Meine erste "Tournee" mit dem finnischen Chor am 27. und 28.09.2008
Meinen ersten größeren Chorauftritt hatte ich vor ziemlich genau einem Jahr im Veranstaltungsraum der ev. Lukasgemeinde hier in Münster. Zum ersten Mal führten wir damals weit ab von perfekt, dafür aber mit viel Herzblut die Suomalainen Messu von Lasse Heikkilä auf. Das war ein ganz besonderer Gottesdienst für mich, an den ich mich heute noch genau erinnern kann: ein paar Tage zuvor hatte nämlich der schreckliche Amoklauf an der Jokela-Schule in Finnland stattgefunden. Pfarrerin Helena predigte erst auf Finnisch und schon da sah ich an den bestürzten, mir zugewandten Gesichtern der Gemeinde, dass Helenas Worte sie sehr anrührten. Dann wiederholte sie sinngemäß auf Deutsch. Und jetzt durchfuhren auch mich ihre Worte wie ein Blitz: Sie schaffte eine Verbindung zwischen den Liedtexten Heikkiläs und den traurigen Geschehnissen in Finnland. Während sie redete, kam es mir so vor, als habe der Komponist die Messe genau für diesen speziellen Tag so gestaltet. Es war gleichzeitig sehr ergreifend und auch ein bischen unheimlich!
Unser Gesang ist wohl dann auch ganz gut angekommen, denn bald kamen Anfragen von auswärtigen Gemeinden: In Köln, Hamburg und Bremen sollten wir singen. Bei dem Auftritt in Köln war ich nicht dabei. Jetzt aber sollte es an einem Wochenende in den Norden gehen. Und wieder gab es im Vorfeld ein Attentat an einer finnischen Schule!
Die Wochen zuvor erlebten wir einen wahren Probenmarathon! Bald jedes Wochenende sangen wir bei Liisa und Peter im Wohnzimmer - selten in der Komplettbesetzung, manchmal auch nur zu siebt oder acht. Aber grade die "kleinen" Proben, also mit wenigen Teilnehmern, gestalteten sich als ziemlich gnadenlos: Peter hörte jeden Patzer und feilte an jeder einzelnen Stimme herum! Liisa hatte vorgeschlagen, dass jeder Solist eine mögliche Vertretung haben sollte, wer sich vorstellen könne, ein bestimmtes Lied alternativ zu singen. "Die Nr. 9", platzte es aus mir heraus, als hätte ich auf genau diesen Moment gewartet! "Na, dann sing mal." Ja, ja, sing mal, wenn Dir der Brustkorb vor lauter Herzklopfen zu platzen droht! Mann, war ich aufgeregt - und dabei waren das doch nur meine Chorfreunde, die seit vielen Monaten mit mir gemeinsam sangen! Ich sang das "ostbottnische Glaubensbekenntnis", vermutlich wie Mireille Mathieu - voller Leidenschaft, und fast ohne ein Wort zu verstehen! Ich sang halt genau so, wie es auf der CD klang und wie ich es schon zig mal im Auto "mitgegröhlt" hatte. Danach: Standing ovations! Und es war klar, dass jetzt ICH die Solistin war! Wahnsinn! Die Euphorie wurde mir dann bald durch Peter genommen, der bei der nächsten Chorprobe wieder das Zepter in der Hand hatte: Nicht so laut, nicht so viel Stimme - ich würde mich ja anhören, als sänge ich in der Kneipe! Und so wurde aus meinem leidenschaftlichen Lied ein schlichtes Glaubensbekenntnis. So ist das wohl, wenn man sich der Regie fügen muss! Permanent bekam ich noch Verbesserungsvorschläge, was meine Aussprache betraf. Es war dann eben doch alles nicht so einfach!
Nun denn - oder noniin, wie der Finne sagt, das Wochenende nahte. Als wir losfuhren, war mir plötzlich klar, dass ich fast alle Solisten, Musiker und Instrumente in meinem Auto hatte! Soweit also der Plan mit dem Ersatzensemble - wenn ich jetzt eine Panne oder einen Unfall hätte, wäre der Gottesdienst wohl gelaufen! Leider hatten wir so gar nicht an den Beginn der Herbstferien gedacht! Wir kamen erst um kurz nach halb drei in Hamburg an. Der dortige Auftritt sollte in der finnischen Seemannskirche stattfinden. Diese lag dann auch "stilecht" in unmittelbarer Nähe der St. Pauli Landungsbrücken, der Reeperbahn und dem Kiez! Wow, na da war ja die Abendgestaltung gesichtert!
Der Pfarrer war noch nicht da und wir versuchten, uns schon einmal in dem Gebäude der finnischen Gemeinde dort zurecht zu finden. Es war insgesamt ein recht dunkler Bau. Die Kirche war klein und eng. Wo sollten wir stehen - geschweige "tanzen"? Der Pfarrer kam und begrüßte uns. Ich dachte spontan: "Was für ein smartes Kerlchen!" Leider entpuppte er sich dann als recht wortkarg, was aber auch daran liegen mochte, dass er wenig deutsch konnte. Oder auch daran, dass er mit den Gedanken schon bei der Abendveranstaltung (30. Jubiläum der finnischen Sprachschule zu Hamburg) war. Oder daran, dass er keine Lust auf unsere Chorgesänge hatte. Oder, oder, oder....wie auch immer. Wir probten und hatten dann später unseren Auftritt in der düsteren kleinen Kirche und irgendwie fühlten wir uns nicht recht willkommen. Der ausgeliehene Hamburger Akkordeonspieler erwies sich als ziemlich lieblos und miserabel. Die Gemeinde saß uns mit ausdruckslosen Gesichtern gegenüber (abgesehen von Kaisus Sohn mit Familie) und der abschließende Applaus erwies sich als eher spärlich. Die Atmosphäre war kühl und düster, die Zeit zog sich hin - wie eine Nacht im finnischen Winter! Was wohl den stimmungsmäßigen Tiefpunkt bei allen setzte, war die Tatsache, dass die Sprachschule sich anschließend noch zu einem schicken Sektempfang im Gemeindesaal traf und wir mit Brötchen und Orangensaft in der Sakristei "abgespeist" wurden! Statt diese zu uns zu nehmen, hätten wir lieber direkt in die zur Seemannskirche gehörenden Sauna gehen sollen! Nach dem "Essen" bezogen wir schnell unsere Schlafräume: für eine Seemannskirche sehr passende Räumlichkeiten mit rund 20 Schlafgelegenheiten in Doppelstockbetten mit Metallgestell. Es war aber sehr gemütlich und amüsiert nahm ich die "Bauweise" finnischer (skandinavischer) Bettwäsche zur Kenntnis: An zwei Ecken ist der Stoff einfach abgeschnitten, damit man die Bettdecke einziehen kann, ohne den Stoff vorher auf links drehen zu müssen. Miina meinte, sie würde bei "richtigen", also mittel-europäischen Bettbezügen als erstes immer die Ecken abschneiden ;-)
Der Rest des Abends war dann sehr lustig: Mit meiner Autobesatzung (ohne Pia, dafür mit Diet) zogen wir um die Häuser, staunten an der Reeperbahn, grüßten Hans Albers -bzw. seine Statue, fanden den Zugang zur Herbertstraße nicht und landeten dann auf einen Snack und ein Bier in einem kleinen Restaurant direkt an der Kirche! Kurz vor Mitternacht lagen wir dann in den Betten.
Am nächsten Morgen erwartete uns ein kleiner Zettel mit einer Nachricht: Einer von uns sollte eine Pirjo Virtanen oder so in Bremen anrufen. Da Miina mit Nachnamen auch zufällig Virtanen heißt, fiel das Rückruf-Los auf sie. Die Gesprächspartnerin war eine Frau aus der Bremer Gemeinde. Wir sollten mal lieber nicht so früh kommen. Es wäre vorher noch eine andere Messe in der Kirche und man habe auch keine Zeit, für uns Brötchen zu schmieren oder so. Na, toll! Sind wir da noch weniger willkommen als in Hamburg? Warum lädt man uns dann überhaupt ein? Fahren wir doch gleich wieder durch bis nach Münster! Wir waren irgendwie ganz schön enttäuscht. Aber draußen war das Wetter schön und so besserte sich unsere Stimmung schlagartig, als wir aus dem düsteren Gebäude hinaustraten. Die Fahrt nach Bremen war dann auch sehr amüsant und wir lernten viel Neues voneinander kennen und auch viele neue finnische und deutsche Gepflogenheiten. So äußerten Pia und Miina recht lebhaft ihr Unverständnis darüber, dass die Deutschen ihr Geschirr nach dem Waschen nicht absprülen (also den Schaum drauflassen, bis er weggetrocknet ist). Ich konnte mich erinnern, dass auch Reijo hierüber "not amused" war. "Man läßt doch nach dem Duschen auch nicht den Schaum auf der Haut und putzt ihn einfach ins Handtuch!", so Pias und Miinas einhellige Meinung. Es war also eine recht kurzweilige, interessante und lustige Autofahrt.
In Bremen angekommen stellten wir angenehm überrascht fest, dass der vor der Kirche verlaufende Marathonlauf bereits beendet war, wir also entgegen der Voraussagen direkt bis auf den Kirchparkplatz fahren konnten. Und wir waren auch nicht zu früh: die Vorgängermesse war wohl zuende und auf uns wartete ein reichhaltiges "Brötchenbuffet", dargeboten von freundlichen finnischen Gemeindemitgliedern! Die St.-Ansgari-Kirche wurde wohl noch in Zeiten gebaut, als die katholischen Gemeinden noch einen fetten Taler über hatten: Es gab ein mehr als großzügiges Gemeindehaus mit Aula und weiteren Räumen im Untergeschoss und die Kirche selbst - ein Traum! In schwindelerregenden Höhen erahnte man die gewölbte Decke und gegenüber dem modern gestalteten Altar befand sich auf der Empore über dem Eingang ein absoluter Traum von Orgel! Zu hören bekamen wir sie nicht, aber allein der Anblick ließ erahnen, dass ihr ausschließlich göttliche Töne zu entlocken waren! Die Kirche war trotz ihrer Größte hell und freundlich und durch die seitlichen Oberlichter strömte Sonnenlicht hinein. Das Einsingen diente hauptlsächlich Peter dazu, uns auf die neue Hall- und Akustiksituation abzustimmen: hier etwas lauter, Geige kräftiger und selbst ich durfte, welch Freude, mein Solo jetzt mal richtig schmettern ;-) Kurz vor Beginn der Messe, die hier erfreulicher Weise wieder von Pfarrerin Helena geleitet wurde, stellte Tuulas Mann fest, dass seine Videokamera defekt war. Also ließ sich unser Auftritt nicht für die Ewigkeit festhalten. Spätestens da war mir klar, dass dies der beste Auftritt von allen würde und wir ihn halt mit allen schönen Momenten einfach im Gedächtnis und im Herzen behalten müssten - ohne technischen Support!
Die positive Stimmung und Erleichterung, dass hier alles anders war als in Hamburg, übertrug sich wohl auf die ganze Chorgemeinschaft und wir sangen aus vollem Herzen unsere Messe! Pias Stimme klang wie ein Engel, bei Christophero hatte man den Eindruck, der Herrgott persönlich würde uns die Leviten lesen. Der hiesige Akkordeonspieler (ein recht junger Deutscher) legte so dynamisch und rasant los, als wolle er die Walküren aus Walhalla vertreiben und der Gipfel unserer Glückseligkeit bestand wohl darin, in Peters Mimik zu lesen, dass wir all seine Erwartungen nicht nur erfüllten, sondern vielleicht sogar übertrafen! Die Gemeinde lauschte andächtig und aufmerksam. Hell, freundlich und all dies in einer herzlich-warmen Atmosphäre - wir fühlten uns wie im finnischen Sommer an einem klaren See! Und es gibt wohl wenige Momente, in denen man sich Gott so nahe fühlen kann, wie in dieser Stunde.
Die Pfarrerin zog diesmal keinen direkten Bezug zu den aktuellen Geschehnissen und dem erneuten Amoklauf in Finnland. Allerdings räumte sie nach dem Gottesdienst in einem kleinen Kreis ein, sie hätte heulen können angesichts dieses schrecklichen Zufalls! Die Texte der Messe spiegeln wohl genau die derzeitige Situation Finnlands wider - neben der hohen Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Perspektivlosigkeit gibt es dennoch ein ausgeprägtes Nationalbewusstsein und eine starke Liebe zum Vaterland die für Zusammenhalt sorgen und trotz aller Sorgen Anlass zur Dankbarkeit geben.
Sehr überrascht war ich übrigens, als wir von Helena zum Altar gebeten wurden und uns in Wein getauchte Hostie überreicht wurde! Ich dachte, dies gäbe es bei den Lutheranern nicht. Ich wurde aufgeklärt: Ausnahmsweise, bei besonders festlichen Anlässen würde auch wohl hier als Symbol die Hostie gereicht.
Einen schöneren, würdigeren und feierlichen Abschluss unseres Chorprojekts der Suomalainen Messu als den Auftritt in Bremen hätten wir uns wohl nicht vorstellen können.
Sonntag, 5. Oktober 2008
Montag, 15. September 2008
Sieg in Siegen
Vor ein paar Wochen flatterte eine Turnierausschreibung in meinen Mailbriefkasten: Samstag, 13.09.2008: Stadtmeisterschaft in Siegen. Ich hätte dem Ganzen vermutlich nicht viel Bedeutung beigemessen, hätte ich nicht zufällig beim diesjährigen Gasshuku in Hannover auch einige Karateka aus Siegen kennengelernt. Also mal näher angeschaut, die Ausschreibung und was seh ich? Das Turnier ist auch für Dan-Träger(innen) offen! Das ist ja mal selten und wie oft hatte ich mich schon geärgert, dass es so wenige realistische Möglichkeiten für Karate-Omis wie mich gibt, Erfahrungen zu sammeln, wenn es darum geht, zu "trainieren, worauf es ankommt", wie mein Sensei Risto immer so schön sagt. Also mal ausgedruckt und im Dojo ausgehängt. Zunächst fanden sich einige potenzielle Mitstreiter und ich plante, meinen Van mit fünf bis sechs Kämpfern zu füllen. Letztlich trug sich aber nur ein Mann auf der Liste ein und ich bezweifelte schon, ob es sich lohnen würde, nur zu zweit zu fahren. Mein Mitstreiter war aber recht engagiert und wollte unbedingt fahren, da konnte ich ja jetzt schlecht einen Rückzieher machen! Ausgerechnet am Tag vor dem Turnier fand noch meine Abteilungsfeier statt und ich ärgerte mich schon ein bischen, dass ich hier nicht "Vollgas" geben konnte. Als mich dann mittags mein Mitfahrer anrief und mitteilte, er sei verletzt und könne nun doch nicht starten, war ich fast erleichtert! Also per Anruf beim Ausrichter abgesagt. Mein Gesprächspartner war "not amused" und bat mich, mir doch meinen eigenen Start noch zu überlegen....ich sagte zu, bis Freitagabend noch zurückzurufen. Nach dem Mittagessen sah ich, dass er noch einmal versucht hatte, mich anzurufen und rief zurück: Er wolle mich ja nicht überreden oder so, aber es sei ja schon schade, wenn ich nicht käme....naja, wenn man schon mal sooooo lieb gebeten wird, dann kann man ja schon fast nicht mehr nein sagen... Also hab ich bei der zur Abteilungsfeier gehörenden Ralley mal eben mit zum Sieg beigetragen und dann nach ein paar alkoholfreien Getränken gegen 21 Uhr die Veranstaltung verlassen.
Nachdem ich am Samstag die wichtigsten Haushaltstätigkeiten und Einkäufe erledigte hatte, fuhr ich dann mit guter Musik am Ohr nach Siegen. Meine "Else" navigierte mich wieder wild in der Innenstadt des Zielorts umher, bis ich dann gegen 11.30 Uhr die Turnhalle erreichte. Ich wurde direkt von Moritz Kachel begrüßt, einem meiner Gasshuku-Bekanntschaften. Mein erster Start in der Disziplin Kata zog sich dann doch noch etwas hin und ich konnte schon mal meine "Konkurrenz" beschnuppern. Niemand, den ich vom Namen her kannte - aber vom Sehen her kam mir dann meine erste Gegnerin in der Disziplin Kumite bekannt vor. Sie stellte sich dann auch vor: Carina Kolb aus Köln, trainiert fast täglich bei Jörg Reuss. Oha, da sollte ich also direkt im ersten Kampf quasi "Britt Weingangds kleine Schwester" gegen mich haben, na toll! Und die übrigen drei Damen hatten alle ein Freilos?!?! Wie kann denn das sein? Naja, egal, et kütt wie et kütt....
Kata - oha....ich hatte mich ja nicht wirklich intensiv auf das Turnier vorbereiten können. Zwar hatte ich regelmäßig trainiert - aber was heißt schon regelmäßig? Ein bis zweimal die Woche und dann noch schnell am Donnerstag eine knappe Stunde Festigung der Heian Katas fürs Gewissen. Zum Glück hatte ich mir noch kurzfristig, so rein vorsorglich, versteht sich, eine Kata fürs Finale überlegt, aber eigentlich rechnete ich ja nicht damit, über die Vorrunden hinauszukommen. Natürlich kam da nur die Sochin in Frage, die ich ja in den vergangenen Monaten wegen der Dan-Prüfung am häufigsten geübt hatte. Es stellte sich dann heraus, dass wir bei Kata sogar nur zu viert waren. Also fiel die Vorrunde aus! Na, so ein Glück! Also war mir der Vierte ja schon sicher und vielleicht reichts ja noch für den Dritten! Wir bekamen kurz erklärt, dass wir quasi eine "Proberunde" laufen sollten. Das Ergebnis entschied allein über die Startreihenfolge in der "echten" Runde. Die anderen Mädels entschieden, sich ihre Kürkata für die entscheidende Runde aufzuheben und zeigten beim ersten Mal verschiedene andere Katas. Ich wollte mich aber nicht durcheinander bringen und machte zur Sicherheit gleich die Sochin. Und gleich Vollgas - die Kampfrichter sollten sofort sehen, dass es bei meiner Kata um Leben und Tod ging! Ich weiß gar nicht mehr welche Punktezahl ich bekam und auch nicht wirklich mit, in welcher Reihenfolge wir dann starten sollten. Alles war irgendwie egal. Es zählte nur noch SOCHIN. Dann war ich wieder dran. Ich stellte mich vor den Hauptkampfrichter und sagte entschlossen meine Kata an. Er und ich - wir fixierten uns mit den Blicken und ich ließ ihn erst wieder los, als ich vor der ersten Drehung den Blick nach links wenden musste. Das war schon ein geiles Gefühl - so ganz für den einen Moment da zu sein. Ich hörte und sah nichts mehr um mich herum. Das erste Kiai war so laut, dass es mir fast selber Angst machte! Und dann kamen letzten Techniken. Uchi-Uke nach links, Oi-Tsuki. Dann Uchi-Uke nach rechts und nochmal Uchi- Uke .... häää? Da muss doch eigentlich auch ein Tsuki hin! Ach Du Sch.... falsche Technik! Ich merkte es für den Bruchteil einer Sekunde - aber eigentlich wars egal - der imaginäre Gegner hatte auch die falsche Technik nicht überlebt - so stark und kraftvoll fühlte ich mich. Souverän brachte ich die Kata bis zum zweiten Kiai und stellte mich dann würdevoll in Shizen-Tai, als wäre nichts passiert. Als ich die Wertung sah, war es mit meiner Kraft und Stärke aber vorbei und ich wär fast ohne fremdes Zutun k. o. gegangen: 6,8 - 6,8 - 6,8 - 6,6 - 6,7! Wow! Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine Wertung bekommen zu haben! Carina nahm mich sofort zur Seite:"Mensch, da haste aber Glück gehabt! Dass Du eine falsche Technik gemacht hast, hat keiner gemerkt!" Das Mädel, das als letzte startete, war so eine klasssiche Kata-Frau: zierlich, hübsch, elegant...aber sie machte leider die falsche Kata, nämlich auch die Sochin! Zu ihr hätte besser etwas "leichtes" gepasst, Nijushiho oder vielleicht Chinte. Der Meinung waren dann auch die Kampfrichter und der Hauptkampfrichter meinte zu ihr anschließend: "Mensch, Maike, wär das ein Aufsatz gewesen, würd ich jetzt sagen "Thema verfehlt"." Ich riskierte einen ungläubigen Blick auf die Wertungsliste und konnte mein Glück nicht fassen - ich hatte tatsächlich den ersten Platz gemacht!
Das Kumite war dann sehr unspektakulär: Ich hatte entschieden, dass ich gegen einen Tiger wie Carina nur eine Chance habe, wenn ich nach vorne stürme. Hatte mir zwei Kombinationen überlegt, die ich ausprobieren wollte. Leider fehlt mir aber irgendwie jegliches Auge für die richtige Lücke und überhaupt die Erfahrung, mit solchen Gegenerinnen umzugehen. Zudem habe ich offenbar erhebliche Schwächen im Block und wurde so zweimal sehr sauber mit Kizami Jodan abgekontert. Eigentlich wäre jede Technik für sich schon ein Ippon gewesen, Carina erhielt aber nur je einen Wazari. Sie hatte dann letztlich aber wohl auch kein Glück und überraschender Weise nur den Dritten Platz erreicht. Aber so ist das nun mal auf einem Turnier - es kommt auf die Wahl der richtigen Kata an, auf ein bischen Losglück, auf die Leistungsfähigkeit in genau dieser einen Minute und manchmal auch einfach auf das Auge der Kampfrichter.
Wichtig ist immer, dass man vor dem Kampf den Puls runterbringt und die Aufregung in den Griff bekommt. Hier haben mir tatsächlich die Eindrücke von Jörg Ganterts CD "Mentaltraining für Kampfsportler" geholfen.
Die Turnierteilnahme habe ich auf jedenfall keine einzige Sekunde lang bereut. Vielleicht wäre das anders gewesen, hätte ich nicht einen so schönen Pokal (und eine Tüte Gummibärchen) mit nach Hause genommen. Aber ich denke auch in dem Fall hätte ich einfach einen schönen Karatetag gehabt mit sehr vielen netten Leuten um mich herum, vielen alten und einigen neuen Bekannten, die man sicher irgendwann bald wiedersieht. Für mich steht jedenfalls fest: Karate ohne Wettkampf ist wie Tanz ohne Musik oder wie Schwimmen ohne Wasser - es fehlt etwas ganz Entscheidendes!
Oss, Icky
Nachdem ich am Samstag die wichtigsten Haushaltstätigkeiten und Einkäufe erledigte hatte, fuhr ich dann mit guter Musik am Ohr nach Siegen. Meine "Else" navigierte mich wieder wild in der Innenstadt des Zielorts umher, bis ich dann gegen 11.30 Uhr die Turnhalle erreichte. Ich wurde direkt von Moritz Kachel begrüßt, einem meiner Gasshuku-Bekanntschaften. Mein erster Start in der Disziplin Kata zog sich dann doch noch etwas hin und ich konnte schon mal meine "Konkurrenz" beschnuppern. Niemand, den ich vom Namen her kannte - aber vom Sehen her kam mir dann meine erste Gegnerin in der Disziplin Kumite bekannt vor. Sie stellte sich dann auch vor: Carina Kolb aus Köln, trainiert fast täglich bei Jörg Reuss. Oha, da sollte ich also direkt im ersten Kampf quasi "Britt Weingangds kleine Schwester" gegen mich haben, na toll! Und die übrigen drei Damen hatten alle ein Freilos?!?! Wie kann denn das sein? Naja, egal, et kütt wie et kütt....
Kata - oha....ich hatte mich ja nicht wirklich intensiv auf das Turnier vorbereiten können. Zwar hatte ich regelmäßig trainiert - aber was heißt schon regelmäßig? Ein bis zweimal die Woche und dann noch schnell am Donnerstag eine knappe Stunde Festigung der Heian Katas fürs Gewissen. Zum Glück hatte ich mir noch kurzfristig, so rein vorsorglich, versteht sich, eine Kata fürs Finale überlegt, aber eigentlich rechnete ich ja nicht damit, über die Vorrunden hinauszukommen. Natürlich kam da nur die Sochin in Frage, die ich ja in den vergangenen Monaten wegen der Dan-Prüfung am häufigsten geübt hatte. Es stellte sich dann heraus, dass wir bei Kata sogar nur zu viert waren. Also fiel die Vorrunde aus! Na, so ein Glück! Also war mir der Vierte ja schon sicher und vielleicht reichts ja noch für den Dritten! Wir bekamen kurz erklärt, dass wir quasi eine "Proberunde" laufen sollten. Das Ergebnis entschied allein über die Startreihenfolge in der "echten" Runde. Die anderen Mädels entschieden, sich ihre Kürkata für die entscheidende Runde aufzuheben und zeigten beim ersten Mal verschiedene andere Katas. Ich wollte mich aber nicht durcheinander bringen und machte zur Sicherheit gleich die Sochin. Und gleich Vollgas - die Kampfrichter sollten sofort sehen, dass es bei meiner Kata um Leben und Tod ging! Ich weiß gar nicht mehr welche Punktezahl ich bekam und auch nicht wirklich mit, in welcher Reihenfolge wir dann starten sollten. Alles war irgendwie egal. Es zählte nur noch SOCHIN. Dann war ich wieder dran. Ich stellte mich vor den Hauptkampfrichter und sagte entschlossen meine Kata an. Er und ich - wir fixierten uns mit den Blicken und ich ließ ihn erst wieder los, als ich vor der ersten Drehung den Blick nach links wenden musste. Das war schon ein geiles Gefühl - so ganz für den einen Moment da zu sein. Ich hörte und sah nichts mehr um mich herum. Das erste Kiai war so laut, dass es mir fast selber Angst machte! Und dann kamen letzten Techniken. Uchi-Uke nach links, Oi-Tsuki. Dann Uchi-Uke nach rechts und nochmal Uchi- Uke .... häää? Da muss doch eigentlich auch ein Tsuki hin! Ach Du Sch.... falsche Technik! Ich merkte es für den Bruchteil einer Sekunde - aber eigentlich wars egal - der imaginäre Gegner hatte auch die falsche Technik nicht überlebt - so stark und kraftvoll fühlte ich mich. Souverän brachte ich die Kata bis zum zweiten Kiai und stellte mich dann würdevoll in Shizen-Tai, als wäre nichts passiert. Als ich die Wertung sah, war es mit meiner Kraft und Stärke aber vorbei und ich wär fast ohne fremdes Zutun k. o. gegangen: 6,8 - 6,8 - 6,8 - 6,6 - 6,7! Wow! Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine Wertung bekommen zu haben! Carina nahm mich sofort zur Seite:"Mensch, da haste aber Glück gehabt! Dass Du eine falsche Technik gemacht hast, hat keiner gemerkt!" Das Mädel, das als letzte startete, war so eine klasssiche Kata-Frau: zierlich, hübsch, elegant...aber sie machte leider die falsche Kata, nämlich auch die Sochin! Zu ihr hätte besser etwas "leichtes" gepasst, Nijushiho oder vielleicht Chinte. Der Meinung waren dann auch die Kampfrichter und der Hauptkampfrichter meinte zu ihr anschließend: "Mensch, Maike, wär das ein Aufsatz gewesen, würd ich jetzt sagen "Thema verfehlt"." Ich riskierte einen ungläubigen Blick auf die Wertungsliste und konnte mein Glück nicht fassen - ich hatte tatsächlich den ersten Platz gemacht!
Das Kumite war dann sehr unspektakulär: Ich hatte entschieden, dass ich gegen einen Tiger wie Carina nur eine Chance habe, wenn ich nach vorne stürme. Hatte mir zwei Kombinationen überlegt, die ich ausprobieren wollte. Leider fehlt mir aber irgendwie jegliches Auge für die richtige Lücke und überhaupt die Erfahrung, mit solchen Gegenerinnen umzugehen. Zudem habe ich offenbar erhebliche Schwächen im Block und wurde so zweimal sehr sauber mit Kizami Jodan abgekontert. Eigentlich wäre jede Technik für sich schon ein Ippon gewesen, Carina erhielt aber nur je einen Wazari. Sie hatte dann letztlich aber wohl auch kein Glück und überraschender Weise nur den Dritten Platz erreicht. Aber so ist das nun mal auf einem Turnier - es kommt auf die Wahl der richtigen Kata an, auf ein bischen Losglück, auf die Leistungsfähigkeit in genau dieser einen Minute und manchmal auch einfach auf das Auge der Kampfrichter.
Wichtig ist immer, dass man vor dem Kampf den Puls runterbringt und die Aufregung in den Griff bekommt. Hier haben mir tatsächlich die Eindrücke von Jörg Ganterts CD "Mentaltraining für Kampfsportler" geholfen.
Die Turnierteilnahme habe ich auf jedenfall keine einzige Sekunde lang bereut. Vielleicht wäre das anders gewesen, hätte ich nicht einen so schönen Pokal (und eine Tüte Gummibärchen) mit nach Hause genommen. Aber ich denke auch in dem Fall hätte ich einfach einen schönen Karatetag gehabt mit sehr vielen netten Leuten um mich herum, vielen alten und einigen neuen Bekannten, die man sicher irgendwann bald wiedersieht. Für mich steht jedenfalls fest: Karate ohne Wettkampf ist wie Tanz ohne Musik oder wie Schwimmen ohne Wasser - es fehlt etwas ganz Entscheidendes!
Oss, Icky
Sonntag, 7. September 2008
Der Finne, der die Tradition modernisiert
Am 6. und 7. September 2008 war es wieder soweit: Risto Kiiskilä sollte uns in unserer Heimatstadt seine Karate-Schmakazien zeigen und erklären! Rund 60 Teilnehmer fanden sich in der Paul-Gerhard-Schule ein, um sich - zu etwa gleichen Teilen - getrennt nach Unter- und Oberstufe von Risto unterrichten zu lassen. Hielt Risto uns auch wieder einmal den ein oder anderen Kurz-Vortrag über die Unsinnigkeiten der angeblichen Karate-Traditionalisten, so war er doch im Großen und Ganzen recht gut gelaunt und ging recht gnädig mit unseren Unzulänglickeiten um. Zwar hörte ich hin und wieder "Icky, mach mal so und so..." quer durch die Halle, insgesamt kam ich aber ganz gut weg. In der dritten Einheit wurde ich sogar zum Vormachen nach vorne geholt - und zwar diesmal NICHT als abschreckendes Beispiel :-) Auch die anderen Karateka, die zu Übungszwecken der ganzen Mannschaft etwas "vormachen" durften, wurden nicht so "vorgeführt", wie es sonst schon mal vorgefallen ist.
Zum Trainingsinhalt kann zusammen gefasst werden: Es gab im Grunde genommen Basics, diese allerdings wie immer auf einem verdammt hohen Niveau! Kizami-Tsuki und Gyaku-Tsuki - wir wurden z. B. darüber belehrt, dass es viele verschiedene Arten des Gyaku-Tsuki gibt: den unmittelbaren Konter-Tsuki und verschiedene für unterschiedliche Distanzen. Risto wies an verschiedenen Stellen darauf hin, dass sich die Techniken im Laufe der Zeit ändern, im Sinne von "optimieren". So wird der Tsuki heute mehr aus der Schulter gestreckt, als früher. Auch dies entspräche immer noch der Tradition, denn selbst der Tradition muss es erlaubt sein, sich zu entwickeln und zu optimieren. Das Richtige und Beste bleibt über die Zeit.
Beim Kizami übten wir die absolute Körperspannung und bekamen erklärt, warum diese nur mit nach vorne gehobenen Becken möglich ist. Wir übten dies dann durch Druckausüben gegen die Turnhallenwand.
Und immer wieder: Hüfte, Hüfte, Hüfte! Zum regelmäßigen Training empfahl der JKAa-Instructor uns verschiedene tägliche und/oder mehrmals wöchentliche Hüftübungen aus seinem Powerpack-Programm. Ganz Hüfte war die zweite Einheit am Samstag: Es ging um Ashi-Barai. "Wie wird der Ashi-Barai in unserer Stilrichtung gelehrt?" Schweigen. "Es gibt keine offizielle Lehrmethode!" Also konnte uns Risto ohne Skrupel seine Art des Ashi-Barai erklären, pardon: Seine Arten! Denn auch hier gibt es verschiedene Variationen, die wir ausprobieren durften. Ungewohnt für viele von uns: den Fuß dabei strecken, wie ein "Ballettfüßchen", also mit dem großen Zeh nach unten. Ashi-Barai also mit dem hinteren Bein und mit dem vorderen und dann beides kombiniert, in dem mir schon bekannten, musikalischen Rhythmus: Tam, tatataataa, tam, tam! Äh, ich meine natürlich: ha, hahahaahaa, ha, ha - denn auch auf die korrekte Atmung wies der Meister aus Lahti immer wieder hin.
Karate besteht aus Kihon, Kumite und Kata. Risto machte deutlich, dass es Blödsinn ist, zu sagen "ich bin ein Kata-Mann" oder "...Kumite-Mann". Es muss alles trainiert werden. So kamen wir natürlich auch in den Genuss des Katatrainings und zu meiner besonderen Freude gab es die Hôkyokkukô, Risto's eigene Halbfreikampfkata! Hier kam mir schon manche Passage vertraut vor und es war mal ein schönes Gefühl, der Mehrheit der Trainierenden ausnahmsweise mal ein kleines Stückchen voraus zu sein.
Etliche Karateka kamen offenbar zum ersten Mal in den Genuss all dieser Risto-Rismen und Spezialitäten. Das merkt man immer sehr schnell, wenn jemand versucht, des Meisters rhetorische Fragen ernsthaft zu beantworten. Viele fanden aus Billerbeck, Coesfeld und auch dem Ruhrgebiet nach Münster. Mit jeder Einheit wuchs die Begeisterung über das logische Karatekonzept Ristos. Ganz bestimmt hat er auf diesem Lehrgang einige neue Anhänger gefunden. Meiner Meinung nach sehr bedenklich: Es fanden sich im Schnitt nur sechs Dan-Träger zu den Einheiten ein! Hat die Meisterklasse wirklich nichts mehr dazuzulernen?
Zum Trainingsinhalt kann zusammen gefasst werden: Es gab im Grunde genommen Basics, diese allerdings wie immer auf einem verdammt hohen Niveau! Kizami-Tsuki und Gyaku-Tsuki - wir wurden z. B. darüber belehrt, dass es viele verschiedene Arten des Gyaku-Tsuki gibt: den unmittelbaren Konter-Tsuki und verschiedene für unterschiedliche Distanzen. Risto wies an verschiedenen Stellen darauf hin, dass sich die Techniken im Laufe der Zeit ändern, im Sinne von "optimieren". So wird der Tsuki heute mehr aus der Schulter gestreckt, als früher. Auch dies entspräche immer noch der Tradition, denn selbst der Tradition muss es erlaubt sein, sich zu entwickeln und zu optimieren. Das Richtige und Beste bleibt über die Zeit.
Beim Kizami übten wir die absolute Körperspannung und bekamen erklärt, warum diese nur mit nach vorne gehobenen Becken möglich ist. Wir übten dies dann durch Druckausüben gegen die Turnhallenwand.
Und immer wieder: Hüfte, Hüfte, Hüfte! Zum regelmäßigen Training empfahl der JKAa-Instructor uns verschiedene tägliche und/oder mehrmals wöchentliche Hüftübungen aus seinem Powerpack-Programm. Ganz Hüfte war die zweite Einheit am Samstag: Es ging um Ashi-Barai. "Wie wird der Ashi-Barai in unserer Stilrichtung gelehrt?" Schweigen. "Es gibt keine offizielle Lehrmethode!" Also konnte uns Risto ohne Skrupel seine Art des Ashi-Barai erklären, pardon: Seine Arten! Denn auch hier gibt es verschiedene Variationen, die wir ausprobieren durften. Ungewohnt für viele von uns: den Fuß dabei strecken, wie ein "Ballettfüßchen", also mit dem großen Zeh nach unten. Ashi-Barai also mit dem hinteren Bein und mit dem vorderen und dann beides kombiniert, in dem mir schon bekannten, musikalischen Rhythmus: Tam, tatataataa, tam, tam! Äh, ich meine natürlich: ha, hahahaahaa, ha, ha - denn auch auf die korrekte Atmung wies der Meister aus Lahti immer wieder hin.
Karate besteht aus Kihon, Kumite und Kata. Risto machte deutlich, dass es Blödsinn ist, zu sagen "ich bin ein Kata-Mann" oder "...Kumite-Mann". Es muss alles trainiert werden. So kamen wir natürlich auch in den Genuss des Katatrainings und zu meiner besonderen Freude gab es die Hôkyokkukô, Risto's eigene Halbfreikampfkata! Hier kam mir schon manche Passage vertraut vor und es war mal ein schönes Gefühl, der Mehrheit der Trainierenden ausnahmsweise mal ein kleines Stückchen voraus zu sein.
Etliche Karateka kamen offenbar zum ersten Mal in den Genuss all dieser Risto-Rismen und Spezialitäten. Das merkt man immer sehr schnell, wenn jemand versucht, des Meisters rhetorische Fragen ernsthaft zu beantworten. Viele fanden aus Billerbeck, Coesfeld und auch dem Ruhrgebiet nach Münster. Mit jeder Einheit wuchs die Begeisterung über das logische Karatekonzept Ristos. Ganz bestimmt hat er auf diesem Lehrgang einige neue Anhänger gefunden. Meiner Meinung nach sehr bedenklich: Es fanden sich im Schnitt nur sechs Dan-Träger zu den Einheiten ein! Hat die Meisterklasse wirklich nichts mehr dazuzulernen?
Samstag, 23. August 2008
Entwurf Leserbrief zu "Verkehrsrowdies"
Leserbrief zum Thema „Verkehrsrowdies“
Es gibt zahlreiche Gründe für zunehmende Verkehrsverstöße: zunehmender Verkehr, Schnelllebigkeit des Alltags, Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit (Handy, Radio etc.) und sicher auch der in der Ellenbogengesellschaft zunehmende Egoismus.
Ein sehr wichtiger Grund ist aber auch die „Über-Regelung“ des Straßenverkehrs. In Münsters Verkehrslandschaft gibt es zu viele Regelungen und von diesen dann wieder Ausnahmen, so dass die Verkehrsteilnehmer einen Ermessensspielraum haben. Viele der Regelungen sind zudem nicht nachvollziehbar. Dies verleitet dazu, in diesen Situationen dann ebenfalls vom eigenen Ermessen Gebrauch zu machen und gegen Vorschriften zu verstoßen. Oder die Regelungen und Ausnahmen werden schlichtweg nicht mehr verstanden – die Verkehrsteilnehmer sind einfach überfordert. Hier ein paar Beispiele:
- Ampeln: Fahren bei Grün, Halten bei Rot. Es sei denn, es ist ein grüner Pfeil für Rechtsabbieger da. Dann hat der Verkehrsteilnehmer wieder Ermessensspielraum. Fahrradfahrer finden hin und wieder das Schild „gilt nicht für Fahrradfahrer“, dürfen also auch bei „Rot“ fahren.
- Einbahnstraßen: Nur in eine Richtung befahrbar. Ausnahmen: Gegenrichtung frei für Radfahrer.
- Rechtsfahrgebot: Einige Radwege gelten für beide Richtungen. Die PKW-Fahrer rechnen nicht mit links fahrenden Radlern – Unfallgefahr.
- Ampeln: Hindenburgplatz statdauswärts: rechts Abbiegen verboten. Aber: Die offiziellen Buslinien fahren rechts ab! Und es ist nicht mal ein Hinweis „außer Busse“ o. ä. angebracht.
- Fahrradstraßen: trügerische Sicherheit für Radfahrer.
- Tempolimits: an einigen Straßen schlichtweg nicht nachvollziehbar.
- Vorfahrtregelungen: An einigen Straßen ist über eine längere Strecke an Kreuzungen die Vorfahrt durch Schilder geregelt, plötzlich kommt eine Kreuzung mit rechts-vor-links!
- Schließlich noch der Kreisverkehr, an dem nach der neuen Planung sind wohl alle Verkehrsteilnehmer überfordert sind.
Insgesamt also viel zu viele (zum Teil nicht nachvollziehbare) Regelungen, von denen es dann wieder zu viele Ausnahmen gibt. Wer blickt denn da noch durch?
Es gibt zahlreiche Gründe für zunehmende Verkehrsverstöße: zunehmender Verkehr, Schnelllebigkeit des Alltags, Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit (Handy, Radio etc.) und sicher auch der in der Ellenbogengesellschaft zunehmende Egoismus.
Ein sehr wichtiger Grund ist aber auch die „Über-Regelung“ des Straßenverkehrs. In Münsters Verkehrslandschaft gibt es zu viele Regelungen und von diesen dann wieder Ausnahmen, so dass die Verkehrsteilnehmer einen Ermessensspielraum haben. Viele der Regelungen sind zudem nicht nachvollziehbar. Dies verleitet dazu, in diesen Situationen dann ebenfalls vom eigenen Ermessen Gebrauch zu machen und gegen Vorschriften zu verstoßen. Oder die Regelungen und Ausnahmen werden schlichtweg nicht mehr verstanden – die Verkehrsteilnehmer sind einfach überfordert. Hier ein paar Beispiele:
- Ampeln: Fahren bei Grün, Halten bei Rot. Es sei denn, es ist ein grüner Pfeil für Rechtsabbieger da. Dann hat der Verkehrsteilnehmer wieder Ermessensspielraum. Fahrradfahrer finden hin und wieder das Schild „gilt nicht für Fahrradfahrer“, dürfen also auch bei „Rot“ fahren.
- Einbahnstraßen: Nur in eine Richtung befahrbar. Ausnahmen: Gegenrichtung frei für Radfahrer.
- Rechtsfahrgebot: Einige Radwege gelten für beide Richtungen. Die PKW-Fahrer rechnen nicht mit links fahrenden Radlern – Unfallgefahr.
- Ampeln: Hindenburgplatz statdauswärts: rechts Abbiegen verboten. Aber: Die offiziellen Buslinien fahren rechts ab! Und es ist nicht mal ein Hinweis „außer Busse“ o. ä. angebracht.
- Fahrradstraßen: trügerische Sicherheit für Radfahrer.
- Tempolimits: an einigen Straßen schlichtweg nicht nachvollziehbar.
- Vorfahrtregelungen: An einigen Straßen ist über eine längere Strecke an Kreuzungen die Vorfahrt durch Schilder geregelt, plötzlich kommt eine Kreuzung mit rechts-vor-links!
- Schließlich noch der Kreisverkehr, an dem nach der neuen Planung sind wohl alle Verkehrsteilnehmer überfordert sind.
Insgesamt also viel zu viele (zum Teil nicht nachvollziehbare) Regelungen, von denen es dann wieder zu viele Ausnahmen gibt. Wer blickt denn da noch durch?
Mittwoch, 13. August 2008
Starker Karate-Wochenstart!
Da das Wochenende so gänzlich unsportlich verlief, beschloss ich, am Montag mal wieder ein Kampfsport-Doppelpack hinzulegen. Erst sollte beim Fitness-Kickboxen so richtig geschwitzt werden, bevor es dann beim Karate an die körperlichen Grenzen ging.
Beim Fitness-Kickboxen hatte ich gleich das Vergnügen, mit Sensei Jörg zu üben. Ach, das fällt mir immer noch schwer, da die vielen Unterschiede zum Karate zu beachten! Vor allem auf die Deckung muss mehr Wert gelegt werden (Arme direkt am Körper halten, keinen Age-Uke machen usw.), da man ja tendenziell "näher dran" ist am Partner. Dann noch die Haken und Kicks, die doch anders ausgeführt werden. Aber ehrlich gesagt hab ich hier nicht den Anspruch, es technisch hundertprozentig auszufeilen - 98 % würden mir reichen ;-) Nach der Runde mit Jörg hatte ich dann gleich wieder einen sehr starken Partner, der mich wahrlich nicht schonte! Bei den weiteren Partnern konnte ich dann ein wenig runterkommen.
Karate dann wieder auf anspruchsvollem Niveau bei Sensei Jörg: Grundschule mit Elementen aus der Unsu und gaaaanz viel Kumite. Ich hatte hier das außerordentliche Vergnügen, mit Jörgs Frau Sylvie trainieren zu dürfen, die mit ihren wunderbar präzisen, kraftvollen und dynamischen Techniken sehr an Annika Lapp erinnert. Ich spürte alle meine Fehler: kein Hüfteinsatz, Fausttechniken geschoben, zu wenig Abdruck aus dem hinteren Bein! Aber Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung und vielleicht wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Als Sylvie nach dem Yame versicherte, das Training mit mir habe ihr viel Spaß gemacht, war dann auch der ein- oder andere Erkenntnis-Frust vergessen :-))
Trotz einiger blauer Flecke vom Montag wurde auch Dienstag nicht pausiert: Um 18 Uhr leitete unser frisch gebackener Jondan Sensei Jürgen Vahle die Einheit mit einem Aufwärmtraining ein, das auch viele Reaktionsübungen enthielt, die mir ja immer so schwer fallen! Zu allem "Übel" hatte ich auch noch Andy Noll als Partner, der sich ja zusammen mit mir auf den Nidan vorbereitet hat - echt ein harter Brocken, der Kerl!
Sensei Michael Jarchau übernahm dann noch vor halb sieben die Einheit und wiederholte zunächst im Wesentlichen die Trainingsinhalte der vergangenen Woche. Irgendwie hatte es letzte Woche besser geklappt....oder ich bin auch hier kritischer geworden. Zum Abschluss des technischen Übungsteils gab es dann wieder die Kombinationen mit Partner und hier hatte ich es dann mit Horst "zu tun", der mich erbarmungslos durch die Halle "prügelte" - und immer wieder auf die blauen Flecken vom Vortag!
Sensei Michael war an diesem Dienstag überhaupt nicht zufrieden mit uns! Mehr als einmal beklagte er unsere mangelhafte Dynamik, einen Mangel an Kampfgeist und die Tatsache, dass wir nicht hundertprozentig auf die Übungen fokussiert waren. Sehr deutlich erklärte er uns den Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst, zwischen Karate als "Hobby" oder Zeitvertreib und Karate-Do.
Um seine Ausführungen zu unterstreichen ließ er uns die letzten zehn Minuten noch einmal richtig mit Krafttraining durch. Heute Morgen war dann erst mal eine Portion Magnesium fällig, um den schlimmsten Muskelkater zu besänftigen.
Beim Fitness-Kickboxen hatte ich gleich das Vergnügen, mit Sensei Jörg zu üben. Ach, das fällt mir immer noch schwer, da die vielen Unterschiede zum Karate zu beachten! Vor allem auf die Deckung muss mehr Wert gelegt werden (Arme direkt am Körper halten, keinen Age-Uke machen usw.), da man ja tendenziell "näher dran" ist am Partner. Dann noch die Haken und Kicks, die doch anders ausgeführt werden. Aber ehrlich gesagt hab ich hier nicht den Anspruch, es technisch hundertprozentig auszufeilen - 98 % würden mir reichen ;-) Nach der Runde mit Jörg hatte ich dann gleich wieder einen sehr starken Partner, der mich wahrlich nicht schonte! Bei den weiteren Partnern konnte ich dann ein wenig runterkommen.
Karate dann wieder auf anspruchsvollem Niveau bei Sensei Jörg: Grundschule mit Elementen aus der Unsu und gaaaanz viel Kumite. Ich hatte hier das außerordentliche Vergnügen, mit Jörgs Frau Sylvie trainieren zu dürfen, die mit ihren wunderbar präzisen, kraftvollen und dynamischen Techniken sehr an Annika Lapp erinnert. Ich spürte alle meine Fehler: kein Hüfteinsatz, Fausttechniken geschoben, zu wenig Abdruck aus dem hinteren Bein! Aber Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung und vielleicht wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Als Sylvie nach dem Yame versicherte, das Training mit mir habe ihr viel Spaß gemacht, war dann auch der ein- oder andere Erkenntnis-Frust vergessen :-))
Trotz einiger blauer Flecke vom Montag wurde auch Dienstag nicht pausiert: Um 18 Uhr leitete unser frisch gebackener Jondan Sensei Jürgen Vahle die Einheit mit einem Aufwärmtraining ein, das auch viele Reaktionsübungen enthielt, die mir ja immer so schwer fallen! Zu allem "Übel" hatte ich auch noch Andy Noll als Partner, der sich ja zusammen mit mir auf den Nidan vorbereitet hat - echt ein harter Brocken, der Kerl!
Sensei Michael Jarchau übernahm dann noch vor halb sieben die Einheit und wiederholte zunächst im Wesentlichen die Trainingsinhalte der vergangenen Woche. Irgendwie hatte es letzte Woche besser geklappt....oder ich bin auch hier kritischer geworden. Zum Abschluss des technischen Übungsteils gab es dann wieder die Kombinationen mit Partner und hier hatte ich es dann mit Horst "zu tun", der mich erbarmungslos durch die Halle "prügelte" - und immer wieder auf die blauen Flecken vom Vortag!
Sensei Michael war an diesem Dienstag überhaupt nicht zufrieden mit uns! Mehr als einmal beklagte er unsere mangelhafte Dynamik, einen Mangel an Kampfgeist und die Tatsache, dass wir nicht hundertprozentig auf die Übungen fokussiert waren. Sehr deutlich erklärte er uns den Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst, zwischen Karate als "Hobby" oder Zeitvertreib und Karate-Do.
Um seine Ausführungen zu unterstreichen ließ er uns die letzten zehn Minuten noch einmal richtig mit Krafttraining durch. Heute Morgen war dann erst mal eine Portion Magnesium fällig, um den schlimmsten Muskelkater zu besänftigen.
Freitag, 8. August 2008
"1. Dan" im 50-Meter-Becken
Im Sternzeichen Krebs geboren ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich mich im Wasser wohl fühle. Wasser ist mein Element, am Liebsten hab ichs blau gekachelt ;-)) Um mich auch mit 40 noch fit zu halten, genieße ich daher die Bahnen im örtlichen Freibad. Es hat 50 Meter Länge und zwei abgetrennte "Sprinterbahnen". War ich früher noch zu langsam für diese Bahnen und für alle anderen ein Hindernis, kann ich dort inzwischen mit den anderen Schwimmern schon ganz gut mithalten.
Eigentlich war ich immer eine "Brust-Schwimmerin". Aber vor einigen Jahren hatte ich ein bischen Stress mit den Knien und wollte mal wieder Kraul ausprobieren. Das hatte ich schließlich in der Schule mal gelernt. Ich glaub, im Sportunterricht der Berufsschule wars. Aber - ich hatte vergessen, wie anstrengend das ist! Puh! Ganz stolz war ich, als ich die erste ganze 50-Meter-Bahn geschafft hatte, ohne abzusaufen! Dann hatte ich mich so auf eine Bahn Kraul, eine Bahn Brust eingependelt und das 1.000 Meter. Irgendwann sah ich dann doch ein, dass sich bei der Anschaffung einer Chlorbrille eine größere Investition lohnt. In meine alte Brille lief andauernd das Wasser und sie beschlug immer wieder. Außerdem war sie schon total verkratzt.
Diesen Sommer merkte ich plötzlich, dass mir die 1.000 Meter nicht mehr reichten! Also das bisherige Programm und anschließend noch ein paar Bahnen Brust - erst 500 Meter, dann weitere 1.000, war dann also bei insgesamt 2.000 Metern. Boh ey, das hab ich vorher noch nie geschafft! Nach dem Kauf der Chlorbrille stand jetzt die Anschaffung einer Badekappe an - da erntete ich natürlich den Spott daheim: BADEMÜTZE - wie SPIESSIG! Und irgendwie ein Relikt unserer Kindheit! Aber mich nervten meine mir immer in den Mund hängenden Haare, die mich trotz Zopf beim Luftholen behinderten.
In dieser Woche stand mein nächstes Trainingsziel an: 1.000 Meter Kraul. Erst hab ich immer nach 100 Metern eine Pause gemacht. Irgendwie stimmte was mit der Atemtechnik noch nicht - ich schaffte die zwei Bahnen immer "so grade" und japste anschließend ziemlich erbärmlich nach Luft! Dann hatte ich mal einen Tag Pause und als ich anschließend ins Becken sprang, schwamm ich wie selbstvertändlich 1.000 Meter - ohne Pause und ohne Japsen! Heute früh hätte ich dann glatt noch weiterschwimmen können, aber die Arbeit rief leider :-(
Mir kommt es vor, als hätte ich jetzt auch beim Schwimmen ein Trainingsziel erreicht, wie vor vier Jahren beim Karate mit der Prüfung zum 1. Dan: es ist schon was geschafft, aber "eigentlich fängt das Training jetzt erst an." Ich werd mir mal ein weinig die Schwimmtechniken der anderen Sportler abgucken. Was macht die schneller? Es gibt noch viel zu tun....
Eigentlich war ich immer eine "Brust-Schwimmerin". Aber vor einigen Jahren hatte ich ein bischen Stress mit den Knien und wollte mal wieder Kraul ausprobieren. Das hatte ich schließlich in der Schule mal gelernt. Ich glaub, im Sportunterricht der Berufsschule wars. Aber - ich hatte vergessen, wie anstrengend das ist! Puh! Ganz stolz war ich, als ich die erste ganze 50-Meter-Bahn geschafft hatte, ohne abzusaufen! Dann hatte ich mich so auf eine Bahn Kraul, eine Bahn Brust eingependelt und das 1.000 Meter. Irgendwann sah ich dann doch ein, dass sich bei der Anschaffung einer Chlorbrille eine größere Investition lohnt. In meine alte Brille lief andauernd das Wasser und sie beschlug immer wieder. Außerdem war sie schon total verkratzt.
Diesen Sommer merkte ich plötzlich, dass mir die 1.000 Meter nicht mehr reichten! Also das bisherige Programm und anschließend noch ein paar Bahnen Brust - erst 500 Meter, dann weitere 1.000, war dann also bei insgesamt 2.000 Metern. Boh ey, das hab ich vorher noch nie geschafft! Nach dem Kauf der Chlorbrille stand jetzt die Anschaffung einer Badekappe an - da erntete ich natürlich den Spott daheim: BADEMÜTZE - wie SPIESSIG! Und irgendwie ein Relikt unserer Kindheit! Aber mich nervten meine mir immer in den Mund hängenden Haare, die mich trotz Zopf beim Luftholen behinderten.
In dieser Woche stand mein nächstes Trainingsziel an: 1.000 Meter Kraul. Erst hab ich immer nach 100 Metern eine Pause gemacht. Irgendwie stimmte was mit der Atemtechnik noch nicht - ich schaffte die zwei Bahnen immer "so grade" und japste anschließend ziemlich erbärmlich nach Luft! Dann hatte ich mal einen Tag Pause und als ich anschließend ins Becken sprang, schwamm ich wie selbstvertändlich 1.000 Meter - ohne Pause und ohne Japsen! Heute früh hätte ich dann glatt noch weiterschwimmen können, aber die Arbeit rief leider :-(
Mir kommt es vor, als hätte ich jetzt auch beim Schwimmen ein Trainingsziel erreicht, wie vor vier Jahren beim Karate mit der Prüfung zum 1. Dan: es ist schon was geschafft, aber "eigentlich fängt das Training jetzt erst an." Ich werd mir mal ein weinig die Schwimmtechniken der anderen Sportler abgucken. Was macht die schneller? Es gibt noch viel zu tun....
Mittwoch, 6. August 2008
Die Früchte des Gasshuku
Dienstag Training bei Sensei Michael - Gasshuku Basics
Tsukis im Stand, mit Körpereinsatz, im letzten Moment Faust drehen, "langer Lauf" des Arms
Vor mit ZK und Oi Ts, aus hinterem Bein abstoßen
Vor Oi Ts, Gyaku Ts, lang strecken
Dann vorgehen: Kizami Ts im Stand, dann Schritt vor und Gyaku Ts (selber Arm)
Dann umgekehrt: Gyaku Ts im Stand, vor Kizami Ts
Das dann mit Partner
Tsukis im Stand, mit Körpereinsatz, im letzten Moment Faust drehen, "langer Lauf" des Arms
Vor mit ZK und Oi Ts, aus hinterem Bein abstoßen
Vor Oi Ts, Gyaku Ts, lang strecken
Dann vorgehen: Kizami Ts im Stand, dann Schritt vor und Gyaku Ts (selber Arm)
Dann umgekehrt: Gyaku Ts im Stand, vor Kizami Ts
Das dann mit Partner
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