hinten rauszugleiten, also eben nicht seitlich raus. Das war irgendwie für mich total schwer umzusetzen.

Beim Block sollten wir das vordere Bein ranzehen und dann für den Konter mit dem hinteren Bein vorgehen. Den Kizami-Tsuki sollten wir z. B. mit einer Art Uchi-Uke Jodan blocken (von innen nach außen); ähnlich dann den Tsuki Jodan. Tsuki Chudan wurde mit Gedan-Barai (vorderer - linker - Arm) geblockt und ebenso eigentlich auch Mae Geri, Yoko Geri und Ushiro Geri. Nur beim Mawashi sollten wir im Prinzip gar nicht blocken, sondern nur zur Deckung den rechten Arm hoch nehmen.

Mir fiel vor allem das Gerade-Herausgehen schwer....meine Parnterin bekam das viel besser hin, auch wenn bei ihr die Distanz beim Konter dann immer etwas kurz geriet. Michael wies uns diesbezüglich auch an, länger zu stehen und auch länger zurückzugehen. Nach ein paar Partnerwechseln hatte dann auch ich die Übung verstanden.

Zum Abschluss der Einheit bauten wir die Kombinationen dann noch etwas aus. Wir sollten nach einem Faust-Konter noch nah am Partner bleiben und nochmal mit Empi oder Hiza-Geri nachschlagen bzw. -treten. Eventuell konnten wir dann den Partner noch zu Boden reißen. Hier sollten wir ausprobieren, in welche Richtung das am besten ging. Entweder konnte man, wenn man als Uke nach dem ersten Konter rechts vorstand, das hintere Bein weiter hinten rum setzen und mit tiefer Hüfte (aber aufgerichtetem Oberkörper) den Partner über die eigene linke Schulter zu Boden drücken. Oder man warf den Partner hinten über. Hier hatte ich eine kleine Meinungsverschiedenheit mit dem Sensei: Ich bin am liebsten mit dem hinteren (linken) Bein am Partner vorbeigelaufen und hätte das Bein hinter sein Standbein gestellt und mein Gegenüber so zu Fall gebracht. Micha meinte aber, das würde nicht funktionieren, falls der Partner nicht "mitspiele". Ich müsste vielmehr den rechten Fuß kurz hinter das Standbein des Partners umsetzen. Leider ging das bei mir gar nicht und ich fiel dabei fast immer selber zu Boden. Wenn Micha nicht guckte, setzte ich dann immer "heimlich" doch mein hinteres Bein als Hebel ein ;-)

Insgesamt war es dann wieder eine sehr lehrreiche Einheit, auch wenn mir das Zurückgleiten mit Tai Sabaki derzeit mehr liegt. Aber man kann ja auch nicht immer dasselbe üben....

Dienstag, 22. September 2009

Schöner Lauf!

Nach den Radtrainings vorgestern und gestern musste ich mich aber doch sehr überwinden, gleich heute früh wieder loszulaufen....die Beine waren doch mächtig schwer. Aber die Woche ist kurz und voll mit Programm - wenn ich meinen Trainingsplan einigermaßen erfüllen will, darf ichs jetzt nicht schleifen lassen. Also Schue und Laufsachen angezogen und los!

Recht frisch wars heute früh! Das ist ja mal ein echter Vorteil des weichenden Sommers! Eigentlich beschleicht mich ab Mitte August häufig eine Art Melancholie - die Blätter färben sich, süßlicher Duft reifen Obsts liegt in der Luft - irgendwie nimmt der Sommer schon immer ein wenig Abschied! Aber für das Ausdauertraining, speziell für das Laufen, ist es natürlich optimal, wenn die große Hitze weicht.

Eigentlich stand für diese Woche ein 12-km-Lauf auf dem Programm (zusätzlich drei Radeinheiten und einmal Schwimmen). Aber da ich ja irgendwann auch mal arbeiten muss, hab ich auf knapp 9 km verkürzt: große Aaseerunde und zurück über die Kastanienallee.

Erst lief es wie gesagt etwas schleppend. Aber dann, so ab Mühlenhof, fing es an, richtig Spaß zu machen. Ich behielt die Uhrzeit im Auge, da ich drei Steigerungsläufe integrieren sollte und man damit nicht vor Ablauf einer Viertelstunde beginnen sollte. Der Puls hielt sich im Vergleich zu den letzten Läufen artig im "grünen" Bereich - kein Wunder, es ist ja auch nicht mehr so heiß! Bei den Steigerungsläufen, die ich bisher ja eigentlich immer nur bei schwülwarmen Tempereaturen durchgeführt habe, musste ich richtig rennen, um den Puls nach oben zu bekommen. Zwischendurch warf ich immer mal wieder einen Blick auf den Aasee und die Wiesen rundrum und dachte bei mir:"Wie geil ist das denn?!? Und hier wohnst Du und kannst immer laufen, wenn Du willst!" Dazu die frische, kühle Luft und freundlich grüßende Laufkollegen - es war echt klasse!

Ein Blick auf die Formkurve bescherte mir dann eine freudige Überraschung: zweitbeste Form heute!

Naja, vielleicht schaffe ich das Radrennen ja doch .....

Montag, 21. September 2009

Baumberge


Radroute 319803 - powered by Bikemap 
Heute bin ich knapp 50 km Rad gefahren. Da ich gestern fast im Dreißigerschnitt meine Hausstrecke (32 km) gefahren bin, war das heute schon echt grenzwertig. Ich hab eine neue Strecke ausprobiert, die ich bei Bikemap gefunden habe. Anfangs hab ich mich etwas verfahren, so dass ich auf ca. 48, statt auf 45 km gekommen bin. Es ging so: Gievenbeck, Rüschhausweg, Richtung Hohenholte, durch Havixbeck, bis Schapdetten. Dort bin ich erst den Hügel ins Dorf hochgefahren, vorbei am legendären Kreuz der Merschke Tilbek und dann hats mich echt noch gepackt und ich bin weiter rechts hoch, den Hügel hinan. Vielleicht hätte ich es sogar bis ganz oben geschafft - aber da kam ein Auto von hinten. Ach, nee, ich glaub, ich hätte an der Bank eh ein Päuschen benötigt - Steigungen sind ja bislang noch nicht so mein Ding, auch wenn es "nur" die Baumberge sind, die den Namen Berg ja eigentlich gar nicht verdienen. Schlimmer noch als rauf war wie immer das Runter - da krieg ich immer Schiss, dass die Reifen blockieren oder ich auf Schotter ausrutsche. Zwar war die Straße befestigt, aber ein paar Steinchen liegen ja im ländlichen Bereich wohl immer rum. Also hab ich mich ganz vorsichtig runter getastet.

Also, ehrlich gesagt war es heute eine recht unbefriedigende Tour, da die Strecke rund um Gievenbeck überhaupt nicht schockt. So ab Hohenholte war es dann erträglich, aber immer bis Schapdetten entlang der Hauptstraße. Muss das denn sein - im Münsterland, das berühmt ist für Radwege und Pättkes? Nee, da muss ich nochmal anders rumsuchen.

Die Baumberge-Steigungen waren dann ein echtes Schmankerl und es hat richtig Spaß gemacht, mal so an die Grenze zu gehen. Die Pulsuhr blieb sogar ruhig - kein Alarm wegen zu hoher Pulswerte. So schlimm kann es also nicht gewesen sein.

Der Rest der Strecke ging dann über die Hausstrecke ab Bösensell/Alvingheide. Aber da merkte ich schon, dass ich echt k. o. war. Leider hatte ich vor dem Überqueren einer Hauptstraße die Stoppuhr abgeschaltet, weil ich länger warten musste - und vergaß, sie wieder einzuschalten. So hab ich keine genauen Werte.

Wie ich übernächsten Samstag 70 km schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel....